Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

26.03.2024
Änderung der EnSTransV

Energiesteuer- und Stromsteuer-Transparenzverordnung

Die Antragssteller und Antragstellerinnen auf eine Steuerentlastung nach § 57 EnergieStG (unter anderem Agrardieselentlastung) wurden im vergangenen Jahr darüber informiert, dass bei in der Primärerzeugung landwirtschaftlicher Erzeugnisse tätigen Begünstigten nach § 2 Absatz 7 EnSTransV eine Erklärung abzugeben ist, wenn die Höhe der Steuerentlastung nach § 57 EnergieStG im Kalenderjahr (2023) ein Aufkommen von mehr als 10.000 Euro beträgt.

Diese Grenze wurde nunmehr für 2023 (Meldejahr 2024) wieder auf den ursprünglichen Wert von 60.000 € festgesetzt.

Ab 2025 (Antragsjahr 2024) gilt dann die Erklärungspflicht ab einem Steuerentlastungsaufkommen von mehr als 10.000 Euro.

Weitere Informationen erhaltet Ihr HIER.

20.03.2024
Neu im Vorstand

Lars Ruschmeyer & Anna Wagner-Puvogel stellen sich vor.

Vorstellung von Lars Ruschmeyer:
Moin, ich bin Lars Ruschmeyer aus Horstedt. Wir bewirtschaften hier einen Milchviehbetrieb mit rund 200 Milchkühen und den dazugehörigen Futterbau. Nach meiner Ausbildung zum Landwirt habe ich in Kiel Agrarwissenschaften studiert. Ehrenamt und Landwirtschaft sind mir besonders wichtig. Deshalb habe ich die letzten sechs Jahre die Interessen von Junglandwirtinnen und Junglandwirten im Agrarausschuss der Niedersächsischen Landjugend vertreten. Dieses Engagement möchte ich nun gerne im Landvolk fortführen. Meine Schwerpunktthemen sind dabei die Interessen von Junglandwirtinnen und Junglandwirten, die Milchviehhaltung sowie die Kommunikation zwischen Politik und Landwirtschaft.

Vorstellung von Anna Wagner-Puvogel:
Hallo, ich bin Anna Wagner-Puvogel. Ich komme aus Fischerhude und bewirtschafte dort mit meinem Vater einen Bio-Milchviehbetrieb mit weiblicher Nachzucht und Futterbau. Nach meinem Abitur habe ich mich für eine Ausbildung zur Ergotherapeutin entschieden, in diesem Bereich in verschiedenen Einrichtungen mehrere Jahre gearbeitet und den entsprechenden Studiengang nebenberuflich abgeschlossen. In meinem 30. Lebensjahr habe ich mich entschieden eine klassische landwirtschaftliche Ausbildung zu absolvieren, um in den elterlichen Milchviehbetrieb einzusteigen. Gemeinsam haben wir den Betrieb ab 2021 umgestellt und bewirtschaften seither nach Bioland-Richtlinien. Begleitend zur Umstellung habe ich den Meisterkurs in Rotenburg besucht und 2023 abgeschlossen. Neben der Landwirtschaft betreibe ich in Fischerhude einen kleinen Ponyreitbetrieb und engagiere mich als Volleyballtrainerin und als Beisitzerin im Vorstand des TSV Fischerhude-Quelkhorn. Im Landvolk möchte ich mich für eine zukunftsfähige Landwirtschaft in unserer Region einsetzen und durch Transparenz und Kommunikation das Verständnis in der Gesellschaft für unseren Berufsstand fördern.

19.03.2024
Zukunftstag 2024

Landwirtschaftliche Betriebe nehmen Kinder auf

Der Zukunftstag ist ein Projekttag der allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen und wird in diesem Jahr am 25. April 2024 stattfinden. Jedes Jahr nehmen Betriebe aus unserem Verbandsgebiet Kinder bei sich auf, damit diese den Arbeitsalltag auf den Höfen miterleben.

Wir rufen daher wie gewohnt alle Mitglieder dazu auf, sich an diesem Tag zu engagieren.

Interessierten Kindern, die keinen Landwirt oder Landwirtin in der Nähe kennen, vermitteln wir auch gern einen Betrieb. Meldet euch dazu bitte via Mail bei Silke Aswald (aswald@landvolk-row-ver.de).

Das Besondere am Zukunftstag auf einem Bauernhof ist, dass die Kinder und Jugendlichen richtig mit anpacken können. Durch das Mitmachen bekommen sie quasi nebenbei Einblicke in den Berufsalltag einer Landwirtin bzw. eines Landwirts. „Mitmachen und Miterleben“ sind Programm, wobei sowohl die Tierliebhaber als auch die Technikfreunde auf ihre Kosten kommen. So sind auf den Bauernhöfen z.B. Kälber zu tränken, Schweine umzustallen und in der Hofwerkstatt Maschinen zu reparieren. Auch die Mitfahrt auf einem Traktor ist möglich. All dies gehört zum breiten beruflichen Tätigkeitsfeld von Landwirten.

Wir freuen uns auf alle Kinder und Betriebe, die mitmachen!

18.03.2024
Jahresversammlung des Kuratoriums für Wirtschaftsberatung

Spannende Einblicke in die Arbeit der MASTERRIND und aktuelle Themen

Kürzlich fand die Jahresversammlung des Kuratoriums für Wirtschaftsberatung Rotenburg-Verden e.V. bei der MASTERRIND GmbH in Verden statt.

Von Ralf Strassemeyer, einer der Geschäftsführer der MASTERRIND, erhielten die Mitglieder des Kuratoriums spannende Einblicke in das Rinderzucht- und Verkartungsunternehmen. „Wir befinden uns in einem gesellschaftlichen Wandel und Umwelt-, Klima-, Gesundheits- und Sozialthemen gewinnen dabei an Bedeutung. Das Marktverhalten von Handel und Konsumenten ändert sich entsprechend. Das wird selbstverständlich auch Einfluss auf die Entwicklung unserer Betriebe haben.“, zeigte Strassemeyer die aktuellen Herausforderungen auf, welchen die MASTERRIND mit einem breiten Unternehmensportfolio begegnet. Neben der stetigen Optimierung in der Rinderzucht hinsichtlich der Belange der Betriebe bietet das Unternehmen so auch Möglichkeiten in weiteren Bereichen wie z.B. Wissenstransfer, Nachwuchsausbildung und Veranstaltungen. „Veränderungen eröffnen Chancen.“, ist Strassemeyer überzeugt. So hat die MASTERRIND gemeinsam mit der VZ GmbH das Gemeinschaftsunternehmen probovi gegründet, um Kräfte in der Nutz-, Zucht- und Schlachttiervermarktung zu bündeln. Gemeinsam mit INNOVAL wurde zudem SYNETICS gegründet, um die Zuchtprogramme in einer gemeinsamen europäischen Genossenschaft zusammenzuführen. Dr. Josef Pott, Geschäftsführer von SYNETICS, vermittelte den Anwesenden einen interessanten Eindruck von dem Unternehmen, dessen Aufgabe in der Durchführung von Entwicklungsprogrammen liegt. „Unsere Aufgabe ist es im breiten Spektrum der Erwartungen unserer Landwirte, z.B. im Bereich der Leistung oder der Gesundheit, die entsprechenden genetischen Lösungen anzubieten.“, erklärte Pott.

Im Anschluss an die Vorträge berichtete Kreislandwirt Jörn Ehlers zu aktuellen Themen. So fanden erst kürzlich Gespräche mit Lena Düpont (Politikerin der CDU und Mitglied des Europäischen Parlaments), u.a. zum Tierschutzgesetz und Transportgesetz statt, sowie mit Edeka Minden, zu u.a. den Haltungsstufen, statt. Zudem berichtete Ehlers, dass das Landvolk sich derzeit für die Landwirte einsetzt, die in Wasserschutzgebieten wirtschaften, um hinsichtlich der Einschränkungen in der Bewirtschaftung einen finanziellen Ausgleich zu erreichen. Darüber hinaus gab es für die Kuratoriumsmitglieder einen Einblick in die GAP von Dr. Gert Kracke von der Landwirtschaftskammer, sowie einen Bericht der Landberatungen Rotenburg und Verden zur wirtschaftlichen Situation der Betriebe.

14.03.2024
Unsere Mitgliederversammlung 2024

Kreisverband reflektiert Verbandsarbeit und wählt neu

Gemeinsam sind wir stark: Diese Botschaft brachte Jörn Ehlers, Vorsitzender des Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e. V., mit zur Mitgliederversammlung in Röhrs Gasthof in Sottrum. Mittels eines Schachbrettes, das er eigens für diese Veranstaltung mitgebracht hatte, veranschaulichte er, dass die Bauern oftmals unterschätzt würden und sagte: „Wir Bauern sind zwar nicht immer die Schnellsten, aber Schritt für Schritt bewegen wir uns in die richtige Richtung: vorwärts.“ Dies ließe sich auch an den jüngsten Bauernprotesten erkennen. „Unterm Strich ist mein Fazit absolut positiv, wir haben viel Zuspruch aus der Bevölkerung erhalten“, sagte Ehlers. Dazu zähle er jedoch nicht die Blockade gegen Robert Habecks Fähre als auch Aktionen wie der unangebrachte Besuch vor dem Wohnhaus von Miriam Staudte, Niedersachsens Landwirtschaftsministerin, die zur Mitgliederversammlung als Gastreferentin eingeladen war. Auch die Kritik an einer rechten Schlagseite der Proteste wies Ehlers zurück: „Wir sind sehr konservativ und bodenständig, aber auch bunt und nicht braun.“ Und auch der Rotenburger Landrat Marco Prietz äußerte sich in seinem Grußwort positiv zu den Protesten: „Die Landwirte haben bei uns auf vorbildliche Weise demonstriert.“ Miriam Staudte fügte in ihrem Vortrag hinzu, dass sie den guten Austausch in Niedersachsen sehr zu schätzen wisse. So sei das Dialogformat des Niedersächsischen Wegs, in dem Landwirtinnen und Landwirte, Umweltschutz und Politik nicht nur Ziele festlegten, sondern auch gemeinsam an deren Umsetzung arbeiten, mittlerweile auch in Berlin angekommen. Und auch Brüssel sollte ruhig mal nach Niedersachsen blicken, denn die politische Kultur nehme sie bei der EU als „sehr konfrontativ“ wahr.

Klimaerwärmung und daraus resultierende Extremwetterlagen seien nach Staudte die prägenden Herausforderungen der Zukunft. Daher plädiere sie für eine Diversifizierung der angebauten Früchte, um Wetterschäden abzufedern. Außerdem plane die Landesregierung, Versicherungen der Landwirte zu fördern. Auch das Thema Moorschutz wurde angesprochen: Die Ministerin zeigte auf, dass bald ein Moorkoordinierungszentrum kommen soll, das alle Akteurinnen und Akteure zusammenbringen möchte. Zudem wolle das Land eigene Flächen wieder vernässen. Und bei privaten Flächen sei auch schon viel gewonnen, wenn statt einer totalen Vernässung Ackerland in Grünland umgewandelt werde. „Das ist dann zwar noch keine CO₂-Senke, aber trägt sehr viel zur Emissionsreduktion bei“, betonte Staudte.

Beim Thema Wolf wurden die Ausführungen Staudtes weniger wohlwollend unter den Teilnehmenden aufgenommen: Die Landesregierung plane eine Erleichterung der Abschüsse. Zudem möchte die Landesregierung zukünftig nicht mehr einfach die Kosten für einen Herdenschutzzaun übernehmen, sondern „eher über eine Pauschale pro Schaf fördern“.

Ergebnisse der Vorstandswahlen

Zudem wurden die Ergebnisse der Vorstandswahlen aus der Delegiertenversammlung verkündet und die Wahlen der Vorsitzenden und ihrer Stellvertreter vorgenommen. Nach vielen Jahren des Engagements sind Holger Meier, Andre Mahnken und Dietmar Haase aus dem Vorstand ausgeschieden. Wir danken ihnen von Herzen für die stets gute Zusammenarbeit und ihren zuverlässigen Einsatz für unseren Berufsstand. Neu begrüßen dürfen wir im Vorstand Lars Ruschmeyer aus Horstedt und Anna Elisabeth Wagner-Puvogel aus Fischerhude. Jörn Ehlers und Christian Intemann wurden als Vorsitzende des Kreisverbandes wiedergewählt. Auch Hilmer Vajen wurde als Stellvertreter wiedergewählt. Den anderen Stellvertreterposten übergab Andre Mahnken an Johannis Ritz. Geehrt wurden auf der Versammlung in diesem Jahr Henning Bentz, der als ehemalige Lehrkraft an der BBS Rotenburg stets als wichtiges Bindeglied zwischen dem Verband und der Berufsschule fungiert hat und Cornelius von Eller-Eberstein, der durch seine hervorragende Leistung den zweiten Platz beim Bundesentscheid des Berufswettbewerbes ergattern konnte.

07.03.2024
Verständnis für die Feldarbeit

Gülle ist ein wichtiger Naturdünger

Vielerorts freuen sich die Landwirte und Landwirtinnen darüber nun wieder mit der Feldarbeit starten zu können, dazu beginnen sie mit der Dünger- und Gülleausbringung. Dabei sorgt der Anblick des Güllefasses nicht überall für Begeisterung. Was der eine noch als “frische Landluft“ toleriert, das stinkt dem anderen im wahrsten Sinne des Wortes gewaltig. Wir bitten die Anwohner jedoch um Verständnis und appellieren für die gegenseitige Rücksichtnahme, denn die Gülle ist ein wichtiger Naturdünger mit zwei unschlagbaren Vorteilen:

Gülle enthält zum einen meist alle wichtigen Nährstoffe für die Pflanzen und liefert zum anderen gleichzeitig organische Substanz für den Boden. So sorgt sie für eine nachhaltige Bodenfruchtbarkeit. Pflanzen benötigen Nährstoffe, um zu gedeihen und das zu bilden, was wir später ernten wollen. Wie zum Beispiel die Kartoffelknolle oder das Getreidekorn. Neben der Menge kommt es bei der Ernte natürlich auch auf die Qualität der Nahrungsmittel an. Beides ist, neben anderen Faktoren wie der Sortenwahl und der Wasserversorgung, auch stark von den zur Verfügung stehenden Nährstoffen abhängig.

Die oben bereits genannte organische Substanz in der Gülle baut den Humusgehalt des Bodens auf und sorgt damit dafür, dass Nährstoffe und Wasser besser im Boden gehalten werden können und wieder an die Pflanzen abgeben werden.

Darüber hinaus wird durch die Gülledüngung Mineraldünger und damit Erdöl eingespart. Das ist nachhaltig und schont die Umwelt.

20.02.2024
Mitgliederversammlung 2024

mit Gastreferat von Miriam Staudte

Unsere Mitglieder laden wir recht herzlich zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung ein. Diese findet statt am:

Dienstag, den 5. März 2024 um 13:30 Uhr in Röhrs Gasthof, Bergstraße 18, 27367 Sottrum

Tagesordnung:
1.) Eröffnung und Begrüßung
2.) Grußwort
3.) Ergebnisse Vorstandswahlen, Wahl der Vorsitzenden und Stellvertreter
4.) Ehrungen
5.) Verschiedenes
6.) Gastreferat von Frau Miriam Staudte (Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) zu „Herausforderungen unserer Niedersächsischen Landwirtschaft und Zukunftsperspektiven”

20.02.2024
Digitaler Vortrag

Gemeinsame Agrarpolitik 2024

Unsere Mitglieder laden wir herzlich ein zum digitalen Vortrag von Herrn Hendrik Gelsmann-Kaspers (Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband):

Gemeinsame Agrarpolitik 2024 - Was ist alles im Jahr 2024 zu beachten?

am Donnerstag, den 14.03.2024, um 19.00 Uhr

Wir bitten um Anmeldung bis zum 13.03.2024 um 12 Uhr per Mail unter wolf@landvolk-row-ver.de , um den Link mit den Einwahldaten zu bekommen.

Die Veranstaltung wird über „ Zoom“ durchgeführt.

Der digitale Tagungsraum ist ab 18.30 Uhr geöffnet.

19.02.2024
Kreisverbandsnews über WhatsApp

Ab sofort

Ab sofort halten wir Euch auch über WhatsApp auf dem Laufenden! Abonniert HIER gerne unseren neuen Kanal, um keine Kreisverbandsnews zu verpassen.

15.02.2024
Hochwasserschäden an die LWK Niedersachsen melden

So funktioniert es

Hochwasserschäden an die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen melden – so geht’s:

Die LWK Niedersachsen muss bis zum 26.02.2024 per E-Mail benachrichtigt werden, dass am Hochwasser-Hilfsprogramm teilgenommen wird. Folgendes muss in der E-Mail enthalten sein:

  • Information, dass man beabsichtigt am Hilfsprogramm teilzunehmen
  • Betriebsnummer
  • Name
  • Schlagnummern aus dem Sammelantrag 2023 der von Überflutung betroffenen Schläge

Fotos der betroffenen Fläche und Kulturen sollen über die FANi-App hochgeladen werden. Um einen Fotobelegauftrag zu erhalten, ist die vorherige Benachrichtigung der LWK Niedersachsen per E-Mail notwendig! Die Fotos müssen bis spätestens 29.02.2024 über die FANi-App hochgeladen sein.

Weitere Informationen findet Ihr HIER.

Bei Rückfragen wendet euch bitte an die HIER aufgeführte zuständige Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Aktuelles aus dem Landesverband

06.02.2026
Rindermarkt: Globale Rindfleischproduktion sinkt erneut
Milch und Rind

(AMI) Für die weltweite Erzeugung von Rindfleisch wird in diesem Jahr ein erneuter Rückgang prognostiziert. Mit rund 77 Mio. t dürfte die Produktion um 1 % geringer ausfallen als im Vorjahr.

Größter Produzent sind die USA, die mit den erwarteten 11,7 Mio. t hergestelltem Rindfleisch nur minimal vor Brasilien liegen. Während jedoch die Produktion in den USA nur leicht zurückgehen dürfte, wird in dem südamerikanischen Land mit einem wesentlich stärkeren Rückgang gerechnet. Dort war im Jahr 2025 ein Rekordwert bei den Schlachtungen erreicht worden. Laut dem amerikanischen Landwirtschaftsministerium liegt der Grund für sinkende Herstellung darin, dass weniger Kühe geschlachtet werden dürften.

Die EU belegt im internationalen Vergleich den vierten Platz, wobei die einzelnen Mitgliedstaaten nur eine untergeordnete Rolle spielen. Die erzeugte Menge an Rindfleisch dürfte bereits 2025 geringer ausfallen als im Vorjahr und auch für 2026 wird in der EU mit einem weiteren Rückgang der Rindfleischproduktion gerechnet. Im Zwanzigjahresvergleich wurde die globale Rindfleischerzeugung trotz der Rückgänge in den vergangenen Jahren dennoch deutlich ausgeweitet. Gegenüber 2006 werden im laufenden Jahr schätzungsweise 20 % mehr Rindfleisch erzeugt.

06.02.2026
Schulungen zur Milchpreisabsicherung am Di. 10.02. und am Fr 13.02. (10-15 Uhr online):
Milch und Rind

(ife-Institut) Das ife bietet im Winter Einsteiger-Schulungen im Rahmen eines vom Förderungsfonds der Landwirtschaftlichen Rentenbank in Frankfurt geförderten Projekts an. Innerhalb von 2 x 2 Std. wird online erklärt wie die jeweils aktuellen Milchmarktentwicklungen eingeschätzt werden. Es folgen Kurzbeiträge von Experten des ife Instituts und von StoneX mit Antworten und Diskussionen zu den Fragen „Wie kann ich eine Preissicherungsstrategie bei Milch aufsetzen?“, „Was kann ich tun bei bereits sinkenden Märkten?“, „Bei welchen Milchpreisen macht Preisabsicherung für mich überhaupt Sinn?“, „Welche Möglichkeiten bieten derzeit Molkereien an und welche Möglichkeiten gibt es für eigenständige Preisabsicherung ohne die Molkerei?“.

Anmeldungen und Fragen zu der Veranstaltung bitte per email (henrike.burchardi@ife-kiel.de) oder telefonischem Kontakt unten. Die Plätze sind begrenzt.
Die Veranstaltung kostet 100 EUR zzgl. MwSt., Milcherzeugungsbetriebe und Auszubildende erhalten einen Rabatt von 50%.

06.02.2026
Weizenkurse bleiben in enger Spanne
Pflanzen

(AMI) Die Kurse in Paris entwickeln sich fester, doch das Angebot bleibt reichlich. Schwarzmeer- und Argentinienpreise bestimmen die Exportparitäten. Der Markt wartet auf neue USDA-Signale.

An der Börse in Paris hielt sich die Aufwärtsbewegung, nachdem die Kurse vorher auf ein Fünf-Wochen-Tief gefallen waren. Der Fronttermin März 26 schloss am 05.02.2026 bei 193,50 EUR/t und damit 2,25 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Damit rücken die Kurse in Nähe eines Zweieinhalb-Monats-Hochs. Das unterstreicht, in welch enger Handelsspanne sich die Notierungen seit Wochen bewegen.

Stützend wirkten in dieser Woche Short-Covering im Frontmonat und ein schwächerer Euro zu Wochenbeginn, der die Exportparität leicht verbesserte. Gegenläufig belasteten eine breite Rohstoffschwäche am Montag sowie das Nachlassen der Frostsorgen in der Ukraine/Russland. Aus dem physischen Markt kamen gemischte Signale: Händlerberichte nennen weiterhin günstige FOB-Offerten aus Argentinien (11,5 %) und kompetitive Schwarzmeerpreise (Russland/Ukraine 11,5 %), die beide jeweils um die 220 $/t liegen. Westeuropäische Partien liegen je nach Stand des Wechselkurses und Terminmarktnotierung rund 8 bis 9 $/t höher. In Nordafrika bleiben damit Übersee-Herkünfte häufig tonangebend. Regional prägten Logistikhemmnisse mit gefrorenen Kanälen in Deutschland und Polen das Bild. Gleichzeitig zeigten sich Abgeber zurückhaltend, was die Prämien stützt und die Frontmonate stabilisiert.

06.02.2026
Brotgetreidemarkt dümpelt weiter vor sich hin
Pflanzen

(AMI) Mühlen sind gut versorgt, ruhige Nachfrage und geringe Abgabebereitschaft beschreiben die aktuelle Situation. Punktuell entsteht regionale Nachfrage durch zugefrorene Binnenflüsse.

Am ohnehin nur auf Sparflamme laufenden Brotgetreidemarkt bleibt es weiterhin ruhig. Regional kommen vereinzelt wieder Partien in den Handel, bedingt durch Umstellungen in der Logistik infolge gefrorener Binnenwasserwege. Das Tagesgeschäft wird weiterhin maßgeblich durch die Bedienung bestehender Kontrakte geprägt. Gleichzeitig spitzt sich die Logistiksituation zu, da vielerorts Wasserstraßen nicht befahren werden können und Transporte verstärkt auf LKW und Bahn verlagert werden müssen.

Auf Erzeugerebene haben die Preise insgesamt leicht zugelegt. Qualitätsweizen gewann gegenüber der Vorwoche 1,19 EUR/t und notiert am 04.02.2026 bei 174,08 EUR/t, was im Vorjahresvergleich einen Abstand von über 55 EUR/t bedeutet. Auch die Brotweizenpreise ziehen etwas an und liegen mit einem Plus von 1,41 EUR/t bei 169,52 EUR/t. Die Preise für Eliteweizen sowie für Brotroggen bewegen sich hingegen weitgehend auf dem Niveau der Vorwoche.

Die Entwicklung an den Börsen zeigt am Kassamarkt und auf Großhandelsebene nur begrenzt Wirkung. Brotweizen verteuert sich franko Hamburg beim Fronttermin lediglich um 2 auf 206 EUR/t. Am Niederrhein steigt der Preis für Brotroggen um 2 auf 204 EUR/t. Franko Westfalen bleiben die Großhandelspreise für Brotweizen unverändert bei 199 EUR/t. In Ostdeutschland legen die Großhandelspreise für Brotweizen um 2 auf 190 EUR/t zu, für Qualitätsweizen ebenfalls um 2 auf 204 EUR/t.

06.02.2026
Überschaubarer Handel am Rapsmarkt
Pflanzen

(AMI) Auch wenn es in Paris zuletzt aufwärts ging, können die Erzeugerpreise für Raps das Plus nicht nachvollziehen. So bleibt die Abgabebereitschaft gering.

Der Februar-Kontrakt ging an der Pariser Börse zum Monatswechsel von Bord, der neue Fronttermin konnte sich trotz der insgesamt komfortablen Rapsbilanz befestigen. So schloss der Mai-Kontrakt zuletzt bei 485,75 EUR/t und damit 7,75 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Ähnlich fällt das Plus für Partien der Ernte 2026 aus.

Im Fokus bleiben dabei die handelspolitischen Entwicklungen. China sagte zu, seine Käufe ab dem 01.03.2026 wieder aufzunehmen. Kanada verfügt über üppige Rapsvorräte und hofft zum Lagerabbau auf steigende Exporte. Sollte dies jedoch nicht eintreten, beispielsweise aufgrund der Käufe preisgünstiger Sojabohnen aus Brasilien durch China, müssten kanadische Farmer mit australischem Raps um den europäischen Markt konkurrieren. Unterstützung für die Kurse boten dabei auch Lieferverzögerungen aus der Ukraine und Australien. Nach Einschätzung des Marktes dürfte sich das Bild hier im Februar jedoch ändern.

Im Einklang mit den Pariser Rapsnotierungen geht es auch auf Großhandelsebene aufwärts. So sind franko Hamburg zur Lieferung ab Februar zuletzt 478 EUR/t im Gespräch und damit 3 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Ein anderes Bild zeigt sich franko Niederrhein, Auslöser dafür ist allerdings das Auslaufen des Februar-Kontrakts. So sind hier mit 492 rund 4 EUR/t weniger möglich als noch in der Vorwoche. Dabei bleiben die Umsätze auch weiterhin überschaubar. Importware wird vereinzelt diskutiert, zu Abschlüssen kommt es jedoch nur selten. So fußen die Mengenbewegungen überwiegend auf der Abwicklung bestehender Kontrakte. Auch die Ernte 2026 spielt bislang nur eine untergeordnete Rolle. So bleibt der Anteil bereits vertraglich gebundener Partien gering. Im Mittel sind dabei auf Großhandelsebene bis zu 465 EUR/t möglich.

Ein anderes Bild zeigt sich indes auf Erzeugerebene, denn hier geht es den festeren Terminmarktnotierungen zum Trotz auf Wochensicht abwärts. Im Mittel sind für Partien der Ernte 2025 rund 457,20 EUR/t im Gespräch, in der Vorwoche erhielten Erzeuger noch 458,00 EUR/t. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 435-480 EUR/t. Der heimische Rapsmarkt bleibt vorerst ohne neue Impulse. Vereinzelt wird aus Platz- oder Liquiditätsgründen verkauft, andernfalls wird die weitere Preisentwicklung abgewartet. Auch die Vorkontraktbereitschaft für Partien der Ernte 2026 bleibt unverändert gering. Mit 432,30 (402-465) EUR/t werden aktuell rund 1,00 EUR/t weniger aufgerufen.

06.02.2026
Endgültig noch größere Kartoffelernte
Pflanzen

(AMI) Mit fast 13,9 Mio. t war die Kartoffelernte 2025 so groß, wie seit der Wiedervereinigung Deutschlands nicht mehr. Enorme Überschüsse sind einer viel zu kräftigen Anbauausweitung geschuldet. Dabei waren die Erträge 2025 zwar gut, aber nicht herausragend.

Die Ernte von Kartoffeln im Jahr 2025 ist noch größer als zunächst gedacht, wie jüngst das von Destatis veröffentlichte endgültige Ergebnis zeigt. Demnach waren vor allem die Erträge noch einmal fast 4 % höher als vorläufig angenommen, was dem Ernteergebnis einen Zuwachs von fast 500.000 t bescherte. Mit 13,9 Mio. t Kartoffeln wurden über 1,1 Mio. t Kartoffeln mehr erzeugt als im Vorjahr und 2024/25 war die Ernte im Prinzip schon um einiges zu groß.

Ausschlaggebend für die enorme Kartoffelernte des vergangenen Jahres ist die starke Flächenausweitung seit 2023. Zweimal in Folge kamen über 7 % hinzu. 2025 gab es dann auch noch hohe Erträge. Die Erntemenge ist historisch einzigartig. Nur im Jahr der Wiedervereinigung, 1989 gab es mit über 15 Mio. t Kartoffeln in Gesamtdeutschland noch mehr. Der bis dahin in der DDR etablierte umfangreiche Anbau war dann in den 90er Jahren flott Geschichte.

Hierzulande wachsen bekanntermaßen die meisten Kartoffeln in Niedersachsen. 6,6 Mio. t waren es 2025. Während früher Bayern in der Rangfolge folgte, ist das seit 2020 NRW, wo für die Verarbeitung im Beneluxraum immer mehr Kartoffeln erzeugt werden. Vergangenes Jahr kamen 2,3 Mio. t zusammen. Bayern, früher mit stabil über 2 Mio. t Kartoffeln, verlor vor allem Stärke- und Speisekartoffeln. Vom Tiefstand der Fläche in 2022 hat sich das Bundesland aber schon wieder ein gutes Stück erholt und stellte 2025 immerhin schon wieder 1,8 Mio. t. Mit großem Abstand folgen dahinter Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern – je 0,7 Mio. t – mit allerdings sehr unterschiedlicher Anbauausrichtung: Einmal sind es Speisekartoffeln aber auch Veredelungskartoffeln, im Norden dagegen Pflanz- und Stärke-/Flockenkartoffeln. Auch wenn 0,3 und 0,2 Mio. t in der Pfalz oder in Baden-Württemberg wenig erscheinen, für den Frühkartoffelmarkt im Juni und Juli hat vor allem erstgenanntes Bundesland eine herausragende Rolle.

06.02.2026
Wechselkurs als Hebel für Weizen, Gerste und Mais
Pflanzen

(AMI) Wechselkursbewegungen werden zuerst am Terminmarkt sichtbar, bevor sie über Prämien/Basis in den physischen Handel durchschlagen. Weizen und Gerste reagieren exportseitig, Mais importseitig – der Euro ist damit ein direkter Treiber der Marktstimmung.

Der Wechselkurs bleibt ein zentraler Hebel im Getreidemarkt. Viele internationale Leitimpulse entstehen in US-Dollar, insbesondere an der Börse in Chicago. Wenn sich der Wechselkurs bewegt, ändert sich sofort, wie stark diese USD-Notierungen in Euro wirken. Am Terminmarkt wird das meist zuerst sichtbar: Händler passen Spreads, Absicherungen und Positionen an, bis sich ein Kursabgleich zwischen Matif in Paris und den USD-Märkten einstellt. Der Kassamarkt folgt typischerweise zeitversetzt – über Prämien/Basis und über die Kalkulation von Importeuren, Exporteuren und der Verarbeitungsindustrie.

Weizen: Wechselkurs entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit.
Für Weizen hängt die EU-Preisbildung stark an der Exportseite. Die EU-Kommission setzt im Balance Sheet 2025/26 Weizenexporte von 29,5 Mio. t an; zugleich wurden die Handelsannahmen zuletzt angepasst (Exporte -1,5 Mio. t, Importe +1,0 Mio. t). In der Praxis gilt: Ein stärkerer Euro verschlechtert die Exportkalkulation. Denn EU-Ware wirkt in Drittlandgeschäften teurer, während USD-notierte Konkurrenzangebote in Euro gerechnet attraktiver werden. Ein schwächerer Euro verbessert dagegen die Exportparitäten und kann Abschlussfenster öffnen. Entsprechend reagiert der Terminmarkt häufig früh, während sich der Effekt im physischen Markt über die Exportnachfrage und die Prämienbildung durchsetzt.

Gerste: Mehr Spielraum in der EU-Bilanz.
Auch bei Gerste bleibt der Exportkanal entscheidend. Im EU-Balance Sheet stehen Gerstenexporte von 11,0 Mio. t; die EU-Kommission hat die Exporte zuletzt um +0,9 Mio. t angehoben und die Importe um -1,0 Mio. t gesenkt. Für die Kursbildung bedeutet das: Euro-Bewegungen wirken unmittelbar auf die Wettbewerbsfähigkeit – und damit auf die Frage, ob Gerste am Weltmarkt „passt“ oder ob Käufer auf alternative Ursprünge ausweichen. Der Kassamarkt folgt über Prämien und über die Exportabgabebereitschaft, häufig zunächst in den Hafen- und Exportregionen.

Mais: Wechselkurs wirkt direkt über das Importpreisniveau.
Beim Mais ist die Logik spiegelbildlich zu Weizen und Gerste. Die EU ist strukturell importabhängig: Die EU-Kommission beziffert Maisimporte in 2025/26 auf 18,8 Mio. t, während Maisexporte nur 1,5 Mio. t erreichen. Damit wirkt der Wechselkurs vor allem über das Importpreisniveau: Ist der Euro stärker, dämpft dies tendenziell die in EUR/t abgeleiteten Importwerte. Ist der Euro schwächer, verteuert dies Beschaffung und kann das EU-Preisniveau stützen.

06.02.2026
ITW veröffentlicht Jahreszahlen
Milch und Rind

(DBV) Die Initiative Tierwohl GmbH (ITW) hat aktuelle Zahlen zur Haltungsform-Kennzeichnung veröffentlicht, die die Verteilung des Produktangebots in den fünf Haltungsstufen zeigen. Der Anteil von Milch ohne Haltungsstufe ist deutlich zurückgegangen. Die Haltungsstufe 3 dominiert. Eine flächendeckende Kennzeichnung von Molkereiprodukten ist noch nicht umgesetzt. Zu weiteren Details geht es hier.