Die Rapskurse an der Euronext in Paris änderten in den vergangenen Handelstagen erneut die Richtung und gaben kräftig gas. So schloss der Fronttermin am 21.10.21 bei 686,25 €/t und verzeichnet im Vorwochenvergleich ein deutliches Plus von 26,25€/t. Auch hintere Termine tendieren preisfest. So schloss der Folgetermin Februar bei 672,75 €/t und damit deutlich über der Vorwoche. Angetrieben wurden die Kurse von einer lebhaften weltweiten Nachfrage sowie der Sorge um einen Versorgungsengpass aufgrund deutlicher Ertragseinbußen in Kanada. (Quelle: AMI)
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Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
22.10.2021
22.10.2021
Preisentwicklung bei Grundfutter gedämpft Pflanzen
Die Grundfutterversorgung auf den Betrieben bleibt auch im Oktober 21 ausgezeichnet, so wurden regional von sehr guten Erträgen berichtete. Das anhaltend umfangreiche Angebot an Heu steht einer geringen Nachfrage gegenüber und so kommt es nur vereinzelt zu Geschäftsabschlüssen. Käufer ordern Partien lediglich zur Deckung des dringend vorderen Bedarfs. Das umfangreiche Angebot sowie das geringe Kaufinteresse dämpfen die Preisentwicklung, der Markt wird als gesättigt beschrieben. So wurde Heu in Großballen im Oktober 21 im Bundesdurchschnitt mit rund 115 EUR/t bewertet und verliert damit gegenüber Vormonat 1,9 %. Der Abschlag zum Vorjahresniveau wird auf 16,7 % vergrößert. Auch HD-Ballen vergünstigen sich, mit durchschnittlich 134 EUR/t werden rund 2,8 % weniger genannt als noch im September 21. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Rückgang von 9,6 %. Stroh steht am Markt ebenfalls in ausreichender Menge zur Verfügung. Das Kaufinteresse wurde im Vergleich zum Heuhandel regional etwas lebhafter beurteilt und auch die Mengenumsätze vielen in Teilen Deutschlands größer aus. Im Bundesdurchschnitt bleibt die Nachfrage dennoch gering. So werden HD-Ballen im Oktober mit 91 EUR/t bewertet und vergünstigen sich damit im Vergleich zum Vormonat um 1,1 %. Für Großballen werden rund 89 EUR/t genannt, 0,1 % weniger als noch im September 21. Regional konnten die Strohpreise bei einem nur knapp bedarfsdeckenden Angebot jedoch auch zulegen. Der Abstand zur Preislinie zum Vorjahreszeitpunkt ist weiterhin uneinheitlich. HD-Ballen werden mit einem Abschlag von 9,6 % bewertet, während Großballen 0,5 % mehr kosten als im Oktober 2020. (Quelle: AMI)

22.10.2021
Kartoffeln: Unveränderte Marktlage Pflanzen
Angebot und Nachfrage am Speise- und auch Verarbeitungskartoffelmarkt sind zu unveränderten Preisen ausgeglichen. Bei Speisekartoffeln läuft der übergebietliche Versand schon länger, und es gibt einige Anfragen für den Export. Beides fehlte in 2020. Von Feldware geht es in den Überschussgebieten an die Zwischenläger. Bald muss aber auch das ein oder andere Langzeitlager geöffnet werden, wenn die Ware durchgeschwitzt ist. Erste konkretere Gespräche zu Lageraufschlägen werden sicherlich nicht mehr lange auf sich warten lassen. Verarbeitungsrohstoff wird weiterhin genommen, wie er ist. Der Handel spricht aber von schwindenden Klagen über die Qualität, desto weiter nach Westen geliefert wird. Vor allem Belgier sollen sehr unkritisch ein. Abzüge gibt es eher hierzulande. In der Regel wird Hohlherzigkeit bemängelt, mit der die Frittenhersteller scheinbar aber umgehen können. Die Stäbchen bleiben aber etwas kürzer. (Quelle: AMI)
22.10.2021
Regionaler Marktkommentar aus Niedersachsen Pflanzen
Niedersachsen-Ost:
Die Stimmung am Getreidemarkt hat sich zuletzt wieder aufgehellt und die Erzeugerpreise wurden entsprechend leicht erhöht. Die Gebote für B-Weizen frei Landlager liegen jetzt bei 255 EUR/t und Futterweizen pendelt um 235 EUR/t. Für Bewegung sorgten zuletzt wieder einmal die Zahlen des monatlichen USDA-Berichtes. Die Weizenkurse profitierten von einer unerwarteten deutlichen Senkung der Produktions- und Endbestandszahlen. Gleichzeitig wurde weiterhin von einer regen Nachfrage nach Weizen an den Exportmärkten berichtet. China ist nach dem Ende der Ferien wieder als Käufer am Markt und unbestätigten Meldungen zufolge sollen bereits einige Ladungen aus Frankreich geordert worden sein. Für die Ölsaaten ging es zuletzt ebenfalls bergauf. Die zwischenzeitliche Schwäche aufgrund höherer US-Sojabohnenbestände wurden relativ schnell überwunden. Der Rapskontrakt, der nach dem USDA-Bericht beeinflusst von den schwächeren Sojabohnen im Tiefpunkt auf 638 EUR/t gerutscht war, notierte zuletzt wieder bei 672,50 EUR/t. Dementsprechend zogen auch die Erzeugerpreise wieder an.
Niedersachsen-West:
Feste Tendenzen kennzeichnen die Situation auf den hiesigen Märkten für Futtergetreide. Vom Handel wurde die Geschäftstätigkeit als ruhig beschrieben. Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen kurzfristige Bedarfskäufe. Ansonsten verhalten sich Käufer und auch Verkäufer eher zurückhaltend. Vor dem Hintergrund der weltweit festen Getreidepreise und der genauso tendierenden Börsenkurse konnten auch hierzulande stabile bis höhere Futtergetreidepreise beobachtet werden. Marktbeteiligten rechnen mindestens kurzfristig mit wenig Veränderung derzeitiger Marktverhältnisse.

22.10.2021
Weizen bleibt knapp Pflanzen
Auch in der laufenden Berichtswoche änderten die Weizenkurse an der Pariser Börse mehrmals die Richtung, legten zuletzt jedoch zu. So schloss der Fronttermin Dezember am 21.10.21 bei 276,50 EUR/t und verzeichnet damit im Vorwochenvergleich einen Gewinn von rund 6 EUR/t. Auch der Folgetermin März ´22 legte rund 4,50 auf 271,25 EUR/t zu. Angetrieben wurden die Kurse dabei von einer lebhaften Nachfrage nach Exporten. So veröffentlichte Äthiopien jüngst eine Ausschreibung für 400.000 t Mahlweizen. „Es gibt keinen Grund für einen Rückgang der Weizenpreise, da die Fundamentaldaten positiv sind“, so ein Händler aus Singapur. „Das Angebot in der Schwarzmeerregion ist knapp.“Nach Angaben des russischen Landwirtschaftsministeriums wurden im laufenden Wirtschaftsjahr 15,3 Mio. ha Wintergetreide ausgesät, im Vorjahr waren es noch 16,6 Mio. t. (Quelle: AMI/Reuters)
22.10.2021
Mehr Mais und Soja für Energie Pflanzen
Die Maisernte in den USA schreitet zügig voran und lässt höhere Ergebnisse und im weiteren Verlauf der Ernte dann auch steigenden Druck erwarten. Da fügt es sich, dass offenbar mehr Mais in die Ethanolerzeugung fließen wird. In der Woche zum 8. Oktober stieg die Ethanolproduktion in den USA auf über 1 Million Barrel pro Tag und damit auf den höchsten Stand seit Ende Juli. Der Anstieg übertrifft auch die Schätzungen der Analysten von Dow Jones, die einen Anstieg der Produktion auf bis zu 993.000 Barrel pro Tag prognostiziert hatten. In die gleiche Richtung weisen Aussagen von Dan Basse, Präsident der Beratungsfirma AgResource. Die Landwirte bräuchten mehr Platz für den Anbau von Nutzpflanzen, um die steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln und erneuerbaren Brennstoffen zu befriedigen, während die Erträge immer langsamer steigen, so das Beratungsunternehmen. Der Vorstoß von US-Präsident Joe Biden für erneuerbare Kraftstoffe im Rahmen seiner Klima-Agenda wird einen Boom bei der Verwendung von Sojaöl auslösen und damit das Bild eines weltweit steigenden Verbrauchs von Grundnahrungsmitteln verstärken, der von China angetrieben wird, sagte Basse auf der GrainCom-Konferenz in Genf. (Quelle: Reuters)
20.10.2021
EU-Kommission startet Konsultation zur Überarbeitung von Tierschutzvorschriften Geflügel
Die EU-Kommission hat im Rahmen der Farm-to-Fork-Strategie eine öffentliche Konsultation zur Überarbeitung der EU-Tierschutz-vorschriften gestartet, um ein auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen basierendes höheres Tierschutzniveau in der EU zu erreichen. Zudem ist vorgesehen, den Anwendungsbereich der Tierschutzregelungen zu erweitern und deren Umsetzung zu erleichtern.
Die Befragung richtet sich an alle von den Rechtsvorschriften betroffenen EU-Bürger und kann bis zum 21.01.2022 durchgeführt werden. Auch wenn der Fragebogen leider nur in englischer Sprache verfügbar ist, bittet der DBV um rege Beteiligung der Tierhalter.
Nähere Informationen finden Sie unter
20.10.2021
Antibiotika-Abgabemengen leicht gestiegen Geflügel
Wie das BVL mitteilt, ist die Menge der in Deutschland von pharmazeutischen Unternehmen an Tierärzte abgegebenen Antibiotika im Jahr 2020 erstmals seit Beginn der Meldepflicht 2011 leicht gestiegen. Insgesamt wurden 701 t Antibiotika abgegeben. Die größten Mengen fanden sich wie in den Vorjahren bei den Penicillinen (278 t) und Tetrazyklinen (148 t). Es folgten Sulfonamide (65 t), Makrolide (61 t) und Polypeptidantibiotika mit 60 t. Die Menge der abgegebenen Fluorchinolone stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 t (6,7 %).
Einen Rückgang gab es im Vergleich zum Vorjahr dagegen bei den Polypeptidantibiotika (-9,2 %). Auch diese gehören, wie die Cephalosporine der 3. und 4. Generation, die Fluorchinolone und die Makrolide, zu den sog. kritischen Wirkstoffen, die laut WHO für die Therapie beim Menschen vorbehalten sein sollten. Das BVL weist darauf hin, dass sich die gemeldeten Wirkstoffmengen nicht einzelnen Tierarten zuordnen lassen, da deren Mehrzahl sowohl für Nutz- als auch Heimtiere zugelassen ist.
Nähere Informationen finden Sie unter
20.10.2021
Start zur Kommentierung der QS-Leitfäden 2022 Geflügel
Die QS GmbH hat darauf hingewiesen, dass die Kommentierungsphase zur Revision der QS-Leitfäden 2022 begonnen hat. Ab sofort besteht bis zum 1. November 2021 die Möglichkeit, die überarbeiteten Leitfäden zu sichten und zu kommentieren, bevor diese am 1. Januar 2022 gültig werden. Anregungen, Verbesserungsvorschläge und Kritik können Sie über ein Onlineformular direkt an QS weiterleiten. Die Informationen hierzu finden Sie unter
https://www.q-s.de/revision/revision-systemkette-fleisch-und-fleischwaren-2.html
