(az) In Roggentin bei Rostock wurde der Grundstein für eine Fabrik zur Proteinerzeugung aus Mehlwürmern gelegt. Betreiber ist das 2020 gegründete Unternehmen Inova Protein GmbH. Die getrockneten Mehlwürmer sollen nicht nur als Futtermittelkomponente hergestellt werden, sondern auch vor Ort zu Insektenöl oder Dünger weiterverarbeitet werden. Geplant ist eine Produktionskapazität von 1,5 t Insektenmehl pro Monat.
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Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
15.10.2021
FLI stuft HPAI-Eintragsrisiko als hoch ein Geflügel
Anlässlich des bevorstehenden Vogelzugs stuft das FLI das Risiko des Aufflammens der Geflügelpest in der Wildvogelpopulation sowie eines Eintrags in Hausgeflügelbestände als hoch ein. Anders als in der Vergangenheit ist in diesem Sommer das Virus der Geflügelpest nicht aus der Wildvogelpopulation in Europa verschwunden. Das Virus wurde über die Sommermonate mehrfach bei Wasser- und Greif-vögeln in den nordeuropäischen Ländern nachgewiesen. Auch in Niedersachsen wurde das Geflügelpest-Virus im Juni und Juli vereinzelt bei Wildvögeln festgestellt. Ausbrüche der Geflügelpest gab es in den Sommermonaten auch beim Hausgeflügel: Am 24. August wurde die Geflügelpest bei gehaltenen Vögeln in den Niederlanden und am 2. September bei gehaltenen Vögeln in Belgien nachgewiesen. Ein Ausbruch der Geflügelpest in einer kleinen Geflügelhaltung in Luxemburg steht in Zusammenhang mit dem Ausbruch in Belgien und wurde vermutlich durch Handelsaktivitäten verursacht. Außerdem lassen Nachweise der Geflügelpest im westlichen Teil Russlands und Fälle bei Wildvögeln in der Nähe der Grenze zu Nordkasachstan befürchten, dass sich Geflügelpest-Viren im Zusammenhang mit dem Herbstzug von Wasservögeln wie im vergangenen Jahr erneut nach Europa ausbreiten. Ge-flügelhaltern wird daher empfohlen, bereits jetzt die betrieblichen Biosicherheitsmaßnahmen zu überprüfen. Weitere aktuelle Informationen finden Sie unter www.fli.de
15.10.2021
Neuigkeiten zur Antibiotikaminimierung aus dem LAVES Geflügel
Am 1. November 2021 tritt das 17. Gesetz zur Änderung des Arzneimittelgesetzes in Kraft. Das LAVES hat über die wesentlichen Änderungen informiert:
- Angabe des Anwendungs- oder Abgabedatums des Arzneimittels
Beim Einsatz von Arzneimitteln, die antibakteriell wirksame Stoffe enthalten, muss bei der Mitteilung nach § 58b AMG zukünftig das Datum der ersten Anwendung oder das Abgabedatum des Arzneimittels angegeben werden.
- Verpflichtende Nullmeldung
Auch wenn in einem Halbjahr keine Arzneimittel mit antibakteriell wirksamen Stoffen angewendet worden sind, muss dies der zuständigen Behörde mitgeteilt werden (sog. verpflichtende Nullmeldung).
- Schriftliche Versicherung auch elektronisch
Die Versicherung des Tierhalters, dass er sich an die Behandlungsanweisung des Tierarztes gehalten hat, kann zukünftig auch elektronisch direkt in HI-Tier erfolgen.
- Wirkstoffkombination von Sulfonamiden und Trimethoprim als ein Wirktag
Arzneimittel mit der Wirkstoffkombination von Sulfonamiden und Trimethoprim werden zukünftig nicht mehr mit doppelten Wirktagen gezählt.
Wechsel der Zuständigkeit zum 01.01.2022
Des Weiteren weist das LAVES darauf hin, dass zum 01.01.2022 die Zuständigkeit für die Überwachung des Antibiotikaminimierungskonzeptes auf die Landkreise und kreisfreien Städte übertragen wird.
Das bedeutet, dass die für den jeweiligen Tierhaltungsbetrieb zuständige kommunale Veterinärbehörde der Ansprechpartner zu Themen der Antibiotikaminimierung ist, die Maßnahmenpläne entgegennimmt und prüft sowie die diesbezüglichen Kontrollen auf den tierhaltenden Betrieben durchführt.
Im Hinblick auf den Wechsel der Zuständigkeit können die Maßnahmenpläne ab dem 1. Halbjahr 2021 bereits bei der zuständigen Veterinärbehörde eingereicht werden.
Ab dem 01.01.2022 sind die Maßnahmenpläne ausschließlich an das zuständige Veterinäramt zu übersenden.
(Quelle: TK Nds., https://www.tknds.de/antibiotikaminimierung-info-laves/ )
15.10.2021
Terminmärkte aktuell Pflanzen

15.10.2021
Atempause beim Raps Pflanzen
Die Rapskurse an der Euronext beendeten in den vergangenen Handelstagen ihren Rekordkurs und gaben deutlich nach. So schloss der Fronttermin November am 14.10.2021 bei 660,00 EUR/t und verzeichnet damit gegenüber der Vorwoche ein deutliches Minus von 16,25 EUR/t. Auslöser für den starken Rückgang der Kurse waren schwache Palmöl- und Sojabohnennotierungen. Auch der Ölmarkt geriet im Vorfeld der Veröffentlichung der jüngsten Ernteprognose des US-Landwirtschaftsministeriums ins Schwanken und belastete die Kurse. Auch wenn das USDA die Prognose der globalen Rapserzeugung erneut nach unten korrigierte, konnte dies den Kursrückgang nur dämpfen. So wird das laufende Wirtschaftsjahr aktuell mit 67,36 Mio. t gesehen, voraussichtlich 5,15 Mio. t weniger als noch im Vorjahr. Das wäre die kleinste Erzeugung seit 9 Jahren. (Quelle: AMI/EURONEXT)

15.10.2021
Kartoffeln: Preisaufschläge für Lagerkartoffeln erwartet Pflanzen
Die weitaus meisten dafür bestimmten Speisekartoffeln und auch schon viele Verarbeitungskartoffeln sind im Lager. Die Versorgung von Frittenfabriken und Abpackern erfolgt noch 2-3 Woche hauptsächlich vom Feld. Solange erwarten Marktteilnehmer stabile Preise. Dann könnte es aufwärts gehen. Angesichts der Füllmengen in den Scheunen, der Abzüge für Mängel und einem wahrscheinlich zeitigen Ende der Versorgung vom Acker werden Lagerhalter gut Qualitäten ohne Ausgleich für Einlagerungskosten wohl nichts hergeben. Es wird jetzt schon mancherorts kräftig spekuliert. Bei der Nachfrage sind unterschiedliche Entwicklungen absehbar: Bei Speisekartoffeln dürfte es ohne Werbung viel ruhiger als im Vorjahr werden, Frittenrohstoff wird ab November gesucht sein, die Fabriken dürften bis dahin Feldware geräumt haben. Die Vertragseindeckung ist in der Regel im November dünner, um offen für Reste und Übermengen von Feld zu sein, die es 2021 wenig geben könnte. (Quelle: AMI)
15.10.2021
Regionaler Marktkommentar aus Niedersachsen Pflanzen
Niedersachsen-Ost:
Die Preise am Getreidemarkt sind auch im Verlauf der letzten Woche gestiegen. Ausgehend von den steigenden Börsenkursen scheint aktuell keine Entspannung der Marktlage in Sicht zu sein. Die Aktivitäten im Exportgeschäft sind weiterhin rege. Das unterstützt das Preisniveau. Der Bedarf von Mühlen und Mischfutterherstellern ist weitgehend gedeckt. Die Aussaat der Wintergerste konnte unter günstigen Bedingungen abgeschlossen werden. Die Aussaat von Roggen, Triticale und Weizen erfolgt ebenfalls unter guten Bedingungen, soweit dies je nach Vorfrucht möglich ist. Die Preise am Rapsmarkt sind zuletzt weiterhin gestiegen. Trotz des hohen Preisniveaus findet jedoch kaum Handel statt. In der Hoffnung auf steigende Preise halten sich die Erzeuger mit weiteren Verkäufen zurück. Auf den hiesigen Feldern hat der Raps nach einem schwierigen Start aufgrund der milden Temperaturen in der Entwicklung aufholen können. Regional wird von einem starken Befall durch Erdflöhe berichtet.
Niedersachsen-West:
Wenig verändert präsentiert sich die Situation am hiesigen Markt für Futtergetreide zu Beginn der aktuellen Woche. Die Handelsaktivitäten werden seitens der Beteiligten als fortgesetzt ruhig verlaufend beschrieben. Gekauft wird in der Regel nur dringend notwendige Ware, während spätere Termine vernachlässigt werden. Vor dem Hintergrund der festen Börsenkurse lagen die hierzulande genannten Erzeugerpreise für Futtergetreide als auc die verlangten Abgabepreise für Zukaufgetreide höher als in der Vorwoche.
15.10.2021
Brotgetreide: Preisrallye am Brotgetreidemarkt geht weiter Pflanzen
Die Preise für Brotweizen oder Roggen sind im Vergleich zum Vorjahr überall in Deutschland erneut gestiegen. Am Kassamarkt ist das Angebot knapp. Eine Hausse bremst bekanntlich die Abgabebereitschaft der Erzeuger, gleichzeitig wird beim Export einiges nachgefragt. Alternativen aus dem russischen Markt fehlen. Von Brotmühlen, also der hiesigen Nachfrageseite, heißt es, dass sie mit Vertragslieferungen noch gut eingedeckt sind und meist nur sporadisch etwas zukaufen. Es gibt aber auch Unternehmen, die nennenswert etwas kaufen müssen. Ein globales Umfeld mit knapper Bedarfsdeckung zieht nicht nur Brotgetreide vom hiesigen Markt ab, sondern es treibt vor allem die Terminmärkte an, die erneut spürbar mit weiteren Aufschlägen reagierten. In Paris wurden mehrwöchige Hochs erreicht. Diese schlagen sich neben den fundamentalen Umständen im Kassageschäft zusätzlich bei der Preisbildung deutlich nieder. Erntemengen und vor allem auch Qualitäten sorgen für ein knappes Angebot an Braugerste. Freie Ware bleibt EU-weit ausgesprochen knapp. (Quelle: AMI)
15.10.2021
Futtergetreide: Maisernte holt auf Pflanzen
Auf die Entwicklung am Futtergetreidemarkt wirken unterschiedliche Einflüsse. Stark wirkt weiterhin der Impuls vom Weltmarkt mit den global anziehenden Terminkursen für Weizen. Weniger Wettbewerb mit russischen Offerten beflügeln das Kassageschäft. Mais, auch Körnermais, gibt es dagegen in Hülle und Fülle, wie es scheint. Die Ernte kommt nun etwas verspätet flott voran. Wenn, dann bremsen Trocknungskapazitäten den Fortgang. Auch fehlende Aggregate für die Mähdrescher sollen schon mal ein Problem sein. Bisher präsentiert sich die Situation für Futtergetreide noch weitgehend unverändert. Die Handelsaktivitäten werden als ruhig beschrieben. Gekauft wird in den Hauptveredelungsregionen über Vertragslieferungen hinaus in der Regel nur wenig und für spätere, noch nicht so gut gedeckte Termine schrecken wohl die aktuellen Preise ab. Vor dem Hintergrund der festen Börsennotierungen sind die genannten Erzeugerpreise für Futtergetreide sehr fest. Mit Fortschreiten der Maisernte steigt dessen Verfügbarkeit. Das zieht dann eher das Kaufinteresse von Mischfutterherstellern und Veredelungsbetrieben auf sich. In einigen Fällen waren diese Woche Futtermühlen durchaus am Markt. Der Handel erwartet bei sehr verhaltener Abgabebereitschaft der Erzeuger kurz- bis mittelfristig keine nennenswerten Preisrücknahmen – auch nicht für das steigende Maisangebot, das deutlich teurer als vor einem Jahr ist. (Quelle: AMI)

