Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Fr, 20.03.2026

Internationaler Weizenmarkt zwischen geopolitischer Unterstützung und hohem Angebotsdruck

(AMI) Steigende Energiepreise und ein schwächerer Euro stützen die Pariser Weizenkurse, doch die üppige weltweite Versorgung hält Käufer weiterhin zurück und dämpft das Exportpotenzial.

In Paris knüpft der Fronttermin für Weizen an den Gewinnen der Vorwochen an und erreichte zwischenzeitlich sogar den höchsten Stand seit Mitte Mai 2025. Am 19.03.2026 schloss der Mai-Kontrakt bei 207 EUR/t und verbuchte damit ein Wochenminus von -3,50 EUR/t. Die Termine zur Ernte 26 verloren auf Wochensicht weniger.

Spürbar ist, dass das Aufwärtspotenzial der Weizenkurse weiterhin begrenzt bleibt. Ausschlaggebend ist die weltweit komfortable Versorgungslage – nicht nur bei Weizen, sondern auch bei anderen Getreidearten. Vor dem Hintergrund der reichlichen Verfügbarkeit und der allmählich näher rückenden Ernte 2026 agieren Käufer zurückhaltend und decken sich vielfach lediglich für den kurzfristigen Bedarf ein. Zusätzlich dämpft die angespannte geopolitische Lage im Nahen Osten die Nachfrage auf dem zuletzt deutlich höheren Preisniveau. Marktteilnehmer warten ab, ob es zu einem Waffenstillstand, zur Absicherung der Schifffahrtsrouten aus dem Persischen Golf oder zu tatsächlichen Versorgungsunterbrechungen kommt. Ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen ist bislang nicht absehbar.

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