Die Nachfrage nach frischen und gefrorenen Gänsen nimmt laut der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) zu. Doch dieses Jahr sind deutlich weniger Gänse in der Vermarktung – vor allem im Frischwarenbereich. Das knappe Angebot sei der Geflügelpest im Frühjahr geschuldet. Davon betroffen waren u.a. auch Zuchtgänsebestände in Niedersachsen, in denen das Geflügelpestvirus nachgewiesen wurde, so dass die Tiere getötet werden mussten. Mit etwa 4 bis 4,5 kg kommen jetzt die ersten Gänse in den Hofläden und im Direktverkauf auf den Markt. Dass der Preis für Gänse dieses Jahr um bis zu 20 Prozent höher sein wird, ist allerdings eher den gestiegenen Futterkosten als der Knappheit geschuldet. Sorge bereiten den Mästern demgegenüber die vermehrten Ausbrüche der Geflügelpest. In Norddeutschland liefert allein Niedersachsen gut 194.000 Gänse. Weidegänse sind ab der 20. bis 26. Lebenswoche, maximal zur 32. Lebenswoche schlachtreif. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen rät den Verbrauchern mit Blick auf die Weihnachtsfeiertage zur rechtzeitigen Reservierung. In diesem Jahr seien regionale deutsche Gänse sehr knapp, ohne eine rechtzeitige Vorbestellung dürfte für Heiligabend nichts zu bekommen sein, so die Kammer. Hintergrund: Viele Elterntierbestände mussten in Niedersachsen und Norddeutschland beim letzten Seuchenzug der Vogelgrippe gekeult werden.
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18.11.2021
Zuckerpreise tendieren fester Pflanzen
Seit Anfang des Jahres zogen die Weltmarkt-Notierungen für Weißzucker in London und Rohzucker in New York deutlich an. Im Oktober lag die Weißzuckernotierung bei 510,00 USD/t und für Rohzucker bei 433,00 USD/t. Auch der Preis für EU-Weizucker ist gestiegen. der EU-Preis für Weißzucker konnte sich im September auf 410,00 EUR/t befestigen. Ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bedingt den Anstieg der Forderungen im Vergleich zum Vorjahr. Im weltweiten Vergleich der größten Zuckerproduzenten liegt die EU mit 15,8 Mio.t an dritter Stelle hinter Brasilien und Indien. Die Weltzuckerproduktion beläuft sich nach USDA-Angaben voraussichtlich auf 185,5 Mio.t. Dabei sind die größten Exporteure Brasilien und Thailand und China und Indonesien, die Länder mit den höchsten Importen. Am meisten Zucker wird insbesondere in Indien mit 28,5 Mio. t und in der EU mit 16,8 Mio.t verbraucht. Die Anfang Oktober erschienene Ernte- und Erzeugungsschätzung der WVZ für das laufende Zuckerwirtschaftsjahr zeigt, dass auf 354.131 ha rund 4,47 Mio. t Weißzucker erzeugt werden. Das sind 1,7 % mehr als im Vorjahr. Der Zuckergehalt ist durch das etwas weniger sonnige und warme Wetter etwas unter dem des Vorjahrs von 17,8 %. Der Ertrag/ha konnte aber gesteigert werden. (Quelle: AMI)

18.11.2021
DRV erwartet gute Körnermaisernte Pflanzen
Überdurchschnittliche Erträge tragen in diesem Jahr die Maisernte, da sich die Anbaufläche nicht verändert hat. Aber Ernte, Aufbereitung und Transport gestalten sich problematisch. Der Deutsche Raiffeisenverband DRV rechnet in diesem Jahr mit einer Körnermaisernte von gut 4,2 Mio. t. Das ist ein Plus von rund 5 % zum Vorjahresergebnis, das nur durchschnittlich ausgefallen war. Als Grund für das bessere Ergebnis werden die höheren Erträge angeführt. Während der langjährige Durchschnitt bei 95 dt/ha liegt, werden es in diesem Jahr wohl mindestens 100 dt/ha. Wobei in einigen Regionen schon jetzt ersichtlich ist, dass noch mehr eingefahren wird. Das Ergebnis ist überraschend, denn der Start in die Saison war mit dem kühlen Frühjahr alles andere als optimal. Auch der Drusch verläuft nicht überall optimal. Regen verhindert in einigen Gebieten die rasche Räumung, so dass noch ungewöhnlich viel Mais auf den Feldern steht. Außerdem kommen die Partien oftmals mit zu hohem Feuchtegehalt vom Feld. So sollen Werte von 35 % und mehr keine Seltenheit sein. Das bedarf hohen Trocknungsaufwand, der aufgrund der hohen Energiepreise allerdings sehr kostenintensiv ist. Ein weiteres Problem sind die aktuell zu geringen Transportkapazitäten. (Quelle: AMI)
18.11.2021
Stabiler Kartoffelmarkt Pflanzen
Mit dem Wechsel von Feldware und Kartoffeln aus Provisorien setzten sich am Markt Aufschläge durch. Die gibt es noch nicht überall, an einem ansonsten aber stabilen Markt, ist das nur noch eine Frage der Zeit. Pommes frites-Rohstoff zeigte zumindest am Terminmarkt eine Schwäche. Die scheint aber schon überwunden. Am Kassamarkt in Deutschland gibt es zur Vorwoche so gut wie keine Veränderung. Das ist auch in Belgien und Frankreich so, nur Niederländern haben ihre ohnehin sehr hohen Notierungen am Montag etwas nach unten korrigiert. Grundsätzlich herrscht leichte Verunsicherung, wie sie die wieder zunehmenden Kontaktbeschränkungen auf die Märkte auswirken. Ausschläge wie im Vorjahr sind aber nicht zu erwarten. (Quelle: AMI)
18.11.2021
Raps im Sog steigender Sojakurse fester Pflanzen
Der Rapsmarkt war von steigenden Preisen und fortgesetzter Zurückhaltung der Marktteilnehmer geprägt. Mit dem Plus von knapp 32 €/t in Paris, von dem Anfang der Woche zwar schon wieder 7,75 €/t verloren wurden, befestigten sich die Kassapreise in Deutschland ebenfalls. So legten die Erzeugerpreise ggü. der Vorwoche um knapp 20 €/t zu. Die Vorkontraktpreise ex Ernte 2022 sind ebenfalls gestiegen, konnten aber nur vereinzelt noch Neugeschäfte generieren. Hier macht sich hinsichtlich der bislang vertraglich gebundenen Mengen deutlich ein Nord-Süd und Ost-West-Gefälle bemerkbar. Die Aussicht auf eine möglicherweise größere Rapsernte 2022 hat den Preisauftrieb gebremst. Denn sowohl in Deutschland als auch EU-weit sind die größeren Anbauflächen prognostiziert worden. Mit Blick auf die EU-Rapsernte 2021 erwartet der Monatsbericht von Strategie Grains eine Ausdehnung der Winterrapsfläche um 7 %. Das wären nach 5,23 Mio ha zur Ernte 2021 rund 5,6 Mio ha zur Ernte 2022. Das wären immerhin 370.000 ha mehr. Für Deutschland wird eine Ausweitung um 6 % auf 1,06 Mio ha erwartet, während in Frankreich deutlich stärkere 17 % auf 1,15 Mio ha prognostiziert werden. Die aktuelle UFOP-Prognose zum Anbau von Winterraps erwartet Ähnliches. Nach Umfragen bei den Saatgutanbietern werden mit 1,05 bis 1,08 Mio ha gerechnet. Damit würde die Anbaufläche das dritte Jahr in Folge zunehmen. (Quelle: AMI)
18.11.2021
Terminmärkte aktuell Pflanzen

18.11.2021
Brotgetreide: Kassapreise sehr fest Pflanzen
Die Lage am Logistikmarkt spitzt sich zu und wird am Getreidemarkt zum Dreh- und Angelpunkt. Frachtraum auf der Straße und dem Wasser wird knapp. Parallel zur Maisernte läuft die Rübenernte, sie binden zahlreiche LKW für den Transport, der durch die hohen Energiepreise zudem erheblich teurer geworden ist. Außerdem ist es schwer, Binnenschiffe für den Getreidetransport zu finden. Ein Grund: Gaskraftwerke haben ihre Stromproduktion aufgrund der hohen Gaspreise reduziert. Stattdessen wurden Kohlekraftwerke hochgefahren, die nun deutlich mehr Brennmaterial benötigen. Dadurch wird viel Frachtraum gebunden. Damit ist der Handel am Getreidemarkt erheblich eingeschränkt und führt zu lückigem Nachschub für die Verarbeiter. Gleichzeitig wächst die Konkurrenz am Weltmarkt. Europäischer Weizen ist wettbewerbsfähig, was die gesteigerten Ausfuhren Frankreichs und auch Deutschlands bestätigen. Auch wenn aus den deutschen Hafenstandorten erste Meldungen kommen, dass die Lagerkapazitäten nahezu ausgeschöpft sind und vorerst weniger Ware benötigt wird, bleiben die Exporteure, genau wie die Inlandsverarbeiter weiterhin auf der Suche. Die kleinere Weizenernte und vor allem die äußerst heterogenen, oft den Standards nicht entsprechenden Partien, macht es bereits jetzt, gegen Ende der ersten Wirtschaftsjahreshälfte mühsamer an die gesuchte Ware zu kommen. Zumal Erzeuger ihre „Schätzchen“ in der Hoffnung auf anhaltend feste Preistendenz zurückhalten. Die derzeit vergleichsweise hohen Weizenpreise bremsen allerdings auch die Nachfrage, wobei Handelsunternehmen bereits orakeln, dass weiteres Abwarten nur noch teurer wird. Daher ist momentan am Weltmarkt so viel los. Hier wird aus Angst vor weitaus höheren Forderungen und vor allem unzureichenden Offerten in der zweiten Wirtschaftsjahreshälfte gekauft was geht. Die volatilen Terminkurse haben den deutschen Kassapreisen nichts anhaben können. Aus den, in der Vorwoche noch negativen Prämien zu den Matif-Kursen ist jetzt teils ein sattes Plus geworden. Qualitätsweizen franko Hamburg lag zwischenzeitlich bei +10 EUR/t, um die Kursschwäche auszugleichen. Erlangt gegenüber Brotweizen jetzt einen Aufschlag von 7 EUR/t. Während der Terminmarkt gegenüber Vorwochenlinie maue 0,75 EUR/t verzeichnet, legen die Kassapreise für Mahlweizen, Brotroggen und Braugerste kräftig zu. Auch Erzeuger erhalten in der 46. KW erneut mehr für ihr Getreide, wenn sie denn verkaufen würden. Brotgetreide legt um 10,50-18,20 EUR/t gegenüber Vorwoche zu. Müßig zu betonen, dass damit neue Höchststände erreicht werden. Die Qualitätsprämie für A-Weizen wächst im 1,70 auf knapp 6,50 EUR/t. Brotroggen liegt aktuell 11 EUR/t über Vorwochenlinie, Braugerste knapp 14 EUR/t. Allerdings wird Brotroggen mit 223,60 EUR/t niedriger bewertet als Futtergetreide, so wird für Triticale z.B. 237,80 EUR/t gezahlt. (Quelle: AMI)
18.11.2021
Nachweis der Geflügelpest AI H5N1 im LK Cuxhaven Geflügel
In der Gemeinde Hagen i.B, Landkreis Cuxhaven, wurde gestern das AI-Virus H5N1 in einer kleineren Geflügelhaltung nachgewiesen. Es handelt sich um rd. 600 Enten, 20 Hühner und 3.000 Masthühner. Das FLI hat den Serotyp AI H5N1 bestätigt. Der Landkreis Cuxhaven bereitet die Allgemeinverfügungen für die Restriktionsgebiete vor. Um den Ausbruchsbetrieb wird eine Schutzzone mit einem Radius von mindestens 3 km und eine Überwachungszone mit einem Radius von mindestens 10 km eingerichtet. Die Tötung und Räumung des Tierbestandes wurde angeordnet.
In der Anlage finden Sie die aktualisierte Übersicht der Landkreise und kreisfreien Städte, in denen die Stallpflicht für Geflügel angeordnet wurde. Die Termine des Inkrafttretens sind unter Vorbehalt, weil nicht bei allen Landkreisen auf deren Homepage Tag genau erkennbar ist, wann die Allgemeinverfügungen in Kraft getreten sind. Teilweise erfolgt eine Veröffentlichung über die Tagespresse, die uns nicht immer vorliegt.
Bitte beachten Sie die online gestellten Hinweise, Allgemeinverfügungen und Anträge der betroffenen Landkreise Ammerland, Aurich, Cloppenburg, Cuxhaven, Osnabrück, Nienburg, Stade und Verden. Bei den Landkreisen Ammerland, Cloppenburg und Verden finden Sie wieder interaktive Karten mit den Restriktionsgebieten.
17.11.2021
Veranstaltung zu Projekt „100.000 Improvac-Tiere“ Schwein
Am Freitag, dem 3. Dezember 2021, findet von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr eine Veranstaltung zu dem Projekt „100.000 Improvac-Tiere“ statt. Das Projekt geht zurück auf eine Initiative der Landesbauernverbände Rheinland, Westfalen-Lippe, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Eingeladen sind neben den Projektteilnehmern alle Schweine haltenden Betriebe, Organisationen und Unternehmen.
Eine Anmeldung per Email an monika.fockenbrock@wlv.de bis zum 26.11.2021 ist unbedingt erforderlich.
Die Einladung mit Programm finden hier:
