Am heimischen Markt steht, wie auch bundesweit und international, die Getreideernte im Mittelpunkt der Gespräche. Während die Gerstenernte weitestgehend abgeschlossen werden konnte, sorgt die derzeitige Witterung für Probleme. Da sich in den letzten Tagen immer nur kurze Erntefenster öffneten, haben Flächen und Kulturen kaum Zeit, um abzutrocknen. Somit stehen die Drescher meist still und warten auf ihren Einsatz. Mit den Verzögerungen und feuchten Bedingungen steigt auch die Sorge um die Qualitäten von Weizen, Roggen, Triticale und co.. Nach den meist guten Ergebnissen bei der Gerste waren die Aussichten für das restliche Getreide zuletzt ebenfalls sehr gut. Nun könnte die Ernte 2025 allerdings doch noch problematisch werden. Hinzu kommen Erzeugerpreise, die für Landwirtinnen und Landwirte alles andere als zufriedenstellend sind. Auch wenn in der Berichtswoche regional ein leichtes Plus verzeichnet werden konnte, lag das Niveau bei der Gerste mit durchschnittlich 158 EUR/t deutlich unter dem, was an vielen Höfen nötig wäre, um die Kosten zu decken. Sollte sich das Wetter in den kommenden Wochen nicht ändern, könnten mit steigenden Problemen wieder Argumente für Preissteigerungen im Qualitätssegment gefunden werden. Auf diese Entwicklung hofft derzeit aber niemand am Markt. Auch bei den Speisekartoffeln ist die Situation für Erzeuger schwierig. Da weiterhin von guten Erträgen und Qualitäten berichtet wird, übersteigt das Angebot die Nachfrage immer mehr. Dass der Bedarf in den Sommermonaten eher niedrig ausfällt, ist nicht neu. Jedoch trifft die geringe Nachfrage in diesem Jahr auf besonders viel angebotene Ware. Da nicht nur in Niedersachsen viele Kartoffeln geerntet werden, fehlt es zusätzlich an Bedarf im Exportbereich. Entsprechend kann für die kommenden Wochen kaum mit einer festen Preisentwicklung gerechnet werden. Gleiches gilt für Verarbeitungskartoffeln, wo lediglich Kontraktmengen abgefragt werden. Freie Ware findet kaum Bedarf und alterntige Restmengen müssen meist einer alternativen Verwertung zugeführt werden.
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Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
25.07.2025
25.07.2025
Eiermarkt weiter stabil Geflügel
(AMI/MEG) Auch im Juli gab es nur wenig Bewegung auf dem Eiermarkt. Die Preise sanken geringfügig, das Preisniveau war jedoch immer noch auf einem verglichen mit anderen Jahren unüblichen hohen Niveau. Die Ferien in verschiedenen Bundesländern bewirkten einen leichten Nachfragerückgang auf der Verbraucherseite. Die Verarbeiter orderten für den laufenden Bedarf, auch KAT-Eier wurden nachgefragt. Mit größeren Bestellungen waren sie immer noch zurückhaltend und warten offenbar auf weiter sinkende Preise. Die recht stabilen Preise für XL-Eier im Verlauf des Monats Juli deuteten auf ein knappes Angebot in dieser Größenklasse hin. Die jungen Herden kamen erst allmählich in die volle Produktion, bei L- und M-Eiern gab es jedoch keine Engpässe. Bezogen auf die Haltungsformen waren vor allem Bio-Eier weiterhin knapp. Die im Juli beobachteten Preisnachlässe machten sich primär in den Gewichtsklassen L und M bemerkbar. Auch im Verlauf des Monats Juli ließ die Nachfrage der Verbraucher nach Konsumeiern nur wenig nach. Wegen des anhaltend hohen Preises auf dem Spotmarkt deckten sich die Verarbeiter nur für den laufenden Bedarf ein.
25.07.2025
Geflügelpreise fest Geflügel
(AMI/MEG) Die Preisanhebungen der Vormonate hatten im Juli auf Großhandelsebene durchweg Bestand. Weitere Anhebungen ließen sich nicht realisieren. Es kam aber auch nicht zu nachgebenden Preisen. Das Interesse an Geflügelfleisch blieb weitgehend rege, wobei Grillaktionen weiterhin eine Rolle spielten. Die Schlachtereiabgabepreise am Hähnchenmarkt blieben im Juli weitgehend stabil. Neben Hähnchenfilet wurden auch Schenkelprodukte flott nachgefragt und auch in den Prospekten des Lebensmitteleinzelhandels beworben. Im weiteren Monatsverlauf blieben sie stabil. Die Bestände an Frostware blieben übersichtlich. Noch hat Brasilien die Lieferungen in die EU nicht wieder aufnehmen können. Die hiesige Erzeugung an Putenfleisch lag weiterhin unter dem Niveau des Vorjahres. Sie fand anhaltend rasch ihre Abnehmer. Die Aktionen des Lebensmitteleinzelhandels stellten vermehrt Ware aus Haltungsform 3 in den Fokus. Der Absatz von Suppenhennen spielte saisonüblich eine recht geringe Rolle. Die Althennenpreise stagnierten, sie lagen weiterhin deutlich über dem Vorjahresniveau. Der Bedarf polnischer Althennenschlachtereien stützte den Preisverlauf.
25.07.2025
EU will Fleischbegriffe stärker schützen Geflügel
Die EU-Kommission plant, traditionelle Fleischbezeichnungen wie „Lende“, oder „Speck“ künftig ausschließlich für tierische Produkte zuzulassen. Das geht aus ihrem Vorschlag zur Überarbeitung der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) hervor. Ziel sei es, Verbraucher nicht zu täuschen und kulturell geprägte Begriffe zu schützen. Zudem verweist die Kommission auf ihre agrarpolitische Vision, in der sie eine stärkere Tierhaltung innerhalb der EU betont. Diese sei hohen Standards verpflichtet, aber wirtschaftlich oft benachteiligt. Kritik kommt von der European Vegetarian Union, die vor der Schwächung pflanzlicher Alternativen warnt.
25.07.2025
Brasilien nicht als geflügelpestfrei in der EU anerkannt Geflügel
(AgE) Die EU-Kommission stuft Brasilien weiterhin nicht als frei von Geflügelpest ein. Laut einem Sprecher fehlt bislang ein vollständiger Nachweis zur Infektionsfreiheit gemäß EU-Vorgaben. Konkret verlangt die Kommission ein 30-tägiges Überwachungsprogramm nach der letzten Keulung, nicht nur im Umkreis des Ausbruchs, sondern flächendeckend für mehrere Bundesstaaten. Zwei weitere Voraussetzungen hat Brasilien nach Kommissionsangaben bereits erfüllt: die Einführung von Keulungsmaßnahmen sowie die Reinigung und Desinfektion betroffener Betriebe. Ein offizieller Statuswechsel bleibt dennoch aus, solange die geforderten Überwachungsdaten fehlen. Brasilien hatte zuletzt auf eine Marktöffnung gedrängt. Zwar haben 23 Länder ihre Importbeschränkungen aufgehoben, die EU bleibt jedoch bei ihrer vorsichtigen Bewertung und steht weiter mit Brasilien in Kontakt.
25.07.2025
Globale Fleischerzeugung steigt bis 2034 um 13 % Geflügel
Bis 2034 soll die weltweite Fleischerzeugung laut OECD und FAO um 13 % auf rund 406 Mio. Tonnen steigen. Dabei wird Geflügelfleisch den größten Anteil am zusätzlichen Konsum ausmachen: Rund 62 % des globalen Fleischzuwachses entfallen auf Hähnchenfleisch, das sich zunehmend als Hauptproteinquelle in vielen Haushalten etabliert. Gründe für diesen Trend sind der günstige Preis, die gute Verdaulichkeit und die günstigere Umweltbilanz im Vergleich zu anderen Fleischarten. Gerade in einkommensstärkeren Regionen, darunter die EU, ersetzt Geflügel zunehmend Rind-, Schweine- und Schaffleisch. Der Pro-Kopf-Fleischverbrauch in Europa bleibt dabei insgesamt stabil. Besonders stark wächst der Konsum in Brasilien, Indonesien, Vietnam, den USA und Afrika. Allein auf Afrika entfallen 33 % des prognostizierten globalen Fleischkonsumzuwachses. Trotz des Wachstums bleiben auch Schweinefleisch und andere Fleischarten relevant, jedoch mit geringerer Dynamik. Schweinefleisch wird künftig 13 % des globalen Fleischzuwachses ausmachen, allerdings mit Rückgängen in Europa, China und Japan.
25.07.2025
Ab 2026 Pflicht: Biosicherheitsplan für alle Geflügelhalter in Niedersachsen Geflügel
Ab dem 1. Januar 2026 gilt in Niedersachsen eine neue Verpflichtung für alle Geflügel haltenden Betriebe, auch für Kleinstbetriebe und Hobbyhaltungen. Gemäß dem EU-Tiergesundheitsrechtsakt müssen die Betriebe künftig einen schriftlichen Biosicherheitsmanagementplan vorhalten. Ziel ist es, den Eintrag von Tierseuchen wirksam zu verhindern und betriebsinterne Maßnahmen zur Seuchenprävention zu dokumentieren. Der Plan umfasst unter anderem Regelungen zum Tier-, Personen- und Fahrzeugverkehr, zur Stallhygiene sowie zum Umgang mit betriebseigener Ausrüstung. Um die Umsetzung zu erleichtern, haben die Niedersächsische Tierseuchenkasse, das Landvolk Niedersachsen und weitere Partner eine umfassende Arbeitshilfe erstellt. Sie enthält einen Leitfaden, Checklisten sowie ein ausfüllbares Formular. Es wird empfohlen, den Biosicherheitsmanagementplan gemeinsam mit einem Tierarzt oder einer Fachberatung auszufüllen. Die Beratungskosten werden vollständig von der Tierseuchenkasse übernommen. Der Plan ist jährlich zu überprüfen und zu aktualisieren. Liegt bis zum Stichtag kein Plan vor, kann dies im Seuchenfall zu Kürzungen bei Entschädigungsleistungen führen. Weitere Informationen, der Leitfaden mit Checklisten, der Biosicherheitsmanagementplan sowie eine Liste geschulter Tierärzt:innen und Fachberater:innen sind online abrufbar: Biosicherheit allgemein – Biosicherheit allgemein – Niedersächsische Tierseuchenkasse


