Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

22.09.2022
Jetzt kostenlose Plakate oder Banner sichern

& ein Zeichen für die Landwirtschaft setzen

Wie bereits in den letzten beiden Jahren möchten wir auch in diesem Herbst mit den Plakaten und Bannern vom Verein „Eure Landwirte – Echt grün e.V.“ ein Zeichen setzten und auf den Wert und die Relevanz der heimischen Landwirtschaft aufmerksam machen.

Mitglieder die einen geeigneten Platz für ein Plakat oder ein Banner haben, z.B. an der Scheune in direkter Nähe zu vielbefahrenen Straßen oder häufig genutzten Wanderwegen, mögen sich gerne bis zum 04. Oktober bei Wanja Sievers vom Landvolkkreisverband melden: E-Mail: sievers@landvolk-row-ver.de I Tel.: 01623149845. Hierbei möchten wir sowohl bestehende Plakatflächen mit alten Motiven durch neue Motive ersetzen, als auch neue Standorte aktivieren. Die Bereitstellung und der Versand der Materialien ist für unsere Mitglieder kostenfrei.

Wir bieten die im Anhang befindlichen Motive im Format für kleine Bauzäune (205 x 172cm) an. Weiterhin werden wir die Motive auch als Poster (Papier / Indooranwendung) im Format DIN A1 bereitstellen.

Bei Interesse freuen wir uns über Kontaktaufnahme.

13.09.2022
Diskussion zur Landtagswahl

Landtagskandidat*innen widmen sich der Landwirtschaft

Mitte September fand anlässlich der Landtagswahlen im Oktober eine weitere Podiumsdiskussion zum Thema Landwirtschaft mit den Landtagskandidat*innen aus dem Wahlkreis 61 (Verden) statt. Eingeladen hatten der Landvolk-Kreisverband Rotenburg Verden sowie der LsV (Land schafft Verbindung) in die gemütlich hergerichtete Scheune von Henning Müller in Kirchlinteln (Deelsen). Während die AFD durch Abwesenheit glänzte stellten sich die Landtagskandidat*innen von CDU, FDP, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, der Linken und den Freien Wählern den Fragen aus dem Publikum sowie den Fragen von den Moderatoren Jörn Ehlers, Vorsitzender des Landvolkkreisverbandes Rotenburg-Verden, und Thorsten Martius vom LsV.

Gleich zu Beginn erhielten die Kandidat*innen die Gelegenheit ihre Position in einem Eingangsstatement deutlich zu machen:

„Wir haben nicht nur 82 Mio. Bundestrainer, die alle zwei Jahre zur EM und WM wissen, ob man mit dreier oder vierer Kette spielen soll, sondern auch 82 Mio. Bundesbürger die alle denken zur Landwirtschaft gehört lediglich dazu, dass man Traktor fahren kann oder eine Kuh melken kann.“, so die Erfahrung von Christoph Pein von der FDP. Für klare und faire Rahmenbedingungen soll laut Pein neben weniger Bürokratie und mehr Innovation eine Politik sorgen, die sich nicht an vermeintlichen Verbraucherwünschen orientiert.

„Konventionell oder Öko, wir sitzen alle im gleichen Boot und haben im Grunde genommen mehr oder weniger die gleichen Interessen!“, lautet das Eingangsstatement der Verdener CDU-Landtagskandidatin Hella Bachmann. Durch die Ampel-Koalition sieht sie die landwirtschaftlichen Interessen massiv in Gefahr: „Es werden uns immer wieder Knüpel zwischen die Beine geworfen und wenn es so weitergeht, werden wir alles importieren müssen. Von daher bin ich der Meinung, ist z.B. das Vier-Prozent-Stillegungsziel eine Sache, die überhaupt nicht geht!“, so Bachmann.

„Mein Kernanliegen ist dieses Miteinander, das wir mit dem Niedersächsischen Weg erreicht haben. Dass eben Naturschutzinteressen und die Interessen von Landwirt*innen gemeinsam miteinander verhandelt werden und man gemeinsam zu Lösungen kommt.“, betont die SPD-Kandidatin aus Verden Dörte Liebetruth. Als Sozialdemokratin sei ihr zudem wichtig, dass es für gute Lebensmittel auch faire Preise gibt.

Maik Smidt, der Verdener Kandidat von den Linken fordert: „Bauernland in Bauernhand“ und „sich nicht von den Lebensmittelkonzernen jagen zu lassen“. „Aus meiner Sicht ging es den Bauern auch bereits vor der jetzigen Kriese nicht super, vielleicht wird es mal Zeit linke Impulse reinzubringen.“, meint Smidt.

„Was mir am Herzen liegt sind die 90 Prozent, die sagen sie wollen mehr ausgeben für Bio, für artgerechte Haltung, greifen dann aber doch zu den Billigprodukten.“, sagt Ina Sander von den Freien Wählern. Die Steuerfachangestellte sieht die Lösung in einer Angleichung der Preise. Wie sich diese umsetzten lasse, darüber müsse man sich allerdings noch Gedanken machen.

Lennart Quiring von Bündnis 90/Die Grünen ist die Dialogbereitschaft ein großes Anliegen und hofft bei der Podiumsdiskussion Verständnis für die Position seiner Partei wecken zu können. Die Positionspapiere des Landvolks habe er vor der Veranstaltung aufmerksam gelesen und findet: „Es deckt sich eigentlich doch ganz schön viel.“ Bei den verschiedenen landwirtschaftlichen Themen des Abends, wie z.B. der Wunsch nach einer flächengebundenen Tierhaltung, zeigen sich jedoch deutliche Differenzen. Besonders bei dem Thema Nitrat wird es dann auch im Publikum lauter.

Neben der Tierhaltung und der Roten Gebiete, waren weitere Themen des Abends die Trinkwasserförderung, Pflanzenschutzmittel und der Wolf.

12.09.2022
Kirche trifft Landwirtschaft

Einen spannenden und interessanten Nachmittag erlebten die Kirchenvertreter*innen und Vertreter*innen des Landvolk Bezirksverbandes Stade bei ihrem alljährlichen Treffen zwischen Kirche und Landwirtschaft auf dem Rittergut von Hammerstein in Bockel. Als Referent konnte der Agrarexperte Klaus John gewonnen werden, der einen beeindruckenden Einblick in seine Arbeit und sein Leben in Russland gab.

Als neuer Bezirksvorsitzender freute Alexander von Hammerstein sich, die Gäste zu der Veranstaltung „Kirche trifft Landwirtschaft“ auf seinem Hof in Bockel willkommen zu heißen. In seiner Begrüßung erzählte er, dass bereits vor 15 Jahren aus einer Bierlaune heraus, die Idee entstand, eine Biogasanlage aufzubauen, an dessen Fernwärmenetz auch das damalige Rehazentrum mit 350 Betten angeschlossen werden sollte. „Es war damals eine teure Schnapsidee, die sich aber gerade in der heutigen Zeit bewährt hat.“

Als Schweinemäster konnte er den Besucher*innen berichten, dass er gerade erst vier Stunden am Veredelungsausschuss teilgenommen habe. „Vier Stunden gab es nur negative Nachrichten.“ Insbesondere die Afrikanische Schweine Pest (ASP) bereite den Landwirten nach wie vor große Sorgen und Probleme.

Über die aktuelle Situation der Milchviehhalter*innen berichtete der Vorsitzende des Landvolk Kreisverbandes Wesermünde, Jan Heusmann. Als Weidetierhalter wies er auf die Wolfsproblematik hin. So seien die Jäger*innen bei der letzten Druckjagd angehalten worden, Wolfssichtungen sofort per Handy zu melden: 15 Wolfssichtungen kamen am Ende zusammen. Die große Anzahl der Wölfe und die zunehmenden Wolfsrisse hätte den damaligen Wolfsberater Hermann Kück so sehr schockiert, dass dieser sein Amt niederlegte. „Die Medien berichten gar nicht mehr über alle Wolfsrisse, es ist eine erschreckende Normalität eingetreten.“

Und obwohl die Produktions- und Betriebskosten gestiegen seien, hätten die Milchbauern und Milchbäuerinnen momentan noch ein auskömmliches Einkommen. „Aber wir merken auch, die Produktion wird nicht gesteigert, es herrscht eine große Verunsicherung bei den Kostensteigerungen.“ Insbesondere die Biobauern und Biobäuerinnen erlebten gerade einen Umschwung. Aufgrund sinkender Nachfrage seien hier die Preise deutlich gesunken. Für die Obstbauern und Obstbäuerinnen im Alten Land war es ein sehr gutes Jahr, berichtete Johann Knabbe als Vorsitzender des Landvolkbauernverbandes Stade. Doch auch diese seien in großer Sorge. Der Anstieg des Mindestlohnes und die steigenden Strompreise würden die Personal- und Betriebskosten explodieren lassen. „Bei vielen steht die Überlegung im Raum im nächsten Jahr die Bäume nicht mehr zu ernten. Das ist wirklich dramatisch.“

Von einem Tag auf den anderen änderte sich das Leben des deutschen Agrarexperten Klaus John schlagartig. Bis zum 24. Februar 2022 lebte der Niedersachse 13 Jahre in einem russischen Dorf nahe der ukrainischen Grenze. Von 2008 bis 2019 arbeitete er zunächst als Crop Manager Prodimex und später als Leiter eines Modellbetriebes von Kamenka Prodimex. Bereits 2014 machte er sich mit seiner Firma agriXpert selbstständig, die Studienreisen nach Russland organisierte.

Der Landwirtschaftssektor in Russland sei mit der deutschen Landwirtschaft nicht zu vergleichen, betonte John. Prodimex, das zweitgrößte Unternehmen Russlands, würde eine Fläche von 900.000 ha bewirtschaften. Das seien zwei Drittel der gesamten Ackerfläche in Niedersachsen. Noch größer sei das Unternehmen Miratorg der Brüder Alexander und Viktor Linnikow, die 1.047.000 ha ihr Eigen nennen. „Diese Unternehmen sind mit Milliardenhilfen des Staates aufgebaut worden. Es herrscht Korruption ohne Ende. Doch wie sollen die riesigen Schlachthöfe und Molkereien mit den westlichen Sanktionen überleben?“ Zudem sei seit den 90er Jahren nicht mehr in die Ausbildung investiert worden, es fehle also zunehmend an qualifizierten Landwirt*innen. „Der Agrarsektor in Russland ist aber so groß, dass wir den nicht vergessen dürfen, gerade auch in Hinsicht auf die Welternährung.“ Nach dem Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine habe er sich dazu entschieden, dass Land zu verlassen. „Am meisten hat es mich geschmerzt, dass es plötzlich Barrieren zwischen meinen russischen Freunden und mir gab.“ Aber wenn man täglich aus den Medien eine andere Geschichte zu hören bekäme, könne man es den Russen nicht verübeln, dass sie hinter ihrem Land stünden.

Er forderte dennoch, weiterhin einen faktenbasierten Dialog mit Russland aufrechtzuerhalten. „Wir haben eine globale Verantwortung für das Wohl aller Menschen. „Deswegen ist es wichtig, sich auf unsere Resilienz zu besinnen und sich nicht von unserer Aufgeregtheit lenken zu lassen.“ Denn trotz aller Sorgen bezüglich Inflation, Strom- und Gaspreise dürften wir nicht vergessen, dass es Deutschland insgesamt sehr gut ginge. Deswegen sei es wichtig, sich manchmal daran zu erinnern, „ja, es kommen große Herausforderungen auf uns zu“, aber die Menschen in der Ukraine stünden vor dem Nichts und in Afrika drohe eine der größten Hungersnöte. „Hoffnung machen mir die Gespräche mit jungen Menschen, die positiv in eine friedliche globale Welt blicken.“

In seiner Andacht ging der Regionalbischof des Sprengels Stade Hans Christian Brandy auf das Erntedankfest ein, das in diesem Jahr nicht unbeschwert gefeiert werden könne. Nach dem ersten Schock über die Nachrichten des russischen Angriffskrieges, sei bei einigen eine gewisse Gewöhnung eingetreten. „Aber wir dürfen uns nicht an das himmelschreiende Unrecht dieses Krieges gewöhnen und an das Leid der Menschen in den Kriegsgebieten“, forderte Brandy.

Alles was früher als selbstverständlich angesehen wurde, wie Gesundheit, Friede, Wohlstand, sei heute plötzlich nicht mehr selbstverständlich. „Vor zwei Generationen war es völlig normal, dass es nicht überall im großen Haus warm war. Aber wer hätte gedacht, dass wir das noch mal erleben.“

Gerade in dieser Zeit sei es umso wichtiger, dass Erntedankfest zu nutzen, innezuhalten und festzustellen, dass es uns trotz alle Lasten immer noch gut gehe. Es sei außerdem wichtig auch Gott nicht zu vergessen. „Das ist vielleicht die Pointe des Erntedankfestes. Alles was ihr habt und seid, was ihr erntet, ja, natürlich ist das viel menschliche Arbeit und Kunstfertigkeit. Aber es ist doch auch immer noch Gabe eines anderen, ist ein unverfügbares Geschenk.“ Für ihren wichtigen Beitrag für unsere Ernährung wie für den Erhalt der Kulturlandschaft richtete Hans Christian Brandy den anwesenden Landwirt*innen seinen ausdrücklichen Dank aus. „Wer dankbar ist, weiß die Dinge, die er hat, mehr zu schätzen. Studien haben gezeigt, dass dankbare Menschen sogar optimistischer, vitaler und gesünder sind als andere.“ Zudem ändere ein dankbares Leben unser soziales Verhalten. „Dazu kann der Glaube eine große Hilfe sein. Wer sich von Gott gehalten und getragen weiß, der kann den Widrigkeiten besser widerstehen.“ Der Regionalbischof bat darum, immer auch an den Nächsten zu denken. Sei es an die Menschen in der Ukraine, die Geflüchteten oder auch diejenigen, die durch die Preiserhöhungen wirklich in Not geraten - diese Menschen benötigten unsere Hilfe. „Für all das ist es gut, Halt und Orientierung in Gott zu haben. Dafür ist es gut, Gott nicht zu vergessen, und dankbar die Augen offen zu halten für das, was er schenkt. Nicht nur am Erntedankfest.“

07.09.2022
Online-Seminar: Bioenergie aus der Landschaftspflege

„Eigene Vielfalt. Gemeinsam zum Biotopverbund mit Naturschutz & Landwirtschaft“

Seit April 2021 führt das Landvolk in Kooperation mit dem BUND Niedersachsen, der Landwirtschaftskammer und der Stiftung Kulturlandpflege Niedersachsen das Projekt „Eigene Vielfalt. Gemeinsam zum Biotopverbund mit Naturschutz & Landwirtschaft“ durch. Mit dem Projekt soll in drei Modellregionen der Biotopverbund durch Gehölze gefördert werden.

Die landschaftsgerechte Pflege von Wegrainen mit ihren Hecken und Kräutersäumen ist ein Arbeitsschwerpunkt des Projektes. Im Hinblick auf eine biodiversitätsfördernde Pflege und Entwicklung wird auch die Nutzung des anfallenden Landschaftspflegematerials diskutiert. Eine entsprechende Verwertung ist eine Herausforderung, der sich die unterschiedlichen Nutzer*innen der Landschaft gegenübersehen.

Im Online-Seminar „Bioenergie aus der Landwirtschaftspflege“ soll die Bedeutung von Landschaftspflegematerial für die Energiewende dargestellt und Praxisbeispiele vorgestellt werden. Forschungsorientierte Modelle zu Grenzen und Möglichkeiten sowie ökonomische Perspektiven sollen ein umfassendes Bild der Herausforderungen schaffen und Lösungsansätze skizzieren.

Die Veranstaltung soll als Fortbildung für Biodiversitätsberater*innen nach der ELER-Fördermaßnahme „Beratung zur Verbesserung und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft (EB)“ anerkannt werden. Das Seminar findet am Donnerstag, 13. Oktober 2022, von 10 bis 17 Uhr per Zoom statt. Wir bitten Interessierte um verbindliche Anmeldung bis zum 06.10.2022 per Mail an jakob.klucken@nds.bund.net.

07.09.2022
Kurs AgrarBüromanager*in

startet in Bremervörde

An der Bezirksstelle der Landwirtschaftskammer in Bremervörde startet am 27. September 2022 ein Kurs „AgrarBüromanagerin“ als Präsenzveranstaltung. Die Teilnehmer*innen erhalten an 10 Seminartagen Kenntnisse rund um die Büroarbeit und die mit ihr verbundenen Abläufe. Außerdem erwerben sie Einblicke in die Bereiche Agrarförderung, soziale Absicherung und Vertragsrecht. Weitere Themen sind die landwirtschaftliche Buchführung und EDV. Eigene Erfahrungen im landwirtschaftlichen Betriebsbüro sind wünschenswert, Vorwissen wird aber nicht benötigt – nur die Neugierde auf einen erweiterten Blickwinkel hinsichtlich der betrieblichen Abläufe und Strukturen.

Termine: 27.09. – 29.11.2022, jeweils dienstags von 9.30 – 15.30 Uhr in der Bezirksstelle der Landwirtschaftskammer in Bremervörde

Informationen und Anmeldung zum Seminar bei Heidrun Pergande (04761 9942-106) und online unter Landwirtschaftskammer Niedersachsen webcode 33007521.

05.09.2022
Bitte um einzelbetriebliche Stellungnahme an die EU

Entwurf der Europäischen Union der Verordnung über die nachhaltige Verwendung von Pflanzenschutzmitteln

Die Europäische Union beabsichtigt, durch einen Verordnungserlass die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln in allen „ökologisch empfindlichen“ Gebieten und damit in allen Gebieten, die einem Schutzstatus unterworfen sind, zu verbieten. Dazu hat sie den Entwurf der Verordnung über die nachhaltige Verwendung von Pflanzenschutzmitteln in das Gesetzgebungsverfahren in Brüssel eingebracht. Diese Verbotsabsicht kommt einem Berufsverbot für alle Betriebe gleich, deren Flächen in Schutzgebieten liegen. Es ist ein nicht hinnehmbarer Eingriff in unsere Höfe und die Bewirtschaftung unserer Flächen und bedeutet einen erheblichen Verlust an hochwertigen Lebensmitteln und damit an Einkommen. Es ist ein tiefer Eingriff in unsere Verfassungsrechte, die das Eigentum und unseren Beruf schützen. Daher müssen alle Bäuerinnen und Bauern gemeinsam unabdingbar Stellung gegen diesen Verordnungsentwurf beziehen und seine Beschlussfassung verhindern. Jeder Betrieb sollte daher unbedingt eine eigene Stellungnahme auf den Internetseiten der EU abgeben und darlegen, was diese Verordnung für ihn bedeuten würde.

Jeder Bauer und jede Bäuerin sollte der EU aufzeigen, dass wir nicht klein beigeben, sondern uns gegen fachlich unqualifizierte und die Existenz unser Betriebe bedrohende Ideen wehren und diese realitätsferne Politik ablehnen. Wir haben nachfolgend einige Stichpunkte aufgeführt, die in jede Stellungnahme aufgenommen und je nach Betroffenheit verwendet werden können. Die Stellungnahme muss bis zum 19.09.2022 bei der EU eingehen. Bitte achtet dabei auch darauf, unterschiedliche Stellungnahmen zu schreiben, da nur unterschiedliche Texte gewertet werden. Eine Anleitung des Deutschen Bauernverbandes für die Abgabe der Stellungnahme sowie die Standpunkte des Deutschen Bauernverbandes zu dem Verordnungsentwurf haben wir unseren Mitgliedern mit einem entsprechenden Rundschreiben bereits übersendet.

Stichpunkte:
• In Niedersachsen liegen mehr als 850.000 Hektar, was über 30 % der gesamten niedersächsischen landwirtschaftlichen Fläche entspricht, in den von der Verordnung betroffenen Schutzgebieten und wären damit von einem Verbot betroffen
• Ein finanzieller Ausgleich für das Verbot ist nicht vorgesehen
• Wirksame und praxistaugliche Alternativen zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln werden nicht aufgezeigt
• Der Anbau behandlungsintensiver Kulturen wie Raps und Zuckerrüben oder Spezialkulturen wie Obst und Gemüse würde in den betroffenen Gebieten wegen der zu erwartenden massiven Ertragsverluste und fehlender effektiver Schädlingsbekämpfungsmethoden in Gänze verschwinden, die Erträge anderer Grundnahrungsmittel wie Getreide und Kartoffeln werden voraussichtlich im zweistelligen Prozentbereich zurückgehen
• Verfassungswidriger Eingriff in die Eigentumsfreiheit und die Berufswahl- und Ausübungsfreiheit
• Drastische Umstellung der Landbewirtschaftung, Mehrarbeit
• Mindererträge
• Bisheriges Engagement im Natur- und Wasserschutz wird „mit Füßen getreten“
• Flächenversiegelung, Zerstörung und Zerschneidung von Lebensräumen und Nahrungshabitaten, Lichtverschmutzung oder die allgemeine Umweltverschmutzung mit Müll, Plastik und anderer Chemikalien wird nicht berücksichtigt
• Keine Berücksichtigung von lokal unterschiedlich ausgeprägter Biodiversität, keine Berücksichtigung von natürlichem, lokal unterschiedlich starkem Tier- und Pflanzenvorkommen
• Keine Berücksichtigung unserer niedersächsischen klein strukturierten und daher biodiversitätsfreundlichen Verhältnisse
• Keine Berücksichtigung des Verbraucherverhaltens, das Mehraufwendungen selten, -und in Krisenzeiten insbesondere nicht -, honoriert
• Keine Berücksichtigung der Folgen der verminderten Lebensmittelproduktion: Mindererträge bedeuten auch weniger Lebensmittel; daher wird ein Preisanstieg unausweichlich sein, was zu Lasten finanziell schwächerer Mitbürgerinnen und Mitbürger geht.

Für Rückfragen steht Ihnen unser Geschäftsführer Alexander Kasten gerne unter kasten@landvolk-row-ver.de zur Verfügung.

01.09.2022
Bienenfreunde Verden informieren auf dem Stadtfest in Verden

Die Bienenfreunde Verden, eine Interessen- und Aktionsvereinigung von Imkern, Landwirten und Jägerschaft im Landesverband Hannoversche Imker e.V. sind am 03.09.2022 auf dem Stadtfest in Verden vertreten. Mit dem NEUA- und dem Jägerschaftsmobil sowie Bienenschaukästen etc. informiert die Vereinigung vor Ort und verschenkt zudem Saatgut der „Verdener Fühjahrsblüte“ von 12 bis 18 Uhr. Den Stand finden Sie am Lugenstein / Dom in der Verdener Fußgängerzone.

31.08.2022
Direktvermarktung regionaler Produkte

Treffen mit Barbara Otte-Kinast und Hella Bachmann

Immer mehr Menschen greifen beim Kauf von Lebensmitteln im Supermarkt zu regionalen Produkten. Denn kurze Produktionswege stehen in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit hoch im Kurs. Auch viele landwirtschaftliche Betriebe bieten bereits in Hofläden oder Automaten eigens produzierte Ware an. Um das Thema Direktvermarktung ging es daher auch bei einem Treffen in Achim auf dem Hof von Ehler Mindermann. Barbara Otte-Kinast (Niedersächsische Landwirtschaftsministerin) und Hella Bachmann (Landtagskandidatin und Kreisvorsitzende der CDU im Wahlkreis Verden) wollten von regionalen Anbieter*innen wissen, welche Möglichkeiten der Direktvermarktung es bereits gibt und vor welche Herausforderungen die Branche dadurch gestellt wird. Zugegen waren dafür Moritz Armbrust von „Friedhold“ (Anbieter zur Initiierung von Onlinehofläden), Jürgen Luttmann von der Jägerschaft (Initiator der „Waldfleisch-App“), Lina Blohme und Familie (betreiben sowohl Hofladen als auch Regiomat), Katja Schwede vom Landgut Bollen (Vermarktungsgesellschaft für regionale Produkte), Robert Morgan von „Induflex“ (Hersteller einer Mikro-Molkerei) sowie Kreislandwirt und Hofladenbetreiber Jörn Ehlers.

Moritz Armbrust, Friedhold: „Wir bieten Landwirtinnen die kostenlose Erstellung eines Online-Hofladens an. Erst bei Verkauf erhalten wir 5 % vom Nettoumsatz.“ In wenigen Tagen kommt außerdem die App „Support your Farmer“ auf den Markt, über die Kundinnen schauen können, welcher Betrieb in der Region einen Online-Hofladen hat, um dort ganz einfach regionale Produkte zu bestellen. Jürgen Luttmann, Waldfleisch-App: „Wir führen mit unserer App Jäger und Kunden zusammen. Wer frisches Fleisch möchte, kann schauen, welcher Jäger in der Region grad welches hat.“ Durch die Vermarktung der Produkte möchten die Initiatoren der App auch eine größere Akzeptanz der Jägerschaft innerhalb der Gesellschaft bewirken.

Lina Blohme, Hofladen und Regiomat: „Wir haben auf unserem Hof alles auf den Kopf gestellt und setzen nun auf Direktvermarktung und Bioqualität.“ Neben einem Hühnermobil betreibt Familie Blohme auch einen Hofladen sowie den Regiomaten auf dem Hof von Ehler Mindermann. Dort gibt es auch weitere regionale Produkte von anderen Betrieben.

Katja Schwede, Landgut Bollen: „Ich bin als gebürtige Bremerin erschrocken darüber, dass die regionalen Supermärkte die Bollener Knolle nicht kannten.“ Das Landgut Bollen bietet die Vermarktung regionaler Produkte in hiesigen Supermärkten an. Angefangen hat alles mit der Kartoffel, mittlerweile gibt es aber auch Projekte mit Spargel und sogar einen Kartoffel-Gin.

Robert Morgan, Induflex: „Wir möchten back to the roots und haben deshalb die Idee einer Mikro-Molkerei umgesetzt.“ Ziel ist es, dass sich mehrere Milchbauern zusammentun und ihre eigene Milch abfüllen und verkaufen.

Jörn Ehlers, Kreislandwirt und Hofladen: „Leider ist uns in vielen Bereichen die Infrastruktur abhandengekommen. Es gibt kaum regionalen Schlachtereien oder Molkereien, die kleine Mengen für uns Landwirte abfertigen können. Es steckt so viel Potenzial in den Höfen, die Wertschöpfungsmöglichkeiten in Sachen Direktvermarktung sind enorm.“ Leider sehen viele Betriebe das Thema Direktvermarktung noch als Nebenprodukt an, sodass große Player wie Amazon oder hello fresh bereits versuchen, mit Regionalität zu punkten. Und das hat auch einen Grund: „Ich würde mir von der Politik wünschen, die Auflagen und Kosten für die landwirtschaftlichen Betriebe zu verringern, sodass von den regionalen Lebensmitteln auch die hiesige Landwirtschaft profitieren kann. Denn landwirtschaftliche Direktvermarktung ist nicht nur ein Betriebszweig, mit dem sich Geld verdienen lassen sollte, sondern immer auch ein Weg, die Branche positiv in der Öffentlichkeit darzustellen.“

30.08.2022
Gemeinsame Podiumsdiskussionen

zur Landtagswahl

Wie bekannt ist, findet am 09. Oktober 2022 die Wahl zum 19. Landtag von Niedersachsen statt. In Form einer Podiumsdiskussion möchten wir Ihnen gemeinsam mit dem LSV (Land schafft Verbindung) vorab die Möglichkeit bieten den Kandidaten der verschiedenen Parteien aus den Wahlkreisen 53 und 61 noch einmal auf den Zahn zu fühlen.

Podiumsdiskussion Wahlkreis 53:
Datum: 01.09.2022 um 19 Uhr
Ort: Am Mühlenberg 1, 28870 Ottersberg (Quelkhorn)

Podiumsdiskussion Wahlkreis 61:
Datum: 12.09.2022 um 19 Uhr
Ort: Scharnhorster Weg 1, 27308 Kirchlinteln (Deelsen)

Über Ihre Teilnahme an der Podiumsdiskussion würden wir uns sehr freuen.

25.08.2022
Landwirtschaft von Profis erklärt

Standpersonal für HanseLife gesucht

Auch in diesem Jahr werden wir – gemeinsam mit der Niedersächsischen Landjugend und weiteren Landvolk-Kreisverbänden – auf der Verbrauchermesse HanseLife in Bremen vertreten sein. Geplant ist eine interaktive Entdeckungsreise zum Thema Landwirtschaft mithilfe von Exponaten, die die Landjugend zur Verfügung stellt. Folgende Themen werden an den Ständen bespielt werden:

Bertha, die bildende Kuh: Alles rund um Milchherstellung Alfred, das fröhliche Ei: Woher kommt eigentlich das Frühstücksei? Heinrich, der Kartoffeltisch: Was lässt sich alles aus Kartoffeln herstellen? Saisonkalender: Wann wachsen Obst und Gemüse hier in Deutschland? 3D-Brille: Ein Tag im Leben einer Landwirtin Arbeit für das ganze Jahr: Was passiert wann auf dem Feld? Nahrung für die Pflanze: Wie wachsen Pflanzen in Deutschland?

Wie gehabt benötigen wir für jeden Stand wieder entsprechendes Personal. Geplant ist der Standdienst in zwei Schichten (Mi, Do, Sa & So: 10:00-14:00 Uhr und 14:00-18:00 Uhr / Fr: 10:00-14:00 Uhr und 14:00-20:00 Uhr) und es werden für jeden Stand jeweils zwei Personen gesucht. Bitte seid circa 15 Minuten vor Schichtbeginn in Halle 4 am Stand „Land&Natur“. Alle weiteren Informationen erhaltet ihr kurz vor Messebeginn via Mail.

Bitte tragt euch über den unten stehenden Link in die Liste ein mit Vor- und Nachnamen, außerdem schreibt rechts in die Kommentare noch einmal euren Namen, den Kreisverband sowie eure Handynummer. Falls euch an dem Tag etwas dazwischen kommt, meldet euch bitte bei Silke Aswald (0162-4177151).

Unter diesem Link könnt ihr euch für den Standdienst eintragen:

HanseLife 2022 14.-18.9.22, Messehalle Bremen (Stand „Land&Natur“ in Halle 4) 10-18 Uhr (Freitag 10-20 Uhr)

Bei allen weiteren Fragen, meldet euch bitte bei Silke Aswald (aswald@landvolk-row-ver.de).

Aktuelles aus dem Landesverband

17.11.2025
ITW-Rind: Keine Änderungen vor 2027
Milch und Rind

(QS) Das Rinderprogramm der Initiative Tierwohl (ITW) wird bis zum 31. Dezember 2026 mit den bestehenden Anforderungen fortgeführt. Entgegen früheren Überlegungen erfolgen zum 1. Januar 2026 keine Änderungen an den Kriterien. Darauf haben sich Vertreter aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Handel verständigt.

Auch die Prüfsystematik bleibt 2026 unverändert. Jeder Betrieb wird einmal jährlich auditiert, zusätzlich erfolgt ein Bestandscheck bei einem Drittel der teilnehmenden Betriebe. Ebenso bleiben die Preisaufschläge mit 10,7 Cent/kg SG für Mastrinder und 4 Cent/kg SG für Schlachtkühe stabil.

Änderungen ab 2027:

  • Die relevante Haltungsperiode vor der Schlachtung wird von 6 auf 8 Monate verlängert.
  • Eine Revision der Prüfsystematik sowie der Anforderungen ist für 2027 geplant.

Aktuell nehmen mehr als 1.400 Betriebe aus Rindermast, Kälbermast, Milchvieh- und Mutterkuhhaltung am Programm teil, das eine verbesserte Tierhaltung sicherstellt. Produkte dieser Betriebe können weiterhin mit dem bekannten ITW-Siegel gekennzeichnet werden und entsprechen der Haltungsform 2 (Stall plus Platz) – deutlich über dem gesetzlichen Mindeststandard.

17.11.2025
Rindfleischexporte nach Japan wieder möglich
Milch und Rind

(BMLEH) Deutschland kann wieder frisches Rindfleisch nach Japan exportieren. Das im Januar 2025 aufgrund des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche in Brandenburg verhängte Einfuhrverbot wird gemäß Mitteilung des japanischen Landwirtschaftsministeriums aufgehoben. Vor allem aufgrund der Abnahme hochpreisiger Innereien vom Rind ist der japanische Markt für hiesige Exporteure von Relevanz. Auch für die deutsche Molkereiwirtschaft hat die Wiederöffnung des japanischen Marktes positive Effekte, denn der Export nicht wärmebehandelter Milcherzeugnisse wie Rohmilchkäse ist wieder möglich. Die Pressemitteilung des Bundeslandwirtschaftsministeriums können Sie unter https://www.bmleh.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/110-rindfleischexporte-japan.html nachlesen.

17.11.2025
COPA Working Party Organic Farming diskutiert Änderungen EU Öko-VO intern und mit Kommission – Reform der Öko-Weidehaltung weiterhin strittig
Öko-Landbau

(DBV) Die COPA Working Party Organic Farming disku­tierte bei ihrer regulären Sitzung am 16. Okt  Änderungsbedarf in der EU Öko-VO mit dem neuen Leiter der Unit Organic Farming der Kommission Carazo und seinem ebenfalls neuen Vertreter. Der DBV konnte anhand der Rückgänge der Öko-Milchviehhaltung in großen Mitgliedsstaaten um 10% und mehr (F, At, Dt und Dk) verdeutlichen das der Handlungsfokus bei der Verbesserung und Verschlankung des Öko-Rechts auf der Tierhaltung liegen muss. Die Kommission plant bis Jahresende Verbesse­rungen auch im Ökobasisrecht, der EU VO 2018/848, anzugehen. Dazu fragt sie nach ein­hellig aus allen EU-Staaten unterstützten Vor­schlägen. Einstimmig unterstütze Änderungs­vorschläge hatte die COPA-WP bereits vor 3 Wochen vorgelegt, wovon die Öko-Geflügelhal­tung, sowie der Schweinemast profitieren werden. Bei den aus deutscher Sicht dringlichen Öko-Weidevorgaben konnte erneut keine ein­stimmige Unterstützung erreicht werden. Insbesondere die Ver­treter Frankreichs und Italiens sperren sich gegen die erforder­lichen Veränderungen der Wei­devorgaben. Es wurde allerdings vereinbart, über gewisse Flexibi­lisierungen weiter zu beraten. DBV und der dänische DAFC wol­len hierzu zeitnah einen gs. Vor­schlag vorlegen. Das Problembe­wusstsein über den deutlichen Rückgang der Öko-Milchvieh­haltung ist jetzt aber bei allen Nachbarländern und in der Kommission ver­ankert worden.

17.11.2025
AMI Markt Bilanz Öko-Landbau 2025 erschienen
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Das AMI Jahrbuch bietet Informationen zu den nationalen und internationalen Öko-Rohstoff- und Lebensmittelmärkten mit Bewertung der Einflussfaktoren auf die Entwicklung des Öko­marktes.

Ausführlich werden Preise für die wichtigsten Öko-Rohstoffe auf verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette in ihrer zeitlichen Ent­wicklung dargestellt: das umfasst die Drusch­früchte, Obst & Gemüse, Kartoffeln sowie die Preise für die tierischen Erzeugnisse Rind, Schwein, Geflügel, Milch und Eier. Auch hier werden internationale Märkte sowie Importe einbezogen. Außerdem wird für die die wichtigsten Produktgruppen über das Kaufverhalten der Verbraucher informiert.

Mehr Informationen und Bestellung unter: https://www.ami-informiert.de/ami-shop/shop/detail?ai%5Baction%5D=detail&ai%5Bcontroller%5D=Catalog&ai%5Bd_name%5D=markt-bilanz-oko-landbau-2025&ai%5Bd_pos%5D=0&ai%5Bd_prodid%5D=3711

17.11.2025
Ernte gut – Qualitäten gut – Preise meistens gut
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Die Bio-Getreideernte in Deutschland überrascht mit großen Erntemengen und oftmals guten Qualitäten. Die aktuelle Einschätzung zeigt eine „Bombenernte“ bei Hafer, Gerste und Roggen. Bei Weizen und Dinkel haben die Regenfälle in der Ernte im Juli großflächig für Einbußen bei den Qualitäten gesorgt. Die Preise sind bei den meisten Produkten stabil, nur Hafer wird zu etwas kleineren Kursen gehandelt.

17.11.2025
Bio-Kartoffeln: Ernte und Einlagerung bestimmen das Marktgeschehen
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Der Markt für Bio-Speisekartoffeln ist weiterhin durch ein hohes Angebot gekennzeichnet. Die Erntearbeiten schreiten – begünstigt durch die Witterung – kontinuierlich voran, sodass eine große Warenverfügbarkeit besteht. Zwischenzeitlich führten starke Niederschläge zu kurzen Unterbrechungen der Rodungen. Parallel zur Ernte widmen sich die Landwirte derzeit auch der Einlagerung.

17.11.2025
Bio-Rinderpreise steigen mit konventionellen Preisen
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Die Versorgung mit Bio-Rindern bleibt weiterhin knapp. Die im Sommer kurzzeitig etwas abgeflaute Nachfrage hat sich mit Ferienende wieder deutlich belebt. Das hat auch die konventionellen Rinderpreise wieder in die Höhe schnellen lassen. Die Bio-Vermarkter müssen ein weiteres Mal nachziehen, um überhaupt Tiere zu bekommen. Das ist für die Landwirte gut, bringt aber die Verarbeitungsunternehmen an ihre Grenzen.

17.11.2025
Bio-Milch bleibt knapp – Preise steigen weiter
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Die Bio-Milchanlieferungen bleiben 2025 unter dem Vorjahr. Während die Nachfrage hoch ist, ringt die Branche mit Betriebsaufgaben aufgrund der Weidepflicht, knappen Rohstoffen und regional deutlichen Einbußen. In NRW, Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland sowie in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg wird das Vorjahresniveau klar verfehlt. Insbesondere in Süddeutschland sind die Mengen ebenfalls rückläufig.

14.11.2025
Rindermarkt: Rindfleischproduktion gegenüber 2024 verringert
Milch und Rind

(AMI) Obwohl die Rinderschlachtungen in Deutschland im September gestiegen sind, liegt die Zahl der insgesamt in diesem Jahr geschlachteten Rinder weiterhin deutlich unter dem Vorjahresniveau. In den ersten neun Monaten 2025 wurden knapp 2,1 Mio. Rinder der Fleischerzeugung zugeführt.

Das waren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 7,5 % weniger Tiere. Da der deutsche Rinderbestand seit vielen Jahren einen deutlich rückläufigen Trend zeigt, stehen immer weniger Tiere für die Fleischproduktion zur Verfügung. Seit 2015 ist die Zahl der in Deutschland gehaltenen Rinder um 18,3 % gesunken.

Mit einem Anteil von 36,8 % oder knapp 755.000 Rindern entfiel der größte Teil der Schlachtungen auf Jungbullen. Bei diesen ergab sich gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 7,9 %. Ähnlich ist die Situation bei den Kühen, die die zweitgrößte Gruppe der verschiedenen Rinderkategorien bei den Schlachtungen bilden. Neben der Zahl der geschlachteten Rinder ging auch die erzeugte Menge an Rindfleisch zurück. Die Verringerung gegenüber dem Vorjahr lag hier von Januar bis September jedoch bei nur 6,5 %, was auf höhere Schlachtgewichte der Tiere hindeutet.