Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

14.03.2024
Unsere Mitgliederversammlung 2024

Kreisverband reflektiert Verbandsarbeit und wählt neu

Gemeinsam sind wir stark: Diese Botschaft brachte Jörn Ehlers, Vorsitzender des Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e. V., mit zur Mitgliederversammlung in Röhrs Gasthof in Sottrum. Mittels eines Schachbrettes, das er eigens für diese Veranstaltung mitgebracht hatte, veranschaulichte er, dass die Bauern oftmals unterschätzt würden und sagte: „Wir Bauern sind zwar nicht immer die Schnellsten, aber Schritt für Schritt bewegen wir uns in die richtige Richtung: vorwärts.“ Dies ließe sich auch an den jüngsten Bauernprotesten erkennen. „Unterm Strich ist mein Fazit absolut positiv, wir haben viel Zuspruch aus der Bevölkerung erhalten“, sagte Ehlers. Dazu zähle er jedoch nicht die Blockade gegen Robert Habecks Fähre als auch Aktionen wie der unangebrachte Besuch vor dem Wohnhaus von Miriam Staudte, Niedersachsens Landwirtschaftsministerin, die zur Mitgliederversammlung als Gastreferentin eingeladen war. Auch die Kritik an einer rechten Schlagseite der Proteste wies Ehlers zurück: „Wir sind sehr konservativ und bodenständig, aber auch bunt und nicht braun.“ Und auch der Rotenburger Landrat Marco Prietz äußerte sich in seinem Grußwort positiv zu den Protesten: „Die Landwirte haben bei uns auf vorbildliche Weise demonstriert.“ Miriam Staudte fügte in ihrem Vortrag hinzu, dass sie den guten Austausch in Niedersachsen sehr zu schätzen wisse. So sei das Dialogformat des Niedersächsischen Wegs, in dem Landwirtinnen und Landwirte, Umweltschutz und Politik nicht nur Ziele festlegten, sondern auch gemeinsam an deren Umsetzung arbeiten, mittlerweile auch in Berlin angekommen. Und auch Brüssel sollte ruhig mal nach Niedersachsen blicken, denn die politische Kultur nehme sie bei der EU als „sehr konfrontativ“ wahr.

Klimaerwärmung und daraus resultierende Extremwetterlagen seien nach Staudte die prägenden Herausforderungen der Zukunft. Daher plädiere sie für eine Diversifizierung der angebauten Früchte, um Wetterschäden abzufedern. Außerdem plane die Landesregierung, Versicherungen der Landwirte zu fördern. Auch das Thema Moorschutz wurde angesprochen: Die Ministerin zeigte auf, dass bald ein Moorkoordinierungszentrum kommen soll, das alle Akteurinnen und Akteure zusammenbringen möchte. Zudem wolle das Land eigene Flächen wieder vernässen. Und bei privaten Flächen sei auch schon viel gewonnen, wenn statt einer totalen Vernässung Ackerland in Grünland umgewandelt werde. „Das ist dann zwar noch keine CO₂-Senke, aber trägt sehr viel zur Emissionsreduktion bei“, betonte Staudte.

Beim Thema Wolf wurden die Ausführungen Staudtes weniger wohlwollend unter den Teilnehmenden aufgenommen: Die Landesregierung plane eine Erleichterung der Abschüsse. Zudem möchte die Landesregierung zukünftig nicht mehr einfach die Kosten für einen Herdenschutzzaun übernehmen, sondern „eher über eine Pauschale pro Schaf fördern“.

Ergebnisse der Vorstandswahlen

Zudem wurden die Ergebnisse der Vorstandswahlen aus der Delegiertenversammlung verkündet und die Wahlen der Vorsitzenden und ihrer Stellvertreter vorgenommen. Nach vielen Jahren des Engagements sind Holger Meier, Andre Mahnken und Dietmar Haase aus dem Vorstand ausgeschieden. Wir danken ihnen von Herzen für die stets gute Zusammenarbeit und ihren zuverlässigen Einsatz für unseren Berufsstand. Neu begrüßen dürfen wir im Vorstand Lars Ruschmeyer aus Horstedt und Anna Elisabeth Wagner-Puvogel aus Fischerhude. Jörn Ehlers und Christian Intemann wurden als Vorsitzende des Kreisverbandes wiedergewählt. Auch Hilmer Vajen wurde als Stellvertreter wiedergewählt. Den anderen Stellvertreterposten übergab Andre Mahnken an Johannis Ritz. Geehrt wurden auf der Versammlung in diesem Jahr Henning Bentz, der als ehemalige Lehrkraft an der BBS Rotenburg stets als wichtiges Bindeglied zwischen dem Verband und der Berufsschule fungiert hat und Cornelius von Eller-Eberstein, der durch seine hervorragende Leistung den zweiten Platz beim Bundesentscheid des Berufswettbewerbes ergattern konnte.

07.03.2024
Verständnis für die Feldarbeit

Gülle ist ein wichtiger Naturdünger

Vielerorts freuen sich die Landwirte und Landwirtinnen darüber nun wieder mit der Feldarbeit starten zu können, dazu beginnen sie mit der Dünger- und Gülleausbringung. Dabei sorgt der Anblick des Güllefasses nicht überall für Begeisterung. Was der eine noch als “frische Landluft“ toleriert, das stinkt dem anderen im wahrsten Sinne des Wortes gewaltig. Wir bitten die Anwohner jedoch um Verständnis und appellieren für die gegenseitige Rücksichtnahme, denn die Gülle ist ein wichtiger Naturdünger mit zwei unschlagbaren Vorteilen:

Gülle enthält zum einen meist alle wichtigen Nährstoffe für die Pflanzen und liefert zum anderen gleichzeitig organische Substanz für den Boden. So sorgt sie für eine nachhaltige Bodenfruchtbarkeit. Pflanzen benötigen Nährstoffe, um zu gedeihen und das zu bilden, was wir später ernten wollen. Wie zum Beispiel die Kartoffelknolle oder das Getreidekorn. Neben der Menge kommt es bei der Ernte natürlich auch auf die Qualität der Nahrungsmittel an. Beides ist, neben anderen Faktoren wie der Sortenwahl und der Wasserversorgung, auch stark von den zur Verfügung stehenden Nährstoffen abhängig.

Die oben bereits genannte organische Substanz in der Gülle baut den Humusgehalt des Bodens auf und sorgt damit dafür, dass Nährstoffe und Wasser besser im Boden gehalten werden können und wieder an die Pflanzen abgeben werden.

Darüber hinaus wird durch die Gülledüngung Mineraldünger und damit Erdöl eingespart. Das ist nachhaltig und schont die Umwelt.

20.02.2024
Mitgliederversammlung 2024

mit Gastreferat von Miriam Staudte

Unsere Mitglieder laden wir recht herzlich zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung ein. Diese findet statt am:

Dienstag, den 5. März 2024 um 13:30 Uhr in Röhrs Gasthof, Bergstraße 18, 27367 Sottrum

Tagesordnung:
1.) Eröffnung und Begrüßung
2.) Grußwort
3.) Ergebnisse Vorstandswahlen, Wahl der Vorsitzenden und Stellvertreter
4.) Ehrungen
5.) Verschiedenes
6.) Gastreferat von Frau Miriam Staudte (Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) zu „Herausforderungen unserer Niedersächsischen Landwirtschaft und Zukunftsperspektiven”

20.02.2024
Digitaler Vortrag

Gemeinsame Agrarpolitik 2024

Unsere Mitglieder laden wir herzlich ein zum digitalen Vortrag von Herrn Hendrik Gelsmann-Kaspers (Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband):

Gemeinsame Agrarpolitik 2024 - Was ist alles im Jahr 2024 zu beachten?

am Donnerstag, den 14.03.2024, um 19.00 Uhr

Wir bitten um Anmeldung bis zum 13.03.2024 um 12 Uhr per Mail unter wolf@landvolk-row-ver.de , um den Link mit den Einwahldaten zu bekommen.

Die Veranstaltung wird über „ Zoom“ durchgeführt.

Der digitale Tagungsraum ist ab 18.30 Uhr geöffnet.

19.02.2024
Kreisverbandsnews über WhatsApp

Ab sofort

Ab sofort halten wir Euch auch über WhatsApp auf dem Laufenden! Abonniert HIER gerne unseren neuen Kanal, um keine Kreisverbandsnews zu verpassen.

15.02.2024
Hochwasserschäden an die LWK Niedersachsen melden

So funktioniert es

Hochwasserschäden an die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen melden – so geht’s:

Die LWK Niedersachsen muss bis zum 26.02.2024 per E-Mail benachrichtigt werden, dass am Hochwasser-Hilfsprogramm teilgenommen wird. Folgendes muss in der E-Mail enthalten sein:

  • Information, dass man beabsichtigt am Hilfsprogramm teilzunehmen
  • Betriebsnummer
  • Name
  • Schlagnummern aus dem Sammelantrag 2023 der von Überflutung betroffenen Schläge

Fotos der betroffenen Fläche und Kulturen sollen über die FANi-App hochgeladen werden. Um einen Fotobelegauftrag zu erhalten, ist die vorherige Benachrichtigung der LWK Niedersachsen per E-Mail notwendig! Die Fotos müssen bis spätestens 29.02.2024 über die FANi-App hochgeladen sein.

Weitere Informationen findet Ihr HIER.

Bei Rückfragen wendet euch bitte an die HIER aufgeführte zuständige Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

13.02.2024
525 kV-Erdkabel Nordwestlink

Planungen Informationsveranstaltungen

Im Landkreis Rotenburg wird derzeit eine weitere 525-kV-Stromleitung geplant. Diese soll als Erdkabel in einer Länge von 607 Kilometern von Alfstedt bis Obrigheim im Neckar-Odenwald- Kreis verlaufen. Sie wird nach derzeitigem Planungsstand als weitere Gleichstromleitung überwiegend neben dem Suedlink verlegt werden. Vorhabenträgerin ist in unserer Region die TenneT TSO GmbH.

Das Planfeststellungsverfahren mit entsprechenden Stellungnahmemöglichkeiten ist voraussichtlich im Sommer 2024 zu erwarten.

Die TenneT führt zu der Leitung folgende Informationsveranstaltungen durch :

Donnerstag, 15.02.2024, 13-15 Uhr, Jeersdorfer Hof, Jeersdorf
Donnerstag, 15.02.2024, 17-19 Uhr, Meyers Gasthof Bothel
Montag, 19.02.2024, 13 - 15 Uhr, Hof Sonnentau

Informationen sind auch unter folgenden Internetadressen zu finden:

www.tennet.eu/de/projekte/nordwestlink
www.stromnetzdc.com/

08.02.2024
„Wir brauchen Entlastungen für alle Betriebe“

Landvolk ist zum Dialog bereit – Fünf Kernforderungen sind schnell umsetzbar

„Die aktuelle Debatte um die Zukunft der Landwirtschaft zeigt, welch hohen Stellenwert unser Berufsstand hat und wieviel wir schon erreicht haben, zum Beispiel bei der signifikanten Minderung des Nitrateintrags bei der Düngung“, sagt Dr. Holger Hennies, Präsident des Landvolks Niedersachsen. „Das beste Beispiel für gelungene Zusammenarbeit zwischen Regierung und Verbänden sind die Verabredungen beim Niedersächsischen Weg. Dieses ‚Dialogformat‘ kann auch für die Bundespolitik ein Vorbild sein. Es hat gezeigt, was möglich ist, wenn die Akteure an einem Strang ziehen.“

Zudem gelte für das Landvolk Niedersachsen die „Gemeinsame Erklärung zu den Plänen der Bundesregierung zur höheren Besteuerung von Agrardiesel und von landwirtschaftlichen Fahrzeugen“, am 4. Januar unterzeichnet von Ministerpräsident Stephan Weil und Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte. „Darauf aufbauend, haben wir inzwischen fünf Kernforderungen formuliert, denn die Unzufriedenheit mit dem zögerlichen Handeln seitens der Bundespolitik ist in der Landwirtschaft immer noch groß“, stellt Hennies klar. „Wir brauchen Entlastungen für alle Betriebe.“

Zu den – schnell umsetzbaren – Forderungen zählen neben der Rücknahme der geplanten Veränderungen beim Agrardiesel die steuerliche Entlastung der Landwirtschaft insgesamt, einen vereinbarten Aufschub für nationale Auflagen zum Beispiel beim Pflanzenschutzrecht, der Rückbau von Überregulierung beim Düngerecht und bei der gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) sowie die finanzielle und rechtliche Unterstützung für eine Weiterentwicklung einer wettbewerbsfähigen Tierhaltung.

„Für uns geht dabei nicht nur um die Landwirtschaft, sondern um die Zukunft des gesamten ländlichen Raums. Niedersachsen ist Agrarland Nr. 1; die Wertschöpfung auch im vor- und nachgelagerten Bereich der Landwirtschaft ist von großer Bedeutung. Wir haben jetzt die Chance, die Weichen neu zu stellen; wir sind zum Dialog bereit, unter anderem mit vielen Vorschlägen zum Bürokratieabbau“, bekräftigt der Landvolkpräsident abschließend.

06.02.2024
Medienpräsenz und Hintergrundwissen begeistern die Jury

Vortragswettbewerb an den Berufsbildenden Schulen Rotenburg

Gestern fand an den Berufsbildenden Schulen Rotenburg der Vortragswettbewerb der Landwirtschaftskammer statt. 48 angehenden Landwirtinnen und Landwirte des dritten Lehrjahres stellten sich dabei in vier Gruppen der Herausforderung.

Studiendirektor Norbert Kaufmann richtete seinen Dank an alle Mitwirkenden des Wettbewerbes und machte dessen Relevanz nochmals deutlich: „Das Vortragen ist eine gute Übung für die bald anstehenden Abschlussprüfungen!“

Die meist gewählten Themen bei den Vorträgen waren: Landwirtschaft in 20 Jahren und gewandelter Fleischkonsum. Die Auszubildenden sorgten hierbei mit ihrer Medienpräsenz und ihrem Hintergrundwissen für Begeisterung bei der Jury. Während der Siegerehrung motivierte der Kreislandwirt und Landvolkvorsitzende des Kreisverbandes Rotenburg-Verden e.V., Christian Intemann, die angehenden Berufskolleginnen- und Kollegen dazu auch diese Kompetenzen auch künftig zu nutzen, um mit der Gesellschaft in den Dialog über Landwirtschaft zu treten: „Die Kommunikation zwischen Landwirtschaft und Verbraucher muss auch künftig noch weiter ausgebaut werden, da ist jeder gefragt! Dieser Wettbewerb ist auch hierfür eine hervorragende Übung.“

Jeweils den ersten Platz gewannen Fabian Dinter aus Hildesheim, Jonas Vajen aus Sothel, Simon Lippianowski aus Bremen und Louis Meier aus Halvesbostel. Über den zweiten Platz freuten sich jeweils Svea Diane Kupke aus Achim, Bendix Mahnken aus Sothel, Ines Köstler aus Hassel und Daniel Uhlenbrock aus Aerzen.

01.02.2024
Schleichfahrt mit Stopp beim Kirchlintelner Bürgermeister

sendet klares Signal

Gemeinsam wurde in den letzten Wochen Vieles erreicht: Sowohl die KFZ-Steuer für landwirtschaftliche Fahrzeuge als auch der sofortige Ausstieg aus dem Agrardiesel konnte verhindert werden. Jetzt werden weitere zentrale Themen der Entlastung der Landwirtschaft diskutiert – das ist ein toller Erfolg. Anlässlich der Generaldebatte im Deutschen Bundestag am gestrigen Mittwoch (31.1.24) hat der Landvolk Kreisverband eine Schleichfahrt um und in Verden organisiert, um nochmals ein deutliches Zeichen hinsichtlich seiner Forderungen zu setzen. Mit ca. 40 Fahrzeugen startete die Tour bei dem Deelsener Milchviehbetrieb von Familie Meier.

Über die bekannten Forderungen hinaus bewegte die Landwirt*innen noch ein weiteres regionales Anliegen: Die in der Gemeinde geplante Gewerbe- und Grundsteuererhöhung. Denn in den vergangenen Wochen hat sich bei den Haushaltsdebatten abgezeichnet, dass der Gemeinderat im Februar die Hebesätze anziehen wird, bei der Grundsteuer A, die landwirtschaftliche Flächen betrifft, soll von 370 auf 460 Prozent erhöht werden. Um ein entsprechendes Forderungspapier gegen die Gewerbe- und Grundsteuererhöhung legte die aus Treckern und weiteren Fahrzeugen bestehende Kolonne einen Stopp beim Kirchlintelner Bürgermeister Arne Jacobs ein. Darüber hinaus sprachen sich die Landwirt*innen deutlich dafür aus, dass im KiTa- und Schulbereich keine Kürzungen vorgenommen werden. „Kinderlärm ist Zukunftsmusik!“, machten sie deutlich. Jacobs versicherte den Landwirt*innen: „Ich nehme Ihre Forderung ernst!“ Allerdings habe die Gemeinde viele Verpflichtungen, die durch Bund und Land immer mehr würden.

Aktuelles aus dem Landesverband

30.01.2026
Außergewöhnlicher Eiermarkt
Geflügel

(AMI/MEG) Nur kurz nach dem Jahreswechsel 2025/2026 zeigte sich die Verbrauchernachfrage etwas ruhiger. Ab Mitte Januar wurden Eier wieder rege nachgefragt. Entsprechend groß waren die Ordermengen des LEHs, zumal auch die nach dem Jahresendgeschäft teilweise leeren Regale wieder gefüllt werden mussten. Die seit dem Jahreswechsel angezogenen Verbraucherpreise für Eier aller Haltungsformen führten keineswegs zu einem geringeren Interesse an Konsumeiern. Die vorhandenen Mengen dienten primär zur Deckung des Bedarfs des LEHs. Es blieben kaum Eier übrig, um am Spotmarkt gehandelt zu werden. EU-weit wird das Angebot durch zahlreche AI-Ausbrüche weiter verknappt. An-stehende geplante Herdenwechsel verringern ebenfalls die laufende Erzeugung. Die Importe von Schaleneiern aus den Niederlanden waren zuletzt gestört. Lieferungen aus den niederländischen AI-Restriktionsgebieten sind nur mit erhöhtem hygienischem Aufwand möglich. Nach dem Jahreswechsel tendierten die Spotmarktpreise leicht nach unten. Mitte des Monats stagnierten die Preise. Seit der 4. Kalenderwoche zogen sie am deutschen Spotmarkt etwas an.

30.01.2026
Geflügelmarkt uneinheitlich
Geflügel

(AMI/MEG) Das Weihnachtsgeschäft wurde von Marktteilnehmern als weitgehendst zufriedenstellend bezeichnet. Der Nachholbedarf des Lebensmitteleinzelhandels hielt sich im Januar zunächst in Grenzen. Mitte Januar 2026 wurde die Nachfrage nach Geflügelfleisch wieder als lebhafter bezeichnet. Der Fokus des Interesses richtet sich nun wieder auf das Standardsortiment. Wetterbedingt war der Absatz von Hähnchen über Markthändler zeitweise beeinträchtigt. Im Lebensmitteleinzelhandel wurde aber recht rege nachgefragt. Aufgrund der Verknappung des Angebots am Putenmarkt wurden mehr Hähnchenfleischartikel beworben. Die Preise für frische lose gehandelte Hähnchenbrust tendierten im Schnitt etwas schwächer. Verhandlungen zwischen Schlachtereien und Erzeugergemeinschaften führten im Januar zu leicht nachgebenden Auszahlungspreisen. Nach wie vor ist die Angebotsdecke am Putenmarkt dünn. Die Ausfälle durch die Aviäre Influenza machten sich bemerkbar. In vorherigen Jahren wurden Suppenhennen im Januar verstärkt beworben. Augenblicklich zeigen die Prospekte des LEHs wenig Aktionen.

30.01.2026
HPAI H5N1: Erster Nachweis bei Milchkuh in Europa
Geflügel

In den Niederlanden wurde erstmals in Europa eine H5N1‑Infektion bei einer Milchkuh festgestellt. Die Kuh zeigte im Dezember eine Euterentzündung und Atemprobleme, später wurden in der Milch Antikörper gefunden; weitere Tiere des Bestands waren unauffällig. Zuvor war auf dem Betrieb eine Katze an H5N1 verendet. Es gibt derzeit keine Hinweise auf eine aktive Virusvermehrung oder -verbreitung im Bestand. Das Gefährdungspotenzial für Rinder durch hochpathogene Vogelgrippe-Viren wird weiterhin als gering bewertet, und pasteurisierte Milch gilt als sicher. Als mögliche Eintragsquellen gelten, nach Aussage des FLI, infizierte Wildvögel sowie kontaminierter Kot, Futter, Wasser oder Geräte. Die Viruszirkulation bei Wildenten in den Niederlanden ist hoch (bis zu 25 % der im Herbst untersuchten Wildenten), was den Erregereintrag in Tierbestände begünstigt. Für Geflügelhalter bedeutet der Fall erhöhte Wachsamkeit: Wildvogelkontakt vermeiden, Futter und Wasser schützen, Hygieneketten strikt einhalten und betriebsübergreifende Kontamination verhindern. Der Fall bestätigt, dass H5N1 tierartenübergreifend übertragen werden kann und sporadisch auch Säugetiere betrifft, wie bereits in den USA in großem Umfang beobachtet. Eine frühzeitige Meldung unklarer Symptome an die zuständigen Veterinärbehörden bleibt daher entscheidend. Insgesamt zeigt der Nachweis, dass konsequente Biosicherheit weiterhin der wichtigste Schutz für Geflügelbestände ist.

30.01.2026
Auswirkungen der Vogelgrippe auf den Eiermarkt in Europa
Geflügel

Die Vogelgrippe wirkt sich derzeit unterschiedlich auf den europäischen Eiermarkt aus. Während in Deutschland das Angebot knapper wird und die Preise steigen, können Eier aus Teilen der Niederlande nicht wie üblich vermarktet werden. Besonders betroffen ist die Provinz Nord-Limburg, wo aufgrund von Vogelgrippefällen Überwachungszonen eingerichtet wurden. Nach EU-Recht dürfen Eier aus diesen Gebieten vorübergehend nicht exportiert werden, auch wenn sie als gesundheitlich unbedenklich gelten. Dadurch sind wichtige Absatzmärkte derzeit nicht erreichbar. Ein erheblicher Teil der normalerweise nach Deutschland gelieferten Eier verbleibt daher in den Niederlanden. Nach Angaben des niederländischen Geflügelverbandes fehlen dem Markt täglich mehrere Millionen Eier. In den betroffenen Regionen werden die Eier zwischengelagert, verlieren jedoch mit zunehmender Lagerdauer ihre Eignung für den Frischemarkt und müssen stattdessen verarbeitet werden. Dies ist für die Erzeuger mit geringeren Erlösen verbunden. In Deutschland zeigen sich die Folgen in eingeschränkten Sortimenten und steigenden Preisen. Neben den Exportbeschränkungen tragen auch strukturelle Faktoren wie eine sinkende Zahl an Geflügelbetrieben und eine anhaltend hohe Nachfrage zur angespannten Marktlage bei.

30.01.2026
Exportdruck bei EU-Weizen hält an
Pflanzen

(AMI) Günstige Übersee-Offerten und ein starker Euro deckeln die Kurse an der Börse in Paris. Chicago profitiert dagegen von der Schwäche des Dollars. Fundamental lässt das globale Angebot den Kursen wenig Luft nach oben.

Die Weizenkurse an der Börse in Paris erholten sich nach einem Rutsch auf ein Fünf-Wochen-Tief wieder und blieben zugleich in der seit Dezember etablierten Spanne gefangen. Am 28.01.2026 schloss der Fronttermin März bei 190,00 EUR/t und damit 0,50 EUR/t über Vorwoche. Trotz eines stark gestiegenen Euro, der die Exportparitäten verschlechtert, kam es zu einer Gegenbewegung – getrieben von der festen Vorgabe aus Chicago, Short-Covering und zurückhaltender Abgabebereitschaft auf Kassabasis.

Fundamental bleibt der Gegenwind jedoch spürbar: Günstige Offerten aus Argentinien sowie weiterhin wettbewerbsfähige Angebote aus dem Schwarzmeerraum setzen die europäischen Partien im Nordafrika-Geschäft unter Druck. In Marokko – dem wichtigsten EU-Absatzmarkt – treten argentinische Partien zunehmend in den Vordergrund; in Algerien und Saudi-Arabien dominieren je nach Proteinvorgaben russische und weitere Schwarzmeer-Herkünfte. Der Kassamarkt in Westeuropa zeigt sich zugleich zäh: Zurückhaltende Abgeber und feste Prämien stützen die Frontmonate, begrenzen aber aufgrund des starken Euro und der Konkurrenz die Exportfähigkeit.

Das internationale Tenderbild liefert nur punktuelle Entlastung. Nach größeren Abschlüssen in Saudi-Arabien und Algerien richtet sich der Blick auf Tunesien; einzelne französische Ladungen nach Ägypten unterstreichen zwar punktuell die Wettbewerbsfähigkeit in Nischenfenstern, an der Grundtendenz ändert das wenig. Solange argentinischer 11,5-%-Weizen auf niedrigen Niveaus angeboten wird und Russland/Ukraine preislich eng bleiben, bleibt Paris an die Wechselkursentwicklung und die relative Preisstellung gegenüber Übersee gebunden.

30.01.2026
Brotgetreidemarkt ohne wirkliches Kaufinteresse
Pflanzen

(AMI) Auch wenn die Terminkurse ihr Niveau größtenteils halten, an eine Trendwende glaubt am Brotgetreidemarkt niemand und zudem mangelt es in Deutschland an Nachfrage.

Die Weizenkurse haben ihre zuvor ausgeprägte Abwärtsbewegung zwar beendet, konnten jedoch keine nennenswerte Aufwärtsdynamik entwickeln. Entsprechend schloss der Fronttermin an der Pariser Börse am 28.1.2026 gegenüber der Vorwoche lediglich um 0,50 EUR/t höher bei 190 EUR/t. Belastend wirken weiterhin der starke Euro und die damit verbundene Exportschwäche Europas sowie die insgesamt komfortable Versorgungslage.

Diese Entwicklung am Terminmarkt spiegelt sich auch auf Großhandelsebene wider. Für Brotweizen werden franko Hamburg aktuell 195 EUR/t genannt und damit 1 EUR/t weniger als in der Vorwoche, ebenso franko Westfalen mit 197 EUR/t. In Ostdeutschland fallen die Brotweizenpreise franko sogar um 2 auf 188 EUR/t. Auch Brotroggen steht unter Druck und verbilligte sich franko Niederrhein um 2 auf 180 EUR/t. Die Mühlen zeigen sich gut versorgt, die Nachfrage bleibt entsprechend ruhig.

Am Kassamarkt setzen sich die Preiskorrekturen fort. Brotweizen liegt mit einem Minus von 1,49 EUR/t bei aktuell 168,11 EUR/t und damit nur leicht über dem Niveau von vor vier Wochen, als 167,25 EUR/t gezahlt wurden. Für Brotroggen zeigt sich ein ähnliches Bild: Der Erzeugerpreis sank um 0,75 auf 144,35 EUR/t, nachdem im Dezember noch 142,47 EUR/t erzielt wurden. Im Vorjahresvergleich fällt die Entwicklung deutlich dramatischer aus. Brotweizen lag vor einem Jahr mit 204,89 EUR/t nahezu 37 EUR/t höher, während Brotroggen seitdem um fast 25 von 169,66 EUR/t nachgegeben hat.

30.01.2026
Futtergetreide: Ruhiger Marktverlauf setzt sich fort
Pflanzen

(AMI) Geringe Umsätze und Exportflaute bestimmen das Marktgeschehen, Mischfutterhersteller warten ab.

Die Mischfutterhersteller befinden sich weiterhin in einer komfortablen Ausgangslage. Die Versorgung mit Rohware ist ausreichend, da der Export infolge des starken Euro deutlich ins Stocken geraten ist und entsprechend mehr Ware am heimischen Markt verbleibt. Die Mischfutterwerke ordern kontinuierlich, zudem laufen aktuell auch überregionale Lieferungen von Futtergetreide in die westdeutschen Veredlungsregionen. Für die kommenden Monate wird zwar weiterhin Kaufinteresse erwartet, insgesamt gilt der Bedarf bis zum Übergang in die nächste Saison jedoch bereits als weitgehend gedeckt.

Preislich zeigten sich im Monatsvergleich überwiegend leichte Abschläge. Futtergerste verbilligte sich um 0,60 auf 160,91 EUR/t (Vormonat 161,89 EUR/t), Futterweizen um 0,36 auf 164,67 EUR/t (Dezember 164,57 EUR/t) und Triticale um 0,92 auf 154,44 EUR/t. Körnermais frei Erfasserlager gab um 0,54 auf 182,03 EUR/t nach. Im Vergleich zum Dezember konnten sich die Körnermaispreise jedoch leicht verbessern: Körnermais lag damals fast 4 EUR/t unter dem aktuellen Niveau, während Triticale gegenüber Dezember um 1,21 EUR/t von 153,23 EUR/t zulegen konnte. Für die kommenden Wochen halten Marktteilnehmer eine nachhaltige positive Preisentwicklung bei Futtergetreide, ausgenommen Körnermais, derzeit für wenig wahrscheinlich.

Auch auf Großhandelsebene setzt sich die in den vergangenen Wochen beobachtete Preisentwicklung fort. Während Gerste und Weizen weiter unter Druck stehen, können sich die Maispreise festigen. Bei Futtergerste gaben die Notierungen franko Niederlande und franko Westfalen jeweils um 2 auf 194 EUR/t nach, franko Südoldenburg verringerte sich um 1 auf 193 EUR/t. Auch die Weizenpreise tendieren im Großhandel schwächer. Franko Niederlande sank die Notierung um 1 auf 197 EUR/t, während die Preise franko Westfalen sowie franko Ober- und Niederrhein unverändert blieben. Demgegenüber zeigt sich der Maismarkt fester. Franko Niederlande verharren die Preise zwar auf dem bisherigen Niveau, in den deutschen Regionen Südoldenburg und Niederrhein wurden jedoch Aufschläge von 2 auf 215 bzw. 210 EUR/t verzeichnet. Besonders deutlich fiel der Anstieg franko Westfalen aus, wo sich der Preis um 3 auf 216 EUR/t erhöhte. Die Entwicklung unterstreicht den weiterhin ausgeprägten innerdeutschen Bedarf an Körnermais.

30.01.2026
Raps klettert weiter
Pflanzen

(AMI) Steigende Preise können die ein oder andere Rapspartie aus Erzeugerhand locken. Andernorts bleiben die Umsätze auch weiterhin überschaubar. So fußen die Mengenbewegungen hier auf der Abwicklung bestehender Kontrakte.

Das Handelsabkommen zwischen China und Kanada stellte auch Ende Januar die Weichen für feste Rapsnotierungen an der Pariser Börse. Dieses beinhaltet niedrigere Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge im Austausch für geringe Abgaben auf kanadischen Raps. Im August vergangenen Jahres verhängte China vorläufige Antidumpingzölle auf Canola und nahm zur Bedarfsdeckung den Kauf von australischer Ware wieder auf. Seit 2020 wurden die Lieferungen aufgrund phytosanitärer Bedenken pausiert. Chinesische Importeure orderten Berichten zufolge nun bereits 650.000 t kanadischen Canolas zur Lieferung zwischen Februar und April. Das treibt nicht nur die Notierungen an der kanadischen Börse, sondern zeigt auch hierzulande Kurswirkung. So schloss der Fronttermin Februar am 27.01.2026 bei 481,75 EUR/t und damit rund 7,50 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Auch Partien der Ernte 2026 tendieren fester, wenn auch etwas weniger deutlich. So legt der August-26-Kontrakt auf Wochensicht um 4,75 auf 458,25 EUR/t zu.

Mit dem Plus in Paris geht es auch auf Großhandelsebene aufwärts. Dabei bleiben die Prämien durchweg unverändert. Franko Hamburg werden mit 475 EUR/t zur prompten Lieferung rund 6 EUR/t mehr in Aussicht gestellt als noch in der Woche zuvor. Franko Niederrhein sind mit 496 rund 7 EUR/t mehr im Gespräch. Für Partien der Ernte 2026 sind bis zu 463 EUR/t möglich. Dabei bleibt es jedoch auch weiterhin ungewöhnlich ruhig. Marktteilnehmer warten nun das von Bord gehen des Februar-Kontraktes an der Pariser Börse ab.

Auch Ende Januar zeigt sich der heimische Rapsmarkt fortgesetzt ruhig. Gebietsweise bietet das aktuell festere Preisniveau jedoch auch einen Anreiz zum Verkauf. Im Mittel werden für Partien der Ernte 2025 auf Erzeugerebene rund 458 EUR/t aufgerufen und damit 7 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 430-480 EUR/t. Damit erhalten Erzeuger zwar 34 EUR/t weniger als zum Vorjahreszeitpunkt, aber immer noch 63 EUR/t mehr als Ende Januar 2024. Vorkontrakte der Ernte 2026 verteuern sich auf Wochensicht um 9,90 auf 433,30 (406-465) EUR/t.