Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

17.01.2022
20.01.2022 GAP-Fragestunde der Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Anmeldefrist bis zum 19.01.2022

(sie). Um an der virtuellen Fragestunde zur neuen GAP am 20.01.2022 von 10 bis 11.30 Uhr teilnehmen zu können, müssen Sie sich bis zum 19. Januar 2022 über das Veranstaltungsportal der Landwirtschaftskammer Niedersachsen anmelden. Hier der Veranstaltungslink: https://www.lwk-niedersachsen.de/lwk/vera/7105_Die_neue_GAP_-_neue_Inhalte_m%C3%B6gliche_Auswirkungen_und_notwendige_Reaktionen_der_Landwirte

Die Fragestunde wird im zugangskontrollierten Bereich des LWK-Kanals auf dem Videoportal YouTube übertragen. Den entsprechenden YouTube-Link erhalten Teilnehmende rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltung. Während der Veranstaltung können Sie Ihre Fragen über den YouTube-Chatstellen. Order Sie senden diese vorab an fragestunde@lwk-niedersachsen.de.

13.01.2022
18.01.2022 IGW Spotlights

Digitaler Agrarpolitischen Jahresauftakt

(sie). Der Deutsche Bauernverband lädt im Rahmen der „IGW Spotlights“ (Internationale Grüne Woche) am 18. Januar 2022 zu seinem traditionellen Agrarpolitischen Jahresauftakt ein. Zu dieser digitalen Veranstaltung hat auch der neue Bundeslandwirtschaftsminister, Cem Özdemir, seine Teilnahme zugesagt. In einer digitalen Podiumsdiskussion wird mit den Fraktionsvorsitzenden und -vorständen der im Bundestag vertretenen Parteien über wichtige Entwicklungen der Agrar- und Ernährungspolitik diskutiert, unter anderem mit Dr. Matthias Miersch (SPD), Ralph Brinkhaus (CDU/CSU), Britta Haßelmann (Bündnis 90/Die Grünen), Christian Dürr (FDP) und Amira Mohamed Ali (Die Linke) und Artur Auernhammer (CSU-Landesgruppe). Dabei geht es neben den Themen zur Agrarpolitik auch um die Klima-, Wirtschafts-, Umwelt- und Mittelstandsprogrammatik der Parteien.

Unter dem folgenden Link kann die digitale Veranstaltung am 18. Januar von 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr im Livestream verfolgt werden: https://www.youtube.com/watch?v=Avpju9YP6rQ

Die weitere DBV-Veranstaltungen, wie das digitale Forum „Zukunft von Wolf und Weidetierhaltung – Perspektiven von Prävention und Bestandsmanagement“ am 26. Januar 2022, finden Sie unter: https://www.bauernverband.de/kalender-veranstaltungen/termin/digitaler-agrarpolitischer-jahresauftakt

11.01.2022
Stellenanzeige

Werden Sie Teil des Landvolk-Teams

Row (sie). Unsere Mandanten bauen auf unsere Kompetenz in der Betreuung ihrer steuerlichen Angelegenheiten, die von Buchhaltung über die Abschlusserstellung bis hin zur Einkommensteuererklärung reichen. Sie schätzen unsere persönliche Betreuung und loben uns für unsere Freundlichkeit und Zuverlässigkeit.

Unsere engagierten Mitarbeiter bilden einen maßgeblichen Grundstein unseres Erfolgs. Durch einen modernen digitalen Arbeitsplatz, einen richtig netten Kollegenkreis sowie vielfältige Möglichkeiten zur beruflichen Fort- und Weiterbildung möchten wir für eine ideale Arbeitsatmosphäre sorgen.

Wir nutzen DATEV (ASP, EO, Mehrwertpaket) und sind Digitale Kanzlei 2020. Unsere aktiv wirtschaftenden Mandanten nutzen bereits selbst Unternehmen Online oder deren Belege werden über die Scannerbox bei uns im Hause ins Unternehmen Online übertragen. Wer nicht digital arbeiten möchte ist bei uns nicht richtig aufgehoben.

Unsere technische Ausstattung ist auf der Höhe der Zeit und wir investieren regelmäßig um den technischen Stand zu halten. Unsere Büroräume werden ebenfalls umlaufend erneuert, so werden derzeit alle Mitarbeiter mit Rückenproblemen mit höhenverstellbaren Schreibtischen ausgestattet.

Die tägliche Arbeit organisiert sich bei uns in kleinen Teams. Jeder Steuerberater hat feste Mitarbeiter welche wiederum fest zugeordnete Mandate und Aufträge haben. Die Steuerberatung wird durch Spezialabteilungen wie unsere Lohntruppe und die Uno´s (Einrichtung Unternehmen Online) ergänzt.

Wir wissen Leistung zu schätzen und zu honorieren und bieten einem engagierten Einsteiger - auch in Zeiten von Corona - von Beginn an einen sicheren Arbeitsplatz mit hervorragenden Zukunfts- und Aufstiegsperspektiven.

Das Gesamtpaket wird abgerundet durch: eine überdurchschnittlich flexible Gleitzeitordnung, die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten, ein Bonussystem (bis zu 7% auf Jahresgehalt), Tankgutscheine oder Dienstwagen, Betriebliche Altersvorsorge mit 20% Zuschuss vom Arbeitgeber, arbeitgeberfinanzierte Berufsunfähigkeitsversicherung, kostenlose Getränke, Zuschüsse zu Arbeitsplatzbrillen, Bikeleasing, Betriebsausflug und Weihnachtsfeier.

Sollten wir aus Ihrer Bewerbung erkennen können, dass neben Fachwissen und persönlicher Ausstrahlung auch Begeisterung für den Beruf vorhanden ist, laden wir Sie umgehend zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch ein.

Ihre aussagekräftige Bewerbung senden Sie bitte via Mail an: bewerbung@landvolk-row-ver.de

06.01.2022
„Erfolgreiche Blühkonzepte im Landkreis Verden“

Termin auf unbestimmte Zeit verschoben

Ver (sas). Jedes Jahr lädt Imker Heinrich Kersten zu Beginn des Jahres zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Blühflächen ein. Auch in 2022 soll es eine Expertenrunde geben. Unter Anderem referieren Prof. Dr. Werner von der Ohe, ehemaliger Leiter des LAVES Institut für Bienenkunde Celle, zum Thema „Bienen und Landwirtschaft - die Verdener Frühjahrsblüte als ein nachhaltiges Konzept zur Förderung von Insekten” sowie Staatssekretär Prof. Dr. Ludwig Theuvsen, ML Hannover, über „Blühflächenkonzepte in der neuen Agrarreform 2023 – Änderungen in 2022?“. Die Veranstaltung findet im Niedersachsenhof Verden (Lindhooper Str. 97) statt.

Aufgrund der aktuellen Coronalage verschiebt sich dieser Termin in 2022 jedoch auf unbestimmte Zeit. Wir werden unsere Mitglieder kurzfristig über eine Wiederaufnahme der Veranstaltung informieren. Interessierte Landwirt*innen erhalten auf unseren Social-Media-Kanälen sowie in der App entsprechende aktuelle Informationen.

05.01.2022
Tag des offenen Hofes 2022

Landvolk hofft auf Präsenzveranstaltung

Rotenburg/Verden (sie). Am 19. Juni 2022 soll der Tag des offenen Hofes auch im Verbandsgebiet endlich wieder auf den Höfen und landwirtschaftlichen Betrieben vor Ort stattfinden, nachdem der Besucher- und Aktionstag 2020 aufgrund der Pandemie ganz abgesagt werden musste und 2021 nur im digitalen Format stattfinden konnte.

Das Interesse an Tierhaltung, Ackerbau und Nahrungsmittelerzeugung ist nach Beobachtung des Landvolks enorm gestiegen. Die Verbraucher wollen wissen, wo und wie ihre Nahrungsmittel hergestellt werden.

Im Zwei-Jahres-Rhythmus bietet der Tag des offenen Hofes dazu die ideale Plattform. Viele Betriebsleiter organisieren auch außerhalb dieses bekannten Formates Hoffeste und andere Veranstaltungen, die einen Einblick in die moderne Landwirtschaft ermöglichen. Wo in ganz Niedersachsen überall Höfe zu finden sind, die sich am Tag des offenen Hofes beteiligen, ist später im Jahr auf der gleichnamigen Homepage www.tag-des-offenen-hofes-niedersachsen.de zu sehen. Der Tag des offenen Hofes wird unterstützt durch die VGH Versicherung, Öffentliche Versicherung Braunschweig, Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse und die Öffentliche Versicherung Braunschweig.

03.01.2022
Afrikanische Schweinepest

Biosicherheitsmaßnahmen einhalten & Vorsicht bei der Jagd

(sie.) Mit Ausbruch der ASP in einem Hausschweinebestand im Landkreis Rostock am 15.11.2021 sowie im Wildschweinebestand im Landkreis Ludwigslust-Parchim am 25.11.2021 ist die Seuchengefahr bis auf rd. 50 km an die niedersächsische Landesgrenze vorgerückt. Eine unzureichende Biosicherheit wird als Hauptursache für den Eintrag der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Schweine haltende Betriebe angesehen. Im Rahmen eines Forschungsprojektes der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, der Niedersächsischen Tierseuchenkasse und des Friedrich-Loeffler-Instituts wurde seit Ende 2019 untersucht, welche Informationsangebote niedersächsische Schweinehalter zur ASP nutzen und welche der empfohlenen Maßnahmen gegen einen Seucheneintrag sie im Betrieb umsetzen. Das Projekt „Evaluierung der Maßnahmen zur Prävention des Eintrags von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in landwirtschaftliche Schweinehaltungen“ wurde vom LAVES und vom Landvolk inhaltlich unterstützt. Ziel ist es, Beratungs- und Fortbildungsangebote für Schweinehalter diesbezüglich anzupassen und zu verbessern.

Mittlerweile liegen die Ergebnisse des Projekts vor. Im Rahmen der Beurteilung der Biosicherheit ließen sich u.a. bei der Einzäunung und der Umsetzung einer klaren Unterteilung der Schwarz- und Weißbereiche sowie auch bei der Schuhhygiene noch Verbesserungspotentiale feststellen. An der aktuellen Entwicklung der ASP-Verbreitung ist erkennbar, wie schnell wir direkt von der ASP betroffen sein können, auch wenn dies zuvor unwahrscheinlicher erschien. Daher appellieren wir dringend an unsere Schweine haltenden Betriebe, bitte überprüft nochmals Eure aktuellen Biosicherheitsmaßnahmen und verbessert diese bei Bedarf, um Euch und Eure Berufskollegen vor der ASP zu schützen.

Das sprunghafte Seuchengeschehen, ca. 160 km vom nächsten ASP-Geschehen in Brandenburg entfernt, zeigt zudem, dass der Mensch ein entscheidender Faktor bei der Verbreitung der Seuche sein kann und das Virus damit – im Gegensatz zur Ausbreitung in der Wildschweinpopulation – weite Strecken in kurzer Zeit überspringen kann.

Vor diesem Hintergrund bitten wir auch die Jäger unter unseren Mitgliedern nunmehr in besonderem Maße vorsichtig zu sein und die folgenden Vorsorgemaßnahmen zu beachten:

  • Bitte verzichtet nach Möglichkeit auf Jagdreisen in die von ASP betroffenen Gebiete und deren nähere Umgebung. Wenn Ihr Wildbret vom Schwarzwild nach Niedersachsen mitbringen möchten, geht bitte sicher, dass das Stück ASP-frei ist. Lasst die Stücke hierzu bitte vorher vor Ort auf ASP untersuchen.
  • Achtet bitte auf sorgfältige Reinigung und Desinfektion aller bei der Jagd verwendeten Gerätschaften, Kleidung, Fahrzeuge.
  • Achtet bitte vermehrt auf (Un-)Fallwild und beprobt alle verendet aufgefundenen und krank erlegten Stücke. Nutzt bitte für Wildschweine vorhandene Sammelstellen für Fallwildkadaver, Aufbruch sowie Verwertungsreste und gebt bitte Blutproben zur Untersuchung beim Veterinäramt ab.

Die Internetseiten des Landwirtschaftsministeriums, des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) sowie des Landesjagdverbandes bieten weitere umfangreiche Informationen zu den Vorsorgemaßnahmen.

Aktuelles aus dem Landesverband

24.10.2025
Risikoeinstufung für Aviäre Influenza auf hoch gesetzt – Biosicherheitsmaßnahmen jetzt besonders wichtig
Geflügel

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat in seinem aktuellen Radarbulletin die Risikoeinschätzung zur Geflügelpest deutlich angehoben: Das Risiko für Ausbrüche in Geflügelhaltungen und bei Wildvögeln gilt nun wieder als hoch. Hintergrund ist ein sprunghafter Anstieg der Fälle von hochpathogener aviärer Influenza des Subtyps H5N1 in Nutzgeflügelbeständen sowie erstmals auffällige Infektionen bei Kranichen in mehreren Bundesländern – darunter Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die derzeit starke Zugaktivität erhöht das Ausbreitungsrisiko erheblich. Auch andere Wildvögel wie Enten und Gänse können das Virus weitertragen – teils mit milden Symptomen.

Oberste Priorität hat daher der Schutz des Geflügels vor einem Eintrag und der möglichen weiteren Verbreitung von HPAIV-Infektionen. Hierzu müssen laut FLI die einschlägig empfohlenen Biosicherheitsmaßnahmen überprüft und unbedingt konsequent eingehalten werden.

In diesem Zusammenhang hat das ML darauf hingewiesen, dass Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter zur Anwendung von geeigneten Biosicherheitsmaßnahmen nach dem EU-Tiergesundheitsrecht verpflichtet sind (Artikel 10 der Verordnung (EU) 2016/429). Dies gilt auch für Hobbyhaltungen und Rassegeflügelzuchten.

Alle Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter sind daher aufgerufen, die betrieblichen Biosicherheitsmaßnahmen zu überprüfen und gegebenenfalls zu optimieren. Hierfür stehen aktuelle Arbeitshilfen, insbesondere das „Niedersächsische Biosicherheitskonzept Geflügel“ (https://www.ndstsk.de/1164_auswirkungen-asp.html) sowie die „AI-Risikoampel“ (https://risikoampel.uni-vechta.de/ ) zur Verfügung.

Geflügel betreuendes Personal sollte ausschließlich auf einem einzigen Betrieb tätig sein, es sollte keine gemeinsame Nutzung von Gerätschaften, Kadavertonnen und Fahrzeugen durch mehrere Geflügelhaltungen stattfinden und Tierärzte sowie andere Personen, die berufsmäßig Geflügelbestände besuchen, sollten ihre Tour abbrechen und 48 Stunden Karenzzeit einhalten, wenn sie einen Bestand betreten haben, in dem klinische Anzeichen einschließlich erhöhter Mortalität auf HPAI hindeuten.

Im Falle der Einschleppung des HPAI-Virus in den Tierbestand ist es für die erfolgreiche Eindämmung der Seuche von größter Bedeutung, dass die Infektion schnellstmöglich erkannt wird.

Geflügelhalter und Tierärzte werden daher vom ML gebeten, bereits Gründe für einen Verdacht auf Ausbruch der HPAI unverzüglich dem zuständigen Veterinäramt mitzuteilen. Gründe für einen Verdacht umfassen klinische Auffälligkeiten des Geflügelbestands, die auf eine Infektion mit dem HPAIV hindeuten können sowie eine Veränderung der Gesundheitsparameter (z.B. erhöhte Sterblichkeit, Abnahme der Futter- und Wasseraufnahme, Abnahme der Legeleistung).  Dabei können die klinischen Auffälligkeiten weitaus geringer ausgeprägt sein, als die in § 4 der Geflügelpest-Verordnung beschriebenen klinischen Auffälligkeiten.

Das aktuelle Radarbulletin der FLI finden Sie hier:

https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00068687/FLI-Risikoeinschaetzung_HPAI_H5_2025-10-20.pdf

24.10.2025
Eiermarkt: Hohe Nachfrage und knappe Verfügbarkeit
Geflügel

Die Nachfrage nach Eiern bleibt in Deutschland weiterhin auf einem hohen Niveau. Dies betrifft sämtliche Haltungsformen und zeigt sich besonders deutlich in der Verarbeitungsindustrie, die aufgrund der anhaltenden Konsumnachfrage kaum Möglichkeiten hatte, Vorräte für das Jahresende anzulegen. Die stabile Konsumnachfrage etabliert sich zunehmend als dauerhafter Zustand. Marktteilnehmer mit verfügbaren Beständen konzentrieren sich auf die Versorgung ihrer bestehenden Kundschaft, wodurch kaum Ware für den freien Markt zur Verfügung steht. Gleichzeitig beeinflusst die Aviäre Influenza die gesamte Geflügelwirtschaft. Neue Nachweise bei Wildvögeln und in Geflügelhaltungen sorgen für Unsicherheit. Die Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen wird daher als zentrale Vorsichtsmaßnahme betont. Infolge der angespannten Marktlage ist die Verkaufsbereitschaft derzeit gering. Die Entwicklung der Preise bleibt unklar, während erste Forderungen nach einer Begrenzung des Preisniveaus laut werden.

24.10.2025
Polen plant Exportausweitung nach China
Geflügel

Der polnische Mastgeflügelsektor plant mit einer deutlichen Steigerung seiner Geflügelfleischexporte, nachdem am 15. September ein neues Handelsabkommen mit China unterzeichnet wurde. Die Volksrepublik hatte 2020 die Einfuhren aus Polen aufgrund der Geflügelgrippe gestoppt. Mit dem neuen Abkommen ist nun der Weg für eine Wiederaufnahme des Handels geebnet. Zentraler Bestandteil der Vereinbarung ist die Einführung von Bedingungen zur Anwendung der Regionalisierung bei HPAI-Ausbrüchen. Dadurch können polnische Betriebe auch bei lokalen Ausbrüchen weiterhin exportieren. Das polnische Landwirtschaftsministerium sieht darin einen wichtigen Fortschritt in der Zusammenarbeit mit China im Agrar- und Ernährungsbereich. Vor dem Exportstopp hatte Polen jährlich bis zu 50.000 Tonnen Geflügelfleisch nach China geliefert. Die Branche rechnet nun mit einer Exportsteigerung von bis zu 9 % und strebt eine höhere Resilienz gegenüber Tierseuchen an. Zusätzlich werden verstärkte Exportaktivitäten in Richtung Philippinen und Südkorea verfolgt, mit dem Ziel, insgesamt bis zu 2 Millionen Tonnen Geflügelfleisch in den asiatischen Raum zu liefern.

23.10.2025
Umfrage zu Erfahrungen mit artenreichem Grünland
Milch und Rind

Artenreiches Grünland bietet viele Chancen – doch was braucht es, damit es in der Praxis funktioniert?
Im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts DivGrass (Interreg North Sea) werden aktuell Grünlandlandwirtinnen und -landwirte aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen zu ihren Erfahrungen, Chancen und Herausforderungen beim Anbau von artenreichem Grünland befragt.

Die Teilnahme ist anonym, dauert rund 15 Minuten und hilft, die zukünftige Förderung und Nutzung von artenreichem Grünland praxisnäher zu gestalten. Unter allen Teilnehmenden werden fünf Gutscheine im Wert von 150 € verlost.

Link zur Umfrage: https://survey.uu.nl/jfe/form/SV_6QzIYV6UyOdslgy?Q_Language=DE

Weitere Informationen zum Projekt unter: www.interregnorthsea.eu/divgrass

Bei Fragen bitte wenden an: Vera Schockemöhle, Trafo Agrar; vera.schockemoehle@trafo-agrar.de

22.10.2025
ITW öffnet Registrierung für Ferkelaufzüchter
Schwein

Die Initiative Tierwohl (ITW) startet am 3. November 2025 eine neue Registrierungsphase für Ferkelaufzüchter. Bis zum 26. November können sich interessierte Betriebe anmelden – auch Neueinsteiger, die bislang nicht Teil der ITW sind. Die Anmeldung erfolgt über die jeweiligen Bündler. Der Einstieg in die ITW ist flexibel: Die Umsetzung kann ab dem 1. Januar 2026 beginnen und muss spätestens bis zum 30. Juni 2026 erfolgen. Die Teilnahme ist unbegrenzt und verlängert sich mit jedem bestandenen Audit um ein weiteres Jahr. Vor der Zulassung erfolgt eine Budgetprüfung, bei Überzeichnung entscheidet ein Losverfahren. Die Rückmeldung zur Teilnahme wird voraussichtlich Mitte Dezember mitgeteilt. Wichtig: Die Budgetzusage aus dem Ferkelfonds gilt bis Ende 2026. Teilnehmende Betriebe erhalten ein Tierwohlentgelt von 4,50 € je Ferkel, sofern dieses nachweislich an einen ITW-Mäster vermarktet wurde. Eine Andienungspflicht besteht nicht, jedoch muss die Vermarktung an ITW-Mäster im Audit belegt werden. Ab dem 1. Januar 2027 soll die Nämlichkeit ab Geburt sichergestellt und die Finanzierung vollständig über den Markt erfolgen.

22.10.2025
QS-Leitfadenrevision 2026
Geflügel, Milch und Rind, Schwein

QS führt jährlich eine Revision seiner Leitfäden durch, um die Standards im QS-System weiterzuentwickeln. Noch bis zum 29. Oktober 2025 besteht die Möglichkeit, die überarbeiteten Leitfäden für die Bereiche Fleisch, Tier und Futtermittel einzusehen und zu kommentieren. Die finalen Versionen treten am 1. Januar 2026 in Kraft. Schweine- und Rinderhalter sowie Geflügelmäster sind eingeladen, sich aktiv an der Kommentierungsphase zu beteiligen. Hinweise, Verbesserungsvorschläge und Kritik können über ein Onlineformular unter https://q-s.de/revision/revision-qs-fleisch-tiere-futtermittel.html direkt an QS übermittelt werden.

22.10.2025
Die heimische Schweinehaltung stärken!
Schwein

Anlässlich des Veredlungstags 2025 des Deutschen Bauernverbandes (DBV) im nordrhein-westfälischen Coesfeld zeigt sich Hubertus Beringmeier, Veredlungspräsident des DBV, verärgert über die Streichung des Bundesprogramms zum Umbau der Tierhaltung. „Schweinehaltung braucht Zukunft“, konstatiert Beringmeier und fordert eine verlässliche und langfristige Finanzierung zur Weiterentwicklung der Tierhaltung in Deutschland. „Ein Bundesförderprogramm, deutliche Erleichterungen beim Genehmigungsrecht und ein neu gestaltetes Tierhaltungskennzeichnungsgesetz sind dafür unverzichtbar.“ Das betont der DBV-Veredlungspräsident vor den rund 250 Teilnehmern bei dem bedeutendsten Branchentreffen der Schweinehalterinnen und Schweinehalter in Deutschland. Nationale Sonderwege bei Haltungsanforderungen, von Sauen- und Mastschweinehaltern politisch gewünschte und gesetzlich geforderte Investitionen in höhere Haltungsstufen, bei gleichzeitigen Blockaden des Bau- und Genehmigungsrechts, setzen die deutschen Schweinehalter laut Beringmeier unter massiven Druck. Hinzu kommen ein hoher innereuropäischer Wettbewerbsdruck und die Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest. Unter den aktuellen nationalen Rahmenbedingungen können die schweinehaltenden Betriebe in Deutschland im europäischen Wettbewerb laut Beringmeier nicht bestehen. „Die Gefahr eines Strukturbruchs ist hoch“, warnt Beringmeier und „vielen Tierhaltern in Deutschland droht mittelfristig das Aus, wenn es nicht zügig zu Erleichterungen und einer Beschleunigung beim Bau- und Genehmigungsrecht kommt.“ Die heimische Tierhaltung mit ihren hohen Tierschutzstandards, die von der Gesellschaft ausdrücklich gewünscht werden, müsse mit Blick auf die regionale Wertschöpfung und die damit verbundene Ernährungssicherheit gestärkt werden, so der dringende Appell des Veredlungspräsidenten.