Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

03.02.2026
Zukunftstag 2026

Höfe öffnen - Zukunft sichern

Der Zukunftstag 2026 findet am 23. April statt. Auch in diesem Jahr möchten wir als Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e. V. Schülerinnen und Schülern aus unserer Region die Möglichkeit geben, die Landwirtschaft hautnah zu erleben. Dafür sind wir auf die Unterstützung unserer Mitglieder angewiesen.

Junge Menschen für die Landwirtschaft begeistern

Ein Zukunftstag auf dem eigenen Betrieb ist eine hervorragende Gelegenheit, Kindern und Jugendlichen den landwirtschaftlichen Alltag realistisch und praxisnah zu zeigen. „Mitmachen und Miterleben“ stehen dabei im Mittelpunkt: Tiere versorgen, bei Hofarbeiten helfen, Einblicke in Technik und Maschinen bekommen oder bei einer Traktorfahrt dabei sein – all das hinterlässt bleibende Eindrücke und weckt Interesse an unseren Berufen.

Nachwuchs gewinnen und Einblicke ermöglichen

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es wichtig, frühzeitig Interesse für die grünen Berufe zu wecken. Der Zukunftstag bietet die Chance, jungen Menschen zu zeigen, wie vielfältig, modern und verantwortungsvoll die Arbeit in der Landwirtschaft heute ist. Oft sind es genau diese ersten praktischen Erfahrungen, die spätere Ausbildungsentscheidungen beeinflussen.

Machen Sie mit!

Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Betriebe aus der Region Rotenburg-Verden bereit sind, am Zukunftstag Schülerinnen und Schüler auf ihren Höfen aufzunehmen. Der Landvolk-Kreisverband übernimmt gerne die Koordination und vermittelt interessierte Familien und Kinder an die teilnehmenden Betriebe.

Rückmeldung und Kontakt: aswald@landvolk-row-ver.de

03.02.2026
Landvolk verlangt Düngerechtsänderungen

Landwirte fordern stärkere Verursachergerechtigkeit

Für die niedersächsischen Landwirte ist die Zeit zur Frühjahrsdüngung ihrer Felder und Wiesen noch nicht gekommen. Die Böden sind nahezu landesweit auch in den nächsten Tagen noch mit Schnee bedeckt und zudem gefroren. Die Pflanzen auf den Äckern und das Grünland verharren in einer Vegetationsruhe. „Unseren Landwirten ist die bedarfsgerechte Nährstoffzufuhr zu ihren Kulturen wichtig, unabhängig davon, ob es über organischen oder mineralischen Dünger geschieht“, sagt Landvolkpräsident Holger Hennies. Nur durch gezielte und zeitgerechte Verwendung von organischen Düngern wie Gülle und Gärresten aus der Tierhaltung und Biogasanlagen gäbe es eine Kreislaufwirtschaft und mineralischer Dünger könne eingespart werden. Sobald der Boden wieder aufnahmefähig ist, werden die Güllefässer auf den Feldern zu sehen sein und kurzzeitig „Landluft“ verbreiten.

„Die Vorschriften des sehr detaillierten Düngerechts sind unser Rahmen, den wir dabei beachten“, verbürgt sich Hennies für seine Berufskollegen. Dazu zählten verschiedenen, kultur- und standortabhängigen Ausbringungsobergrenzen, eine betriebsbezogene Obergrenze für organische Düngemittel wie Gülle, Mist und Gärreste, sowie die der behördlichen Kontrolle dienenden Aufzeichnungs- und Meldepflichten an die Landesdüngebehörde.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, aber auch das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hatten aktuell geurteilt, dass bestimmte Sonderregelungen, die in behördlich ausgewiesenen Gebieten unter anderem eine noch weitergehende Reduzierung der Stickstoffdüngung unter den Bedarf der Pflanzen verlangen, wegen formaler und handwerklicher Rechtsmängel bei der Grenzziehung und Festsetzung dieser Gebiete unwirksam sind „Aus unserer Sicht sind diese „roten Gebiete“ völlig überdimensioniert und geben die heutigen Nährstoffverluste, die zu Gewässerbelastungen führen können, nicht wieder“, bezieht sich Hennies auf eine jüngere Untersuchung des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG).

Er stellt daher die Sonderregelungen und Gebietsabgrenzungen, die auch deutlich über EU-Standards hinausgehen, infrage und fordert auch mit Blick auf den notwendigen Humuserhalt und die Proteinversorgung bei der Ernährungssicherung mehr Flexibilität. „Wir verfügen über ausreichende Methoden und setzen diese auch ein, damit möglichst wenig Nährstoffverluste entstehen und die Gewässerqualität gefährden“, gibt Hennies Einblicke in die gute fachliche Praxis. Die erzielten Ergebnisse ließen sich über die alljährlichen Meldungen der Landwirte an die Düngebehörde sehr gut belegen. Das zeige auch der jährliche Nährstoffbericht des Landes. „Wir haben das größte Interesse an guter Wasserqualität für unsere Pflanzen, Tiere und uns selbst, unser Düngerecht braucht hier mehr Verursachergerechtigkeit“, betont der Landwirt.

03.02.2026
Begegnung mit Europa im Kulturgut Ehmken Hoff Dörverden

Eine Veranstaltung vom Kreisverband Verden der Europa-Union Deutschland

Der Kreisverband Verden der Europa-Union Deutschland lädt hiermit herzlich ein, zu einem Europa-Abend in der Gemeinde Dörverden am Mittwoch, den 25. Februar 2026 ab 19:00 Uhr in Kochs Hof auf dem Kulturgut Ehmken Hoff (In der Worth 11-15, 27313 Dörverden).

Die Begegnung mit Europa in unserem Alltag und der gemeinsame Austausch darüber, ist ein Schwerpunkt der Aktivitäten unseres Kreisverbandes Verden. Unter diesem Leitgedanken steht auch das folgende Programm unseres Europa-Abend in Dörverden:

Programm:

• Begrüßung und Grußwort des Bürgermeisters der Gemeinde Dörverden Alexander von Seggern
• Bildung und Ausbildung in Europa – meine Erfahrungen in Salamanca und Brüssel Rechtsanwalt und Notar Dr. Falk-Rembert von Eickstedt, Barme
• Erfolgreich in Europa und der Welt – Unternehmensgruppe Heckmann, Hülsen Geschäftsführer Henning Heckmann
• Schüleraustausch mit Spanien im europäischen Programm Erasmus+ Elena Pardo und Schülerinnen und Schüler der Aller-Weser-Oberschule Dörverden

Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Gedankenaustausch bei Fingerfood und Getränken. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung per Mail an Info@eu-kv-verden.de gebeten.

02.02.2026
WEBINAR "Batteriespeicher - was muss ich wissen?"

Digitale Infoveranstaltung

Batteriespeicher sind in aller Munde: Als interessante Einkommensalternative in der Landwirtschaft und insbesondere als wichtiger Baustein für Stromnetz und Strommarkt. Bei der Investition in die neue Technologie möchten wir Sie unterstützen!

Die Veranstaltung vom Landvolk Niedersachsen, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und den Landvolk Diensten findet am 12.03.2026 von 10 bis 11 Uhr online über Teams statt.

Themen:
• Netzanschluss
• Versicherung
• Wirtschaftlichkeit
• Baugenehmigung
• Haftung
• Einspeise-, Pacht- und Mietverträge

Sie möchten selber investieren oder beratend zur Seite stehen? Dann können Sie sich HIER kostenlos bis zum 10.03.2026 anmelden.

29.01.2026
Landvolk diskutiert bei Veranstaltung von Bündnis 90/Die Grünen

Podiumsdiskussion zum Agrarstrukturgesetz

Am Freitag, 6. Februar, findet in Kirchtimke eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Agrarstrukturgesetz statt. Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen im Kreis Rotenburg lädt ab 18.30 Uhr in Willenbrocks Gasthaus, Hauptstraße 16, ein. Der Eintritt ist frei.

Für das Landvolk Rotenburg-Verden nimmt der Vorsitzende Christian Intemann an der Diskussion teil. Er bringt die Sicht der landwirtschaftlichen Praxis in die Debatte ein und vertritt die Interessen der Betriebe vor Ort. Mit ihm auf dem Podium diskutieren Pascal Leddin, agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Niedersächsischen Landtag, sowie Elisabeth Böse von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL).

Das Landvolk freut sich über eine rege Teilnahme vieler Berufskolleginnen und -kollegen, um der Landwirtschaft eine hörbare Stimme zu geben.

08.01.2026
Einladung zur digitalen Fachveranstaltung auf Bezirksebene

Jetzt anmelden!

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Bayerischen Landesdüngeverordnung wirft viele Fragen auf – auch für die landwirtschaftliche Praxis in Niedersachsen. Welche Auswirkungen hat die Entscheidung? Welche Rechtslage gilt für die Düngung ab 2026? Und wie geht es weiter?

Diese und weitere Fragen beantwortet Hartmut Schlepps, Experte für Umweltrecht und -politik beim Landesbauernverband Niedersachsen, in einem digitalen Fachvortrag auf Bezirksebene.

WANN: Dienstag, 27. Januar 2026

UHRZEIT: 19.30 Uhr

WO: Online über Microsoft Teams Landwirte aus dem Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden sind herzlich eingeladen, an dieser Informationsveranstaltung teilzunehmen.

Anmeldung unbedingt erforderlich Bitte melden Sie sich bis Dienstag, 27. Januar 2026, 12.00 Uhr per E-Mail an: mail@landvolk-brvzev.de

Nach der Anmeldung erhalten Sie die Zugangsdaten zur Veranstaltung.

Nutzen Sie die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die aktuelle Rechtslage zu informieren – wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

22.12.2025
Anmeldezeitraum verlängert bis zum 15.1.2026

AgrarImpulse. Wissen wächst weiter

Das Niedersächsische Landvolk, Kreisverband Rotenburg-Verden e.V., lädt am 28. Januar 2026 zum neuen Info- und Workshop-Tag „AgrarImpulse. Wissen wächst weiter“ in den Niedersachsenhof in Verden ein. Die Veranstaltung richtet sich an alle Landwirtinnen und Landwirte, die sich kompakt, verständlich und praxisnah über aktuelle Themen informieren möchten.

Statt langer Winterversammlungen gibt es diesmal einen kurzen, dichten und nützlichen Veranstaltungstag: Was hat das Landvolk im vergangenen Jahr konkret erreicht? Wo gibt es neue Möglichkeiten, Förderungen besser zu nutzen? Wie sichern Betriebe ihre Abläufe, wenn plötzlich jemand ausfällt? Und wie können Social-Media-Kanäle heute dabei helfen, Hof, Direktvermarktung oder Dienstleistungen sichtbarer zu machen?

Am Nachmittag stehen vier Workshops zur Wahl, die direkt an den betrieblichen Alltag anknüpfen:

  1. „Was tun, wenn der Betriebsleiter plötzlich ausfällt?“ – mit Praxiserfahrungen und rechtlichen Hinweisen

  2. „Das 1x1 der Förderanträge“ – verständlich erklärt, damit nichts liegen bleibt

  3. „Social Media für den eigenen Betrieb“ – einfache Strategien, die sofort umsetzbar sind

  4. „Wassermanagement in Zeiten knapper Ressourcen“ – Potenziale erkennen und Kosten im Blick behalten

Zwischen den Programmpunkten bleibt Zeit für Austausch, Rückfragen und Gespräche unter Kollegen – etwas, das viele landwirtschaftliche Familienbetriebe besonders schätzen. Natürlich ist auch für gutes Essen und eine angenehme Atmosphäre gesorgt.

Programm

• 10:00 Uhr – Ankunft & Begrüßung

• 10:30 Uhr – Infomodul: „Was hat das Landvolk in diesem Jahr für Euch getan?“

• 12:30 Uhr – Mittagspause

• 13:00 Uhr – Workshop-Phase (vier Module zur Auswahl)

• 14:00 Uhr – Gemeinsamer Abschluss

Anmeldung bis 15. Januar 2026 per E-Mail an Silke Aswald (aswald@landvolk-row-ver.de). Bitte das gewünschte Workshop-Thema gleich mit angeben.

Mit „AgrarImpulse“ schafft der Landvolk-Kreisverband ein Format, das Landwirten gezielt Wissen an die Hand gibt, das im Betriebsalltag wirklich weiterhilft. Wer seinen Betrieb gut für die kommenden Jahre aufstellen möchte, sollte diesen Termin nicht verpassen.

19.12.2025
Angepasste Öffnungszeiten zwischen den Feiertagen

Wir haben vom 24. Dezember bis einschließlich 2. Januar geschlossen

Liebe Mitglieder,

unsere Geschäftsstellen in Rotenburg und Verden sind in der Zeit vom 24. Dezember bis einschließlich 2. Januar auf Grund der Feiertage geschlossen. Ab dem 5. Januar stehen wir Euch wieder wie gewohnt zur Verfügung und freuen uns darauf, Eure Anliegen zu bearbeiten.

17.12.2025
Schluss mit der Verzögerung von echtem Wolfsmanagement!

Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement fordert Beschlüsse vor Weidesaison 2026

Das Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement (AAW), ein Zusammenschluss von 27 Verbänden, fordert die sofortige Einführung eines echten Wolfsmanagements in Niedersachsen und drängt damit auf eine schnelle Anpassung des Bundes- und Landesrechts an die geänderte europäische Rechtslage. Mit der seit 2025 geltenden Änderung der FFH-Richtlinie – der Wolf wurde von Anhang IV in Anhang V herabgestuft – und der offiziellen Meldung eines günstigen Erhaltungszustands der Wolfspopulation nach Brüssel sieht das Bündnis die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, um in Niedersachsen ein umfassendes, wirksames Wolfsmanagement einzuführen.

„Der Wolf muss jetzt schnell und vollständig dem Bundesjagdrecht unterstellt und aus dem Bundesnaturschutzgesetz gestrichen werden“, betont Jörn Ehlers, Sprecher des AAW und Vize-Präsident des Landvolks Niedersachsen. Er weist außerdem auf die Dringlichkeit hin, dass alle neuen Regelungen spätestens zur Weidesaison 2026 anwendbar sein müssen.

Aus Sicht der beteiligten Verbände ist klar: Eine weitere ungehinderte Ausbreitung der Wölfe in vom Menschen dicht besiedelte, durch die landwirtschaftliche Nutzung entwickelte Kulturlandschaft, sei weder notwendig für die Erhaltung einer europäischen Wolfspopulation noch vereinbar mit Weidetierhaltung, Landschaftspflege und öffentlicher Sicherheit. Im gemeinsamen Positionspapier fordert das AAW: Besonders Regionen, in denen Zäunungen nicht möglich sind – darunter zum Beispiel Deichstandorte oder die Lüneburger Heide – müssen konsequent als dauerhafte Wolfshabitate ausgeschlossen werden.

Zum geforderten aktiven Wolfsmanagement zählt nach Ansicht des Bündnisses ein unbürokratischer Abschuss von Problemwölfen und Problemrudeln. Gina Strampe, Landesverband für landwirtschaftliche Wildhaltung Niedersachsen, ergänzt: „Es braucht ein Bestandsmanagement, um kurzfristig den Zuwachs zu begrenzen und das Ziel eines Akzeptanzbestandes zu erreichen.“ Hierfür müsse die Bejagung von Jungwölfen ermöglicht werden, um einen weiteren Populationsanstieg zu verhindern. Grundlage soll eine jährliche Populationsmodellierung sein, mit der die zulässige Entnahmequote auf Basis aktueller Daten festgelegt wird.

Einen zweiten Schwerpunkt bildet die Entlastung der Tierhalter. Schäden durch Wolfsübergriffe sollen künftig vollständig ersetzt werden – inklusive Folgekosten wie durch spätere stressbedingte Aborte entgangene Einnahmen oder Schäden durch panikbedingt ausbrechende Tiere. Ein Rechtsanspruch ohne finanzielle Deckelung sei notwendig, ebenso sollen die Anforderungen an wolfsabweisende Zäune zukünftig nicht mehr weiter gesteigert werden. Auch beim Herdenschutz sieht das Bündnis dringenden Reformbedarf: Förderprogramme müssen praxisnäher gestaltet und entbürokratisiert werden.

Das Fazit des Bündnisses ist eindeutig: „Ohne ein sofortiges, rechtssicheres und wirksames Wolfsmanagement geraten Weidetierhaltung und Kulturlandschaften in Niedersachsen weiter unter Druck“, sagt Ehlers.

Die Gemeinsame Position des Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement kann HIER aufgerufen werden.

16.12.2025
Afrikanische Schweinepest: Videos zur Prävention

Landvolk beteiligt sich an Präventionsfilmen für Jäger, Landwirte und Verbraucher

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) bleibt eine der größten Bedrohungen für die Schweinehaltung in Niedersachsen. Der Vizepräsident des Landvolk Niedersachsen, Jörn Ehlers, betont die Bedeutung von Prävention und Aufklärung: „Wir müssen alles tun, um eine Ausbreitung der ASP zu verhindern. Es geht um den Schutz unserer Betriebe und um das Wohl der Tiere. Dabei sind nicht nur die landwirtschaftlichen Betriebe gefragt, sondern alle, die im ländlichen Raum unterwegs sind.“

Das Virus hat in den vergangenen Jahren immer wieder große „Sprünge“ gemacht. Die landwirtschaftlichen Konsequenzen sind enorm: Neben wirtschaftlichen Verlusten für die Schweinebauern droht auch großes Tierleid. Das Landvolk setzt sich für eine noch intensivere Präventionsarbeit und eine verstärkte Zusammenarbeit aller Beteiligten ein. „Prävention ist die einzige Möglichkeit, um die Weiterverbreitung in Deutschland und den Eintrag der ASP in Niedersachsen zu verhindern. Wir dürfen nicht aufhören, auch die Bevölkerung hierfür zu sensibilisieren“, betont Ehlers.

Leider wurde das Virus der ASP immer wieder durch menschliches Verschulden in zuvor ASP-freie Länder und Gebiete eingetragen. „So konnte durch das Friedrich-Löffler-Institut nachgewiesen werden, dass die Virusvariante aus Nordrhein-Westfalen eine hohe Übereinstimmung mit ASP-Viren aus der italienischen Region Kalabrien zeigte“, erklärt Ehlers die Gefahr, die von kontaminierten, fleischhaltigen Produkten ausgehen kann, wenn diese achtlos an Raststätten oder in der Natur entsorgt werden. Ehlers appelliert an alle Verbraucher, Lebensmittel stets sachgerecht über bereitstehende Mülleimer zu entsorgen, sodass Wildschweine damit nicht in Berührung kommen können.

Das Virus bleibt in der Umwelt lange stabil und kann zum Beispiel durch Kleidung, Gegenstände, Fahrzeuge oder Schuhe übertragen werden. „Hier ist auch die Jägerschaft gefragt“, sagt Ehlers. Jäger, die in ASP-Gebieten gejagt haben, müssen Jagdkleidung oder Fahrzeuge gründlich reinigen und desinfizieren, um das ASP-Virus nicht zu verschleppen. Auch die Mitnahme von Jagdtrophäen aus ASP-Gebieten stellt ein Eintragsrisiko dar.

„Natürlich stehen auch wir Schweinehalter in der Pflicht, unsere Tierbestände vor der ASP zu schützen“, betont der Landvolk-Vizepräsident. „Wir sind aufgefordert, wirksame Biosicherheitsmaßnahmen auf unseren Betrieben umzusetzen, zu kontrollieren und zu optimieren. Das Niedersächsische Biosicherheitskonzept für schweinehaltende Betriebe, das das Landvolk gemeinsam mit der Niedersächsischen Tierseuchenkasse initiiert hat, hilft dabei diese Managementmaßnahmen umzusetzen“, empfiehlt Ehlers, der gleichzeitig Vorsitzender der Niedersächsischen Tierseuchenkasse ist.

Um Jägerinnen und Jäger, Landwirtinnen und Landwirte sowie die breite Öffentlichkeit für die Gefahren des ASP-Eintrags zu sensibilisieren, hat die Niedersächsische ASP-Sachverständigengruppe, in der auch das Landvolk vertreten ist, drei Aufklärungsvideos produziert. „Die Videos geben einfache, aber effektive Tipps, wie man den Viruseintrag verhindern und Betriebe schützen kann – vom richtigen Reinigen der Ausrüstung bis zum richtigen Verhalten beim Umgehen mit Wildtieren“, führt Ehlers aus.

Landesjägerschaft Niedersachsen, Landwirtschaftsministerium Niedersachsen sowie der Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen (ZJEN) und das Landvolk haben die Videos finanziert. Sie sind HIER abrufbar.

Aktuelles aus dem Landesverband

30.01.2026
Rindermarkt: Jungbullenpreise in der EU stark gestiegen
Milch und Rind

(AMI) Massiv gestiegen sind die europäischen Preise für Jungbullen im Jahr 2025. Gegenüber dem Vorjahr sind die Schlachterlöse für Jungbullen der Handelsklasse R3 im Durchschnitt der EU um 28,7 % auf 6,66 EUR/kg Schlachtgewicht gestiegen. Damit wurde ein historisches Höchstniveau erreicht.

Besonders deutliche Preisanstiege wurden in Irland, den Niederlanden, Deutschland und Polen verzeichnet. Im europäischen Vergleich konnten damit für deutsche Schlachtbullen überdurchschnittliche Erlöse erreicht werden. Vor dem Hintergrund einer stetigen und recht konstanten Nachfrage nach Rindfleisch und gleichzeitig rückläufigen Rinderhaltung kam es 2025 zu fortlaufenden Preiserhöhungen im Handel mit Jungbullen. Zusätzlich wirkten sich steigende Futtermittelkosten auf die Schlachtpreise erhöhend aus. Entsprechend bot der Markt für Schlachtrinder den Abgebern deutlich höhere Erlöse.

Da der Strukturwandel in der Rinderhaltung anhält und die Rinderbestände weiter gesunken sind, dürfte sich das hohe Preisniveau für Schlachtrinder auch im Jahr 2026 fortsetzen.

30.01.2026
Save-the-Dates
Milch und Rind

(DBV) Am 12./13. März 2026 findet wieder das Berliner Milchforum im Hybridformat im Titanic Chaussee Hotel Berlin statt. Der Frühbucherrabatt gilt noch bis zum 25. Februar 2026. Zur Anmeldung und zum Programm geht es hier.

Am 11. März 2026, dem Vortag des Berliner Milchforums, findet ebenfalls im Titanic Chaussee Hotel Berlin das kostenlose ife-Diskussionsforum zur Milchpreisabsicherung mit begrenzter Platzzahl statt. Anmeldung wird erbeten unter: henrike.burchardi@ife-kiel.de

Am 10. und 13. Februar 2026 organisiert das ife Institut Kiel wieder zwei Onlineschulungen zur Milchpreisabsicherung für Praktiker. Zur Anmeldung und zum Programm geht es hier.

30.01.2026
DBV: Landwirtschaft ist systemrelevant
Milch und Rind

(DBV) Das Vorhaben der Regierungskoalition, den Schutz kritischer Infrastrukturen zu stärken, begrüßt der DBV, kritisiert jedoch, dass in dem Papier aus dem Koalitionsausschuss weder die Landwirtschaft noch Ernährungs- oder Versorgungssicherheit explizit benannt werden. „Ein Schlüsselfaktor für Versorgungs- und Ernährungssicherheit ist eine starke heimische Landwirtschaft, mit ebenso stabilen Lieferketten. …Landwirtschaft muss grundsätzlich als kritische Infrastruktur betrachtet werden, nicht erst im Krisenfall“, so DBV-Generalsekretärin Sabet.

30.01.2026
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB)  Trotz kalter Witterung hat die Milchanlieferung in Deutschland saisonbedingt weiter leicht zugenommen. In der 3. Woche lag das Milchaufkommen um 0,3 % über der Vorwoche und überschritt das Vorjahresniveau um 6,7 %. Abgepackte Butter im Januar gut nachgefragt, wobei der übliche Absatzrückgang geringer ausfällt. Die Nachfrage normalisiert sich zuletzt, während die Preise stabil bleiben. Bei Blockbutter sind die Preise wieder gefestigt und die Nachfrage gut, begünstigt durch das im Vorjahresvergleich niedrige Preisniveau. Schnittkäsemarkt zeigt stabile Tendenzen mit hoher Produktion, starker Nachfrage und überwiegend festen Preise bei knapper Verfügbarkeit.

Markt für MMP entwickelt sich fester, mit reger Nachfrage, guten Exportchancen und steigenden Preisen bei fehlendem Angebotsdruck. Markt für VMP ist uneinheitlich, mit ruhiger Nachfrage aus der Schokoladenindustrie, aktivem Händlerinteresse und einer breiten Preisspanne. MP-Markt ist stabil, mit guter Nachfrage nach Lebensmittelware und konstanten Preisen für Futterware und Molkenkonzentrat.

30.01.2026
Außergewöhnlicher Eiermarkt
Geflügel

(AMI/MEG) Nur kurz nach dem Jahreswechsel 2025/2026 zeigte sich die Verbrauchernachfrage etwas ruhiger. Ab Mitte Januar wurden Eier wieder rege nachgefragt. Entsprechend groß waren die Ordermengen des LEHs, zumal auch die nach dem Jahresendgeschäft teilweise leeren Regale wieder gefüllt werden mussten. Die seit dem Jahreswechsel angezogenen Verbraucherpreise für Eier aller Haltungsformen führten keineswegs zu einem geringeren Interesse an Konsumeiern. Die vorhandenen Mengen dienten primär zur Deckung des Bedarfs des LEHs. Es blieben kaum Eier übrig, um am Spotmarkt gehandelt zu werden. EU-weit wird das Angebot durch zahlreche AI-Ausbrüche weiter verknappt. An-stehende geplante Herdenwechsel verringern ebenfalls die laufende Erzeugung. Die Importe von Schaleneiern aus den Niederlanden waren zuletzt gestört. Lieferungen aus den niederländischen AI-Restriktionsgebieten sind nur mit erhöhtem hygienischem Aufwand möglich. Nach dem Jahreswechsel tendierten die Spotmarktpreise leicht nach unten. Mitte des Monats stagnierten die Preise. Seit der 4. Kalenderwoche zogen sie am deutschen Spotmarkt etwas an.

30.01.2026
Geflügelmarkt uneinheitlich
Geflügel

(AMI/MEG) Das Weihnachtsgeschäft wurde von Marktteilnehmern als weitgehendst zufriedenstellend bezeichnet. Der Nachholbedarf des Lebensmitteleinzelhandels hielt sich im Januar zunächst in Grenzen. Mitte Januar 2026 wurde die Nachfrage nach Geflügelfleisch wieder als lebhafter bezeichnet. Der Fokus des Interesses richtet sich nun wieder auf das Standardsortiment. Wetterbedingt war der Absatz von Hähnchen über Markthändler zeitweise beeinträchtigt. Im Lebensmitteleinzelhandel wurde aber recht rege nachgefragt. Aufgrund der Verknappung des Angebots am Putenmarkt wurden mehr Hähnchenfleischartikel beworben. Die Preise für frische lose gehandelte Hähnchenbrust tendierten im Schnitt etwas schwächer. Verhandlungen zwischen Schlachtereien und Erzeugergemeinschaften führten im Januar zu leicht nachgebenden Auszahlungspreisen. Nach wie vor ist die Angebotsdecke am Putenmarkt dünn. Die Ausfälle durch die Aviäre Influenza machten sich bemerkbar. In vorherigen Jahren wurden Suppenhennen im Januar verstärkt beworben. Augenblicklich zeigen die Prospekte des LEHs wenig Aktionen.

30.01.2026
HPAI H5N1: Erster Nachweis bei Milchkuh in Europa
Geflügel

In den Niederlanden wurde erstmals in Europa eine H5N1‑Infektion bei einer Milchkuh festgestellt. Die Kuh zeigte im Dezember eine Euterentzündung und Atemprobleme, später wurden in der Milch Antikörper gefunden; weitere Tiere des Bestands waren unauffällig. Zuvor war auf dem Betrieb eine Katze an H5N1 verendet. Es gibt derzeit keine Hinweise auf eine aktive Virusvermehrung oder -verbreitung im Bestand. Das Gefährdungspotenzial für Rinder durch hochpathogene Vogelgrippe-Viren wird weiterhin als gering bewertet, und pasteurisierte Milch gilt als sicher. Als mögliche Eintragsquellen gelten, nach Aussage des FLI, infizierte Wildvögel sowie kontaminierter Kot, Futter, Wasser oder Geräte. Die Viruszirkulation bei Wildenten in den Niederlanden ist hoch (bis zu 25 % der im Herbst untersuchten Wildenten), was den Erregereintrag in Tierbestände begünstigt. Für Geflügelhalter bedeutet der Fall erhöhte Wachsamkeit: Wildvogelkontakt vermeiden, Futter und Wasser schützen, Hygieneketten strikt einhalten und betriebsübergreifende Kontamination verhindern. Der Fall bestätigt, dass H5N1 tierartenübergreifend übertragen werden kann und sporadisch auch Säugetiere betrifft, wie bereits in den USA in großem Umfang beobachtet. Eine frühzeitige Meldung unklarer Symptome an die zuständigen Veterinärbehörden bleibt daher entscheidend. Insgesamt zeigt der Nachweis, dass konsequente Biosicherheit weiterhin der wichtigste Schutz für Geflügelbestände ist.