(AMI/MEG) Zu Beginn des Dezembers präsentierte sich der Eiermarkt etwas lebhafter als im ruhigen November. Dennoch ließ der Start ins Weihnachtsgeschäft bis zur zweiten Monatshälfte auf sich warten. Eier aus Bodenhaltung waren in ausreichendem Maße vorhanden. Die Angebotsdecke an Bio- und Freilandware blieb hingegen dünn, da die Konsumenten auf Ladenstufe verstärkt zu Eiern dieser Haltungsform griffen. Aus den Niederlanden wurde kurz vor dem Weihnachtsfest ebenfalls von verstärkter Nachfrage und teilweise geräumten Eierregalen berichtet. Zu Monatsbeginn konnten steigende Preise am Eiermarkt durchgesetzt werden. In der Weihnachtswoche waren größere Preisanhebungen nicht mehr zu realisieren. Insgesamt lagen die Preise über Vorjahresniveau, was aber die deutlich gestiegenen Produktionskosten nicht auffangen konnte. Die hohen Produktionskosten werden die Eierbranche 2022 vor große Herausforderungen stellen. Deutlich steigende Kosten für Junghennen, die ohne Kükentöten erzeugt werden, sind zudem zu berücksichtigen. Die veränderten Produktionsverfahren müssten zu höheren Eierpreisen führen, wenn sich die Hennenhaltung weiter rechnen soll.
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23.12.2021
ZKL betont Fortführung ihrer Ergebnisse Geflügel
(BVA) Die Mitglieder der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) sind sich einig, dass die Ergebnisse Teil der neuen Agrarpolitik sein müssen. Auf dem DLG-Kolloquium am 7. Dezember 2021 zum Thema „Landwirtschaft in der Transformation“ appellierten Experten der Branche an die Politik, nun konkrete Projekte umzusetzen und Konzepte für die Finanzierung des Umbaus der Landwirtschaft auf den Weg zu bringen. Mit den organisierten Kritikern der Landwirtschaft, Wissenschaftlern und Verbrauchern sei in der ZKL eine Vision für die Weiterentwicklung der Landwirtschaft erarbeitet worden, die in die Zukunft trägt. „Endlich suchen die Beteiligten nach gemeinsamen Zielen, statt sich dauerhaft zu beharken“, so Schwarz. Die an der ZKL Beteiligten stimmten darüber ein, dass der Umbau der Landwirtschaft eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei, die auch finanziell gestützt werden müsse. Ein wichtiges Ergebnis der Arbeit der ZKL sei nach Einschätzung von Schwarz, dass die Landwirtinnen und Landwirte entschlossen sind, den Pfad der Nachhaltigkeit weiterzugehen. Dazu gehöre, dass die Betriebe auch unter den sich ändernden Vorgaben Wertschöpfung erzielen, um eine wirtschaftliche Zukunft sicherzustellen. Deswegen müsse die Gesellschaft die Mehrkosten für Biodiversität, Artenschutz und Tierwohl tragen, und ökologische Leistungen müssten zu einem Betriebszweig werden. Notwendig sei deshalb, Nachhaltigkeitsleistungen zu bezahlen. Die Agrarpolitik sei gefordert, den Weg zu gestalten und den Landwirten damit Planungssicherheit zu geben. Vor diesem Hintergrund plädierte Schwarz an die Mitglieder der ZKL dafür zu sorgen, dass der gesellschaftliche Wille, der sich in den Ergebnissen der ZKL zeigt, von der neuen Bundesregierung gehört werde. Die Ergebnisse der ZKL sind eine stabile Basis, um die Transformation der Landwirtschaft zu gestalten.
23.12.2021
CUX – HK | Auflösung Überwachungszone Hagen i.B. | Stallpflicht im Heidekreis Geflügel
(NGW) Der Landkreis Cuxhaven informiert, dass er die Überwachungszone im Bereich der Gemeinde Hagen i.B. zum 24.12.2021 aufheben wird. Die entsprechende Allgemeinverfügung wurde heute veröffentlicht und tritt am 24.12.2021, um 0:00 Uhr in Kraft.
Im Heidekreis wurde die Stallpflicht für alle Betriebe mit Geflügelhaltung ab 50 Tieren angeordnet. Die entsprechende Allgemeinverfügung gilt seit dem 22. Dezember 2021 und ist bis zum 21. Januar 2022 befristet. Bei ungünstiger Seuchenlage kann die Verfügung verlängert oder auch auf alle Betriebsgrößen ausgedehnt werden.
Eine aktuelle Karte mit Aufstallungsgeboten in Niedersachsen und Bremen finden Sie unter dem folgenden Link: https://tierseucheninfo.niedersachsen.de/startseite/anzeigepflichtige_tierseuchen/geflugel/geflugelpest/geflugelpest/aviare-influenza-190642.html
Bitte beachten Sie die online gestellten Hinweise, Allgemeinverfügungen und Anträge der betroffenen Landkreise Celle, Cloppenburg, Cuxhaven, Diepholz, Hannover; Harburg, Heidekreis, Oldenburg, Stade und Vechta. Bei den Landkreisen Cloppenburg, Diepholz, Oldenburg und Vechta finden Sie wieder interaktive Karten mit den Restriktionsgebieten.
22.12.2021
Niedrigster Schweinebestand seit 25 Jahren Schwein
(22.12.2021, destatis) Zum Stichtag 3. November 2021 wurden nach vorläufigen Ergebnissen 23,6 Millionen Schweine in Deutschland gehalten. Wie das Statistische Bundesamt (destatis) weiter mitteilt, war das der niedrigste Schweinebestand seit dem Jahr 1996. Gegenüber der Viehbestandserhebung zum Stichtag 3. Mai 2021 sank die Zahl der Schweine um 4,4 % oder 1.081.000 Tiere. Verglichen mit dem Vorjahreswert vom 3. November 2020 ist der Bestand um 9,4 % oder 2.450.300 Tiere zurückgegangen. Für die einzelnen Tierkategorien beziehungsweise Gewichtsklassen ergibt sich für die Schweinehaltung folgendes Bild: Zum Stichtag 3. November 2021 wurden 10,9 Millionen Mastschweine in Deutschland gehalten, das waren 3,2 % beziehungsweise 359.600 Tiere weniger als ein halbes Jahr zuvor. Ein Rückgang war dabei insbesondere bei den Mastschweinen mit 50 bis unter 80 Kilogramm Lebendgewicht zu verzeichnen, hier sank der Bestand um 8,1 % oder 422.800 auf 4,8 Millionen Tiere. Die Zahl der Mastschweine in der oberen Gewichtsklasse ab 110 Kilogramm Lebendgewicht stieg hingegen um 7,1 % oder 90.500 auf 1,4 Millionen Tiere. Der Bestand an Mastschweinen mit 80 bis unter 110 Kilogramm Lebendgewicht blieb mit 4,7 Millionen Tieren nahezu konstant (-0,6 % oder -27.300 Tiere). Die Ferkelbestände verringerten sich im Vergleich zu Mai 2021 ebenfalls um 5,7 % beziehungsweise 418.300 auf 6,9 Millionen Tiere.
Neben den Beständen ist auch die Zahl der schweinehaltenden Betriebe rückläufig. Zum 3. November 2021 gab es 18.800 schweinehaltende Betriebe. Das waren 4,6 % oder 900 Betriebe weniger als noch im Mai 2021. Im Vergleich zum Vorjahr liegt der Rückgang bei 7,8 % (-1.600 Betriebe). Unter anderem sind die aufgrund der geringen Nachfrage im Handel und Export weiter fallenden Schweinefleischpreise ein Grund für die sinkenden Betriebszahlen.
Auch im Zehnjahresvergleich ging sowohl die Zahl der gehaltenen Schweine als auch die Zahl der Betriebe zurück: Die Zahl der Schweine sank seit 2011 um 13,8 % oder 3,8 Millionen Tiere, während die Zahl der Betriebe um 39,1 % (-12.100 Betriebe) abnahm.
Vollständiger Bericht: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/12/PD21_596_413.html
22.12.2021
DH – WL – GF | aktuelle Informationen zu den Restriktionsgebieten Geflügel
(NGW) Der Landkreis Diepholz informiert, dass aufgrund der Geflügelpestausbrüche im Landkreis Vechta in der vergangenen Woche eine Anschluss-Überwachungszone (ehemals als „Beobachtungsgebiet“ bezeichnet) festgelegt wurde. Die entsprechende Allgemeinverfügung ist am 22.12.2021 in Kraft getreten.
Auf Nachfrage hat der Landkreis Harburg mitgeteilt, dass die bestehende Schutzzone (ehemals als „Sperrbezirk“ bezeichnet) voraussichtlich ab Dienstag, den 28.12.2021, 0:00 Uhr aufgehoben werden soll. Dieser Bereich wird dann Teil der bestehenden Überwachungszone. Die entsprechende Allgemeinverfügung soll am Montag, den 27.12.2021 im Amtsblatt veröffentlicht werden. Die Aufhebung der Überwachungszone im Kreisgebiet Harburg ist voraussichtlich ab Mittwoch, den 05.01.2022 vorgesehen.
Im Landkreis Gifhorn gilt ab sofort die Stallpflicht für sämtliches gehaltenes Geflügel. Die entsprechende Allgemeinverfügung ist am 22.12.2021, um 0:00 Uhr in Kraft getreten.
Bitte beachten Sie die online gestellten Hinweise, Allgemeinverfügungen und Anträge der betroffenen Landkreise Celle, Cloppenburg, Cuxhaven, Diepholz, Hannover; Harburg, Heidekreis, Oldenburg, Stade und Vechta. Bei den Landkreisen Cloppenburg, Diepholz, Oldenburg und Vechta finden Sie wieder interaktive Karten mit den Restriktionsgebieten.
22.12.2021
VEZG-Preise für Schlachtschweine und Schlachtsauen (23.12.2021 – 05.01.2022) Schwein
23.12.2021 – 05.01.2022
VEZG-Preis für Schlachtschweine
Preise frei Eingang Schlachtstätte
Auto-FOM-Preisfaktor: 1,23€ /Indexpunkt
FOM-Basispreis: 1,23 €/kg SG (unverändert)
Schweine: Angebot passt zur Nachfrage
Ferkel: etwas zügiger Handel, Preistendenz fester
VEZG-Basispreis Schlachtsauen
Preis ab Hof
0,63 €/kg SG (unverändert)
Quelle: AMI / VEZG
Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie
ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr!
22.12.2021
Bundesregierung muss endlich Zielkonflikt beim Tierwohl lösen Geflügel
(22.12.2021) In einer gemeinsamen Erklärung fordern der Deutsche Bauernverband, Deutsche Raiffeisenverband und der ZDG sowie die Initiative Tierwohl und der in ihr engagierte Lebensmitteleinzelhandel von der neuen Bundesregierung eine nachhaltige politische Lösung des Zielkonflikts zwischen Klimaschutz, Immissionsschutz und Tierwohl. „Im Rahmen der ITW engagieren sich bereits über 10.000 Betriebe für mehr Tierwohl. Die Politik muss endlich den Rahmen anpassen, damit diese Entwicklungen weitergetrieben werden können. Bau- und Immissionsschutzrecht müssen angepasst, Genehmigungen für neue Ställe oder Umbauten müssen schneller und unbürokratischer erteilt werden. Hier ist die Ampel-Koalition gefordert und in der Verantwortung. Es braucht ein klares Bekenntnis zum Tierwohlvorrang“, so DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken.
22.12.2021
QS-Checklisten zur Eigenkontrolle Geflügel
(22.12.2021) Wie die QS GmbH mitteilt, stehen ab sofort tierhaltenden Betrieben im QS-System die aktualisierten Checklisten zur Eigenkontrolle für das kommende Jahr zur Verfügung. Diese Arbeitshilfen können für die Dokumentation der Eigenkontrolle genutzt werden, die von QS mindestens einmal im Kalenderjahr durchgeführt wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.q-s.de/news-pool-de/eigenkontrollchecklisten-fuer-2022-jetzt-online-ve.html
21.12.2021
LPAI H5 im Landkreis Cloppenburg nachgewiesen Geflügel
(NGW) Der Landkreis Cloppenburg teilt mit, dass am 20.12.2021 in einer Mastputenhaltung in der Gemeinde Garrel das schwachpathogene Aviäre Influenzavirus H5N3 nachgewiesen wurde. Das Landeslabor hat den Nachweis bestätigt. Es geht um rd. 10.000 Putenhähne, die ca. 16 Wochen alt sind. Das Restriktionsgebiet wird auf Basis der Geflügelpest-VO festgelegt. Diese sieht vor, dass um den AI-Verdachtsbestand ein Sperrgebiet mit einem Radius von 1 km einzurichten ist. Innerhalb des Sperrgebietes gilt ein Wiedereinstallungsverbot für Puten. Weitere Maßnahmen sind nicht geplant. Die Tötung des Tierbestandes wurde angeordnet. Die Vermarktung der übrigen Tiere im 1 km Radius erfolgt unter den Vorgaben für eine AI-Überwachungszone. Aufgefallen war der Putenbestand im Rahmen des AI-Monitorings durch die Beprobung der Wassertränken. Die entsprechende Allgemeinverfügung tritt am Mittwoch, den 22.12.2021, 0:00 Uhr, in Kraft.
In der Region Hannover ist aufgrund des Geflügelpest-Ausbruchs im Landkreis Celle, Gemeinde Wietze, in der vergangenen Woche, eine Anschluss-Überwachungszone (ehemals als „Beobachtungsgebiet“ bezeichnet) festgelegt worden. Die Allgemeinverfügung gilt bereits seit dem 14.12.2021 und umfasst auf dem Gebiet der Region Hannover den Ortsteil Fuhrberg der Stadt Burgwedel und die Ortsteile Berkhof, Elze und Meitze der Gemeinde Wedemark.
Seit dem 14.12.2021 gilt für das genannte Gebiet die Stallpflicht für sämtliches gehaltenes Geflügel.
Bitte beachten Sie die online gestellten Hinweise, Allgemeinverfügungen und Anträge der betroffenen Landkreise Ammerland, Celle, Cloppenburg, Cuxhaven, Hannover; Harburg, Heidekreis, Oldenburg, Stade, Vechta und in Kürze Diepholz. Bei den Landkreisen Ammerland, Cloppenburg, Oldenburg und Vechta finden Sie wieder interaktive Karten mit den Restriktionsgebieten.
21.12.2021
EEG-Novelle genehmigt Bioenergie
Am 15. Dezember verkündete das Bundeswirtschaftsministerium, dass die Europäische Kommission die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2021) aus dem vergangenen Sommer in weiten Teilen genehmigte. Damit ist nun auch der für die Branche so wichtige Flexibilitätszuschlag rechtskräftig und schafft eine echte Perspektive für tausende Biogasanlagenbetreiber. Sandra Rostek, Leiterin des Hauptstadtbüros Bioenergie, kommentiert im Namen der Bioenergieverbände: „Wir begrüßen den positiven Abschluss des Notifizierungsprozesses seitens der Europäischen Kommission und die dadurch nun weitestgehend genehmigte Reparatur des EEG 2021. Biogasanlagenbetreiber im zweiten Vergütungszeitraum können somit zukünftig wieder einen Flexzuschlag geltend machen, auch wenn sie bereits im ersten Vergütungszeitraum die Flexprämie erhalten haben. Auf Unverständnis stößt hingegen die nicht genehmigte Anschlussvergütung für die Verstromung von Altholz. Hier hätten wir uns von der Kommission eine andere Entscheidung gewünscht. Nicht abschließend genehmigt ist die Südquote, den großen Bremser „Mengensteuerung“ gilt es nun zusammen mit der neuen Regierung auszuräumen“, so Rostek. (Quelle: HBB)
