Mi, 04.03.2026
DBV fordert verlässliche Förderung des Ökolandbaus in der GAP ab 2028
(DBV) Anlässlich der BioFach 2026 in Nürnberg warnte der DBV mit einer PM vor den Folgen der EU-Kommissionsvorschläge zur kommenden Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Würden diese umgesetzt, so ergäben sich auch für die künftige Förderung des Ökolandbaus erhebliche Risiken. Der drohende Wegfall der 2. Säule und damit große Ungewissheit für die bewährten Länderprogramme, massive Budgetkürzungen sowie unklare Förderstrukturen zwischen EU, Bund und Ländern gefährden die Planungssicherheit der Betriebe.
Der Ökolandbau braucht als langfristiges Systemverfahren mehrjährige Planungssicherheit, keine kurzzyklischen Ausschreibungen bei der Förderung. Ohne stabile Budgets und faire Wettbewerbsbedingungen wird der Ökolandbau nicht wachsen können. Es braucht daher ein eigenständiges, zweckgebundenes EU-Agrarbudget einschließlich eines verlässlichen Fundaments für die Öko-Prämie – die Unterstützung für Umstellung und Beibehaltung darf nicht allein von nationalen Haushalten abhängen.
Der DBV setzt sich für eine Agrarpolitik ein, die allen Betriebsformen attraktive Angebote macht. Das gilt für den Ökolandbau ebenso wie für konventionelle Betriebe, die freiwillige Umweltleistungen erbringen wollen. Der DBV setzt sich für ein inflationsbereinigtes GAP-Budget, ein zweckgebundenes Budget für die ländliche Entwicklung sowie den Abbau von Bürokratie und Konditionalitäten ein. Eine obligatorische Degression und Kappung lehnt der DBV entschieden ab. DBV-Position zur GAP ab 2028 unter: https://www.bauernverband.de/fileadmin/user_upload/dbv/positionen/2025/a_DBV_Praesidium_10-Punkte-Katalog_zu_MFR_und_GAP_ab_2028_10.12.2025.pdf