Fr, 27.02.2026
Raps auch Ende Februar preisfest
(AMI) Unterstützt von steigenden Ölsaatenkursen und einem schwächeren Euro setzen auch die Erzeugerpreise für Raps ihren Aufwärtstrend fort. Vor allem Kontrakte der Ernte 2026 legen spürbar zu.
Die Pariser Rapsnotierungen bewegen sich zunächst weiter aufwärts. Nach einem Rückgang zum Mitte der Woche, legten die Kurse zuletzt erneut zu. So schloss der Fronttermin Mai am 26.02.2026 bei 484,25 EUR/t und damit zwar deutlich unter der Vorwoche, aber rund 1,25 EUR/t über dem Vortag.
Unterstützt wurden die Kurse von Übersee, insbesondere aus Kanada und den USA. Hinzu kommt der zuletzt schwächere Euro, welcher die Wettbewerbsfähigkeit von EU-Ware auf dem Weltmarkt steigert. Gleichzeitig schüren die Überschwemmungen im Westen Frankreichs die Sorge um die Rapsbestände und das zu erzielende Ertragspotenzial der Ernte 2026. Abzuwarten bleibt, wie viele der Felder nachgesät werden müssen.
Das Plus in Paris zur Wochenmitte wurde im Nachgang auf Großhandelsebene nachvollzogen. Dabei bleiben die Prämien weitestgehend unverändert. Franko Hamburg werden mit 497 EUR/t zur Lieferung ab Mai zuletzt rund 2 EUR/t mehr in Aussicht gestellt. Gleiches gilt für Partien franko Niederrhein, welche sich ebenfalls um 2 auf 505 EUR/t verteuern. Für Vorkontrakte der kommenden Ernte sind bis zu 478 EUR/t möglich. Dabei bleibt es insgesamt ruhig. Vereinzelt wird jedoch Interesse an Vorkontrakten signalisiert, Umsätze kommen dabei jedoch nicht zustande. So bleibt der Anteil bereits vertraglich gebundener Partien gering.
Auch auf Erzeugerebene geht es aufwärts. Im Bundesmittel sind für Partien der Ernte 2025 rund 472,40 (445-490) EUR/t möglich und damit 2,80 EUR/t weniger als noch in der Woche zuvor. Mit den Preissteigerungen nimmt auch die Abgabebereitschaft der Erzeuger zu. Das betrifft sowohl Restmengen der alten Ernte als auch Vorkontrakte der Ernte 2026. Hier sind im Mittel zuletzt 443,00 (415-475) EUR/t im Gespräch, ein Plus von 3,70 EUR/t im Vergleich zur Vorwoche.
Niedersächsische Marktteilnehmer berichten von 465 – 489 EUR/t ab Hof für prompten Raps und zwischen 438 – 460,5 EUR/t für Vorkontrakte. Im Süden des Landes ist dabei etwas mehr möglich, als im Norden.
