Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Fr, 27.02.2026

Wachsende Importe von Kartoffelprodukten

(AMI) Auch wenn für die Verarbeitung in Deutschland reichlich günstiger Rohstoff in Form von Kartoffeln zur Verfügung steht, gewinnen Importe von Produkten aus den Niederlanden stark. Beim Export kommt das Geschäft mit frischen Kartoffeln weiter nicht an das Vorjahr heran.

Speisekartoffelausfuhren fielen im Dezember 2025 mit 221.000 t noch ganz gut aus, auch wenn der Rekordwert des Vorjahres um 7 % verfehlt wurde. Die Preise ließen zwar auf mehr hoffen, es bleibt aber bei der extrem schwierigen Lage beim Pommes frites Rohstoff für Verarbeiter in Belgien und in den Niederlanden, die den Hauptanteil der Lieferungen ausmachen. Das können weder die vertraglich vereinbarten Mehrmengen für Kunden in Frankreich noch zusätzliche Lieferungen in Richtung in einzelne Länder Ost- oder Südosteuropas ausgleichen. Außerdem wird weniger nach Italien, Dänemark und vor allem Polen geliefert. Der Saisonrückstand gegenüber dem Rekordjahr 2024/25 beträgt nun mit dem ersten Halbjahr 16 %.

Obwohl es hierzulande genügend Kartoffeln für jedwede Verwertung gibt, übertrifft der Kartoffelimport seit Juli 2025 weiterhin den der Jahre ab 2021/22. Erklärbar ist das wohl nur mit Vertragsmengen aus den Niederlanden. Der Speisekartoffelmarkt nimmt höchstens nennenswerte Mengen aus Frankreich auf. Die sind zwar leicht rückläufig, lagen aber bis Ende 2025 auf einem noch hohen Niveau. Das könnte sich noch ändern, weil der deutschen Lagerware hier und da nun doch ein Vorzug vom Handel eingeräumt wird. Im Dezember war die Gesamtmenge 7 % kleiner als im Vorjahr, was schon an einen gewissen Schwund bei den Lagerkartoffeln aus Frankreich lag.

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