Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Fr, 02.07.2021

Futtergetreide: Futtergetreidepreise rutschen ab

Haben sich vor weniger als 5 Tagen noch alle über die Sonne und Wärme gefreut, mehren sich nur wieder die Sorgenfalten. Hagel, Sturm und Unwetter lassen einige Schläge verwüstet zurück, vor allem in Süddeutschland blieb vom Mais stellenweise weniger übrig als nach ordnungsgemäßer Ernte. Einige denken über Nachsaat nach. Auch wenn die erste Gerste bereits gedroschen ist, es war nicht in den typischen Frühgebieten Süddeutschlands, sondern auf den leichten Standorten in Ostdeutschland. Denn im Süden läuft vorerst gar nichts in dieser Richtung, weil die Flächen nicht befahrbar sind. Die wechselhafte Witterung mehrt die Sorge um Auswuchs. Gerade bei Gerste wird das Angebot aus der Ernte dringend erwartet. Und auch wenn aus Frankreich bereits Partien angeboten werden, diese haben sich aufgrund des tröpfelnden Angebotes spürbar verteuert und dann kommen noch die Frachtaufschläge aufgrund von Hochwasser dazu. Allerdings hoffen die meisten Käufer, dass das nur Startschwierigkeiten sind und die momentan noch guten bis sehr guten Feldbestände zu einem Angebotsdruck führen, der sinkende Preise mit sich bringt. Daher wird im Moment auch kaum noch Neugeschäft getätigt. Aber es gibt auch pessimistische Stimmen, die wegen der extrem geringen Vorräte mit einer sehr großen Nachfragewelle zur Ernte rechnen, was lokal und temporär, dann erneut zu Nachfrageüberhang und festen Preisen führen könnte. In der aktuellen Woche neigen die Erzeugerpreise für Futtergetreide zu Schwäche, verloren rund 4 EUR/t zur Vorwoche, selbst alterntiger Mais. Futtergerste verzeichnet auf Großhandelsstufe die größte Preisschwäche und gab für prompte, alterntige Lieferungen nach. Gebote für Lieferungen ab September konnten sich mit einem Minus von 4 auf 198 EUR/t franko Niederlande besser behaupten. Alterntige Futterweizen wird aktuell mit 243 EUR/t franko Südoldenburg 10 EUR/t unter Vorwochenlinie bewertet. Preismeldungen aus den Niederlanden liegen mit 205 rund 6 EUR/t niedriger. Mais liegt hinsichtlich seiner Preisverluste mit 13 EUR/t zwischen Gerste und Weizen. Franko Südoldenburg wurden zuletzt 285 EUR/t genannt.

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