Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

17.01.2023
Digitaler Agrarpolitischer Jahresauftakt 2023

Am 18. Januar 2023 um 16.00 Uhr im Livestream

Landwirtschaft und Ernährung im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche 2023 auf die politische Agenda gebracht werden und den Fraktionsvorsitzenden der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien die Möglichkeit geben werden, Ihre Schwerpunkte und Ziele für das anstehende Jahr vorzustellen. Dabei geht es nicht nur um die Agrar- und Ernährungspolitik, sondern auch um die klima-, wirtschafts-, umwelt- und mittelstandspolitische Programmatik. Wir sehen, dass Versorgungssicherheit keine Selbstverständlichkeit ist. Gemeinsam müssen wir es schaffen, die Anforderungen des Transformationsprozesses mit der Realität an den Märkten zusammenzubringen. Das ist neben dem Schutz von Klima und Artenvielfalt sowie der Bewältigung des Klimawandels die zentrale Herausforderung der kommenden Jahre. Dazu möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen und Sie zum Digitalen Agrarpolitischen Jahresauftakt des Deutschen Bauernverbandes e.V. einladen, der am 18. Januar 2023 im Zeitraum von 16.00 bis ca. 17.45 Uhr stattfindet. Begrüßt werden in diesem Format die folgenden Gäste:

• Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes e.V.
• Alexander Dobrindt, MdB Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag
• Christian Dürr, MdB Vorsitzender der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag
• Cem Özdemir, MdB Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft
• Friedrich Merz, MdB Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
• Amira Mohamed Ali, MdB Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag
• Dr. Rolf Mützenich, MdB Vorsitzender der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag
• Britta Haßelmann, MdB Vorsitzende der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Deutschen Bundestag
• Dr. Alice Weidel, MdB Vorsitzende der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag
• Moderation: Thomas Kreutzmann

Der Livestream des Digitalen Agrarpolitischen Jahresauftakts wird am 18. Januar 2023, um 16.00 Uhr, auf www.bauernverband.de übertragen. Dort finden Sie auch das weitere Programm des Deutschen Bauernverbandes im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2023.

16.01.2023
Wichtige Mitteilung zum Strombezug

der Landvolk Betriebsmittel GmbH

Stromkunden mit einem Jahresverbrauch über 10.000 kWh erhalten aktuell ein Schreiben „Herzlich Willkommen bei EWE – Ihre gesetzliche Ersatzversorgung“. Über dieses Schreiben sei die Landvolk Betriebsmittel GmbH (LVB) vorab leider nicht informiert gewesen. Laut diesem Schreiben ende die Ersatzversorgung nach drei Monaten – also zum 31.03.2023. Die Belieferung könne durch die EWE danach eingestellt werden, sofern kein Liefervertrag mit der EWE oder einem anderen Energieversorger vorliege.

Die LVB teilt mit, dass sie derzeit intensiv an einem Stromangebot für ihre Mitglieder arbeitet, um eine unterbrechungsfreie Versorgung zu gewährleisten.

Aktuell prüfe die LVB die rechtlichen Grundlagen des Schreibens und die damit verbundenen Auswirkungen. Die LVB melde sich, bis spätestens Mitte Februar 2023, sobald ihr ein Stromvertrag vorliegt. Falls dies nicht der Fall sei, melde sich die LVB ersatzweise mit einer alternativen Vertragsempfehlung.

Aufgrund der derzeitigen Situation besteht sowohl im Kreisverband, als auch bei der LVB ein enormes Telefonaufkommen. Von beiden Seiten wird versucht jede Anfrage schnellstmöglich zu beantworten, wir bitten um Verständnis.

12.01.2023
Winterveranstaltung

des Landwirtschaftlichen Vereins Visselhövede

Am 17. Januar findet die Winterveranstaltung des Landwirtschaftlichen Vereins Visselhövede statt. Interessierte dürfen sich für weitere Informationen gerne an den Vorsitzenden Heiko Twiefel unter info@heiko-twiefel.de wenden.

10.01.2023
Tatkräftige Helfer*innen gesucht

Unterstedt pflanzt 400 Sträucher

Mit dem Projekt „Eigene Vielfalt. Gemeinsam zum Biotopverbund mit Naturschutz & Landwirtschaft“ soll der Biotopverbund durch gebietseigene Gehölze gestärkt werden. Auf den gemeindeeigenen Wegrain am Schwedenkamp westlich von Unterstedt sollen durch insgesamt 400 neue Sträucher der Lebensraum an den landwirtschaftlich genutzten Flächen aufgewertet werden. Mit der Hecke soll ein neues Vernetzungselement und Lebensraum für Vögel, Schmetterlinge und Wildbienen entstehen.

Hierfür suchen wir noch Unterstützer*innen die Lust haben mit uns gemeinsam 400 Sträucher zu pflanzen.

  • Mitzubringen sind wetterfeste Kleidung (insbesondere Schuhe), Arbeitshandschuhe und Spaten wenn vorhanden.
  • Für eine kleine Stärkung wird gesorgt!
  • Wer mitmachen möchte, kann am 28.01. zwischen 11 und 15 Uhr zum Schwedenkamp (siehe Karte) kommen. Über Anmeldungen im Vorfeld an jakob.klucken@nds.bund.net würden wir uns freuen, diese sind aber nicht erforderlich.

Das Projekt wird gemeinsam von Landvolk, BUND Niedersachsen und Landwirtschaftskammer sowie Stiftung Kulturlandpflege und in Zusammenarbeit mit der Stadt Rotenburg und dem Ortsrat Unterstedt durchgeführt und ist mit den anliegenden Landwirt*innen abgestimmt. Gefördert wird es durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung.

09.01.2023
Einladung Informationsveranstaltung rote Gebiete / Düngeverordnung

Montag, 30.01.2023 um 14 Uhr im Niedersachsenhof

Da in diesem Januar noch die Beschlussfassung über die neue Kulisse der roten Gebiete und damit eine erneute Änderung des Düngeplanung erfolgen wird, laden wir unsere Mitglieder herzlich zu einer Informationsveranstaltung zu der kommenden Kulisse, ihrer fachlichen Bewertung und den Auswirkungen auf die Düngeplanung und Bewirtschaftung ein. Die Veranstaltung wird am Montag, den 30.01.2023, um 14 Uhr im Niedersachsenhof in Verden stattfinden. Bitte meldet Euch für die Teilnahme an der Veranstaltung bei Frau Vajen unter der E-Mail vajen@landvolk-row-ver.de an.

Wir konnten den Gutachter unserer Klagen gegen die Düngeverordnung, Herrn Hydrogeologen Dr. Stephan Hannappel, Hydor Consult GmbH, Berlin, und Frau Bianca Hinck, Beraterin in der Gewässerschutzberatung und Düngeverordnung der Landberatung Rotenburg, für diese Veranstaltung gewinnen und freuen uns auf ihre Vorträge, Einschätzung und Ratschläge.

Herr Dr. Hannappel wird über die bevorstehenden Änderungen der Nitratkulisse sowie den Zustand der Messstellen in unserem Kreisgebiet referieren. Frau Hinck wird über „Pflanzenbauliche Maßnahmen zur Reduktion von Nitratgehalten im Sickerwasser“ berichten.

Wir freuen uns über eine rege Teilnahme.

09.01.2023
Beteiligung am Projekt Säure+ gesucht

Die Landwirtschaftskammer (LWK) und das Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) suchen derzeit Partnerbetriebe und Lohnunternehmer aus Süden und Nordwesten Niedersachsens für die Durchführung des Projektes Säure+.

Grundsätzlich soll in dem Projekt untersucht werden, wie durch Ansäuerung von Wirtschaftsdüngern die N-Ausnutzung gesteigert und Ammoniak-Emissionen gesenkt werden können. Vergangene Versuche dieses Vorhabens lieferte vielversprechende Ergebnisse. Nun soll die optimale Menge zuzugebender Säure untersucht werden.

Eine Bekanntmachung des Vorhabens erfolgte Ende Oktober im Bundesanzeiger. In diesem Schreiben wurden auch die Fördermöglichkeiten für Demonstrationsbetriebe aufgezeigt. Auch wenn die vom BLE gesetzte Frist für Interessensbekundungen am 15.12.22 ausgelaufen ist, werden weiterhin Betriebe für eine Beteiligung gesucht. Es ist zu beachten, dass sich die Fördermöglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe von denen für Lohnunternehmer unterscheiden.

Die LWK hat für interessierte Betriebe eine Vorlage zur Interessensbekundung erstellt, welche ausgefüllt an LWK und BLE gesendet werden kann. Diese lassen wir Ihnen bei Interesse gerne zukommen. Diese Interessensbekundung richtet sich nur an landwirtschaftliche Betriebe, nicht aber an Lohnunternehmer. Letzteren wird bei der LWK gerne mit der gesonderten Interessensbekundung geholfen.

Bei Interesse an weiteren Informationen melden Sie sich gerne unter sievers@landvolk-row-ver.de.

09.01.2023
Pflanzenschutzfachtagungen

LWK bietet Termine wieder in Präsenz an

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen bietet in 2023 wieder ihre Pflanzenschutzfachtagungen an. Im Verbandsgebiet wird es zwei Veranstaltungen geben, bei denen auch jeweils Jörn Ehlers oder Christian Intemann aus unserem Vorstand für das Grußwort zuständig sein werden. Außerdem ist eine Kurzinfo zur GAP vorgesehen sowie diverse Vorträge. Interessierte Landwirt*innen können sich mittels Webcode auf der Webseite der LWK anmelden.

Termin 1:

WANN: 18.01.2023 um 13 Uhr

WO: Helscher Hus, Schulstr. 2, 27389 Helvesiek

WEBCODE: 33008014

Termin 2:

WANN: 31.01.2023 um 13 Uhr

WO: Niedersachsenhof, Lindhooper Str. 97, 27283 Verden

WEBCODE: 33008019

05.01.2023
Landwirtschaft im Dialog

Gemeinsamer Aktionstag am Bremer Domshof

Am 20.1.23 findet der Aktionstag „Landwirtschaft im Dialog“ statt. Ziel ist es, Verbraucherinnen direkt in der Stadt anzusprechen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam mit dem Landvolk-Kreisverband Mittelweser werden wir einen Stand am Bremer Domshof - direkt gegenüber vom Wochenmarkt - initiieren. Von 10-14 Uhr werden wir dort mit unserem Infomobil und einer mobilen Melkkuh stehen. Dafür suchen wir noch Landwirtinnen, die sich beteiligen. Meldet euch dazu gern bei Silke Aswald (aswald@landvolk-row-ver.de).

02.01.2023
Handlungsempfehlungen der Tierärztlichen Hochschule

zur Vorbereitung von nutztierhaltenden Betrieben auf einen massiven Stromausfall

Die tierärztliche Hochschule in Hannover hat Handlungsempfehlungen zur Vorbereitung von nutztierhaltenden Betrieben auf einen massiven Stromausfall (sog. Blackout) veröffentlicht. Diese Veröffentlichung finden Sie HIER

02.01.2023
Mitgliederversammlung Landwirtschaftlicher Verein Kirchwalsede u. Umgebung

Der Landwirtschaftliche Verein Kirchwalsede u. Umgebung lädt Mitglieder, Freunde und Interessierte zur Mitgliederversammlung ein. Die Veranstaltung findet am Dienstag, den 10. Januar 2023, um 19:30 Uhr im Restaurant „Poseidon“ in Kirchwalsede statt.

Tagesordnung:

  1. Eröffnung und Begrüßung durch den Vorsitzenden
  2. Geschäfts- und Kassenbericht
  3. Entlastung von Vorstand und Kassenführung
  4. Vorstandswahlen
  5. Wahl eines Kassenführers
  6. Wahl neuer Kassenprüfer
  7. Kreisverbandsvorsitzender Jörn Ehlers zur aktuellen Agrarpolitik
  8. Bericht aus der Geschäftsstelle des Landvolkes, Geschäftsführer Alexander Kasten
  9. Aktuelles aus der Landwirtschaftskammer, Außenstellenbeauftragter Dr. Gert Kracke
  10. „Unsere Landwirtschaft, ein wichtiger Faktor zur Rettung unseres Lebensraumes, da sie den Klimawandel bremst.“- Vortrag von Cord Cordes
  11. Verschiedenes

Interessierte, die keine Mitglieder sind, sind ebenfalls herzlich willkommen, melden sich zur besseren Planung jedoch bitte unter sievers@landvolk-row-ver.de

Aktuelles aus dem Landesverband

26.09.2025
Deutschland erhöht Einfuhren von Rindfleisch
Milch und Rind

(AMI) Während die Schlachtungen und damit die Produktion von Rindfleisch in Deutschland zurückgehen, ist bei den Importen ein steigender Trend festzustellen. Im Zeitraum von Januar bis Juli 2025 wurden fast 237.500 t Rindfleisch eingeführt, das waren knapp 13 % mehr als im Vorjahr.

Beim Hauptlieferanten handelte es sich um die Niederlande, rund 27 % der Gesamtimporte stammten von dort. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum haben die Niederlande ihre Ausfuhren nach Deutschland um gut ein Zehntel erhöht. Noch deutlicher fiel der Anstieg beim zweitplatzierten, Polen, aus. Von dort erreichte uns fast ein Drittel mehr Rindfleisch als 2024. Unter den größten Lieferanten befanden sich hauptsächlich Mitgliedstaaten der EU. Mit Argentinien und Brasilien spielen jedoch auch Einfuhren aus Südamerika eine Rolle im deutschen Außenhandel mit Rindfleisch. Insgesamt ist der Anteil von Drittstaaten zwar gering, dennoch sind die Lieferungen aus Südamerika insbesondere bei Edelteilen für die Gastronomie von Bedeutung.

Ein Grund für die gestiegenen Importe liegt in der deutlich verringerten Eigenproduktion von Rindfleisch in Deutschland. Durch die jahrelang rückläufigen Bestände fallen die Schlachtzahlen 2025 bislang gut 7 % geringer aus als in den Vorjahren. Um dennoch ausreichend mit Rindfleisch versorgt zu sein, muss Deutschland mehr Ware aus dem Ausland einführen.

26.09.2025
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) In der 37. KW erfassten die deutschen Molkereien 0,1 % weniger Milch als in der Vorwoche. Das Vorjahresniveau wurde um 5,0 % übertroffen, auch die Menge aus 2023 liegt aktuell darunter. Preise für abgepackte Butter sind gesunken. Die Kemptener Notierung lag am 24.09.2025 bei 6,85 bis 7,35 EUR/kg. Die großflächige Preissenkung im Handel führte zu einer sprunghaft gestiegenen Nachfrage nach geformter Butter, die teilweise nicht sofort bedient werden konnte. Preis für Blockbutter stabil. In Kempten lag die Notierung bei 5,50-5,90 EUR/kg. Der Schnittkäsemarkt zeigt sich stabil bei saisonüblicher Nachfrage. Preise bleiben unter Druck, neue Abschlüsse erfolgen mit Abschlägen.

MMP-Markt etwas schwächer, weniger Abschlüsse. Die Nachfrage aus der Schokoladenindustrie und dem Export ist gering. VMP-Markt kaum Bewegung, Nachfrage gering sowohl bei den Herstellern als auch auf dem Weltmarkt.   Markt für Molkenpulver stabil. Futtermittelware leichte Preisschwäche, Lebensmittelware stabil. Molkenkonzentratpreise stabil.

26.09.2025
Verbändegespräch zu Milch mit BM Rainer
Milch und Rind

(DBV) Am 23.09.2025 fand ein intensiver Austausch zwischen BM Rainer und sechs führenden Verbänden der deutschen Milchwirtschaft statt. DRV, DBV, MIV, VDM und VBPM. Im Mittelpunkt stand die geplante Verschärfung der Gemeinsamen Marktordnung (GMO) durch die EU, insbesondere die verpflichtende Anwendung von Artikel 148. Die Verbände warnten vor gravierenden Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit und die Erzeugerpreise, da eine verpflichtende Einbeziehung der Produktionskosten und eine Revisionsklausel die Betriebe massiv belasten würde. Minister Rainer bekräftigte seine ablehnende Haltung gegenüber diesen Plänen.

26.09.2025
Globales Angebot drückt auf die Weizenkurse
Pflanzen

(AMI) Die Weizenkurse in Paris und Chicago gaben auf Wochensicht weiter nach. Besonders das große globale Angebot belastet die Kurse dies- und jenseits des Atlantiks. Die Hoffnung auf eine lebhaftere internationale Nachfrage begrenzt die Verluste.

Die Weizenkurse in Paris standen in der zurückliegenden Berichtswoche unter Druck. Der Fronttermin Dezember 25 schloss am 25.09.2025 bei 190,75 EUR/t, ein Minus von 1,50 EUR/t auf Wochensicht. Belastet wurde die Notierung dabei vorrangig vom großen globalen Angebot, resultierend aus den Ernten auf der Nordhalbkugel sowie der Aussicht auf ebenfalls große Ernte auf der Südhalbkugel, besonders in Argentinien und Australien.

Auch die jüngsten Prognosen schürten die bärische Stimmung am Markt. Der IGC hob seine monatliche Prognose für die weltweite Weizenerzeugung 2025/26 um 8 auf 819 Mio. t an. Der Getreidehandelsverband Coceral erhöhte unterdessen seine Schätzung für die Weichweizenproduktion 2025 in der EU-27+Großbritannien auf ein Zehnjahreshoch von 147,4 Mio. t gegenüber 125,6 Mio. t im Vorjahr. Im Juni hatte der Verband die Ernte noch auf 143,1 Mio. t taxiert.

Auch die jüngsten Außenhandelsdaten der EU brachten keine bullischen Argumente für den Markt. Nach Angaben der EU-Kommission hinken die Weichweizenexporte mit 4,1 Mio. t dem Vorjahresergebnis um 33 % hinterher. Allerdings sind die Daten nach wie vor unvollständig, da Frankreich fehlt. Rumänien lieferte bislang gut 2,1 Mio. t an den Weltmarkt und ist damit der größte Exporteur der EU, gefolgt von Litauen mit 0,6 Mio. t und Deutschland mit 0,4 Mio. t. Externe Schätzungen, die auf Daten der französischen Häfen beruhen, gehen jedoch davon aus, dass sich die französischen Exporte in Drittländer seit Beginn der Vermarktungssaison 2025/26 auf gut 0,8 Mio. t belaufen dürften.

Aufkeimende Importnachfrage begrenzt Abwärtstrend

Begrenzt wurden die Verluste durch die aufkeimende Nachfrage am Weltmarkt. Besonders die algerische Ausschreibung wurde als positives Signal angesehen. So soll der staatliche Getreideeinkäufer OAIC zwischen 600.000 und 700.000 t Mahlweizen gebucht haben. Bedient werden dürfte die Ausschreibung vorrangig durch Lieferanten aus der Schwarzmeerregion wie die Ukraine, aber auch Mitgliedsstaaten der EU in der Region. Kategorisch ausgeschlossen wurden Lieferungen aus Frankreich aufgrund der anhaltenden diplomatischen Spannungen zwischen Paris und Algier. Akteure gaben an, dass ukrainischer Weizen mit einem Proteingehalt von 11,5 % derzeit mit etwa 220 bis 223 USD/t fob der günstigste für die von Algerien gewünschten Liefertermine im November 2025 sei, gefolgt von russischem und rumänischem Weizen mit etwa 227 bis 230 USD/t. Französischer Weizen sei in Abhängigkeit vom Kontrakt an der Euronext und dem Wechselkurs des Euros 2 bis 4 USD/t teurer als russischer Weizen, heißt es. Jordanien wurde auch aktiv und buchte über mehrere Ausschreibungen 60.000 t Mahlweizen. Marktakteure hoffen, dass diese Käufe einen Impuls für weitere Nachfrage, besonders im Nahen Osten, liefern.

Zudem bewerteten Marktteilnehmer die jüngsten Drohnenangriffe der Ukraine auf den russischen Hafen von Noworossijsk. Nach russischen Angaben wurden allerdings weder Schiffe noch Hafeninfrastruktur bei dem Angriff beschädigt. Des Weiteren bot auch die nach wie vor geringe Abgabebereitschaft der Erzeuger und der damit festere Kassamarkt den Kursen Unterstützung.

26.09.2025
Preise am Brotgetreidemarkt können sich behaupten
Pflanzen

(AMI) Am Markt für Brotgetreide dominiert die Einlagerung. Neugeschäft bleibt dünn. Die Terminmarktkurse und Großhandelspreise geben nach, während Erzeugerpreise weitgehend standhalten.

Am heimischen Brotgetreidemarkt bleibt das Neugeschäft überschaubar. Viele Betriebe setzen auf festere Preise, lagern ein und bedienen vorrangig bestehende Kontrakte; die Abgabebereitschaft ist entsprechend gering. Auf der Terminseite schwankten die Notierungen, ohne ein klares Signal für den Kassamarkt zu senden. Stützend wirkten höhere bzw. wieder aktivierte Ausfuhrabgaben/-steuern und Exportbeschränkungen in wichtigen Ursprungsländern wie Russland, Indien und Argentinien. Das schränkt das Angebot am Weltmarkt tendenziell ein und verbessert die Wettbewerbsposition von EU-Weizen. Dämpfend wirkt jedoch das global reichliche Angebot. Mangels frischer Ausschreibungen bleibt das Exportgeschäft verhalten.

Die Großhandelspreise folgten den Terminnotierungen mit Verzögerung und gaben im Vorwochenvergleich durchweg um 1 EUR/t nach. In Hamburg notierte prompter Qualitätsweizen bei 211 EUR/t und Brotweizen bei 203 EUR/t. Am Niederrhein wurde Brotweizen prompt mit 201 EUR/t bewertet, Brotroggen prompt mit 179 EUR/t. Neuabschlüsse bleiben rar; Prämien zeigen je nach Abnahmefenster wenig Dynamik.

Im Gegensatz zu den Kursen am Terminmarkt und den Großhandelspreisen konnten sich der Brotgetreidepreise am heimischen Markt behaupten. Brotweizen frei Erfasserlager kostete im Bundesmittel mit 163,88 (146–178) EUR/t nahezu genauso viel wie in der Vorwoche. Brotroggen zog binnen Wochenfrist um 0,84 EUR/t auf 141,17 (121–160) EUR/t an. Qualitätsweizen büßte 0,36 EUR/t ein und notiert bei 172,31 (161–186) EUR/t. Eliteweizen verlor 0,58 EUR/t auf 181,49 EUR/t. Braugerste erhöhte sich um 0,06 EUR/t auf 173,42 (158–190) EUR/t.

Regional bleibt das Bild einheitlich ruhig. Im Norden dominieren Einlagerung und Feldarbeiten; im Osten entwickelten sich die Brotgetreidepreise überwiegend stabil bis schwächer, Abschlüsse gibt es meist nur aus Platz- oder Liquiditätsgründen. Ebenso im Westen. Im Süden bleibt der Handel sehr verhalten mit leichter Schwäche, teils wetterbedingten Unterbrechungen der Arbeiten. Parallel bindet die Silomaisernte deutschlandweit Kapazitäten; die Wintergetreideaussaat läuft dort, wo die Flächen abgetrocknet sind, und wird überwiegend als günstig eingeschätzt.

Ohne anziehende Preise dominiert auf Erzeugerseite absehbar weiter die Einlagerung; verkauft wird primär aus Platz- oder Liquiditätsgründen. Auf Käuferseite bleibt die Nachfrage der Mühlen und des Exportes verhalten; homogene Partien sind verfügbar, aber es fehlen Impulse durch Ausschreibungen. Die Prämien franko Mühle/Hafen halten sich – regional unterschiedlich – knapp über Vorwochenlinie, klare Trendwechsel bleiben aus. Daher dürfte es am Kassamarkt ohne neue Importtender aus Nordafrika oder dem Nahen Osten und deutlichere Impulse vom Terminmarkt auch mit Blick auf den Oktober ruhig bleiben.

26.09.2025
Raps widersetzt sich Kursrückgang
Pflanzen

(AMI) Auch wenn sich die Terminmarktnotierungen abwärts bewegen, können sich die Erzeugerpreise für Raps befestigen. Die Preissteigerungen reichen jedoch nicht aus, um die Abgabebereitschaft merklich zu beleben.

Die Pariser Rapsnotierungen bewegten sich im Wochenverlauf Auf und Ab, zeigten insgesamt allerdings eine leicht rückläufige Tendenz. So schloss der Fronttermin November am 25.09.2025 bei rund 472,25 EUR/t und damit 3,50 EUR/t unter dem Niveau der Vorwoche. Etwas deutlicher fällt das Minus dagegen für den Folgetermin Februar 2026 aus, dieser notiert rund 6 EUR/t niedriger. Druck kommt dabei von dem größeren EU-Rapsangebot sowie rückläufigen Notierungen an der Börse in Winnipeg. Bei günstiger Witterung schreiten die Erntearbeiten in den kanadischen Prärien zuletzt zügig voran, was das Angebot saisontypisch vergrößert.

Entgegen den rückläufigen Vorgaben seitens der Pariser Börse können sich die Kassapreise für Raps auf Wochensicht befestigen. So sind auf Erzeugerebene für Partien der Ernte 2025 zuletzt rund 445,10 EUR/t im Gespräch, ein Plus von 3,80 EUR/t im Vergleich zur Vorwoche. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 440-465 EUR/t. Die Handelsaktivität am heimischen Rapsmarkt verläuft weiterhin in ruhigen Bahnen. Es verkauft nur, wer verkaufen muss – sei es aus Platz- oder Liquiditätsgründen. Andernfalls wird eingelagert und in Hoffnung auf weitere Preissteigerungen vorerst abgewartet.

Gebietsweise fiel der Startschuss für die diesjährige Sonnenblumen- und Sojabohnenenernte. Ersteres erzielte auf leichteren Böden im Osten des Landes bislang rund 20 dt/ha. Niederschlagsbedingt pausieren die Arbeiten jedoch in einigen Regionen. Aus Sachsen-Anhalt wird zudem von den ersten Ernteergebnissen bei Sojabohnen berichtet, die sich mit rund 23 dt/ha im üblichen Rahmen bewegen. Der Raps hat sich in den meisten Beständen gut entwickelt und läuft weitgehend problemlos auf. Eine Ausnahme bildet Sachsen, wo es erhebliche Schäden durch den Rapserdfloh gibt. Landwirte reagieren hier mit wiederholten Maßnahmen, um die Kulturen zu retten.

Angehobene Ertragsprognose für deutsche Herbstkulturen

Im August bis Mitte September befanden sich die deutschen Feldbestände zum Großteil in ihrer Wachstumsphase. Im Süden des Landes begünstigten dabei Niederschläge die Kornfüllung und Wurzelwachstum. Im Norden und Osten schränkte dagegen die anhaltende Trockenheit im August die Entwicklung ein. Das beschleunigte jedoch gleichzeitig die Reifung. Indes verliefen die Aussaatarbeiten für Raps überwiegend unter günstigen Bedingungen. Einzig im Westen und Südwesten kam es zu regenbedingten Unterbrechungen, während im Norden die mangelnde Bodenfeuchte das gleichmäßige Auflaufen behinderte. Die Wetterprognosen für die kommenden Wochen deuten auf ausreichend Niederschläge und Sonne hin, was die Entwicklung der Kulturen begünstigen dürfte.

Deutschland bezieht weniger Raps aus dem Ausland

Die Saison 2025/26 startet mit schleppenden Rapsimporten, denn die größere Ernte limitiert den Importbedarf. So bezog Deutschland im Juli rund 324.000 t Raps aus dem Ausland und damit knapp 7 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Großteil von 102.000 t stammt dabei aus Rumänien. Damit konnte das Land seine Liefermengen gegenüber Vorjahr nahezu verfünffachen. Auf Platz 1 der wichtigsten Herkunftsländer rangiert Frankreich, dicht gefolgt von Australien. Während ersteres mit 67.000 t rund 93 % mehr lieferte, reduzierte letzteres sein Volumen dagegen um 59 %. Auch aus der Ukraine, Polen und Tschechien kam weniger Raps. Dagegen konnten Serbien, Belgien und Spanien ihre Lieferungen steigern.

26.09.2025
Woche der Bevorratungsaktionen für Kartoffeln
Pflanzen

(AMI) Viele Werbeanstöße für Speisekartoffeln in größeren Packgebinden beleben das Geschäft teilweise. Die Aktionspreise sind nicht viel niedriger als im Vorjahr, die Erzeugerpreise schon, vor allem wenn die Qualitäten nicht bestens sind.

Die Nachfrage nach Kartoffeln profitiert diese Woche von den vielen Werbeanstößen im LEH. Allerdings stellt die Marktbeobachtung der AMI gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von damals erfassten 45 auf nun 37 Nennungen von Speisekartoffeln in den ausgewerteten Prospekten fest. Dafür sind aber die größeren Packmaße häufiger und die Preise niedriger. Zum Herbstanfang 2024 gab es trotz völlig anderer Marktlage durchaus auch Preise von 0,40 EUR/kg für Kartoffeln in 7,5 oder 10,0 kg. Packungen. Diese Marke wird aktuell sogar noch mit 0,35 EUR/kg unterboten – allerdings selten. Darstellbar ist der Preis ohne große Anstrengung für die Vermarkter, zahlen diese den Landwirten mitunter für Aktionsware sogar weniger als 0,10 EUR/kg. Das häufige Auftauchen der Kartoffeln in Werbeprospekten mag dem Absatz förderlich sein, dass zeigte sich schon im August, ob aber die großen Packmaße noch viel nachgefragt werden, wird von manchem bezweifelt.

Die Kartoffelernte schreitet vor allem im Norden weiterhin flott voran, auch wenn es mancherorts im Nordosten etwas zu trocken wird. Der Süden sieht aktuell teils sehr viel Regen, der die Ernte unterbricht. Allerdings ist im Südwesten nicht mehr so viel zu bergen, nur in Bayern steht noch ein relativ großer Anteil des diesjährigen Aufwuchses an. Marktrelevant sind Erntebehinderungen aktuell nicht.

Auf Erzeugerstufe hat sich die Marktlage nicht geändert. Viele würden gerne mehr Kartoffeln ihrer wohl überschüssigen Ernte direkt vom Feld verkaufen, es gibt aber zu wenig Nachfrage. Einzelne finden ein Ventil im Export, viele müssen das, was sich absehbar nicht verkaufen lässt, anderweitig verwerten. Der Handel kann derzeit selbst bei guten Qualitäten aus den Vollen schöpfen. Den Preis noch weiter zu drücken, versucht man nicht unbedingt, vor allem nicht bei den besten Stammlieferanten. So bleibt auch beim Preisgefüge diese Woche alles wie in der Vorwoche: die genannten Notierungen werden für gute Qualitäten gewährt, weichen die Qualitäten aber ab, gibt es aber spürbare Preisabzüge, wie es aus verschiedenen Regionen heißt.

26.09.2025
Zwiebelernte kommt im Norden schnell voran
Pflanzen

(AMI) Günstige Witterungsbedingungen lassen die heimische Zwiebelernte schnell voranschreiten. Das Qualitätsbild ist regional unterschiedlich, wird jedoch insgesamt als besser beschrieben als im Vorjahr.

Die trockenen Witterungsbedingungen im Norden Deutschlands sorgen für gute Erntevoraussetzungen in der laufenden Woche. Es konnte bereits ein Großteil der diesjährigen Ernte an gelben Speisezwiebeln eingefahren werden und auch in dieser Woche kommen weitere nennenswerte Mengen dazu. Die Ernte bei roten Zwiebeln ist auch im Norden nahezu abgeschlossen. Damit wird auch die Einlagerung dieses Jahr voraussichtlich früh abgeschlossen, nachdem bereits die Aussaat zeitig und planmäßig vollendet werden konnte. Die Qualitäten bei gelben Zwiebeln scheinen regional unterschiedlich zu sein: Regionen mit zahlreicheren Niederschlägen berichten vereinzelt von Halsfäule, trockenere Anbauregionen melden ansprechende Qualitäten. Alles in Allem ist die Kondition der Zwiebeln besser als im Vorjahr.

Die Herbstaktionen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) haben die Inlandsnachfrage diese Woche leicht angekurbelt. Auch wenn sich die Preise in diesem Jahr auf schwachem Niveau halten, so bleiben sie weiterhin stabil. Auch bei roten Zwiebeln hält sich das Preisniveau konstant. Dennoch werden vereinzelt auch Partien zweiter Wahl mit Preiszugeständnissen vermarktet.