Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

27.10.2022
Bedarf bei Kartoffeln unterschiedlich gut gedeckt
Pflanzen

In der Summe geht die Verwendungsbilanz 2022/23 sicherlich auf. Allerdings sind verschiedene Märkte sehr unterschiedlich mit Kartoffeln versorgt. So hat die Dürre in diesem Jahr die Ernte von Stärkekartoffeln verkleinert und die werden weder ersatzweise importiert noch aus anderen Verwertungen entnommen, so dass wohl deutlich weniger Kartoffelstärke als im Vorjahr erzeugt wird. Speisekartoffeln, deren Aufkommen vor allem in der Südhälfte viel kleiner als gewohnt ausfiel, sind knapp. Das wird durch eine hohe Nachfrage im Export verstärkt. Für dieses Marktsegment wird es aber Ergänzungen geben. Für die meisten Hersteller von Kartoffelprodukten dürfte genügend Rohstoff da sein. Nur im Süden gibt es zu wenig Material für die Chips- und Kloßteigproduktion. Dagegen kann der Nordwesten neben den Fabriken vor Ort auch Nachfrage aus dem Benelux-Raum bedienen. Futterkartoffeln und Reste fallen immer an, die Qualität der Ernte 2022 wird aber allgemein als recht gut bewertet. Die Konditionierung für Lager mag mitunter problematisch sein. Das regelt sich aber, indem die unruhigen, also keimfreudigen Knollen zuerst geräumt werden. (Quelle: AMI)

26.10.2022
DBV-Veredlungstag: Schweinehaltung unter Druck – Entscheidungen jetzt treffen!
Schwein

Vor dem Hintergrund der dramatischen Lage für die deutsche Schweinehaltung forderte DBV-Präsident Joachim Rukwied beim gestrigen DBV-Veredlungstag mit 370 Teilnehmern im bayerischen Essenbach die Politik auf, alles dafür zu tun, um die Schweinehalter in dieser herausfordernden Zeit zu unterstützen: „Nahezu täglich steigen Betriebe aus der Schweinehaltung aus. Kaum einer investiert noch in neue Ställe. Deshalb brauchen unsere Schweinehalter jetzt dringend Zukunftsperspektiven. Der Umbau der Tierhaltung muss zwingend durch langfristige Verträge gesichert werden. Und auf die Haltungskennzeichnung muss zwingend auch eine Herkunftskennzeichnung folgen. Sonst kommen wir beim Tierwohl nicht voran.“

DBV-Veredlungspräsident Hubertus Beringmeier kritisiert den aktuellen Gesetzentwurf zur Haltungskennzeichnung: „Der Entwurf weist erhebliche Schwächen auf, mit denen die angestrebte Wirkung nicht nur verfehlt, sondern teils sogar konterkariert wird. Beispielsweise ist die Sauenhaltung nicht berücksichtigt. So können Schweine und Schweinefleisch mit anderen Standards aus dem Ausland in den heimischen Markt importiert werden und würden das Tierwohllabel erhalten. Das ist eine Einladung zur Verbrauchertäuschung. Dieser Entwurf muss jetzt im parlamentarischen Verfahren noch deutlich nachgebessert werden.“

Zudem entstehe eine erhebliche bürokratische Mehrbelastung, weil weder ein Anschluss an vorhandene amtliche Meldesysteme noch an private Qualitätssicherungssysteme hergestellt werden soll.

Der am vergangenen Freitag neu gewählte bayerische Bauernpräsident Günther Felßner betonte: „In den letzten zwölf Jahren haben wir in Bayern 53 % unserer Schweinehalter verloren, die Zahl bayerischer Schweine reduzierte sich um knapp 30 %. Der Strukturbruch ist bereits bittere Realität. Es braucht deshalb jetzt dringend politische Taten, und zwar die Umsetzung des Gesamtkonzepts der Borchert-Kommission und damit die Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit. Ich will nicht, dass wir auf dem Papier die höchsten Vorgaben dieses Planeten für die Schweinehaltung haben, aber keine Betriebe mehr, die unter diesen Vorgaben wirtschaften können und somit das Fleisch aus Drittländern importiert werden muss.“

26.10.2022
ITW: 215 neue Ferkelerzeuger aufgenommen
Schwein

Nach Abschluss der neuen Registrierungsphase im September für Ferkelerzeuger werden weitere 215 Betriebe mit insgesamt gut 2,19 Mio. Tieren pro Jahr an der ITW teilnehmen. In der Summe sind dies dann 1.318 Ferkelerzeuger mit etwa 15 Mio. Ferkeln pro Jahr. Die Neuaufnahme weiterer Ferkelerzeuger unterstützt das langjährige Ziel der Wirtschaft, ab 2024 eine Nämlichkeit ab der Geburt sicherzustellen. Aber mittel- bis langfristig benötigt die ITW weitere Ferkelerzeuger zur Erreichung der Nämlichkeit. Im nächsten Schritt erfolgt die Auditierung der Betriebe und bei Zulassung können die ITW-Ferkel dann entsprechend vermarktet werden. Die Laufzeit für die Betriebe ist auf den 30. Juni 2024 begrenzt. Das Tierwohlentgelt von 3,57 Euro erhalten die Betriebe für jedes Ferkel, das nachweislich an einen ITW-Mäster geliefert wurde.

26.10.2022
EU erwartet deutlich rückläufige Fleischerzeugung
Schwein

Die EU-Kommission geht in ihrer aktuellen Prognose zur Fleischerzeugung 2022 von einem deutlichen Produktionsrückgang in den EU-Staaten aus, der gegenüber dem Vorjahr um 1,34 Mio. t (3,0 %) auf 43,0 Mio. t abnehmen dürfte und damit so gering ausfällt wie zuletzt 2015. Laut den Analysten sind aufgrund hoher Produktionskosten der Erzeuger, verschlechterte Exportmöglichkeiten eines nachlassenden Verbrauchs und den Folgen von Tierseuchen bei allen Fleischarten, geringere Produktionsmengen zu erwarten. So dürfte diese bei Schweinen mit einem Minus von 1,19 Mio. t (5,0 %) besonders deutlich ausfallen; In 2023 wird ein Produktionsrückgang von 0,7 % prognostiziert. Beim Fleisch-Gesamtverbrauch rechnet die EU trotz höherer Verbraucherpreise nur mit einem moderaten Rückgang, der vor allem am geringeren Schweinefleischverbrauch liegt.

26.10.2022
Handlungsempfehlungen Blackout nutztierhaltende Betriebe
Geflügel

(TiHo) Die fortschreitende Technologisierung und Digitalisierung in Deutschland führen dazu, dass auch die nutztierhaltende Landwirtschaft zunehmend auf eine dauerhaft funktionierende Stromversorgung angewiesen ist. Dadurch können selbst kleinere Störungen der Technik, zum Beispiel von Lüftungsanlagen, zu einer großen Gefahr für die Tiere werden. Um dieser zu begegnen, schreibt die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV) Vorkehrungen hinsichtlich verschiedener Ausfälle der Stalltechnik vor. Doch was ist, wenn der Strom für mehrere Tage ausfällt und mit ihm alle anderen kritischen Infrastrukturen? Was ist, wenn der Stromausfall nicht örtlich begrenzt wäre, sondern sich flächendeckend über ein ganzes Bundesland, oder sogar ganz Deutschland ausdehnen würde? Sind die geforderten Strukturen ausreichend, um Nutztiere in Stallhaltungen vor den Auswirkungen eines solchen Ausfalls zu schützen?
Die Broschüre Handlungsempfehlungen zur Vorbereitung nutztierhaltender Betriebe auf einen Blackout von Dr. Isabel Zylka und Prof. Dr. Nicole Kemper, Tierärztliche Hochschule Hannover, gibt einen kurzen Einblick in die Folgen eines Blackouts auf die nutztierhaltende Landwirtschaft und führt anschließend Handlungsempfehlungen auf, mit deren Hilfe landwirtschaftliche Betriebe auf Krisenfälle wie großflächige Strom- und Infrastrukturausfälle vorbereitet werden können. Die Broschüre steht zum Download unter dem folgenden Link zur Verfügung: https://www.tiho-hannover.de/kliniken-institute/institute/institut-fuer-tierhygiene-tierschutz-und-nutztierethologie-ittn/aktuelles.

21.10.2022
Rindermarkt: Schlachtrindermarkt dreht sich langsam
Milch und Rind

(AMI) Das Angebot an Schlachtrindern nahm gegenüber der Vorwoche zuletzt wieder ab. Insbesondere im Bereich der Jungbullen sind die Stückzahlen klein, aber auch bei den weiblichen Kategorien sind die Mengen nicht mehr so umfangreich wie zuletzt. Im Handel mit Jungbullen kommt zum kleinen Angebot noch eine insgesamt etwas flottere Nachfrage. Zwar klagen die Schlachtunternehmen über die Preise und die Schwierigkeiten am Fleischmarkt, dennoch reichen die vorhandenen Schlachttiere für den Bedarf kaum aus. Entsprechend ziehen die Preise an, was sich zudem stützend auf den Handel mit hochwertigen Färsen auswirkt. Auch die Geschäfte mit Schlachtkühen laufen insgesamt wieder etwas flotter, der Markt hat sich gegenüber der Vorwoche gedreht. Zwar stehen von Seiten der Schlachtstufe nach wie vor Forderungen nach Abschlägen im Raum, regional werden aber bereits wieder etwas höhere Preise gemeldet.

21.10.2022
DBV-Kritik am neuen Tierarzneimittelrecht
Milch und Rind

(DBV) Der DBV hat in dieser Woche an der öffentlichen Anhörung zum Gesetzentwurf zur Änderung des Tierarzneimittelgesetzes im Bundestags-Agrarausschuss teilgenommen. Die vorgesehene Erweiterung des Antibiotikaminimierungskonzeptes betrifft ab 2023 auch die Milchviehhalter mit ihren Tierärzten. Der DBV führte aus, dass aufgrund unklarer Strukturen und Zuständigkeiten von Tierärzten und Tierhaltern eine reibungslose Umsetzung der Meldevorschriften zum 1. Januar 2023 praktisch nicht möglich sei. Der DBV setzt sich daher für eine Übergangsregelung ein. Zur DBV-Stellungnahme geht es unter: https://www.bundestag.de/resource/blob/915788/08f91518d401740b1b633741981fc630/06-Stellungnahme-Deutscher-Bauernverband-e-V–data.pdf

21.10.2022
BMEL lässt Machbarkeit fairer Preise prüfen
Milch und Rind

(DBV) Das BMEL hat zwei Aufträge erteilt, um mögliche Rahmenbedingungen zur Erzielung fairer Preise zu prüfen. Zum einen untersucht das Thünen-Institut Optionen zum Kaufverbot von Agrarerzeugnissen unter Herstellungskosten. Unter Beteiligung des DBV werden hierzu im November Workshops durchgeführt. Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern sollen in die Arbeit einfließen. Zum anderen erstellt die Unternehmensberatung des Bundes (PD) eine Machbarkeitsstudie zu fairen Preisen. Schnell landete die PD bei der Entwicklung eines Transparenzsystems, mit dem Nachhaltigkeitsleistungen stufenübergreifend erfasst und dann vom Verbraucher fair entlohnt werden sollen. Vom ursprünglichen Ansinnen der Machbarkeitsstudie hat sich die PD also ein gutes Stück entfernt.