Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

26.09.2025
Woche der Bevorratungsaktionen für Kartoffeln
Pflanzen

(AMI) Viele Werbeanstöße für Speisekartoffeln in größeren Packgebinden beleben das Geschäft teilweise. Die Aktionspreise sind nicht viel niedriger als im Vorjahr, die Erzeugerpreise schon, vor allem wenn die Qualitäten nicht bestens sind.

Die Nachfrage nach Kartoffeln profitiert diese Woche von den vielen Werbeanstößen im LEH. Allerdings stellt die Marktbeobachtung der AMI gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von damals erfassten 45 auf nun 37 Nennungen von Speisekartoffeln in den ausgewerteten Prospekten fest. Dafür sind aber die größeren Packmaße häufiger und die Preise niedriger. Zum Herbstanfang 2024 gab es trotz völlig anderer Marktlage durchaus auch Preise von 0,40 EUR/kg für Kartoffeln in 7,5 oder 10,0 kg. Packungen. Diese Marke wird aktuell sogar noch mit 0,35 EUR/kg unterboten – allerdings selten. Darstellbar ist der Preis ohne große Anstrengung für die Vermarkter, zahlen diese den Landwirten mitunter für Aktionsware sogar weniger als 0,10 EUR/kg. Das häufige Auftauchen der Kartoffeln in Werbeprospekten mag dem Absatz förderlich sein, dass zeigte sich schon im August, ob aber die großen Packmaße noch viel nachgefragt werden, wird von manchem bezweifelt.

Die Kartoffelernte schreitet vor allem im Norden weiterhin flott voran, auch wenn es mancherorts im Nordosten etwas zu trocken wird. Der Süden sieht aktuell teils sehr viel Regen, der die Ernte unterbricht. Allerdings ist im Südwesten nicht mehr so viel zu bergen, nur in Bayern steht noch ein relativ großer Anteil des diesjährigen Aufwuchses an. Marktrelevant sind Erntebehinderungen aktuell nicht.

Auf Erzeugerstufe hat sich die Marktlage nicht geändert. Viele würden gerne mehr Kartoffeln ihrer wohl überschüssigen Ernte direkt vom Feld verkaufen, es gibt aber zu wenig Nachfrage. Einzelne finden ein Ventil im Export, viele müssen das, was sich absehbar nicht verkaufen lässt, anderweitig verwerten. Der Handel kann derzeit selbst bei guten Qualitäten aus den Vollen schöpfen. Den Preis noch weiter zu drücken, versucht man nicht unbedingt, vor allem nicht bei den besten Stammlieferanten. So bleibt auch beim Preisgefüge diese Woche alles wie in der Vorwoche: die genannten Notierungen werden für gute Qualitäten gewährt, weichen die Qualitäten aber ab, gibt es aber spürbare Preisabzüge, wie es aus verschiedenen Regionen heißt.

26.09.2025
Zwiebelernte kommt im Norden schnell voran
Pflanzen

(AMI) Günstige Witterungsbedingungen lassen die heimische Zwiebelernte schnell voranschreiten. Das Qualitätsbild ist regional unterschiedlich, wird jedoch insgesamt als besser beschrieben als im Vorjahr.

Die trockenen Witterungsbedingungen im Norden Deutschlands sorgen für gute Erntevoraussetzungen in der laufenden Woche. Es konnte bereits ein Großteil der diesjährigen Ernte an gelben Speisezwiebeln eingefahren werden und auch in dieser Woche kommen weitere nennenswerte Mengen dazu. Die Ernte bei roten Zwiebeln ist auch im Norden nahezu abgeschlossen. Damit wird auch die Einlagerung dieses Jahr voraussichtlich früh abgeschlossen, nachdem bereits die Aussaat zeitig und planmäßig vollendet werden konnte. Die Qualitäten bei gelben Zwiebeln scheinen regional unterschiedlich zu sein: Regionen mit zahlreicheren Niederschlägen berichten vereinzelt von Halsfäule, trockenere Anbauregionen melden ansprechende Qualitäten. Alles in Allem ist die Kondition der Zwiebeln besser als im Vorjahr.

Die Herbstaktionen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) haben die Inlandsnachfrage diese Woche leicht angekurbelt. Auch wenn sich die Preise in diesem Jahr auf schwachem Niveau halten, so bleiben sie weiterhin stabil. Auch bei roten Zwiebeln hält sich das Preisniveau konstant. Dennoch werden vereinzelt auch Partien zweiter Wahl mit Preiszugeständnissen vermarktet.

26.09.2025
Eiermarkt fester
Geflügel

(AMI/MEG) Die Sommerschulferien waren Mitte September bundesweit beendet. Rückkehrende Urlauber füllten die Kühlschränke und die Nachfrage wurde als lebhaft bezeichnet. Die verarbeiteten Betriebe hielten sich mit umfangreichen Bevorratungskäufen zurück. KAT-Ware war am freien Markt kaum zu bekommen. Produzenten die über eigene Verarbeitungsbetriebe verfügen belieferten vorwiegend diese. Das Gros der deutschen Eiererzeugung diente dem Bedarf des LEHs. So blieb nach wie vor wenig Ware für den freien Markt übrig. Im September gab es am deutschen Markt leichte Preisaufschläge bei den Packstellenabgabepreisen. Im Verlauf des Monats wurden die Aufschläge etwas deutlicher. Die Mischfutterfutterpreise tendierten gegenüber dem Monat August geringfügig schwächer, was die Rentabilität für am Spotmarkt gehandelte Eier nochmals gesteigert hat. Mit sinkenden Temperaturen könnten Ausbrüche der Aviären Influenza wieder wahrscheinlicher werden. Erste Fälle wurden bereits aus Deutschland und Polen gemeldet.

26.09.2025
Geflügelmarkt uneinheitlich
Geflügel

Die diesjährige Grillsaison neigte sich im September dem Ende zu. Daher nahm das Interesse an marinierter Ware etwas ab. Insgesamt wurde Geflügelfleisch aber weiterhin recht rege nachgefragt. Von Angebotsengpässen wurde inzwischen aber nicht mehr berichtet. Die Entscheidung der EU wieder Importe brasilianischen Geflügelfleischs zuzulassen, führte insbesondere am Frostmarkt zu Verunsicherung bezüglich der weiteren Preisentwicklung. Die Schlachtereiabgabepreise für frisches Hähnchenfilet blieben meist unverändert. Schenkel und Hähnchenflügel tendierten am Spotmarkt etwas schwächer. Ganze Hähnchenschlachtkörper wurden im Rahmen der Oktoberfestsaison rege nachgefragt, die Großhandelspreise zogen leicht an. In den kommenden Wochen erwarten die Marktteilnehmer wieder höhere Schlachtgewichte am Putenmarkt. Zuletzt waren die Tiere durch die sommerliche Hitze leichter. Rotfleischprodukte wurden nun stärker auf Ladenstufe gelistet. Im September blieben die Althennenpreisen meist stabil. Weiterhin fehlen hierzulande Schlachtkapazitäten und viele Althennen werden im benachbarten Ausland geschlachtet.

26.09.2025
HPAI: Lage aktuell noch ruhig – Biosicherheit zahlt sich aus
Geflügel

Die Geflügelhalter in Deutschland haben in den vergangenen Jahren ihre Betriebe bei Biosicherheit und Seuchenprävention konsequent weiterentwickelt – mit Erfolg. Heute sind die Bestände deutlich besser geschützt als noch vor den großen Vogelgrippe-Wellen 2016 und 2020/21. Die aktuellen Zahlen bestätigen diesen positiven Trend: In diesem Sommer wurden deutlich weniger Vogelgrippefälle bei Wildvögeln gemeldet als in den Jahren zuvor. Bis 2020 war die Geflügelpest in Deutschland stark saisonal – vor allem im Herbst, Winter und Frühjahr während der Wildvogelzüge. In den letzten Jahren gab es hingegen auch viele Fälle im Sommer. Nun deutet sich an, dass sich das Bild wieder verändert: Seit Oktober 2024 wurden nur rund 360 Wildvogel-Fälle festgestellt, gegenüber mehr als 1.000 in der Saison 2022/23. Eine gewisse Immunität in den Wildvogelpopulationen könnte dazu beitragen.

Mit Blick auf die beginnende Zugvogelsaison gilt es nun, diesen Kurs beizubehalten: Biosicherheitsmaßnahmen konsequent anwenden, aufmerksam bleiben und bei Verdachtsfällen sofort handeln.

26.09.2025
Niederlande: Ausstiegsprogramme nehmen Fahrt auf
Geflügel, Schwein

(AgE) In den Niederlanden beteiligen sich über 1.000 Tierhalter an den staatlichen Ausstiegsprogrammen „LBV“ und „LBV plus“, die auf eine Reduktion der Stickstoffemissionen in überlasteten Natura-2000-Gebieten abzielen. 243 Geflügelbetriebe haben bereits Verträge unterzeichnet, wobei die meisten Anträge (573) auf Schweinehalter entfallen. Insgesamt stehen fast 3 Mrd. € Fördermittel bereit. Wie stark sich die Programme auf die Tierbestände auswirken, bleibt angesichts unsicherer politischer Rahmenbedingungen offen.