Fr, 20.03.2026
Kurssprünge limitieren den Handel mit Raps
(AMI) Das Auf und Ab am Terminmarkt erschwert die Preisfindung. Vor diesem Hintergrund verläuft der Handel überwiegend in ruhigen Bahnen. Am Kassamarkt werden dennoch Vorkontrakte abgeschlossen.
Die Pariser Rapsnotierungen bleiben auch weiterhin fest im Griff der geopolitischen Entwicklungen. So gewann der Fronttermin Mai in der 11. KW noch binnen zweier Handelstage rund 14 EUR/t, verlor zum Wochenwechsel jedoch bereits wieder knapp 17 EUR/t. Auslöser für den Vorzeichenwechsel waren rückläufige US-Sojanotierungen, welche auch den Raps mit nach unten zogen. Auch wenn Niederschläge die laufende Ernte in Brasilien verzögern, könnte das Land auf einen neuen Rekord bei der Sojaernte zusteuern. Hinzu kam die Verzögerung eines geplanten Gipfeltreffens von China und den USA. Zum Wochenstart profitierten die Notierungen indes von den wieder festeren Rohölkursen. Eine verhaltene Nachfrage am EU-Markt dämpfte jedoch das Plus, denn einige Ölmühlen arbeiten mit reduzierten Kapazitäten. So schloss der Fronttermin Mai am 19.03.2026 bei 500,75 EUR/t und damit rund 14,25 EUR/t unter dem Niveau der Vorwoche.
Die Preissprünge an der Börse limitieren auch weiterhin den Handel. So wurden zwischenzeitlich zwar vermehrt Umsätze in die Bücher der Händler geschrieben, zuletzt kühlte die Nachfrage jedoch wieder ab. Das betrifft sowohl Restmengen der alten Ernte als auch Vorkontrakte der kommenden Saison. Franko Hamburg sind für Partien zur Lieferung ab Mai rund 510 EUR/t möglich und damit, bei unverändertem Aufgeld, rund 3 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Franko Niederrhein wurde die Prämie dagegen leicht zurückgenommen (-1 EUR/t), sodass hier mit 519 EUR/t zur Lieferung ab April rund 2 EUR/t mehr genannt werden.
Entgegen den festeren Vorgaben von der Börse geht es auf Erzeugerebene abwärts. So sind im Bundesmittel für Partien der alten Ernte 479,70 EUR/t im Gespräch und damit 4,80 EUR/t weniger als noch in der Vorwoche. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 460 bis 505 EUR/t. Niedersächsischer Raps wurde dabei mit durchschnittlich 489 (483 – 505) EUR/t ab Hof am oberen Ende. Die Vorkontrakte rangierten in Niedersachsen zwischen 463 und 480 (Ø 470) EUR/t.