Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in Deutschland im 1. Halbjahr 2022 knapp 3,5 Mio. Tonnen Fleisch produziert; das waren 7,9 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden 353,2 Mio. Hühner, Puten und Enten sowie 25,8 Mio. Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde geschlachtet. Wesentlich geringer als die Schweine- und Rindfleischproduktion sank die erzeugte Geflügelfleischmenge. Mit rund 771 600 Tonnen wurde 0,2 % weniger Geflügelfleisch als im Vorjahreszeitraum produziert (-1 800 Tonnen). Damit hat Geflügelfleisch einen Anteil von 21,9 % an der gesamten Fleischerzeugung. Spitzenreiter bleibt nach wie vor Schweinefleisch mit einem Anteil von 64,3% an der gesamten Fleischmenge.
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Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
12.08.2022
10 Jahre QS-Antibiotika-Monitoring Geflügel
Vor 10 Jahren startete QS mit dem Antibiotikamonitoring, um Tierärzte und Tierhalter bei der Antibiotikaminimierung zu unterstützen. Wissenswertes rund um das Monitoringprogramm, den Status Quo der Auswertungen sowie informative Interviews und Beiträge finden Sie unter www.q-s.de/monitoring-programme/10-jahre-qs-antibiotikamonitoring.html.
12.08.2022
LfL mit Forschungsprojekt zur Leistung von Zweinutzungshühnern für den Öko-Landbau Geflügel
In einem auf drei Jahre angelegten Forschungsprojekt untersucht die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit verschiedener Zweinutzungslinien auf deren Eignung für den ökologischen Landbau. Dabei werden vier Zweinutzungslinien u.a. auf ihren Futterbrauch, die Legeleistung der Hennen, die tägliche Zunahme der Hänchen sowie die Beschaffenheit des Gefieders untersucht. Erste Ergebnisse zeigen in Abhängigkeit von der jeweiligen Zweinutzungslinie erhebliche Unterschiede bei der Mast- bzw. Legeleistung. In einer weiteren Untersuchung, die noch in diesem Jahr starten soll, werden weitere vier Zweinutzungslinien einer Leistungsprüfung unterzogen. Weitere Informationen finden Sie unter www.baysg.bayern.de/zentren/kitzingen/257404/index.php
11.08.2022
Erneuter Vogelgrippefall im Landkreis Vechta Geflügel
(Landkreis Vechta) In der Stadt Dinklage ist in einem Legehennenbetrieb das Vogelgrippevirus H5N8 nachgewiesen worden. Betroffen ist ein Hof im Ortsteil Langwege mit insgesamt 110.000 Tieren. Aufgrund der Seuchenfeststellung müssen deshalb vorsorglich alle Tiere des Betriebs gekeult werden. Mit der Tötung der Tiere hat das Veterinäramt des Landkreises die Gesellschaft für Seuchenvorsoge (GESEVO) beauftragt. Die seuchenrechtlich notwendige Tötung aller Tiere des Bestandes erfolgt unter der tierschutzfachlichen Aufsicht des Veterinäramtes.
Der Verdachtsfall wurde am 10.08. dem Veterinäramt gemeldet. Mitarbeiter des Veterinäramtes hatten daraufhin amtliche Proben entnommen und per Kurier zu einem anerkannten Labor nach Oldenburg gebracht.
Der Landkreis Vechta wird aufgrund des Ausbruchs eine tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Geflügelpest bei Nutzgeflügel erlassen. Darin werden ein Sperrbezirk im Radius von drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet im Radius von zehn Kilometern um den Ausbruchsbetrieb festgelegt. Im Sperrbezirk befinden sich 33 Geflügelhaltungen, im Beobachtungsgebiet 315 Haltungen. In den beiden Gebieten nimmt das Veterinäramt Untersuchungen vor, um eine mögliche Ausbreitung des H5N8-Erregers frühzeitig zu entdecken. Die Allgemeinverfügung ist auf der Homepage des Landkreises unter www.landkreis-vechta.de/amtsblatt zu finden.
Das Veterinäramt des Landkreises fordert alle Geflügel haltenden Betriebe eindringlich auf, die vorgegebenen Biosicherheitsmaßnahmen genauestens einzuhalten, jeglichen Seuchenverdacht unverzüglich anzuzeigen und die Bediensteten des Veterinäramtes bei ihren Bestandskontrollen zu unterstützen.
Weitere Informationen unter www.landkreis-vechta.de
11.08.2022
Schweinefleischlagerbestand etwas abgebaut Schwein
(AMI) – Im bisherigen Jahresverlauf unterlagen die Kühlhausbestände an Schweinefleisch deutlichen Schwankungen. So wurden die Lagermengen von Januar bis März reduziert und im April wieder aufgestockt. Von Mai bis Juni entwickelten sich die Zahlen rückläufig.
Trotz des zwischenzeitlichen Rückgangs des Kühlhausbestandes lag die durchschnittlich eingelagerte Menge mit einem Plus von 17 % deutlich über den Durchschnittsmengen des Vorjahres. Im Vergleich mit dem Jahr 2020 haben die eingelagerten Tonnagen sogar um die Hälfte zugenommen. Da die Auslastung der Kühlhäuser ein Indikator für den Handel mit Schweinefleisch ist, ist davon auszugehen, dass die Vermarktung im Juni etwas zügiger lief. An den im Vergleich zu den Vorjahren sehr hohen Lagermengen zeigt sich jedoch auch, dass die Nachfrage nach Schweinefleisch insgesamt verhalten ausfällt.
Mit einem Anteil von einem Fünftel belegte Schweinefleisch vor allgemeiner Tiefkühlkost den größten Teil der Kühlhauskapazitäten. Im Juni vergangenen Jahres war es noch umgekehrt. Noch deutlicher fällt die Änderung im Vergleich zum Juni 2020 aus als Schweinefleisch nur Platz vier belegte.
11.08.2022
Schlachtzahlen entwickeln sich rückläufig Schwein
(AMI) – In der ersten Jahreshälfte 2022 wurden in Deutschland viel weniger Schweine der Fleischerzeugung zugeführt als noch 12 Monate zuvor. Gegenüber dem Vorjahr kam von Januar bis Juni dieses Jahres 8,9 % weniger Schweine zur Schlachtung.
Das Aufkommen ist durch die stark reduzierten Tierbestände deutlich gesunken. In allen ausgewerteten Monaten wurden bisher die Vergleichswerte von 2021 unterschritten. Neben den Schlachtzahlen fällt auch das durchschnittliche Schlachtgewicht geringer aus als im Vergleichshalbjahr. So sind die Schlachtschweine im Mittel rund 1,1 kg leichter als im Jahr zuvor. Das wirkt sich neben der gesunkenen Schlachtzahl mit einem Minus von gut 10 % ebenfalls deutlich auf die Schlachtmenge in t aus.
Für den bestehenden Bedarf sind die verfügbaren Stückzahlen an Schlachtschweinen trotzdem ausreichend. Die Nachfrage entwickelt sich fortlaufend ruhig, was unter anderem an dem stetig abnehmenden Fleischverzehr pro Kopf liegt. Hinzu kommt, dass wegen stark gestiegener Lebensmittelpreise zahlreiche Verbraucher ihre Fleischeinkäufe reduzieren. Es ist zu erwarten, dass sich die rückläufige Entwicklung der Schlachtzahlen in der zweiten Hälfte von 2022 weiter fortsetzt.
11.08.2022
Rindermarkt: Deutlich weniger Fleisch nachgefragt Milch und Rind
(AMI) Im Zeitraum von Januar bis Juni 2022 hat die Nachfrage der privaten Haushalte nach Fleisch, Geflügel und Wurst abgenommen. Der Rückgang über alle Fleischarten hinweg betrug 12,4 %.
Besonders groß ist die Abnahme bei Rindfleisch. Da im Vorjahr in den ersten Monaten des Jahres die Restaurants und Kantinen geschlossen waren, blieb den Verbrauchern nur der LEH, um sich mit Fleisch zu versorgen. In diesem Jahr verlagerte sich ein Teil der Nachfrage zurück in die Gastronomie. Insbesondere bei Rindfleisch handelt es sich um eine Fleischart, die beispielweise in Form von Steaks häufig in gastronomischen Betrieben verzehrt wird.
Auch die gestiegenen Lebensmittelpreise dürften die Fleischnachfrage drücken. Einen Nachfragezuwachs gab es lediglich bei den Fleischalternativen, wobei es sich bei den Ersatzprodukten weiterhin um einen kleinen Markt handelt. Beim Blick auf die Fleischnachfrage im Jahr 2019 zeigt sich, dass im aktuellen Jahr gut 6 % weniger Fleisch nachgefragt wurde als vor der Pandemie. Es ist davon auszugehen, dass sich hier der seit Jahren anhaltende Trend des rückläufigen Fleischverzehrs bemerkbar macht.
10.08.2022
VEZG-Preise (11.08.-17.08.2022) Schwein

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10.08.2022
Antibiotika-Abgabemenge deutlich gesunken Geflügel
Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilt, wurden im Jahr 2021 in Deutschland insgesamt 501 t Antibiotika von pharmazeutischen Firmen an Tierärzte abgegeben. Das waren 100 t weniger als im Vorjahr (-14,3 %) und damit der deutlichste Rückgang seit 2016. Im Vergleich zu 2011, dem ersten Jahr der Erfassung, bedeutet dies ein Rückgang der insgesamt abgegebenen Antibiotika um 65 %.
Wie in den Vorjahren stellen Penicilline mit 235 t und Tetrazykline mit 125 t den Hauptanteil der abgegebenen Antibiotika dar, was allerdings einer Reduktion von rund 43 t (Penicilline) bzw. rund 23 t (Tetrazykline) entspricht. Bei den Sulfonamiden beträgt der Rückgang zum Vorjahr 1,7 t. Ebenfalls rückläufig ist die Abgabemenge der sog. kritischen Antibiotika Fluorchinolone und Cephalosporine der 3. + 4. Generation sowie für Colistin, die jeweils auf niedrigsten Wert seit 2011 gesunken sind. Insbesondere bei den Polypeptid-Antibiotika (überwiegend Colistin) ist eine Reduktion der Abgabemenge um -8,8 t bzw. -15 % auf rund 51,3 t zum Vorjahr zu verzeichnen. Weitere Informationen finden Sie unter
