Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

14.03.2023
Kostenlose Werbemöglichkeit für Direktvermarkter*innen

Im Zuge des Relaunchs der Website unserer Imagekampagne „Eure Landwirte – Echt grün e.V.“ wird diese bald mit neuen Funktionen begeistern. So soll es künftig unter anderem eine Übersicht der Direktvermarktungsangebote unserer Mitgliedsbetriebe geben. Hiervon profitieren nicht nur die Seitennutzer*innen, die hierdurch eine ausführliche Übersicht der regionalen Angebote erhalten, sondern auch unsere Betriebe, indem sie eine zusätzliche kostenlose Werbemöglichkeit erhalten.

Egal ob Hofladen, Selbstpflückangebot, Marktstand, Pflanzenabverkauf, Imkerei oder Verkaufsautomaten bei Interesse nehmen wir die Angebote unserer Mitgliedsbetriebe gerne auf die neue Website unserer Imagekampagne mit auf, meldet euch hierfür unter sievers@landvolk-row-ver.de.

09.03.2023
Wichtige LVB Mitteilung zur Ersatzversorgung

Neuer Landvolk-Tarif mit EWE beauftragt

Die Landvolk Betriebsmittel GmbH (LVB) teilt nach einiger Wartezeit mit, dass ein neuer Landvolk-Tarif mit der EWE beauftragt ist. Dieser gelte für Kund*innen, die sich in der Ersatzversorgung befänden (Ersatzversorgung = Jahresverbrauch größer als 10.000 kWh). Die LVB teilt mit, dass die EWE Ihnen im Laufe des Monats März eine Auftragsbestätigung zusende. Die neue Vertragslaufzeit gelte dann vom 01. April 2023 bis zum 31. März 2024.

• Es gelte für Sie in jedem Fall die jeweilige Energiepreisbremse.
• Keine Unterbrechung der Versorgung durch das Ende der Ersatzversorgung.
• Offizielles Anschreiben der LVB sollte bis Anfang nächster Woche (KW 11) erfolgt sein.
• Sollten Sie bereits einen Energieliefervertrag außerhalb des Landvolk-Tarifes abgeschlossen haben, teilen Sie dieses der LVB bitte kurzfristig mit unter info@lvb-clp.de oder per Fax an 04471/965-4245
• Verhandlungen für Stromkund*innen unter 10.000 kWh und Erdgaskund*innen würden derzeit laufen.

Für Mitglieder (bzw. Abnahmestellen), für die bislang keine Vollmacht bei der LVB vorliegt, können durch Abschluss eines Energiepreisberatungsvertrages mit der LVB dennoch am neuen Vertrag teilnehmen. Bei Bedarf melden Sie sich bitte bei der LVB.

08.03.2023
Veranstaltung "Tierwohl in der Landwirtschaft"

am 15. März der CDU Dörverden

Während Tierschutz in unserem Grundgesetz verankert ist, entbrennt die Diskussion ums Tierwohl immer wieder. Was ist Tierwohl und wie kann man es messen? Dies und mehr möchte die CDU Dörverden mit dem Agrarpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Dr. Marco Mohrmann, sowie Interessierten am 15. März 2023 um 19 Uhr im Gasthaus Waidmannsheil in Dörverden klären. Auch andere aktuelle Themen der Landwirtschaft sollen an diesem Abend berücksichtigt werden. Vorab wird gemeinsam ein Betrieb in der Gemeinde Dörverden besucht. Interessierte sind herzlich eingeladen sich bis zum 10. März per Mail an cdudoerverden@gmx.de anzumelden. Ausführliche Informationen zur Veranstaltung finden Sie HIER.

28.02.2023
Mitgliederversammlung 2023

Vortrag von David McAllister

Wir laden alle Mitglieder zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung am 20.3.23 ab 13:30 Uhr in Prüser‘s Gasthof in Hellwege ein.

Mit auf der Tagesordnung steht ein Vortrag zum Thema „Europäische Landwirtschaftspolitik - Ziele und Herausforderungen im Jahr 2023“ von MdEP David McAllister. Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen! Bei allen Fragen dazu meldet euch bitte bei Silke Aswald (aswald@landvolk-row-ver.de). Eine offizielle Einladung solltet ihr mit der letzten Ausgabe unserer Mitgliederzeitung erhalten haben.

28.02.2023
Großes Interesse an landwirtschaftlicher Ausbildung

40 Prozent des Berufsnachwuchses in Niedersachsen kommen nicht aus der Landwirtschaft

Der Fachkräfte- und Nachwuchsmangel ist in aller Munde – doch das Interesse der jungen Generation an einer Ausbildung im Beruf Landwirt*in ist in Niedersachsen nach wie vor hoch, teilt der Landvolk-Pressedienst mit. „Das zeigt sich auch daran, dass inzwischen rund 40 Prozent der Auszubildenden in ganz Niedersachsen keinen landwirtschaftlichen Hintergrund haben“, berichtet die Bildungsreferentin des Landesbauernverbands, Christine Kolle.

Derzeit befinden sich 1.746 junge Menschen in Niedersachsen im zweiten und dritten Ausbildungsjahr der landwirtschaftlichen Ausbildung. Seit 2017 ist die Anzahl der Auszubildenden zwar um rund 350 gesunken, „wir haben angesichts des demographischen Rückgangs aber mit noch geringeren Ausbildungszahlen gerechnet“, stellt Christine Kolle fest.

Wie kommen junge Menschen, die nicht auf einem Bauernhof aufgewachsen sind, auf die Idee, eine landwirtschaftliche Ausbildung zu machen? „Die Rückmeldungen aus der Praxis zeigen immer wieder, dass viele Jugendliche zum Beispiel durch einen Urlaub auf dem Bauernhof in der Kindheit oder das Mithelfen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in der Nachbarschaft das Interesse an diesem Beruf entdecken“, sagt Kolle.

Zwei von ihnen sind Tom Knief und Kiara Rosenhagen von den Berufsbildenden Schulen Verden, die über ihr Fachabitur beide im zweiten Lehrjahr in die landwirtschaftliche Ausbildung eingestiegen sind. Beide sind nicht auf einem Bauernhof groß geworden. Über seine Tante, die einen Milchviehbetrieb in Oyten im Landkreis Verden bewirtschaftet, erhielt Knief einen ersten Bezug zur Landwirtschaft. Vor der Ausbildung packte er auf dem Hof bereits kräftig mit an.

„Selbst Landwirt zu werden kam für mich lange Zeit nicht in Frage, erst in der Coronazeit entwickelte ich diesen Berufswunsch“, erzählt der junge Mann. Anstatt online die Schulbank zu drücken, habe er die praktische Arbeit auf dem Hof als sinnvoller erachtet. „Zuerst habe ich mich hauptsächlich für die Maschinen begeistert, doch im Laufe der Ausbildung schlug mein Herz mehr und mehr für die Arbeit mit den Tieren, insbesondere für das Milchvieh.“

Die Kühe haben es auch Mitschülerin Kiara Rosenhagen angetan. „Mein Freund ist Lohnunternehmer, so saß ich zum ersten Mal auf einem Trecker“, berichtet die Auszubildende, die vor ihrem Ausbildungsbeginn noch gar keinen Bezug zur Landwirtschaft hatte. Aber sie wollte schon immer gern mit Tieren arbeiten. „Ein Studium, um zum Beispiel Tierärztin zu werden, wollte ich nicht machen. Als ich mich nach Alternativen umschaute, bin ich auf den Beruf der Landwirtin aufmerksam geworden, und die Vielfältigkeit des Jobs hat mich auf Anhieb begeistert.“

Der abwechslungsreiche Arbeitsalltag ist ein Aspekt, den Rosenhagen besonders schätzt. Auch Agrarwirtschaft-Lehrerin Caren Ahrendt, die an den Berufsbildenden Schulen in Verden unterrichtet, schwärmt von den umfangreichen Laufbahnen, die die Ausbildung ermöglich: „Wer später nicht im Stall oder auf dem Acker arbeiten möchte, hat zum Beispiel auch im vor- oder nachgelagerten Bereich gute Perspektiven.“

„Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz und einen späteren Arbeitsplatz in der Landwirtschaft sind sehr gut“, ergänzt Christine Kolle. Zudem gebe es nach der Ausbildung viele Möglichkeiten, sich fortzubilden: Meisterkurs, ein- und zweijährige Fachschulen und/oder Studium. „Fachkräfte sind auch in der Landwirtschaft gesucht“, betont Kolle. Sie empfiehlt Interessierten die Broschüre „Berufsbildung in der Landwirtschaft: Ausbildung – Fortbildung – Studium“

27.02.2023
Werde Bienenfreundlicher Landwirt 2023

Jetzt mitmachen und kostenloses Aktionspaket sichern

Seit 2019 haben schon über 2000 niedersächsische Landwirt*innen an der Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt“ unserer Imageinitiative „Eure Landwirte – Echt grün e.V.“ teilgenommen, darunter auch viele engagierte Mitglieder aus unserem Kreisverband. Wir hoffen auch in diesem Jahr auf Eure zahlreichen Anmeldungen, um ein deutliches Zeichen zu setzten, dass wir Landwirt*innen uns auch weiterhin für den Erhalt der Natur und Artenvielfalt einsetzen! Als unseren Mitgliedern stellen wir Euch für die Teilnahme ein kostenloses Aktionspaket zur Außenkommunikation zur Verfügung, welches Ihr Euch in diesem Jahr selbst individuell zusammenstellen könnt. Hierfür übersenden wir Euch nach erfolgreicher Anmeldung einen entsprechenden Gutscheincode für den Online-Shop unserer Initiative. Dort könnt Ihr Euch dann im Wert von 50€ die Aktionsmaterialien beliebig auswählen. Für Rückfragen wendet Euch gerne an Wanja Sievers (E-Mail: sievers@landvolk-row-ver.de / Telefon: 04261 6303 102).

Durch die Vielseitigkeit der Maßnahmen ist die Teilnahme meist einfacher als Gedacht. Denn oftmals sind es eben die kleinen Dinge wie naturbelassene Unkrautecken, mehrjährige Sandhaufen oder rottendes Altholz, die den Insekten einen großen Mehrwert bieten. Um sicherzustellen, dass das angedachte Konzept den Wildinsekten auch tatsächlich hilft, wurden gemeinsam mit dem Bieneninstitut Celle unterschiedliche Ansätze ausgearbeitet. Es entstand ein abwechslungsreicher Maßnahmenkatalog der sich in vier Kategorien aufteilt: Maßnahmen auf der Hofstelle, auf den Ackerflächen, Anstrengungen auf Grünland und die Kooperation mit Imker*innen, Jäger*innen oder Umweltschutzvereinen. Durch die Vergabe von Punkten werden die einzelnen Maßnahmen, je nach Intensität ihrer Wirkung, bewertet. Jeder Hof, der mindestens fünf Punkte in zwei Kategorien auf dem Maßnahmenblatt sammelt, qualifiziert sich für die Teilnahme an der Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt 2023“.

HIER könnt Ihr Euch gerne direkt online anmelden.

23.02.2023
Jahreshauptversammlung des Landwirtschaftlichen Vereins Sottrum / Rotenburg

Nach Corona bedingten Ausfällen freuten sich die Mitglieder des Landwirtschaftlichen Vereins Sottrum / Rotenburg, dass die die Jahreshauptversammlung nun wieder in Präsenz im Gasthaus Röhrs in Sottrum stattfinden konnte. Die allesamt einstimmigen Ergebnisse der Vorstandswahlen hielten Änderungen der Vorstandsbesetzung bereit. So trat der ehemalige erste Vorsitzende Ralf Blanck, der für den Verband künftig als Schriftführer aktiv sein wird, sein Amt an den zuvor zweiten Vorsitzenden Christoph Böschen ab. Den zweiten Vorsitz übernahm Christian Lohmann. Franziska Kettenburg und Heiner Junck, die zuvor im Vorstand tätig waren, standen nicht zur Widerwahl und übergaben ihre Ämter an Christoph Schröder und Andre Tietjen. Auch bei den Ortsvertrauenslandwirten hat es Änderungen gegeben. Jürgen Böschen (für den Bereich Everinghausen/Stuckenborstel) und Frank Heilemann (für den Bereich Rotenburg) schieden als Ortsvertrauenslandwirte aus. Die Ämter wurden übernommen von Christoph Böschen (Bereich Everinghausen/Stuckenborstel) und Christoph Schröder (Bereich Rotenburg).

Ein besonderes Highlight stellte neben den Vorträgen von Jörn Ehlers (Vorsitzender Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden) und Alexander Kasten (Geschäftsführer Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden) sowie Dr. Gerd Kracke (Außenstellenbeauftragter Landwirtschaftskammer Außenstelle Verden) auch der Vortrag von Klaus John „Der Ukrainekrieg, Auswirkungen auf unsere Betriebe“ dar. Klaus John hat seit 2008 als Pflanzenbau-Manager in der russischen Schwarzerde-Region für die russische Agrarholding Prodimex, nahe der ukrainischen Grenze, gearbeitet und hat aus seinen Erfahrungen berichtet. Seine langjährige Auslandserfahrung hat ihn in der Annahme bestärkt, dass die deutsche Agrarwirtschaft mit ihrer tiefgreifenden Fachkenntnis in der Welt eine elementare Rolle spielt.

21.02.2023
Informationsveranstaltung "Pflanzenschutzmaßnahmen im Rapsanbau"

von den Bienenfreunden Verden

Angesichts des Interesses der Landwirt*innen am Rapsanbau, einer idealen Starterkultur für alle Insekten im Frühjahr, referiert am 1.3.23 um 19:00 Uhr in Heitmanns Gasthof in Kreepen der anerkannte Berater Heinrich Romundt mit langjähriger Erfahrung zum Thema „Pflanzenschutzmaßnahmen im Rapsanbau“. Die Bienenfreunde Verden laden zu der öffentlichen Veranstaltung ein. Interessierte sind herzlich willkommen.

20.02.2023
Lieber wirksame Herdenschutzzäune zum Wohl der Weidetiere fördern

Inkrafttreten seit dem 15.02.2023

Ein von insgesamt neun europäischen Ländern getragenes Forschungsvorhaben mit dem Titel „Life Wild Wolf“ ist jetzt in Rom ins Leben gerufen worden. Niedersachsen nimmt mit dem Wolfsbüro des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) an dem Vorhaben teil. Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers sieht das Projekt kritisch: „Wir wissen genug über den Wolf, und wir wissen auch, dass der Bestand in Niedersachsen dringend begrenzt werden muss. Statt hierfür Forschungsgelder freizugeben, sollten lieber umfänglich wirksame Herdenschutzzäune und deren Folgekosten zum Wohl unserer Weidetiere gefördert werden.“

In dem Projekt mit sieben Millionen Euro Gesamtbudget gehe es darum, „neue Techniken und Abläufe für ein besseres Management von Begegnungs- und Annäherungssituationen zu entwickeln“, heißt es in einer Mitteilung des NLWKN. Geplant sei unter anderem „die Einrichtung von operativen und neu auszubildenden Interventionsteams und die Entwicklung eines Protokolls für effizientere Einsätze“. Langfristig erhofften sich die insgesamt 18 internationalen Partner so „eine verringerte Bedrohung der Wolfspopulationen, etwa durch illegale Tötungen oder eine Einschränkung ihrer Lebensräume“.

Für Jörn Ehlers, der auch Sprecher des Aktionsbündnisses Aktives Wolfsmanagement ist, greift der Projektansatz zu kurz. „Das geht in die falsche Richtung. Es muss wenigstens auch mitdiskutiert werden, wie sich die Populationen besser steuern lassen.“ Der strenge Schutzstatus des Wolfs müsse fallen. „Handeln statt forschen“, lautet die Devise. Für Ehlers ist es wichtig, dass der Wolf durch Maßnahmen wie geregelte Entnahmen und Elektrozäune seine natürliche Scheu zurückgewinnt.

Der Landvolk-Vizepräsident begrüßt einen Entschließungsantrag der CDU-Landtagsfraktion, der in dieser Woche im Plenum beraten werden soll. Die darin enthaltenen Forderungen unter anderem nach der Notwendigkeit eines aktiven, regional differenzierten und nicht nur auf die Entnahme einzelner Problemwölfe beschränkten Wolfsmanagements in Niedersachsen, nach besserem Monitoring zur Erfassung von Populationen und Nutztierrissen, nach einer Wolf-Obergrenze und nach verbessertem Küstenschutz, nach einer deutlich schnelleren und unbürokratischen Entschädigung betroffener Weidetierhalter*innen, entsprechen den vielfach geäußerten Vorstellungen des Landvolks Niedersachsen im Umgang mit dem Thema Wolf.

20.02.2023
Erste Jahreshauptversammlung der „Bienenfreunde Verden“

mit Fachvortrag von Herrn Prof. Dr. von der Ohe war eine erfolgreiche Premiere

Zur ersten Jahreshauptversammlung mit Fachvortrag von Herrn Prof. Dr. von der Ohe zum Thema: „Honig- und Wildbienen - deren Gefährdung und nachhaltige Gegenmaßnahmen“ konnten die „Bienenfreunde Verden“ Mitglieder und Gäst*innen aus den Wohnorten Hannover, Stuhr, Oyten und LK Rotenburg begrüßen mit Vorsitzenden der Imkervereine Achim, Rotenburg und Bremen, darunter auch ein Mitglied des Präsidiums des Deutschen Imker Bundes. Ein Einzugsgebiet von beachtlichen 2.400 qkm.

Angesichts des fast zweistündigen Fachvortrages mit interessanter anschließender Diskussion hatte sich auch die längste Anreise gelohnt.

Für die Anwesenden war es ein sehr „intensiver, breit gefächerter Ausflug“ mit der Erläuterung wissenschaftlicher Hintergrunduntersuchungen im weit gespannten Bogen zu den vielfältigen Maßnahmen - auch zu Blühkonzepten im Landkreis Verden - bis zu den Auswirkungen auf die Insekten – Wildbienen, Honigbienen und Falter etc. Ausgeräumt wurde ein „imkerlicher Disput“, dass spätblühende Kulturen - wie vermehrt Blühflächenprojekte auch im Landkreis Verden - nicht förderlich für die Bienen seien. Die klare Aussage von Herrn Prof. Dr. von der Ohe, belegt mit diversen Vergleichen und Schaubildern: Die Versuche haben gezeigt, das spätblühende Kulturen das Nahrungsangebot über den Sommer hinaus erweitern. Dieser späte und zusätzliche Eintrag von Pollen ermöglicht einen sehr guten Start der Brutentwicklung im darauffolgenden Frühjahr. Völkerverluste traten nicht auf.

Damit werden die Bestrebungen der „Bienenfreunde Verden“ zu phänologisch qualitativ höherwertigen Blühkonzepten zum Zwischenfruchtanbau – mit idealem durchgängigen Trachtangebot auch in Zeiten des Klimawandels - zum Wohle der Insekten weiter aufgewertet.

Die Jahreshauptversammlung wurden den Regularien entsprechend abgewickelt.
Aufgrund des berufsbedingten Umzuges des Schriftführers Constantin Mund wurde als Nachfolger Hartmut Kettelhodt von der Versammlung bestätigt.

Der frühzeitig begonnene erste Imkergrundkurs 2023 ist abgeschlossen, alle 5 Teilnehmer haben die Wissens- und Verständnisnachweise erfolgreich bestanden und die Teilnahmebescheinigungen mit Fachkundenachweis konnten anlässlich der JHV feierlich überreicht werden. Mit 12 Imkern als Mitgliedern zum Jahreswechsel 2022/23 ist mit den weiteren 5 „Jungimkern “eine prozentual bemerkenswerte Steigerung binnen sehr kurzer Zeit erreicht worden. Dazu erhielten 3 Imker*innen für ihre rückstandsfreien Frühtrachthonige aus 2022 (untersucht auf > 700 Pestizidparameter, die VAZ berichtete) die Laborberichte mit Prüfbericht und Beurteilung des akkreditierten QSI-Labors aus Bremen überreicht. Als symbolische Anerkennung im Verbund mit den Landwirten erhielt Landwirt Holger Meier ein Glas des untersuchten Honigs.

Im Tätigkeitsbericht wurden die vielfältigen Aktivitäten im Jahre 2022 im Verbund zwischen Imkern, Landwirtschaft und Jägerschaft des Landkreises Verden nochmals deutlich. Ein Highlight war die Einladung und der Besuch der Landwirtschaftsministerin Frau Otte-Kinast in die 5 ha Blühflächen im Juli in Huxhall, einen Tag vor der Sonder-Agrarministerkonferenz. ( Topic: „Versorgungssicherheit trotz Ukrainekrieg“) Dort konnte sie sich von den vielfältig blühenden Musterflächen der Blühmischungen „Verdener Frühjahrsblüte“, „Niedersächsischer Weg“ und „GAP-plus“ (als DPMA eingetragene Wort-Bildmarken) ein Bild machen und diese Eindrücke mitnehmen.

Nach der Sonder-AMK berichtet das ML Hannover via Internet: “Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast begrüßt die Ergebnisse der Amtschefkonferenz, die am 7.7. in Magdeburg zu Ende gegangen ist. In der Bund-Länder-Konferenz ging es um die anstehende Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). ” Ziel war es, dem Bundeslandwirtschaftsministerium die Positionen der Länder für seine weiteren Verhandlungen mit der EU-Kommission mit auf den Weg zu geben. Niedersachsen hatte angeregt, die Regelungen zum Fruchtwechsel flexibler zu gestalten und insbesondere den Anbau von Roggen auf Roggen und den einmaligen Nachbau von Weizen nach Weizen im Strategieplan Deutschlands vorzusehen. Diese Position fand eine Mehrheit. „Es hilft in der Situation, die wir durch den Krieg in der Ukraine erleben …“

Die Selbstbegrünungspflicht, von Expert*innen definiert als „Landwirtschaftlicher Totalschaden“ war damit vorerst vom Tisch!

Herr Jürgen Luttmann, 1. Vorsitzender der Kreisjägerschaft des Landkreises Verden e.V. , berichtete über die Förderung der Projekte aus dem Verdener Hegefonds seit 15 Jahren im Gesamtwert von 1,43 Mio. € mit Detailausführungen. Die Blühprogramme, die aus dem Hegefondsbudget gefördert werden, sind mit der Unteren Naturschutzbehörde des LK Verden abgestimmt. Für 3 Programme ( von ein – mehrjährig) mit vorgegebenen Aussaatterminen im Herbst oder Frühjahr stehen zwei speziell entwickelte Saatgutmischungen zur Verfügung. Anträge für die Förderung können über den zuständigen Jagdausübungsberechtigten gestellt werden. Für den Fall, dass ab Herbst 2023 nach den GAP-Regeln 4% der Ackerfläche aus der Produktion genommen werden müssen, planen wir ein spezielles Blühflächen Förderprogramm auf diesen Flächen anzubieten. Die Entwicklung der Rahmenbedingungen für dieses Förderprogramm steht kurz vor dem Abschluss. Verständlicherweise wurde dieses beachtliche Projekt – zur Steigerung der Biodiversität - mit großer Freude aufgenommen. Details dazu erläutert Herr Luttmann Interessenten.

Seit Gründung des Vereines am 3.11.21 kann sich sehen lassen, was der junge Verein zum Wohle der Bienen / Insekten durch Steigerung der Biodiversität im Verbund mit Imkerinnen, Landwirtinnen und Jägerschaft u. a. durch Blühflächenkonzepte in Qualität und auch Flächengrößen initiiert und realisiert hat.

Für 2023 haben die „Bienenfreunde Verden“ ein durchgängiges Programm geplant.

Aktuelles aus dem Landesverband

08.10.2025
Seminarangebot FiBL Deutschland für die ökologische landwirtschaftliche Praxis
Öko-Landbau

Das FiBL bietet im Herbst wieder einige Seminare für die ökologische landwirtschaftliche Praxis an auf die wir gerne aufmerksam machen:

Deine Geschichte, deine Marke – erfolgreiches Marketing in der Direktvermarktung
29.10. und 05.11.2025, zweiteiliges Online-Seminar
Weiterführende Informationen: https://www.fibl.org/de/infothek/meldung/bes-marketing-in-direktvermarktung-2511
Anmeldung: https://akademie.fibl.org/event/383
Anmeldeschluss 26.10.2025


Stressreduktion durch (teil-)mobile Schlachtung bei Geflügel und Rindern –
5. Online-Stakeholdertreffen
12.11.2025, Online-Seminar
Weiterführende Informationen: https://www.fibl.org/de/infothek/meldung/stressreduktion-durch-teil-mobile-schlachtung-bei-gefluegel-und-rindern-5-online-stakeholdertreffen
Anmeldung: https://akademie.fibl.org/event/378
Anmeldeschluss: 07.11.2025


Pflanzenschutz im Klimawandel – was ändert sich im (Öko)-Landbau? 
21.11.2025 in 97074 Würzburg
Weiterführende Informationen: https://www.fibl.org/de/infothek/meldung/herbsttagung-grundwasserschutz-pflanzenschutz-2025-11
Anmeldung: https://akademie.fibl.org/event/379
Anmeldeschluss: 14.11.2025


Resiliente Organisationsentwicklung in Solawis
28.-29.11.2025 in 86551 Aichach
Weiterführende Informationen: https://www.fibl.org/de/infothek/meldung/bes-solawi-2025-11
Anmeldung: https://akademie.fibl.org/event/389
Anmeldeschluss: 13.11.2025


Jungviehhaltung optimieren: Haltungskonzepte für den eigenen Betrieb – von der Stallumrüstung bis zum Neubau
02.-03.12.2025 in 94094 Rotthalmünster
Weiterführende Informationen: https://www.fibl.org/de/infothek/meldung/bes-jungviehhaltung-haltungskonzepte-stallbau-2025-12
Anmeldung: https://akademie.fibl.org/event/388
Anmeldeschluss: 20.11.2025

08.10.2025
Termine von LeguNet und der Nds. Eiweißstrategie im Oktober und November 2025
Öko-Landbau, Pflanzen

Das LeguNet und die Niedersächsische Eiweißstrategie veranstalten im Oktober und November 2025 mehrere Workshops und ein Online-Seminar rund um das Thema Leguminosen in Fruchtfolgen und Wirtschaftlichkeit:

Workshop „Mehr als nur Gründüngung: Leguminosen wirtschaftlich erfolgreich nutzen“ (2x)
28.10.2025 (14:00 – 17:00 Uhr), 21244 Buchholz
29.10.2025 (09:30 – 12:30 Uhr), 37154 Northeim
Das LeguNet und die Niedersächsische Eiweißstrategie lädt Sie herzlich zu unserem Workshop zum Thema „Erzeugergemeinschaften und Wirtschaftlichkeit bei Leguminosen“ ein. Der Workshop bietet Ihnen wertvolle Einblicke in die effiziente Zusammenarbeit und die ökonomischen Chancen für den Anbau von Leguminosen. Nutzen Sie die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und von Expertinnen und Experten zu lernen.
Mehr unter den LWK-Webcodes 33011629 und 33011630 oder unter den Direktlinks: https://www.lwk-niedersachsen.de/lwk/vera/11629_Workshop_Mehr_als_nur_Gruenduengung_Leguminosen_wirtschaftlich_erfolgreich_nutzen und https://www.lwk-niedersachsen.de/lwk/vera/11630_Workshop_Mehr_als_nur_Gruenduengung_Leguminosen_wirtschaftlich_erfolgreich_nutzen

Seminar-Fruchtfolge im Wandel: Leguminosen als Erfolgsfaktor im Norden
03.11.2025 (17:00-20:00 Uhr), Online
Das LeguNet-Regionalmanagement aus Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen sowie die Niedersächsische Eiweißstrategie laden Sie herzlich ein zu einem Seminar rund um den Anbau von Leguminosen, ihre Bedeutung für Fruchtfolge, Bodenfruchtbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Freuen Sie sich auf praxisnahe Einblicke, wissenschaftliche Vorträge und den Austausch mit Experten aus Beratung und Forschung.
Mehr unter dem LWK Webcode 33011628 oder unter https://www.lwk-niedersachsen.de/lwk/vera/11628

07.10.2025
Neuer BHV-1-Ausbruch in NRW
Milch und Rind

(NRW, LK Borken, 06.10.2025) Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in der Gemeinde Heek ist ein neuer Ausbruch der Tierseuche „Bovine Herpesvirus-Typ 1“ (BHV-1) festgestellt worden. Das teilt der Fachbereich Tiere und Lebensmittel der Kreisverwaltung mit. Von insgesamt 13 Blutproben reagierten sieben positiv auf das Virus. Der Kreis Borken hatte mit Wirkung zum 31. August 2025 die Sperrzone zum Schutz gegen das BHV-1-Virus aufgehoben. Da die nun getesteten Rinder noch während der Gültigkeit der Allgemeinverfügung eingestallt worden waren, mussten sie in einem Zeitraum zwischen 30 und 60 Tagen danach auf das Virus untersucht werden.

Die Tötungsanordnung für die positiven Tiere – sofern möglich durch Schlachtung – ist bereits erfolgt. Der Betrieb ist aktuell gesperrt. Weitere Abklärungsuntersuchungen laufen im Bestand des betroffenen Betriebs. Mit einem Ergebnis ist in Kürze zu rechnen. Danach wird über weitere Schritte entschieden, heißt es vom Kreis, der zudem ausdrücklich darauf hinweist, dass das BHV-1-Virus für Menschen völlig ungefährlich ist.

Weitere Informationen zum aktuellen Seuchengeschehen finden Sie hier: Pressemeldungen – Kreis Borken

03.10.2025
Nächster Infobrief Pflanze im November
Pflanzen

Sehr geehrte Leserinnen und Leser des Infobriefes Pflanze,
Aufgrund des heutigen Feiertages und sich anschließendem Urlaub geht Ihnen der nächste Marktbericht zu den pflanzlichen Erzeugnissen erst wieder im November zu.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

02.10.2025
TA-Luft: Fristverlängerung bis Ende 2029 geplant
Geflügel, Schwein

Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUV) plant eine Änderung der Fristen in der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA-Luft), die vor allem Geflügel- und Schweinehalter betrifft. Ein aktueller Referentenentwurf sieht vor, die Fristen für bestimmte Emissionsminderungsmaßnahmen in bestehenden Tierhaltungsanlagen bis zum 31. Dezember 2029 zu verlängern. Die TA-Luft von 2021 fordert unter anderem Abluftreinigungsanlagen und Maßnahmen zur Ammoniakminderung. Ursprünglich sollten diese je nach Betriebsart bis Ende 2026 bzw. Anfang 2029 umgesetzt werden. Die geplante Verlängerung soll mehr Planungssicherheit schaffen und Doppelarbeiten vermeiden, da parallel neue einheitliche Betriebsvorschriften für Tierhaltungsanlagen über die Industrieemissionsrichtlinie (IED) vorbereitet werden, die bis 2030 ins nationale Recht überführt werden sollen. Der Entwurf befindet sich derzeit in der Ressortabstimmung, eine Anhörung von Ländern und Verbänden hat bereits stattgefunden.

02.10.2025
NGW fordert bessere Bedingungen für Geflügelhalter
Geflügel

(AgE) Beim Zukunftsforum der niedersächsischen Geflügelwirtschaft am 29. September in Dötlingen wurde deutlich, wie groß die Herausforderungen für die Branche sind. Ohne verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen steht die Branche vor einem Investitionsstau und Nachwuchsmangel. Der geschätzte Investitionsbedarf für Stallumbauten und Neubauten liegt derzeit bei rund 1,5 Mrd. Euro. Gefordert wird unter anderem, dass das sogenannte Tierwohlprivileg auch für Geflügelställe gilt, wenn Tiere nach Haltungsformstufe 2 oder höher gehalten werden. Auch bei der Umsetzung der TA-Luft sollten tierwohlorientierte Lösungen stärker berücksichtigt werden. Eine bundeseinheitliche Investitionsförderung über die Landwirtschaftliche Rentenbank wird ebenfalls angeregt, um Planungssicherheit zu schaffen. Auch bei der Umsetzung der TA-Luft müsse das Tierwohl stärker berücksichtigt werden. Zudem braucht es weniger Bürokratie und eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung. Höhere Haltungsstandards ohne wirtschaftliche Absicherung könnten die Versorgung mit Geflügelfleisch gefährden. Auch Importe müssten den hiesigen Standards entsprechen. Der Lebensmitteleinzelhandel wird aufgefordert, realistische Schritte zu gehen und langfristige Vereinbarungen mit fairer Preisgestaltung zu ermöglichen.

02.10.2025
Stallumbau: Bundesrat macht Druck
Geflügel, Schwein

Am 26. September hat der Bundesrat den Entschließungsantrag 292/25 beschlossen, der unter anderem wichtige Impulse für die landwirtschaftliche Tierhaltung enthält. Ziel ist es, bürokratische Hürden bei Stallumbauten zu senken und die rechtlichen Rahmenbedingungen praxisnäher zu gestalten. So sollen die Anforderungen aus Bau- und Genehmigungsrecht, Förderung und Haltungskennzeichnung besser abgestimmt werden. Für Geflügelhalter besonders relevant: Die Geflügelhaltung soll ausdrücklich in § 245a BauGB aufgenommen werden. Damit würden baurechtliche Erleichterungen, die bisher vor allem für die Schweinehaltung gelten, auch auf Geflügelställe ausgeweitet. Zudem wird ein unkomplizierter Tierartwechsel gefordert, ebenso wie Bestandsschutz für neu- und umgebaute Tierwohlställe. Auch bei der Umsetzung der Industrieemissionsrichtlinie setzt der Bundesrat ein klares Zeichen: Nationale Regelungen sollen sich künftig 1:1 an den EU-Vorgaben orientieren und mit den bestehen den Anforderungen der TA-Luft abgestimmt werden – ohne zusätzliche Verschärfungen. Die Bundesregierung ist nun aufgefordert, die Vorschläge aufzugreifen und entsprechende Gesetzesinitiativen zu erarbeiten. Entscheidend wird sein, wie die Geflügelhaltung konkret in § 245a BauGB aufgenommen wird und ob das Anzeigeverfahren tatsächlich kommt.

02.10.2025
Wissen nutzen – Tools für die Masthühnerhaltung
Geflügel

(BroilerNet.) Das europäische Netzwerk BroilerNet setzt sich für eine nachhaltigere und widerstandsfähigere Masthühnerhaltung ein. In einem zweiten Innovationszyklus haben Partner aus 13 Ländern zahlreiche praxistaugliche Lösungen zusammengetragen – von digitalen Tierwohl-Apps über neue Hygienekonzepte. Alle Tools, Videos und Informationen stehen im BroilerNet | Broiler-Wissenszentrum frei zur Verfügung.