Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

23.05.2024
Tierhaltung: Landvolk fordert von EU-Politik vernünftige Verordnungen

Aktion zur EU-Wahl: Tierwohl und -schutz müssen wirtschaftlich umsetzbar sein

Mit dem geplanten großen Tierwohl-Paket sowie der anstehenden Umsetzung der EU-Verordnung zu entwaldungsfreien Lieferketten rast auf die Tierhalterinnen und Tierhalter in der EU und somit auch in Niedersachsen ein großer Meteorit zu. „Um diesen Einschlag noch zu verhindern bzw. seine Heftigkeit abzumildern, weist das Landvolk aktuell in den Sozialen Medien mit einer Aktion zur EU-Wahl auf die Auswirkungen hin. Unsere Landvolk-Kreisverbände werden zudem ihre EU-Kandidaten in Anschreiben hierzu informieren und sensibilisieren“, erklärt Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers. Bei allem Verständnis bezüglich Tierwohl und -schutz müssen Umsetzung und Wirtschaftlichkeit für die bäuerlichen Betriebe gewährt bleiben, führt Ehlers gegenüber dem Landvolk-Pressedienst aus.

Das von der EU-Kommission geplante Animal Welfare-Paket (Tierwohl-Paket) besteht aus vier Bereichen: Tierwohl auf dem Hof, beim Transport, bei der Schlachtung und beim Labeling. Die Vorschläge der Kommission zum ersten Entwurf der Neufassung der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 zum Schutz von Tieren beim Transport beinhalten zum Beispiel ein Mindesttransportalter von 35 Tagen für Kälber. Aktuell müssen Kälber dafür in Deutschland 28 Tage alt sein. Weiterhin ist eine verpflichtende Anwesenheit einer Veterinärin oder eines Veterinärs auf dem landwirtschaftlichen Betrieb beim Verladen von Schlachtvieh vorgesehen, eine Begrenzung von Schlachtviehtransporten auf neun Stunden sowie eine Verlagerung der Transporte in die Nacht bei Temperaturen über 30 Grad Celsius. „Der Verordnungsentwurf berücksichtigt weder notwendige bauliche Änderungen auf den Betrieben oder arbeitsteilige Strukturen in der deutschen Landwirtschaft noch den Fachkräftemangel im Veterinär- und Transportwesen, sodass die Existenz bäuerlicher Familienbetriebe und die heimische Nahrungsmittelerzeugung gefährdet sind“, verweist Ehlers auf die Nicht-Umsetzbarkeit dieser EU-Politik.

Aufgrund der bevorstehenden Europa-Wahlen werde die Kommission erst nach Neubildung des Europäischen Parlaments die Arbeit an der Tierschutztransportverordnung weiterverfolgen. Auch zu den übrigen Teilen des Animal Welfare-Pakets werden erst unter der nächsten Kommission Verordnungsentwürfe erwartet. „Daher ist es im Zuge des Europawahlkampfes wichtig, die Kandidaten bereits frühzeitig für diese bevorstehenden Gesetzesüberarbeitungen zu sensibilisieren“, stellt der Landvolk-Vizepräsident heraus.

Die anstehende Umsetzung der EU-Verordnung zu den entwaldungsfreien Lieferketten wird in der aktuellen Form ebenfalls auf die niedersächsische Tierhaltung Einfluss haben. „Natürlich unterstützen wir den Rodungsstopp von Primärwäldern. Doch den Weg der Umsetzung sowie das Einbeziehen heimischer Erzeuger lehnen wir deutlich ab“, sagt Ehlers, denn für Deutschland und große Teile Europas sei die Entwaldungs-Problematik hinreichend dokumentiert und praktisch nicht vorhanden. Trotzdem seien von dieser Verordnung die gesamte Rinderhaltung mit über 100.000 Betrieben sowie alle Landwirtinnen und Landwirte, die Soja anbauen, und alle Forstwirtinnen und Forstwirte betroffen.

„Bevor nicht alle juristischen Unklarheiten beseitigt sind und das Informationssystem technisch den Ansprüchen des Binnenmarktes gewachsen ist, darf diese Verordnung aufgrund handwerklicher Fehler gar nicht umgesetzt werden. Die verantwortlichen EU-Politiker sollten erst einmal ihre Hausaufgaben machen, bevor sie mit unausgegorenen und nicht umsetzbaren Ideen die heimische Landwirtschaft gegen die Wand fahren – vom angepeilten Bürokratieabbau ganz zu schweigen“, fordert Landvolk-Vizepräsident Ehlers. Gleiches gelte für die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest wie auch für ein aktives Wolfsmanagement. Auch diese Themen finden sich auf den Kacheln der Online-Aktion und den Briefen an die EU-Politikerinnen und EU-Politiker wieder mit dem Aufruf, am 9. Juni für den ländlichen Raum wählen zu gehen.

15.05.2024
Aktionsbündnis: Rückwärtsgang in der Wolfspolitik

Am 25. Mai europaweites Mahnfeuer für die Weidetierhaltung entzünden

„Unwille oder Unfähigkeit? Diese Frage stellt sich, wenn wir die aktuelle Wolfspolitik der zuständigen Ministerien und des NLWKN ansehen. Wir kommen Lösungen nicht näher, derzeit ist der „Rückwärtsgang“ eingelegt. Weder auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene gibt es wirkliche Fortschritte, die uns den pragmatischen Umgang mit dem Wolf in der Nutztierhaltung erleichtern. Über 4.000 Nutztierrisse in einem Jahr in Deutschland, davon ein Viertel in Niedersachsen, waren so vorhersehbar wie das alljährliche Weihnachtsfest. Jeder Riss eines Weidetieres ist einer zu viel, und jeder Riss trägt dazu bei, dass Vertrauen in die Handlungsfähigkeit von Politik verloren geht“, erklärt Jörn Ehlers, Sprecher des Aktionsbündnisses Aktives Wolfsmanagement und Vize-Präsident des Landvolks Niedersachsen. Er ruft gemeinsam mit Wendelin Schmücker, Vorsitzender des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung, alle Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter auf, sich am Aktionstag „Europaweites Mahnfeuer pro Weidetierhaltung und gegen den Wolf“ am 25. Mai zu beteiligen.

Die einst in den Koalitionsverträgen geschlossenen Vereinbarungen zur Regulierung des Wolfes machten Hoffnung. „Doch bislang wurde nur viel geredet und versprochen. Unsere Forderungen nach schnellem Abschuss von Problemwölfen oder ganzen Rudeln, eine Bestandsregulierung mit wolfsfreien Gebieten sowie die volle Kostenübernahme der Herdenschutzmaßnahmen blieben nach wie vor unberücksichtigt – Gründe für das Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement die Arbeit im Dialogforum ruhen zu lassen“, führt Ehlers aus.

Laut dem Aktionsbündnis lasse das aktuelle Urteil vom OVG Lüneburg zum Schnellabschussverfahren erkennen, dass das NLWKN bei der Umsetzung des ersten Schnellabschussverfahrens schlecht gearbeitet hat. Die Landesverwaltung müsse zeigen, dass es möglich ist, beim nächsten Riss das Schnellabschussverfahren rechtssicher umzusetzen. So fordere das OVG, den Herdenschutz bei Rindern und Pferden als milderes Mittel näher zu prüfen. Dies sei zum einen nicht finanzierbar, zum anderen würde eine Zäunung der Grünlandregionen Niedersachsens zu neuen Konflikten führen, beispielsweise mit dem Tourismus und dem Schutz anderer bedrohter Arten.

„Wir brauchen dringend Lösungen für ein aktives Wolfsmanagement als Zeichen für unsere Nutztierhalter und die Bevölkerung im ländlichen Raum. Diese Forderungen teilen unsere befreundeten Verbände sowie die Region Hannover und 36 niedersächsischen Landkreise. Die Politik muss für eine umsetzbare und rechtssichere Bestandsregulierung sorgen: Ob als Schnellabschuss, per Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes oder via 1:1-Umsetzung des europäischen Naturschutzrechts. Doch wir haben große Zweifel, dass unsere verantwortlichen Politiker das wirklich wollen“, bewertet Ehlers das Verhalten und untermauert, dass das Aktionsbündnis weiter für die Weidetierhaltung in Niedersachsen kämpfen werde, da Weidetiere aktiv zur Biodiversität und Artenvielfalt beitragen und für die Sicherheit beim Küstenschutz sorgen.

Die Verantwortlichen des Aktionstages bitten die Landbewohner darum, am 25. Mai eigene Mahnfeuer zu entzünden und Videobeiträge dieser Aktion an wende.schaf@outlook.de zu senden, um mit ihnen ein Zeugnis der Solidarität und des Protests zu dokumentieren. Zudem können HIER die Standorte der Mahnfeuer angemeldet und in eine interaktive Google-Karte eingepflegt werden, um auch hier die Reichweite und das Engagement der Gemeinschaft pro Weidetierhaltung sichtbar zu machen.

14.05.2024
Vereinfachung bei der GAP beschlossen

Das Landvolk Niedersachsen schließt sich der Position des Deutschen Bauernverbandes an, der die mit großer Mehrheit im EU-Parlament auf den Weg gebrachten und gestern von den Mitgliedsstaaten auf den Weg gebrachten Vereinfachungen im EU-Rechtsrahmen für die GAP-Periode 2023 bis 2027 begrüßt hat. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied sagte dazu: „Die EU-Abgeordneten haben mit ihrem Votum gezeigt, dass sie die zentralen Anliegen der europäischen und deutschen Landwirte für mehr Bürokratieabbau, Entlastung und Praxistauglichkeit bei der Umsetzung der EU-Agrarförderung unterstützen. Das ist ein wichtiges Signal für einen ebenso zukunfts- wie wettbewerbsfähigen Landwirtschaftsstandort Europa. Jetzt ist die Bundesregierung nachdrücklich aufgefordert, die verbesserten Rahmenbedingungen in Deutschland praxistauglich und uneingeschränkt umzusetzen.“ Das Landvolk Niedersachsen fordert darüber hinaus ausdrücklich die Alternative der Anbaudiversifizierung, denn dies würde die Regelung zum Fruchtwechsel erleichtern und wäre ein Beitrag zum Bürokratieabbau.

Rukwied betonte des Weiteren, dass die deutschen Bauern stets verantwortungsvoll mit ihren Flächen umgingen, unabhängig von den Vorgaben der GAP. Effektiver Natur- und Artenschutz lasse sich jedoch nur umsetzen, wenn die Betriebe auch wettbewerbsfähig sind und flexibel auf externe Einflüsse reagieren können. Die heute in Straßburg beschlossenen Vereinfachungen können laut Rukwied zudem lediglich ein erster Schritt sein: „Wir brauchen sowohl auf europäischer als auch auf nationaler und regionaler Ebene eine wirksame Entbürokratisierungsinitiative für die Land- und Forstwirtschaft. Unsere Betriebe werden aktuell von der Bürokratie erdrückt. Auch nach den Europawahlen 2024 gilt es, neue bürokratische Hürden zu vermeiden und einen aktiven Bürokratieabbau für die GAP nach 2027 konsequent umzusetzen.“ Der Deutsche Bauernverband hat hierzu kürzlich umfangreiche Vorschläge vorgelegt.

Beim EU-Rechtsrahmen für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) haben Parlament, Rat und Kommission nunmehr einvernehmlich bestimmte Vereinfachungen in der GAP-Strategieplan-Verordnung (Nr. 2115/2021) und der sog. Horizontalen Verordnung (Nr. 2116/2021) beschlossen. Dazu gehören unter anderem die dauerhafte Streichung der verpflichtenden Stilllegung von mindestens 4 Prozent der betrieblichen Ackerfläche (GLÖZ 8), mehr Flexibilität und Praktikabilität beim Fruchtwechsel (GLÖZ 7) und bei der Mindestbodenbedeckung (GLÖZ 6) sowie weniger Kontrollen für kleinere Landwirtschaftsbetriebe.

07.05.2024
Vier Höfe öffnen ihre Tore

Tag des offenen Hofes am 9. Juni 2024

In unserem Verbandsgebiet haben sich gleich vier Höfe für den Tag des offenen Hofes angemeldet. Neben Buschhof Schröder (Rotenburg) und dem Hof der Familie Wortmann (Beppen) ist auch Landwirtin Nadia Bremer (Visselhövede), die gemeinsam mit dem Nachbarshof Wilkens an den Start geht, mit dabei. Wer sich an dem Tag auf den Höfen engagieren möchte, meldet sich entweder bei den Höfen direkt oder bei Silke Aswald (aswald@landvolk-row-ver.de).

Hof Wortmann Zu dem Familienbetrieb in Beppen-Thedinghausen gehören neben Acker- und Futteranbau insgesamt 360 Milchkühe. Diese werden von sechs Melkrobotoren an zwei Standorten gemolken. Johanna Wortmann und ihr Freund Michael sowie Schwester Alena führen den Betrieb gemeinsam mit mehreren Angestellten.

Wo: Zum Heesen 1, 27321 Beppen-Thedinghausen Wann: 9. Juni / 10-16 Uhr

Hof Schröder Christoph und Ann-Cathrin Schröder betreiben eine Anguszucht mit Mutterkuhhaltung, die ganzjährig draußen sind sowie eine Bullenmast in großzügigen, halboffenen Tretmistställen mit Stroh. Das Angusfleisch vermarkten die beiden via Direktvermarktung. Zudem gibt es eine Pferdepension mit Weidegang sowie Halle, Roundpen und Außenplätzen. Alle Tiere werden mit selbst produziertem Futter gefüttert.

Wo: Am Linteler Feld 2, 27356 Rotenburg (Wümme) Wann: 9. Juni / 11-16 Uhr

Hof Bremer/Hof Wilkens

Was wächst auf dem Acker und wo kommen die Pflanzen nach der Ernte zum Einsatz? Fragen wie diese werden am Tag des offenen Hofes auf dem Riepholmer Modell-Acker beantwortet. Auf dem Hof stehen außerdem zahlreiche Stände mit regionalen Produkten oder Bezug zu Riepholm. Auf dem Schulbauernhof des Bioland-Hof Wilkens lernen Kinder, wie Lebensmittel hergestellt werden. Am Tag des offenen Hofes stehen Mitmachaktionen wie Getreide Mahlen im Fokus. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt.

Wo: Riepholm 2 und 3, 27374 Visselhövede Wann: 9. Juni / 11-17 Uhr

30.04.2024
Lars Ruschmeyer nun im Vorstand beim Bund Deutscher Landjugend

Herzlichen Glückwunsch

Unser Vorstandsmitglied Lars Ruschmeyer ist am Wochenende zum Vorsitzenden vom Bund Deutscher Landjugend gewählt worden. Wir sagen herzlichen Glückwunsch und freuen uns über das starke Engagement. Über seine Ziele sagt Lars: „Ich möchte mich für Lebens- und Bleibeperspektiven von jungen Leuten im ländlichen Raum sowie für eine tolerante und demokratische Gesellschaft einsetzen. Außerdem ist mir besonders wichtig, Europa bewusster und zugänglicher für die Menschen zu machen.“

30.04.2024
Jörn Ehlers zu Gast bei „Nachhaltig kontrovers“

Schwein gehabt: Wem schmeckt Laborfleisch?

„Nachhaltig kontrovers“ heißt die neue Talkshow der Nordwest Mediengruppe in Kooperation mit dem Lokalsender Oeins. Den Auftakt macht das Thema „Schwein gehabt: Wem schmeckt Laborfleisch?“

Als Gäste begrüßten die Moderatorinnen Svenja Fleig und Anke Brockmeyer den Wirtschaftsethiker Nick Lin-Hi und den Vize-Präsidenten des Landvolks Niedersachsen und Schweinehalter Jörn Ehlers. HIER geht es zur Aufzeichnung.

25.04.2024
Viele Kinder auf den Höfen

Zukunftstag gibt Einblicke in den Beruf Landwirtin/Landwirt

Ob Schweine verladen, Kühe melken, Saatgut in den Boden bringen oder Hühner füttern: Kinder, die am Zukunftstag (25.4.2024) auf den landwirtschaftlichen Betrieben unterwegs sind, erhalten eine Einblick in die Vielfalt des Berufs. Wir bedanken uns bei allen Betrieben, die sich engagieren.

25.04.2024
Niedersachsen sind mit Wolfspolitik unzufrieden

Aktionsbündnis und Bauernverband: Online-Aktionstag am Tag des Wolfes, 30. April

Nicht nur die Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter sowie die Mitglieder im Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement sind enttäuscht von der aktuellen Wolfspolitik von Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer. Auch die niedersächsischen Landräte äußerten bei einem jüngst stattgefundenen Treffen der Landkreise mit Umweltminister Meyer ihre Unzufriedenheit beim Wolfsmanagement. „Genauso wie wir sieht der Niedersächsische Landkreistag (NLT) dringenden Handlungsbedarf und fordert eine effektive Wolfspolitik, weil die vielen Wolfsangriffe auf Weidetiere nicht nur die Tierhalter belasten, sondern auch für Verunsicherung der Bevölkerung im ländlichen Raum sorgen“, verspürt der Sprecher des Aktionsbündnisses Aktives Wolfsmanagement, Jörn Ehlers, starken Rückenwind für die seit Jahren bestehende Forderung nach einem aktiven Wolfsbestandsmanagement.

„Für unsere Weidetierhalter ist das ein wichtiges Signal, dass der Niedersächsische Landkreistag als Vertreter des ländlichen Raums erkannt hat, dass bloße passive Schutzmaßnahmen, wie Zäune oder Entschädigungszahlungen, nicht mehr ausreichen – und er stattdessen von der Politik in Brüssel, Berlin und Hannover rechtssichere, praktikable Regeln für ein gezieltes Wolfsmanagement fordert“, freut sich Ehlers über die Unterstützung für ein aktives Bestandsmanagement. Auch dass der NLT die Blockadehaltung von Bundesumweltministerin Steffi Lemke bezüglich der Herabstufung des Schutzstatus beim Wolf kritisiert, findet beim Aktionsbündnis und den Weidetierhalterinnen und Weidetierhaltern großen Anklang. 51 Wolfsrudel, vier Wolfspaare und drei residente Einzelwölfe sind aktuell in Niedersachsen erfasst.

Alle warten zudem auf das Gesamturteil und die Bewertung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg zum Widerruf der Genehmigung des Schnellabschusses des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz Ende März beim Verwaltungsgerichts Oldenburg. „Es herrscht wieder einmal Stillstand. Unsere Weidetierhalter erreichen finanziell, aber vor allem emotional ihre Grenzen. Trotzdem werden sie nicht müde, mit Aktionen auf ihre Situation aufmerksam zu machen“, erklärt Jörn Ehlers. Zum Auftakt des „Tag des Wolfes“ am 30. April laden bundesweit der Deutsche Bauernverband und das „Forum Weidetiere und Wolf“ am morgigen Freitag, 26. April, zum Pressegespräch um 11 Uhr nach Berlin ein. Diese Pressekonferenz mit Bildmotiv erfolgt hybrid, sodass sich Journalistinnen und Jornalisten unter presse@bauernverband.net anmelden und teilnehmen können. Den Tag des Wolfes selbst werden Niedersachsens Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter am 30. April mit Botschaften und Videos im Internet online unterstützen. Für den 25. Mai sind europaweite Mahn- und Solidarfeuer pro Weidetierhaltung geplant.

25.04.2024
AllerVielfalt

Biotoptypkartierungen starten

Das AllerVielfalt Projekt geht in die zweite Phase der Kartierungen:
Uns wurde mittgeteilt, dass Mitarbeitende der beauftragten Fachbüros ab dieser Woche in den Flächen unterwegs sein werden, um die Biotoptypen zu kartieren. Dies geschieht weiträumig über das gesamte Projektgebiet. Voraussichtlich werden diese Kartierungen bis Ende Juni andauern.

Die Kartierenden werden in den nächsten Wochen einzeln oder in Kleingruppen in den Gebieten und auf den Flächen verteilt unterwegs sein. Das Gebiet wird mit Autos angefahren, aber die Kartierenden werden auch zu Fuß und mit dem Rad im Gebiet unterwegs sein. Alle Kartiererinnen und Kartierer sind angehalten, sich rücksichtsvoll auf Arten, insbesondere Brutvögel/Wiesenlimikolen und Landwirtschaft zu verhalten. Beweidete Wiesen werden nicht betreten, aber es wird von Nöten sein einzelne Flächen zu betreten, auch um an angrenzende Flächen wie das Flussufer zu gelangen.

Sollte es Fragen geben oder gar zu Problemen kommen, können sich die Betroffenen gerne im Projektbüro melden. Die Kontaktdaten sind HIER zu finden.

24.04.2024
Landesweite Kartierung

der nach § 24 Abs. 2 NNatSchG zusätzlich gesetzlich geschützten Biotope

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) informiert über die anstehenden Kartierarbeiten zur Erfassung der Biotope „Mesophiles Grünland“, „Sonstiges artenreiches Feucht- und Nassgrünland“ sowie „Obstbaumwiesen und -weiden“.

Im Jahr 2024 beginnen die Kartierungen auch in unserem Verbandsgebiet. Von diesen Kartierarbeiten des NLWKN ausgenommen, sind diejenigen Grünlandflächen, die von den Unteren Naturschutzbehörden bereits in den letzten Jahren erfasst wurden oder aktuell gesondert in Auftrag gegeben werden. Außerdem werden die bereits flächendeckend kartierten FFH-Gebiete ausgeklammert.

Die vorgesehenen Kartierkulissen werden nach Vergabe der Aufträge in den jeweiligen Jahren auf der Internetseite des NLWKN bekanntgegeben. HIER gelangt Ihr zur entsprechenden Übersicht.

Gemäß § 39 NNatSchG dürfen Bedienstete und sonstige Beauftragte der zuständigen Behörden Grundstücke außerhalb von Wohngebäuden und Betriebsräumen sowie des unmittelbar angrenzenden befriedeten Besitztums jederzeit nach rechtzeitiger Ankündigung betreten, soweit dies zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlich ist. Sie dürfen dort u. a. auch Arten- oder Biotoperfassungen und ähnliche Arbeiten vornehmen.

Aktuelles aus dem Landesverband

13.02.2026
Weizenkurse an der Euronext unter Druck
Pflanzen

(AMI) Der Weizenmarkt bleibt von Exportwettbewerb und Wechselkurs geprägt. Der WASDE setzt keine neuen Akzente. Fundamental dominiert weiter die komfortable Angebotssituation.

An der Börse in Paris gaben die Weizenkurse in der Berichtswoche wieder nach. Auch wenn es jüngst wieder aufwärts ging, war der Fronttermin März zur Wochenmitte von Schwäche geprägt. So schloss der Kurs am 10.02. bei 189,50 EUR/t, was im Vorwochenvergleich einem Minus von -3,75 EUR/t entsprach. Zum 12.02. erholte sich die Notierung wieder leicht auf 192,25 EUR/t. Belastend wirkten vor allem die verschlechterten Exportaussichten infolge des festen Euro sowie der anhaltend scharfe Wettbewerb am Weltmarkt. Günstige Offerten aus Argentinien und weiterhin wettbewerbsfähige Schwarzmeer-Herkünfte setzen die Paritäten in Nordafrika unter Druck. Wetterseitig ließ die Risikoprämie nach: Die Frostsorgen in der Ukraine und in Russland haben sich mit Blick auf Schneebedeckung und ausbleibende Schadensmeldungen beruhigt. Aus dem physischen Markt kamen stützende Impulse. Zurückhaltende Abgeber und die weiterhin beeinträchtigte Binnenschifffahrt begrenzten den Kursrückgang in Paris.

In Chicago schloss der März-Kontrakt am 11.02.2026 bei umgerechnet 165,87 EUR/t und damit 2,14 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Allerdings ist die Zunahme zu großen Teilen ein Wechselkurseffekt. In US-Dollar fiel die Wochenbewegung deutlich geringer aus als in EUR/t. Die jüngste Schätzung des USDA (WASDE) lieferte nur wenig neue Impulse – entsprechend reagierte der Markt eher verhalten bis leicht schwächer, weil die Bilanz „komfortabel“ blieb und damit kein Überraschungsmoment entstand.

13.02.2026
Verhaltene Nachfrage am Brotgetreidemarkt dämpft Preisentwicklung
Pflanzen

(AMI) Der Handel am Markt für Brotgetreide bleibt weiterhin verhalten. Geringe Vermarktungsbereitschaft der Erzeuger, fehlende Nachfrage seitens der verarbeitenden Industrie und rückläufige Preise prägen das Geschehen.

Der heimische Brotgetreidemarkt bleibt in der 07. KW ohne neue Impulse. Trotz weiterhin beträchtlicher Warenbestände in den landwirtschaftlichen Betrieben der einzelnen Regionen bleibt die Vermarktungsbereitschaft auf Erzeugerseite angesichts des aktuellen Preisniveaus gering. Verkäufe erfolgen derzeit überwiegend aus Liquiditätsgründen oder aufgrund begrenzter Lagerkapazitäten. Ohnehin ist auch seitens der verarbeitenden Industrie kaum Nachfrage nach heimischem Getreide zu verzeichnen. Dabei machte sich unter anderem ein deutlicher Rückgang beim Bedarf nach Qualitätsweizen bemerkbar. So verläuft der Handel auch weiterhin in ruhigen Bahnen. Die kommenden Karnevalstage dürften die Umsätze im Rheinland zusätzlich limitieren. Die Ernte 2026 spielt indes auch weiterhin kaum eine Rolle. So bleibt das Kontraktgeschäft auch weiterhin unterentwickelt.
Auf Erzeugerebene haben sich die Preise insgesamt rückläufig entwickelt. Qualitätsweizen verliert gegenüber Vorwoche 2,90 EUR/t auf 171,20 EUR/t. Auch die Brotweizenpreise rutschen ab und verzeichnen ein Minus von 1,70 EUR/t auf 167,90 EUR/t. Die Preise für Eliteweizen und Brotroggen bewegen sich mit jeweils 178,50 und 143,70 EUR/t nur knapp unter dem Vorwochenniveau.
Auch auf Großhandelsebene geht es abwärts. Franko Hamburg sind für Brotweizen zur Lieferung ab März mit 203 EUR/t rund 3 EUR/t weniger möglich als noch in der Vorwoche. Partien zur Lieferung ab Mai werden mit einem Aufschlag von 3 EUR/t bewertet. Am Niederrhein verharrt der Preis für Brotroggen dagegen auf dem Niveau von 187 EUR/t.

13.02.2026
Preisaufschläge sorgen für regionale Impulse beim Raps
Pflanzen

(AMI) Sowohl für Ware in den Lägern als auch für Vorkontrakte zur kommenden Ernte ziehen die Erzeugerpreise an. Die festeren Preise setzen regional Anreize zur Vermarktung, auch wenn die Handelsaktivität insgesamt überschaubar bleibt.

Nahezu ungebremst bewegen sich die Rapsnotierungen an der Pariser Börse weiter aufwärts. So schloss der Fronttermin Mai am 12.02.2026 bei 488 EUR/t und damit rund 2,25 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Am 02.02. wurden mit 473,75 EUR/t sogar noch 14,25 EUR/t weniger notiert. Dabei bleibt der Export von EU-Raps, trotz der festen Gemeinschaftswährung, rege. Gleiches gilt für die Importe in die Union, auch wenn die Einfuhren angesichts der größeren Ernte bislang insgesamt rund 40 % hinter der Vorjahresmenge zurückbleiben.
Dabei blieb die Gemeinschaft im Dezember mit einem Anteil von mehr als drei Viertel der monatlichen Lieferungen Hauptabnehmer für australischen Raps. Laut Oil World wurden rund 462.000 Tonnen in die EU geliefert, deutlich mehr als im November, was die stetige Nachfrage der europäischen Ölmühlen bestätigt.
Indes konnte sich auch der Handel an den deutschen Häfen etwas beleben. Das betrifft insbesondere den Nordosten des Landes. Gehandelt werden dabei vorrangig Partien der alten Ernte, Vorkontrakte der kommenden Ernte spielen bislang kaum eine Rolle. Auf Großhandelsebene sind bei leicht angehobenem Aufgeld (+1) franko Hamburg zur Lieferung ab Mai rund 494 EUR/t im Gespräch, ein Plus von 11 EUR/t im Vergleich zur Vorwoche. Gleiches gilt für Partien franko Niederrhein, welche sich auf Wochensicht um 10 auf 502 EUR/t verteuern. Für Vorkontrakte der kommenden Ernte sind bis zu 469 EUR/t möglich.
Am Kassamarkt bleibt die Handelsaktivität überschaubar. Gebietsweise setzt das festere Preisniveau jedoch auch einen Anreiz zur Vermarktung. Für Partien der Ernte 2025 erhalten Erzeuger im Mittel rund 461,70 EUR/t und damit 4,60 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren in einer Spanne von 437-485 EUR/t. Dabei signalisieren auch die Ölmühlen regional Bedarf.

13.02.2026
Große Kartoffelvorräte deckeln Preisentwicklung
Pflanzen

(AMI) Umfragen bestätigen, dass weiterhin kaum Chancen auf höhere Kartoffelpreise bestehen. Mit steigenden Kosten sinken so die Erlöse der Erzeuger. Zuletzt war die Nachfrage tendenziell etwas ruhiger als zuvor.

Weiterhin warten Speisekartoffelerzeuger weitgehend umsonst darauf, dass die Aufwendungen für die Langzeitlagerung honoriert werden. Sowohl der Markt für Speise- als auch für Verarbeitungskartoffeln sind so voll, dass der Angebots- und Preisdruck aufrechterhalten bleiben. Besonders schwer haben es diese Saison qualitativ nicht ganz so gute Partien, für die fast kein Markt zu finden ist und für die zu fast jedem Preis versucht wird irgendwo ein Unterkommen zu finden. Manchmal funktioniert das im Export, wenn die Knollen nicht gewaschen werden müssen. Mit Sack- und Absackkosten und Preisen von unter 10,00 EUR/dt ist die Erlössituation denkbar schlecht. Noch weniger gibt es für vertragsfreien Verarbeitungsrohstoff, der bei den wenigen Umsätzen auch schon mal bei 1,00 EUR/dt liegen kann. Für schöne Speisekartoffeln gibt es mehr als 10,00 EUR/dt aber auch nicht immer so viel, wie Erzeugergemeinschaften notieren.
Von der Nachfrageseite ist diese Woche häufiger von Enttäuschungen zu hören. Mancher hatte sich für diese Woche mehr erhofft – vielleicht kommt ja noch was. Traditionell ist aber die Woche vor dem Karnevalswochenende zumindest in den Hochburgen eher nachfrageschwach.
Bei den Exporten tut sich weiterhin auch nicht viel. Es ist immer noch zu kalt für Verladungen in einige Destinationen und da, wo man gut hinfahren kann, sind auch wieder Anbieter aus Frankreich zur Stelle, die für weniger als 10,00 EUR/dt ab Station Kartoffeln auf den Weg schicken.
Eine Änderung der prekären Marktsituation ist eher nicht in Sicht. Eine Umfrage bei Bauerverbänden und Landwirtschaftskammern zeigt, dass die Vorräte überall noch sehr groß sind, was sowohl für Speise- wie auch für Verarbeitungskartoffeln gilt und auch für Vorräte, welche Direktvermarkter angelegt haben. Wenn mal die Vorräte deutlicher abgebaut werden konnten, dann, weil sich der Lagerhalter eine alternative Verwertung zum angepeilten Vermarktungsziel gesucht hat. Vermutlich müssen diesen Weg noch eine ganze Reihe von Erzeugern gehen.

13.02.2026
Zwiebelmarkt unter Druck
Pflanzen

(AMI) Regional endet die Vermarktung frischer Ware und es wird schrittweise auf Kühllagerbestände umgestellt. Trotz steigendem Sortieraufwand bleibt das Angebot hoch – Preisanpassungen sind nicht in Sicht.

Regional beenden erste Erzeuger in den kommenden Tagen die Vermarktung frischer Ware, und es erfolgt lokal schrittweise die Umstellung auf Zwiebeln aus den Kühllagern. Mit dem Fortschreiten der Saison steigt der Sortieraufwand. Dennoch bleibt das Angebot weiterhin sehr umfangreich, sodass sich keine Preisanpassungen durchsetzen lassen. In der laufenden 7. Woche liegen die Preise für gelbe, mittelfallende Zwiebeln, je nach Region und Qualität, weiterhin zwischen 14,00 und 17,00 EUR/dt in Big Bags ab Station.
Die Nachfrage nach roten Zwiebeln ist stetig. Der Sortieraufwand ist teils höher als bei gelben Zwiebeln und bei ersten Erzeugern neigt sich die Vermarktung bereits dem Ende entgegen. Dennoch kann auf ein ausreichendes Angebot zurückgegriffen werden, um die Nachfrage zu bedienen.

13.02.2026
Webinar zum genetischen Pflanzenschutz im Weizen am 25.02.
Pflanzen

Am 25.02.2026, 11:00-12:00 Uhr veranstaltet der Getreidefonds Z-Saatgut e.V. (GFZS) ein Webinar aus der KornKompetenz-Online Seminarreihe. Thema ist „Genetischer Pflanzenschutz im Weizen – Sortenresistenzen gegen Brand- und Blattkrankheiten gezielt nutzen“. Referent ist der Leiter des Sachgebietes Mykologie und abiotische Schadursachen der LWK Niedersachsen Dr. Hendrik Hanekamp.
Für die Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung nötig. Weitere Informationen sowie die Anmeldemaske finden Sie unter https://www.z-saatgut.de/webinare/

13.02.2026
20 Jahre Vogelgrippe in Deutschland
Geflügel

(FLI) Das hochpathogene aviäre Influenzavirus H5N1 wurde Mitte der 1990er Jahre in China identifiziert und gelangte über Zugvögel nach Europa. In Deutschland wurde es erstmals am 14. Februar 2006 nachgewiesen – ein Ereignis, das starke öffentliche Reaktionen auslöste und zu umfangreichen Schutzmaßnahmen führte. Der Ausbruch markierte zugleich den ersten breiten Einsatz der Real-Time-PCR, die seitdem stetig weiterentwickelt wurde. Moderne Sequenzierverfahren ermöglichen heute die schnelle Analyse kompletter Virusgenome und verbessern Rückverfolgung, Risikobewertung und Behördenabstimmung. Parallel hat sich H5N1 global weiterverbreitet und wiederholt Ausbrüche in Europa und Deutschland verursacht – einschließlich ungewöhnlicher Ereignisse wie Euterentzündungen bei Milchkühen in den USA. Im Geflügelsektor führte das Virus zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden und zeitweisen Lieferengpässen. Der Schutz von Nutztieren und Wildvögeln und die Bewertung potenzieller zoonotischer Risiken bleiben zentrale Herausforderungen.