Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

19.12.2025
Angepasste Öffnungszeiten zwischen den Feiertagen

Wir haben vom 24. Dezember bis einschließlich 2. Januar geschlossen

Liebe Mitglieder,

unsere Geschäftsstellen in Rotenburg und Verden sind in der Zeit vom 24. Dezember bis einschließlich 2. Januar auf Grund der Feiertage geschlossen. Ab dem 5. Januar stehen wir Euch wieder wie gewohnt zur Verfügung und freuen uns darauf, Eure Anliegen zu bearbeiten.

17.12.2025
Schluss mit der Verzögerung von echtem Wolfsmanagement!

Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement fordert Beschlüsse vor Weidesaison 2026

Das Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement (AAW), ein Zusammenschluss von 27 Verbänden, fordert die sofortige Einführung eines echten Wolfsmanagements in Niedersachsen und drängt damit auf eine schnelle Anpassung des Bundes- und Landesrechts an die geänderte europäische Rechtslage. Mit der seit 2025 geltenden Änderung der FFH-Richtlinie – der Wolf wurde von Anhang IV in Anhang V herabgestuft – und der offiziellen Meldung eines günstigen Erhaltungszustands der Wolfspopulation nach Brüssel sieht das Bündnis die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, um in Niedersachsen ein umfassendes, wirksames Wolfsmanagement einzuführen.

„Der Wolf muss jetzt schnell und vollständig dem Bundesjagdrecht unterstellt und aus dem Bundesnaturschutzgesetz gestrichen werden“, betont Jörn Ehlers, Sprecher des AAW und Vize-Präsident des Landvolks Niedersachsen. Er weist außerdem auf die Dringlichkeit hin, dass alle neuen Regelungen spätestens zur Weidesaison 2026 anwendbar sein müssen.

Aus Sicht der beteiligten Verbände ist klar: Eine weitere ungehinderte Ausbreitung der Wölfe in vom Menschen dicht besiedelte, durch die landwirtschaftliche Nutzung entwickelte Kulturlandschaft, sei weder notwendig für die Erhaltung einer europäischen Wolfspopulation noch vereinbar mit Weidetierhaltung, Landschaftspflege und öffentlicher Sicherheit. Im gemeinsamen Positionspapier fordert das AAW: Besonders Regionen, in denen Zäunungen nicht möglich sind – darunter zum Beispiel Deichstandorte oder die Lüneburger Heide – müssen konsequent als dauerhafte Wolfshabitate ausgeschlossen werden.

Zum geforderten aktiven Wolfsmanagement zählt nach Ansicht des Bündnisses ein unbürokratischer Abschuss von Problemwölfen und Problemrudeln. Gina Strampe, Landesverband für landwirtschaftliche Wildhaltung Niedersachsen, ergänzt: „Es braucht ein Bestandsmanagement, um kurzfristig den Zuwachs zu begrenzen und das Ziel eines Akzeptanzbestandes zu erreichen.“ Hierfür müsse die Bejagung von Jungwölfen ermöglicht werden, um einen weiteren Populationsanstieg zu verhindern. Grundlage soll eine jährliche Populationsmodellierung sein, mit der die zulässige Entnahmequote auf Basis aktueller Daten festgelegt wird.

Einen zweiten Schwerpunkt bildet die Entlastung der Tierhalter. Schäden durch Wolfsübergriffe sollen künftig vollständig ersetzt werden – inklusive Folgekosten wie durch spätere stressbedingte Aborte entgangene Einnahmen oder Schäden durch panikbedingt ausbrechende Tiere. Ein Rechtsanspruch ohne finanzielle Deckelung sei notwendig, ebenso sollen die Anforderungen an wolfsabweisende Zäune zukünftig nicht mehr weiter gesteigert werden. Auch beim Herdenschutz sieht das Bündnis dringenden Reformbedarf: Förderprogramme müssen praxisnäher gestaltet und entbürokratisiert werden.

Das Fazit des Bündnisses ist eindeutig: „Ohne ein sofortiges, rechtssicheres und wirksames Wolfsmanagement geraten Weidetierhaltung und Kulturlandschaften in Niedersachsen weiter unter Druck“, sagt Ehlers.

Die Gemeinsame Position des Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement kann HIER aufgerufen werden.

16.12.2025
Afrikanische Schweinepest: Videos zur Prävention

Landvolk beteiligt sich an Präventionsfilmen für Jäger, Landwirte und Verbraucher

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) bleibt eine der größten Bedrohungen für die Schweinehaltung in Niedersachsen. Der Vizepräsident des Landvolk Niedersachsen, Jörn Ehlers, betont die Bedeutung von Prävention und Aufklärung: „Wir müssen alles tun, um eine Ausbreitung der ASP zu verhindern. Es geht um den Schutz unserer Betriebe und um das Wohl der Tiere. Dabei sind nicht nur die landwirtschaftlichen Betriebe gefragt, sondern alle, die im ländlichen Raum unterwegs sind.“

Das Virus hat in den vergangenen Jahren immer wieder große „Sprünge“ gemacht. Die landwirtschaftlichen Konsequenzen sind enorm: Neben wirtschaftlichen Verlusten für die Schweinebauern droht auch großes Tierleid. Das Landvolk setzt sich für eine noch intensivere Präventionsarbeit und eine verstärkte Zusammenarbeit aller Beteiligten ein. „Prävention ist die einzige Möglichkeit, um die Weiterverbreitung in Deutschland und den Eintrag der ASP in Niedersachsen zu verhindern. Wir dürfen nicht aufhören, auch die Bevölkerung hierfür zu sensibilisieren“, betont Ehlers.

Leider wurde das Virus der ASP immer wieder durch menschliches Verschulden in zuvor ASP-freie Länder und Gebiete eingetragen. „So konnte durch das Friedrich-Löffler-Institut nachgewiesen werden, dass die Virusvariante aus Nordrhein-Westfalen eine hohe Übereinstimmung mit ASP-Viren aus der italienischen Region Kalabrien zeigte“, erklärt Ehlers die Gefahr, die von kontaminierten, fleischhaltigen Produkten ausgehen kann, wenn diese achtlos an Raststätten oder in der Natur entsorgt werden. Ehlers appelliert an alle Verbraucher, Lebensmittel stets sachgerecht über bereitstehende Mülleimer zu entsorgen, sodass Wildschweine damit nicht in Berührung kommen können.

Das Virus bleibt in der Umwelt lange stabil und kann zum Beispiel durch Kleidung, Gegenstände, Fahrzeuge oder Schuhe übertragen werden. „Hier ist auch die Jägerschaft gefragt“, sagt Ehlers. Jäger, die in ASP-Gebieten gejagt haben, müssen Jagdkleidung oder Fahrzeuge gründlich reinigen und desinfizieren, um das ASP-Virus nicht zu verschleppen. Auch die Mitnahme von Jagdtrophäen aus ASP-Gebieten stellt ein Eintragsrisiko dar.

„Natürlich stehen auch wir Schweinehalter in der Pflicht, unsere Tierbestände vor der ASP zu schützen“, betont der Landvolk-Vizepräsident. „Wir sind aufgefordert, wirksame Biosicherheitsmaßnahmen auf unseren Betrieben umzusetzen, zu kontrollieren und zu optimieren. Das Niedersächsische Biosicherheitskonzept für schweinehaltende Betriebe, das das Landvolk gemeinsam mit der Niedersächsischen Tierseuchenkasse initiiert hat, hilft dabei diese Managementmaßnahmen umzusetzen“, empfiehlt Ehlers, der gleichzeitig Vorsitzender der Niedersächsischen Tierseuchenkasse ist.

Um Jägerinnen und Jäger, Landwirtinnen und Landwirte sowie die breite Öffentlichkeit für die Gefahren des ASP-Eintrags zu sensibilisieren, hat die Niedersächsische ASP-Sachverständigengruppe, in der auch das Landvolk vertreten ist, drei Aufklärungsvideos produziert. „Die Videos geben einfache, aber effektive Tipps, wie man den Viruseintrag verhindern und Betriebe schützen kann – vom richtigen Reinigen der Ausrüstung bis zum richtigen Verhalten beim Umgehen mit Wildtieren“, führt Ehlers aus.

Landesjägerschaft Niedersachsen, Landwirtschaftsministerium Niedersachsen sowie der Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen (ZJEN) und das Landvolk haben die Videos finanziert. Sie sind HIER abrufbar.

11.12.2025
Gegenseitiger Austausch als Erfolgsfaktor

Gute Zusammenarbeit zwischen Landvolk und Veterinärbehörden

Die enge Kooperation zwischen der Landwirtschaft und den Veterinärbehörden spielt eine zentrale Rolle beim Schutz der Tiergesundheit und der Lebensmittelsicherheit. Ein eindrucksvolles Beispiel für diese erfolgreiche Zusammenarbeit ist der regelmäßige Austausch zwischen den Vertretern der Landvolkkreisverbände Rotenburg-Verden und Bremervörde-Zeven und den Fachdienstleitungen der Veterinärämter Rotenburg und Verden, Dr. Joachim Wiedner und Dr. Inis Graue. Dieser wichtige Dialog über aktuelle Herausforderungen fand kürzlich erneut auf dem Hof von Alexander von Hammerstein, Vorsitzender des Landvolkkreisverbandes Bremervörde-Zeven, statt.

Einblicke in die Tierseuchenbekämpfung

Zu Beginn des Treffens nahmen alle Beteiligten an einer Videokonferenz des Landvolks Niedersachsen teil, bei der der Ausschuss für Schwein/Veredelung und der Arbeitskreis Sauenhaltung aktuelle Themen der Schweinehaltung diskutierten. Ein zentrales Thema war der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Spanien und die Auswirkungen auf die deutschen Märkte. Spanien, als führender Schweinefleischexporteur in der EU, hat einen erheblichen Anteil am internationalen Handel mit Schweinefleisch. Besonders betroffen von einem ASP-Ausbruch sind die Exportmärkte nach China und andere asiatische Länder, die zu den wichtigsten Abnehmern gehören.

Dank eines bilateralen Abkommens zwischen Spanien und China zur Regionalisierung von ASP-Ausbrüchen konnten die Exportmöglichkeiten weitgehend erhalten bleiben. “Die schnelle Akzeptanz der Regionalisierung durch China hat uns positiv überrascht”, betont Jörn Ehlers, Vizepräsident des Landvolks und Vorsitzender des Kreisverbandes Rotenburg-Verden. Dennoch hat der ASP-Ausbruch zu erheblichen Preisrückgängen geführt, was die Situation für die Schweinehalter in Spanien erschwert. So sei der Lebendpreis der Schweine in Spanien aktuell von 1,30€ EUR/kg auf 1,10€ EUR/kg gesunken.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Aufklärung der Bevölkerung, wie durch einfache Maßnahmen wie das richtige Entsorgen von Essensresten auf Rastplätzen das Risiko einer Ausbreitung der ASP verringert werden kann.

Der Kampf gegen die Vogelgrippe

Neben der Afrikanischen Schweinepest wurde auch die Vogelgrippe als zentrales Thema erörtert. Dr. Inis Graue berichtete, dass die niedersächsische Tierseuchenkasse bereits mit Kosten in Höhe von rund 32 Millionen Euro für die betroffenen Betriebe rechnet. Besonders betroffen seien dabei die Geflügelbetriebe mit Putenhaltung gewesen. „Die Räumung der betroffenen Bestände hat gut funktioniert“, so Graue. Ein besonderes Augenmerk galt der Frage der „Ertragsausfallversicherung“, die derzeit nicht über die Tierseuchenkasse abgesichert ist.

Eine großen Herausforderungen stellt zudem die Weidehaltung von Gänsen dar. Gänse benötigen viel Platz, Zugang zu Grünfutter und offenes Wasser, was eine Aufstallung in Krisenzeiten besonders schwierig macht. Aus Sicherheitsgründen haben viele Gänsehalter daher auf eine frühere Schlachtung gesetzt. Ein Prozess, der jedoch insbesondere in der Weihnachtszeit problematisch wird, da Frischgänse zu dieser Zeit besonders gefragt sind.

Neue Wege in der Seuchenbekämpfung

Ein entscheidendes Thema, das bei diesem Treffen immer wieder zur Sprache kam, war der zeitgemäße Umgang mit Tierseuchen. So betonte Dr. Joachim Wiedner, dass die geltenden Bestimmungen strikt und gewissenhaft umgesetzt werden müssten. Gleichzeitig dürfe jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass durch fundierte Risikobewertungen und entsprechende Managementpläne in bestimmten Fällen ein Keulen in weiteren Ställen umgangen werden kann. Auch Graue plädierte für ein ausgewogenes, zeitgemäßes Abwägen in dieser Frage.

Fortschritte bei der Tierseuchenprävention

“Wir haben hier in Niedersachsen eine sehr gute Biosicherheit”, so Dr. Graue. Ein positives Beispiel sei der Rückgang der Blauzungenerkrankung, die dank Impfungen und strengerer Maßnahmen deutlich weniger Ausbrüche verzeichnet. „Die Impfquote liegt bei über 50 Prozent“, erläuterte Dr. graue. „Durch die natürliche Immunität ist der Schutz zusätzlich gestärkt“, ergänzte Dr. Wiedner.

Trotz dieser Fortschritte gibt es auch in anderen Bereichen noch Herausforderungen. Die zunehmende Bürokratie wird von allen Teilnehmern kritisch betrachtet. „Jedes Jahr gibt es gefühlt einen Zettel mehr“, so Alexander von Hammerstein, Vorsitzender des Landvolkkreisverbandes Bremervörde-Zeven. Auch Probleme im Bereich der Tiertransporte und der zunehmende Rückgang der Schlachtbetriebe bereitet den Landwirten Sorge.

Fazit: Ein starkes Netzwerk für die Zukunft

Die enge Zusammenarbeit zwischen den Landvolkkreisverbänden und den Veterinärbehörden hat sich als äußerst effektiv erwiesen. Durch den regelmäßigen Austausch und die gemeinsame Arbeit an Lösungen können aktuelle Herausforderungen im Bereich der Tiergesundheit und -sicherheit erfolgreich bewältigt werden. Dabei ist die kontinuierliche Weiterentwicklung von Diagnostik und Hygienemaßnahmen ebenso wichtig wie die Erarbeitung pragmatischer Lösungen. Die vorbildliche Kooperation von Landvolk und Veterinärbehörden zeigt, wie durch partnerschaftliches Handeln der Schutz von Tieren, die Sicherstellung von Lebensmittelsicherheit und die Unterstützung der landwirtschaftlichen Betriebe gleichermaßen gestärkt werden können. In Zeiten zunehmender Herausforderungen und Unsicherheiten ist ein starkes Netzwerk für die Landwirtschaft unerlässlich.

10.12.2025
Große Lichterfahrt durch Sottrum und Rotenburg

Am 14. Dezember 2025

Am 14. Dezember 2025 findet wieder eine große Lichterfahrt mit vielen wunderschön geschmückten und beleuchteten Treckern durch Sottrum und Rotenburg statt. Ein großes Dankeschön gilt den Organisatoren Cord Meyer, Björn Becker, Michael Riedel, Carsten Eckhof und Florian Laue sowie allen Fahrerinnen und Fahrern, die dieses wundervolle Ereignis ermöglichen.

Die Fahrt startet um 16:30 Uhr in Sottrum und führt über die folgende Route:

Sottrum:

Feldstraße, Alte Dorfstraße, Bergstraße/An der Wieste, Am Meyerhofe, Große Straße, Am Eichenkamp/Lindenstraße, An der Bahn, Bahnhofstraße, Hassendorfer Kirchweg

Hassendorf:

Dorfstraße, Jeeweg, Schneedebusch

Waffensen:

Unter den Eichen, Waffenser Dorfstraße, Am Lerchenkrug, dann wieder auf die B75/B71 Richtung Luhne

Rotenburg:

Luhner Weg, Bremer Straße, Hansestraße B215, Burgstraße, Goethestraße, Am Kirchhof/Bergstraße, Am Sande/Harburger Straße/Waldweg, Fahrtenende auf dem Parkplatz Wümmepark

Wer im Rahmen der Lichterfahrt eine Spende für den guten Zweck tätigen möchte, in diesem Jahr für das Hospiz Zum Guten Hirten, kann dies gerne über DIESEN Spendenlink tun.

08.12.2025
Neuer Vorstand beim Landwirtschaftlichen Verein Scheeßel

Hinrich Meinke übernimmt für Hilmer Vajen

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde Hinrich Meinke zum neuen Vorsitzenden gewählt und tritt damit die Nachfolge von Hilmer Vajen an. Unterstützt wird er von seinem stellvertretenden Vorsitzenden Johannes Lohmann.

Markus Varrelmann übernimmt das Amt des Schriftführers, während Jan Peter Miesner als Kassenwart für Ordnung in den Finanzen sorgt.

Wir wünschen dem neuen Vorstand viel Erfolg und freuen uns auf eine starke gemeinsame Zukunft!

03.12.2025
Personelle Veränderung und die Zukunft der Landberatung Verden

Ein Interview mit den neuen Beraterinnen Hertha Stegmann und Laura Hüneke

Die Landberatung Verden steht vor einer weitreichenden personellen Veränderung. Ende Oktober wurden auf der Mitgliederversammlung drei neue Beraterinnen vorgestellt: Hertha Stegmann, Laura Hüneke und Hanna Schierloh verstärken künftig das Team der traditionsreichen Beratungseinrichtung. Diese Veränderung ist nicht nur von Bedeutung für das Team selbst, sondern auch für die landwirtschaftlichen Betriebe in der Region, denen die Landberatung weiterhin als wichtige Anlaufstelle dienen soll.

Hintergrund und Motivation: Warum die Landberatung Verden?

Hertha Stegmann, die ab 2026 die Nachfolge von Andre Buske antreten wird, hat einen abwechslungsreichen beruflichen Werdegang hinter sich. Nach dem Abitur und einer ersten Ausbildung zur Industriekauffrau, stellte sie schnell fest, dass sie sich in diesem Beruf nicht langfristig sehen konnte. Ihr Interesse an der Landwirtschaft war schon immer stark, und so entschloss sie sich, in der Region eine landwirtschaftliche Ausbildung zu beginnen. Später folgte der Bachelorabschluss in Landwirtschaft in Osnabrück und eine Anstellung im Futtermittelhandel. Doch ihre wahre Berufung fand sie in der landwirtschaftlichen Beratung, wo sie mehrere Jahre bei der Landberatung Grafschaft Hoya e.V. tätig war, bevor es sie zurück in ihre Heimat zur Landberatung Verden zog. „Da ich selbst aus Eissel komme bin ich in der Region stark verwurzelt, und es war immer mein Wunsch, mit den Landwirten vor Ort gemeinsam ihre Betriebe weiterzuentwickeln“, erklärt sie ihre Entscheidung.

Laura Hüneke, ebenfalls neu im Team, hat einen etwas anderen Werdegang. Im Anschluss an ihr Abitur entschied sie sich für eine Ausbildung bei der Raiffeisen-Warengenossenschaft Niedersachsen Mitte eG. Ihre Leidenschaft für Landwirtschaft wurde dabei weiter geprägt und für Betriebswirtschaft neu entdeckt. Auch während ihres Bachelorstudiums im Bereich Landwirtschaft legte sie einen deutlichen Schwerpunkt auf betriebswirtschaftliche Inhalte. Nach der Tätigkeit bei der Landberatung Grafschaft Hoya e.V., zog es sie ebenfalls zurück in ihre Heimat Donnerstedt, wo sie seit letztem Jahr gemeinsam mit ihrem Vater einen Ackerbaubetrieb mit dem Schwerpunkt Spargelanbau und Direktvermarktung führt.

Die Aufgaben und Herausforderungen in der Beratung

In ihrer neuen Rolle bei der Landberatung Verden werden Stegmann und Hüneke die landwirtschaftlichen Betriebe in verschiedenen Bereichen unterstützen. Stegmann wird sich dabei auf die Produktionstechnik im Bereich Rind sowie die Betriebswirtschaft konzentrieren. Ab 2026 wird sie dann die Geschäftsführung übernehmen und somit eine Schlüsselrolle in der Weiterentwicklung der Landberatung spielen. „Das Besondere bei der Landberatung ist die enge Verknüpfung zwischen praktischer Landwirtschaft und betriebswirtschaftlicher Beratung“, erklärt Stegmann. „Wir haben dadurch einen ganz speziellen Einblick in die Betriebe und können so maßgeschneiderte Lösungen anbieten.“

Hüneke wiederum wird sich verstärkt mit den Themen Betriebswirtschaft, Nährstoffdokumentation und Antragswesen beschäftigen. „Ich schätze den betriebswirtschaftlichen Aspekt sehr und freue mich, diese Expertise in die Arbeit bei der Landberatung Verden einzubringen“, so Hüneke. Zudem wird das Team ab Januar durch Hanna Schierloh verstärkt, die nach Abschluss ihres Masters in die Landberatung Verden eintreten und von Andre Buske im Bereich Ackerbau eingearbeitet wird.

Die Zukunft der Landberatung Verden: Herausforderungen und Perspektiven

Ein zentrales Thema für Stegmann und Hüneke ist die Sicherstellung der Stabilität und Weiterentwicklung der Landberatung. „In den letzten Jahren gab es einige personelle Wechsel, und die Landberatung stand aufgrund der schwierigen personellen Situation kurz vor einer unsicheren Zukunft“, berichtet Stegmann. „Mir ist es ein persönliches Anliegen, die Landberatung als wichtige Institution in der Region zu erhalten und mit dem neu zusammengestellten Team aus bekannten und neuen Gesichtern weiter auszubauen.“

Besonders die Digitalisierung und neue betriebswirtschaftliche Schwerpunkte werden künftig eine größere Rolle spielen. „Wir haben in einer Umfrage während der Mitgliederversammlung gesehen, dass diese Themen für die Landwirte von großer Bedeutung sind“, erklärt Hüneke. Die beiden neuen Beraterinnen sind sich einig, dass die Landberatung Verden auch künftig eine Anlaufstelle für die Landwirte bleiben muss, um sie durch die komplexen Herausforderungen der Landwirtschaft zu begleiten.

„Die Bürokratie nimmt zu, und es wird immer schwieriger, den Überblick zu behalten“, sagt Stegmann. “Wir möchten den Landwirten Werkzeuge an die Hand geben, mit denen sie sich selbst Lösungen erarbeiten können.” erklärt Hüneke. “Ohne dass die Beratung dabei zur Verwaltungsorganisation verkommt.” ergänzt Stegmann. Die Kernaufgabe der Landberatung soll weiterhin in der praxisorientierten und individuellen Beratung liegen, wobei man den Kontakt zu den Betrieben auf der menschlichen Ebene pflegen muss, wie auch Stegmann betont: „Beratung funktioniert nur, wenn es auch auf der persönlichen Ebene stimmt.“

Die Weiterführung von Andre Buskes Vermächtnis

Der langjährige Geschäftsführer Andre Buske hat die Landberatung Verden in den vergangenen zwei Jahrzehnten maßgeblich geprägt. Besonders seine positive Einstellung und seine Mischung aus fachlichem Know-How und der menschlichen Komponente haben das Bild der Landberatung in der Region nachhaltig beeinflusst. „Andre kommt immer mit einem Lächeln ins Büro“, weiß Hüneke zu schätzen, und auch Stegmann betont: „Das Vertrauen, das er sich über Jahre bei den Landwirten erarbeitet hat, möchten wir unbedingt bewahren.“

HIER den gesamten Artikel kostenlos weiterlesen.

26.11.2025
Erinnerung

Jetzt Anträge auf Steuerentlastung stellen!

Wir möchten unsere Mitglieder daran erinnern, dass die Frist für die Antragstellung auf Agrardieselentlastung und Stromsteuerentlastung für das Kalenderjahr 2024 am 31. Dezember 2025 endet.

Für eine fristgemäße Bearbeitung der Anträge durch das Landvolk bitten wir, die entsprechenden Belege bis spätestens 15. Dezember 2025 bei den nachfolgenden Ansprechpartnern einzureichen:

Finnja Müller-Stöver: 04231-9263-345 // mueller-stoever@landvolk-row-ver.de
Thomas Exner: 04261-6303-101 // exner@landvolk-row-ver.de
Maren Lüning: 04231-9263-311 // luening@landvolk-row-ver.de

Nutzt diese Frist, um Eure Ansprüche geltend zu machen und von den entsprechenden Steuervergünstigungen zu profitieren.

Bei Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

18.11.2025
AgrarImpulse: Ein Tag voller Praxiswissen – speziell für unsere Landwirte

JETZT ANMELDEN!

Das Niedersächsische Landvolk, Kreisverband Rotenburg-Verden e.V., lädt am 28. Januar 2026 zum neuen Info- und Workshop-Tag „AgrarImpulse. Wissen wächst weiter“ in den Niedersachsenhof in Verden ein. Die Veranstaltung richtet sich an alle Landwirtinnen und Landwirte, die sich kompakt, verständlich und praxisnah über aktuelle Themen informieren möchten.

Statt langer Winterversammlungen gibt es diesmal einen kurzen, dichten und nützlichen Veranstaltungstag: Was hat das Landvolk im vergangenen Jahr konkret erreicht? Wo gibt es neue Möglichkeiten, Förderungen besser zu nutzen? Wie sichern Betriebe ihre Abläufe, wenn plötzlich jemand ausfällt? Und wie können Social-Media-Kanäle heute dabei helfen, Hof, Direktvermarktung oder Dienstleistungen sichtbarer zu machen?

Am Nachmittag stehen vier Workshops zur Wahl, die direkt an den betrieblichen Alltag anknüpfen:

  1. „Was tun, wenn der Betriebsleiter plötzlich ausfällt?“ – mit Praxiserfahrungen und rechtlichen Hinweisen

  2. „Das 1x1 der Förderanträge“ – verständlich erklärt, damit nichts liegen bleibt

  3. „Social Media für den eigenen Betrieb“ – einfache Strategien, die sofort umsetzbar sind

  4. „Wassermanagement in Zeiten knapper Ressourcen“ – Potenziale erkennen und Kosten im Blick behalten

Zwischen den Programmpunkten bleibt Zeit für Austausch, Rückfragen und Gespräche unter Kollegen – etwas, das viele landwirtschaftliche Familienbetriebe besonders schätzen. Natürlich ist auch für gutes Essen und eine angenehme Atmosphäre gesorgt.

Programm

• 10:00 Uhr – Ankunft & Begrüßung

• 10:30 Uhr – Infomodul: „Was hat das Landvolk in diesem Jahr für Euch getan?“

• 12:30 Uhr – Mittagspause

• 13:00 Uhr – Workshop-Phase (vier Module zur Auswahl)

• 14:00 Uhr – Gemeinsamer Abschluss

Anmeldung bis 15. Dezember 2025 per E-Mail an Silke Aswald (aswald@landvolk-row-ver.de). Bitte das gewünschte Workshop-Thema gleich mit angeben.

Mit „AgrarImpulse“ schafft der Landvolk-Kreisverband ein Format, das Landwirten gezielt Wissen an die Hand gibt, das im Betriebsalltag wirklich weiterhilft. Wer seinen Betrieb gut für die kommenden Jahre aufstellen möchte, sollte diesen Termin nicht verpassen.

18.11.2025
Jahreshauptversammlung in Bothel

Landwirtschaftlicher Verein an der Wiedau bietet spannende Einblicke

Mitte November fand im Meyer’s Gasthof in Bothel die Jahreshauptversammlung des Landwirtschaftlichen Vereins an der Wiedau statt. Die Veranstaltung zog erneut zahlreiche Mitglieder an, die sich über die vergangenen Aktivitäten des Vereins informierten und spannenden Vorträgen lauschten. Der Vorsitzende des Vereins, Mark Münkel, eröffnete die Versammlung mit einer herzlichen Begrüßung und leitete damit in einen ereignisreichen Abend über.

Aktivitäten des Vereins und Kassenbericht

Geschäftsführerin Malin Lünsmann nahm im Anschluss den Kassenbericht vor. Sie gab einen umfassenden Rückblick auf die Höhepunkte des Vereinsjahres. Besonders hervorgehoben wurde die gut besuchte Feldrundfahrt sowie die drei Ausfahrten des Vereins, die ein fester Bestandteil des Vereinsprogramms sind. Darüber hinaus wurden auch die Kinderferienprogramme in Bothel und Hemslingen erneut als voller Erfolg positiv erwähnt.

Wahlen und Ehrungen

Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Tagesordnung waren die Wahlen. Malin Lünsmann, die Geschäftsführerin des Vereins, stellte sich der Wiederwahl und wurde einstimmig für eine weitere Amtszeit gewählt. Nach zwei Jahren als Kassenführer gab Carsten Lütjens sein Amt ab. Zu seinem Nachfolger wurde Maximilian Indorf gewählt.

Ein besonderer Moment der Versammlung war die Ehrung von Beatriz Krug und Ines Köstler. Beatriz Krug wurde für den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung zur Landwirtin geehrt, während Ines Köstler für das Bestehen der einjährigen Fachschule im Bereich Landwirtschaft ausgezeichnet wurde. Diese Ehrungen spiegeln die hohe Bedeutung der Ausbildung im landwirtschaftlichen Sektor und die Unterstützung des Vereins für die berufliche Weiterentwicklung seiner Mitglieder wider.

Vorträge und Einblicke in die aktuellen Herausforderungen der Landwirtschaft

Jörn Ehlers, der Vorsitzende des Landvolkkreisverbandes Rotenburg-Verden, beleuchtete in seinem Vortrag die aktuellen Themen, die die Landwirtschaft sowohl auf regionaler als auch auf nationaler Ebene bewegen. Er begann seine Ausführungen mit einem Lob für den Landwirtschaftlichen Verein an der Wiedau, dessen Struktur und hohe Beteiligung an der Jahreshauptversammlung er sehr schätzte.

„Im Landkreis Rotenburg haben wir eine doppelt so hohe Wertschöpfung in der Landwirtschaft wie durchschnittlich im Rest Niedersachsens“, betonte Ehlers und unterstrich damit die zentrale Rolle der Landwirtschaft in der Region. Dabei spiele auch die Tierhaltung eine entscheidende Rolle: „Jeder zweite Euro wird in der Tierhaltung verdient“, erklärte der Landvolkvizepräsident und machte deutlich, dass das Landvolk sich für ein klares Bekenntnis zur Tierhaltung stark mache. Ein Thema, das Ehlers dabei besonders beschäftigte, war die Beendigung des Bundesprogramms zum Umbau der Tierhaltung (BUT). Die Entscheidung künftige Förderungen auf Länderebene durchführen zu wollen, stieß bei ihm auf scharfe Kritik. „Das führt zu einem Flickenteppich, bei dem sich regionale Unterschiede noch stärker manifestieren“, warnte Ehlers und äußerte Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Umsetzung. Auf der anderen Seite gab es auch positive Entwicklungen zu vermelden, etwa die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, alle Landesdüngeverordnungen für unwirksam zu erklären. „Die Roten Gebiete müssen nun komplett überarbeitet werden, auch aus Niedersachsen haben wir Klagen eingereicht“, erläuterte Ehlers.

Weitere Themen, die Ehlers ansprach, waren das Agrarstrukturgesetz, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) sowie die Auswirkungen von Geflügelgrippe und Wolf auf die Landwirtschaft.

Neuer Input und Ausblick: Inken Rörup von der Landwirtschaftskammer

Im Anschluss an Ehlers’ Vortrag stellte Inken Rörup, die neue Außenstellenbeauftragte der Landwirtschaftskammer Verden, die wichtigsten Neuerungen in der Außenstelle Verden vor. Sie berichtete über personelle Veränderungen und stellte die neuen Berater der Außenstelle vor. Zudem gab sie einen Überblick über wichtige Termine und erläuterte die Anpassungen beim Kammerbeitrag.

Ein zentrales Thema ihres Vortrags war die neue GAP-Regelung. Auch wenn noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen wurden, zeichnete Rörup ein klares Bild: „Es wird definitiv weniger Geld für die Landwirte geben“, so ihre Prognose. Dabei plädierte sie für eine schrittweise Anpassung der Agrarpolitik und betonte, dass die Kammer sich eine „Evolution statt Revolution“ wünsche. Für die Zukunft riet Rörup den Landwirtinnen und Landwirten, ihre Betriebe so aufzustellen, dass sie langfristig auch ohne Fördermittel bestehen könnten.

Aktuelles aus dem Landesverband

20.03.2026
Kurssprünge limitieren den Handel mit Raps
Pflanzen

(AMI) Das Auf und Ab am Terminmarkt erschwert die Preisfindung. Vor diesem Hintergrund verläuft der Handel überwiegend in ruhigen Bahnen. Am Kassamarkt werden dennoch Vorkontrakte abgeschlossen.

Die Pariser Rapsnotierungen bleiben auch weiterhin fest im Griff der geopolitischen Entwicklungen. So gewann der Fronttermin Mai in der 11. KW noch binnen zweier Handelstage rund 14 EUR/t, verlor zum Wochenwechsel jedoch bereits wieder knapp 17 EUR/t. Auslöser für den Vorzeichenwechsel waren rückläufige US-Sojanotierungen, welche auch den Raps mit nach unten zogen. Auch wenn Niederschläge die laufende Ernte in Brasilien verzögern, könnte das Land auf einen neuen Rekord bei der Sojaernte zusteuern. Hinzu kam die Verzögerung eines geplanten Gipfeltreffens von China und den USA. Zum Wochenstart profitierten die Notierungen indes von den wieder festeren Rohölkursen. Eine verhaltene Nachfrage am EU-Markt dämpfte jedoch das Plus, denn einige Ölmühlen arbeiten mit reduzierten Kapazitäten. So schloss der Fronttermin Mai am 19.03.2026 bei 500,75 EUR/t und damit rund 14,25 EUR/t unter dem Niveau der Vorwoche.

Die Preissprünge an der Börse limitieren auch weiterhin den Handel. So wurden zwischenzeitlich zwar vermehrt Umsätze in die Bücher der Händler geschrieben, zuletzt kühlte die Nachfrage jedoch wieder ab. Das betrifft sowohl Restmengen der alten Ernte als auch Vorkontrakte der kommenden Saison. Franko Hamburg sind für Partien zur Lieferung ab Mai rund 510 EUR/t möglich und damit, bei unverändertem Aufgeld, rund 3 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Franko Niederrhein wurde die Prämie dagegen leicht zurückgenommen (-1 EUR/t), sodass hier mit 519 EUR/t zur Lieferung ab April rund 2 EUR/t mehr genannt werden.

Entgegen den festeren Vorgaben von der Börse geht es auf Erzeugerebene abwärts. So sind im Bundesmittel für Partien der alten Ernte 479,70 EUR/t im Gespräch und damit 4,80 EUR/t weniger als noch in der Vorwoche. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 460 bis 505 EUR/t. Niedersächsischer Raps wurde dabei mit durchschnittlich 489 (483 – 505) EUR/t ab Hof am oberen Ende. Die Vorkontrakte rangierten in Niedersachsen zwischen 463 und 480 (Ø 470) EUR/t.

20.03.2026
Nahostkonflikt treibt Düngemittelpreise
Pflanzen

(AMI) Düngemittel haben sich hierzulande spürbar verteuert. Der Nahostkonflikt treibt Energie-, Vorprodukt- und Logistikkosten.

Am globalen Düngemittelmarkt hatte sich die Lage bereits im Februar 2026 spürbar befestigt, noch bevor die jüngste Eskalation im Nahen Osten voll auf die Preisbildung durchschlug. Nach Angaben der Weltbank stieg der Düngemittelindex im Februar gegenüber Januar um 6,5 % von 136,1 auf 145,0 Punkte. Besonders deutlich verteuerten sich Stickstoff- und Phosphatdünger. Harnstoff lag im Monatsmittel bei 472 USD/t, DAP bei 626,5 USD/t und TSP bei 536,3 USD/t. Kaliumchlorid notierte bei 372,5 USD/t, Rohphosphat bei 152,5 USD/t. Damit setzte sich nach dem Plus von 2,4 % im Januar die Aufwärtsbewegung am Weltmarkt schon spürbar beschleunigt fort.
Für den Markt ist der Iran-Konflikt vor allem deshalb relevant, weil er Energie, Vorprodukte und Logistik zugleich trifft. Reuters zufolge läuft rund ein Drittel des globalen Düngemittelhandels über die Straße von Hormus. Zugleich ist Erdgas der zentrale Einsatzfaktor für die Ammoniak- und Harnstoffproduktion; Energie kann bis zu 70 % der Produktionskosten ausmachen. Damit liegt das Risiko nicht nur in höheren Ölpreisen, sondern in einer möglichen Verteuerung oder Störung der gesamten Düngemittelkette.

Für Europa ist das besonders heikel. Der Preisanstieg im Februar bildet den jüngsten Energieschock noch nicht vollständig ab. Nach Reuters stiegen die europäischen Gaspreise seit der Eskalation des Konflikts zeitweise um mehr als 60 %; in einzelnen Marktberichten werden sogar noch stärkere Ausschläge genannt. Damit erhöht sich vor allem bei Stickstoffdüngern der Kostendruck weiter, da höhere Gaspreise die Ammoniak- und Harnstoffproduktion unmittelbar verteuern. Erschwerend kommt hinzu, dass die EU bei Düngemitteln strukturell importabhängig bleibt. Bezogen auf die Hauptnährstoffe liegt die Importabhängigkeit Schätzungen zufolge bei rund 45 % für Stickstoff, 46 % für Phosphate und 58 % für Kali.

Preise am deutschen Kassamarkt ziehen kräftig an
Die angespannte Marktlage spiegelt sich inzwischen auch deutlich am deutschen Kassamarkt wider. Ab 25 t frei Hof stieg der Preis für geschützten Harnstoff im März gegenüber dem Vormonat um 141 EUR/t auf 684 EUR/t. Kalkammonsalpeter verteuerte sich um 62 EUR/t auf 426 EUR/t, AHL um 55 EUR/t auf 409 EUR/t. Auch schwefelhaltige Stickstoffdünger zogen spürbar an: Ammoniumsulfatsalpeter stieg um 49 EUR/t auf 466 EUR/t, schwefelsaures Ammoniak um 38 EUR/t auf 369 EUR/t. Bei den Phosphatdüngern verteuerte sich Triple-Superphosphat um 45 EUR/t auf 607 EUR/t, Diammonphosphat um 53 EUR/t auf 792 EUR/t. Kornkali zeigte sich mit 327 EUR/t dagegen bislang weitgehend stabil. Marktberichten zufolge ist Ware grundsätzlich weiter verfügbar, doch das Angebot in einzelnen Segmenten hat sich spürbar verengt.

20.03.2026
Ruhiger Speisekartoffelmarkt
Pflanzen

(AMI) Der Absatz von Speisekartoffeln scheint etwas abgeflacht zu sein, möglicherweise aufgrund der kleineren Packmaße in den aktuellen Aktionen. Importe treffen im Lebensmitteleinzelhandel derzeit noch in geringen Mengen ein. Deren Einsatz lässt sich nur durch besonders gute Lagerqualitäten um einige Wochen verzögern.

In der aktuellen Woche berichten einige Abpacker von eher schleppenden Geschäften mit Speisekartoffeln. Immerhin wird mitunter auf einen insgesamt guten Februar verwiesen, dessen Absatztempo jedoch nicht überall gehalten werden konnte. Mit Aktionen, die weiterhin zahlreich, aber nicht mehr so oft in größeren Packmaßen stattfinden, erzielen manche Händler auch diese Woche einen ordentlichen Absatz. So oder so: Dem aktiven Angebot und den noch verfügbaren Lagermengen wird man in dieser Saison mit den Verkaufsmengen ohnehin nicht mehr gerecht. Dadurch werden Preisveränderungen zunehmend unwahrscheinlicher.

Die Erlöse der Landwirte variieren stark je nach Ausrichtung. Wer mit guten Qualitäten zu seinem langjährigen Vertragspartner kommt, erhält in der Regel die notierten Preise. Aktionsware muss günstiger beschafft werden und stammt meist aus Überschussregionen. Dort sind viele Landwirte auf alternative Absatzwege angewiesen, um ihre Lagervorräte abzubauen. Wer sein Glück im Export sucht, kann selbst für aufbereitete Ware kaum noch auf 10,00 EUR/dt hoffen.

18.03.2026
Schadnagerbekämpfung: Anpassungen im Überblick
Geflügel, Milch und Rind, Pflanzen, Schwein

Mit der Änderung der Gefahrstoffverordnung zum 2. Dezember 2024 werden die Regeln für den Einsatz von Rodentiziden und die Dauerbeköderung derzeit grundlegend überarbeitet. Der bisher ausreichende Pflanzenschutz‑Sachkundenachweis wird nicht mehr anerkannt und bis spätestens 28. Juli 2027 ist eine eigene Sachkunde speziell für Biozid-Produkte notwendig. Um diesen neuen Nachweis zu erwerben, sieht der, ebenfalls neue Entwurf der Technischen Regel TRGS 541, ca. 42 Lerneinheiten vor. Der DBVhält diesen Umfang für landwirtschaftliche Betriebe für unverhältnismäßig.

Zusätzlich plant die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und -medizin ein Verbot der befallsunabhängigen Dauerbeköderung ab 1. Juli 2026. Rodentizide dürften dann nur noch nach Befallsnachweis eingesetzt werden, verbunden mit wöchentlichen Kontrollen und einer maximalen Einsatzdauer von 35 Tagen. Auf EU‑Ebene wurde ein Verbot hingegen abgelehnt; dort wird der Begriff des „qualifizierten Befallsrisikos“ weiter beraten, um Einsätze in risikobegründeten Situationen zu ermöglichen. Der DBV ist parallel auf mehreren Ebenen zu diesem Thema aktiv, um praxistaugliche Lösungen sicherzustellen und deutlich zu machen, dass die Landwirtschaft nicht mit Auflagen konfrontiert werden darf, deren Aufwand in keinem Verhältnis zu ihrem Nutzen steht. Wichtig für die Betriebe ist jetzt, dass Schulungen erst gebucht werden sollten, wenn die endgültigen Inhalte feststehen. Einen ausführlichen Hintergrundbericht finden Sie in dbv exklusiv.

18.03.2026
ASP-Lage in Deutschland und Europa im Februar
Schwein

(FLI) Im Berichtszeitraum Februar 2026 wurde in Deutschland kein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Hausschweinehaltungen festgestellt. Europaweit blieb die Zahl der Fälle auf niedrigem Niveau stabil. Die meisten Ausbrüche meldete Rumänien (21). Während die Zahl der betroffenen Wildschweine europaweit deutlich zurückging, stieg sie in Deutschland allerdings wieder leicht an. 31 Fälle wurden in Nordrhein‑Westfalen registriert (Vormonat: 19). Aus Hessen ging nur noch ein einziger Fall ein. In Polen, Bulgarien, Rumänien und Ungarn wurden die meisten Fälle bei Wildschweinen registriert, wobei die Zahlen, außer in Spanien, überall rückläufig waren. Dort hat sich die Anzahl der Nachweise gegenüber Januar noch einmal erhöht. Den vollständigen Radar Bulletin finden sie hier.

18.03.2026
EU-Staaten schlachteten 2025 mehr Schweine
Schwein

(AMI) Insgesamt kamen von Januar bis Dezember rund 227,2 Mio. Tiere zur Fleischerzeugung, ein Plus von 2,3 % gegenüber 2024. Trotz dieses Anstiegs konnte das Niveau früherer Jahre nicht erreicht werden. Spanien bleibt mit nahezu einem Viertel aller Schlachtungen führend und erhöhte seine Menge um 4,4 %. Deutschland folgt weiterhin auf Rang zwei. Parallel zur Schlachtzahl stieg auch die erzeugte Schweinefleischmenge. Sie nahm 2025 um 3,3 % auf 21,8 Mio. t zu, was auf höhere Schlachtgewichte zurückzuführen ist. Zwar schwächte sich der Rückgang der Bestände und Schlachtzahlen zuletzt in vielen Mitgliedstaaten langsam ab, doch die Stabilisierung erfolgte auf einem vergleichsweise niedrigeren Niveau. Auch die Produktion pendelt sich auf diesem reduzierten Level ein.

18.03.2026
Webinar: Gestaltung von Abferkel- und Aufzuchtställen
Schwein

Im Rahmen des Netzwerk Fokus Tierwohl findet am 7. April 2026 von 18-20 Uhr ein kostenloses Webinar zu „Praxisgerechter Gestaltung von Abferkel- und Aufzuchtställen“ statt. Thematisiert werden Buchtenstruktur, Bodengestaltung und rechtliche Rahmenbedingungen zum Umbau. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Die Teilnahme erfolgt direkt über diesen Link. Falls eine Teilnahmebescheinigung oder Handouts erwünscht sind, muss eine Anmeldung online über folgendes Anmeldeportal erfolgen.

13.03.2026
Trilog-Einigung zur GMO
Milch und Rind

(DBV) Der DBV erkennt in der am 5. März 2026 erzielten Trilog-Einigung zur GMO eine Verbesserung gegenüber den ursprünglichen Vorschlägen der EU-Kommission. Er begrüßt, trotz der Einführung einer Vertragspflicht, die Ausnahmeregelungen für den Milchsektor. Diese gilt es nun in der nationalen Umsetzung durch die Bundespolitik vollumfänglich zu berücksichtigen.