Wie die Weizenkurse tendieren auch die Maiskurse fester und reagieren damit auf die weit unterdurchschnittlichen Erträge, die derzeit eingebracht werden. In Deutschland nimmt die Körnermaisernte langsam an Fahrt auf. Während in den Frühgebieten die Haupternte läuft, fallen in anderen Regionen jetzt erst einmal die sehr ertragsschwachen Feldbestände auf. Ansonsten war die Preisbildung eher von Orientierungslosigkeit geprägt. Die starken Schwankungen, die dem Kursanstieg vorgelagert waren, trafen am Kassamarkt aber auf eher grundsätzliche Skepsis und vor allem auf Handlungsunwilligkeit. Die Mischfutterhersteller setzen aufgrund guter Getreideernten und hoher Lagebestände in der Ukraine und Russland auf weitere Preiszugeständnisse. Aber auch die Erzeuger meiden den Abschluss von längerfristigen Kontrakten. Zu unsicher sind die Aussichten auf die Angebotsentwicklung in den kommenden Wochen. Die wieder gestiegenen Pegel auf den Wasserstraßen haben die Transportsituation zwar vorerst verbessert, aber Schiffs- und LWK-Ladekapazitäten bleiben unverändert knapp und teuer. Belastend sind zudem die hohen Kosten für Energie und die fehlenden Alternativen. Die absehbar unzulängliche Versorgung mit Mais stützt die Preise für Futtergetreide auf der Erzeugerstufe. Gerste, Triticale und Hafer werden im Vergleich zur Vorwoche fester bewertet, während Mais marginal verloren hat. Futterweizen weist mit 1,75 EUR/t auf 292 (260-329,50) EUR/t den stärksten Preisrückgang auf, was allerdings im Vergleich mit Brotweizen ebenfalls sehr wenig ist. Den starken Auftrieb von den festen Kursen am Dienstag und Mittwoch dieser Woche können die Erzeugerpreise, die am Dienstagmorgen erfasst werden, allerdings nicht abbilden. Das ist es hilfreicher auf die Entwicklung der Großhandelspreise zu schauen. Auf Großhandelsstufe hat sich prompter Mais gegenüber Vorwoche am 21.09.2022 in den Zuschussregionen um 2-4 EUR/t verteuert. Nur am Oberrhein zeigt der laufende Drusch Preiswirkung, denn dort gaben die Preise um 1 EUR/t nach. In Paris wurde ein Plus von 7,25 verzeichnet. Futtergerste legte demgegenüber kräftig zu und verteuerte sich gegenüber Vorwoche um 10 EUR/t. Futterweizen ist in den westfälischen Veredelungsregionen 5-6 EUR/t teurer als zuvor. (Quelle: AMI)
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Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
29.09.2022
Lebhafte Speisekartoffelgeschäfte Pflanzen
Diese und kommende Woche laufen im LEH viele Sonderaktionen mit Speisekartoffeln in größeren Packgebinden, die von den von Inflation gebeutelten Verbrauchern recht gut angenommen werden. Übergebietlich wird weiterhin einiges versendet, der Export wurde hier und da aber ruhiger. An den Preisen hat sich noch nichts geändert, zumal die Nachfrage weiterhin direkt vom Feld bedient wird. Dazu waren die Bedingungen am Wochenanfang noch schwierig, nun ist es trockener, weiterer Regen ist aber angekündigt. Verarbeitungsrohstoff ist noch nicht umfangreich im Lager. Landwirte würden wohl mehr direkt verkaufen, die Verarbeiter nehmen aber fast nur Vertragsware. Ein geringer Unterschied der Kassanotierungen in Westeuropa zu den Terminkursen für April spiegelt Unsicherheit bezüglich des Rohstoffbedarfs im Winter wider, ansonsten wären die Kurse für späte Termine wohl höher.
29.09.2022
Zuckerproduktion sinkt Pflanzen
Von Anfang September (Niedersachsen) bis Anfang Oktober starten nach und nach Deutschlands Zuckerfabriken mit der Verarbeitung der Rübenernte 2022. Die wuchs auf einem mit 360.643 ha gagenüber 2021 leicht ausgedehnten Areal, so die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker. Der Verband geht aber davon aus, dass trotzdem nicht mehr Rüben zur Verfügung stehen werden. Im Gegenteil, Hitze und Dürre haben den Zuckerrüben dieses Jahr heftig zugesetzt. Ab Juli stand das Wachstum verbreitet still und der Rückstand ist im Herbst nicht mehr aufzuholen – im Gegenteil, Wiederaustrieb könnte hier und da die Qualitäten noch verschlechtern. Die WVZ rechnet in ihrer ersten Ernte- und Erzeugungsschätzung von August mit einem Aufkommen von 25,4 Mio. t Rüben, rund 4 Mio. t weniger als im Vorjahr. Allerdings ist der Zuckergehalt fast überall höher als sonst. Es wurden 18,1 (Vorjahr: 17,6) % geschätzt. Das reicht aber nicht, um Zuckermengen wie im Vorjahr herzustellen. Damals kamen 4,55 Mio. t Weißzucker zusammen, diese Kampagne könnten es nur 4,07 Mio. t bleiben. Das setzt aber voraus, dass genügend Gas zur Verfügung steht, um die Fabriken am Laufen zu halten. Die Zuckerwirtschaft steht vor dem Dilemma, dass ihr einerseits die Kosten der Zuckerherstellung davon galoppieren, sie andererseits aber den Rübenanbauern auch 2023 attraktive Preise bieten muss, damit diese ihren Anbau nicht kräftig einschränken. Ohne höhere Zuckerpreise wird das nicht gehen. Die Großhandelspreise für Weißzucker steigen in der EU schon seit Mitte 2019 stetig an, als von der Kommission 31,2 Cent/kg festgestellt wurden. Diesen Sommer stand der Preis schon bei 45,3 Cent/kg und hat damit den Höhepunkt von 2017 – 50,1 Cent/kg – noch nicht erreicht. (Quelle: AMI)

29.09.2022
Geringe Handelsaktivität am Düngemittelmarkt Pflanzen
Während die Forderungen für Stickstoffdünger zulegen, werden Phosphatdünger preisgünstiger. Die Umsätze bleiben dennoch gering. Im September 22 läuft der Umsatz mit Düngemitteln auf Sparflamme. Es wird von verhaltener Nachfrage berichtet. Landwirte hatten sich bereits in den Wochen zuvor bevorratet. Ein Großteil der Betriebe ist mindestens mit der Menge zur ersten N-Gabe 2023 versorgt. Die Restlichen warten die weitere Preisentwicklung ab. Ohnehin liegt der aktuelle Fokus auf den laufenden Ernte- und Aussaatarbeiten. Neben dem anhaltenden hohen Preisniveau erschwert auch der Mangel an
Frachtraum das Düngergeschäft. Deutsche Produzenten drosselten bereits ihre Produktion, um bei den hohen Gaskosten wirtschaftlich produzieren zu können. Einige Werke in Osteuropa haben ihren Betrieb vollständig eingestellt, was das Angebot am Weltmarkt deutlich verknappt. Das betrifft insbesondere schwefelbasierte Düngemittel. (Quelle: AMI)

29.09.2022
Regionaler Marktkommentar Pflanzen
Niedersachsen-Ost:
Die Erzeugerpreise am Getreidemarkt halten sich weitgehend stabil. Ausgehend von den zwischenzeitlich sinkenden Börsennotierungen erwarten Marktbeteiligte eine schwächere Tendenz. Aufgrund der weiterhin unsicheren Lage in der Ukraine ist jedoch weiterhin mit starken und auch kurzfristigen Schwankungen zu rechnen. Wie in der Vorwoche sind die Handelsaktivitäten gering. Die preislichen Vorstellungen von Käufern und Verkäufern passen nicht immer zusammen. Die Rapspreise haben sich im Wochenverlauf leicht erhöht. Aktuell sind die Landwirte mit der Gerstenaussaat beschäftigt. Mit dem Regen der vergangenen Tage haben sich hierfür die Bedingungen weiter verbessert. Der Zustand der Rapsbestände lässt sich dagegen mit durchwachsen beschreiben. Zum Teil ist es fraglich, ob diese durch den Winter kommen.
Niedersachsen-West:
Auch im Verlauf der zurückliegenden Berichtswoche bis zum Beginn der neuen neusten Kalenderwoche
entwickelt sich das Handelsgeschäft auf dem hiesigen Markt für Futtergetreide weiterhin relativ ruhig.
Seitens der Verkäufer wird nur wenig Verkaufsbereitschaft signalisiert und auch im Bereich der Verarbeiter scheint man bislang mit genügend Ware versorgt zu sein, sodass sich die Kaufaktivitäten in Grenzen hielten. Die hierzulande genannten Erzeugerpreise für Futtergetreide lagen vor dem Hintergrund der gestiegenen Börsenkurse infolge der Teilmobilmachung in Russland und der damit verbundenen Verunsicherung auf erhöhtem Niveau. Ausgehend von dieser festeren Entwicklung an den Börsen waren auch am hiesigen Kassamarkt ähnliche Entwicklungen zu verspüren. Gleiches galt auch für die verlangten Abgabepreise für Zukaufgetreide
28.09.2022
VEZG-Preise (29.09. – 05.10.2022) Schwein

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28.09.2022
Schweinemarkt unter Druck Schwein
(AMI) Der Druck auf dem deutschen Schlachtschweinemarkt hat zuletzt deutlich zugenommen. Einerseits steigen die Mengen leicht an, liegen aber noch immer auf eher niedrigem Niveau. Andererseits ist die Nachfrage ruhig, Impulse vom Fleischmarkt fehlen.
Zudem steht in der kommenden Woche ein Feiertag an und die Lieferungen aus den dann wegfallenden Restriktionszonen im Emsland führen zu einem weiteren Anstieg des Angebotes. Die Preisempfehlung wurde entsprechend gesenkt und liegt nun bei 2,00 EUR/kg.
Die gehandelten Mengen an Schweinefleisch sind auch weiterhin klein, die Geschäfte kommen nicht in Schwung. Der Umsatz ist im Vergleich mit den sonst um diese Jahreszeit getätigten Geschäftsvolumen deutlich geringer. Insgesamt wird über ein im Vergleich mit der Vorwoche recht stabiles Preisniveau über die gesamte Produktpalette berichtet, wobei selbst kleinere Abschläge den Handel nicht wirklich beleben.
28.09.2022
EU exportiert weniger Schweinefleisch Schwein
(AMI) In den ersten sieben Monaten des Jahres 2022 verringerte die EU die Ausfuhren von Schweinefleisch in Drittländer um fast ein Viertel. Dabei entfiel der größte Teil der Exporte auf gefrorenes Schweinefleisch, welches um 29,4 % weniger ausgeführt wurde. Der Grund liegt in den stark verminderten Ausfuhren in Richtung China. Der frühere Hauptabnehmer hat die Importe aus der EU um 56 % vermindert, da dort die inländische Produktion nach den Einbrüchen durch die Afrikanische Schweinepest nun wieder deutlich ausgebaut wurde. Insgesamt verringerten sich die Exporte von Schweinefleisch über alle Warengruppen von Januar bis Juli 2022 um 22,3 %. Der wichtigste Exporteur für Schweinefleisch bleibt trotz Rücknahme der Transporte gegenüber dem Vorjahr Spanien mit einem Anteil von einem Drittel an den gesamten Schweinefleischlieferungen der EU. Es folgen auf Platz 2 und 3 die Niederlande und Dänemark. Da die Schweinebestände zuletzt europaweit um minus 3,0 % gesunken sind, wird für die weitere Entwicklung des europäischen Außenhandels tendenziell mit einer Abnahme der Exporte von Schweinefleisch ausgegangen.
27.09.2022
ASP: Frist endet bereits am 5. Oktober Schwein
(ML) Gute Nachrichten für alle schweinehaltenden Betriebe in der ASP-Sperrzone: Am Mittwoch, 5. Oktober, fallen alle Restriktionen in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim. Damit kann mit dem Abtransport der Schweine um Mitternacht begonnen werden. Die Bestätigung dieser neuen Frist erreichte heute das Landwirtschaftsministerium in Hannover (ML) von der EU-Kommission. Ursprünglich war erst der 6. Oktober vorgesehen.
„Jeder Tag zählt. Es ist gut, dass wir hartnäckig darauf hingewiesen haben, dass die ursprüngliche Termin-Festsetzung der Sperrzone durch die EU-Kommission nicht korrekt war“, sagte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast. Da die amtliche Abnahme nach Reinigung und Desinfektion im Ausbruchsbestand am 5. Juli erfolgte und sich in der Sperrzone keine weiteren Ausbrüche ereigneten, sei eine Vorverlegung der Frist auf den 5.10.2022 angebracht. Alle Informationen wurden an das Bundesagrarministerium (BMEL) in Berlin umgehend geliefert, das die Verhandlungen mit Brüssel geführt hat.
In der Sperrzone sind aus rund 260 Betrieben noch ca. 40.000 Schweine zu schlachten.
27.09.2022
Bundesprogramm Stallumbau: Umsetzungsfrist für bewilligte Bauvorhaben bis 30. Juni 2023 verlängert Schwein
(BMEL) – Aufgrund der derzeit sehr langen Lieferzeiten für Baumaterialien sind einige kurz vor dem Abschluss stehende Bauvorhaben innerhalb der ursprünglichen Programmlaufzeit gefährdet gewesen. Deshalb hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Umsetzungsfrist für die Abwicklung der bereits bewilligten Bauvorhaben jetzt um ein halbes Jahr verlängert. Die neue und abschließende Umsetzungsfrist ist der 30. Juni 2023. Ursprünglich mussten Umsetzung und Fertigstellung der bewilligten Bauvorhaben bis zum 31. Dezember 2022 erfolgt sein.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat das Bundesprogramm Stallumbau 2020 im Rahmen des damaligen Konjunkturpakets für die Jahre 2020 bis 2021 eingerichtet und dafür 300 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Programm dient der kurzfristigen und vorzeitigen Umsetzung der Vorschriften im Hinblick auf das Verbot der Kastenstandhaltung von Sauen im Deckzentrum sowie der deutlichen Reduzierung der Kastenstandhaltung im Abferkelbereich, die sich aus der letzten Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung aus dem Jahr 2021 ergeben haben. Im Rahmen des Bundesprogramms Stallumbau konnten Sauenhalter*innen, die ihren Stall kurzfristig und damit deutlich vor Ablauf der Übergangsfrist umbauen wollten, bis zum 30. September 2021 Förderanträge stellen. (Quelle: https://www.bmel.de/SharedDocs/Meldungen/DE/Presse/2022/220926-stallumbau.html)