Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

23.03.2023
(Online-)Veranstaltung des Evangelischen Verbandes Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt e. V.

Was bringt uns auf den richtigen Weg? Ein Streitgespräch zwischen Prof. Dr. Michael Hüther und Sven Giegold zu Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum"

Wir möchten auf die heutige (Online-)Veranstaltung des Evangelischen Verbandes Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt e. V. ” Was bringt uns auf den richtigen Weg? Ein Streitgespräch zwischen Prof. Dr. Michael Hüther und Sven Giegold zu Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum” hinweisen.

Termin: 23. März 2023 von 19 – 20 Uhr in Hannover und NEU VIA ZOOM!
Zielgruppe: Alle Interessierten

Referent*innen/Podium:
Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor Institut der deutschen Wirtschaft
Sven Giegold, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
Moderation: Sonja Borski, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt Bremen

Kosten: Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Teilnahme ist online per ZOOM möglich

Anmeldung: Es wird um eine kurze Mail an Angela Haubrich (a.haubrich@kwa-ekd.de) gebeten. Sie möchten das Streitgespräch digital verfolgen? Bitte melden Sie sich mit dem Stichwort ZOOM an. Ihnen sollten umgehend die Einwahldaten zugesendet werden.

Weitere Informationen finden Sie HIER.

22.03.2023
Demonstration anlässlich der Agrarministerkonferenz in Büsum

Der Bauernverband Schleswig-Holstein organisiert anlässlich der Agrarministerkonferenz in Büsum eine Demonstration. Am 23.3.23 von 9 bis 12 Uhr am Hafen von Büsum (Südstrand). Geplant ist eine Kundgebung ab 10 Uhr mit dem Präsidenten Lucht sowie weiteren Vertreter*innen anderer Verbände. Hiermit rufen wir auch unsere Mitglieder dazu auf, sich an der Demo zu beteiligen.

22.03.2023
Bundesweiter Aktionstag "Landwirt für einen Tag"

Höfe gesucht!

Das Forum Moderne Landwirtschaft veranstaltet auch in diesem Jahr die bundesweite Aktion „Landwirt für einen Tag“. Ziel ist es, interessierte Menschen auf die Höfe zu holen, die dort einen Tag mitarbeiten. Auch unser Vorsitzender Jörn Ehlers hat im letzten Jahr bei der Aktion mit gemacht in ein positives Resümee gezogen: „Viele Dinge in der Landwirtschaft lassen sich nicht mit zwei Sätzen erklären, da es ist schön, wenn man sich einen ganzen Tag Zeit nehmen kann, seinen Beruf darzustellen.“ Interessierte Betriebe können sich noch bis zum 31. März 2023 online HIER anmelden.

21.03.2023
Mitgliederversammlung in Hellwege

Mit Gastreferent David McAllister

Gestern fand unsere Mitgliederversammlung in Prüser‘s Gasthof in Hellwege statt. Als Gastreferent war David McAllister geladen, der einen Vortrag über die europäische Landwirtschaftspolitik sprach. Der Verdener Landrat Peter Bohlmann sprach das Grußwort. Außerdem wurden die ausgeschiedenen Ortsvertrauenslandwirte geehrt. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank für euren Einsatz: Jürgen Böschen, Frank Heilemann und Bernd Pralle. Auch Ina Behrens wurde für ihr langjähriges Engagement bei den LandFrauen geehrt sowie Anja Meier für ihr großes Engagement im Verein NEUA e. V. Auch euch nochmal ein herzliches Dankeschön! Einen ausführlichen Bericht lest ihr in der kommenden Mitgliederzeitung.

15.03.2023
Jahreshauptversammlung des Landwirtschaftlichen Vereins an der Wiedau

Lütjens bleibt vorerst Vorsitzender des lwd. Vereins Vereins an der Wiedau

Die Jahreshauptversammlung des Landwirtschaftlichen Vereins an der Wiedau war mit über 50 Teilnehmer*innen, die sich im Landgasthaus Meyer in Hemslingen zusammenfanden, auch in diesem Jahr wieder gut besucht. Die Vorstandswahlen ergaben eine Wiederwahl von Lutz Lütjens in seiner Funktion als erster Vorsitzender des Vereins. Dieser kündigte jedoch an sein Amt im nächsten Jahr abtreten zu wollen, geeignete Kandidat*innen werden daher gesucht. Kreislandwirt Christian Intemann trat sein Amt als Kassenwart nach 15 Jahren des Engagements an Malin Lünsmann ab und wurde hierfür geehrt. Geehrt wurde ebenfalls der Nachwuchs des Berufsstandes: Kai Lüdemann für die erfolgreich abgeschlossene einjährige Fachschule sowie Maren Lüning für die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zur Landwirtin.

Neben interessante Vorträge zu aktuellen landwirtschaftlichen Themen von Intemann (auch Vorsitzender des Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden) und Alexander Kasten (Geschäftsführer Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden) sowie Dr. Gerd Kracke (Außenstellenbeauftragter Landwirtschaftskammer Außenstelle Verden), erhielten die Anwesenden einen Bericht über die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr. Hier stand die Feldrundfahrt mit rund 100 Teilnehmer*innen im Fokus. Im nächsten Jahr möchte der Verein das Programm erweitern.

14.03.2023
Kostenlose Werbemöglichkeit für Direktvermarkter*innen

Im Zuge des Relaunchs der Website unserer Imagekampagne „Eure Landwirte – Echt grün e.V.“ wird diese bald mit neuen Funktionen begeistern. So soll es künftig unter anderem eine Übersicht der Direktvermarktungsangebote unserer Mitgliedsbetriebe geben. Hiervon profitieren nicht nur die Seitennutzer*innen, die hierdurch eine ausführliche Übersicht der regionalen Angebote erhalten, sondern auch unsere Betriebe, indem sie eine zusätzliche kostenlose Werbemöglichkeit erhalten.

Egal ob Hofladen, Selbstpflückangebot, Marktstand, Pflanzenabverkauf, Imkerei oder Verkaufsautomaten bei Interesse nehmen wir die Angebote unserer Mitgliedsbetriebe gerne auf die neue Website unserer Imagekampagne mit auf, meldet euch hierfür unter sievers@landvolk-row-ver.de.

09.03.2023
Wichtige LVB Mitteilung zur Ersatzversorgung

Neuer Landvolk-Tarif mit EWE beauftragt

Die Landvolk Betriebsmittel GmbH (LVB) teilt nach einiger Wartezeit mit, dass ein neuer Landvolk-Tarif mit der EWE beauftragt ist. Dieser gelte für Kund*innen, die sich in der Ersatzversorgung befänden (Ersatzversorgung = Jahresverbrauch größer als 10.000 kWh). Die LVB teilt mit, dass die EWE Ihnen im Laufe des Monats März eine Auftragsbestätigung zusende. Die neue Vertragslaufzeit gelte dann vom 01. April 2023 bis zum 31. März 2024.

• Es gelte für Sie in jedem Fall die jeweilige Energiepreisbremse.
• Keine Unterbrechung der Versorgung durch das Ende der Ersatzversorgung.
• Offizielles Anschreiben der LVB sollte bis Anfang nächster Woche (KW 11) erfolgt sein.
• Sollten Sie bereits einen Energieliefervertrag außerhalb des Landvolk-Tarifes abgeschlossen haben, teilen Sie dieses der LVB bitte kurzfristig mit unter info@lvb-clp.de oder per Fax an 04471/965-4245
• Verhandlungen für Stromkund*innen unter 10.000 kWh und Erdgaskund*innen würden derzeit laufen.

Für Mitglieder (bzw. Abnahmestellen), für die bislang keine Vollmacht bei der LVB vorliegt, können durch Abschluss eines Energiepreisberatungsvertrages mit der LVB dennoch am neuen Vertrag teilnehmen. Bei Bedarf melden Sie sich bitte bei der LVB.

08.03.2023
Veranstaltung "Tierwohl in der Landwirtschaft"

am 15. März der CDU Dörverden

Während Tierschutz in unserem Grundgesetz verankert ist, entbrennt die Diskussion ums Tierwohl immer wieder. Was ist Tierwohl und wie kann man es messen? Dies und mehr möchte die CDU Dörverden mit dem Agrarpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Dr. Marco Mohrmann, sowie Interessierten am 15. März 2023 um 19 Uhr im Gasthaus Waidmannsheil in Dörverden klären. Auch andere aktuelle Themen der Landwirtschaft sollen an diesem Abend berücksichtigt werden. Vorab wird gemeinsam ein Betrieb in der Gemeinde Dörverden besucht. Interessierte sind herzlich eingeladen sich bis zum 10. März per Mail an cdudoerverden@gmx.de anzumelden. Ausführliche Informationen zur Veranstaltung finden Sie HIER.

28.02.2023
Mitgliederversammlung 2023

Vortrag von David McAllister

Wir laden alle Mitglieder zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung am 20.3.23 ab 13:30 Uhr in Prüser‘s Gasthof in Hellwege ein.

Mit auf der Tagesordnung steht ein Vortrag zum Thema „Europäische Landwirtschaftspolitik - Ziele und Herausforderungen im Jahr 2023“ von MdEP David McAllister. Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen! Bei allen Fragen dazu meldet euch bitte bei Silke Aswald (aswald@landvolk-row-ver.de). Eine offizielle Einladung solltet ihr mit der letzten Ausgabe unserer Mitgliederzeitung erhalten haben.

28.02.2023
Großes Interesse an landwirtschaftlicher Ausbildung

40 Prozent des Berufsnachwuchses in Niedersachsen kommen nicht aus der Landwirtschaft

Der Fachkräfte- und Nachwuchsmangel ist in aller Munde – doch das Interesse der jungen Generation an einer Ausbildung im Beruf Landwirt*in ist in Niedersachsen nach wie vor hoch, teilt der Landvolk-Pressedienst mit. „Das zeigt sich auch daran, dass inzwischen rund 40 Prozent der Auszubildenden in ganz Niedersachsen keinen landwirtschaftlichen Hintergrund haben“, berichtet die Bildungsreferentin des Landesbauernverbands, Christine Kolle.

Derzeit befinden sich 1.746 junge Menschen in Niedersachsen im zweiten und dritten Ausbildungsjahr der landwirtschaftlichen Ausbildung. Seit 2017 ist die Anzahl der Auszubildenden zwar um rund 350 gesunken, „wir haben angesichts des demographischen Rückgangs aber mit noch geringeren Ausbildungszahlen gerechnet“, stellt Christine Kolle fest.

Wie kommen junge Menschen, die nicht auf einem Bauernhof aufgewachsen sind, auf die Idee, eine landwirtschaftliche Ausbildung zu machen? „Die Rückmeldungen aus der Praxis zeigen immer wieder, dass viele Jugendliche zum Beispiel durch einen Urlaub auf dem Bauernhof in der Kindheit oder das Mithelfen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in der Nachbarschaft das Interesse an diesem Beruf entdecken“, sagt Kolle.

Zwei von ihnen sind Tom Knief und Kiara Rosenhagen von den Berufsbildenden Schulen Verden, die über ihr Fachabitur beide im zweiten Lehrjahr in die landwirtschaftliche Ausbildung eingestiegen sind. Beide sind nicht auf einem Bauernhof groß geworden. Über seine Tante, die einen Milchviehbetrieb in Oyten im Landkreis Verden bewirtschaftet, erhielt Knief einen ersten Bezug zur Landwirtschaft. Vor der Ausbildung packte er auf dem Hof bereits kräftig mit an.

„Selbst Landwirt zu werden kam für mich lange Zeit nicht in Frage, erst in der Coronazeit entwickelte ich diesen Berufswunsch“, erzählt der junge Mann. Anstatt online die Schulbank zu drücken, habe er die praktische Arbeit auf dem Hof als sinnvoller erachtet. „Zuerst habe ich mich hauptsächlich für die Maschinen begeistert, doch im Laufe der Ausbildung schlug mein Herz mehr und mehr für die Arbeit mit den Tieren, insbesondere für das Milchvieh.“

Die Kühe haben es auch Mitschülerin Kiara Rosenhagen angetan. „Mein Freund ist Lohnunternehmer, so saß ich zum ersten Mal auf einem Trecker“, berichtet die Auszubildende, die vor ihrem Ausbildungsbeginn noch gar keinen Bezug zur Landwirtschaft hatte. Aber sie wollte schon immer gern mit Tieren arbeiten. „Ein Studium, um zum Beispiel Tierärztin zu werden, wollte ich nicht machen. Als ich mich nach Alternativen umschaute, bin ich auf den Beruf der Landwirtin aufmerksam geworden, und die Vielfältigkeit des Jobs hat mich auf Anhieb begeistert.“

Der abwechslungsreiche Arbeitsalltag ist ein Aspekt, den Rosenhagen besonders schätzt. Auch Agrarwirtschaft-Lehrerin Caren Ahrendt, die an den Berufsbildenden Schulen in Verden unterrichtet, schwärmt von den umfangreichen Laufbahnen, die die Ausbildung ermöglich: „Wer später nicht im Stall oder auf dem Acker arbeiten möchte, hat zum Beispiel auch im vor- oder nachgelagerten Bereich gute Perspektiven.“

„Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz und einen späteren Arbeitsplatz in der Landwirtschaft sind sehr gut“, ergänzt Christine Kolle. Zudem gebe es nach der Ausbildung viele Möglichkeiten, sich fortzubilden: Meisterkurs, ein- und zweijährige Fachschulen und/oder Studium. „Fachkräfte sind auch in der Landwirtschaft gesucht“, betont Kolle. Sie empfiehlt Interessierten die Broschüre „Berufsbildung in der Landwirtschaft: Ausbildung – Fortbildung – Studium“

Aktuelles aus dem Landesverband

09.01.2026
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB)  Die Milchanlieferung in Deutschland liegt deutlich über dem Vorjahresniveau und ist in den letzten drei Wochen des Jahres 2025 saisonal weiter gestiegen. Zwar bleibt der Abstand zum Vorjahr klar positiv, doch hat er sich zuletzt verringert – von 7,7 % in Woche 50 auf 6,8 % in Woche 52. Nachfrage nach abgepackter Butter blieb bis zum Jahreswechsel sehr hoch, die Bestellungen gehen nun leicht zurück, allerdings weniger stark als üblich. Die Molkereiabgabepreise bleiben stabil. Blockbutterproduktion zuletzt wegen starker Nachfrage nach abgepackter Butter etwas geringer. Der Markt zeigt aktuell reges Kaufinteresse, die Preise liegen in Kempten leicht höher bei 4,10-4,50 EUR/kg. Nachfrage nach Schnittkäse blieb hoch, Produktion lief weiter und die Bestände erholten sich nur leicht. Preise bleiben stabil, da kein Verkaufsdruck besteht.

Markt für MMP ist feiertagsbedingt ruhig, Nachfrage verhalten, Preise stabil.  Markt für VMP ist ruhig, wenig Aktivität und zuletzt uneinheitlich schwächeren Preisen; weltweit tendieren die Preise fester. Markt für MP stabil, Nachfrage gut; Molkereiproteinkonzentrate knapp.

09.01.2026
Weizenkurse bei geringem Handelsvolumen knapp über Vorwoche
Pflanzen

(AMI) Den Kursen fehlt es an richtungsgebenden Impulsen. Begrenzt wurden die Kursgewinne in Paris und Chicago weiterhin von der komfortablen Angebotssituation, während die Importnachfrage zum Jahresstart nahezu ausbleibt.

Bei nur geringen Tagesschwankungen über den Jahreswechsel von -1 EUR/t bis +2,50 EUR/t kann der Fronttermin für Weizen in Paris auf Wochensicht immerhin etwas fester schließen. Am 07.01.2026 schloss der März 26-Kontrakt bei 191,50 EUR/t und damit 1,75 EUR/t über Vorwoche. Der Termin der Ernte 26 verzeichnet hingegen mit jüngst 196,50 EUR/t ein Wochenplus von 1,50 EUR/t.

Zum Jahresauftakt fehlt es den Kursen wie gewöhnlich an richtungsgebenden Impulsen, weswegen die Kursausschläge bei geringem Handelsvolumen auch zum Jahresstart 2026 gering blieben. Nach oben begrenzt werden die Gewinne weiterhin durch das global üppige Getreideangebot. Nochmals vergrößert wird das Angebot durch die Weizenrekordernten in Argentinien und Australien, die gleichzeitig die Exportaussichten der EU nach den relativ lebhaften Verladungen in den vorigen Wochen trüben. Die Getreidebörse von Buenos Aires hob zuletzt ihre Prognose für die argentinische Weizenernte nochmals an. Demnach dürfte ein Rekordvolumen von 27,8 Mio. t Weizen von den Feldern geholt werden, zuvor war man noch von 27,1 Mio. t ausgegangen. Die Erntearbeiten stehen aber kurz vor dem Abschluss und die Erträge sind weiterhin hoch, was die erneute Korrektur der Prognose nach oben veranlasste.

Unterdessen bewegte die Kältewelle in Westeuropa die Märkte nur wenig. Es kamen bislang keine Sorgen auf, dass die Minustemperaturen den Beständen schaden könnten. Im Gegenteil, nun liegt vielerorts eine schützende Schneedecke über den ruhenden Feldkulturen.

09.01.2026
Schleppende Handelsaktivität am deutschen Brotgetreidemarkt
Pflanzen

(AMI) Zum Jahresstart 2026 liegt der Handel mit Brotgetreide brach. Die Preise tendieren zwar etwas fester, bieten aber weiterhin nur wenig Anreiz zum Verkauf. Auf Käuferseite ist das Interesse ohnehin schwindend gering.

Am heimischen Brotgetreidemarkt tendieren die Erzeugerpreise zum Jahresauftakt allesamt fester, bieten aber immer noch keinen Anreiz zur Vermarktung, so kommt nur wenig Umsatz zustande. Ohne weitere Impulse dürfte das Preisplus in den kommenden Wochen gering ausfallen und den Handel weiterhin lähmen.

Den größten Preissprung am hiesigen Markt macht noch Eliteweizen. In der 2. Kalenderwoche werden hierfür im Bundesmittel rund 181,20 (168-186) EUR/t frei Erfasserlager verlangt, 4,30 EUR/t mehr als in der letzten Kalenderwoche von 2025. Qualitätsweizen verteuert sich binnen einer Woche im Mittel hingegen um gut 2,10 auf 171,70 (156-177) EUR/t. Für Brotroggen sind aktuell 143,75 (134-159) EUR/t möglich, damit liegen die Gebote 1,75 EUR/t über Vorwochenlinie. Den geringsten Wochengewinn verzeichnet Brotweizen. Die Forderungen liegen in der 2. Kalenderwoche im Bundesmittel bei 167,70 (153-180) EUR/t frei Erfasserlager und legen damit auf Wochensicht um 1,15 EUR/t zu.

Auf Großhandelsebene verliert Brotweizen am Niederrhein zur Lieferung ab Februar 26 hingegen 1 EUR/t auf 196 EUR/t. Franko Westfalen werden weiterhin 197 EUR/t verlangt, auch franko Hamburg verharren die Preise mit 195 EUR/t auf Vorwochenniveau. Brotroggen gibt am Niederrhein um 2 auf 179 EUR/t nach.

Nur langsam nehmen die Märkte nach den Weihnachtsfeiertagen und dem Jahreswechsel wieder an Fahrt auf. Mühlen zeigen sich wie auch Ende 25 überwiegend noch mit ausreichend Ware gedeckt, vereinzelt wird von Kaufinteresse berichtet. Die etwas festeren Preise können die Verkaufsbereitschaft der Erzeuger zwar immerhin etwas ankurbeln, große Geschäfte kommen aber nicht zustande. Hinzu kommt, dass Erzeuger bundesweit mit Winterdienstarbeiten beschäftigt sind. Zusätzlich erschwert wird der Handel durch die eingeschränkte Logistik aufgrund von Eis und Schnee sowie dem anhaltenden Mangel an Fahrern.

09.01.2026
Preise für Futtergetreide weiter unter Druck
Pflanzen

(AMI) Zum Jahresauftakt bleibt das Marktgeschehen für Futtergetreide verhalten. Schwache Terminmarktsignale und eingeschränkte Logistik belasten die Preise, auch Körnermais gibt nach.

Am deutschen Futtergetreidemarkt läuft der Handel nach der sehr ruhigen Phase rund um den Jahreswechsel erst langsam wieder an. In vielen Regionen dominiert weiterhin die Abwicklung bestehender Kontrakte, Neugeschäft bleibt die Ausnahme. Winterliche Witterung und eingeschränkte Logistik durch Schnee und Eis bremsen die Warenströme zusätzlich. Die Nachfrage der Futtermischer bleibt zwar vorhanden, reicht in der Breite jedoch nicht aus, um dem Markt neue Impulse zu geben. Regional stützt der Export über die Häfen – insbesondere im Ostseeraum – punktuell, während das Binnenmarktgeschäft überwiegend ruhig bleibt.

Vom Terminmarkt kommen derzeit keine starken Richtungsimpulse. Der Maiskontrakt in Paris notiert mit 189,75 EUR/t leicht über dem Niveau der Vorwoche. Damit fehlt es dem Kassamarkt an Unterstützung, zumal Logistik und geringe Marktaktivität weiterhin im Vordergrund stehen.

Vor diesem Hintergrund tendieren die Futtergetreidepreise auf Erzeugerebene schwächer. Im Bundesdurchschnitt wird Körnermais aktuell mit 182 (155–201) EUR/t frei Erfasserlager bewertet und liegt damit 2 EUR/t unter Vorwochenlinie, was den stärksten Rückgang unter den Futtergetreiden darstellt. Futterweizen gibt um 1 EUR/t auf 163 (141–187) EUR/t nach, Futtergerste verliert marginal und wird mit 161 (142–187) EUR/t gehandelt. Gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt bleiben die Preisabschläge bei allen Futtergetreidearten deutlich. Bei Futtergerste beträgt das Minus sogar deutliche 63 EUR/t. In den kommenden Tagen dürfte sich der Markt nur langsam beleben. Solange die Vermarktungsbereitschaft der Landwirtschaft verhalten bleibt und die Logistik eingeschränkt ist, sind größere Preisbewegungen kurzfristig nicht zu erwarten.

09.01.2026
Rapspreise geben zum Jahresauftakt weiter nach
Pflanzen

(AMI) Zum Jahresbeginn bleibt der Handel am Rapsmarkt ruhig. Der bundesweite Erzeugerpreis gab nach. Vorkontrakte gaben sogar deutlich nach. Impulse vom Terminmarkt blieben trotz zuletzt festerer Notierungen in Paris aus.

Die Rapsnotierungen in Paris konnten sich nach dem schwachen Jahresausklang zuletzt zwar stabilisieren, größere Bewegungen blieben jedoch aus. Am 08.01.2026 schloss der Fronttermin Februar 2026 bei 469,75 EUR/t und damit 18 EUR/t über Vorwoche. Die Notierung machte damit aber nur teilweise die Verluste seit Weihnachten wett. Mitte Dezember lag der Fronttermin mit knapp 478,75 EUR/t noch deutlich höher. Der insgesamt ruhige Handel begrenzt derzeit sowohl Auf- als auch Abwärtsdynamik. Belastend wirkt weiterhin das weltweit komfortable Ölsaatenangebot.

Auf Großhandelsebene blieb das Aufgeld für Partien zur Lieferung ab Januar 2026 franko Hamburg unverändert. Mit rund 472 EUR/t sind jedoch 3 EUR/t weniger möglich als noch vor Weihnachten. Ähnliches gilt für Partien franko Niederrhein, die sich auf 481 EUR/t verbilligten und damit 4 EUR/t unter dem Niveau vor den Feiertagen liegen.

Am Kassamarkt setzte sich die schwächere Tendenz fort. In der 2. KW sank der bundesweite Durchschnittspreis für Raps frei Erfasserlager gegenüber der Vorwoche um knapp 7 EUR/t auf rund 443 EUR/t. Die Vorkontrakte gaben sogar deutlicher nach. Hier rutschten die Kurse um rund 9,50 EUR/t auf 416 EUR/t. Die Vermarktungsbereitschaft blieb angesichts des Preisniveaus gering. Insgesamt bleibt es ruhig am Markt. Lediglich im Norden des Landes werden vereinzelt Umsätze gemeldet.

09.01.2026
Keine großen Veränderungen am Kartoffelmarkt
Pflanzen

(AMI) Nach den Feiertagen startet das Kartoffelgeschäft erst verhalten, es zeichnet sich aber hier und da auch schon wieder Belebung ab. Preisaufschläge stehen kurzfristig nicht an. Der Export in Richtung Südosteuropa läuft, Verarbeitungskartoffeln sind weniger gefragt.

Das Kartoffelgeschäft zu Weihnachten stellte sich regional und je nach Abpacker uneinheitlich dar, insgesamt wurde der Absatz durch zahlreiche LEH-Aktionen jedoch als ordentlich beschrieben. Nach einem ruhigeren Start ins neue Jahr sorgen bereits vorbereitete Sonderangebote mit größeren Packeinheiten dafür, dass sich das Geschäft mancherorts schnell wieder belebt. Die Rohwarenversorgung der Abpacker verläuft stabil und Lieferunterbrechungen durch den Winter blieben bisher aus. Die Erzeuger signalisieren weiterhin Abgabebereitschaft, da sich die Qualitäten in verschiedenen Lagerformen mit der Zeit verschlechtern und dadurch vermehrt hohe Absortierungen auftreten. Preislich hat sich über den Jahreswechsel nichts verändert.

Der Export von Kartoffeln wird mitunter als rege beschrieben, wenn es in Richtung Südosteuropa geht. Das war auch schon im Herbst so. Offensichtlich hilft ein günstigerer Frachtstand, denn Franzosen gelang es bisher nicht, dort mehr zu verkaufen. Hinzu kommen aber auch die Preise, die hierzulande mit teils deutlich unter 10,00 EUR/dt sehr attraktiv sind. Attraktiv wären auch die Preise für Verarbeitungskartoffeln zur Pommes frites Herstellung. An diesen hat aber keine Fabrik Interesse. In anderen Segmenten ist aber durchaus auch mal zu hören, dass freie Ware zugekauft und Vertragsware geschoben wird. Die Produktion von gut und günstig längerfristig lagerbaren Erzeugnissen sei durchaus lebhaft.

09.01.2026
Eiermarkt startet mit Rekordpreisen ins neue Jahr
Geflügel

Der Eiermarkt startet mit ungewöhnlich hohen Preisen ins neue Jahr. Trotz gut gefüllter Packstellen stößt die Lieferkette an ihre Grenzen. Ob die Nachfrage anhält, bleibt offen. Nach den Feiertagen ist die Lage traditionell unübersichtlich und abwartend. Die wenigen Arbeitstage und hohe Bestellmengen stellen die Branche vor Herausforderungen. Packstellen arbeiten weiterhin auf Hochtouren, doch Sortier- und Transportkapazitäten sind begrenzt. Im Großhandel besteht offenbar Nachholbedarf, der nur schwer zu decken ist. Ob Verbraucher zu Jahresbeginn weiter stark nachfragen, bleibt abzuwarten. Wahrscheinlich finden Eier auch jetzt Abnehmer. Nicht zuletzt, weil Verarbeitungsbetriebe kaum Vorräte haben. Die Auswirkungen der Aviären Influenza sorgen zusätzlich für Unsicherheit. Die Zeiten bleiben vorerst schwer kalkulierbar.