Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

03.03.2026
Rote Gebiete: Juristischer Aktionismus einer Splittergruppe

Landvolk kritisiert Eilantrag der Deutschen Umwelthilfe als aus der Zeit gefallen

Das Landvolk Niedersachsen zeigt sich irritiert über die Mitteilung, dass die Deutsche Umwelthilfe (DUH) per gerichtlicher Eilentscheidung versucht, das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium zu zwingen, Bußgeldbescheide an Landwirtinnen und Landwirte aufgrund der Landesdüngeverordnung durchzusetzen. Für Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies ist die Vorgehensweise der Umweltorganisation weder nachvollziehbar noch sachgerecht. „Die Deutsche Umwelthilfe beschäftigt das Verwaltungsgericht in Oldenburg völlig sinnlos mit einer Klage, die bereits vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg und dem Bundesverwaltungsgericht abschließend behandelt wurde“, kritisiert Hennies.

Ziel der DUH sei offenbar, besonders die Tierhalter in der Region Weser-Ems unter Druck zu setzen – und das trotz der klaren Entscheidungen der Gerichte über die Unrechtmäßigkeit der sogenannten „roten“ Gebiete. Hennies betont: „Auch in diesen Regionen gilt bundesweit das normale Düngerecht, das Teil der guten fachlichen Praxis für die Pflanzenerzeugung und den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit ist.“

Aus Sicht des Landvolks wird in Niedersachsen bereits ein vorbildliches Dünge- und Pflanzenbaumanagement umgesetzt. Der jährliche Nährstoffbericht der Düngebehörde zeigt einen stetigen Rückgang der Nährstoffüberschüsse auf den Betrieben. Das belege die Wirksamkeit des integrierten Systems aus Meldepflichten, risikoorientierten Kontrollen, gezielter Düngeberatung und der Umsetzung standortangepasster Düngestrategien. Die Betriebe verfolgen damit konsequent das Verursacherprinzip und schützen das Grundwasser effektiv. Die Belastung wird kontinuierlich durch das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) sowie den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) überwacht. Der Antritt und die Argumentation der Deutschen Umwelthilfe ist deshalb völlig aus der Zeit gefallen. „Damit untergräbt sie selbst die Legitimität (Reputation) solcher überregionalen Verbandsklagen“, so Hennies.

Hennies fordert das Bundeslandwirtschaftsministerium auf, die formalen Rechtsfehler der roten Gebiete als Chance zu nutzen, um praktikable Erleichterungen für engagierte Betriebe zu schaffen. „Wir haben Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Staudte und Bundeslandwirtschaftsminister Rainer bereits Vorschläge übermittelt und erwarten zeitnah weiterführende Gespräche“, erklärt Hennies.

Das Landvolk unterstreicht damit sein Ziel, konstruktive Lösungen zu entwickeln, statt die Gerichte unnötig zu beschäftigen. „Pauschale Klagen bringen den Gewässerschutz nicht voran. Wir setzen auf praxisgerechte und individuelle Regelungen, die Effizienz, Ressourcenschutz und Bodenfruchtbarkeit verbinden“, sagt Hennies abschließend.

02.03.2026
Digitale Infoveranstaltung zur GAP 2026

Wichtige Neuerungen und Hinweise zum Antragsjahr 2026

Wir laden unsere Mitglieder herzlich zu einer digitalen Informationsveranstaltung zur GAP 2026 ein. Eike Christian Grupe vom Landvolk Niedersachsen informiert über die aktuellen Änderungen, wichtige Hinweise für das Antragsjahr 2026 sowie den Umgang mit FANi.

Die Veranstaltung findet am Montag, den 16.03.2026, um 19:30 Uhr online über Microsoft Teams statt.

Bitte melden Sie sich bis zum 16.03.2026 um 12:00 Uhr per E-Mail unter sievers@landvolk-row-ver.de an. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach der Anmeldung.

19.02.2026
Hofnachfolger schlagen Alarm

Berufliche Zukunft ist Thema beim Junglandwirtetag am 27. Februar in Bad Bevensen

„Wenn sich die politischen Rahmenbedingungen für landwirtschaftliche Betriebe nicht grundlegend verbessern, steht die Hofnachfolge in vielen Regionen vor dem Aus“, darauf macht Max Klockemann, Vorsitzender der Junglandwirte Niedersachsen, aufmerksam. Blieben verlässliche Perspektiven aus, werde es bald keine Hofnachfolger mehr geben. Seit Jahren weist der Berufsnachwuchs auf diese Problematik hin. „Inzwischen ist die Übernahme vieler Betriebe ungewiss“, betont der Ackerbauer aus dem Weserbergland. Vor diesem Hintergrund ruft er junge Landwirtinnen und Landwirte aus ganz Niedersachsen dazu auf, am 27. Februar am Junglandwirtetag in Bad Bevensen teilzunehmen. Dort wollen die Junglandwirte ihren Anliegen und Forderungen öffentlich Gehör verschaffen.

Die Junglandwirte Niedersachsen haben gemeinsam mit dem Arbeitskreis junger Landwirte Uelzen ein vielseitiges Programm zusammengestellt. Zu den Vortragenden zählt Stefanie Sabet aus Berlin, die neue Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes. Sie wird darlegen, wie sich der Verband auf Bundesebene für künftige Hofnachfolger einsetzt und welche Maßnahmen die Europäische Union ab 2028 im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für junge Landwirtinnen und Landwirte plant. Zudem möchten die Junglandwirte von ihr erfahren, welche Handlungsmöglichkeiten sie selbst haben, um ihre berufliche Zukunft aktiv mitzugestalten.

Ein weiterer Programmpunkt ist die Rede des Europaabgeordneten David McAllister aus Bad Bederkesa. Der ehemalige Ministerpräsident Niedersachsens wird die Auswirkungen der aktuellen globalen sicherheitspolitischen Entwicklungen auf Deutschland und Europa beleuchten. Dabei geht es auch um die Frage, welchen Beitrag junge Menschen zum Schutz der Demokratie leisten können – ein Anliegen, das den Junglandwirten mit Blick auf den Erhalt eines selbstbestimmten Lebens in Freiheit besonders wichtig ist.

Mit einem praxisnahen Thema ergänzt Professor Dr. Heiko Tapken von der Hochschule Osnabrück das Programm. In seinem Vortrag zu Künstlicher Intelligenz und Robotik in der Landtechnik wird er aufzeigen, welche Entwicklungen bereits Realität und welche Fiktion sind. Der Junglandwirtetag beginnt um 9.30 Uhr und endet gegen 13.30 Uhr mit einem gemeinsamen Mittagsimbiss, der im Eintritt von 10 Euro inbegriffen ist. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Weitere Informationen sind HIER abrufbar.

16.02.2026
Inklusion, die anpackt

BBS Rotenburg startet wieder ReZA-Seminar

Auf dem Hof von Christoph Schröder in Rotenburg herrscht konzentrierte Betriebsamkeit. Zwischen Stall und Maschinenhalle wird geprüft, erklärt, beobachtet. Doch es ist keine echte Abschlussprüfung, sondern eine realitätsnahe Simulation. 22 Teilnehmende des neuen ReZA-Seminars der BBS Rotenburg proben hier den Ernstfall. Mit dabei: zehn angehende Werkerinnen und Werker der Landwirtschaft. Was auf den ersten Blick wie eine Übung wirkt, ist in Wahrheit ein starkes Signal für gelebte Inklusion.

Denn in diesem Jahr bietet die BBS Rotenburg erstmals seit 2013 wieder das Seminar zum Erwerb der Rehabilitationspädagogischen Zusatzqualifikation (ReZA) an. 15 der Teilnehmenden stammen aus der Zweijährigen Fachschule Agrarwirtschaft, weitere Interessierte nehmen extern teil. Das Ziel: Ausbilderinnen und Ausbilder fit machen für die Ausbildung von Menschen mit Behinderungen oder besonderem Förderbedarf.

Fachkräfte gewinnen – Potenziale erkennen

„Wir suchen in der Branche händeringend zuverlässige Arbeitskräfte“, betont Anke Husmann-Klaffke, Lehrerin im Agrarbereich an der BBS Rotenburg und Organisatorin des Seminars. „Die Gewinnung von Menschen mit Behinderungen oder besonderem Förderbedarf bietet dabei großes Potenzial.“

Tatsächlich eröffnet die Ausbildung zur Werkerin oder zum Werker in der Landwirtschaft vielen jungen Menschen mit Förderbedarf eine echte berufliche Perspektive. Ein Großteil der Ausbildung kann über die Agentur für Arbeit gefördert werden, vorausgesetzt, der individuelle Förderbedarf wird im Vorfeld festgestellt und genehmigt.

„Wir bilden für den ersten Arbeitsmarkt aus“, so Husmann-Klaffke. „Und aus Erfahrung kann ich sagen: Die Werkerinnen und Werker mit Förderbedarf, die ich in meinen Klassen hatte, stehen heute erfolgreich und ohne staatliche Subventionen im Berufsleben. Das ist ein großer Erfolg für jeden Einzelnen und für unsere Gesellschaft.“

Mehr als nur Fachwissen

Damit Ausbildung in diesem sensiblen Bereich gelingt, braucht es mehr als landwirtschaftliche Kompetenz. Genau hier setzt die ReZA-Qualifizierung an. In 80 Unterrichtsstunden, verteilt auf 10 Seminartage, erwerben die Teilnehmenden pädagogische, psychologische und rechtliche Grundlagen für die inklusive Ausbildung.

Auf dem Lehrplan stehen unter anderem:
• didaktische Konzepte für die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen
• medizinische und diagnostische Grundlagen
• rechtliche Rahmenbedingungen wie BBiG und SGB
• Kenntnisse über das System der beruflichen Rehabilitation
• Methoden zur individuellen Förderung

Besonders wertvoll: die Praxisnähe. Die Prüfungssimulation auf dem Hof ist nur ein Beispiel. Durch solche realitätsnahen Übungen lernen die angehenden Ausbilderinnen und Ausbilder, wie sie Prüfungen strukturieren, individuell begleiten und fair gestalten können. Gleichzeitig profitieren die teilnehmenden Auszubildenden: Sie erleben eine Prüfungssituation unter geschützten Bedingungen, eine klassische Win-Win-Situation. Auch für Tjorben Münkel, Auszubildender als Werker in der Landwirtschaft, war der Tag ein wichtiger Schritt: „Es war sehr hilfreich, die Prüfungssituation heute schon einmal zu üben. Jetzt kann ich viel besser einschätzen, wie die Prüfung ablaufen wird und woran ich noch arbeiten kann.“

Inklusion als Selbstverständlichkeit

„Inklusion muss heute gesamtgesellschaftlich mitgedacht werden“, sagt Husmann-Klaffke. „In der Landwirtschaft wurde sie jedoch schon immer ganz selbstverständlich gelebt.“ Menschen mit Förderbedarf seien seit jeher Teil vieler Höfe, als geschätzte Mitarbeitende mit praktischen Fähigkeiten und hoher Einsatzbereitschaft.

Gleichzeitig verschweigt sie nicht die Herausforderungen: Förderbedarfe seien so vielfältig wie die Menschen selbst, von Lernbehinderungen bis hin zu Verhaltensauffälligkeiten. „Der Ausbilder muss bereit sein, individuell einzugehen. Das kann Geduld fordern und anspruchsvoll sein, für den Ausbilder wie auch für die Familie. Dafür ist nicht jeder geschaffen.“ Genau deshalb sei eine fundierte Qualifizierung so wichtig.

Positive Überraschungen und neue Perspektiven

Wie lebendig und praxisnah das Seminar ist, bestätigt auch Ole Wentzien, Fachschüler an der BBS Rotenburg. „Es ist eine wirklich tolle Möglichkeit, die ReZA-Qualifizierung kostenlos über die BBS absolvieren zu können“, sagt er.

Seine anfänglichen Erwartungen wurden deutlich übertroffen: „Ehrlich gesagt habe ich mir das Seminar eher trocken vorgestellt, aber ich wurde positiv überrascht, wie aktiv und lebendig viele Inhalte gestaltet sind.“ Besonders spannend fand er die pädagogischen Aspekte sowie die Referenten, etwa von der Agentur für Arbeit, die neue Perspektiven einbrachten. Selbst moderne Technik kam zum Einsatz: Die SVLFG beeindruckte mit einer VR-Brille.

Für Wentzien ist das Seminar mehr als nur eine Zusatzqualifikation: „Eine super Möglichkeit, neue Erfahrungen zu sammeln. Im Laufe der zweijährigen Fachschule machen wir auch den Ausbilderschein. Das hier war ein motivierender erster Berührungspunkt, der mir gezeigt hat, wie viel Spaß es machen kann, junge Menschen auf ihrem Weg in den Beruf zu begleiten.“

Ein Angebot mit Zukunft

Der Bedarf ist groß: Die BBS Rotenburg führt bereits eine eigene Berufsschulklasse für Werkerinnen und Werker in der Landwirtschaft. Gleichzeitig übersteigt die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen zunehmend die Zahl der qualifizierten Ausbilderinnen und Ausbilder.

Deshalb bietet die Schule das ReZA-Seminar für Fachschülerinnen und Fachschüler kostenlos an und öffnet es darüber hinaus auch für Externe zu einem moderaten Preis. Die Entscheidung ist klar: „Ja, das Seminar soll nun regelmäßig stattfinden, immer parallel zur zweijährigen Fachschulausbildung“, kündigt Husmann-Klaffke an.

Was auf dem Hof in Rotenburg geprobt wird, ist also weit mehr als eine Prüfungssimulation. Es ist ein Modell für eine Landwirtschaft, die Verantwortung übernimmt, Potenziale erkennt und Menschen eine echte Chance gibt. Eine Landwirtschaft, die zeigt: Inklusion ist keine Zusatzaufgabe, sondern eine Stärke.

06.02.2026
Was tun bei Katastrophen oder in Krisenzeiten?

Hybrid-Seminar

Vom 23. bis 24. Februar 2026 findet ein Hybrid-Seminar im Tagungshaus Freudenburg (Bassum) zu dem folgenden Thema statt: Was tun bei Katastrophen oder in Krisenzeiten? Katastrophen- und Zivilschutz im ländlichen Raum

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie HIER.

03.02.2026
Zukunftstag 2026

Höfe öffnen - Zukunft sichern

Der Zukunftstag 2026 findet am 23. April statt. Auch in diesem Jahr möchten wir als Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e. V. Schülerinnen und Schülern aus unserer Region die Möglichkeit geben, die Landwirtschaft hautnah zu erleben. Dafür sind wir auf die Unterstützung unserer Mitglieder angewiesen.

Junge Menschen für die Landwirtschaft begeistern

Ein Zukunftstag auf dem eigenen Betrieb ist eine hervorragende Gelegenheit, Kindern und Jugendlichen den landwirtschaftlichen Alltag realistisch und praxisnah zu zeigen. „Mitmachen und Miterleben“ stehen dabei im Mittelpunkt: Tiere versorgen, bei Hofarbeiten helfen, Einblicke in Technik und Maschinen bekommen oder bei einer Traktorfahrt dabei sein – all das hinterlässt bleibende Eindrücke und weckt Interesse an unseren Berufen.

Nachwuchs gewinnen und Einblicke ermöglichen

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es wichtig, frühzeitig Interesse für die grünen Berufe zu wecken. Der Zukunftstag bietet die Chance, jungen Menschen zu zeigen, wie vielfältig, modern und verantwortungsvoll die Arbeit in der Landwirtschaft heute ist. Oft sind es genau diese ersten praktischen Erfahrungen, die spätere Ausbildungsentscheidungen beeinflussen.

Machen Sie mit!

Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Betriebe aus der Region Rotenburg-Verden bereit sind, am Zukunftstag Schülerinnen und Schüler auf ihren Höfen aufzunehmen. Der Landvolk-Kreisverband übernimmt gerne die Koordination und vermittelt interessierte Familien und Kinder an die teilnehmenden Betriebe.

Rückmeldung und Kontakt: aswald@landvolk-row-ver.de

03.02.2026
Landvolk verlangt Düngerechtsänderungen

Landwirte fordern stärkere Verursachergerechtigkeit

Für die niedersächsischen Landwirte ist die Zeit zur Frühjahrsdüngung ihrer Felder und Wiesen noch nicht gekommen. Die Böden sind nahezu landesweit auch in den nächsten Tagen noch mit Schnee bedeckt und zudem gefroren. Die Pflanzen auf den Äckern und das Grünland verharren in einer Vegetationsruhe. „Unseren Landwirten ist die bedarfsgerechte Nährstoffzufuhr zu ihren Kulturen wichtig, unabhängig davon, ob es über organischen oder mineralischen Dünger geschieht“, sagt Landvolkpräsident Holger Hennies. Nur durch gezielte und zeitgerechte Verwendung von organischen Düngern wie Gülle und Gärresten aus der Tierhaltung und Biogasanlagen gäbe es eine Kreislaufwirtschaft und mineralischer Dünger könne eingespart werden. Sobald der Boden wieder aufnahmefähig ist, werden die Güllefässer auf den Feldern zu sehen sein und kurzzeitig „Landluft“ verbreiten.

„Die Vorschriften des sehr detaillierten Düngerechts sind unser Rahmen, den wir dabei beachten“, verbürgt sich Hennies für seine Berufskollegen. Dazu zählten verschiedenen, kultur- und standortabhängigen Ausbringungsobergrenzen, eine betriebsbezogene Obergrenze für organische Düngemittel wie Gülle, Mist und Gärreste, sowie die der behördlichen Kontrolle dienenden Aufzeichnungs- und Meldepflichten an die Landesdüngebehörde.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, aber auch das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hatten aktuell geurteilt, dass bestimmte Sonderregelungen, die in behördlich ausgewiesenen Gebieten unter anderem eine noch weitergehende Reduzierung der Stickstoffdüngung unter den Bedarf der Pflanzen verlangen, wegen formaler und handwerklicher Rechtsmängel bei der Grenzziehung und Festsetzung dieser Gebiete unwirksam sind „Aus unserer Sicht sind diese „roten Gebiete“ völlig überdimensioniert und geben die heutigen Nährstoffverluste, die zu Gewässerbelastungen führen können, nicht wieder“, bezieht sich Hennies auf eine jüngere Untersuchung des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG).

Er stellt daher die Sonderregelungen und Gebietsabgrenzungen, die auch deutlich über EU-Standards hinausgehen, infrage und fordert auch mit Blick auf den notwendigen Humuserhalt und die Proteinversorgung bei der Ernährungssicherung mehr Flexibilität. „Wir verfügen über ausreichende Methoden und setzen diese auch ein, damit möglichst wenig Nährstoffverluste entstehen und die Gewässerqualität gefährden“, gibt Hennies Einblicke in die gute fachliche Praxis. Die erzielten Ergebnisse ließen sich über die alljährlichen Meldungen der Landwirte an die Düngebehörde sehr gut belegen. Das zeige auch der jährliche Nährstoffbericht des Landes. „Wir haben das größte Interesse an guter Wasserqualität für unsere Pflanzen, Tiere und uns selbst, unser Düngerecht braucht hier mehr Verursachergerechtigkeit“, betont der Landwirt.

03.02.2026
Begegnung mit Europa im Kulturgut Ehmken Hoff Dörverden

Eine Veranstaltung vom Kreisverband Verden der Europa-Union Deutschland

Der Kreisverband Verden der Europa-Union Deutschland lädt hiermit herzlich ein, zu einem Europa-Abend in der Gemeinde Dörverden am Mittwoch, den 25. Februar 2026 ab 19:00 Uhr in Kochs Hof auf dem Kulturgut Ehmken Hoff (In der Worth 11-15, 27313 Dörverden).

Die Begegnung mit Europa in unserem Alltag und der gemeinsame Austausch darüber, ist ein Schwerpunkt der Aktivitäten unseres Kreisverbandes Verden. Unter diesem Leitgedanken steht auch das folgende Programm unseres Europa-Abend in Dörverden:

Programm:

• Begrüßung und Grußwort des Bürgermeisters der Gemeinde Dörverden Alexander von Seggern
• Bildung und Ausbildung in Europa – meine Erfahrungen in Salamanca und Brüssel Rechtsanwalt und Notar Dr. Falk-Rembert von Eickstedt, Barme
• Erfolgreich in Europa und der Welt – Unternehmensgruppe Heckmann, Hülsen Geschäftsführer Henning Heckmann
• Schüleraustausch mit Spanien im europäischen Programm Erasmus+ Elena Pardo und Schülerinnen und Schüler der Aller-Weser-Oberschule Dörverden

Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Gedankenaustausch bei Fingerfood und Getränken. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung per Mail an Info@eu-kv-verden.de gebeten.

02.02.2026
WEBINAR "Batteriespeicher - was muss ich wissen?"

Digitale Infoveranstaltung

Batteriespeicher sind in aller Munde: Als interessante Einkommensalternative in der Landwirtschaft und insbesondere als wichtiger Baustein für Stromnetz und Strommarkt. Bei der Investition in die neue Technologie möchten wir Sie unterstützen!

Die Veranstaltung vom Landvolk Niedersachsen, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und den Landvolk Diensten findet am 12.03.2026 von 10 bis 11 Uhr online über Teams statt.

Themen:
• Netzanschluss
• Versicherung
• Wirtschaftlichkeit
• Baugenehmigung
• Haftung
• Einspeise-, Pacht- und Mietverträge

Sie möchten selber investieren oder beratend zur Seite stehen? Dann können Sie sich HIER kostenlos bis zum 10.03.2026 anmelden.

29.01.2026
Landvolk diskutiert bei Veranstaltung von Bündnis 90/Die Grünen

Podiumsdiskussion zum Agrarstrukturgesetz

Am Freitag, 6. Februar, findet in Kirchtimke eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Agrarstrukturgesetz statt. Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen im Kreis Rotenburg lädt ab 18.30 Uhr in Willenbrocks Gasthaus, Hauptstraße 16, ein. Der Eintritt ist frei.

Für das Landvolk Rotenburg-Verden nimmt der Vorsitzende Christian Intemann an der Diskussion teil. Er bringt die Sicht der landwirtschaftlichen Praxis in die Debatte ein und vertritt die Interessen der Betriebe vor Ort. Mit ihm auf dem Podium diskutieren Pascal Leddin, agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Niedersächsischen Landtag, sowie Elisabeth Böse von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL).

Das Landvolk freut sich über eine rege Teilnahme vieler Berufskolleginnen und -kollegen, um der Landwirtschaft eine hörbare Stimme zu geben.

Aktuelles aus dem Landesverband

09.04.2026
Agrarfinanztagung am 14. April in Frankfurt/M.: Schwerpunkt Tierhaltung
Öko-Landbau

(DBV) Die Agrarfinanztagung von DBV und Renten­bank findet kommende Woche, am 14. April, in Frankfurt/Main statt. Neben einer Keynote der „Wirtschaftsweisen“ (Prof. Grimm) stehen die Tierhaltung, Bioenergie, Agri-PV, Robotik und Geschäftsmodelle durch Kooperation im Fokus. DBV-Mitglieder nehmen vergünstigt teil.
Weitere Informationen und Anmeldung unter:
https://www.bauernverband.de/kalender-veranstaltungen/termin/agrarfinanztagung-2026

09.04.2026
Nur Kleinstgeschäfte mit Bio-Speisegetreide
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Das Geschäft mit Bio-Getreide läuft im März sehr ruhig. Die Biofach im Februar hatte mehr Klarheit gebracht, welche Mengen noch zur Verfügung stehen – aber die Mühlen scheinen im Großen und Ganzen ganz gut eingedeckt. Immer wieder tauchen noch kleinere unverkaufte Partien bei den Landwirten auf. Die Partien werden nun in kleinen Mengen noch verkauft – das bleibt aber insgesamt ein mühsames Geschäft. Mit der Neuen Ernte halten sich alle noch zurück.

09.04.2026
Bio-Kartoffeln: Bio-Kartoffelmarkt gut versorgt
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Das Angebot an vermarktungsfähiger und qualitativ einwandfreier Ware bleibt groß und übersteigt den Bedarf deutlich. Die Nachfrage ist saisonüblich und erhält durch vereinzelte Werbeaktionen Impulse. Begünstigt durch die milden Temperaturen nehmen die Frühjahrs­arbeiten auf den Ackerflächen zunehmend Fahrt auf. Im Südwesten wurden bereits erste Frühkartoffeln gepflanzt.

09.04.2026
Anhaltend begrenztes Angebot bei Bio-Rindern
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Das Angebot an Bio-Rindern bleibt weiterhin knapp, auch wenn tendenziell im ersten Halb­jahr mehr Jungbullen geschlachtet werden. Zu­sätzlich birgt die seit dem letzten Jahr geltende Weidepflicht immer noch das Risiko, dass Betriebe, die bislang noch ökologisch zertifi­ziert gelten, bei anstehenden Kontrollen ihre Anerkennung verlieren und dem Bio-Markt ent­zogen werden. Dies könnte das Angebot weiter­hin verknappen.

09.04.2026
Bio-Milch: Rohstoffaufkommen trotz guter Nachfrage teilweise zu hoch
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Trotz weiterhin guter Nachfrage ist das aktuelle Rohstoffaufkommen am Bio-Milchmarkt spür­bar gestiegen. Günstige Witterungsbedingun­gen verstärken die meist ohnehin höheren An­lieferungs­mengen im Frühjahr. Vor diesem Hin­tergrund bleibt der Markt sensibel, da bereits kleinere Verschiebungen spürbare Aus­wirkungen ent­falten können. Das Preisniveau 2025 von knapp 66 Ct/kg ist leicht gesunken.

08.04.2026
ASP in Sachsen erneut ausgebrochen
Schwein

Am 31. März 2026 wurde ASP bei einem tot aufgefundenen Wildschwein in den Königshainer Bergen nachgewiesen und durch das Friedrich‑Loeffler‑Institut (FLI) bestätigt. Derzeit wird noch geprüft, ob es sich um einen Neueintrag der Seuche handelt. Der Freistaat Sachsen galt seit dem 5. Februar 2026 offiziell als ASP‑frei, nachdem ein Jahr lang kein neuer Fall festgestellt worden war. Nach dem Fund hat das Landestierseuchenbekämpfungszentrum der Landesdirektion Sachsen seine Arbeit wieder aufgenommen und erste Sofortmaßnahmen eingeleitet. Eine Sperrzone II wurde mit einem Radius von etwa 10 km um den Fundort festgelegt und eine Pufferzone (Sperrzone I) schließt sich im Westen an den bestehenden Schutzkorridor entlang der Grenze zu Polen an und umschließt die Sperrzone II. Des Weiteren wurden Kadaversuchhundeteams sowie Drohnen eingesetzt, um eine intensive Suche nach weiterem Fallwild durchzuführen. Der Rückbau bestehender Zäune um den Fundort wurde ausgesetzt.

08.04.2026
Agrarfinanztagung: Schwerpunkt Tierhaltung
Schwein

Die diesjährige Agrarfinanztagung von DBV und Rentenbank am 14. April 2026 in Frankfurt am Main beleuchtet die Auswirkungen aktueller wirtschaftlicher und agrarpolitischer Entwicklungen auf die Finanzierung landwirtschaftlicher Betriebe. Expertinnen und Experten diskutieren, welche konjunkturellen, politischen und gesellschaftlichen Impulse die Branche prägen und wie die Unternehmen darauf reagieren können. „Die gesamte Landwirtschaft – und besonders die Tierhaltung – ist auf verlässliche Investitionen angewiesen, um ihre wesentliche Rolle in unserer Volkswirtschaft dauerhaft erfüllen zu können“, betont DBV-Generalsekretärin Stefanie Sabet. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.