Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

29.07.2024
Wir suchen eine Reinigungskraft

für unseren Standort in Rotenburg (Wümme)

Wir suchen zum 01.11.2024 eine Reinigungskraft (m,w,d) in Teilzeit (16-20 Std/Woche) für unseren Standort zum Flugplatz 5 in 27356 Rotenburg (Wümme):

Wir sind die landwirtschaftliche Interessenvertretung für den Raum Rotenburg (Wümme) und Verden (Aller) sowie Agrar,- Rechts- und Steuerberatung für ca. 2.200 landwirtschaftliche Betriebe in unserer Region.

Ihre Aufgaben umfassen:
• Als Reinigungskraft sind Sie für die gründliche Reinigung verschiedener Räumlichkeiten am Standort Rotenburg (Wümme) verantwortlich und tragen somit maßgeblich zur Sauberkeit und dem Wohlbefinden unserer Mitarbeitenden sowie der Besucherinnen und Besucher bei.
• Durchführung der täglichen Unterhaltsreinigung in Büroräumen, Besprechungsräumen, Fluren und sanitären Anlagen
• Entsorgung des Abfalls und Trennung nach Vorschriften
• Auffüllen von Verbrauchsmaterial (z.B. Seife, Toilettenpapier)

Sie bieten/zeigen:
• Erfahrungen in der Reinigungsbranche sind wünschenswert, aber nicht erforderlich
• Zuverlässigkeit und Gewissenhaftigkeit bei der Ausführung Ihrer Aufgaben
• Teamfähigkeit und gute kommunikative Fähigkeiten
• Gewisse Flexibilität

Sie erhalten:
• Einen sicheren und zukunftsorientierten Arbeitsplatz
• Geregelte Arbeitszeiten von Montag bis Freitag
• Ein für den Bereich überdurchschnittliches Gehalt
• Ein freundliches, kompetentes und engagiertes Team
• Einen unbefristeten Arbeitsvertrag

Senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen noch heute an bewerbung@landvolk-row-ver.de und geben Sie Ihren möglichen Eintrittstermin sowie Ihre Gehaltsvorstellungen an. Für Rückfragen melden Sie sich gerne telefonisch in unserem Rotenburger Sekretariat unter: 0 42 61 63 03 200

29.07.2024
Landwirtschaft und Imkerei arbeiten eng zusammen

Bienenfreunde Verden lassen sich die Namen ihrer Blühmischungen patentieren

Landwirtschaft und Imkerei gehören seit Jahrhunderten zusammen. „Die Rapsblüte ist eine geniale Starterkultur für die Bienen, danach brauchen sie Flächen, die konstant weiter blühen. Jede Blüte zählt“, verdeutlicht Heinrich Kersten, der als Imker aus Verden viel Wert auf die Zusammenarbeit mit den Bäuerinnen und Bauern legt und dafür 2021 eigens den Verein der „Bienenfreunde Verden“ gegründet hat.

Im konstruktiven Dialog auf Augenhöhe seien im Landkreis Verden durchgängige Trachtenfließbänder zur Versorgung der Insekten mit Nektar und Pollen übers gesamte Bienenjahr im Flugradius sichergestellt. „Landwirte waren, sind und bleiben die größten Anleger von Blühflächen“, sagt der Imker und Landwirtssohn.

„Pflanzenschutzmaßnahmen erfolgen generell erst nach gegenseitiger Abstimmung und nur nach Bienenflugende“, nennt Kersten ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit und das insgesamt erfolgreiche Konzept zur Biodiversitätssteigerung durch Landwirtschaft, Imkerei und Jägerschaft. Um den Erfolg messbar zu machen, dokumentierte Prof. Dr. Werner von der Ohe vom Bieneninstitut in Celle über drei Jahre, welche Pflanzen auf welchen Flächen von welchen Insekten angeflogen werden.

„Mit drei elektronischen Bienenstockwaagen, die die Gewichtsveränderungen der Bienenvölker im Internet einsehbar machen, werden die Unterschiede der verschiedenen Blühstreifen dokumentiert“, erläutert der 74-jährige. Die Blühmischungen „Niedersächsischer Weg“ und „GAP plus“, die von Landwirtinnen und Landwirten, Jägerinnen und Jägern sowie Imkerinnen und Imkern mit 20 verschiedenen Komponenten entwickelt wurden, sind nach positiven Ergebnissen als Wort-Bild-Marke beim Patent- und Markenamt geschützt worden.

„Wichtig ist ein phänologisch idealer Aussaattermin nach der Getreideernte im Herbst“, lautet Kerstens Erfahrung. Dann würden die Vorteile einer Winterung optimal genutzt. Ein weiterer positiver Aspekt der Herbstaussaat sei der Schutz der Bodenbrüter und verschiedener Erdhabitate im Frühjahr. „Der Trend zu unserem mehrjährigen kruziferenfreien Saatgut ist bestätigt und zielführend“, freut sich Kersten über die erfolgreiche Entwicklung, den Anteil der einjährigen Blühflächen zu halbieren und die mehrjährigen Konzepte binnen eines Jahres fast exponentiell zu steigern.

Kontakt zum Verein „Bienenfreunde Verden“: info@bienenfreunde-verden.de

26.07.2024
33 ausgebildete neue Berufskolleginnen und Kollegen

Freisprechung der Landwirtinnen und Landwirte im Heidejäger in Mulmshorn

Die alljährliche Freisprechungsfeier der frischgebackenen Landwirtinnen und Landwirte im Heidejäger in Mulmshorn bietet auch in diesem Jahr wieder allen Grund zur Freude: Der Berufsstand darf sich über 33 neue Berufskolleginnen und Kollegen freuen, die Lust haben Herausforderungen wie den Klimawandel und die Ernährungssicherheit bei steigender Weltbevölkerung mit Innovation und ihrem erlernten Fachwissen aktiv anzugehen, das macht Absolvent und Klassensprecher Luk Böschen aus Grasberg in seiner Rede deutlich: „Wir sind bereits unseren Beitrag für eine nachhaltige Zukunft zu leisten“ Die landwirtschaftliche Ausbildung sei keine einfache Aufgabe gewesen, ob das frühe Aufstehen und die langen Abende auf dem Feld, das zu erlernende Wissen in Theorie und Praxis oder die weiteren vielfältigen Herausforderungen, die das Arbeiten in der Natur mit sich bringen. Anker in diesen stürmischen Zeiten seien den ehemaligen Auszubildenden nicht nur Freunde und Familie gewesen, sondern auch die Lehrbetriebe, Lehrkräfte und ihrer Ausbildungsberaterin, die stets mit Rat und Tat zur Seite standen. Doch auch der Zusammenhalt unter den angehenden Landwirtinnen und Landwirten habe zum Erfolg beigetragen. „Wir haben gelernt als Team zusammenzuarbeiten. Uns gegenseitig unterstützt, wenn wir vor Herausforderungen standen und gemeinsam Erfolge gefeiert“, schwelgt Böschen in Erinnerungen und ist sich sicher, dass die entstandenen Freundschaften weit über die Ausbildungszeit bestehen werden.

Dass die Solidarität innerhalb der landwirtschaftlichen Branche etwas ganz Besonderes ist, weiß auch Ausbildungsberaterin Inger-Roxanne Meyer: „Deshalb nutzt die Möglichkeit euch miteinander zu vernetzten, auch über die Landkreisgrenzen hinaus, und setzt euch für euren Berufsstand ein, ob in Politik oder Gesellschaft. Jetzt seid ihr gefragt“, gibt sie den Landwirtinnen und Landwirten als Ratschlag noch mit auf den Weg.

Sich für die Branche stark zu machen, dazu appelliert auch Kreislandwirt und Vorsitzender des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden Christian Intemann: „Auf den ersten Blick ändert sich nach der Ausbildung erstmal gar nicht so viel, der Chef weiß auch weiterhin alles besser und meistens hat er damit auch weiterhin recht. Und das elendige Berichtsheft? Das gibt’s auch weiterhin, heißt jetzt nur Ackerschlagkartei, ENNI, Stoffstrombilanz oder Einsatzstoff Tagebuch. Doch was sich ändert, ab jetzt steht ihr selber in der Verantwortung für euch und für unseren gesamten Berufsstand, denn hier sind wir künftig alle gefragt! Wir müssen den immer komplexeren Hürden unserer Branche geeint entgegentreten und durch unsere Fachkenntnis Lösungen schaffen, die wir auch gegenüber der Politik und Öffentlichkeit vertreten müssen“

Auch die stellvertretende Landrätin Michaela Holsten ließ es sich nicht nehmen ein paar Worte an die Absolventinnen und Absolventen zu richten. „Sie sind die Zukunft unserer Landwirtschaft“, machte sie dabei deutlich und hob den Stellenwert „einer der ältesten und wichtigsten Berufe“ unserer Gesellschaft hervor.

Eine besondere Leistung erbrachte in diesem Jahr Simon Lippianowski aus Bremen mit einer Bestnote von 1,3. Gelernt hat er auf den Ausbildungsbetrieben Gerd Lindhorst (Süderwalsede), Vajen KG (Ahausen) und Hansenhof KG (Stapel). Ebenfalls geehrt wurde Ines Köstler aus Hassel für das beste Berichtsheft. Sie hat auf der Wilhelm u. Renate Scheele GbR (Hassel) sowie auf der Jürnshof GbR (Bothel) gelernt. Wir gratulieren allen Absolventinnen und Absolventen für ihre großartigen Leistungen.

22.07.2024
Jakobskreuzkraut mit allen Kräften entgegenstemmen

Landwirtschaft, Pferde- und Tierhalter informieren zur Giftpflanze / Challenge gestartet

Die zunehmende Ausbreitung des Jakobskreuzkrauts (JKK) oder auch Jakobs-Greiskraut macht Pferdehalterinnen und Pferdehaltern, Landwirtinnen und Landwirten sowie Viehzüchterinnen und Viehzüchtern zu schaffen. „Letzten Endes ist es die Wahl zwischen Pest oder Cholera. Wollen wir vergiftetes Heu oder mehr Herbizideinsatz? Nein, wir wollen beides nicht! Deshalb müssen wir im wahrsten Sinne des Wortes tatkräftig der Ausbreitung dieser Pflanze entgegentreten und rufen zum Ausstechen der leicht erkennbaren gelbblühenden Giftpflanze mit den 13 Blütenblättern auf und um unsere Weiden aus“, erklärt Martina Gerndt von der Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland (VFD) gegenüber dem Landvolk-Pressedienst. Die Vereinigung hat erneut ihre Informationskampagne „gelbe Welle“ rund um das Thema Jakobskreuzkraut gestartet.

Pferde auf der Weide meiden bei genug Alternative das Jakobskreuzkraut wegen seiner Bitterstoffe. Wenn aber Heu oder Silage zur Futterkonservierung gemacht werden, gehen diese Bitterstoffe verloren. Die zu Lebervergiftungen führenden Alkaloide bleiben jedoch wirksam. Kühe, Pferde, Schafe oder Ziegen können bei der Stallfütterung das Kraut nicht mehr aussortieren, fressen es mit und verenden schlimmstenfalls daran. „Nicht nur im Landkreis Verden ist die Situation teilweise völlig außer Kontrolle, wir reden von Massenvorkommen“, beschreibt die Ansprechpartnerin im VFD im Landkreis Verden die sich niedersachsenweit zuspitzende Lage.

Die Giftpflanze breitet sich als Lichtkeimer in erster Linie auf nicht bewirtschafteten oder extensiv genutzten Flächen – wie Acker- und Straßenrändern oder Bahndämmen – aus. Ähnlich wie Löwenzahn bildet das Jakobskreuzkraut nach der Blüte bis zu 150.000 flugfähige Samen pro Pflanze, die sich mit dem Wind verbreiten. Hinzu kommt, dass die Pflanze extrem anpassungsfähig und widerstandsfähig ist und auch keine natürlichen Feinde hat. Daher ist es für die Tierhalterinnen und Tierhalter so wichtig, die Ausbreitung des JKK einzudämmen. „Ein früher Schnitt kann das Aussamen vermeiden. Auf Naturschutzflächen ist jedoch oft ein späterer Schnitttermin gesetzlich vorgeschrieben, sodass auf diesen Weiden das Jakobskreuzkraut daher optimale Vermehrungsbedingungen vorfindet“, erklärt Stefan Meyer vom Landvolk Diepholz.

Hat sich das Kraut noch nicht zu stark verbreitet, können die einzelnen Pflanzen per Hand ausgestochen und möglichst im Restmüll und nicht in der Biotonne entsorgt werden. Dabei sollten Handschuhe getragen werden. Bei starker Ausbreitung ist nur noch eine Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln möglich. Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen dürfen nur Personen mit gültigem Sachkundenachweis die Pflanzenschutzmaßnahme durchführen.

Oder aber man startet alternativ einen Wettbewerb, wie ihn der VFD im Landkreis Verden initiiert hat: „Wer im Juli das meiste Kreuzkraut fachgerecht von seinen Weiden und Mähwiesen entsorgt – und das in einem kreativen Foto festhält, der bekommt eine kleine Überraschung. Bei der Challenge im vergangenen Jahr konnten so 2,5 Tonnen JKK entsorgt werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Gemeinden die Entsorgung kostenlos unterstützen“, hofft Martina Gerndt nicht nur auf viele Wettbewerbsteilnehmerinnen und Teilnehmner, sondern auch auf ein Umdenken bei der Politik, um mit neuen Vorgaben der Lage Herr zu werden.

16.07.2024
Tagesfahrt der Landvolk-Senioren in das „Bremervörder Land“

unter der letztmaligen Leitung von Herrn Behn

Am Dienstag, den 27.08.2024 findet die Tagesfahrt der Landvolk-Senioren in das „Bremervörder Land“ statt. Unter der letztmaligen Leitung von Herrn Behn wird nachfolgendes Programm geboten:

  • Besichtigung des Milchviehbetriebes der Familie Kück in Langenhausen
  • Mittagsbuffet im „Kluster Hof” in Basdahl
  • Besichtigung des „Glasmuseum“ in Gnarrenburg u. der Patronatskirche in Oese
  • Kaffeetrinken im „Apolonia-Cafe“ in Plönjeshausen

Hinfahrt - Abfahrt:
7.00 Uhr Verden, Grünes Zentrum, Lindhooper Str. 61
7.30 Uhr Eversen, Gasthaus Meyer, B 215
8.00 Uhr Rotenburg, Haus der Landwirtschaft, Zum Flugplatz 5
8.30 Uhr Scheeßel, Parkplatz Aldi/Rossmann

Rückfahrt - Ankunft:
18.15 Uhr Scheeßel, Parkplatz Aldi/Rossmann
18.30 Uhr Rotenburg, Haus der Landwirtschaft, Zum Flugplatz 5
18.45 Uhr Eversen, Gasthaus Meyer, B 215
19.00 Uhr Verden, Grünes Zentrum, Lindhooper Str. 61

Bei Interesse meldet Euch gerne in der Landvolk-Geschäftsstelle Rotenburg unter 04261/6303-101 bei Thomas Exner oder per Mail unter exner@landvolk-row-ver.de bis zum 08.08.2024 unter Angabe des Zustiegsortes an.

Es wird ein Kostenbeitrag in Höhe von 72,00 € pro Person erhoben, welchen Ihr bitte nach Anmeldung auf das nachfolgende Konto des Landvolkes bei der Sparkasse Scheeßel überweisen:

IBAN: DE07 2915 2550 0000 1227 54 BIC: BRLADE21SHL.

11.07.2024
Betroffenheitsvideos zum Agrarpaket

Sei dabei und setze ein deutliches Zeichen in Richtung Politik

Die Bundesregierung ist der Meinung, mit dem Agrarpaket den Unmut der Landwirtinnen und Landwirte über die derzeitige Agrarpolitik besänftigen zu können. Gleichzeitig plant sie deutliche Verschärfungen im Pflanzenschutzrecht, im Düngerecht und vor allem beim Tierschutzgesetz. Das bedeutet enorme Belastungen für viele unserer Betriebe.

Damit die Politik merkt, dass wir noch lange nicht zufrieden sind, bitten wir Euch um Unterstützung in Form von “Betroffenheitsvideos” in den sozialen Medien. Folgendes Vorgehen ist geplant:

  1. Ihr nehmt ein Videostatement von maximal einer Minute auf, welches Ihr auf Eurem eigenen Social-Media-Account veröffentlicht. Verlinkt dabei auch gerne unsere Social-Media-Kanäle und die des Landesverbandes. Das Video soll eine einzige Botschaft enthalten, und zwar genau die, die Euch am meisten belastet.

  2. Schickt uns das Video gerne ebenfalls per Mail an sievers@landvolk-row-ver.de zu, damit wir es zusätzlich erneut auf unseren Social-Media-Kanälen veröffentlichen können.

  3. Die Videos leiten wir auch an den Landesverband weiter, welcher einige Videos auswählen wird - insbesondere Videos mit Tierhaltungsthemen - und diese ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt Anfang September posten wird.

Wie eine solche Video-Botschaft an die Politik aussehen kann, zeigt das Video von Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies, welches HIER zu finden ist.

Aktionszeitraum: ab sofort bis Mitte September.

Herzlichen Dank im Voraus!

Für Rückfragen meldet Euch gerne bei Wanja Sievers per Mail unter sievers@landvolk-row-ver.de oder per Telefon unter 01623149845.

11.07.2024
Hochwasser-Hilfsprogramm

Antragsunterlagen können bis 03.09.2024 eingereicht werden

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen informiert auf ihrer Website unter dem Webcode 01042712 darüber, dass für das angekündigte Hochwasser-Hilfsprogramm ab sofort die Antragsunterlagen zur Verfügung stehen und bis zum 03.09.2024 eingereicht werden können. Auch wird darauf hingewiesen, dass die bis zum 26.02.2024 in der FANI-App hochgeladen Fotos lediglich als Nachweis für die jetzt mögliche Antragstellung gelten.

Den Download für die Antragsunterlagen, sowie weitere ausführliche Informationen und Ansprechpartner finden Sie ebenfalls unter dem oben genannten Webcode auf der Website der Landwirtschaftskammer Niedersachsen oder unter direkt HIER.

08.07.2024
„Agrarpaket“ ist Augenwischerei – Mehr Belastungen

Landvolkpräsident Hennies seziert die vermeintlichen Entlastungen im Faktencheck

Was die Bundeskoalitionäre SPD, Grüne und FDP mit ihrem kürzlich vorgelegten „Agrarpaket“ als „Entlastungen“ für die Branche verkaufen wollten, hält einem Faktencheck nicht stand. Die Gesetzentwürfe zur Verlängerung der Tarifermäßigung in der Land- und Forstwirtschaft, zur Änderung agrarrechtlicher Vorschriften sowie vorgesehene Änderungen im GAP-Konditionalitätengesetz hat die Ampel jetzt verabschiedet – eine Beschlussfassung im Bundesrat steht aber noch aus und ist vor September nicht zu erwarten. „Den Einbußen durch die schrittweise Agrardiesel-Besteuerung in Höhe von 440 Millionen Euro stehen Entlastungen von max. 140 Millionen Euro durch die Rücknahme der Pflicht zur Flächenstilllegung entgegen“, rechnet Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies ein Beispiel vor. Insgesamt betrage die Summe der Belastungen ein Vielfaches der Summe der Entlastungen.

Ziel der Tarifermäßigung für Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft ist es, Gewinnschwankungen infolge des Klimawandels abzumildern. Die sogenannte Gewinnglättung über jeweils drei Jahre hat die damalige Große Koalition 2016 beschlossen. Sie soll nun um die Veranlagungszeiträume 2023 bis 2025 und 2026 bis 2028 verlängert werden.

„Durch die Gewinnglättung würde der Agrarsektor mit rund 60 Millionen Euro entlastet. Aber durch die Umsatzsteuer-Absenkung, das Glyphosatverbot in Wasserschutzgebieten und weitere sich verschärfende Vorgaben beim Düngerecht oder der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln sowie drohende Auflagen in der Tierhaltung, insbesondere für Schweine- und Rinderhalter, würde unter dem Strich jegliche (angekündigte) finanzielle Erleichterung zunichte gemacht“, so Hennies weiter.

Zusammen mit Haushaltskürzungen und zusätzlichen Kosten beträgt die Summe der Belastungen in 2024 damit bis zu 2,6 Milliarden Euro zusätzlich; und dem gegenüber stehen Entlastungen von ca. 215 Millionen Euro, die außerdem größtenteils von der EU vorgegeben waren. Die schon 2023 beschlossenen Kürzungen unter anderem bei der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK), sind dabei noch nicht eingerechnet. „Von echten Entlastungen kann also keine Rede sein. Das neue Agrarpaket ist eine Mogelpackung und kann nur als Zumutung für die Landwirtschaft bezeichnet werden“, bringt es Hennies auf den Punkt.

08.07.2024
Aktionsbündnis Wolf wieder im Dialogforum dabei

Landvolk-Vizepräsident Ehlers begrüßt die neuen Aspekte des Herdenschutzes

Zuversichtlich blickt Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers auf die neue Lage im „Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement“, dessen Sprecher der Landwirt aus dem Landkreis Verden ist. Anfang April hatte das Bündnis die Mitarbeit im Dialogforum Wolf der Landesregierung ruhen lassen; jetzt wurden die Gespräche wieder aufgenommen. „Mit den neuen Verabredungen können wir gut weiterkommen im ländlichen Raum. Wir werden konstruktiv mitarbeiten, denn wir müssen gemeinsam tragfähige Lösungen für den Umgang mit dem Wolffinden“, betonte Ehlers in einer Pressekonferenz nach der jüngsten Sitzung des Dialogforums. Die Gerichtsurteile, die zuletzt Schnellabschüsse von Wolfen verhindert haben, stimmen mich ratlos“, so Ehlers. „Wir haben einen Zuwachs an Bestand und Rissen, deshalb brauchen wir ein gesellschaftlich akzeptiertes Bestandsmanagement.“

Das Land Niedersachsen will sich dafür einsetzen, den Herdenschutz zu verbessern und auch schnelle Abschüsse zu ermöglichen. Tierhalterinnen und Tierhalter sollen für gerissene Schafe und Ziegen eine pauschale Prämie erhalten – vorausgesetzt, sie haben Maßnahmen zum Herdenschutz ergriffen. Die Halterinnen und Halter von Rindern und Pferden sollen beim Bau von Zäunen weiterhin gefördert werden. Jörn Ehlers begrüßte die neuen Aspekte des Herdenschutzes.

Bund und Länder hatten sich Ende 2023 auf ein Verfahren für schnellere Wolfsabschüsse geeinigt. Während zuvor nach einem Wolfsriss eine DNA-Analyse abgewartet werden musste, sind nach der neuen Regel unter bestimmten Bedingungen auch Abschüsse möglich, ohne dass die Frage nach der Identität des geschossenen Wolfs gestellt wird. Das Land wollte diese Regel erstmals in der Region Hannover anwenden; mehrere Vereine gingen jedoch dagegen vor. Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg stoppte die Genehmigung der Abschüsse. Zur Finanzierung hat die rot-grüne Landesregierung angekündigt, dass im Jahr 2025 rund neun Millionen Euro für die Entschädigung von Nutztierhalterinnen und Nutztierhaltern, deren Tiere von Wölfen gerissen wurden, sowie für Präventionsmaßnahmen zur Verfügung stehen sollen.

04.07.2024
Änderungen in der Geschäftsführung

Carsten Hoops ist neuer Geschäftsführer

Seit dem 01. Juli dürfen wir Carsten Hoops als unseren neuen Geschäftsführer begrüßen. Carsten Hoops kommt aus unserer Region und war zuvor viele Jahre lang als Bereichsleiter im Tiervertrieb bei der MASTERRIND tätig. Gerne steht er Euch künftig für Rückfragen per Mail unter hoops@landvolk-row-ver.de oder per Telefon am Standort Verden (Mo & Mi) unter 0 42 31 92 63 328 und am Standort Rotenburg (Di & Do) unter 0 42 61 63 03 228 zur Verfügung.

Alexander Kasten steht Carsten Hoops bis zum 01. September als stellv. Geschäftsführer zur Seite, danach wird er seine Tätigkeit als Justiziar beim Kreislandvolkverband Diepholz aufnehmen. Wir wünschen Alexander Kasten alles Gute für seine Zukunft und bedanken uns für sein Engagement für unseren Kreisverband. Wir freuen uns, dass er dem Landvolk an anderer Stelle erhalten bleibt.

Aktuelles aus dem Landesverband

20.02.2026
Milchmarkt
Milch und Rind

In der 6. KW erfassten die Molkereien 0,3 % mehr Milch als in der Vorwoche. Der Vorsprung gegenüber dem Vorjahr verringerte sich jedoch auf 5,6 %. Der deutsche Buttermarkt bleibt nachfragekräftig, besonders bei abgepackter Butter, deren Bestellungen als gut bis sehr gut bewertet werden. Die Preise bleiben stabil, allerdings werden für den kommenden Monat höhere Preise gefordert. Nachfrage nach Blockbutter ist gut, für spätere Liefertermine werden Preisaufschläge erzielt. Die Preise ziehen an; in Kempten wurden sie auf 4,25-4,42€/kg erhöht. Nachfrage nach Schnittkäse sehr hoch, die Hersteller sind weitgehend ausverkauft. LEH, Food-Service, Industrie und Exporte laufen stark, die Bestände bleiben niedrig. Die Preise leicht festere Tendenz, da höhere Preise vermehrt durchgesetzt werden.

MMP auf höherem Niveau stabil. Hohe Produktion und gute Nachfrage. Preise für Lebensmittelqualität fester, Futtermittelware ebenfalls stabil. Nachfrage bei VMP gering, Markt ruhig. Preise uneinheitlich.MP-Markt bleibt fest: Lebensmittelware gute Nachfrage bei stabilen Preisen, Futtermittelware fester. (AMI, ZMB)

20.02.2026
DBV zum BMUKN-Klimaschutzprogramm 2026
Milch und Rind

Der DBV betont vor dem Hintergrund des bekannt gewordenen Entwurfs für ein Klimaschutzprogramm 2026 des Bundesumweltministeriums (BMUKN), dass die Landwirtschaft bereits auf dem Zielpfad sei und in den Jahren 2021 bis 2030 die zulässigen Jahresemissionsmengen deutlich unterschreiten werde. „Schon heute erzeugen wir im weltweiten Vergleich Milch mit einem geringen CO2-Fußabdruck und sind Vorreiter in Sachen Klimaeffizienz. Maßnahmen, die auf innovative Lösungen im Bereich der Methanreduktion abzielen, wie im Bereich der Futterzusatzstoffe oder Tierzucht, sind zwar der richtige Weg, es fehlt aber eine Neubewertung der Klimawirkung von Methan.“, so DBV-Generalsekretärin Sabet.

https://www.bauernverband.de/presse-medien/pressemitteilungen/pressemitteilung/bauernverband-klimaschutzplan-2026-muss-sonderrolle-der-landwirtschaft-anerkennen

20.02.2026
Deutschland erzeugt 2025 konstante Fleischmengen
Milch und Rind, Schwein

(AMI) – Im Vergleich zum Vorjahr wurde in Deutschland in etwa gleich viel Fleisch in gewerblichen Betrieben hergestellt. Mit 6,9 Mio. t Fleisch wurde der Wert von 2024 mit einem Minus von 0,2 % nur minimal verfehlt. Zuvor wurde der höchste Wert in der Fleischproduktion im Jahr 2016 mit 8,3 Mio. t erreicht. Bis 2025 wurde die Fleischmenge um 17,0 % reduziert. Die größten Mengen entfallen unter den verschiedenen Fleischarten auch 2025 auf Schweinefleisch mit einem Anteil von fast zwei Dritteln an der gesamten Erzeugung. Entgegen dem allgemeinen Trend stieg die Erzeugung von Schweinefleisch mit einem Plus von 1,1 % leicht an. Interessant ist, dass die Anstiege aus der heimischen Schweinehaltung stammen. Die Zahl der eingeführten Schlachtschweine mit ausländischer Herkunft wurde um 43,3 % verringert.

Deutliche Rückgänge waren bei der Produktion von Rindfleisch festzustellen. Im Jahr 2025 verminderten sich die gewerblichen Schlachtzahlen um 7,3 %, aufgrund von gestiegenen Schlachtgewichten hatte dies ein etwas kleineres Minus von 6,0 % bei der Rindfleischmenge zur Folge. Unverändert blieb die erzeugte Geflügelfleischmenge im vergangenen Jahr gegenüber 2024 mit 1,6 Mio. t.

20.02.2026
Komfortable Angebotssituation dämpft Kursgewinne des Matif-Weizens
Pflanzen

(AMI) Wichtige Importländer sehen angesichts der reichlichen Verfügbarkeit von Weizen keine Dringlichkeit, langfristig zu ordern. Der harte Wettbewerb am Exportmarkt dürfte auch mit dem Voranschreiten der Saison auf die Kurse drücken.

In den vorigen Handelstagen bewegten sich die Weizenkurse an der Pariser Börse in einer engen Spanne. Es waren Tagesschwankungen von -1 EUR/t bis +1,75 EUR/t die Regel. Am 19.02.2026 schloss der März-Kontrakt schließlich bei 193,75 EUR/t und übertraf das Vorwochenniveau um 1,50 EUR/t. Der Termin der neuen Ernte schloss mit 197,75 EUR/t nur 1,25 EUR/t über Vorwoche.

Gedeckelt wird der Kursspielraum weiterhin von dem global mehr als ausreichenden Angebot. Zudem startete jüngst der muslimische Fastenmonat ,,Ramadan“, der die Nachfrage großer Importländer weiter dämpfen wird. Denn ohnehin ordern Importeure bei der guten Versorgungslage nur für den kurzfristigen Bedarf und sehen keine Eile. Ägypten äußerte zuletzt Kaufinteresse für rund 25.000 t Weizen ukrainischen Ursprungs, EU-Weizen wurde aufgrund des Preisunterschiedes gar nicht erst in Betracht gezogen. Unterdessen können neben der Ukraine auch Russland und Argentinien, das aktuell günstigste Herkunftsland unter den bedeutsamen Exporteuren, noch auf größere unverkaufte Mengen Weizen zurückgreifen. Das dürfte den Wettbewerb mit dem Voranschreiten der Saison weiter verschärfen.

Die Weizenausfuhren der EU liegen im bisherigen Wirtschaftsjahresverlauf bis zum 15.02.2026 mit 15,12 Mio. t zwar über den 13,65 Mio. t im Vorjahreszeitraum, die 20,80 Mio. t der Saison 2023/24 werden aber dennoch weit verfehlt. Größter Exporteur der EU ist in dieser Saison bisher Rumänien mit einem Volumen von 4,75 (Vorjahr: 3,77) Mio. t, gefolgt von Frankreich mit 4,23 (1,46) Mio. t. Deutschland befindet sich aktuell auf Platz fünf mit 1,16 (1,50) Mio. t.

20.02.2026
Kaum Preisimpulse am Kassamarkt für Brotgetreide
Pflanzen

(AMI) National wie international ist ausreichend Getreide verfügbar. Die Nachfrage bleibt sowohl im Inland als auch beim Exportgeschäft verhalten. Viele Erzeuger beginnen bereits, ihre teils noch üppigen Bestände abzubauen. Ein deutlicher Preisaufschwung scheint vorerst unwahrscheinlich.

In der laufenden Berichtswoche zeigten die heimischen Brotgetreidepreise kein einheitliches Bild. Insgesamt blieb die Marktaktivität jedoch verhalten. Neben den Karnevalsfeiertagen – insbesondere im Westen Deutschlands – dämpfen vor allem fehlende Preisanreize die Verkaufsbereitschaft. Die Versorgungslage wird sowohl national als auch international als ausreichend bis komfortabel eingeschätzt.

Deutscher Brotweizen behauptete sich dabei nahezu auf Vorwochenniveau. Mit 167,83 EUR/t ergibt sich lediglich ein minimaler Abschlag von 0,03 EUR/t. Im Vergleich zu Mitte Februar 25 hat sich der Preis jedoch um 43,97 EUR/t verbilligt. In Niedersachsen sind ab Hof aktuell 161 bis 186 (⌀ 174) EUR/t möglich, wobei die Preisspanne im Süden größer ist, als im Norden des Landes.
Etwas fester präsentierte sich dagegen Qualitätsweizen, welcher sich im Bundesschnitt um 0,90 EUR/t auf 171,20 (164-178) EUR/t verteuerte. Trotz dieser leichten Erholung liegen die Preise deutlich unter dem Vorjahresniveau. Im gleichen Zeitraum waren im letzten Jahr 58,38 EUR/t mehr möglich. Für niedersächsischen A-Weizen wurden ab Hof in der Berichtswoche durchschnittlich 178 (167-189) EUR/t gemeldet.

Trotz dieser leichten Aufwärtsbewegung bleibt das Interesse an Partien der neuen Ernte überschaubar. Vereinzelt werden bereits Offerten für die Ernte 26 diskutiert, Abschlüsse kommen jedoch nur sporadisch zustande. Im Mittelpunkt steht derzeit vor allem die Abwicklung bestehender Kontrakte. Die Hoffnung auf einen deutlichen Preisanstieg bei heimischem Brotgetreide schwindet zunehmend. Vor diesem Hintergrund beginnen viele Landwirte, ihre Lager zu räumen – wenn auch mit spürbar gedämpfter Stimmung. Marktbeobachter gehen weiterhin von erheblichen Mengen unverkauften Getreides in Erzeugerhand aus.

20.02.2026
Preisauftrieb für Raps
Pflanzen

(AMI) Feste Terminmarktnotierungen geben den Großhandels- und Erzeugerpreisen für Raps Rückenwind. Dabei bleibt der Handel insgesamt überschaubar.

Trotz zwischenzeitlicher Verluste zeigt der Trend des Rapskurses an der Euronext weiter nach oben. So schloss der Fronttermin am 19.02.2026 bei 492,75 EUR/t und damit rund 4,75 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Ein ähnliches Bild zeigt sich für Ware der Ernte 2026. So gewinnt der August-26-Kontrakt auf Wochensicht rund 7 auf 473 EUR/t. Kurswirkung zeigen dabei unter anderem die Überschwemmungen in Frankreich. Besonders betroffen ist der Südwesten des Landes. Die Niederschläge dürften auch in den kommenden Tagen anhalten, was die Situation zusätzlich verschärft. Hinzu kommt eine rege chinesische Nachfrage nach Raps aus Kanada und Australien.

Mit dem Plus in Paris geht es auch auf Großhandelsebene aufwärts. Dabei bleiben die Aufgelder durchweg unverändert. Franko Hamburg werden zur Lieferung ab Mai mit 495 EUR/t rund 1 EUR/t mehr in Aussicht gestellt als noch in der Woche zuvor. Franko Niederrhein sind mit 503 EUR/t ebenfalls 1 EUR/t mehr möglich. Dabei hat sich die Handelsaktivität zuletzt wieder abgekühlt. Während in der vergangenen Woche gebietsweise noch Nachfrage aufkeimte, bleibt es nun wieder ruhig. Marktteilnehmer verweisen nun auf ihre gute Deckung und warten die weitere Preisentwicklung ab.

Auch der mengenmäßige Handel am heimischen Rapsmarkt zeigt sich von der Entwicklung in Paris noch unbeeindruckt. Raps der alten Ernte gilt im Osten der Republik ohnehin als weitestgehend vermarktet. So fußen die Mengenbewegungen überwiegend auf der Abwicklung bestehender Kontrakte. Ölmühlen zeigen jedoch vereinzelt auch noch etwas Bedarf. Hinsichtlich der kommenden Ernte werden Preisspitzen zur Absicherung genutzt. Im Mittel erhalten Erzeuger dabei in der 08. KW rund 439,30 (425-470) EUR/t und damit 2 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. In Niedersachsen werden Kontrakte ab Hof mit 438 bis 450 EUR/t bewertet.
Für Partien der Ernte 2025 sind im Bundesdurchschnitt rund 469,70 EUR/t möglich, ein kräftiges Plus von 8,20 EUR/t im Vergleich zur Vorwoche. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 445-489 EUR/t.

20.02.2026
Überangebot prägt heimischen und europäischen Kartoffelmarkt
Pflanzen

(AMI) Der heimische Kartoffelmarkt bleibt weiterhin angespannt. Absatz und Nachfrage bleiben verhalten, die Lagerqualität verschlechtert sich, und Lagerzuschläge sowie Exportmöglichkeiten können das Überangebot kaum dämpfen.

Die Lage am heimischen Kartoffelmarkt bleibt auch Mitte Februar weiterhin angespannt. Das reichliche Angebot aus der Rekordernte 2025 – mit über 13 Mio. t Kartoffeln – übertrifft weiterhin deutlich die Nachfrage. Der inländische Absatz wird zudem als ruhig beschrieben. Auch gezielte Werbeaktionen im LEH können das anhaltende Überangebot nicht merklich verringern. Mit zunehmender Lagerdauer nimmt auch die Qualität der Knollen spürbar ab. Aussortierungen aufgrund von Druckstellen werden kontinuierlich vorgenommen, tragen jedoch kaum dazu bei, das Überangebot zu reduzieren. Partien mit minderwertigerer Qualität finden außerdem keinen Marktzugang. Die Erzeugerpreise verharren dabei auf dem Niveau der Vorwoche. Auch die Aussicht auf Lagerzuschläge bleibt weiterhin ohne Erfolg.

Absatzchancen in andere Länder gestalten sich ebenfalls schwierig. Benachbarte Länder – unter anderem die Niederlande und Frankreich – konkurrieren um die ohnehin mäßige Nachfrage. Das Überangebot an Kartoffeln hält somit ganz Europa im Griff. Absatzmöglichkeiten Richtung Osten Europas bestehen zwar, werden jedoch aufgrund des kalten Wetters, und den damit zusammenhängenden logistischen Herausforderungen, erheblich erschwert.

Auch am Markt für Verarbeitungskartoffeln bleibt die Lage weiterhin angespannt: Die Läger sind nach wie vor üppig gefüllt, und es finden sich kaum Abnehmer. Fritten-Hersteller signalisieren über die vertraglich vereinbarten Mengen hinaus keinen zusätzlichen Bedarf. Lediglich beste Qualitäten der Sorte Agria finden am freien Markt gelegentlich Abnehmer.

20.02.2026
Regionaler Marktkommentar
Pflanzen

Am Niedersächsischen Getreidemarkt geht es weiterhin ruhig zu. In der zu Ende gehenden Woche wurden für B-Weizen ab Hof durchschnittlich 174 EUR/t (161 – 186) genannt, für A-Weizen sind es je nach Region nur wenig mehr (167 – 189 EUR/t). Ein Preisniveau, das weiterhin wenig zum Vermarkten einlädt. Allerdings scheint die Versorgungslage aktuell auch kaum Aussicht auf deutliche Bewegungen nach oben zuzulassen. Somit wird berichtet, dass einige Erzeuger dazu übergehen, Teilmengen zu vermarkten oder die Läger zu leeren, um Platz für die 26er Ernte zu schaffen. Entwicklungen gibt es aber im Futtersegment. Hier wird vor allem die Gerste nachgefragt, was dazu führt, dass Futtergerste aktuell oft höher bewertet wird als Futterweizen. Noch mehr Bewegung ist laut Marktbeteiligten beim Raps zu spüren. Getrieben durch die Terminmärkte legten die Erzeugerpreise in den letzten Wochen deutlich zu. So wurde alterntiger Raps ab Hof zuletzt mit bis zu 489 EUR/t bewertet. Bei einer Preisspanne von von 465 bis 489 wurden im Schnitt 474 EUR/t gezahlt. Die Vorkontrakte bewegen sich mit durchschnittlich 445 EUR/t ebenfalls in einem für viele interessanten Bereich. Kaum etwas zu berichten gibt es vom Kartoffelmarkt. Auch in der achten Kalenderwoche sind keine spürbaren Impulse in Sicht. Die Nachfrage ist typisch für die Jahreszeit verhalten und auch LEH-Kampagnen, welche zwar kurzfristig den Absatz erhöhen, entlasten den Markt nicht. Die Mengen an vermarktungsfähiger Ware sind schlichtweg zu hoch. Auch wenn mit andauernder Lagerzeit die Absortierungsraten steigen, verändert das die Lage nicht. Somit schwinden die Hoffnungen auf Lagerzuschläge zunehmend.