Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

20.07.2022
ASP im Emsland: Ferkel dürfen in der Sperrzone verbracht werden
Schwein

Landwirtschaftsministerium konkretisiert Ausnahmen – Eintragsursache des Virus weiter unklar

(ML) Im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Landkreis Emsland macht das Landwirtschaftsministerium (ML) darauf aufmerksam, dass das Verbringen von Ferkeln aus der Überwachungszone in andere Betriebe innerhalb der Überwachungszone mit behördlicher Genehmigung möglich ist. Einen entsprechenden Erlass hat das ML an die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim übermittelt. Wöchentlich erlangen dort zirka 3.000 Ferkel die Marktreife. Der Erlass konkretisiert, dass unter Beachtung bestimmter tierseuchenrechtlicher Anforderungen Ausnahmen vom grundsätzlichen Verbringungsverbot möglich sind. So können Transporte von Schweinen zwecks Durchlaufen des Produktionszyklus aus einem Betrieb in der Überwachungszone in einen anderen Betrieb in der Überwachungszone von der zuständigen Behörde genehmigt werden. Voraussetzung ist unter anderem, dass sich der Bestimmungsbetrieb innerhalb derselben Lieferkette befindet.

Unterdessen laufen die Ermittlungen weiter, um die Eintragsursache zu finden. Die Ursache ist noch unbekannt. Das Ergebnis der so genannten Genomsequenzierung des in Emsbüren gefundenen ASP-Erregers steht noch aus.

Das ML führt derzeit Gespräche mit der Schlachtbranche sowie mit Verbänden, Verarbeitern, Landvolk und ISN. Ziel ist es, für die Dauer der Sperre bis 14. Oktober 2022 den Tierschutz sicher zu stellen. In den beiden von der Sperrung der EU-Kommission betroffenen Zonen befinden sich rund 200.000 Schweine, die in den kommenden Wochen Schlachtreife erlangen werden. Rechtlich stehen die Voraussetzungen fest: Sofern sich die Tierhalter und die Schlachtbetriebe über die Umsetzung der Rahmenbedingungen verständigt haben (wirtschaftsseitige Absprache) kann unmittelbar mit dem Verbringen begonnen werden. In den Gesprächen wird derzeit erörtert, welche Schlachthöfe in Frage kommen und wie eine mögliche weitere Verarbeitung des Fleisches aussehen kann. Dazu die Erläuterung: Das Fleisch muss laut Verordnung vor dem Inverkehrbringen hitzebehandelt werden. Alternativ sind auch noch andere Verfahren wie Salzen und Reifen unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Nach der risikomindernden Behandlung ist eine uneingeschränkte Vermarktung nach EU-Recht möglich.

Hintergrund:
Die Infektion mit ASP führt sowohl bei Haus- als auch bei Wildschweinen zu einer schweren Erkrankung, die fast immer tödlich ist. Eine Impfung der Schweine gegen die Afrikanische Schweinepest ist derzeit noch nicht möglich. Seit 2007 hatte sich die ASP in Osteuropa verbreitet. 2020 wurden kranken Wildschweine erstmals auch in Deutschland festgestellt. Mitte Juli 2021 wurde die Krankheit erstmals auch in einem Schweinemastbetrieb in Deutschland registriert. Fälle bei Haus- und Wildschweinen sind bislang in Brandenburg, Baden-Württemberg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen aufgetreten. In Niedersachsen arbeiten die kommunalen Veterinärbehörden (Veterinärämter auf Landkreisebene), die Task-Force Veterinärwesen des LAVES und das Landwirtschaftsministerium in der Prävention sowie bei der Bekämpfung des aktuellen Ausbruchs ASP-Ausbruch eng zusammen.

Weitere Informationen sowie aktualisierte FAQs gibt es unter
Nds. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (niedersachsen.de)

20.07.2022
Westfleisch vergrößert Schlachtkapazität in Hamm
Schwein

(az) Die Westfleisch SCE plant am Standort Hamm Investitionen für einen deutlichen Ausbau der Produktionskapazitäten. Statt der derzeit bis zu 40.000 Schweine sollen in dem Betrieb in Zukunft bis zu 85.000 Tiere pro Woche geschlachtet und zerlegt werden. Damit soll der Standort im Stadtteil Uentrop zu einem der modernsten Schlacht- und Zerlegebetriebe Europas weiterentwickelt werden. Die Zahl der Beschäftigten soll sich dann von derzeit etwa 940 schrittweise auf rund 2.000 Mitarbeiter erhöhen.

20.07.2022
Rentenbank gewährt Übertragung bewilligter Zuschüsse
Schwein

Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat die Übertragung bereits bewilligter Zuschüsse im Rahmen des „Investitionsprogramms Landwirtschaft“ in das Jahr 2023 ermöglicht. Dazu müssen Antragsteller, die ihr Vorhaben bereits bis zum Ende des Bewilligungszeitraums nicht durchführen bzw. notwendige Rechnungen und Zahlungsbelege nicht einreichen können (Händler- oder Herstellerbestätigung), einen Antrag ab dem 1. August bis spätestens zum 15. September stellen. Das entsprechende Formular ist online unter www.rentenbank.de verfügbar.

20.07.2022
Dialognetzwerk für eine zukunftsfähige Landwirtschaft
Schwein

Gemeinsam haben das BMEL und das Bundesumweltministerium das „Dialognetzwerk zukunftsfähige Landwirtschaft“ initiiert, um die Transformation des Agrar- und Ernährungssystems zu nachhaltigen Wirtschaftsformen voranzubringen. Hierzu sind Praktiker aus dem Bereich Landwirtschaft sowie Naturschutz aufgerufen, ihre Erfahrungen einzubringen und aktiv mitzuarbeiten und diese Transformation zu begleiten. Bis zum 14. August können sich Interessierte für eine Mitarbeit bewerben. Zudem haben die Beteiligten die Möglichkeit, wichtige Zukunftsfragen zu diskutieren und bei Weichenstellungen für Rechtsetzungsvorhaben mitzuwirken. Die Auftaktveranstaltung des neuen Dialognetzwerkes ist für Herbst 2022 geplant.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bmuv.de/pressemitteilung/jetzt-mitmachen-im-dialognetzwerk-zukunftsfaehige-landwirtschaft

20.07.2022
ASP: Brandenburg zahlt gut 5 Mio. Euro Entschädigung
Schwein

Die ASP hat in Brandenburg für eine Vervielfachung der Entschädigungszahlungen durch die Landesregierung geführt. Im Jahr 2021 wurden Ausgleichszahlungen in Höhe von 5,18 Mio. Euro an die betroffenen Landwirte bewilligt. Das entspricht einem Plus von 4,11 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Anträge für Entschädigungen stieg laut Angaben des Gesundheitsministeriums im gleichen Zeitraum von 28 auf 238. Nach dem ersten ASP-Nachweis bei einem Wildschwein in Brandenburg im September 2020 folgten die ersten Ausbrüche in Hausschweinebetrieben im Juli 2021. Zuletzt wurde die Tierseuche bei einem Schweinemastbetrieb mit 1.300 Tieren in der Uckermark festgestellt. In dem gesamten Bundesland wurde bislang bei insgesamt 2.567 Wildschweinen die Afrikanische Schweinepest festgestellt.

20.07.2022
QS-Therapie-Index. Stichtag 1. August
Schwein

Die QS GmbH erinnert daran, dass zum Stichtag am 1. August 2022 der Therapieindex neu berechnet wird. Somit sind alle Tierarzt-Belege oder auch ggf. die Nullmeldung aus dem 1. Halbjahr 2022 vollständig in der QS-Antibiotikadatenbank zu hinterlegen. Sind die Monitoringdaten unvollständig, kann der Therapieindex nicht berechnet werden und damit droht der Entzug der Lieferberechtigung ins QS-System zum 8. August 2022. Deshalb sollten Tierhalter, die am Antibiotikamonitoring teilnehmen, unbedingt prüfen, ob ihre Daten vollständig in der Antibiotikadatenbank vorliegen.

20.07.2022
Weiterbildung für Junglandwirte: 19. Studienkurs Niedersachsen 2022/23
Geflügel

Wollen Sie in der Landwirtschaft etwas bewegen? Dann könnte der Studienkurs Niedersachsen für Sie in Frage kommen. Wir stärken Junglandwirt:innen für ehrenamtliches Engagement und ermöglichen persönliche Entwicklung. Die diesjährige Weiterbildung beginnt im Oktober. Aktuell sind noch Plätze für Schweine- und/oder Geflügelhalter frei. Am 28. Juli 2022 bieten wir eine unverbindliche Info-Veranstaltung über Zoom von 19.00 Uhr bis 20.45 Uhr an mit Infos zu Programm, Kosten und Fördermöglichkeiten. Veranstalter ist die Akademie Junglandwirte Niedersachsen. Bitte nehmen Sie bei Interesse zeitnah Kontakt auf mit Christine Kolle, Tel.: 0511 36704-33. Weitere Infos: www.junglandwirte-niedersachsen.de/studienkurs

14.07.2022
Futtergetreide: Gerstenernte überrascht mit hohen Erträgen
Pflanzen

In der laufenden Handelswoche wechselten die Erzeugerpreise für Futtergetreide die Richtung und drehten ins Plus. Die Forderungen für Futtergerste verzeichnen gegenüber der 27. KW einen marginalen Anstieg und liegen im Bundesdurchschnitt mit rund 268 EUR/t (220-307,50 EUR/t) immerhin 1 EUR/t über Vorwochenlinie. Indes verteuert sich Futterweizen binnen einer Woche um 5 auf durchschnittlich 300 EUR/t (260-350 EUR/t). Den größten Wochenzuwachs verzeichnen die Preise für Körnermais. Im Bundesdurchschnitt liegen diese bei rund 309 EUR/t (269-349,50 EUR/t) und damit 6 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Einzig Qualitätshafer büßte 10 auf 267 EUR/t (235-301,50 EUR/t) ein. Die Preisfindung ist auch in dieser Handelswoche schwer, Marktteilnehmer rechnen aufgrund der aktuellen Terminmarktentwicklung mit weiteren Preisabschlägen. Indes erreicht die Gerstenernte in Deutschland ihren Höhepunkt, regional ist sie sogar bereits beendet. Allerdings kam es aufgrund der wechselhaften Witterung teilweise zu Ernteunterbrechungen. Die Ergebnisse sind in Bezug auf Qualität und Menge zwar gebietsweise unterschiedlich, Auslöser dafür sind unter anderem Wasserversorgung und Düngermenge, insgesamt werden diese aber als sehr guter Durchschnitt zusammengefasst. Allerdings halten sich Verarbeiter in den Veredlungsregionen mit Abschlüssen von Neugeschäft zurück, Marktteilnehmer rechnen mit einer aufkeimenden Nachfrage erst nach Beendigung der gesamten Futtergetreideernte. Demgegenüber bereitet der Mais aktuell Anlass zur Sorge. Die Kulturen benötigt in der Blüte und Kornfüllungsphase dringend Wasser. Regional bleiben Regenfällen zurzeit jedoch aus und auch in den kommenden Tagen sind keine Niederschläge zu erwarten.