Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Meldungen aus dem Landesverband

Fr, 27.02.2026

Der Preis deutschen Brotgetreides steigt ohne nennenswerte Handelsaktivität

(AMI) Mit den steigenden Preisen kann nur wenig Getreide aus Erzeugerhand gelockt werden. Abnehmer ordern bei dem reichhaltigen Angebot auf nationaler und internationaler Ebene nur verhalten. Das Exportgeschäft ruht.

Die Brotgetreidepreise am heimischen Markt legten in den vergangenen Handelstagen im Aufwind der festeren Pariser Weizenkurse zu. So wurden für Brotweizen auf Erzeugerstufe im Bundesmittel 170,72 EUR/t (159–181 EUR/t) verlangt, was einem Wochenplus von 2,89 EUR/t entspricht. Gegenüber Ende Februar 2025 ergibt sich jedoch weiterhin ein deutliches Minus von knapp 37 EUR/t. In Niedersachsen waren laut Handel und Genossenschaften ab Hof zwischen 167 und 186 EUR/t B-Weizen möglich.

Qualitätsweizen verteuerte sich binnen einer Woche um 3,24 EUR/t auf 175,35 EUR/t (166–181 EUR/t) frei Erfasserlager, liegt damit aber noch gut 50 EUR/t unter dem Vorjahresniveau. Eliteweizen sowie Brotroggen legten um 3,48 EUR/t auf 180,69 EUR/t (172–186 EUR/t) bzw. um 3,49 EUR/t auf 148,48 EUR/t (137–156 EUR/t) zu, verbleiben jedoch rund 65 EUR/t bzw. 24 EUR/t unter den Preisen von Ende Februar 2025.

Auch Brotgetreide der Ernte 2026 verteuerte sich. Ex Ernte werden für Elite- und Brotweizen im Bundesmittel 194,22 EUR/t bzw. 172,39 EUR/t verlangt, was einem Wochenanstieg von rund 3,50 EUR/t bzw. 3,90 EUR/t entspricht. Qualitätsweizen gewann 4,10 EUR/t auf 185,73 EUR/t frei Erfasserlager hinzu, während Brotroggen um 4,91 EUR/t auf 147,61 EUR/t zulegte.

Grundsätzlich hat sich an der abwartenden Haltung der Marktakteure jedoch wenig geändert. Die etwas festeren Preise konnten punktuell Verkaufsbereitschaft aus Erzeugerhand aktivieren, größere Abschlüsse blieben jedoch aus, obwohl weiterhin erhebliche Mengen in Erzeugerhand vermutet werden. Der Handel konzentriert sich überwiegend auf die Abwicklung bestehender Kontrakte. Auf Abnehmerseite wird angesichts der reichlichen Verfügbarkeit überwiegend nur der vordere Bedarf gedeckt. Eine längerfristige Eindeckung wird derzeit kaum als notwendig erachtet. Entsprechend ruhig präsentiert sich auch das Exportgeschäft an den Häfen.

Auf Großhandelsebene geht es ebenfalls aufwärts. Franko Hamburg sind zur prompten Lieferung aktuell 200 EUR/t für Brotweizen möglich, eine Woche zuvor waren 197 EUR/t im Gespräch. Am Niederrhein werden mit 199 EUR/t ebenso 3 EUR/t mehr aufgerufen. Brotroggen gewinnt hier 2 EUR/t, aktuell werden 189 EUR/t verlangt.

‹ zurück