Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

30.07.2025
Hessen verstärkt Schutzmaßnahmen zur Landesgrenze und gewährt ASP-Nothilfen
Schwein

Um eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aus Nordrhein-Westfalen nach Nord- und Westhessen zu verhindern, haben die Regierungspräsidien Kassel und Gießen neue Allgemeinverfügungen erlassen. Diese sichern rechtlich den Bau fester und mobiler Schutzzäune entlang ausgewählter Straßen im Grenzgebiet ab. Die Zäune sollen helfen, die Tierseuche wirksam einzudämmen. Die Regelungen gelten aufgrund der akuten Lage ab sofort. Bereits seit Wochen werden im Grenzgebiet Drohnen und Suchhunde eingesetzt, um verendete Wildschweine frühzeitig zu entdecken. Zudem wurde eine mobile Dekontaminationsstelle im Landkreis Marburg-Biedenkopf eingerichtet. Bislang blieb Nordhessen frei von ASP. Weitere Maßnahmen sind in enger Abstimmung mit dem ASP-Führungsstab und den betroffenen Landkreisen in Vorbereitung. Digitale Karten und die neuen Allgemeinverfügungen finden Sie unter: Hessen verstärkt Schutzmaßnahmen an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen | hessen.de

Des Weiteren unterstützt die Landesregierung Betriebe in den ASP-Sperrzonen II und III mit finanziellen Hilfen, um wirtschaftliche Schäden durch Quarantäneauflagen abzufedern. Informationen dazu finden Sie hier: Extremwetter-Nothilfe 2024 – Erweiterung ASP | landwirtschaft.hessen.de

30.07.2025
Einschränkung der Zulassung des Pflanzenschutzmittels Sedim 120
Pflanzen

Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) am 30.07.2025 mitgeteilt hat, wurde die Zulassung des Pflanzenschutzmittels Sedim 120 (Zul.-Nr.: 00B189-00) mit dem Wirkstoff Clethodim hinsichtlich der unten aufgeführten Anwendungen zum 24. Juli 2025 eingeschränkt. Statt der ursprünglich allgemein gehaltenen Schadorganismus-Indikation „Einjährige einkeimblättrige Unkräuter“ darf das Mittel zukünftig ausschließlich zur Bekämpfung von Hühnerhirse, Flughafer und Ausfallgetreide eingesetzt werden.

AnwendungsnummerKulturSchadorganismus ALTSchadorganismus NEU
00B189-00/00-012, 00B189-00/00-013ErdbeereEinjährige einkeimblättrige UnkräuterHühnerhirse, Flug-Hafer, Ausfallgetreide
00B189-00/00-004KartoffelEinjährige einkeimblättrige UnkräuterHühnerhirse, Flug-Hafer, Ausfallgetreide
00B189-00/00-010Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Einjährige einkeimblättrige UnkräuterHühnerhirse, Flug-Hafer, Ausfallgetreide
00B189-00/00-006MöhreEinjährige einkeimblättrige UnkräuterHühnerhirse, Flug-Hafer, Ausfallgetreide
00B189-00/00-008SpeisezwiebelEinjährige einkeimblättrige UnkräuterHühnerhirse, Flug-Hafer, Ausfallgetreide
00B189-00/00-003WinterrapsEinjährige einkeimblättrige UnkräuterHühnerhirse, Flug-Hafer, Ausfallgetreide
00B189-00/00-001ZuckerrübeEinjährige einkeimblättrige UnkräuterHühnerhirse, Flug-Hafer, Ausfallgetreide

25.07.2025
Rindermarkt: Deutschland erhält mehr Rindfleisch aus dem Ausland
Milch und Rind

(AMI) – Die Importe von Rindfleisch nach Deutschland zeigen von Januar bis Mai 2025 im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum eine steigende Tendenz. Mit fast 166.000 t wurden die Einfuhren von 2024 um 7,2 % übertroffen.

Beim größten Lieferanten mit mehr als einem Viertel der Gesamtimportmenge handelte es sich um die Niederlande. Von dort gelangte rund 6,8 % mehr Rindfleisch nach Deutschland. An zweiter Stelle folgt Polen. Dort wurden die Transporte nach Deutschland um fast ein Viertel ausgebaut. Einen Großteil der Einfuhren bezieht die Bundesrepublik aus Staaten der EU, nur ein kleiner Anteil entfällt auf Drittländer. So hatten 87,3 % der Importe ihren Ursprung in Mitgliedstaaten der EU.

Durch sinkende Rinderbestände in Deutschland und eine dadurch rückläufige heimische Produktion von Rindfleisch ist der Bedarf an Einfuhren aus anderen Staaten gestiegen. Auch das für internationale Lieferanten attraktive Preisniveau in Deutschland dürfte zu einem Anstieg der Importe beigetragen haben. Da auch in den nächsten Monaten von einer knappen Versorgung mit Rindfleisch auszugehen ist, sind weiterhin größere Einfuhrmengen als im Vorjahr zu erwarten.

25.07.2025
GAP-Ökoregelungen (ÖR) auf Grünland
Milch und Rind

(DBV) Nach vorläufigen Auswertungen von Bund und Ländern zur Antragstellung (Stichtag 15.05.) zeichnet sich für das laufende Antragsjahr eine stärkere Beteiligung der Landwirte an den freiwilligen ÖR ab. Damit dürfte das in diesem Jahr geplante Budget von rd. 989 Mio. € erstmals überzeichnet sein. Die finalen Zahlen werden zum Herbst erwartet. Mit Blick auf das Dauergrünland sind besonders ÖR 5 (Regionale Kennarten) und ÖR 4 (Extensivierung) gefragt. Anreize wirken, wenn sie praxistauglich sind, in diesem Kontext sehen wir weiterhin Gestaltungspotenzial bei ÖR 1d (Altgrasstreifen).

25.07.2025
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) In Folge kühlerer Temperaturen wurde der saisonale Rückgang in der Milchanlieferung in KW28 unterbrochen. Die Menge lag 1,0 % über der Vorwoche und 1,0 % unter der aus KW28 2024. Preise für Industrierahm und Magermilchkonzentrat zuletzt wieder etwas gefestigt. Die Nachfrage nach abg. Butter ist zufriedenstellend, Blockbutter wird in der Ferienzeit verhaltener nachgefragt. Die Preisvorstellungen im Einkauf decken sich nach wie vor nicht mit denen im Verkauf, das Verhalten ist abwartend. Käsemarkt insgesamt unaufgeregt, Nachfrage aus LEH und Industrie passend zur Jahreszeit. Die Preise bewegen sich seitwärts.

Erkennbar bei Käse: Wettbewerb unter Anbietern in den südl. Urlaubsländern und in Drittländern, letzterer ist durch den starken Euro herausfordernd für Anbieter aus der EU. Pulvermärkte in allen Bereichen ruhig bei Seitwärts-Preisentwicklung. Export ruhig aufgrund verhaltener Nachfrage und weiterhin erschwert durch einen starken Dollar. Bei VMP wird die Nachfrage aus der Schokoladenindustrie nach der Sommerpause mitentscheidend sein.

25.07.2025
DBV-Fachausschuss Milch tagt in Kassel
Milch und Rind

(DBV) Am 22./23.07. kam der Fachausschuss Milch zu einer Klausurtagung in Kassel zusammen. Eine Strategie für die Milcherzeugung am Standort Deutschland war das Ausgangsziel. Gemeinsam wurde gesammelt, priorisiert und diskutiert, was für die Milchviehhaltung wichtig ist und wie konkrete Ziele gesetzt und erreicht werden können. Eine zentrale Rolle nahmen die Themen Wirtschaftlichkeit, Bürokratieabbau, soziale Nachhaltigkeit und Verbandsarbeit ein. Ergänzt wurde die Tagung durch einen Betriebsbesuch bei DBV-Vizepräsident Karsten Schmal im hessischen Waldeck. Gemeinsam tauschte man sich zur Entwicklung des Hofes und Fragen zu Management, Technik und Haltungsstandards aus.

25.07.2025
International kaum Nachfrage nach Weizen
Pflanzen

Am EU-Exportmarkt ist weiterhin kaum etwas los. Landwirte sind mit den Erntearbeiten beschäftigt, Importeure sind ebenfalls nur selten am Markt. Das hält die Gewinne der Pariser Weizennotierungen in Grenzen. In Chicago liegen die Weizenkurse hingegen knapp unter Vorwoche.

(AMI) In Paris konnte der Fronttermin für Weizen auf Wochensicht erst etwas zulegen, bevor er erneut deutlich Federn lassen musste. Am 24.07.2025 lag der Schlusskurs bei 197 EUR/t und damit 2,50 EUR/t unter der Vorwoche. Zum Wochenbeginn wurde mit 202,75 EUR/t noch ein 1-Monatshoch erreicht. Folgetermine der Ernte 25 können das Vorwochenniveau ebenfalls nicht halten.

Die russische Weizenernte dürfte nach Angaben des russischen Landwirtschaftsministeriums in diesem Jahr wohl doch nicht so groß ausfallen wie bislang gedacht. Derzeit erwarten Marktteilnehmer eine Weizenernte Russlands in Höhe von 88 Mio. t, das sind 2 Mio. t weniger als zuvor geschätzt. Die gekürzte Prognose für den weltweit größten Exporteur von Weizen bot den Pariser Weizenkursen im Wochenverlauf etwas Unterstützung. Das war aber nicht von langer Dauer, denn nichtsdestotrotz wird Russland eine üppige Weizenernte einfahren und das Angebot am globalen Markt bleibt groß. Auch die russischen Weizenexporte dürften aufgrund der etwas kleineren Ernte geringer ausfallen, bleiben mit prognostizierten 44 Mio. t für die aktuelle Saison aber umfangreich.

Am Exportmarkt ist weiterhin nur wenig los, auf der Nordhalbkugel sind die Landwirte mit den Getreideernten beschäftigt. Tunesien veröffentlichte jüngst aber eine Ausschreibung. Demnach kauft das Land rund 100.000 t Weichweizen, was überwiegend mit Weizen aus der Schwarzmeerregion gedeckt werden soll. Marokko, eines der wichtigsten Abnehmerländer von EU-Weizen, hält sich mit Käufen hingegen weiterhin bedeckt. Die Exportaussichten bleiben für die EU in 2025/26 weiterhin trüb. Neben der großen Konkurrenz ist die Nachfrage begrenzt, das zeigt sich auch in den Außenhandelsdaten der Europäischen Kommission. So hat die EU zum Saisonstart vom 01.07-20.07.2025 lediglich 508.766 t Weichweizen exportiert, verglichen mit 1,78 Mio. t im Vorjahreszeitraum, zum Zeitpunkt vor zwei Jahren wurden sogar bereits 2,21 Mio. t exportiert. Getreide aus der Schwarzmeerregion ist weiterhin unschlagbar günstig und bei der ohnehin sehr geringen Nachfrage kann EU-Weizen dabei nicht mithalten.

Unterdessen haben Landwirte in Westeuropa mit Niederschlägen zu kämpfen. Ausgiebige Regenfälle unterbrechen die Feldarbeiten immer wieder. Die Feldkulturen sind erntereif, können aber nicht eingefahren werden. Landwirte hoffen auf eine längere Regenpause, damit das Getreide trocknen kann und ein Qualitätsverlust vermieden werden kann.

25.07.2025
Deutsche Landwirte bleiben während Getreideernte optimistisch
Pflanzen

Die deutsche Getreideernte ist in vollem Gange, musste aber bereits aufgrund von Niederschlägen regional oft unterbrochen werden. Noch sind Landwirte hinsichtlich der Erträge und Qualitäten positiv gestimmt.

(AMI) Immer wieder mussten die Erntearbeiten innerhalb der Bundesrepublik in den vorigen Tagen unterbrochen werden. Niederschläge halten Landwirte von den Feldern fern, auch für die kommenden Tage ist keine Besserung der Erntebedingungen in Sicht. Regional konnten nur kurze Zeitfenster genutzt werden, um vor allem bei der Weizenernte voranzukommen, die sich bezogen auf den Fortschritt noch ganz am Anfang befindet. Trotz der regenreichen Tage und der wachsenden Sorgen um feuchtigkeitsbedingte Schäden an den Kulturen bleiben Landwirte vielerorts optimistisch. Die ersten Erträge und Qualitäten sind vielversprechend, regionale Unterschiede sind aber da.

Die Erzeugerpreise für Qualitäts- und Brotweizen verfehlen das Vorwochenniveau nur knapp. In der laufenden Woche werden für Qualitätsweizen im Bundesmittel rund 194,20 (186-205) EUR/t frei Erfasserlager gefordert, lediglich 0,70 EUR/t weniger als eine Woche zuvor. Brotweizen vergünstigt sich um 0,50 auf 178,10 (165-184) EUR/t. Einzig Brotroggen kann auf Wochensicht zulegen. Hier fällt das Plus von 1,70 auf 151,70 (137-158) EUR/t frei Erfasserlager aber auch nicht allzu deutlich aus. Der Preisanstieg ist auf die Unsicherheit bezüglich der Qualität zurückzuführen. Vielerorts ist noch nicht sicher, ob die Anforderungen für Brotroggen genügen oder ob es nur für Futterroggen reicht.

Die Handelsaktivität ist sowohl auf internationaler als auch auf nationaler Ebene gering, preiswirkende Impulse bleiben derzeit nahezu aus. Auf der Nordhalbkugel sind die Landwirte mit den Erntearbeiten beschäftigt, auf Abnehmerseite herrscht saisontypisch kaum Bedarf. Im Rostocker Hafen werden nur kleinere Schiffe mit Weizen für das Vereinigte Königreich beladen, große Mengen stehen da aber nicht dahinter. Hinzu kommt, dass Käufer derzeit lieber die Entwicklung der diesjährigen deutschen Getreideernte abwarten und die Wetterkarten beobachten. Hier und da kommt es aber zu Abschlüssen für die Lieferung in den kommenden Wochen.

Auf Großhandelsebene zeigt sich hingegen ein anderes Bild. Hier kann Brotweizen gegenüber Vorwoche etwas zulegen. So werden rund 214 EUR/t bzw. 207 EUR/t franko Hamburg bzw. franko Westfalen verlangt, jeweils 1 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Für Qualitätsweizen werden unverändert 235 EUR/t gefordert. Auch Brotroggen verharrt mit 190 EUR/t franko Niederrhein auf Vorwochenniveau.

25.07.2025
Rapspreis widersetzt sich Kursrückgang
Pflanzen

Den auf Wochensicht rückläufigen Rapsnotierungen zum Trotz konnten sich die Erzeugerpreise zuletzt befestigen. Dabei profitieren die Kassapreise insbesondere von den regenbedingten Ernteunterbrechungen.

(AMI) Unter dem Druck der laufenden Ernte können die Pariser Rapsnotierungen ihr Niveau zuletzt nicht halten. So schloss der Fronttermin August am 24.07.2025 bei 476 EUR/t und damit rund 2,75 EUR/t unter dem Niveau der Vorwoche. Dabei schreiten die Ernten in der Union weiter voran und die gemeldeten Erträge und Qualitäten können mehr als zufriedenstellen. Nach jüngsten Angaben des Prognosedienstes der EU-Kommission (MARS) dürften in der EU im Mittel 32,0 dt/ha erzielt werden, 9 % mehr als im Vorjahr und rund 1 % mehr als im Mittel der vergangenen fünf Jahre. Für Deutschland werden dabei aktuell durchschnittlich 35,4 dt/ha in Aussicht gestellt. Das wäre zwar ein Plus von 6 % im Vergleich zum Vorjahr, allerdings immer noch 2 % weniger als im 5-Jahresdurchschnitt.

Auch auf Großhandelsebene geht es mit dem Minus in Paris abwärts. Fob Hamburg sind für Partien zur prompten Lieferung rund 463 EUR/t möglich und damit, bei angehobenem Aufgeld (+2) rund 1 EUR/t weniger als noch in der Woche zuvor. Auch franko Niederrhein rutschen die Offerten ab, hier fällt das Minus bei unveränderter Prämie allerdings etwas deutlicher aus. Dabei ruht der Handel auch weiterhin. Marktteilnehmer warten das Eintreffen der neuen Ernten aus dem Baltikum und Osteuropa ab.

Auf Erzeugerebene widersetzen sich die Offerten jedoch den rückläufigen Vorgaben seitens des Terminmarktes. Partien der Ernte 2025 werden im Bundesdurchschnitt mit 446,70 EUR/t bewertet, ein Plus von 3,20 EUR/t im Vergleich zur Vorwoche. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 416-475 EUR/t. Die Vermarktung spielt aktuell auch weiterhin nur eine untergeordnete Rolle. Erzeuger sind vorrangig mit der Ernte beschäftigt und zeigen aktuell nur wenig Interesse an Handelsaktivitäten. Auch seitens der Ölmühlen dominiert aktuell eine abwartende Haltung.

Erste Ergebnisse positiv

Trotz der schwierigen Erntebedingungen gibt es beim Raps erste positive Meldungen hinsichtlich der Erträge. Diese bewegen sich in Ostdeutschland in einem erfreulichen Bereich zwischen 35 und 40 dt/ha. Gebietsweise wird jedoch auch von lediglich 30 dt/ha berichtet. Auch die Qualität lässt sich bislang sehen: Die Ölgehalte der ersten angelieferten Partien liegen mit 43 bis 45 % sogar leicht über dem Niveau des Vorjahres. Wie sich die Ernte unter den derzeit wechselhaften Wetterbedingungen weiterentwickelt, bleibt abzuwarten.