Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

18.07.2025
EU unterstützt Polens Geflügelhalter mit 14 Mio. Euro
Geflügel

(AgE) Die EU-Kommission stellt weitere Mittel aus der diesjährigen Agrarreserve bereit. Am 8. Juli genehmigten die Mitgliedstaaten rund 14 Mio. Euro für polnische Geflügelhalter. Damit sollen etwa 50 % der Schäden durch die Geflügelpest zwischen August 2021 und 2023 abgedeckt werden. Förderfähig sind nur Betriebe aus Sperr- und Überwachungszonen, sofern keine anderweitige Entschädigung erfolgt ist. Die Mittel müssen bis spätestens 28. Februar 2026 ausgezahlt werden. Mit der neuen Zuweisung wurden 2025 bereits über 120 Mio. Euro aus der EU-Agrarreserve vergeben.

16.07.2025
Schlachtzahlen des Vorjahres übertroffen
Schwein

(AMI) Im Zeitraum Januar bis Mai 2025 wurden in Deutschland knapp 18,7 Mio. Schweine geschlachtet. Das entspricht einem Anstieg von 0,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch die produzierte Fleischmenge fiel höher aus (+2,1 %), was vor allem auf überdurchschnittliche Schlachtgewichte zu Jahresbeginn zurückzuführen ist. Diese resultierten aus Überhängen und normalisierten sich erst im weiteren Verlauf. Auffällig ist die unterschiedliche Entwicklung nach Herkunft: Während die Zahl der inländischen Tiere um 2,4 % zunahm, ging die Zahl ausländischer Schweine deutlich um 43,2 % zurück. Laut aktueller Erhebung ist der Schweinebestand in Deutschland um gut 1,2 % gesunken. Angesichts des geringeren Angebots wird erwartet, dass die Schlachtzahlen in den kommenden Monaten leicht zurückgehen und unter dem Vorjahresniveau liegen.

16.07.2025
Tierrechtler nach Einbruch in Schlachthof und Verbreitung eines Videos zu Schadenersatz verurteilt
Geflügel, Schwein

Das Landgericht Oldenburg hat eine Aktivistin schuldig gesprochen, illegal erstelltes Videomaterial aus einem Schlachthof an die Tierrechtsorganisation Ariwa gegeben zu haben. Aktivisten von „Animal Rights Watch“ waren im April 2024 in den Schlachthof der Brand Qualitätsfleisch GmbH aus Lohne eingestiegen und hatten versteckte Kameras an der CO2-Betäubungsanlage angebracht. Die Videos hatten sie dann dem Verein zur Veröffentlichung übergeben. Gegen die Veröffentlichung und auf Schadenersatz von 98.000 € wegen Rufschädigung hatte das Schlachtunternehmen geklagt. Vor dem Landgericht Oldenburg ist nun der Prozess gegen die Frau und den Mann zu Ende gegangen. Laut NDR ist das Gericht überzeugt, dass die beschuldigte Tierhaltungsgegnerin dafür verantwortlich ist, dass Animal Rights Watch das Material veröffentlicht hat. Ihrem Kollegen konnte die Verbreitung der Aufnahmen nicht nachgewiesen werden. Beide müssen aber die Anwaltskosten tragen. Ariwa darf das Videomaterial laut Gericht nicht weiter veröffentlichen. Außerdem ist es den beiden Aktivisten verboten, den Schlachthof nochmals zu betreten.

Der Betreiber des Schlachthofs und die beiden Aktivisten haben nun einen Monat Zeit, um das Urteil anzufechten. Sollte es rechtskräftig werden, muss in einem weiteren Verfahren die Höhe des Schadensersatzes festgelegt werden, d.h. dann erst geht es um die Forderung der 98.000 €.

16.07.2025
ASP – Neue Restriktionszonen in Südwestfalen
Schwein

Seit Mitte Juni wurden in Nordrhein-Westfalen insgesamt 26 Wildschweine in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein positiv auf ASP getestet. Angesichts dieser dynamischen Entwicklung haben die zuständigen Behörden, auf Grundlage einer Vorgabe der EU-Kommission, vergangene Woche eine neue Restriktionszonenstruktur eingerichtet. Die bisherige infizierte Zone wird nun als Sperrzone II weitergeführt. Sie umfasst weiterhin das Gebiet des bekannten Ausbruchsgeschehens. Ergänzend dazu wurde eine neue Sperrzone I als Pufferzone eingerichtet, ein rund 10 km breiter Gürtel rund um die Sperrzone II. In Sperrzone I befinden sich 132 Schweinehaltungsbetriebe (darunter 38 leerstehend) mit insgesamt 16.181 Schweinen, in Sperrzone II sind es 99 Betriebe (davon 45 leerstehend) mit 6.554 Tieren. In der neu definierten Sperrzone II gelten im Wesentlichen die bereits bekannten Maßnahmen. In der neu ausgewiesenen Sperrzone I, die als Pufferzone die infizierte Zone umgibt, wird gezielt gejagt, um die Wildschweindichte zu senken. Für schweinehaltende Betriebe gelten erhöhte Biosicherheitsanforderungen sowie Transportbeschränkungen. Ziel ist es, eine weitere Ausbreitung der ASP zu verhindern und Einträge über Wildtiere oder potenzielle Vektoren wie Futtermittel zu vermeiden.

11.07.2025
Geflügelmarkt bleibt stabil – Nachfrage ungebrochen
Geflügel

(AMI) Das Interesse der Verbraucher an Hähnchenfleisch blieb weiterhin hoch. Die begonnene Feriensaison zeigte kaum Auswirkungen auf die Nachfrage. Besonders gefragt waren neben Hähnchenfilet auch Schenkelprodukte. Die Preisverhandlungen zwischen Schlachtereien und Erzeugergemeinschaften führten erneut zu höheren Auszahlungspreisen, auch verspätete Meldungen wurden in die aktuelle Auswertung einbezogen. Im Lebensmitteleinzelhandel standen am Putenmarkt vor allem Filetprodukte im Fokus der Aktionen. Die heimische Produktion blieb unter dem Vorjahresniveau, fand aber weiterhin zügig Absatz. Die Preise für Althennen, die im Juni leicht nachgegeben hatten, zeigten sich zuletzt überwiegend stabil.

11.07.2025
EFSA warnt vor Einschleppung von H5N1 aus den USA
Geflügel

(AgE) Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sieht potenzielle Risiken für eine Einschleppung der derzeit in den USA grassierenden H5N1-Geflügelpestvariante nach Europa. Als mögliche Übertragungswege nennt sie den Vogelzug sowie bestimmte Importprodukte. Besonders der Vogelzug, etwa über Island, Großbritannien, Irland, Westskandinavien und das Wattenmeer, gilt als realistischer Einschleppungsweg. Die Behörde empfiehlt daher eine verstärkte Früherkennung an Rastplätzen mit hoher Vogeldichte. Die Einfuhr von Milchkühen, Rindfleisch oder Produkten mit Rohmilch aus betroffenen US-Gebieten wird als eher unwahrscheinlich, aber nicht völlig ausgeschlossen bewertet. Bis Jahresende will die EFSA bewerten, welche Maßnahmen nötig sind, um eine Ausbreitung in Europa zu verhindern.

11.07.2025
Umfrage zur Evaluierung des geänderten Tierarzneimittelgesetzes
Geflügel

Mit der Änderung des Tierarzneimittelgesetzes, die am 01.01.2023 in Kraft getreten ist, ist das in Deutschland etablierte Antibiotikaminimierungskonzept angepasst und auf weitere Nutzungsarten erweitert worden. Die Auswirkungen dieser Gesetzesänderung sollen nun an den Gesetzgeber berichtet werden. Daher führt das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) mit Unterstützung des Statistischen Bundesamtes eine bundesweite, freiwillige Umfrage unter Tierhaltern und Tierärzten durch. Um den Fragebogen vor unberechtigtem Zugang zu schützen, ist der Umfragelink nicht direkt zugänglich. Sie finden ihn, indem Sie sich mit Ihrem Zugang in HI-Tier einloggen und die TAM-Datenbank aufrufen. Die Umfrage läuft noch bis zum 20. August 2025. Mit Ihrer Unterstützung kann ein genaueres Bild von der bisherigen praktischen Umsetzung sowie vom Nutzen und den Herausforderungen der Regelungen erstellt werden. Unter folgendem Link finden Sie alle Informationen: Info TAM-DB