Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

26.09.2022
Mehr Weizenanbau möglich
Pflanzen

Der Bundesrat hat vergangene Woche einer Verordnung der Bundesregierung zugestimmt, die den Getreideanbau auf mehr landwirtschaftlichen Flächen im Förderjahr 2023 ermöglicht. Die Verordnung sieht Ausnahmen für landwirtschaftliche Flächen bei der Fruchtfolge vor, um die Lebensmittelversorgung zu sichern. Grundlage ist die Erlaubnis der Europäischen Union, im Antragsjahr 2023 abweichende nationale Regelungen von den GLÖZ-Standards für den guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand zu treffen – und damit die weltweiten Auswirkungen des russischen Angriffskrieges abzufedern. Hier ist insbesondere der Weizenmarkt betreffen. Die Verordnung setzt laut Bundesrat die Verpflichtung zum Fruchtwechsel im Jahr 2023 einmalig aus, so dass die landwirtschaftliche Hauptkultur im Jahr 2022 nicht geändert werden muss. (Quelle: DBV)

23.09.2022
DLQ veröffentlicht Q Check-Tierwohlmonitoring
Milch und Rind

Der Deutsche Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen (DLQ) hat erstmals die im Rahmen seines „Q Check“-Programms erhobenen
Tierwohlindikatoren von über 3 Mio. Milchkühen aus rund 33.000 Betrieben als Nationales
Tierwohlmonitoring in aggregierter Form veröffentlicht. Die Indikatoren umfassen dabei die drei Themenfelder Euter- und Stoffwechselgesundheit sowie Abgänge bzw. Verluste. Zur Monitoringübersicht geht es hier.

23.09.2022
Weltmilchgipfel in Neu Delhi (Indien)
Milch und Rind

In der vergangenen Woche fand der Weltmilchgipfel der International Dairy Federation (IDF) in Indien statt, an dem unter Leitung von VDM-Präsident Schmal eine fünfzehnköpfige deutsche Delegation teilnahm. Bei der Konferenz sowie den IDF-Arbeitsgremien trafen sich insgesamt 1.500 Experten. Die – in vielen Bereichen im Vergleich zu Europa rückständige – Milchwirtschaft nimmt eine zentrale Rolle in Indien ein. Eröffnet wurde die Konferenz von Premierminister Modi, im weiteren Verlauf der Tagung sprachen 12 seiner Bundesminister. Auch wenn Indien offensichtlich aufzeigt, dass Lebensmittelversorgung und -sicherheit nicht selbstverständlich sind, bleiben z. B. Tierwohl und Klimaschutz auf internationaler Ebene zentrale Arbeitsschwerpunkte.

23.09.2022
DBV-Feldtag Wolf und Weidetierhaltung
Milch und Rind

Angesichts der Ausbreitung des Wolfs veranstaltete der DBV gemeinsam mit Verbänden der Weidetierhalter diese Woche einen Feldtag Wolf und Weidetierhaltung. Dort wurde mit Bundestagsabgeordneten über Herausforderungen der Weidetierhaltung und Pläne der Ampel-Regierung zum Wolfsmanagement diskutiert. Der DBV bekräftigte seine Forderung nach einem aktiven Wolfsmanagement. Herdenschutz habe Grenzen und Geld löse nicht alle Probleme, betonte DBV-Umweltbeauftragter Hartelt.

23.09.2022
Milchmarkt
Milch und Rind

In der 36. KW ist das Milchaufkommen um 0,1 % im Vgl. zur Vorwoche gestiegen. Die Milchanlieferung lag damit 0,7 % über der Vorjahreslinie. Die Nachfrage nach Produkten der weißen Linie bewegt sich im normalen Rahmen. Ebenso wird abgepackte Butter zu den üblichen Bestellmengen nachgefragt. Der Blockbuttermarkt zeigt sich ruhig mit dem Fokus auf eine kurzfristige Bedarfsdeckung. Die Herstellerpreise liegen unverändert in der Bandbreite der Vorwochen. Der Schnittkäsemarkt ist ausgeglichen mit festen Aussichten. Die Preise für Schnittkäse sind stabil mit steigenden Tendenzen. Die Nachfrage nach Mager- und Vollmilchpulver verläuft ruhig bis uneinheitlich; Molkenpulver wird stabil nachgefragt. Die Preise an den Pulvermärkten entsprechen der Marktlage: unverändert bzw. uneinheitlich. Insgesamt ist der Milchmarkt durch hohe Unsicherheiten bzgl. des Verbraucherverhaltens, der hohen Inflationsraten und Energieversorgung geprägt.

23.09.2022
Rindermarkt: Fleischnachfrage privater Haushalte weiter rückläufig
Milch und Rind

(AMI) – In der Zeit von Januar bis August 2022 ist die Nachfrage der privaten Haushalte nach Fleisch, Wurst und Geflügel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,6 % zurückgegangen. Am ausgeprägtesten fällt der Rückgang der Nachfrage bei Rindfleisch aus. Die deutliche Abnahme der Gesamtnachfrage lässt sich auf das Ende vieler Corona-Maßnahmen zurückführen. Während in den ersten Monaten des Vorjahres keine Restaurantbesuche möglich waren, konnten die Verbraucher ihre Mahlzeiten in diesem Jahr wieder in gastronomischen Betrieben genießen. Entsprechend verlagerte sich die Fleischnachfrage vom LEH zurück in den Außer-Haus-Verzehr. Ein weiterer Grund für die stark gesunkene Nachfrage liegt in den gestiegenen Lebensmittelpreisen von denen auch zahlreiche Artikel aus Fleisch betroffen sind. Insbesondere die Preise für Rindfleisch lagen in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres auf einem sehr hohen Niveau. Zahlreiche Verbraucher sind nicht bereit diese gestiegenen Preise zu zahlen und weichen auf günstigere Fleischarten wie Schweinefleisch aus. Nur das Kaufinteresse an Fleischalternativen hat gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Dabei handelt es sich im Vergleich zum Fleischmarkt jedoch um einen kleinen Markt.

23.09.2022
Geflügelfleischimporte gestiegen
Geflügel

In die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union ist im ersten Halbjahr 2022 mehr Geflügelfleisch aus Drittstaaten eingeführt worden. Laut Kommission belief sich der Gesamtimport auf rund 322.900 t; das waren 71.200 t oder 28,3 % mehr als von Januar bis Juni 2021. Weil das eingeführte Geflügelfleisch deutlich teurer war, stiegen die Ausgaben der EU-Importeure gegenüber der ersten Jahreshälfte 2021 um 349 Mio. Euro oder rund 75 % auf 811 Mio. Euro an. Marktanalysten erwarten, dass trotz hoher Erzeugerpreise die EU-Geflügelfleischerzeugung 2022 auf dem Vorjahresniveau liegen wird, da gestiegene Produktionskosten und Verluste durch die Geflügelpest Produktionszuwächse verhindern. Gleichzeitig soll aber der Verbrauch leicht zunehmen, da die Konsumenten in Inflationszeiten eher zu preiswerteren Fleischarten wie Hähnchenfleisch greifen. Ein Anstieg des Importbedarfs wird erwartet. So hat unter anderem Brasilien im ersten Halbjahr 2022 seine Lieferungen in die EU gegenüber der Vorjahresperiode um ein Drittel auf 161.310 t gesteigert. Hohe Zuwächse verzeichneten zudem die Geflügelfleischimporte aus der Ukraine mit 84,3 % auf 66.330 t sowie aus China mit 71,7 % auf 15.270 t. Bei den Geflügelfleischexporten der Mitgliedstaaten war laut der Kommission gegenüber der ersten Jahreshälfte 2021 hingegen ein Rückgang um 93 700 t oder 13,1 % auf 623.750 t festzustellen. Die Geflügelpest in vielen Mitgliedstaaten hat aufgrund der daraufhin erfolgten Marktzugangsbeschränkungen mehrerer Drittstaaten zu dem bisher eher schwachen EU-Ausfuhrergebnis beigetragen. AgE

23.09.2022
Eier knapp 27 Prozent teurer
Geflügel

Im August betrug die Inflationsrate in Deutschland 7,9%. Bis zum Dezember, so Expertenmeinung, könnte diese bis auf 10% ansteigen. Bei Lebensmitteln ist das längst Realität. Im August mussten Verbraucher für Nahrungsmittel gegenüber dem Vorjahresmonat im Schnitt 16,6% mehr bezahlen. Überdurchschnittlich stark sind zum Beispiel die Preise für Eier gestiegen, die Teuerungsrate beträgt hier 26,8%. Einen durchschnittlichen Preisaufschlag von 18,6% meldete Destatis für Fleisch und Fleischwaren. Damit hat sich der Preisauftrieb den sechsten Monat in Folge verstärkt. Im Juli lag die Teuerung bei 14,8%, im Februar bei noch aus heutiger Sicht moderaten 5,3%.

23.09.2022
Geflügelpest – Mehr als 615.000 Keulungen seit Juli
Geflügel

Auch diese Woche wurden in Niedersachsen erneut Ausbrüche der hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI) nachgewiesen. Betroffen sind ein Betrieb in Garrel im Landkreis Cloppenburg mit 30.000 Puten, eine weitere Putenhaltung im Landkreis Emsland mit 19.000 Tieren sowie eine Hobbyhaltung im Landkreis Ammerland. Alle betroffenen Bestände wurden gekeult, von den Behörden weiträumige Sperrbezirke eingerichtet. Zudem plant der Landkreis Cloppenburg ein Aufstallungsgebot für Puten in den jeweiligen Gemeinden.

Seit Juli 2022 mussten in Deutschland bereits knapp 616.000 Stück Geflügel aufgrund von HPAI-Ausbrüchen gekeult werden. Das entspricht bereits jetzt über der Hälfte der in 2021/2022 gekeulten 1.430.000 Nutzgeflügel. Und das, obwohl der Herbstzug (Vogelzug von Oktober bis April) gerade erst begonnen hat. Nach Angaben des Ministeriums betrugen die Kosten der Geflügelpest 2021/2022 mehr als 9,8 Mio. €. Europaweit mussten zwischen September 2021 und Juni 2022 über 44 Mio. Stück Nutzgeflügel gekeult werden.

Die Vogelgrippe bedroht aber auch ganze Vorkommen von Wild- und Seevögeln. Inzwischen ist auch hier die Rede von einer Pandemie, weil sich das Virus neben Norddeutschland auch in Großbritannien, Skandinavien und Nordamerika ausbreitet. Besonders betroffen in Deutschland sind Seevogel-Kolonien in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Exemplarisch sei hier der bundesweit nur auf Helgoland brütende Basttölpel genannt, bei dem bis zu 80 % der Nester verlassen sind. Nach Aussage von Prof. Timm Harder (FLI) lässt sich diese Pandemie kurzfristig nicht in den Griff bekommen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Diskussion um eine mögliche Impfung von Nutzgeflügel an Bedeutung. Experten gehen davon aus, dass ein für Deutschland zugelassener Impfstoff in 5 Jahren zur Verfügung stehen könnte. Laut Robert Koch-Institut ist die Übertragung von Vogelgrippeviren vom Tier auf den Menschen nicht sehr effektiv.