Do, 03.06.2021
ASP dämpft Schweinefleischexporte
(AMI) – Gegenüber dem vorangegangenen Jahr sind die Ausfuhren von deutschem Schweine-fleisch insgesamt leicht gesunken. Vergleicht man den Zeitraum von Januar bis März 2021 mit dem Vorjahreszeitraum, so wurde insgesamt 2,2 % weniger Schweinefleisch aus Deutschland exportiert.
Der Grund hierfür liegt unter anderem in dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest im September 2020 und den damit verbundenen Exportrestriktionen seitens einiger Drittländer. Entsprechend dieser Handelseinschränkungen haben die Drittlandsexporte mit einem Minus von 48 % anteilig am stärksten abgenommen. Besonders groß war dabei der Rückgang an Schweinefleischlieferungen nach China, diese sind im Vergleich zum Vorjahr um 95 % gesunken. Da China zuvor der wichtigste Abnehmer für deutsches Schweinefleisch war, hatte dieser Einbruch besonders große Auswirkungen auf die Entwicklung der Gesamtexporte.
Anders hingegen präsentiert sich der innereuropäische Handel, hier konnte Deutschland die Ab-lieferungen mit einem Plus von 31 % deutlich ausbauen. Diese Steigerung liegt darin begründet, dass deutsches Schweinefleisch im europäischen Vergleich kostengünstiger angeboten wird. Insbe-sondere die Niederlande sowie Polen haben ihre Abnahmemengen erheblich gesteigert. Somit stehen die Niederlande an Platz 1 der wichtigsten Abnehmer für deutsches Schweinefleisch.