Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

10.11.2022
Sei mit dabei auf der IGW 2023

Standdienst für Eure Landwirte - Echt grün e.V.

Wir suchen noch Unterstützung für unseren Stand von „Eure Landwirte – Echt grün e.V.“ auf der Internationalen Grüne Woche 2023. Ihr habt Lust den Messebesucher*innen Landwirtschaft näher zu bringen? Dann freuen wir uns riesig, wenn ihr unser engagiertes Team an einem oder auch mehreren der folgenden Tage vervollständigt:

20.01.2023
21.01.2023
22.01.2023
27.01.2023
29.01.2023

Bei Interesse meldet euch gerne bei Wanja Sievers unter sievers@landvolk-row-ver.de
Für Unterkunft und Anreise wird selbstverständlich gesorgt, die Details hierzu folgen bei der Kontaktaufnahme.

10.11.2022
Argumente sind in Brüssel auf fruchtbaren Boden gefallen

Delegation des Landvolks und der Landwirtschaftskammer führte Gespräche zu SUR

Durchaus zufrieden“ zeigte sich Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies mit den ersten Ergebnissen einer Delegationsreise nach Brüssel. Gemeinsam mit den Vize-Präsidenten Jörn Ehlers, Manfred Tannen und Ulrich Löhr sowie Landvolk-Geschäftsführer und Umwelt-Fachreferent Hartmut Schlepps hat Hennies verantwortlichen Mitgliedern des Europäischen Parlaments zum Thema „Verordnung zur nachhaltigen Nutzung von Pflanzenschutzmitteln“ (SUR-VO) erläutert, welche gravierenden Auswirkungen eine solche Verordnung auf zahlreiche wirtschaftende Betriebe in Niedersachsen hätte.

Begleitet vom stellvertretenden Direktor der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen, Stefan Ortmann, und dem Leiter des LWK-Ausschusses Pflanze, Markus Gerhardy, standen zwei Tage lang mehrere Fachgespräche auf dem Programm. Das Landvolkpräsidium hat dabei auch die Gelegenheit genutzt, sich zu den Zielen für die Wiederherstellung der Natur im Rahmen der EU-Biodiversitätsstrategie zu äußern und das Thema Moorschutz auf die Agenda gesetzt. Auch Fragen zum Vorgehen bei Tierseuchen, insbesondere bei einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP), wurden erörtert.

Hennies lobte in seinem Fazit die Bereitschaft vieler Landwirtinnen und Landwirte, sich mit Betroffenheitsbekundungen zum Thema Pflanzenschutzreduktion an die EU-Kommission zu wenden. Insgesamt haben rund 9000 Betriebe an der Online-Konsultation teilgenommen. „Das hat in Brüssel durchaus Eindruck hinterlassen. Wir werden ebenfalls nicht nachlassen, und weitere Gespräche führen. Vor allem auch mit der Bundesregierung, die jetzt am Zug ist, sich zu der überzogenen Brüsseler Extensivierungsstrategie zu äußern“, versprach der Präsident des Landesbauernverbands und DBV-Vizepräsident abschließend.

08.11.2022
Einladung Klönabende

Miteinander ins Gespräch kommen

Sehr geehrte Mitglieder,

zu den diesjährigen Klönabenden möchten wir Sie recht herzlich einladen. Wie in jedem Jahr möchten wir Sie zu aktuellen agrarpolitischen Themen sowie den Tätigkeiten der Geschäftsstelle und der Buchstelle informieren.

Bitte merken Sie sich folgende Termine vor:

28.11. Gasthaus Segelken, Oyten-Bassen für den Bereich Oyten, Achim, Langwedel, Ottersberg, Fischerhude und Posthausen

30.11. Heitmanns Gasthaus, Kirchlinteln-Kreepen für den Bereich Kleinbahnbezirk und Kirchlintelner Geest

05.12. Landhotel Zur Linde, Groß-Hutbergen für den Bereich Dörverden, Verden und Links der Weser

Die Veranstaltungen beginnen um 19.30 Uhr. Über Ihr Erscheinen würden wir uns sehr freuen!

Anmerkung: In der offiziellen Einladung, die mit der Mitgliederzeitung verteilt wurde, hieß es fälschlicherweise Dienstag, der 28.11. Richtig ist hier natürlich MONTAG, der 28.11.22.

03.11.2022
Landwirtschaft im Fokus

Landvolk ordnet den Koalitionsvertrag ein

SPD und Grüne legten 23 Tage nach der Wahl ihren Koalitionsvertrag vor, in dem auch der Bereich Landwirtschaft eine große Rolle spielt. Jörn Ehlers, Vorsitzender des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden e. V., hat sich die entscheidenden Stellen genauer angeschaut und resümiert:

Niedersächsischer Weg

„Was ich positiv hervorheben möchte, ist das Bekenntnis zum Niedersächsischen Weg, denn auch wir als landwirtschaftliche Branche wollen daran festhalten und uns bei der Umsetzung weiter intensiv mit einbringen. Was wir jedoch nicht akzeptieren werden, ist eine Schwächung der Landwirtschaftskammer als Teil des niedersächsischen Weges.“

Tierhaltung

„Ich begrüße die Absicht, Landwirte, die aus Bereichen der Tierhaltung aussteigen und in andere Betriebszweige investieren möchten, mit einer Umstellungsprämie zu unterstützen. Eine solche Umstrukturierungsprämie entspricht der Beschlusslage des Landvolks Niedersachsen.“

Planungssicherheit

„An mehreren Stellen des Koalitionsvertrages ist die Rede von Planungssicherheit. Ich möchte darauf hinweisen, dass unser Berufsstand in den zurückliegenden Jahren insbesondere beim Thema Nachwuchs bzw Hofnachfolge immer wieder genau diese Planungssicherheit eingefordert hat. Wir haben hier die Belastungsgrenze der Landwirtsfamilien bereits mehr als überschritten und es ist dringend notwendig, Kontinuitäten zu schaffen, mit denen wir langfristig planen können.“

Erneuerbare Energien und Moorschutz

„Was den Ausbau an erneuerbaren Energien angeht, bietet der Koalitionsvertrag neue Chancen für Betriebe in den Moorgebieten. Die Anteile, die dafür zusätzlich bereitgestellt werden sollen, entsprechen circa 0,5 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Niedersachsen. Daher möchten wir uns als Berufsstand intensiv bei der angekündigten Offensive für den Moorschutz einbringen. Denn zahlreiche Familienbetriebe sind betroffen, sodass wir die Gründung einer Landesmoorgesellschaft und eines Kompetenzzentrums fachlich und personell eng begleiten möchten.“

Pflanzenschutz

„Kontraproduktiv erachte ich hingegen, dass das Pflanzenschutzamt und die Prüfdienste der Landwirtschaftskammer zukünftig beim Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit angesiedelt werden sollen. Dies entspricht auch nicht den Verabredungen zum Niedersächsischen Weg. Wir hatten hier gerade erst einen Kompromiss ausgehandelt zur Verringerung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln, dessen Umsetzung nun gefährdet ist.“

Borchert-Kommission

„Die zukünftige Koalition bekennt sich zu den Zielen der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) sowie zu den Ansätzen und den Finanzierungsinstrumenten der Borchert-Kommission. Das bedeutet, dass der Umbau der Tierhaltung nicht allein von der Landwirtschaft finanziert werden wird, sondern gesellschaftlich getragen würde. Auch das ist eine positive Nachricht für die Branche.“

03.11.2022
Ball der Landwirtschaft

Verein "Freunde der Landwirtschaft Verden" laden ein

Am 10.12.22 lädt der Verein „Freunde der Landwirtschaft Verden“ zum diesjährigen BALL DER LANDWIRTSCHAFT ein. Einlass ist ab 20:30 Uhr in festlicher Kleidung bei Meyer-Bierden (Grüne Straße 3, Achim). Die Karten im Vorverkauf kosten 8€, an der Abendkasse 12€. Der Vorverkauf läuft entweder direkt über Meyer-Bierden oder den Verein „Freunde der Landwirtschaft Verden“ (Lindhooper Str. 61, Verden). Mit dabei in diesem Jahr ist DJ Philipp sowie die Gala- und Partyband “Casablanca”. Außerdem wird es einen Sektempfang geben.

27.10.2022
Brachen bis spätestens 15.11.2022 bewirtschaften

Bis zum 15. November müssen landwirtschaftliche Flächen bewirtschaftet worden sein. Das heißt mähen und abfahren oder mulchen. Das gilt auch für Brachen auf Grünland und Ackerland. Besonders seit diesem Jahr ist damit zu rechnen, dass alle Flächen des Betriebes durch den Prüfdienst kontrolliert werden. Für Blühflächen ist es ausreichend, wenn diese im Frühjahr neu angesät wurden.

21.10.2022
Männertreff in Weitzmühlen

am 16.11.2022

Aufgrund der Pandemie mehrmals verschoben, findet der Männertreff in Weitzmühlen nun endlich wieder statt. Diesmal ist unser Vorsitzender Jörn Ehlers als Referent geladen, um über das Thema Landwirtschaft zu sprechen.

Wo: Möhlener-Hus, Harry-Wöbse-Straße 6, 27308 Kirchlinteln-Weitzmühlen

Wann: 16.11.22

Einlass: ab 8:40 Uhr, Beginn 9:00 Uhr mit einem Frühstücksbüffet

Anmeldung: Eine Anmeldung ist erforderlich unter Klaus-Merkle@lintler-verlag.de.

20.10.2022
Wildbienenbestimmungskurs

in Gnarrenburg

Seit April 2021 führt das Landvolk in Kooperation mit dem BUND Niedersachsen, der Landwirtschaftskammer und der Stiftung Kulturlandpflege Niedersachsen das Projekt „Eigene Vielfalt. Gemeinsam zum Biotopverbund mit Naturschutz & Landwirtschaft“ durch. Im Rahmen des Projektes wird im November ein Wildbienenbestimmungskurs angeboten. Allein in Niedersachsen leben etwa 360 verschiedene Wildbienenarten. Eines haben alle Wildbienen gemeinsam: Sie übernehmen eine entscheidende Funktion in unseren Ökosystemen. Sie bestäuben zahlreiche Wild- und Kulturpflanzen. Das Erkennen und Bestimmen der Wildbienen ist allerdings nicht so leicht. Der Bestimmungskurs richtet sich an Interessierte ohne Bestimmungserfahrung. Gemeinsam wird die Vielfalt der Wildbienen und ihre spannende Lebensweise entdeckt. Geübt wird die Bestimmung anhand von Sammlungsmaterial mit dem Stereomikroskop und anhand von auffälligen Merkmalen wird spielerisch erlernt häufige Arten zu erkennen. Dank der Förderung durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung ist der Kurs kostenlos. Bestimmungsliteratur wird für die Dauer des Kurses gestellt.

Datum: Mittwoch, den 16. November 2022, von 16:00 bis 21:00 Uhr
Ort. Bauernhofklassenzimmer Milchhof Kück GbR, Langenhausen 24, 27442 Gnarrenburg

Anmeldeschluss ist der 09. November 2022. Anmeldungen erfolgen bitte per E-Mail an jakob.klucken@nds.bund.net. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Hinweise zur aktuellen Coronalage:
Die Teilnahme erfolgt unter Berücksichtigung der zum Zeitpunkt der Durchführung gültigen niedersächsischen Corona-Verordnung. Ggf. wird die Veranstaltung mit Maskenpflicht durchgeführt oder eine Teilnahme nur nach 2 G-Regeln möglich sein. Informationen hierzu werden den angemeldeten Teilnehmer*innen im Vorfeld zugeschickt. Entsprechend des Infektionsgeschehens können kurzfristig Änderungen in der Veranstaltungsplanung erfolgen. Bei notwendigen Ausfall der Veranstaltung würde alternativ ein Online-Fotobestimmungskurs stattfinden. Per E-Mail werden alle Teilnehmer*innen am Vortag über das Stattfinden der Veranstaltung informiert.

19.10.2022
Herausragende Leistungen im Bereich der Agrarförderung

Für herausragende Leistungen im Bereich der Agrarförderung wurden bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Verden kürzlich Christian Marquardt, Carmen Meyer, Ingrid Viets und Christine Tewes (2.-5. von links) besonders geehrt. Der Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Gerhard Schwetje (links) hob in diesem Zusammenhang die Bedeutung regionaler Dienststellen hervor und betonte, das Beispiel Verden zeige, das regionale Dienststellen ein unverzichtbarer Bestandteil der landwirtschaftlichen Selbstverwaltung sind.

Der Direktor der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Dr. Bernd von Garmissen, würdigte in seinem Dankesschreiben das besondere und vorbildliche Engagement der Geehrten.

Kreislandwirt Jörn Ehlers (rechts) und der Leiter der LWK-Außenstelle Verden, Dr. Gert Kracke (2. von rechts) schlossen sich den Dankesworten an. Jörn Ehlers wies daraufhin, dass die LWK-Außenstelle Verden im Bereich der Agrarförderung in Niedersachsen eine klare Spitzenstellung hat und nahezu 1.000 landwirtschaftliche Betriebe ihre Agrarförderanträge in Zusammenarbeit mit der LWK in Verden stellen. Den Geehrten dankte er für Ihren großen Einsatz zum Wohle der Landwirtschaft.

18.10.2022
Gala-Abend des Hannoveraner Verbandes

Nach zweijähriger Pause soll am 21. Oktober 2022 der Gala-Abend zum 100-Jährigen Jubiläum des Hannoveraner Verbandes am Vorabend der 139. Verdener Elite-Auktion - OnLive - stattfinden. Der Gala-Abend beginnt um 20 Uhr.

Das Jubiläumsjahr des Hannoveraner Verbandes wird auch hier das Motto vorgeben: Eine Reise durch 100 Jahre Zuchtverbandsgeschichte lässt Wendepunkte der vergangenen Jahrzehnte in Schaubildern lebendig werden. Die traditionelle Verleihung des Köhlerpreises, besonders erfolgreiche Hannoveraner der aktuellen Saison und Highlights der Auktionskollektion stehen ebenso auf dem Programm wie bekannte Schauakteure. Weitere Informationen findet ihr auf der Website des Hannoveraner Verbandes.

Aktuelles aus dem Landesverband

15.12.2025
GMO/148er: Verhandlungen ohne Ergebnis vertagt
Milch und Rind

Die bislang letzte Trilog-Sitzung am 10. Dezember 2025 zur Änderung der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) führte zu keiner Einigung. Die Vertreter des Europäischen Parlaments und des Rats konnten sich nicht auf einen Kompromiss einigen. Insbesondere beim Artikel 148 und der damit verbundenen Pflicht zu schriftlichen Lieferverträgen im Milchsektor sollen die Positionen nicht konsensfähig gewesen sein. Das Parlament besteht weiterhin auf seiner Position für die Vertragspflicht. Auch bei dem vom Parlament vorgeschlagenen Verbot zur Bezeichnung von vegetarischen Fleischersatzprodukten (z. B. Veggie-Burger) konnten sich die Mitgliedstaaten nicht auf ein Verbot einigen. Die Beratungen zur GMO-Reform sollen im kommenden Jahr – dann unter zypriotischer EU-Ratspräsidentschaft – fortgesetzt werden.

12.12.2025
Landvolk: Preissenkung ist ein „Tritt in die Kniekehle“
Milch und Rind

Milchbauern empört über die Preispolitik des LEH

Während die Vorstände der Handelsriesen in Dialogformaten Fairness und Preistransparenz betonten, werde in der Praxis das Gegenteil sichtbar, kritisiert Kohlenberg. „Auf der einen Seite versucht der LEH mit der Landwirtschaft in und über Agrardialogen ins Gespräch zu kommen. Da fordern sie Nachhaltigkeit, da bieten sie Fairness und Preistransparenz an.“ Doch sobald es um Margen und Listungen gehe, seien all diese Versprechen vergessen. „Das treibt die Zornesröte in die Gesichter der Landwirte – das bringt das Fass zum Überlaufen.“

Die Worte des Landvolk-Vizepräsidenten erinnern bewusst an die Situation von vor zwei Jahren. Damals hatten überbordende Auflagen und wirtschaftlicher Druck die landwirtschaftlichen Betriebe zu massiven Protesten auf die Straßen gebracht – es war die größte Bauernbewegung seit Jahrzehnten. Kohlenberg sieht klare Parallelen und warnt den Handel: „Reizen Sie es nicht aus! Wertschätzen Sie das tolle Produkt Milch, und wertschätzen Sie die Arbeit der landwirtschaftlichen Betriebe und Familien.“

Für die Bauern sei diese Wertschätzung nicht nur ein betriebswirtschaftliches Thema, sondern auch ein emotionales. Gerade die Milchbetriebe, die ohnehin mit hohen Kosten und zunehmender Regulierung zu kämpfen haben, fühlen sich durch die aktuellen Preisrunden im Handel erneut an den Rand gedrängt. Und für Kohlenberg folgt aus dieser Entwicklung eine klare Konsequenz: „Dialog beruht auf Gegenseitigkeit. Wenn unsere Bauern feststellen müssen, dass es nur inhaltsleere Phrasen sind, die dort getätigt werden, dann wäre es nur folgerichtig, den Agrardialog auszusetzen und nicht mehr mit dem Handel zu sprechen.“

Dass die Lage ernst ist, bestätigt der aktuelle Situationsbericht der Branche. Die Gewinne der landwirtschaftlichen Betriebe stagnieren. Im Wirtschaftsjahr 2024/25 erzielten sie im Durchschnitt 78.500 Euro – zu wenig, um Arbeitszeit, Kapital und Boden angemessen zu entlohnen. Der Bericht spricht von einer „Seitwärtsbewegung“, die längst nicht mit der allgemeinen Preissteigerung Schritt hält. Zudem verschärfen ein massiver Einbruch der Erzeugerpreise bei pflanzlichen und tierischen Produkten sowie steigende Lohnkosten den Druck weiter.

In vielen Betrieben wächst deshalb die Sorge, dass die Preispolitik der Händler nicht nur die aktuellen Einkommen gefährdet, sondern die Zukunftsfähigkeit ganzer Regionen. Kohlenberg bringt die Gefühlslage auf den Punkt: „Die Bauern wollen faire Preise – und endlich ernst gemeinte Wertschätzung für ihre Arbeit.“

12.12.2025
DBV-Situationsbericht veröffentlicht
Milch und Rind

(DBV) Im Kontext zu dem veröffentlichten Situationsbericht schätzt DBV-Präsident Rukwied die wirtschaftliche und agrarpolitische Lage weiterhin als äußerst herausfordernd ein. „Im laufenden Wirtschaftsjahr verstärkt der massive Einbruch der Erzeugerpreise bei zentralen pflanzlichen und tierischen Produkten sowie der Anstieg der Lohnkosten den Druck auf die landwirtschaftlichen Betriebe zusätzlich.“ Rukwied mahnt hier weitere strukturpolitische Reformen an, in denen der Fokus auf Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, Bürokratieabbau und Honorierung von Nachhaltigkeitsleistungen liegen müsse. Zum Situationsbericht geht es hier.

12.12.2025
Vizepräsident Schmal zum Preiskampf des LEH
Milch und Rind

(DBV) DBV-Vizepräsident Schmal hat den Kampf um die Deutungshoheit der Preisführerschaft innerhalb des LEHs zu Lasten der Bauern scharf kritisiert. Im Verlauf der vergangenen Wochen ist der Verbraucherpreis im Einstiegssegment für ein Päckchen Butter kontinuierlich auf unter 1 Euro im LEH abgesenkt worden. Durch derartige Dumpingpreise werden hochwertige, heimische Lebensmittel verramscht und entwertet, so Schmal in BILD. Bereits Ende November hatten DBV und DRV in einer gemeinsamen Pressemitteilung auf den wirtschaftlichen Druck durch die aktuellen Preisentwicklungen und die Notwendigkeit besserer politischer Rahmenbedingungen für eine wettbewerbsfähige Milcherzeugung hingewiesen.

12.12.2025
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) In der 48. KW erfassten die deutschen Molkereien 0,5 % mehr Milch als in der Vorwoche und 7,1 % mehr als im Vorjahr – der saisonale Anstieg setzt wieder ein. Abgepackte Butter im Weihnachtsgeschäft stark nachgefragt – Mengen steigen, Hersteller an Liefergrenzen. Preise im Handel und Molkereiabgabepreise zuletzt erneut gesenkt. Bei Blockbutter starke Nachfrage für Q1 im Jahr 2026, Käufer sichern sich längerfristig. Auch für Q2 besteht Interesse, Verkäufer bleiben vorsichtig. Preise zuletzt gefallen, nun stabilisiert. Die Nachfrage nach Schnittkäse ist im Weihnachtsgeschäft stark. LEH, Food-Service und Export rufen große Mengen ab. Bestände sind niedrig, Preise bleiben stabil.

Der Markt für MMP ist saisonbedingt ruhig. Export bleibt wettbewerbsfähig, Preise stabil bis leicht schwächer. Die Nachfrage nach VMP bleibt ruhig. Käufer aus der Schokoladenindustrie agieren zurückhaltend. Die Preise liegen weiter auf niedrigem Niveau und tendieren schwächer. Der Markt für MP bleibt fest. Lebensmittelware ist knapp und gut nachgefragt, Preise stabil bis leicht fester. Futtermittelware teurer, Molkekonzentrat behauptet sich besser.

12.12.2025
US-Weizen fällt weniger stark als die Pariser Notierungen
Pflanzen

(AMI) Das USDA unterstrich in seiner neuesten Schätzung nochmals die komfortable Versorgung mit Weizen in dieser Saison. Indes verschärft sich der Wettbewerb am Exportmarkt weiter.

In Paris verfehlt der Fronttermin für Weizen mit zuletzt 188,75 EUR/t das Vorwochenniveau um knapp 2 EUR/t. Tagesschwankungen zwischen –2,75 EUR/t und +2,00 EUR/t waren dabei üblich. Spätere Kontrakte der Ernte 2025 gaben auf Wochensicht bis zu 1,75 EUR/t nach, während der Termin der Ernte 2026 um 2 EUR/t auf 195,75 EUR/t fiel.

Die jüngste USDA-Prognose zur globalen Weizenversorgung unterstreicht die komfortable Marktlage. Für das Saisonende wird ein deutlicher Überschuss erwartet. Ausschlaggebend sind unter anderem gestiegene Erträge in wichtigen Erzeugerregionen sowie die Aussicht auf Rekordernten in Argentinien und Australien. Auch Statistics Canada hob seine Schätzung für die nationale Weizenproduktion überraschend auf ein Rekordniveau von 40,0 Mio. t an, Marktteilnehmer rechneten mit einer Erntemenge von 38,5 Mio. t. Das stärkte die Erwartung einer reichlichen Versorgung in den wichtigsten Exportländern weiter.

Bei ohnehin geringer Aktivität am Exportmarkt dürfte der Wettbewerb damit nochmals zulegen und das Aufwärtspotenzial der Weizenkurse bis ins erste Quartal 2026 begrenzen. Zusätzlich sorgt die Entscheidung Argentiniens, die Exportsteuern für Getreide und Sojabohnen zu senken, für weiteren Kursdruck – auch wenn der Effekt voraussichtlich moderat bleibt. Argentinischer Weizen zählt aktuell ohnehin zu den günstigsten Angeboten; dies könnte den Wettbewerb auf zentralen EU-Absatzmärkten wie Marokko und Algerien weiter intensivieren. Da die Qualität des argentinischen Angebots voraussichtlich nicht alle Anforderungen erfüllt, dürfte vor allem der Absatz von Futterweizen an Bedeutung gewinnen.

Das Interesse an französischem Weizen zog in den vergangenen Handelstagen etwas an. Marktteilnehmer berichten, dass kurzfristige Lieferungen für Dezember schwer zu bekommen sind, während die Verladungen in den Häfen auf Hochtouren laufen. Positive Impulse erhält die EU zudem durch jüngste Ausschreibungen aus Tunesien und Jordanien.

Insgesamt liegen die EU-Ausfuhren von Weichweizen seit Beginn des Wirtschaftsjahres bei rund 10,16 Mio. t und damit fast auf Vorjahresniveau (10,46 Mio. t). Im gleichen Zeitraum der Saison 2023/24 waren es allerdings 14,41 Mio. t. Wichtigster Abnehmer bleibt Marokko: Das Land importierte bisher 1,93 (Vorjahr: 1,00) Mio. t und erreicht damit einen Marktanteil von 19 % nach 9,5 % im Vorjahr. Es folgt Saudi-Arabien mit 675.113 (448.947) t beziehungsweise 7,5 % (4,3 %).

Frankreich konnte sich seine Position als größter Weizenexporteur der EU zurückerobern, nachdem das Land den Spitzenplatz im Saisonverlauf zeitweise an Rumänien verloren hatte. Zwischen dem 01.07. und 07.12.2025 exportierte Frankreich rund 3,38 (1,19) Mio. t Weichweizen, Rumänien liegt mit 3,28 (2,81) Mio. t aber knapp dahinter. Damit entfallen auf beide Länder zusammen fast zwei Drittel der EU-Gesamtexporte.

12.12.2025
Es wird ruhig am heimischen Brotgetreidemarkt
Pflanzen

(AMI) Die Preise für Brotgetreide liegen nahezu auf Vorwochenniveau, was immerhin vereinzelt Verkäufer dazu veranlasste, mehr Ware anzubieten. Im Vordergrund steht vor dem Weihnachtsfest aber überwiegend die Abwicklung bestehender Kontrakte.

Am heimischen Brotgetreidemarkt kehrt allmählich vorweihnachtliche Ruhe ein. Sowohl Käufer als auch Verkäufer sind nur sporadisch am Markt zu finden und der Handel beschränkt sich nahezu vollständig auf die Abwicklung bestehender Kontrakte. Zu Neugeschäft kommt es nur dann, wenn kurzfristiger, dringender Bedarf besteht. An dieser Situation dürfte sich bis zum Jahreswechsel auch nichts mehr ändern. Hier und da nutzen Anbieter das aktuell stabile Preisniveau, um Restmengen zu vermarkten und weitere Lagerkosten zu vermeiden. Mit dem Näherrücken des Weihnachtsfestes steigen allerdings die Zuschläge der Transportkosten. Frachtraum wird knapp und die Fuhren sind vollständig ausgelastet. An den deutschen Häfen sind die Verladetätigkeiten von Brotgetreide hingegen überschaubar, deutlich mehr wird Futtergetreide verschifft.

Auf den Feldern stehen die Kulturen überwiegend zufriedenstellend. Allmählich etwas Sorge bereiten die milden Temperaturen, die die Wachstumsbereitschaft der Bestände treiben könnten. Spätere Fröste könnten die bisher günstigen Aussichten trüben.

Die international rückläufigen Kurse begrenzen auch am deutschen Markt den Spielraum für die Erzeugerpreise. Insgesamt bewegten sich die Brotgetreidepreise im Wochenverlauf ohnehin in sehr enger Spanne. So wurden in der 50. KW im Bundesmittel rund 168,98 (154-177) EUR/t frei Erfasserlager für Brotweizen verlangt – nur 0,50 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Qualitätsweizen liegt im Schnitt bei 173,18 (157-179) EUR/t und damit 0,35 EUR/t über Vorwoche. Die Forderungen für Braugerste liegen aktuell bei 165,47 (151-171) EUR/t, nicht nennenswerte 0,29 EUR/t über Vorwochenlinie. Brotroggen verzeichnet mit einem Anstieg um 0,90 auf 143,79 (136-156) EUR/t noch das größte Wochenplus.

Auf Großhandelsebene zeigen die Preise auch nur kaum Bewegung. Franko Niederrhein werden für Brotweizen weiterhin 200 EUR/t zur Lieferung ab Januar 26 verlangt. Brotroggen verharrt mit 180 EUR/t ebenso auf Vorwochenlinie. Franko Hamburg werden weiterhin 204 EUR/t für Qualitätsweizen und 196 EUR/t für Brotweizen verlangt. Einzig franko Westfalen legten die Forderungen für Brotweizen um immerhin 1 EUR/t auf 198 EUR/t zu.

12.12.2025
Globale Rapsproduktion deutlich auf Rekordkurs
Pflanzen

(AMI) Das USDA hebt die Prognose zur globalen Rapsproduktion weiter an. Kanada meldet Rekordniveau, Australien profitiert von besseren Erträgen im Westen, Russland wird ebenfalls höher gesetzt – die Bilanz bleibt komfortabel.

Die Rapserzeugung befindet sich in der laufenden Saison weiter auf Rekordkurs und dürfte den Verbrauch mehr als decken. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) erhöht in der Dezember-Schätzung die globale Produktion erneut und stellt nun gut 95 Mio. t in Aussicht.

Treiber sind vor allem Kanada mit 22 Mio. t, Australien mit rund 7 Mio. t und Russland mit rund 6 Mio. t – allesamt höher als zuvor veranschlagt. Grundlage bei Kanada sind höhere Erträge auf Basis offizieller Daten von Statistics Canada, die das USDA übernimmt. In Australien stützt ein höheres Ertragspotenzial die Aufwärtskorrektur: Günstige Vegetationsbedingungen im Westen mit zeitgerechten Niederschlägen und soliden Bestandsdichten gleichen die schwächeren Ernteaussichten in New South Wales und Victoria mehr als aus. Entsprechend setzt das USDA auch die Exporte aus Australien um 0,4 Mio. t höher an. Für die EU bleibt die Schätzung in der Nähe von 20 Mio. t; größere Anpassungen nimmt das USDA hier – abgesehen von einer leichten Aufwärtskorrektur bei den Importen – nicht vor.

Angesichts der hohen Erzeugung bleibt die Bilanz 2025/26 komfortabel. Der Verbrauch steigt zwar ebenfalls weiter, der Anstieg bleibt aber hinter dem zusätzlichen Angebot zurück. Die Produktion übersteigt das globale Angebot in der kommenden Saison um fast 3 Mio. t. Die Endbestände beim Raps werden vor diesem Hintergrund deutlich höher als im Vorjahr erwartet und unterstreichen die gute Versorgungslage.

Der Internationale Getreiderat – IGC – veranschlagt die Welt-Rapsernte zuletzt auf 92,8 Mio. t und die Endbestände auf 8,1 Mio. t. Damit zeichnet der IGC eine knappere Versorgung als das USDA, das mit höherer Produktion – insbesondere wegen der jüngsten Korrekturen – ein entspannteres Bild der Marktversorgung signalisiert. Beim Handel liegen IGC und USDA nahe beieinander.

An den Fundamentaldaten wird sich 2025/26 damit nichts mehr ändern. Das USDA veröffentlicht am 12.01.2026 seinen nächsten Bericht. Der IGC legt im Dezember traditionell eine Pause ein. Die nächste Schätzung des IGC erfolgt am 15.01.2026.

12.12.2025
Rückläufige Kurse bremsen deutschen Rapsmarkt aus
Pflanzen

(AMI) Am Rapsmarkt bleibt es überwiegend ruhig, Ölmühlen konnten ihren Bedarf bereits weitestgehend decken. Ohnehin rücken die Weihnachtsfeiertage immer näher.

Die Pariser Rapsnotierungen rutschen ab. Allein zum Wochenstart verzeichnete der Kurs einen Tagesverlust von 5 EUR/t. So schloss der Fronttermin Februar am 09.12.2025 bei 471,75 EUR/t und damit rund 10,75 EUR/t unter dem Niveau der Vorwoche. Druck kommt dabei von dem üppigen Rapsangebot der laufenden Saison.

Im Sog der rückläufigen Terminmarktnotierungen geht es auch auf Großhandelsebene abwärts. So sind für Partien zur Lieferung ab Dezember franko Niederrhein zuletzt 487 EUR/t im Gespräch und damit 11 EUR/t weniger als noch in der Woche zuvor. Gleiches gilt für Partien franko Hamburg, welche sich auf Wochensicht ebenfalls um 11 auf 476 EUR/t vergünstigen. Dabei bleiben die Prämien unverändert. Umsatz steht hier jedoch auch weiterhin nicht dahinter. So bleibt es am Rapsmarkt anhaltend ruhig. Vereinzelt werden vorne noch kleinere Lücken gestopft, von einem belebten Handel kann allerdings nicht gesprochen werden. So kehrt Mitte Dezember bereits vorweihnachtliche Ruhe ein.

Raps bleibt entsprechend der internationalen Vorgaben sehr volatil, nach einem kurzzeitigen Hoch pendelt sich der Preis frei Erfasserlager leicht unter dem Vorwochenniveau ein. So sind im Bundesdurchschnitt zuletzt rund 455,50 EUR/t für Partien der Ernte möglich, ein Minus von 1 EUR/t im Vergleich zur Vorwoche. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 432-473 EUR/t. Der Zustand der Feldkulturen ist weiterhin sehr gut. Leichte Sorgen bereiten jedoch die frühlingshaften Temperaturen, die die Bestände in Wachstumsbereitschaft versetzen. Sollten im Anschluss Kahlfröste auftreten, könnte sich die Lage deutlich eintrüben.

12.12.2025
Trotz steigender Nachfrage mehr als reichlich Speisekartoffeln verfügbar
Pflanzen

(AMI) Ein weiterhin eher üppiges Speisekartoffelangebot trifft auf eigentlich recht gute Nachfrage. Für flächendeckende Aufschläge für die Lagerkosten reichen die Marktverhältnisse aber noch nicht.

Die Nachfrage nach Speisekartoffeln bleibt gut mit Kartoffeln aus dem Lager bedient. Sorge vor Qualitätsabbau – auch unter den milden Witterungsbedingungen – und noch nimmer nicht ganz geräumte Provisorien erzeugen gebietsweise etwas Angebotsdruck. Nur in einigen Zufuhrregionen ist der Druck nicht oder kaum zu spüren. Weiterhin kann der mancherorts vorgeschlagene und wohl auch umgesetzte Lagerkostenaufschlag nicht flächendeckend durchgesetzt werden. Das ist vor dem Hintergrund weiterer Sonderaktionen im LEH mit größeren Gebinden und eher noch niedrigeren Forderungen als bisher auch schwer.

Auch wenn die Nachfrage teils etwas überfordert ist, ist sie vor allem in Aktionen meistens besser als im Vorjahr. Das dürfte wie schon im Oktober auch weiterhin für die Gesamtmenge, die Woche für Woche im LEH über die Theke geht, zutreffen, wie befragte Packer meinen. Selbstverständlich schließt das ein gewisses Auf und Ab in den verschiedenen Wochen bei bestimmten Kunden ein. In der Tendenz werden mit den aktuellen Aktionen und dem Weihnachtsfest noch bis zum Jahresende ordentliche Absatzmengen erwartet. Mit den Erlösen ist die Branche dagegen nicht immer zufrieden. Mit den höheren Spannen für Kleingebinde in Markenaufmachung lassen sich kleine Spannen für größere Gebinde nicht immer kompensieren.

Was den Export angeht läuft es in Richtung Osten und Süden zwar mengenmäßig noch weitgehend normal – wenn auch aktuell nicht die Hauptverkaufszeit in dieser Richtung ist – im Wettbewerb mit Anbietern aus Frankreich ist das Geschäft aber auch kein „Zuckerschlecken“.

Das desaströse „Geschäft“ mit vertragsfreiem Pommes-Rohstoff bleibt, wie es ist. Ob die Tatsache, dass längst nicht jeder Verarbeiter über den Jahreswechsel verlängerte Betriebsferien angekündigt hat, ein Lichtblick ist, bleibt abzuwarten.