Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

06.02.2023
Niedersachsens Landwirtschaft kehrt in die Hauptstadt ein

Eure Landwirte auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin

Die Internationale Grüne Woche Berlin (IGW), meist kurz Grüne Woche genannt, konnte nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause vom 20. bis 29. Januar 2023 zum 87. Mal in Berlin stattfinden. Die Agrarmesse zählte 2023 rund 300.000 Besucher*innen. Dies sind zwar 100.000 weniger als im Rekordjahr vor der Pandemie, jedoch war dies angesichts aktueller wirtschaftlicher Probleme etwa durch die Energiekrise, durch den russischen Angriff auf die Ukraine und der hohen Inflation im Vorfeld abzusehen. Die meisten Aussteller*innen zeigten sich dennoch zufrieden mit ihrem Geschäft in zehn Messetagen. Eine generelle Konsumverweigerung war nicht feststellbar.

Auch die Landvolk-Imageinitiative „Eure Landwirte – Echt grün e.V.“ begeisterte in Kooperation mit der Walsroder Brauerei Schnuckenbräu das Messepublikum mit einem Stand in der Niedersachsenhalle. Der Stand im Design einer alten Gaststätte bot den Besucher*innen durch viele digitale Elemente einen Spagat zwischen Tradition und Moderne. Das Konzept fand hohen Zuspruch und lockte eine Vielzahl interessierter Besucher*innen, die vor Ort die Möglichkeit tiefgründiger Gespräche über die Landwirtschaft wahrnahmen. Ob Tierhaltung, Ackerbau, Direktvermarktung, moderne Technologie oder Artenvielfalt und Klima, die Themenvielfalt war groß. „Als Initiative für die niedersächsische Landwirtschaft ist es uns wichtig, nah an der Gesellschaft zu sein, wir möchten authentisch und erlebbar sein. Die IGW ist hierfür die perfekte Plattform, denn sie bietet uns die Möglichkeit mit den Menschen in einen wertvollen Austausch zu kommen und als verlässliche Ansprechpartner*innen wahrgenommen zu werden.“ stellt der Vorsitzende des „Eure Landwirte – Echt grün e.V.“, Hendrik Lübben, den Wert des Messeauftritts dar. Neben den buntgemischten Messebesucher*innen wurden auch Ehrengäst*innen auf dem Stand empfangen. Hierfür wurde eigens eine repräsentative Empfangsmöglichkeit, das sogenannte „Bürgermeisterzimmer“, geschaffen, um eine Privatsphäre für die Gespräche mit den Gäst*innen zu schaffen. Genutzt wurden die Räumlichkeiten jedoch nicht nur von verschiedenen Bürgermeister*innen, sondern auch von weiteren Politiker*innen auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene sowie Presse- und Medienvertreter*innen. So nahmen neben Silvia Breher (stv. Bundesvorsitzende CDU) und Jens Gieseke (MdEP, CDU) auch Miriam Staudte (Landwirtschaftsministerin Niedersachsen) dankend die Gesprächsangebote auf dem Messestand wahr.

Nach zehn Tagen intensiver Messeerfahrungen zieht der Geschäftsführer von „Eure Landwirte – Echt grün e.V.“ Andre Brunemund folgendes Resümee: „Wir freuen uns über die zahlreichen interessierten Gespräche über die niedersächsische Landwirtschaft und unsere Tätigkeit als Initiative. Wir haben viel Zuspruch für unsere Arbeit durch die Besucher*innen unseres Standes erfahren. Das bestärkt uns darin, weiterhin auch den direkten Dialog mit den Verbraucher*innen zu suchen, was wir in diesem Jahr durch eine Roadshow durch Niedersachsen auch ausbauen werden.“

02.02.2023
Kommentar

von Jörn Ehlers, Vorsitzender Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e. V.

Liebe Mitglieder,

es wird gesagt, uns Landwirten lege man als Kleinkind einen Stein auf die Brust, damit wir beizeiten das Jammern lernen. Diesen Eindruck mag ein Außenstehender bekommen, wenn er unsere Branche betrachtet und liegt damit derzeit gar nicht so falsch. Uns Landwirte bedrückt vieles, was manchmal schwerer zu (er-)tragen ist als ein kleiner Stein. Oft geringe Wertschöpfung sowie wenig Wertschätzung der Gesellschaft und dazu noch unsinnige Bürokratie in deutscher Gründlichkeit. Darunter lassen sich die wesentlichen derzeit diskutierten Probleme der Landwirtschaft einigermaßen zusammenfassen.

Ich halte es für richtig, Probleme, die uns betreffen, deutlich anzusprechen, um darauf Aufmerksam zu machen. Nur so kann es gelingen Verbesserungen herbeizuführen und den Druck zu verringern. Gefühlt nimmt die Anzahl der Probleme aber in einer atemberaubenden Geschwindigkeit zu, während Verbesserungen und echte Lösungen auf sich warten lassen. Wirklich neu sind diese gerade von mir gemachten Feststellungen nicht. Aber warum schreibe ich darüber? Ich mache mir Sorgen, dass wir als Branche die positiven Aspekte unseres Berufes und möglichen Chancen zu sehr aus den Augen verlieren, weil wir mit „jammern“ beschäftigt sind. Nicht falsch verstehen! Es gibt ernste Probleme für uns als Landwirtschaft, die gelöst werden müssen. Das fängt bei der Diskussion um die Zukunft der Tierhaltung an, geht über die „roten Gebiete“ bis hin zu Einschränkungen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und vielen anderen Themen. Alle diese Probleme löst niemand alleine, dem müssen wir uns gemeinsam annehmen. Dafür stehen uns auch unsere Verbände und Organisationen zur Seite – mit den Fachleuten im jeweiligen Gebiet.

Es gibt aber auch die andere Seite, über die wir mit Begeisterung sprechen sollten, wenn es um Landwirtschaft geht: Wir haben tollen Berufsnachwuchs mit immer mehr Quereinsteigern, modernste Technik, die uns die Arbeit erleichtert, gestiegene Wertschätzung für Versorgungssicherheit, bessere Preise in einigen landwirtschaftlichen Bereichen und jeden Morgen den besten Beruf der Welt direkt vor der Haustür. Auch darüber sollten wir sprechen. Das tut uns, aber auch unserer Branche gut.

Jörn Ehlers, Vorsitzender Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e. V.

31.01.2023
Landesdüngeverordnung bringt weiterhin keine Planungssicherheit

Das Landvolk Niedersachsen sieht in der am 31.01.2023 von der Landesregierung beschlossenen Änderung der Niedersächsischen Düngeverordnung keinen Fortschritt im Tauziehen um Gerechtigkeit und Planungssicherheit für die Landwirt*innen in Niedersachsen. „Die neue Gebietskulisse gilt nur für eine kurze Übergangszeit in diesem Jahr. Für 2024 wird schon wieder ein neues Verfahren zur Abgrenzung der sogenannten roten Gebiete nötig sein“, bemängelt Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies.

Hennies hat nicht nur kein Verständnis für die fehlende Planungssicherheit, er kritisiert auch das künftige geplante Verfahren scharf: „Wir haben einen nationalen Alleingang in Deutschland. In keinem der EU-Mitgliedstaaten gibt es ein vergleichbares Vorgehen. Die EU-Kommission erzwingt ein Verfahren, das wissenschaftlich nicht abgesichert ist“, begründet der Landvolkpräsident seine kritische Haltung zur Anpassung der Landesdüngeverordnung. „Das ist eine vertane Chance.“

Die Hinzurechnung des natürlichen Nitratabbaus (Denitrifikation) zu gemessenen Nitratgehalten im Grundwasser basiert auf einer international bisher nicht anerkannten Forschungsmethodik, vergrößert die Gebietskulisse ab 2024 voraussichtlich aber ganz extrem. Die Landwirt*innen haben nach Einschätzung des Landesbauernverbandes keine Möglichkeit, über die Düngung die Messwerte kurz- und mittelfristig zu verbessern. „Das Verursacherprinzip wird weiterhin verletzt“, so Hennies.

Das Landvolk erwartet, dass die Bundesregierung ihre Untätigkeit bei der Einführung von Regelungen im Düngerecht endlich aufgibt und noch im laufenden Jahr praxistaugliche Vorschläge vorlegt, damit Landwirt*innen in den „roten Gebieten“ eine Chance bekommen, über gewässerschonende Bewirtschaftung aus dem Verbot der pflanzenbedarfsgerechten Stickstoffzufuhr herauszukommen. Bis dahin sei das Verständnis groß, wenn Landwirt*innen keine andere Möglichkeit mehr sähen, als die Gerichte anzurufen.

Die neue Verordnung tritt nach Angaben der Landesregierung mit Veröffentlichung im Niedersächsischen Gesetz- und Verordnungsblatt zur nächsten Düngesaison in Kraft. Weitere Informationen finden Sie HIER.

31.01.2023
Zukunftstag 2023

Landvolk-Kreisverband vermittelt Kinder auf Höfe

Es ist wieder soweit: Am 27. April geht der Zukunftstag in die nächste Runde. Wie immer stehen wir als Landvolk-Kreisverband in Kontakt mit Schulen aus unserem Verbandsgebiet und vermitteln interessierte Schüler*innen an landwirtschaftliche Betriebe.

Auf diesem Wege möchten wir alle Mitglieder dazu ermutigen, sich an diesem Tag zu engagieren und Kinder auf dem eigenen Hof aufzunehmen. Auf diese Weise lernen die Schüler*innen das breite Aufgabenfeld auf einem landwirtschaftlichen Betrieb kennen und ihr könnt die Leidenschaft, die ihr tagtäglich in eure Arbeit steckt, weitertragen.

Ihr tragt damit einen wichtigen Bestandteil zu positiver Öffentlichkeitsarbeit bei.

Info: Schüler*innen, die noch auf der Suche nach einem passenden Betrieb sind, melden sich gern bei Silke Aswald (aswald@landvolk-row-ver.de)

31.01.2023
Umfrage der Hochschule Emden/Leer

zur Ermittlung von Potenzialen in der Landwirtschaf

Im Rahmen verschiedener Projekte liegt im Agrarland Niedersachsen der Fokus auf der Landwirtschaft. Auch die Hochschule Emden/Leer ist an Projekten, z. B. H2Agrar, mit Bezug zur Landwirtschaft und erneuerbaren Energien beteiligt. Zur Ermittlung von Potenzialen in der Landwirtschaft wurde eine anonyme Umfrage erstellt, die möglichst vielen Akteur*innen in der Landwirtschaft zugänglich gemacht werden soll. Denn je mehr Basisdaten vorliegen, desto fundierter lassen sich Modelle erstellen und umso realistischer können Szenarien, bspw. die dezentrale Versorgung von Land-/Nutzfahrzeugen mit grünem Wasserstoff, abgebildet sowie die Herausforderungen der Energiewende genommen werden. Im Rahmen der Umfrage werden mitunter Daten zu den Nutzfahrzeugen, Landwirtschaftlichen Flächen, Erneuerbaren Energien und Energiebedarfen abgefragt. Die Datensätze lassen sich keiner Einzelperson zuordnen und werden neben der Auswertung im Kontext der Forschungsprojekte keinen Dritten zugänglich gemacht.

Die anonyme Umfrage wurde mit der Software LamaPoll erstellt und dauert etwa 15 Minuten. Hier gelangen Sie direkt zur Umfrage.

17.01.2023
Digitaler Agrarpolitischer Jahresauftakt 2023

Am 18. Januar 2023 um 16.00 Uhr im Livestream

Landwirtschaft und Ernährung im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche 2023 auf die politische Agenda gebracht werden und den Fraktionsvorsitzenden der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien die Möglichkeit geben werden, Ihre Schwerpunkte und Ziele für das anstehende Jahr vorzustellen. Dabei geht es nicht nur um die Agrar- und Ernährungspolitik, sondern auch um die klima-, wirtschafts-, umwelt- und mittelstandspolitische Programmatik. Wir sehen, dass Versorgungssicherheit keine Selbstverständlichkeit ist. Gemeinsam müssen wir es schaffen, die Anforderungen des Transformationsprozesses mit der Realität an den Märkten zusammenzubringen. Das ist neben dem Schutz von Klima und Artenvielfalt sowie der Bewältigung des Klimawandels die zentrale Herausforderung der kommenden Jahre. Dazu möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen und Sie zum Digitalen Agrarpolitischen Jahresauftakt des Deutschen Bauernverbandes e.V. einladen, der am 18. Januar 2023 im Zeitraum von 16.00 bis ca. 17.45 Uhr stattfindet. Begrüßt werden in diesem Format die folgenden Gäste:

• Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes e.V.
• Alexander Dobrindt, MdB Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag
• Christian Dürr, MdB Vorsitzender der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag
• Cem Özdemir, MdB Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft
• Friedrich Merz, MdB Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
• Amira Mohamed Ali, MdB Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag
• Dr. Rolf Mützenich, MdB Vorsitzender der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag
• Britta Haßelmann, MdB Vorsitzende der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Deutschen Bundestag
• Dr. Alice Weidel, MdB Vorsitzende der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag
• Moderation: Thomas Kreutzmann

Der Livestream des Digitalen Agrarpolitischen Jahresauftakts wird am 18. Januar 2023, um 16.00 Uhr, auf www.bauernverband.de übertragen. Dort finden Sie auch das weitere Programm des Deutschen Bauernverbandes im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2023.

16.01.2023
Wichtige Mitteilung zum Strombezug

der Landvolk Betriebsmittel GmbH

Stromkunden mit einem Jahresverbrauch über 10.000 kWh erhalten aktuell ein Schreiben „Herzlich Willkommen bei EWE – Ihre gesetzliche Ersatzversorgung“. Über dieses Schreiben sei die Landvolk Betriebsmittel GmbH (LVB) vorab leider nicht informiert gewesen. Laut diesem Schreiben ende die Ersatzversorgung nach drei Monaten – also zum 31.03.2023. Die Belieferung könne durch die EWE danach eingestellt werden, sofern kein Liefervertrag mit der EWE oder einem anderen Energieversorger vorliege.

Die LVB teilt mit, dass sie derzeit intensiv an einem Stromangebot für ihre Mitglieder arbeitet, um eine unterbrechungsfreie Versorgung zu gewährleisten.

Aktuell prüfe die LVB die rechtlichen Grundlagen des Schreibens und die damit verbundenen Auswirkungen. Die LVB melde sich, bis spätestens Mitte Februar 2023, sobald ihr ein Stromvertrag vorliegt. Falls dies nicht der Fall sei, melde sich die LVB ersatzweise mit einer alternativen Vertragsempfehlung.

Aufgrund der derzeitigen Situation besteht sowohl im Kreisverband, als auch bei der LVB ein enormes Telefonaufkommen. Von beiden Seiten wird versucht jede Anfrage schnellstmöglich zu beantworten, wir bitten um Verständnis.

12.01.2023
Winterveranstaltung

des Landwirtschaftlichen Vereins Visselhövede

Am 17. Januar findet die Winterveranstaltung des Landwirtschaftlichen Vereins Visselhövede statt. Interessierte dürfen sich für weitere Informationen gerne an den Vorsitzenden Heiko Twiefel unter info@heiko-twiefel.de wenden.

10.01.2023
Tatkräftige Helfer*innen gesucht

Unterstedt pflanzt 400 Sträucher

Mit dem Projekt „Eigene Vielfalt. Gemeinsam zum Biotopverbund mit Naturschutz & Landwirtschaft“ soll der Biotopverbund durch gebietseigene Gehölze gestärkt werden. Auf den gemeindeeigenen Wegrain am Schwedenkamp westlich von Unterstedt sollen durch insgesamt 400 neue Sträucher der Lebensraum an den landwirtschaftlich genutzten Flächen aufgewertet werden. Mit der Hecke soll ein neues Vernetzungselement und Lebensraum für Vögel, Schmetterlinge und Wildbienen entstehen.

Hierfür suchen wir noch Unterstützer*innen die Lust haben mit uns gemeinsam 400 Sträucher zu pflanzen.

  • Mitzubringen sind wetterfeste Kleidung (insbesondere Schuhe), Arbeitshandschuhe und Spaten wenn vorhanden.
  • Für eine kleine Stärkung wird gesorgt!
  • Wer mitmachen möchte, kann am 28.01. zwischen 11 und 15 Uhr zum Schwedenkamp (siehe Karte) kommen. Über Anmeldungen im Vorfeld an jakob.klucken@nds.bund.net würden wir uns freuen, diese sind aber nicht erforderlich.

Das Projekt wird gemeinsam von Landvolk, BUND Niedersachsen und Landwirtschaftskammer sowie Stiftung Kulturlandpflege und in Zusammenarbeit mit der Stadt Rotenburg und dem Ortsrat Unterstedt durchgeführt und ist mit den anliegenden Landwirt*innen abgestimmt. Gefördert wird es durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung.

09.01.2023
Einladung Informationsveranstaltung rote Gebiete / Düngeverordnung

Montag, 30.01.2023 um 14 Uhr im Niedersachsenhof

Da in diesem Januar noch die Beschlussfassung über die neue Kulisse der roten Gebiete und damit eine erneute Änderung des Düngeplanung erfolgen wird, laden wir unsere Mitglieder herzlich zu einer Informationsveranstaltung zu der kommenden Kulisse, ihrer fachlichen Bewertung und den Auswirkungen auf die Düngeplanung und Bewirtschaftung ein. Die Veranstaltung wird am Montag, den 30.01.2023, um 14 Uhr im Niedersachsenhof in Verden stattfinden. Bitte meldet Euch für die Teilnahme an der Veranstaltung bei Frau Vajen unter der E-Mail vajen@landvolk-row-ver.de an.

Wir konnten den Gutachter unserer Klagen gegen die Düngeverordnung, Herrn Hydrogeologen Dr. Stephan Hannappel, Hydor Consult GmbH, Berlin, und Frau Bianca Hinck, Beraterin in der Gewässerschutzberatung und Düngeverordnung der Landberatung Rotenburg, für diese Veranstaltung gewinnen und freuen uns auf ihre Vorträge, Einschätzung und Ratschläge.

Herr Dr. Hannappel wird über die bevorstehenden Änderungen der Nitratkulisse sowie den Zustand der Messstellen in unserem Kreisgebiet referieren. Frau Hinck wird über „Pflanzenbauliche Maßnahmen zur Reduktion von Nitratgehalten im Sickerwasser“ berichten.

Wir freuen uns über eine rege Teilnahme.

Aktuelles aus dem Landesverband

19.12.2025
Brotgetreidemarkt geht ohne Schwung in die Weihnachtspause
Pflanzen

(AMI) Schwache Weizenkurse an der Pariser Börse setzen den Brotgetreidemarkt weiter unter Druck. Zum Jahresende bleibt das Geschäft ruhig, Erzeuger- und Großhandelspreise geben nach.

Am deutschen Brotgetreidemarkt hat sich die vorweihnachtliche Zurückhaltung weiter verfestigt. Der Handel beschränkt sich nahezu vollständig auf die Abwicklung bestehender Kontrakte, während Neugeschäft kaum zustande kommt. Sowohl auf Erzeuger- als auch auf Abnehmerseite fehlt es an Kauf- und Verkaufsimpulsen. Viele Marktteilnehmer haben ihre Vermarktung für dieses Jahr abgeschlossen und richten den Blick bereits auf das neue Jahr. Logistische Engpässe zum Jahresende und steigende Transportkosten begrenzen zusätzlich die Aktivitäten.

Der Terminmarkt drückt auch auf die Preise auf Großhandelsebene. Für Brotweizen werden franko Hamburg aktuell 195 EUR/t genannt und damit 1 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Am Niederrhein fällt der Rückgang deutlicher aus: Hier kostet Brotweizen mit 195 EUR/t rund 5 EUR/t weniger als zuletzt. Brotroggen wird franko Niederrhein mit 179 EUR/t bewertet und liegt damit 1 EUR/t unter Vorwochenlinie. Auch auf Großhandelsebene unterstreichen die Rückgänge die ruhige Marktlage und das fehlende Kaufinteresse zum Jahresende.

Diese Entwicklung schlägt zunehmend auf den Kassamarkt durch. Im Bundesdurchschnitt geben die Erzeugerpreise für Brotgetreide leicht nach. Für Brotweizen werden aktuell 167,12 (145-184) EUR/t frei Erfasserlager genannt, das sind 1,86 EUR/t weniger als in der Vorwoche und 2,37 EUR/t unter dem Monatsmittel November. Qualitätsweizen verliert im Wochenvergleich 2,42 EUR/t und notiert mit 170,76 (151-188) EUR/t zugleich 3,37 EUR/t unter dem Vormonat. Auch Brotroggen zeigt sich schwächer und wird mit 142,93 (122-170) EUR/t bewertet, ein Minus von 0,86 EUR/t zur Vorwoche und 1,72 EUR/t gegenüber November. Braugerste gibt im Wochenvergleich um 1,67 EUR/t auf 163,80 (140-180) EUR/t nach, liegt damit jedoch weiterhin 1,08 EUR/t über dem Monatsmittel November. Insgesamt bleiben die Preisbewegungen gering und spiegeln die sehr niedrigen Umsätze zum Jahresende wider.

Auf den Feldern präsentieren sich die Winterungen überwiegend in gutem Zustand. Die Feldarbeiten sind abgeschlossen, vielerorts hat die Winterruhe eingesetzt. Aus pflanzenbaulicher Sicht wird auf eine stabilere Kältephase gehofft, um das Bestandswachstum zu bremsen. Marktseitig dürfte sich bis zum Jahreswechsel an der ruhigen Lage wenig ändern. Neue Impulse werden frühestens im Januar erwartet – dann bleibt abzuwarten, ob sich der Terminmarkt stabilisiert und wieder mehr Kaufinteresse entsteht.

19.12.2025
Umsätze am Rapsmarkt bleiben überschaubar
Pflanzen

(AMI) Angesichts der baldigen Weihnachtsfeiertage bleibt die Nachfrage am Rapsmarkt verhalten. Ohnehin bietet das aktuelle Preisniveau kaum Anreiz zum Verkauf.

Die Pariser Rapsnotierungen konnten ihr Niveau kurz vor Weihnachten nicht halten und verzeichnete fünf Tage in Folge rote Zahlen. So schloss der Fronttermin Februar 26 am 18.12.2025 bei 461 EUR/t und verlor damit kräftig um 17,75 EUR/t im Vorwochenvergleich. Auch Partien der Ernte 2026 tendieren schwächer. Neben schwachen US-Soja- und Rohölnotierungen übte dabei auch das weltweit üppige Angebot Druck aus. Mit dem zuletzt festen Euro verteuern sich zudem EU-Partien für Abnehmer aus anderen Währungsländern, was die Wettbewerbsfähigkeit am Weltmarkt deutlich schmälert.

Mit dem Minus in Paris geht es auch auf Großhandelsebene abwärts. Bei unverändertem Aufgeld sind für Partien zur Lieferung ab Januar 2026 franko Hamburg rund 475 EUR/t möglich und damit 2 EUR/t weniger als noch in der Woche zuvor. Gleiches gilt für Partien franko Niederrhein, auch hier vergünstigen sich Partien zur Lieferung ab Januar auf Wochensicht um 2 auf 485 EUR/t. Preismeldungen für Ware zur Lieferung im Dezember sind nicht mehr erhältlich. Dabei bleibt es insgesamt ruhig, lediglich im Norden des Landes wird vereinzelt von Umsätzen berichtet. Andernorts kehrt bereits vorweihnachtliche Ruhe ein. Die Importe laufen indes stetig. Im Dezember wurde vermehrt Ware gesucht, für die zweite Januarhälfte finden sich dagegen kaum Abnehmer. Die Ernte 2026 bleibt indes kaum besprochen.

Die Preisentwicklung am Kassamarkt spiegelt in der 51. KW die Entwicklung an den Terminmärkten wider. So werden auf Erzeugerstufe aktuell im Bundesdurchschnitt 452 EUR/t genannt. Damit liegt der Durchschnittspreis 3,50 EUR/t unter Vorwoche. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 426-470 EUR/t. Von Verarbeiterseite besteht auch weiterhin kaum Kaufinteresse. Für die Zeit von Weihnachten bis Neujahr scheint bereits gut vorgesorgt zu sein. So bleibt es weitgehend ruhig am physischen Markt. So fußen die Mengenbewegungen lediglich auf der Abwicklung bestehender Kontrakte. In der Hoffnung auf Preissteigerungen wird die weitere Vermarktung ins kommende Jahr geschoben.

19.12.2025
Verbraucher profitieren von günstigen Kartoffeln
Pflanzen

(AMI) Zu den kommenden Festtagen gibt es aktuell reichlich Angebote günstiger Kartoffeln im LEH. Der Absatz ist gut. Exporte von Speiseware werden dagegen ruhiger. Für jede Verwertung bleibt das Angebot reichlich und der Erzeugerpreis unverändert niedrig.

Wie jedes Jahr wird das Kartoffelgeschäft vor den Weihnachtstagen von vielen Werbeanstößen im LEH begleitet. Die AMI registriert 44 gegenüber 43, so dass dem Verbraucher verbreitet günstige Kartoffeln angeboten werden. Dabei sind die Preise sehr unterschiedlich. Es gibt das Kilo im 10 kg Sack für 30 bis 43 Cent, in der 5-Kg Einheit für 40 bis 80 Cent und in 2 bis 3 kg Packungen für 0,48 bis 1,25 EUR/kg. Wie dargestellt spreizen die Preise weit, was an Aufmachung und Region liegt. In den meisten Fällen sind die Preise ein gutes Stück niedriger als im Vorjahr, was vor allem auf die wesentlich niedrigeren Erzeugerpreise zurückzuführen ist. Es sieht derzeit danach aus, als würden Verbraucher auch Anfang 2026 noch recht günstig Kartoffeln einkaufen können. Einerseits haben schon Ketten mit ihren Lieferanten bis weit in den Januar hinein entsprechende Preise festgezurrt, andererseits erwarten unsere Informationspartner zunächst keinen weiteren Aufschlag für die Lagerhaltung. Dafür ist das Angebot nach wie vor zu groß.

Der Marktbedarf wird verbreitet mit ungekühlter Ware – oft aus dem Flächenlager – versorgt. Das wird angesichts der hohen Füllstände im Lager wohl noch eine Weile so bleiben. Ob es dann einen Lagerkostenaufschlag für Speisekartoffeln aus gekühlten Kisten geben wird, bleibt abzuwarten. Anbieter werden ihn bestimmt nach dem Jahreswechsel fordern. Dann muss sicherlich auch noch einmal ein Blick auf die Qualitäten geworfen werden. Die sind im LEH immer recht gut, wofür aber tendenziell der Aufbereitungsaufwand weiter steigt. Oft ist zu hören, dass das angelieferte Ausgangsmaterial nicht so gut ist, wie es sein könnte. Werden dann die Aufbereitungsverluste bis Anfang 2026 größer, bedeutet das Erlösminderung für die Erzeuger anstelle von Lagerkostenaufschlägen.

Nach wie vor wird davon berichtet, dass Kartoffeln, deren Aufbereitung nicht mehr lohnt, anderen als ursprünglich zugedachten Verwertungskanälen zugeführt werden. Das sind immer noch Biogasanlagen, Verfütterung und auch die ein oder andere Aktion für die Tafeln oder ähnliche Caritative Bestimmung.

Mehr Exporte zu generieren fällt immer noch schwer. Es wird von tendenziell eher ruhigerem Geschäft berichtet. Die Kunden im Ausland sind wohl zunächst gut versorgt, was vor einem möglichen Wintereinbruch ja auch immer so sein sollte.

19.12.2025
Letzter Marktbericht 2025
Pflanzen

Sehr geehrte Leserinnen und Leser des Infobriefes zu den pflanzlichen Erzeugnissen,
dies ist die letzte letzte Ausgabe des Marktberichtes im Jahr 2025. Die nächste Ausgabe erreicht Sie voraussichtlich in der 2. KW 2026.
Das Landvolk Niedersachsen wünscht Ihnen und Ihren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest und erholsame Feiertage. Kommen Sie gesund in das neue Jahr!

19.12.2025
EUDR mit Vereinfachungen für Erzeugerstufe verschoben
Milch und Rind

Der DBV begrüßt die Einigung zur EUDR und die damit verbundenen Vereinfachungen. Der Start der EUDR wird auf den 30.12.2026 verschoben, für Kleinst- und Kleinbetriebe zusätzlich auf den 30.06.2027. Für Betriebe in Ländern ohne Entwaldungsrisiko: Statt Geodaten reicht künftig die Betriebsadresse, eine einmalige vereinfachte Sorgfaltserklärung pro Betrieb sowie die Schätzung der Erntemengen. Zudem entfällt die Pflicht zur Sammlung von Referenznummern entlang der Lieferkette. Die Verpflichtung der EU-Kommission bis April 2026 weitere Vereinfachungen zu prüfen, wird der DBV intensiv begleiten.

19.12.2025
DBV-Fachforum Milch auf der Grünen Woche
Milch und Rind

Am 19. Januar 2026 um 14:00 Uhr veranstaltet der DBV sein traditionelles Fachforum Milch unter dem Titel „Milch macht Zukunft – Zwischen Politik, Markt und Gesellschaft“. In drei Panels werden Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Medien von je einem Milchviehhalter und Fachjournalisten zu aktuellen Themen interviewt. Zur Anmeldung geht es unter https://www.bauernverband.de/kalender-veranstaltungen/termin/gruene-woche-2026.

19.12.2025
DBV-Fachausschuss Milch zur Preisentwicklung
Milch und Rind

Im Fokus der Sitzung des DBV-Milchausschusses Anfang dieser Woche standen u. a. die aktuellen Entwicklungen am Milchmarkt und die Sorgen, mit welchen die Milcherzeuger auf den Jahreswechsel blicken. Der zuletzt im LEH beobachtete rapide Preisabfall bei Butter auf unter einen Euro je 250g-Päckchen ist für die Mitglieder des Fachausschusses eine dramatische und inakzeptable Entwertung des hochwertigen heimischen Lebensmittels Milch sowie eine Herabsetzung ihrer täglichen Arbeit. Im Austausch mit Vertretern des LEH platzierte der DBV seine Kritik an dessen Preisgestaltung deutlich.

19.12.2025
Milchmarkt
Milch und Rind

In der 49. KW lag die Milchanlieferung weiter ungewöhnlich hoch: Sie stieg zur Vorwoche um 0,5 % und lag 7,4 % über dem Vorjahr. Die Preissenkungen haben die Bestellungen für abgepackte Butter stark steigen lassen; die Nachfrage übersteigt die Liefermöglichkeiten, während die Preise auf 3,65 bis 4,85 EUR/kg gefallen sind. Die Preise für geformte Butter sind weiter gefallen, während Blockbutter fester tendiert. Die Nachfrage ist sehr gut, und die Kemptener Notierung wurde auf 4,05 bis 4,30 EUR/kg angehoben. Nachfrage nach Schnittkäse bleibt hoch, die Lager sind knapp. Preise bewegen sich seitwärts.

Markt für MMP ist Mitte Dezember uneinheitlich bei hoher Produktion. Preise tendieren schwächer. Nachfrage nach VMP verhalten, Schokoladenindustrie kauft zurückhaltend ein. Preise auf niedrigem Niveau. MP stabil bis fest, mit guter Nachfrage und leicht festeren Preisen; Molkenproteinkonzentrate stützen den Markt. (AMI, ZMB)

Das Landvolk-Team wünscht Ihnen und Ihren Familien
ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes Jahr 2026!
Der nächste Milchreport erscheint am 09. Januar 2026.