(AgE) Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in Deutschland im ersten Halbjahr 2022 rund 294 Mio. Masthühner geschlachtet. Laut amtlicher Fleischuntersuchung waren davon gut 6,4 Mio. Tiere nicht zum Verzehr geeignet. Mit einem Anteil von rund 40 % war hierfür im Wesentlichen die tiefe Dermatitis, eine Hautentzündung unter anderem im Bereich des Unterbauches und der Kloake, verantwortlich. Weitere Gründe für die fehlende Eignung zum Verzehr waren die Bauchwassersucht (Aszites), Schlachtschäden und organoleptische Abweichungen. Die Durchfallquote war bei ausländischen Herkünften der geschlachteten Masthühner mit 2,90 % etwas höher als bei inländischen Tieren mit 2,16 %.
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Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
04.11.2022
Rindermarkt: LEH erhöht Werbeaktionen mit Fleisch Milch und Rind
(AMI) Der Lebensmitteleinzelhandel hat seine Werbeaktivität im Bereich Fleisch von Januar bis Oktober 2022 verstärkt. Insgesamt wurden den Verbrauchern 4,9 % mehr Angebote für Fleisch präsentiert.
Bei den am häufigsten beworbenen Produkten handelt es sich vor allem um Steaks. So sind vier Plätze der TOP 5 der am intensivsten angebotenen Artikel durch Kurzbratartikel belegt. An der Spitze der Hitliste befindet sich das naturbelassene Schweineschnitzel, für das die Anzeigenhäufigkeit um 4,8 % erhöht wurde. Ein Nachlassen der Anzeigendichte ist hingegen bei Rinder- und Hähnchensteaks zu verzeichnen. Mit Abstand am häufigsten sind Artikel aus Schweinefleisch in den Prospekten des LEHs zu finden. Gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr wurden für Produkte aus Schweinefleisch knapp 11,9 % mehr Anzeigen geschaltet.
Durch die Erhöhung der Werbeaktionen wollen die Händler die Verbraucher in ihre Geschäfte locken. Bei zunehmender Inflation und steigenden Kosten kaufen die Kunden häufig preisbewusst ein und achten vermehrt auf Angebote in den Prospekten. Preislich befinden sich die Werbeaktionen jedoch in den meisten Fällen dennoch deutlich über dem Vorjahr. Das zeigt sich beim Blick auf das naturbelassene Schweinesteak. Gab es dieses im Vergleichszeitraum im vergangenen Jahr noch zu einem durchschnittlichen Mindestpreis von 4,68 EUR/kg, lag dieser im aktuellen Jahr bei 5,27 EUR/kg.
04.11.2022
„Let’s talk Milch“ gewinnt PR-Award Milch und Rind
Die Initiative Milch hat für die Kampagne „Let’s talk Milch“ gegen starke Konkurrenz (Lidl, Mondelez, Burger King, Beiersdorf) den PR-Award gewonnen – in der Kategorie Consumer Marketing. Die PR Report Awards wurden diese Woche in insgesamt 24 Kategorien verliehen. Mehr als 280 Einreichungen zählte die diesjährige Fachjury. Details zu den Gewinnern unter: https://bit.ly/3h5kQzb
04.11.2022
Eckpunkte im Klimaschutz-Sofortprogramm Milch und Rind
(DBV) Mit zusätzlich acht Mrd. Euro will die Bundesregierung Klimaschutzmaßnahmen finanzieren. In der Landwirtschaft sind eine erweiterte Datenbasis bei der Düngung, reduzierte Stickstoff-Düngung für Weizen, Ausbau des Ökolandbaus, „klima- und tiergerechte Nutztierhaltung“ sowie ein Energieeffizienzprogramm vorgesehen. Die deutsche Landwirtschaft wirtschaftet im weltweiten Vergleich bereits sehr klimaeffizient, betonte DBV-Generalsekretär Krüsken. Z. B. eine Stilllegung von Flächen sei keine nachhaltige Klimastrategie.
04.11.2022
Milchmarkt Milch und Rind
(AMI, ZMB) In der 42. Kalenderwoche erfassten die Molkereien 0,4 % weniger Milch als in der Vorwoche. Die Vorjahreslinie ist damit um 1,8 % überschritten worden. Die Milchanlieferung in Deutschland nähert sich somit weiter ihrem saisonalen Tiefpunkt, der erfahrungsgemäß in der zweiten Novemberhälfte zu erwarten ist. Am Markt für abgepackte Butter wird über eine gute Nachfrage berichtet. Die Bestellungen haben inzwischen saisonal zugenommen. Über den Monatswechsel sind die Molkereiabgabepreise weitgehend unverändert geblieben. Die Notierung in Kempten wurde am 2.11.2022 unverändert in einer Spanne von 7,50 bis 7,70 EUR/kg festgestellt. Die wartenden Tendenzen am Markt für Blockbutter setzen sich fort. Schnittkäse wird anhaltend gut nachgefragt. Im Zuge der hohen Inflation werden vom Endverbraucher vermehrt Handelsmarkenprodukte oder Kleinpackungen nachgefragt.

Von den Pulvermärkten wird von ruhigeren Geschäftsverläufen berichtet. Am Markt für Magermilchpulver haben die Preise über den Wechsel von Oktober auf November weiter nachgegeben. Auch am Markt für Vollmilchpulver ist die Lage weiterhin recht ruhig.
04.11.2022
Terminmärkte aktuell Pflanzen
Terminmärkte KW 44

04.11.2022
Weizenpreise sinken weiter Pflanzen
Die europäischen Weizenkontrakte sind am Mittwoch stark gefallen, nachdem Russland erklärt hatte, es werde sich wieder an einer Vereinbarung beteiligen, die Getreideexporte aus der kriegsgebeutelten Ukraine ermöglicht, und damit eine überraschende Kehrtwende gegenüber seinem Ausstieg am Wochenende vollzogen hatte, der die Märkte in die Höhe schnellen ließ. Russland sagte, es werde seine Teilnahme am Schwarzmeerkorridor nur vier Tage nach der Aussetzung seiner Rolle in dem Abkommen erneuern, da es die Sicherheit von zivilen Schiffen, die das Schwarze Meer durchqueren, aufgrund eines Drohnenangriffs auf seine Flotte dort nicht garantieren könne. Die Entscheidung folgte auf ein Telefongespräch zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan am Dienstag sowie auf kontinuierliche Gespräche zwischen ihren Verteidigungsministern. Zuvor hatte Russland auf Grund eines angeblichen Drohnenangriffes durch die Ukraine von dem Abkommen zurückgezogen. Bestätigt wurde dieser Angriff weder von der Ukraine noch von Großbritannien. (Quelle: Reuters)
04.11.2022
Nordafrika wichtigster EU-Weizenimporteur Pflanzen
Die nordafrikanischen Länder sind von Juli bis Oktober die wichtigsten Bestimmungsländer für EU-Weichweizenexporte geblieben. Dabei nahmen die Lieferungen im Vergleich zum Vorjahr zu, vor allem weil Marokko angesichts der unsicheren Versorgungslage am Schwarzen Meer seine französische Abnahme erhöhte, wie Argus Media berichtet. Algerien, Marokko und Ägypten waren in den ersten vier Monaten des Wirtschaftsjahres 2022/23 (Juli bis Juni) gemeinsam die wichtigsten Impor-teure von Weichweizen aus der EU. Sie erhielten zusammen 4,2 Millionen Tonnen oder 36,3 Prozent der Gesamtlieferungen der EU – gegenüber 3,1 Millionen Tonnen oder 27,1 Prozent ein Jahr zuvor, wie vorläufige Daten der Europäischen Kommission zeigen. Marokko hat seine Käufe von französischem Weizen angesichts der unterbrochenen Lieferungen aus der Ukraine und Russland erhöht. (Quelle: Argus Media)
04.11.2022
Wenig Umsatz am Futtergetreidemarkt Pflanzen
Die Produktion von Mischfutter ist rückläufig, das bestätigen nicht nur die neuesten Schätzungen des Branchenverbandes Fefac in Brüssel, die EU-weit von einem Minus von 3 % ausgehen, sondern auch die offiziellen Statistiken für Deutschland von der Bundesanstalt für Landwirtschaft, BLE. Auch wenn erst für Juli und August 2022 die Daten ausgewiesen werden, zeichnet sich doch deutlich der rückläufige Trend an. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden insgesamt 7 % weniger Mischfutter produziert. Besonders stark gesunken ist die Herstellung von Schweinemischfutter mit einem Minus von 11 % zum Vorjahreszeitraum. Die Rinderfutterproduktion ging um 4,2 % zurück, Geflügelmastfutter wurde um 6,6 % reduziert und Legehennenfutter um 2,3 %. Damit schwand auch der Bedarf an Getreide. Mit 1,7 Mio. t wurden in den beiden genannten Monaten rund 11 % weniger verarbeitet als im Vorjahreszeitraum. Das lag neben den Beeinträchtigungen durch die grassierenden Tierseuchen wie ASP und AI auch an den ungünstigen Kostenkalkulationen. Immerhin muss für Futterkomponenten und Mischfutter deutlich mehr gezahlt werden als vor einem Jahr und das wird nicht in allen Bereichen von steigenden Erlösen aus der Tierproduktion bzw. Veredelungswirtschaft kompensiert. Aktuell zeigen die Futtergetreidepreise wieder nach oben. In Paris legten die Maiskurse gegenüber Vorwoche um 1 % gegenüber Vorwoche zu, in Chicago um 0,4 %. Auch wenn mit der Glättung der politischen Friktionen in der Schwarzmeerregion, die Aussicht auf anhaltende Getreideexporte aus der Ukraine vorerst wieder etwas sicherer zu sein scheinen, verlässlich ist das nicht. Immerhin hatte der angekündigte Austritt Russlands aus dem Abkommen für deutliche Kursgewinne gesorgt. Die allerdings, mit dem Einlenken der russischen Regierung, auch nahezu wieder abgebaut wurden. Auf Großhandelsebene, auf der nur von sporadischen Neugeschäft gesprochen wird, verteuerte sich am 02.11.22 prompte Futtergerste franko gegenüber Vorwoche um 9 EUR/t. Damit verringert sich der Preisabstand zum Futterweizen, der in den Niederlanden nur um 2 EUR/t zulegte, während franko Südoldenburg immerhin ein Plus von 5 EUR/t verzeichnet wurde. Mais verteuerte sich franko Niederlande um 8 EUR/t, franko Südoldenburg um 7 EUR/t. Ganz anders die Preisentwicklung auf Erzeugerstufe in Deutschland. Hier weisen nämlich die Futterweizenpreise mit 309 (275-334) EUR/t das größte Plus gegenüber Vorwoche auf. Dies beträgt immerhin 6,30 EUR/t, während sich Gerste nur um 3,60 auf 280,80 (250-309) EUR/t und Körnermais nur um 3 auf 325,40 (290-350) EUR/t verteuerte. (Quelle: AMI)
04.11.2022
Paris: Raps auf 3-Monatshoch Pflanzen
An der Euronext legt der Fronttermin für Raps auf Wochensicht kräftig zu und befand sich am 31.10.2022 mit rund 676,75 EUR/t auf dem höchsten Stand seit dem 28.07.2022. Am 01.11.2022 schlossen die Notierungen aufgrund des Frontterminwechsels von November auf Februar 2023 bei rund 671 EUR/t und damit 34 EUR/t über Vorwoche. Neueste Meldungen in Bezug auf den Russland-Ukraine-Konflikt zeigen kräftige Kurswirkung. Russland kündigte an, sich aus dem Exportabkommen zurückzuziehen. Daraufhin beschleunigten sich die Verschiffungen von ukrainischem Getreide zu Beginn der laufenden Handelswoche, um noch so viel wie möglich zu exportieren. Die Vereinten Nationen, die Türkei und die Ukraine bekräftigen jedoch die Absicht, die Ausfuhren der Ukraine fortzuführen, etwa 15 Schiffe verließen am Montag ukrainische Häfen. Zusätzlich kurstreibend ist die rege Binnennachfrage und das Interesse aus dem Biokraftstoffsektor bei einer gleichzeitig starken Wettbewerbsfähigkeit der EU-Ware und das, obwohl die Eurodollar-Parität jüngst wieder kräftig zulegte. Die derzeitige Monsunsaison in weiten Teilen Asiens zieht die Notierungen ebenfalls nach oben. Denn die Produktion von Palmöl ist derzeit aufgrund von heftigen Niederschlägen und Überschwemmungen stark eingeschränkt. Diese Risiken werden bis zum Ende der La Niña-Saison, voraussichtlich bis Ende Januar 23, vorerst bestehen bleiben und die Nachfrage Richtung Raps- und Sojaöl lenken. Für etwas Kursdruck sorgte die überdurchschnittlich rasch voranschreitende US-Sojaernte, die das Angebot am Weltmarkt vergrößert. Laut neuestem USDA-Bericht beläuft sich der Fortschritt der Ernte auf etwa 88 %, 10 Prozentpunkte über dem 5-Jahresdurchschnitt. (Quelle: AMI)