Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

24.09.2025
Landvolk: Ende des Bundesprogramms Umbau Tierhaltung ist ein fatales Signal
Schwein

L P D – Mit scharfen Worten hat das Landvolk Niedersachsen das abrupte Aus des Bundesprogramms für den Umbau der Tierhaltung kritisiert. „Das ist eine herbe Enttäuschung für uns Landwirte“, erklärt Vizepräsident Jörn Ehlers. Die Begründungen des Bundesministeriums, das von einer fehlenden „Impulswirkung“ spricht, bezeichnet er als realitätsfern. Statt auf Verlässlichkeit zu setzen, würden erneut die Spielregeln während des Spiels geändert. „Was anfängt halbwegs zu funktionieren, wird damit über den Haufen geworfen“, sagt Ehlers dem Landvolk-Pressedienst.

Die im Frühjahr 2024 gestartete Förderung habe zwar Schwächen gehabt, doch sei es ein Fehler, das Programm nach nur einem Jahr zu stoppen. Gerade bei investiven Maßnahmen brauche es lange Vorläufe, da Baugenehmigungen in den Verwaltungen viel Zeit in Anspruch nehmen. Dass die Förderung der laufenden Mehrkosten ohnehin erst nach Inbetriebnahme der Ställe greife, habe ebenfalls verhindert, dass mehr Anträge gestellt wurden. Laut Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) liegen derzeit 413 Anträge mit einem Volumen von 173,5 Millionen Euro vor.

Ein weiteres Hemmnis sei gewesen, dass einige Länder – wie Bayern – eigene Förderprogramme parallel beibehalten haben. Dort gab es über 1000 Antragsteller für die Erstattung laufender Mehrkosten. In Niedersachsen dagegen erleben Landwirte seit Jahren ein ständiges Hin und Her zwischen Bundes- und Landesförderprogrammen. „Hier wäre eine Beibehaltung der Schweinetierwohlförderung gut gewesen. Diese fehlende Kontinuität zerstört jede Planungssicherheit“, stellt Ehlers fest.

Besonders problematisch sei der Wegfall der Förderung bei verpflichtenden Umbaumaßnahmen in der Sauenhaltung. Statt die Betriebe zu unterstützen, würden sie im Stich gelassen. „Wie sollen Betriebe millionenschwere Stallumbauten angehen, wenn sie sich nicht auf zugesagte Förderungen verlassen können? Das politische Signal auf Bundesebene ist desaströs: Vereinbarungen mit dem Staat sind offenbar nichts wert“, beschreibt Ehlers den Unmut der Sauenhalter.

Der Verweis auf eine mögliche GAK-Förderung über die Länder macht wenig Hoffnung: Das Landvolk befürchtet erneut einen Flickenteppich, der auch schon bei den Zuständigkeiten der Betriebsnummernregistrierung im vergangenen Jahr eine Katastrophe war, mit regional unterschiedlichen Voraussetzungen. „Nicht nur Landwirte, auch Verwaltungen waren überfordert und konnten ihre Umsetzungsziele nicht einhalten. Ein Nord-Süd- und Ost-West-Gefälle geht an den Notwendigkeiten vorbei“, warnt Ehlers. Damit werden auch die guten Ansätze des Borchert-Konzepts untergraben. „Eine tragende Säule der Idee fällt weg“, ist sich der Vize-Präsident sicher.

Wie Handel und Verbraucher reagieren, bleibe abzuwarten. Ehlers: „Die Politik liefert dem Handel eine Steilvorlage, um sich von seinen hochgesteckten Tierwohl-Zielen zurückzuziehen. Damit droht ein Rückschritt, der am Ende auf dem Rücken der Landwirte ausgetragen wird. Wir tun gut daran, der Gesellschaft weiterhin eine vielseitige Tierhaltung anzubieten. Höhere Haltungsstufen brauchen auch die unteren, um die Diskussion zu entlasten.“

Positiv sei immerhin, dass noch Anträge im Rahmen des BUT gestellt werden können: Für investive Maßnahmen bis Ende April 2026, Bewilligungen bis Ende 2026, Auszahlungen bis Oktober 2028. Für laufende Mehrkosten sind Anträge noch bis Ende 2025 möglich, das letzte Haltungsjahr ist 2027, die Auszahlung endet 2028. Diskutiert werde derzeit ein Verzicht auf die Baugenehmigung bei Antragstellung – ein Schritt, den das Landvolk begrüßt.

Hoffnung sieht Ehlers auch bei den geplanten Änderungen am Tierhaltungskennzeichnungsgesetz, wo offenbar viele Branchenvorschläge aufgegriffen werden sollen. „Hier könnte ein Baustein entstehen, der uns Landwirten wirklich weiterhilft.“

24.09.2025
Einlagerung von Schweinefleisch unter Vorjahr
Schwein

(AMI) Die in deutschen Kühlhäusern gelagerten Mengen an Schweinefleisch lagen von Januar bis Juli 2025 mit durchschnittlich 97.000 t um 4 % unter dem Vorjahreswert. Die monatliche Entwicklung ähnelte dem Vorjahr, blieb aber auf niedrigerem Niveau. Trotz des leichten Anstiegs im Juli bleiben die Lagerbestände deutlich unter den Rekordwerten von 2022 (203.800 t). Auch für August wird kein Rückgang der Einlagerungen erwartet, da der Handel weiterhin schleppend verläuft.

24.09.2025
Neue iPhones – neue Angebote
Bioenergie, Geflügel, Milch und Rind, Öko-Landbau, Pflanzen, Schwein, Umwelt und Landwirtschaft

Auch neue Apple-Watch-Modelle zu attraktiven Konditionen erhältlich

Die nun erhältlichen neuen Modelle des iPhone 17 und der aktuellen Apple Watches können ab sofort exklusiv für Landvolk-Mitglieder auf itk-landvolk.de bestellt werden. Sie melden sich auf der Seite mit Ihrer Mitgliedsnummer an, die sowohl als Benutzername, als auch als Passwort fungiert.

19.09.2025
Futter: Produktion steigt, Preise leicht rückläufig
Geflügel

(DVT) Die deutsche Mischfutterproduktion ist 2024/25 auf 22,2 Mio. t gestiegen – 2,4 % mehr als im Vorjahr. Besonders im Geflügelbereich legte die Produktion zu: Mit rund 6,5 Mio. t wuchs das Segment um 2,5 %, trotz rückläufiger Tierzahlen. Die Erzeugerpreise sanken jedoch leicht. Bis Juni 2025 lagen die Preise für Broilerfutter knapp 1 % unter dem Vorjahresniveau, bei Legehennenfutter bei minus 2,3 %. Die Eiweißversorgung bleibt ein zentrales Thema: Rund 88 % des Bedarfs können durch heimische Futtermittel gedeckt werden, die verbleibende Lücke wird überwiegend über Sojaschrotimporte (12 %) geschlossen.

19.09.2025
HPAI bei Nutzgeflügel – Beständiges Eintragsrisiko
Geflügel

Die HPAI-Ausbrüche im Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern (10./12.09., bei 3.000 Enten und 3.000 Gänsen) sowie am 02.09. bei 2.800 Legehennen in Steinburg, Schleswig-Holstein zeigen, dass ein beständiges Risiko für Einträge von HPAI aus der Wildvogelpopulation in Geflügelhaltungen besteht. Auch wenn das Eintragsrisiko gegenwärtig noch als gering eingeschätzt wird (FLI-Risikoeinschätzung vom 09.09.). Der betroffene Freilandbetrieb aus MV war bereits 2024 von der Vogelgrippe betroffen (19.000 Tiere gekeult).

19.09.2025
Vogelgrippe – Neues Kommunikationstool gestartet
Geflügel

Zum Beginn der HPAI-Saison haben die EU-Kommission und die EFSA das neue Kommunikationstool #NoBirdFLu veröffentlicht. Die Plattform unterstützt Geflügelhalter und alle, die mit landwirtschaftlichen Betrieben zu tun haben, mit praktischen Materialien, um die Bestände besser vor der HPAI zu schützen. Auf der Plattform werden Infografiken mit Hinweisen zu Hygiene, Schutzausrüstung und Bewegungskontrolle für Landwirte, Tiere, Geräte, Arbeitskräfte und Besucher bereitgestellt. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung einfacher Biosicherheitsmaßnahmen auf landwirtschaftlichen Betrieben zu schärfen.

19.09.2025
Aviäre Influenza wird zur globalen Herausforderung
Geflügel

Beim ersten internationalen Dialog zur Hochpathogenen Aviären Influenza in Brasilien diskutierten rund 500 Experten Strategien zur Eindämmung der HPAI. Im Mittelpunkt standen Frühwarnsysteme, Biosicherheitsmaßnahmen und Impfstrategien. Seit 2020 breitet sich HPAI rasant aus, verursacht hohe Verluste in der Geflügelwirtschaft und gefährdet Handel, Biodiversität sowie Ernährungssicherheit. Angesichts der Ausbreitung auf Säugetierarten fordert die FAO weltweit koordinierte Maßnahmen zur Seuchenabwehr.