
13.10.2022
Bio-Erzeugerpreise Öko-Landbau

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Erneut sind die konventionellen Milch-Erzeugerpreise stärker gestiegen als die Bio-Variante. Mit einem Zuschlag um 1,9 Ct gegenüber dem Vormonat lag die Auszahlung im August 2022 im deutschland-weiten Schnitt bei 56,9 Ct/kg. Der Abstand zwischen beiden Milcharten schrumpfte damit auf lediglich 2,2 Ct. Zu Jahresbeginn belief sich dieser noch auf über 10 Ct. Die Erzeugerpreise für Bio-Milch werden im Herbst voraussichtlich weiter steigen, mitunter dann auch in größeren Schritten.

Die Auswirkungen des trockenen und strahlungsintensiven Sommers zeigen sich nun auch verstärkt bei den Herbstgemüsearten. Lagerkohl, Möhren aber auch Steckrüben und Sellerie entwickeln sich langsamer und die Ernte verzögert sich. Die aktuell zur Ernte anstehenden Möhrenflächen weisen starke Ertragsdefizite aus. So ist der Markt weiterhin knapp mit Ware versorgt und die Preise fest.
Im Vergleich zum Vorjahr standen in den Frühjahrs- und Sommermonaten deutlich weniger Bio-Äpfel aus deutschem Anbau zur Verfügung. Parallel stieg mit dem Angebot aus Übersee der Preis, was negative Nachfrageeffekte auslöste. Jetzt mit den steigenden Pflückmengen aus der deutschen Ernte nimmt das Kaufinteresse wieder zu. Angeboten werden aktuell noch einige Frühsorten. Das Angebot verlagert sich aber zunehmend auf Santana, Elstar, Gala und Cox. Bis auf Gala sind durch den früheren Saisonbeginn bislang mehr Äpfel aus den deutschen Anbaugebieten verkauft worden als im Vorjahr.
Selten war es so ruhig in einem Nacherntemonat. Die schnellen Preisanstiege in den vergangenen Monaten, die zurückhaltende Nachfrage, die Kostensteigerungen auf allen Ebenen, lassen so gut wie alle Marktakteure unsicher zurück. Niemand möchte sich längerfristig festlegen. Direkt in der Ernte haben einige Mühlen günstiger direkt vom Feld Ware gekauft. Und sie haben noch einige Mengen auf Lager. Die Abrufe der alterntigen Kontrakte stocken bei einigen Akteuren immer noch. Daher besteht für die wenigsten Mühlen jetzt Handlungszwang. Außerdem laufen die Verhandlungen mit dem Einzelhandel.
Das Bio-Fachforum Gemüse und Kartoffeln ist der größte Biofrische-Branchentreff im deutschsprachigen Raum. Themen sind die Chancen der Digitalisierung und der Blick auf die Bio-Marktentwicklung. Zur Diskussion wird BMEL-Staatssekretärin Silvia Bender erwartet. Die AMI wird neue Zahlen zum Öko-Markt vorstellen. Am 08. November wird ein „vorabendliches Branchentreffen“ stattfinden. Das Bio-Fachforum gliedert sich in Ausstellerbereich und Themen-Blöcke. Mehr Informationen und Anmeldung unter
www.bio-fachforum.de
Die EU-Kommission hat am 23. September zwei Ausnahmeregelungen vom Sortenzulassungsrecht für ökologische Sorten landwirtschaftlicher Pflanzenarten und Gemüsearten veröffentlicht, die für die ökologische Produktion geeignet sind. Die Ausnahme von der EU-Richtlinie 2003/90/EG für ökologische Sorten ackerbaulicher Pflanzenarten (Gerste, Mais, Roggen und Weizen) Richtlinien (EU) 2022/1647 ist unter dem Link https://t1p.de/vjt6h zu finden. Download der Ausnahmeregelung (EU) 2022/1648 für Öko-Gemüsesorten zur Änderung der Richtlinie 2003/91/EG für ökologische Gemüsesorten unter https://t1p.de/x097q
Abweichungen gibt es vor allem hinsichtlich der Homogenitätsanforderungen. „Die besonderen Erfordernisse und Ziele der ökologischen Landwirtschaft sind bei der Sortenprüfung und der Bewertung der Prüfungs-
ergbnisse zu berücksichtigen. Sowohl die Resistenz oder Toleranz gegenüber Krankheiten als auch die Anpassung an unterschiedliche lokale Boden- und Klimabedingungen sind zu prüfen. Die Mitgliedstaaten müssen bis zum 30. Juni 2023 nationale Verwaltungsvorschriften erlassen; diese sind ab dem 01. Juli 2023 anzuwenden.
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat am 30.09.2022 die bundesweiten Kennzahlen zur Therapiehäufigkeit mit Antibiotika bei Masttieren für das 1. Halbjahr 2022 im Bundesanzeiger veröffentlicht.

(BMEL) Die EU-Kommission hat der vom BMEL beantragten Verkürzung der Sperrzone III im Landkreis Uckermark in Brandenburg zugestimmt, nachdem dort in einem Schweinehaltungsbetrieb die ASP nachgewiesen wurde. Damit sind die Sperrmaßnahmen in diesem Teil Brandenburgs ab 8. Oktober 2022 aufgehoben. Die ursprüngliche Dauer der Sperrzonen wurde somit von zwölf auf drei Monate verringert. Da nun alle anderen ASP-Sperrzonen bei Hausschweinen bereits aufgehoben wurden, gibt es seit 08.10.2022 in Deutschland nur noch ASP-Sperrzonen bei Wildschweinen.