Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

01.10.2025
EU-Viehzählung: Schweineplus trotz Sauenrückgang
Schwein

In der vergangenen Woche hat das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) die aktualisierten Ergebnisse der Viehbestandserhebungen vom Frühjahr 2025 veröffentlicht. Die neuen Zahlen zeigen: Während der Gesamtbestand an Schweinen in der EU leicht wächst, sinkt die Zahl der Zuchtsauen spürbar. Im Jahr 2025 hielten die Top 10 der EU-Länder einen Gesamtbestand von 116,44 Mio. Schweinen – ein Plus von etwa 0,7 % gegenüber dem Vorjahr. Besonders starke Zuwächse verzeichneten Dänemark (+5,6 %), Ungarn (+3,8 %) und Spanien (+3,6 %). Demgegenüber stehen deutliche Rückgänge in den Niederlanden (–6,0 %) und Rumänien (–3,2 %). Auch Deutschland meldete ein Minus von 1,2 %. Besorgniserregend ist der Rückgang bei den Zuchtsauen: In den führenden zehn EU-Ländern sank die Zahl der Sauenbestände um 2,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen sind die Niederlande (–7,0 %), Spanien (-5,0 %) und Polen (–4,4 %). Lediglich Ungarn (+5,1 %), Dänemark (+0,5 %) und Frankreich (+0,6 %) meldeten Zuwächse.

Gesamtschweinebestand EU Top 10 Mitgliedstaaten
Quelle: DBV, Ref. 3.2, auf Basis von Eurostat, aktualisiert 2025, abgerufen am 20.09.2025

01.10.2025
ASP: Sperrzonen verkleinert und Jagden wieder erlaubt
Schwein

Die EU-Kommission hat einer deutlichen Verkleinerung der ASP-Sperrzonen in Sachsen zugestimmt und lobt die intensiven Bekämpfungsmaßnahmen. Besonders im Landkreis Bautzen schrumpft Sperrzone II von 1.403 km² auf nur noch 170 km². Auch Sperrzone I wird leicht reduziert. Für Landwirte entfallen in freigegebenen Gebieten Einschränkungen bei Tierverwertung und Futtermitteln. Auch in Hessen gibt es Bewegung: Im Landkreis Darmstadt-Dieburg wurden Drück- und Erntejagden auf Wildschweine in Sperrzone II wieder freigegeben – unter bestimmten Voraussetzungen.

29.09.2025
Intensivkurs Klauenpflege – Noch Plätze frei!
Milch und Rind

Staatlich geprüfte Klauenpfleger:innen und Tierärzt:innen bieten einen dreitägigen Klauenpflegekurs im Landkreis Diepholz an, indem tiefgreifendes Wissen über Klauenpflege und Klauenerkrankungen erlangt werden kann, sodass Sie in Zukunft dazu beitragen können, Lahmheiten frühzeitig zu erkennen und professionell zu behandeln. Theoretische und praktische Einheiten wechseln sich ab, sodass sich Wissen und Fertigkeiten sofort vertiefen. Der Kurs steht sowohl Landwirt:innen, Herdenmanager:innen und Klauenpfleger:innen als auch Tierärzt:innen und vet.-med. Studierenden offen.

Inhalte:

  • Anatomie der Rinderzehe,
  • 5-Punkte-Schema der funktionellen Klauenpflege,
  • Werkzeugkunde und Messerschleifen,
  • Arbeitssicherheit für Mensch und Tier,
  • Klauenerkrankungen nach ICAR-Atlas,
  • Entlastungsschnitt, verschiedene Entlastungshilfen,
  • verschiedene Verbandstechniken inkl. Hartschalenverbände an der Klaue,
  • Behandlung und Nachsorge von Klauenerkrankungen

Weiterführende Informationen erhalten Sie über die folgenden Links:

https://www.deutsches-tieraerzteblatt.de/termine/termindetails/klauenpflege-intensivkurs/21459 http://www.stantepede.vet/Veranstaltungen

26.09.2025
Deutschland erhöht Einfuhren von Rindfleisch
Milch und Rind

(AMI) Während die Schlachtungen und damit die Produktion von Rindfleisch in Deutschland zurückgehen, ist bei den Importen ein steigender Trend festzustellen. Im Zeitraum von Januar bis Juli 2025 wurden fast 237.500 t Rindfleisch eingeführt, das waren knapp 13 % mehr als im Vorjahr.

Beim Hauptlieferanten handelte es sich um die Niederlande, rund 27 % der Gesamtimporte stammten von dort. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum haben die Niederlande ihre Ausfuhren nach Deutschland um gut ein Zehntel erhöht. Noch deutlicher fiel der Anstieg beim zweitplatzierten, Polen, aus. Von dort erreichte uns fast ein Drittel mehr Rindfleisch als 2024. Unter den größten Lieferanten befanden sich hauptsächlich Mitgliedstaaten der EU. Mit Argentinien und Brasilien spielen jedoch auch Einfuhren aus Südamerika eine Rolle im deutschen Außenhandel mit Rindfleisch. Insgesamt ist der Anteil von Drittstaaten zwar gering, dennoch sind die Lieferungen aus Südamerika insbesondere bei Edelteilen für die Gastronomie von Bedeutung.

Ein Grund für die gestiegenen Importe liegt in der deutlich verringerten Eigenproduktion von Rindfleisch in Deutschland. Durch die jahrelang rückläufigen Bestände fallen die Schlachtzahlen 2025 bislang gut 7 % geringer aus als in den Vorjahren. Um dennoch ausreichend mit Rindfleisch versorgt zu sein, muss Deutschland mehr Ware aus dem Ausland einführen.

26.09.2025
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) In der 37. KW erfassten die deutschen Molkereien 0,1 % weniger Milch als in der Vorwoche. Das Vorjahresniveau wurde um 5,0 % übertroffen, auch die Menge aus 2023 liegt aktuell darunter. Preise für abgepackte Butter sind gesunken. Die Kemptener Notierung lag am 24.09.2025 bei 6,85 bis 7,35 EUR/kg. Die großflächige Preissenkung im Handel führte zu einer sprunghaft gestiegenen Nachfrage nach geformter Butter, die teilweise nicht sofort bedient werden konnte. Preis für Blockbutter stabil. In Kempten lag die Notierung bei 5,50-5,90 EUR/kg. Der Schnittkäsemarkt zeigt sich stabil bei saisonüblicher Nachfrage. Preise bleiben unter Druck, neue Abschlüsse erfolgen mit Abschlägen.

MMP-Markt etwas schwächer, weniger Abschlüsse. Die Nachfrage aus der Schokoladenindustrie und dem Export ist gering. VMP-Markt kaum Bewegung, Nachfrage gering sowohl bei den Herstellern als auch auf dem Weltmarkt.   Markt für Molkenpulver stabil. Futtermittelware leichte Preisschwäche, Lebensmittelware stabil. Molkenkonzentratpreise stabil.

26.09.2025
Verbändegespräch zu Milch mit BM Rainer
Milch und Rind

(DBV) Am 23.09.2025 fand ein intensiver Austausch zwischen BM Rainer und sechs führenden Verbänden der deutschen Milchwirtschaft statt. DRV, DBV, MIV, VDM und VBPM. Im Mittelpunkt stand die geplante Verschärfung der Gemeinsamen Marktordnung (GMO) durch die EU, insbesondere die verpflichtende Anwendung von Artikel 148. Die Verbände warnten vor gravierenden Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit und die Erzeugerpreise, da eine verpflichtende Einbeziehung der Produktionskosten und eine Revisionsklausel die Betriebe massiv belasten würde. Minister Rainer bekräftigte seine ablehnende Haltung gegenüber diesen Plänen.

26.09.2025
Globales Angebot drückt auf die Weizenkurse
Pflanzen

(AMI) Die Weizenkurse in Paris und Chicago gaben auf Wochensicht weiter nach. Besonders das große globale Angebot belastet die Kurse dies- und jenseits des Atlantiks. Die Hoffnung auf eine lebhaftere internationale Nachfrage begrenzt die Verluste.

Die Weizenkurse in Paris standen in der zurückliegenden Berichtswoche unter Druck. Der Fronttermin Dezember 25 schloss am 25.09.2025 bei 190,75 EUR/t, ein Minus von 1,50 EUR/t auf Wochensicht. Belastet wurde die Notierung dabei vorrangig vom großen globalen Angebot, resultierend aus den Ernten auf der Nordhalbkugel sowie der Aussicht auf ebenfalls große Ernte auf der Südhalbkugel, besonders in Argentinien und Australien.

Auch die jüngsten Prognosen schürten die bärische Stimmung am Markt. Der IGC hob seine monatliche Prognose für die weltweite Weizenerzeugung 2025/26 um 8 auf 819 Mio. t an. Der Getreidehandelsverband Coceral erhöhte unterdessen seine Schätzung für die Weichweizenproduktion 2025 in der EU-27+Großbritannien auf ein Zehnjahreshoch von 147,4 Mio. t gegenüber 125,6 Mio. t im Vorjahr. Im Juni hatte der Verband die Ernte noch auf 143,1 Mio. t taxiert.

Auch die jüngsten Außenhandelsdaten der EU brachten keine bullischen Argumente für den Markt. Nach Angaben der EU-Kommission hinken die Weichweizenexporte mit 4,1 Mio. t dem Vorjahresergebnis um 33 % hinterher. Allerdings sind die Daten nach wie vor unvollständig, da Frankreich fehlt. Rumänien lieferte bislang gut 2,1 Mio. t an den Weltmarkt und ist damit der größte Exporteur der EU, gefolgt von Litauen mit 0,6 Mio. t und Deutschland mit 0,4 Mio. t. Externe Schätzungen, die auf Daten der französischen Häfen beruhen, gehen jedoch davon aus, dass sich die französischen Exporte in Drittländer seit Beginn der Vermarktungssaison 2025/26 auf gut 0,8 Mio. t belaufen dürften.

Aufkeimende Importnachfrage begrenzt Abwärtstrend

Begrenzt wurden die Verluste durch die aufkeimende Nachfrage am Weltmarkt. Besonders die algerische Ausschreibung wurde als positives Signal angesehen. So soll der staatliche Getreideeinkäufer OAIC zwischen 600.000 und 700.000 t Mahlweizen gebucht haben. Bedient werden dürfte die Ausschreibung vorrangig durch Lieferanten aus der Schwarzmeerregion wie die Ukraine, aber auch Mitgliedsstaaten der EU in der Region. Kategorisch ausgeschlossen wurden Lieferungen aus Frankreich aufgrund der anhaltenden diplomatischen Spannungen zwischen Paris und Algier. Akteure gaben an, dass ukrainischer Weizen mit einem Proteingehalt von 11,5 % derzeit mit etwa 220 bis 223 USD/t fob der günstigste für die von Algerien gewünschten Liefertermine im November 2025 sei, gefolgt von russischem und rumänischem Weizen mit etwa 227 bis 230 USD/t. Französischer Weizen sei in Abhängigkeit vom Kontrakt an der Euronext und dem Wechselkurs des Euros 2 bis 4 USD/t teurer als russischer Weizen, heißt es. Jordanien wurde auch aktiv und buchte über mehrere Ausschreibungen 60.000 t Mahlweizen. Marktakteure hoffen, dass diese Käufe einen Impuls für weitere Nachfrage, besonders im Nahen Osten, liefern.

Zudem bewerteten Marktteilnehmer die jüngsten Drohnenangriffe der Ukraine auf den russischen Hafen von Noworossijsk. Nach russischen Angaben wurden allerdings weder Schiffe noch Hafeninfrastruktur bei dem Angriff beschädigt. Des Weiteren bot auch die nach wie vor geringe Abgabebereitschaft der Erzeuger und der damit festere Kassamarkt den Kursen Unterstützung.

26.09.2025
Preise am Brotgetreidemarkt können sich behaupten
Pflanzen

(AMI) Am Markt für Brotgetreide dominiert die Einlagerung. Neugeschäft bleibt dünn. Die Terminmarktkurse und Großhandelspreise geben nach, während Erzeugerpreise weitgehend standhalten.

Am heimischen Brotgetreidemarkt bleibt das Neugeschäft überschaubar. Viele Betriebe setzen auf festere Preise, lagern ein und bedienen vorrangig bestehende Kontrakte; die Abgabebereitschaft ist entsprechend gering. Auf der Terminseite schwankten die Notierungen, ohne ein klares Signal für den Kassamarkt zu senden. Stützend wirkten höhere bzw. wieder aktivierte Ausfuhrabgaben/-steuern und Exportbeschränkungen in wichtigen Ursprungsländern wie Russland, Indien und Argentinien. Das schränkt das Angebot am Weltmarkt tendenziell ein und verbessert die Wettbewerbsposition von EU-Weizen. Dämpfend wirkt jedoch das global reichliche Angebot. Mangels frischer Ausschreibungen bleibt das Exportgeschäft verhalten.

Die Großhandelspreise folgten den Terminnotierungen mit Verzögerung und gaben im Vorwochenvergleich durchweg um 1 EUR/t nach. In Hamburg notierte prompter Qualitätsweizen bei 211 EUR/t und Brotweizen bei 203 EUR/t. Am Niederrhein wurde Brotweizen prompt mit 201 EUR/t bewertet, Brotroggen prompt mit 179 EUR/t. Neuabschlüsse bleiben rar; Prämien zeigen je nach Abnahmefenster wenig Dynamik.

Im Gegensatz zu den Kursen am Terminmarkt und den Großhandelspreisen konnten sich der Brotgetreidepreise am heimischen Markt behaupten. Brotweizen frei Erfasserlager kostete im Bundesmittel mit 163,88 (146–178) EUR/t nahezu genauso viel wie in der Vorwoche. Brotroggen zog binnen Wochenfrist um 0,84 EUR/t auf 141,17 (121–160) EUR/t an. Qualitätsweizen büßte 0,36 EUR/t ein und notiert bei 172,31 (161–186) EUR/t. Eliteweizen verlor 0,58 EUR/t auf 181,49 EUR/t. Braugerste erhöhte sich um 0,06 EUR/t auf 173,42 (158–190) EUR/t.

Regional bleibt das Bild einheitlich ruhig. Im Norden dominieren Einlagerung und Feldarbeiten; im Osten entwickelten sich die Brotgetreidepreise überwiegend stabil bis schwächer, Abschlüsse gibt es meist nur aus Platz- oder Liquiditätsgründen. Ebenso im Westen. Im Süden bleibt der Handel sehr verhalten mit leichter Schwäche, teils wetterbedingten Unterbrechungen der Arbeiten. Parallel bindet die Silomaisernte deutschlandweit Kapazitäten; die Wintergetreideaussaat läuft dort, wo die Flächen abgetrocknet sind, und wird überwiegend als günstig eingeschätzt.

Ohne anziehende Preise dominiert auf Erzeugerseite absehbar weiter die Einlagerung; verkauft wird primär aus Platz- oder Liquiditätsgründen. Auf Käuferseite bleibt die Nachfrage der Mühlen und des Exportes verhalten; homogene Partien sind verfügbar, aber es fehlen Impulse durch Ausschreibungen. Die Prämien franko Mühle/Hafen halten sich – regional unterschiedlich – knapp über Vorwochenlinie, klare Trendwechsel bleiben aus. Daher dürfte es am Kassamarkt ohne neue Importtender aus Nordafrika oder dem Nahen Osten und deutlichere Impulse vom Terminmarkt auch mit Blick auf den Oktober ruhig bleiben.

26.09.2025
Raps widersetzt sich Kursrückgang
Pflanzen

(AMI) Auch wenn sich die Terminmarktnotierungen abwärts bewegen, können sich die Erzeugerpreise für Raps befestigen. Die Preissteigerungen reichen jedoch nicht aus, um die Abgabebereitschaft merklich zu beleben.

Die Pariser Rapsnotierungen bewegten sich im Wochenverlauf Auf und Ab, zeigten insgesamt allerdings eine leicht rückläufige Tendenz. So schloss der Fronttermin November am 25.09.2025 bei rund 472,25 EUR/t und damit 3,50 EUR/t unter dem Niveau der Vorwoche. Etwas deutlicher fällt das Minus dagegen für den Folgetermin Februar 2026 aus, dieser notiert rund 6 EUR/t niedriger. Druck kommt dabei von dem größeren EU-Rapsangebot sowie rückläufigen Notierungen an der Börse in Winnipeg. Bei günstiger Witterung schreiten die Erntearbeiten in den kanadischen Prärien zuletzt zügig voran, was das Angebot saisontypisch vergrößert.

Entgegen den rückläufigen Vorgaben seitens der Pariser Börse können sich die Kassapreise für Raps auf Wochensicht befestigen. So sind auf Erzeugerebene für Partien der Ernte 2025 zuletzt rund 445,10 EUR/t im Gespräch, ein Plus von 3,80 EUR/t im Vergleich zur Vorwoche. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 440-465 EUR/t. Die Handelsaktivität am heimischen Rapsmarkt verläuft weiterhin in ruhigen Bahnen. Es verkauft nur, wer verkaufen muss – sei es aus Platz- oder Liquiditätsgründen. Andernfalls wird eingelagert und in Hoffnung auf weitere Preissteigerungen vorerst abgewartet.

Gebietsweise fiel der Startschuss für die diesjährige Sonnenblumen- und Sojabohnenenernte. Ersteres erzielte auf leichteren Böden im Osten des Landes bislang rund 20 dt/ha. Niederschlagsbedingt pausieren die Arbeiten jedoch in einigen Regionen. Aus Sachsen-Anhalt wird zudem von den ersten Ernteergebnissen bei Sojabohnen berichtet, die sich mit rund 23 dt/ha im üblichen Rahmen bewegen. Der Raps hat sich in den meisten Beständen gut entwickelt und läuft weitgehend problemlos auf. Eine Ausnahme bildet Sachsen, wo es erhebliche Schäden durch den Rapserdfloh gibt. Landwirte reagieren hier mit wiederholten Maßnahmen, um die Kulturen zu retten.

Angehobene Ertragsprognose für deutsche Herbstkulturen

Im August bis Mitte September befanden sich die deutschen Feldbestände zum Großteil in ihrer Wachstumsphase. Im Süden des Landes begünstigten dabei Niederschläge die Kornfüllung und Wurzelwachstum. Im Norden und Osten schränkte dagegen die anhaltende Trockenheit im August die Entwicklung ein. Das beschleunigte jedoch gleichzeitig die Reifung. Indes verliefen die Aussaatarbeiten für Raps überwiegend unter günstigen Bedingungen. Einzig im Westen und Südwesten kam es zu regenbedingten Unterbrechungen, während im Norden die mangelnde Bodenfeuchte das gleichmäßige Auflaufen behinderte. Die Wetterprognosen für die kommenden Wochen deuten auf ausreichend Niederschläge und Sonne hin, was die Entwicklung der Kulturen begünstigen dürfte.

Deutschland bezieht weniger Raps aus dem Ausland

Die Saison 2025/26 startet mit schleppenden Rapsimporten, denn die größere Ernte limitiert den Importbedarf. So bezog Deutschland im Juli rund 324.000 t Raps aus dem Ausland und damit knapp 7 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Großteil von 102.000 t stammt dabei aus Rumänien. Damit konnte das Land seine Liefermengen gegenüber Vorjahr nahezu verfünffachen. Auf Platz 1 der wichtigsten Herkunftsländer rangiert Frankreich, dicht gefolgt von Australien. Während ersteres mit 67.000 t rund 93 % mehr lieferte, reduzierte letzteres sein Volumen dagegen um 59 %. Auch aus der Ukraine, Polen und Tschechien kam weniger Raps. Dagegen konnten Serbien, Belgien und Spanien ihre Lieferungen steigern.