
17.01.2025
Terminmärkte aktuell – KW3 Pflanzen

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern
Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Der erste Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Deutschland seit 1988 betrifft sowohl die Landwirtschaft, den Viehhandel als auch die Tierärzteschaft. Daher laden die Tierärztliche Hochschule Hannover, das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, die Niedersächsische Tierseuchenkasse, die Tierärztekammer Niedersachsen und das Landvolk Niedersachsen am Mittwoch, den 22.01.2025 um 13.30 Uhr zu einer gemeinsamen Online-Informationsveranstaltung ein.
Programm
13:30 Uhr: Begrüßung
13:35 – 13:50 Uhr: Überblick über die aktuelle Situation, derzeitige Maßnahmen (LAVES)
13:50 – 14:05 Uhr: Klinische Symptomatik der MKS bei verschiedenen Tierarten (TiHo-Hannover)
14:05 – 14:20 Uhr: MKS-Virus – Vorkommen, Eigenschaften, Impfungen und Möglichkeiten der
Diagnostik (TiHo-Hannover; LAVES)
14:20 – 14:35 Uhr: Was kann ich aktuell vorbeugend tun? (TÄK Niedersachsen)
14:35 – 14:50 Uhr: Biosicherheitskonzepte in Niedersachsen und Leistungen der Niedersächsischen
Tierseuchenkasse (Landvolk Niedersachsen und Niedersächsische Tierseuchenkasse)
14:50 – 15:30 Uhr Zeit für Diskussionen
Den Link zur Teilnahme finden Sie in kürze hier: https://qrco.de/bfgr6m
Weiterhin gilt: Biosicherheit beachten, auf Jagdreisen nach Brandenburg vorerst verzichten!
Nachdem letzten Freitag, 10. Januar, das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) die Infektion von 3 Wasserbüffeln aus Märkisch-Oderland in Brandenburg mit dem Maul- und Klauenseuche-Virus (MKS) bestätigte, ist der Eintragsweg weiterhin unbekannt. Es handelt sich um den Serotyp O, der im Nahen Osten und Asien vorkommt. Alle notwendigen epidemiologischen Ermittlungen sind eingeleitet. Um den Ausbruchsbestand wurden im Radius von 3 km eine Schutzzone und im Radius von 10 km eine Überwachungszone eingerichtet. Innerhalb der Schutz- und Überwachungszone wurden alle vorgesehenen Maßnahmen durch das zuständige Veterinäramt angeordnet. Eine Ausbreitung auf andere Tierbestände wurde bislang nicht festgestellt. Trotzdem wurde neben der Keulung des Ausbruchsbestandes vorsorglich die Keulung von empfänglichen Tieren aus benachbarten Betrieben durchgeführt, darunter 170 Schweine, 55 Schafe und Ziegen sowie drei Rinder. Die MKS ist eine reine Tierseuche und nicht auf den Menschen übertragbar, also keine Zoonose. Fleisch, Milch und Milchprodukte können weiterhin bedenkenlos verzehrt werden.
Folgen für Niedersachsen
Niedersachsen ist aktuell nicht von Sperrzonen betroffen. Allerdings hat Deutschland durch den
Ausbruch den Status „MKS-frei“ verloren. Dies geht mit entsprechenden Handelseinschränkun-
gen einher. Aufgrund der Seuchensituation wird von einem deutlich erhöhten Risiko einer Einschleppung des Erregers in nds. Klauentierbetriebe durch überregionale Veranstaltungen mit Nutztieren
ausgegangen. Daher hat das LAVES als zuständige Behörde Veranstaltungen mit Klauentieren bis einschließlich 17.01.2025 untersagt. Die Beschränkungen für Veranstaltungen mit Pferden und Geflügel können hier nachgelesen werden: https://www.laves.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presse/presseinformationen/maul-und-klauenseuche-niedersachsen-untersagt-veranstaltungen-mit-klauentieren-238615.html.
Weiterführende Informationen zu MKS
Häufig gestellte Fragen: https://tierseucheninfo.niedersachsen.de/startseite/tierseuchen_tierkrank-
heiten/schwein/maul_und_klauenseuche/maul_und_klauenseuche/haeufig-gestellte-fragen-zu-
maul-und-klauenseuche-21689.html
Steckbrief zu MKS: https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/maul-und-klauenseuche/
DBV-Präsident Rukwied zu MKS
Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, fordert Bund und Länder auf, alles daran zu setzen, das Seuchengeschehen schnellstmöglich, mit aller Kraft und konsequent zu bekämpfen: „Jetzt zählen Schnelligkeit und Entschlossenheit! Es muss alles darangesetzt werden, um diesen Ausbruch einzudämmen. Dabei müssen Bund und Länder gemeinsam mit der Wirtschaft eng zusammenarbeiten. Obwohl das Virus für den Menschen völlig ungefährlich ist, ist der wirtschaftliche Schaden für die Tierhalter erheblich, weil Exportmärkte wegfallen werden. Wir brauchen daher auch Lösungen, die die Tierhalter entlasten. Die tierhaltenden Betriebe sind zudem gefordert, ihre Biosicherheitsmaßnahmen zu überprüfen und nochmals zu verstärken.“
Die Land- und Fleischwirtschaft arbeitet derzeit an einer einheitlichen Lösung zur Berechnung der CO2-Emissionen in schweinehaltenden Betrieben. Ziel ist es, eine standardisierte Methode zur Ermittlung der CO2-Emissionen zu entwickeln, die als Grundlage zur Reduzierung und zur Erfüllung der CSRD-Berichtspflichten dient. Das QS-Prüfsystem koordiniert die Entwicklung der Branchenlösung, die auf einer Berechnungsmethode basiert, die von mehreren Institutionen, u. a. der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, erarbeitet wird. Ab dem 1. Quartal 2025 sollen schweinehaltende Betriebe ihre CO2-Daten in einer Plattform von QS eingeben können. Einheitliche Vorgaben sollen Doppeleingaben von Daten verhindern. Ein klares Rollen-Rechte-System soll den Tierhaltern ermöglichen, selbst zu entscheiden, welche Daten an Dritte weitergegeben werden.
(Destatis) Zum Stichtag 3. November 2024 gab es in Deutschland 15.600 schweinehaltende Betriebe, was einem Rückgang von 3,4 % (-600 Betriebe) im Vergleich zu 2023 entspricht. Besonders in der Ferkelerzeugung bleibt die Zahl der Betriebsaufgaben hoch. Die Zahl der sauenhaltenden Betriebe fiel auf 5.000, was einem Rückgang von 4,6 % im Vergleich zu 2023 entspricht. Der Schweinebestand lag bei 21,2 Millionen Tieren, aber nahezu unverändert (-0,2 %). Bei den einzelnen Kategorien wurden zum 3. November 2024 9,7 Millionen Mastschweine (plus 1,8 %), 6,3 Millionen Ferkel (minus 1,9 %) und 3,7 Millionen Jungschweine (minus 2,2 %) gezählt. Die Zahl der Zuchtsauen sank um 0,3 % auf 1,4 Millionen Tiere.
(LK OL) Im Landkreis Oldenburg ist in der Gemeinde Hude, Ortsteil Hurrel, die Geflügelpest in einem Putenmastbetrieb ausgebrochen. Dies ist mit dem Befund des Friedrich-Löffler-Institut (FLI) vom 12.01.2025 amtlich bestätigt worden. Am 12.01.2025 wurden die ca. 11.000 Tiere im Ausbruchsbetrieb bereits gekeult.
Die Einrichtung einer Schutzzone von 3 Kilometern und einer Überwachungszone von 10 Kilometern um den Bestand wird derzeit vorbereitet. Die entsprechende Allgemeinverfügung und die interaktive Karte werden zeitnah veröffentlicht.
Quelle: Aktuelles zur Geflügelpest 2024/2025 | Landkreis Oldenburg
AgE) Der Außenhandel der EU mit Eiern und Eiprodukten erholte sich bis in den Sommer 2024 deutlich. Von Januar bis August wurden rund 241.500 t in Drittländer exportiert, 14 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig sanken allerdings die Erlöse um 16 %. Wichtigster Abnehmer war das Vereinigte Königreich mit 98.800 t. Japan steigerte seine Importe um 16 % auf 41.900 t, die Schweiz nahm 28.900 t ab. Thailand, Russland und Südkorea folgen. Die Einfuhren der EU stiegen im gleichen Zeitraum um gut 20 % auf 74.900 t. Die Ukraine war Hauptlieferant mit 46.400 t. 2023 wuchsen die Importe stark um 79 % auf 90.300 t, davon 54.500 t aus der Ukraine, die ihre Lieferungen mehr als verdoppelte. Bereits 2022 waren die Importe um 38 % auf 50.500 t gestiegen, wobei sich die Lieferungen der Ukraine auf 26.000 t verdreifachten.
Zum Jahreswechsel verzeichnete Paris und der deutsche Brotgetreidemarkt die höchsten Niveaus der zurückliegenden 3 Wochen. Die vergangene Woche hatte in Paris und Chicago jedoch negative Vorzeichen. In einem erst langsam in Bewegung kommenden Markt überwiegt vorerst abwartende Haltung.
(AMI) Der Brotgetreidemarkt startet das neue Jahr so, wie es das alte verlassen hat – schleppend. Die Umsätze sind sehr überschaubar. Verarbeiter zeigen sich gut versorgt und warten die aktuell schwächer tendierenden Kurse sowie den angekündigten USDA-Report am 10.02.2025 erst einmal ab, bevor sie sich positionieren. Laut Bundesanstalt haben deutsche Mühlen in den ersten vier Monaten des laufenden Wirtschaftsjahres 3 % mehr Weichweizen vermahlen als im Vorjahreszeitraum und die gleiche Menge an Brotroggen. Und Deutschland hat auch mehr Weizenmehl exportiert. Destatis verzeichnet Ausfuhren in Höhe von gut 975.000 t und damit knapp 7 % mehr als im Vorjahreszeitraum. 945.000 t davon gingen in EU-Ländern, allen voran in die Niederlande (43%) und nach Frankreich (23 %). Von den Drittländern ist das Nachbarland Schweiz der wichtigste Handelspartner vor dem Vereinigten Königreich und Israel.
Auf den unteren Markstufen befinden sich viele noch in den Ferien. Ohnehin zeigen Erzeuger wenig Bereitschaft zu den jetzigen Niveaus zu vermarkten. Zwar haben sich die Gebote für Mahlweizen nach oben bewegt, aber das Plus zu den Vorwochen ist sehr gering. Mit 228 und 208 EUR/t werden 30-70 Cent/t mehr genannt als in den beiden Wochen zuvor. Damit setzt sich der stetige Aufwärtstrend, der Ende August 24 begann, jedoch fort. Aber Weizenanbieter erwarten von den kommenden Wochen noch mehr. Sie spekulieren mit dem absehbaren Rückgang der Weizenlieferungen aus Russland sowie der währungsbedingt geschwächten Konkurrenz aus den USA mehr Chancen für den Mahlweizenverkauf am Weltmarkt. Ob sich das bewahrheiten wird, bleibt abzuwarten. Das Agraramt in Frankreich hat im Dezember seine Exportschätzung für Weichweizen in Drittländer um 10 % gekürzt.
Die Großhandelspreise für deutschen Qualitätsweizen lagen am 08.01.2025 franko Hamburg bei 257 EUR/t und damit 1 EUR/t unter Vortag und auch unter dem Niveau, was noch vor Weihnachten genannt worden war. Zum Jahreswechsel waren die Gebote auf 262 EUR/t gestiegen, doch das Niveau konnte nicht gehalten werden. Damit zeichnen die Weizenpreise am deutschen Kassamarkt die Terminkurse nach. Paris legte von Weihnachten bis Neujahr um 10 auf 239,25 EUR/t für den Fronttermin zu, verlor seither auch wieder 10 EUR/t. Brotweizen wird nach dem Auf und Ab der vergangenen 14 Tage allerdings am 08.01.25 mit 235 EUR/t franko Hamburg bzw. 246 EUR/t franko Niederrhein oder Westfalen 2-4 EUR/t über dem vorweihnachtlichen Preisniveau bewertet.
(AMI/DBV) Analysten von SovEcon haben ihre Dezemberprognose über die russische Weizenernte 2025 um 3 auf 78,7 Mio. t zurückgenommen. Die Schätzung der Weizenernte 2024 liegt bei 81,9 Mio. t, das langjährige Mittel sogar bei 88,2 Mio. t. Die Ernteprognose für Winterweizen wurde sogar um 3,6 auf 50,7 Mio. t gesenkt. Nach Angaben des russischen Amtes für Niederschlagsmeteorologie und Umweltbeobachtung Roshydromet befanden sich Mitte Dezember 24 rund 37 % der Feldbestände an Winterweizen in einem schlechtem Zustand. Das ist das schlechteste Ergebnis seit mindestens 20 Jahren. Das trockene Herbstwetter beeinträchtigte den Zustand der Winterkulturen. Im letzten Quartal des Jahres 2024 lagen die Niederschläge in der Zentral- und Wolgaregion 20-40 % unter der Norm, im Süden sogar 40-60 %. Die staatliche Pflanzenschutzaufsicht gibt für die russische Region Rostow im Südwesten Russlands an der Grenze zur Ukraine eine Rate von 22,8 % an lückigen Feldbeständen an. Aus diesem Grund senkte SovEcon seine Ertragsschätzung für Winterweizen gegenüber Vormonat um 3 % auf 34 dt/ha. Einige Feldbestände sind noch nicht im Stadium der Vegetation angekommen und dürften sich erst nach dem Winter entwickeln – vorausgesetzt sie überleben. Aber nicht nur lückige und schwach entwickelte Bestände limitieren die Ertragsaussichten. Es wird zudem erwartet, dass sich die Anbaufläche von 15,4 Mio. ha aufgrund von Auswinterungsschäden auf eine Erntefläche von 14,9 Mio. ha reduzieren dürfte. Im Gegensatz dazu wurde die Produktionsprognose für Sommerweizen um 0,6 Mio. t auf 27,9 Mio. t angehoben, was auf die Erwartung einer größeren Anbaufläche zurückzuführen ist, die jetzt auf 13,3 Mio. ha geschätzt wird, gegenüber 13 Mio. ha zuvor.