Fr, 18.06.2021
Faire Marktpreise bei Produkten aus GV-freier Fütterung gefordert
Anlässlich der Mitgliederversammlung des Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. (VLOG) am Dienstag, 15.06.2021 machte die Geflügelwirtschaft auf den massiven Kostendruck bei den Geflügel- und Eiererzeugern aufgrund der Tatsache, dass sich die Preise für gentechnikfreies Soja zuletzt nahezu verdoppelt haben, aufmerksam. Die deutlich gestiegenen Futterkosten müssen mit fairen Preisen ausgeglichen werden, um auch weiterhin Eier und Geflügelfleisch mit dem Label „Ohne Gentechnik“ anbieten zu können.
ZDG-Geschäftsführer Dr. Thomas Janning betont: „Auf diesem Preisniveau ist eine Hähnchen-, Putenfleisch- und Eiererzeugung für ein Angebot gentechnikfreier Produkte nicht mehr zu leisten. Die Prämienaufschläge beim Einkauf von gentechnikfreiem Soja haben sich binnen eines Jahres nahezu verdreifacht. Viele Geflügelhalter sind in tiefer Sorge um ihre Existenz. Diese dramatische Situation beim Futter muss daher schnellstmöglich zu fairen Verbraucherpreisen für Geflügelfleisch und Eier ohne Gentechnik führen! Die massiv gestiegenen Prämienaufschläge für gentechnikfreies Soja in der Mastgeflügel- und Legehennenfütterung müssen in der Wertschöpfungskette erwirtschaftet und von Handel sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern angemessen honoriert werden. Ohne faire Preise werden die großen Anstrengungen der deutschen Geflügelwirtschaft für ein gentechnikfreies Angebot unterlaufen und damit die Versorgung des Marktes mit derartigen Produkten in Frage gestellt.“ Die deutsche Geflügelwirtschaft hat als erste Branche bei tierischen Produkten auf den Einsatz von nicht-gentechnisch verwendetem Soja gesetzt. Eier, Hähnchen- und Putenfleisch aus gentechnikfreier Fütterung sind anders als bei anderen tierischen Erzeugnissen heute Standard in deutschen Supermarktregalen.