An der Pariser Börse geht es auch in der laufenden Handelswoche weiter abwärts. So schloss der Weizenkurs am 16.11.2022 bei 319,75 EUR/t und damit 9 EUR/t unter dem Niveau des Vormonats. Ausschlaggebend für den deutlichen Kursverlust bleibt auch weiterhin der Konflikt in Osteuropa. Auch wenn bislang keine finale Entscheidung, hinsichtlich des Fortbestands der sicheren Handelspassage aus der Schwarzmeerregion, getroffen wurden, gehen Marktteilnehmer von einer Verlängerung des Abkommens aus. Das dürfte das Angebot am Weltmarkt deutlich vergrößern und übte Druck auf die Notierungen aus. Die Unsicherheit hält dennoch an. Zusätzlich belastete wurde der Weizenkurs durch den wieder festeren Euro. Russischer Weizen wird deutlich preisgünstiger offeriert und profitiert daher von einer gesteigerten Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt. Indes bleibt es am Kassamarkt auch weiterhin ruhig. Die Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung in der Ukraine sowie die deutlichen Preiskorrekturen bremsen die Abgabebereitschaft der Erzeuger. In der Hoffnung, Partien zu einem späteren Zeitpunkt zu besserem Kurs zu vermarkten, wird Ware vorerst zurückgehalten. Die verhaltene Abgabebereitschaft trifft jedoch auch auf ein geringes Kaufinteresse. Mühlen konnten ihren Bedarf bis Jahresende bereits weitestgehend decken. Neugeschäft kommt kaum zustande, was die Umsätze auf ein Minimum reduziert. Die Mengenbewegungen fußen einzig auf der Abwicklung bestehender Kontrakte. Auch mit der Vermarktung der Ernte 23 wird vorerst abgewartet. Die Feldbestände haben sich indes gut entwickelt, mitunter möglicherweise zu gut, um Kahlfröste zu überstehen. Die Herbstarbeiten sind überwiegend abgeschlossen. Sorgen bereitet regional jedoch der Mangel an Niederschlag, die Bodenwasservorräte müssen unbedingt aufgefüllt werden. Vor dem Hintergrund rückläufiger Notierungen in Paris wurden auch die Gebote auf Erzeugerstufe deutlich nach unten korrigiert. Für Brotweizen wurden im Bundesdurchschnitt 308,30 EUR/t (275-329,50 EUR/t) verlangt, rund 10,90 EUR/t weniger als noch in der Woche zuvor. Für Qualitätsweizen erhielten Erzeuger mit 325,70 EUR/t (295-343,50 EUR/t) rund 13,60 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Brotroggen wird im Bundesdurchschnitt für 264,20 EUR/t (233,50-300 EUR/t) offeriert und vergünstigt sich damit auf Wochensicht um 12,60 EUR/t. Die geringste Abwärtskorrektur erfuhren die Gebote für Braugerste. Mit 353,40 EUR/t (329-371,50 EUR/t) wurde rund 1 EUR/t weniger als in der Vorwoche verlangt. (Quelle: AMI)
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Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
17.11.2022
Ölsaaten: Scharfer Preisanstieg und Lieferstopp der Ukraine bremsten Außenhandel Pflanzen
Deutschland hat im Wirtschaftsjahr 2021/22 5,61 Mio. t Raps eingeführt und damit 9 % weniger als noch im Vorjahr. Auch Sojabohnen wurden mit gut 3,6 Mio. t etwas weniger eingeführt als 2020/21. Für diese beiden Rohstoffe ist Deutschland Netto-Importeur, denn mit 98.550 t Raps und 32.700 t Sojabohnen bleiben die ausgeführten Mengen weit hinter den Importen zurück. Demgegenüber dominieren beim Rapsschrot die Ausfuhren. Von den 2021/22 in Deutschland produzierten 5 Mio. t Rapsschrot wurden 1,6 Mio. t ins Ausland verkauft, davon 93 % in EU-Staaten. Demgegenüber wird nur wenig Rapsschrot eingeführt. Beim Sojaschrot überwiegen die Importe, es kommen allein 1,6 Mio. t aus Südamerika. Aber auch die Exporte, wenn auch gegenüber Vorjahr um 15 % auf 1,79 Mio. t reduziert, spielen vor allem für die Versorgung der EU-Mitgliedstaaten eine große Rolle. (Quelle: AMI)

17.11.2022
Unveränderte Lage am Kartoffelmarkt Pflanzen
An den Notierungen am Kartoffelmarkt hat sich seit der Vorwoche so gut wie nichts verändert. Einzig der Terminmarkt legte im Aprilkontrakt bis Ende der Vorwoche zu, um dann diese Woche geringfügig schwächer zu starten. Zumindest ist er aus seinem Preistal herausgekommen. Die Nachfrage ist allgemein schwach geblieben. Das Angebot passt allerdings, da Landwirte die teuer eingelagerten Knollen zunächst nicht gerne abgeben. Sie hoffen auf Aufschläge in den kommenden Monaten. Locker sitzen nur die Bestände, die aufgrund schwieriger Konditionierung der Knollen nicht ganz sicher für die Langzeitlagerung erscheinen. (Quelle: AMI)
17.11.2022
Aufs Korn genommen – Der Podcast des Deutschen Bauernverbandes Öko-Landbau
Erste Folge des neuen DBV-Podcasts ist online
Der Deutsche Bauernverband bietet in einem neuen Podcast Hintergründe rund um die Landwirtschaft und Agrarpolitik. Mit dieser „schlepperkabinentauglichen“ Kommunikation sollen Landwirtinnen und Landwirte sowie an der Landwirtschaft Interessierte auch unterwegs angesprochen werden. Einmal im Monat sendet der DBV zukünftig Interviews zu aktuellen Themen rund um Landwirtschaft, Agrarpolitik und Verbandsgeschehen. In der ersten Folge geht es in einem Gespräch mit dem Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, um die Stimmung in der Landwirtschaft, die Energiekrise und Zukunftsperspektiven für die Tierhaltung. Außerdem erklärt der DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken, welche Auswirkungen die Pläne der EU-Kommission zur Pflanzenschutzmittelreduktion und zur Naturwiederherstellung auf die Landwirtschaft hätten. Moderiert wird der Podcast von Sofie Sponbiel, Referentin für Kommunikation beim Deutschen Bauernverband. Zu finden ist der Podcast zunächst bei Spotify (hier) und Apple Podcasts (hier) sowie auf der DBV-Homepage. Weitere gängige Podcast-Plattformen folgen in den kommenden Tagen.
16.11.2022
ASP: Weiter auf Biosicherheit achten Schwein
Vor einem Jahr wurde erstmals in Mecklenburg-Vorpommern der ASP-Ausbruch in einem Hausschweinebestand bestätigt. Seit diesem Zeitpunkt wurden landesweit 27 700 Proben von Wildschweinen auf ASP untersucht, davon über die Hälfte aus den derzeit im Fokus stehenden Landkreisen Ludwigslust-Parchim und Vorpommern-Greifswald. Bislang gab es in Mecklenburg-Vorpommern 47 amtlich bestätigte positive ASP-Nachweise (zum Vergleich: Brandenburg: mehr als 2.600 ASP-Nachweise; Sachsen: etwa 1.700 ASP-Nachweise). Die derzeit durchgeführten Drückjagden zur Reduzierung des Schwarzwildbestandes führen aufgrund der noch immer üppigen Vegetation wenig zum Erfolg. Auch wenn der letzte bestätigte ASP-Fall bei einem toten Wildschwein am 15. Oktober war, so sieht das Landwirtschaftsministerium dennoch keinen Grund zur „Entspannung“, denn nach wie vor besteht starker Infektionsdruck aus Westpolen. Daher sollten sich alle Schweinehalter auch weiterhin strikt an die Biosicherheitsmaßnahmen halten.
16.11.2022
Immer weniger Tierärzte für Nutztiere Geflügel
Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der EuroTier hat der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) darauf hingewiesen, dass immer weniger Veterinäre im ländlichen Raum für die landwirtschaftliche Nutztierhaltung zur Verfügung stehen. Von den derzeit rund 22 000 praktizierenden Tierärzten in Deutschland arbeiten nur noch etwa 3 500 in der Versorgung landwirtschaftlicher Nutztiere. „Wir steuern auf einen akuten Mangel an Tierärzten mit Konsequenzen für die Tiergesundheit und den Tierschutz zu“, so der bpt.
16.11.2022
DBV zur EU-Düngemittelstrategie Geflügel
Die am 9.11.2022 vorgestellte sogenannte Kommunikation der EU-Kommission zum Thema Düngemittel ist aus Sicht des DBV für die europäische Landwirtschaft völlig unzureichend. „Anstatt die Zölle auf Düngemittel bei Importen in die EU abzuschaffen, beschränkt sich die EU-Kommission nur auf warme Worte. Um die Verfügbarkeit von Düngemitteln sicherzustellen, muss die Kommission jetzt handeln, anstatt zu kommunizieren“, so DBV-Präsident Joachim Rukwied. Die aktuellen Zölle seien weiter eine unnötige Belastung für die europäischen Landwirte und entbehrten jeglicher Rechtfertigung bei diesem hohen Preisniveau. Zeitgleich liefen Pläne der EU-Kommission, über die EU-Industrieemissionsrichtlinie die Tierhaltung durch die Hintertür einzuschränken und damit den natürlichen Wirtschaftsdünger in Form von Mist und Gülle weiter zu reduzieren. Doch gerade dies würde wertvolle Chancen bieten, die durch Forschung weiter verbessert werden müssen, um diesen regionalen Dünger noch besser an der Pflanze platzieren zu können. „Klar muss sein: Ohne ausreichend Stickstoff werden im nächsten Jahr die Ernteerträge deutlich sinken. Dies wollen wir als deutsche Landwirtschaft in Verantwortung für die Ernährungssicherheit verhindern“, so Rukwied. „Aber auch die Politik muss bereit sein, entsprechend zu handeln.“
15.11.2022
Bio-Milchpreise mit >60 Ct auf Rekordniveau Öko-Landbau
Die Preise für Bio- Milch in Deutschland stiegen im September auf ein neues Allzeithoch. Erstmals überschritten sie im Bundesmittel die 60-Cent-Marke. In den kommenden Monaten wird es allein durch die zusätzlich gezahlten Winter-Zuschläge zu weiteren Preiserhöhungen kommen. Mit der kräftigen Anhebung ihrer Auszahlungsleistung für Bio-Milch im September haben die Bio-Milch verarbeitenden Molkereien vorerst die Gefahr gebannt, von den Preisen für konventionell erzeugte Milch eingeholt zu werden.

