Fr, 11.06.2021
Raps: Preisauftrieb ohne Ware
Der umsatzschwache Rapsmarkt ist geprägt von scharfem Preisauftrieb. Impulse kommen dabei nur noch von den Terminmärkten; steigende Rohöl-, Pflanzenöl-, Soja- und Canolakurse unterstützen. Für allerletzte Partien werden in Deutschland 619 EUR/t franko bezahlt. Auch die Erzeuger können in der 23. KW mehr für ihren Raps erzielen. Trotz bester Wuchsbedingungen und vielversprechender Pflanzenentwicklung tendieren die Kontraktpreise fest. Viele Erzeuger haben einen großen Teil der nächsten Rapsernte bereits verkauft, daher kommen wenige Umsätze zustande. Der Vermarktungsstand für die Ernte 2021 ist ungewöhnlich hoch, für Raps melden Handelsunternehmen einen Anteil von bis zu 60 % der potenziellen Ernte. Angesichts der derzeit hochsommerlich warmen und trockenen Witterung und des regionalen Starkregens bzw. der Gewitter werden vorerst keine weiteren Risiken eingegangen, die Abgabebereitschaft ruht.