Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Meldungen aus dem Landesverband

Fr, 06.08.2021

Rapsernte durchschnittlich und damit enttäuschend

Die deutsche Rapsernte läuft, aber von den euphorischen Aussichten, die noch vor ein paar Wochen herrschten, müssen sich die Marktteilnehmer verabschieden. Die Erträge sind zwar überdurchschnittlich, bleiben aber hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Das Statistische Bundesamt gibt in seiner ersten vorläufigen Erntestatistik für 2021 den Ertragsdurchschnitt für Winterraps in Deutschland mit 36,6 dt/ha an. Das wären 0,5 % mehr als im Vorjahr. Mit der Ausdehnung der Anbaufläche um knapp 5 % auf 1 Mio. ha ergibt sich eine Winterrapsernte von 3,7 Mio. t. Das sind 4 % mehr als im Vorjahr, aber 8 % weniger als im langjährigen Durchschnitt. Der Bedarf an Raps wird damit nicht gedeckt werden können, sodass auch 2021/22 umfangreiche Importe notwendig werden. Die Nachfrage konzentriert sich auf Partien zur Lieferung ex Ernte 2022, da für diese Termine die Margen besser kalkulieren. Für vordere Termine wird kaum zusätzliche Ware, über die Vorkontrakte hinaus, offeriert. Die Spanne bleibt mit 480-521 EUR/t frei Erfasserlager groß. Abgeliefert wird nur auf Vorkontrakt, die Vermarktung der Ernte 2021 ist vorerst in den Hintergrund gerückt. In einigen Regionen ist die Rapsernte bereits beendet, aber auch dort, wo noch etwas auf dem Stängel steht, wird von sehr heterogenen Ergebnissen gesprochen. Die Körner sind oft klein. Es wird von Erträgen zwischen 28 dt/ha, und sehr vereinzelt, 45 dt/ha berichtet. Es zeichnet sich insgesamt eine durchschnittliche Ernte ab. Die Ölgehalte liegen im Schnitt zwischen 40-43 %, in Partien von leichten Standorten aber auch deutlich tiefer. Der Besatz der Partien ist häufig hoch. (Quelle: AMI)

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