Die Eigenversorgung bei Äpfeln in Deutschland steigt. Zwar gab es 2021 keine Spitzenernte wie im Jahr 2020, die Defizite liegen aber mehr im frühen Sortenbereich bei Elstar und Gala. Sorten für den späteren Saisonverlauf wie die Jonagold-Gruppe oder Red Jonaprince stehen in ähnlichen Mengen wie im Jahr 2020 zur Verfügung. Bei der Spätsorte Natyra gibt es sogar durch die Anbauerweiterung einen deutlichen Mengensprung nach oben. Damit kann die Saison bis in den Sommer hinein ausgedehnt werden.
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Aktuelles aus dem Kreisverband
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10.01.2022
10.01.2022
Nationale Ausgestaltung der GAP ab 2023 schwächt Rentabilität des Ökolandbaus Öko-Landbau
Die kurz vor Weihnachten vom Bundesrat bestätigte nationale Ausgestaltung der GAP wird den Ökolandbau ab 2023 finanziell erheblich schwächen. Die Basisprämie beläuft sich ab 2023 nur noch auf rund 150 - 160 €/ha und 4 % der Ackerfläche sind im Rahmen der Konditionalität still zu legen. Für diese 4 % wird keine Ökolandbau-Förderung gewährt werden. Die Lücke in der 1. Säule gegenüber der aktuellen Förderpolitik sollen Landwirte mit den „Öko-Prämie“ genannten neuen Eco-Schemes ausfüllen können. Allerdings werden die Ökolandbaubetriebe die meisten der geplanten jährlichen Eco-Schemes nicht nutzen können oder es wird zu deutlichen Abzügen aufgrund von Doppelförderung kommen. Mit bis zu 30 % weniger Mitteln aus der 1. Säule rechnet daher der „BMEL-Begleitausschuss zur Zukunftsstrategie Öko-Landbau“ in einer gemeinsamen Stellungnahme zu den nationalen GAP-Strategieplänen. Besonders betroffen werden die Öko-Milchviehbetriebe sein; aber auch Öko-Ackerbaubetriebe verlieren einen erheblichen Teil ihrer Direktzahlungen. Der Begleitausschuss kritisierte daher die nationale Ausgestaltung der neuen GAP als ungeeignet, einen deutlich höheren Ökolandbauanteil in Deutschland zu erreichen. Die Chance zu wesentlichen Korrekturen der Eco-Schemes ließ der Bundesrat weitgehend ungenutzt, da keine Einigkeit über die verschiedenen Änderungsvorschläge erzielt wurde. Zwar forderten die Bundesländer bessere Angebote für Milchviehbetriebe sowie für den Ökolandbau wie die Kombinierbarkeit mit den 2. Säule-Programmen. Aber nur eine Minderheit der Bundesländer stimmte für die wichtige Erhöhung der Prämie für vielfältige Fruchtfolge von 30 € auf 60 € pro ha. Nur wenige Erleichterungen, wie eine Flexibilisierungen der Konditionalität bei Gewässerrandstreifen, wurden vereinbart. Der DBV kritisierte die Eco-Schemes insgesamt als wenig attraktiv.
Die letzte Chance für den Ökolandbau bietet nun die Neuberechnung der GAK-Grundprämie für den Ökolandbau. Sie soll dem Vernehmen nach deutlich steigen, was die Verluste der Öko-Betriebe in der 1. Säule kompensieren könnte. Das hilft aber voraussichtlich nicht in finanzschwachen Bundesländern. So hat beispielsweise Sachsen-Anhalt vor, den Budgetansatz für den Ökolandbau ab 2023 absolut zu senken.
07.01.2022
Neuer ZDG Geschäftsführer Bernhard Schleicher Geflügel
Ab 01.02.2022 übernimmt Bernhard Schleicher als Geschäftsführer die Verantwortung für die gemeinsame Verbandsgeschäftsstelle in Berlin. Schleicher tritt damit die Nachfolge von Dr. Thomas Janning an, der den ZDG auf eigenen Wunsch verlassen wird. Satzungsgemäß ist Bernhard Schleicher künftig gleichzeitig Geschäftsführer der fünf angeschlossenen Bundesverbände der Hähnchen-, Puten- und Gänseerzeuger sowie der Eierwirtschaft und der Schlachterei- und Verarbeitungsbetriebe. Darüber hinaus verantwortet er die Geschäfte der angeschlossenen Gesellschaften.
07.01.2022
Eintagsküken aus Deutschland nach Russland Geflügel
(top agrar) Deutschland darf wieder Bruteier und Eintagsküken nach Russland exportieren. Die sechs betroffenen Brütereien müssen aber künftig einen Ausfuhrzoll von 5 % einkalkulieren. Der Föderale Aufsichtsdienst für die Tier- und Pflanzengesundheit in Russland hat das Einfuhrverbot für Bruteier und Eintagsküken aus Deutschland und Großbritannien aufgehoben. Nach Angaben des Forschungsinstituts für Agrarmarktkonjunktur (IKAR) in Moskau geht es um sechs deutsche Unternehmen in Niedersachsen und neun in der Grafschaft Cheshire, die sich in vogelgrippefreien Gebieten befinden. Seit November 2020 waren Lieferstopps für Bruteier und Eintagsküken verhängt worden. Russland plant, die Grenze für kurzfristige zinsvergünstigte Darlehen für Geflügelbetriebe von umgerechnet 12 Mio. € auf 18 Mio. € pro Kreditnehmer zu erhöhen sowie die Laufzeit für zinsgünstige Investitionsdarlehen für die von der Vogelgrippe betroffenen Unternehmen auf zwölf Jahre zu verlängern. Außerdem würden ab 2022 Zuschüsse für Investitionen in den Bau und die Modernisierung von Bruteiproduktionsanlagen gewährt.
07.01.2022
Forsa-Befragung: Haltungsform-Kennzeichnung Geflügel
Die vierstufige Haltungsform-Kennzeichnung von Fleisch und Fleischwaren hat in der Bekanntheit bei den Deutschen zugelegt und inzwischen das EU-Bio-Siegel deutlich hinter sich gelassen. Kannten die Kennzeichnung der Haltungsform im Dezember 2020 noch 49 Prozent, so kennen im Dezember 2021 bereits 65 Prozent der Deutschen das Siegel. 55 Prozent kennen das EU-Bio-Siegel. 90 Prozent der Befragten sind zudem von der Haltungsform-Kennzeichnung überzeugt und finden sie gut oder sehr gut. Ähnlich beliebt bei den Deutschen ist die Initiative Tierwohl (ITW), deren Konzept seit nun mehr vier Jahren konstant über 90 Prozent der Befragten als gut oder sehr gut bewerten. Verbraucher finden die Haltungsform-Kennzeichen deutschlandweit auf Produkten bei ALDI Nord, ALDI SÜD, Bünting Gruppe, EDEKA, Kaufland, LIDL, Netto Marken-Discount, PENNY und REWE. Die teilnehmenden Händler kennzeichnen derzeit durchschnittlich um die 90 Prozent des SB-Fleisch- und Wurstsortiments von Schwein, Hähnchen, Pute und Rind mit der Haltungsform-Kennzeichnung.
07.01.2022
Vogelgrippe weiter gefährlich – niedersächsische Putenhalter überlegen Ställe umzubauen Geflügel
(HAZ) Die Vogelgrippe wütet weiter, vor allem im Nordwesten Niedersachsens. Insgesamt hat es 2021 in Niedersachsen 20 Ausbrüche der Vogelgrippe gegeben, 231.561 Tiere mussten getötet werden. Ähnlich wie Corona wird die Vogelgrippe durch Aerosole übertragen. Deshalb erscheinen Ställe, die als besonders tierwohlgerecht gelten, im Hinblick auf die Vogelgrippe als gefährdet – sogenannte Louisianna Ställe mit freier Lüftung. Viele Putenhalter überlegen daher, die Ställe in geschlossene Einrichtungen wie bei der Hähnchenmast umzubauen. Doch dafür sind neue Baugenehmigungen, aber auch neue Genehmigungen für Be- und Entlüftungsanlagen nötig. Eine zweite Möglichkeit für mehr Schutz vor der gefährlichen Tierkrankheit wäre die Impfung – diese hatte auch schon Friedrich-Otto Ripke, Präsident des ZDG, ins Gespräch gebracht. Derzeit gibt es noch keinen geeigneten und praxistauglichen Impfstoff über das Trinkwasser. Jedes Tier einzeln mit der Spritze zu impfen sei vielleicht bei Küken zu leisten, aber kaum bei großen, ausgewachsenen Tieren, heißt es bei Experten. Auch das EU-Recht ist eine gewaltige Hürde, da es nur sehr eingeschränkt zulässt, dass Fleisch von geimpften Tieren auf den Markt kommt.
07.01.2022
ASP europaweit auf dem Vormarsch Schwein
(AMI) – Die Anzahl der in Europa bestätigten Fälle Afrikanischer Schweinepest (ASP) ist auch in den vergangenen Wochen kontinuierlich gestiegen. Im gesamten Jahr 2021 bis zum aktuellen Stand am 04.01.2022 wurden europaweit insgesamt 13.975 Infektionen bei Wild- und Hausschweinen registriert. Am stärksten von dem Seuchengeschehen betroffen ist dabei nach wie vor der Osten Europas, wobei Polen inzwischen die meisten Fälle infizierter Tiere zu beklagen hat. Zwar belegt unser Nachbarland im europäischen Vergleich aktuell den 1. Platz, jedoch ist der Anteil der in Polen infizierten Hausschweine mit knapp 4 % dabei noch vergleichsweise gering. In Rumänien handelte es sich bei rund 62 % der betroffenen Tiere um Hausschweine.
Doch neben Polen ist auch Deutschland im europäischen Ranking deutlich nach oben geklettert. Belegten wir Ende November 2021 noch den 4. Platz, so sichern uns die steigenden Infektionszahlen inzwischen Rang 2 unter den am stärksten betroffenen Ländern Europas. Erstmalig wurde die ASP in Deutschland dabei am 10. September 2020 im Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg bei einem Wildschwein offiziell bestätigt. Seitdem war die Ausbreitung der Seuche nicht mehr zu stoppen, nahezu täglich werden neue Funde publik. Im gesamten Jahr 2021 bis zum aktuellen Stand wurden insgesamt 2.719 Ausbrüche bei deutschen Haus- und Wildschweinen gemeldet. Der erste Fall bei einem Hausschwein wurde am 15. Juli 2021 nachgewiesen, bis zum heutigen Tag zählt Deutschland insgesamt vier infizierte Hausschweine. Drei Tiere stammten aus Brandenburg, ein weiteres wurde im November in Mecklenburg-Vorpommern identifiziert. Kurz darauf wurde in Mecklenburg-Vorpommern zudem ein erster Fall bei einem Wildschwein offiziell bestätig. Somit beschränkt sich die Ausbreitung der Schweinepest inzwischen nicht mehr auf die Bundesländer Brandenburg und Sachsen, sondern hat gegen Ende 2021 auch Mecklenburg-Vorpommern erreicht.
07.01.2022
Gesetzliche Änderungen zum Jahreswechsel Milch und Rind
Die mit Jahresbeginn 2022 greifenden gesetzlichen Änderungen für die Landwirtschaft hat der DBV als Übersicht zusammengestellt. Darunter fallen u. a. Änderungen im agrarsozialen, arbeitsrechtlichen und steuerlichen Bereich, in der Agrarförderung sowie im Tierarzneimittelrecht und bei den Tiertransporten. Mehr unter:

