Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat am 2. Juli 2025 den H5N1-Notstand offiziell aufgehoben. Grund ist der deutliche Rückgang an Tierinfektionen und das Ausbleiben menschlicher Fälle seit Februar. Die Influenza-Abteilung der CDC übernimmt nun wieder die Überwachung. Seit 2022 infizierte das Virus in den USA rund 175 Millionen Vögel und breitete sich auf zahlreiche Säugetiere aus. Die Behörde warnt jedoch vor einer möglichen Rückkehr der Vogelgrippe im Herbst und mahnt Landwirte zur Vorsicht. Trotz entspannter Lage bleibt das Risiko für neue Ausbrüche bestehen. Die CDC hält sich bereit, bei Bedarf erneut zu reagieren.
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Aktuelles aus dem Kreisverband
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11.07.2025
Deutsche Weizenernte beginnt im Süden Pflanzen
Früher als üblich hat die Winterweizenernte begonnen und auch hier überraschen Menge und Qualität. In den kommenden Sommertagen dürfte schnell viel Fläche geräumt werden. Dort wo gedroschen wird, sacken die Preise ab.
(AMI) Im Zick-Zack bewegen sich die Weizenkurse langsam nach oben. Gegenüber Vorwoche beträgt am 10.07.25 das Plus des Fronttermines 5,50 EUR/t. Die 200 EUR/t sind damit wieder erreicht. Wo gedroschen wird, überrascht das gute Ergebnis; im Westen und Süden sind Ertrag und Qualität gut, hohe Korngewichte lassen eine zudem gute Mehlausbeute erwarten. Es kann zumeist erntetrocken eingefahren werden. Die allgemeine Stimmung unter den Landwirten ist daher überwiegend positiv, trotz der Herausforderungen durch Wetterbedingungen und Preisentwicklungen. Im Norden gibt es hingegen noch Bedenken wegen potenzieller Trockenschäden auf leichten Standorten. Und wo Weizen noch steht, wächst bei aktuell feuchtwarmer Witterung die Sorge um zunehmenden Pilzbefall.
Angeliefert wird aus der Ernte heraus nur auf Kontrakt oder wenn es keine Lagermöglichkeiten auf dem Hof gibt. Darüber hinaus wird vorerst selten von Neugeschäft gesprochen, neue Lieferkontrakte nicht abgeschlossen. Erzeuger sind mit den vergleichsweise niedrigen Gebote unzufrieden, immerhin liegen sie aktuell rund 18 EUR/t für A- und B-Weizen sowie 34 EUR/t für E-Weizen unter Vorjahreslinie. Frei Erfasserlager werden in der 28. KW für Brotweizen im Bundesdurchschnitt 171,57 (146-185) EUR/t geboten und damit 6 EUR/t weniger als vor einer Woche. Qualitätsweizen erzielt knapp 193 (160-205) EUR/t. Eliteweizen wird mit 213,25 (205-230) EUR/t bewertet. Alterntige Partien lassen sich nur noch zu diesen Preisen verkaufen. Viele Erzeuger entscheiden sich aufgrund der niedrigen Preise gegen eine sofortige Vermarktung und hoffen auf bessere Auszahlungspreise zu einem späteren Zeitpunkt. Gleichzeitig zeigen Käufer kaum Kaufinteresse, verhalten sich traditionell abwartend. Sie haben ihren prompten Bedarf bereits gedeckt und warten nun auf das Mengen- und Qualitätsergebnis der Weizenernte 25, um auch spätere Liefertermine abzudecken.
Die Braugerstenpreise frei Erfasserlager sind stark abgesackt und verlieren in der 28. KW gegenüber Vorwoche knapp 11 %EUR/t. Mit 191 (151-210) EUR/t scheint die Preisfindung allerdings bei weitem noch nicht abgeschlossen zu sein. Es wird berichtet, dass Mälzereien aufgrund der hohen Bestände an alterntiger Ware derzeit kaum Kaufinteresse zeigen.
Die Großhandelspreise spiegeln derzeit sehr deutlich wider, wo die Ernte läuft und wo noch nicht. So werden franko Hamburg in etwa die kleinen Kursveränderungen in den Kassapreisen umgesetzt: mit 213 EUR/t für Brotweizen werden 2 EUR/t weniger genannt als vor einer Woche. Qualitätsweizen verteuert sich sogar um 2 auf 235 EUR/t, hatte zwischenzeitlich aber auch schon bei 237 EUR/t notiert. Franko Niederrhein ist der Brotweizenpreis bei laufendem Drusch indes eingebrochen. Waren dort vor einer Woche für prompte Lieferungen noch 219 EUR/t im Gespräch, sind es aktuell nur noch 203 EUR/t. Lieferungen ab September werden indes mit 216 EUR/t bewertet. Franko Westfalen sind für prompte Partien 206 EUR/t im Gespräch und so 13 EUR/t weniger als vor einer Woche. Brotroggen franko Niederrhein kostet in der 28. KW 192 EUR/t. Das sind 14 EUR/t weniger als vor einer Woche. Die Braugerstenpreise franko Oberrhein haben sich demgegenüber kaum bewegt und tendieren mit 251 EUR/t für Partien zur Lieferung ab Oktober einen Euro schwächer. War vor einer Woche noch Verkaufsinteresse bei 250 EUR/t erfasst worden, ist dies aktuell verstummt.
11.07.2025
US-Maiskurse erneut unter Druck Pflanzen
Positive Witterungsaussichten und positive Feldbestandsbewertungen im US-Maisgürtel bestimmen die Kursrichtung. Paris reagierte indes verhalten auf diese Vorgabe und konnte sogar zulegen.
(AMI) An der Börse in Chicago standen die US-Maiskurse erneut unter Druck. So schloss der Fronttermin Juli am 09.07.2025 bei umgerechnet 138,83 EUR/t und damit knapp 5 EUR/t unter Vorwochenniveau. Dieser wird allerdings kaum noch gehandelt, läuft er doch am Freitag aus. Die Folgetermine gaben zum Teil deutlicher nach. So fiel der Folgekontrakt September-25 um knapp 6 EUR/t auf umgerechnet 134,37 EUR/t.
Zu Wochenbeginn dominierten positive Wetterprognosen. Die Meteorologen erwarteten für die Hauptanbaugebiete in den USA in den kommenden zwei Wochen überwiegend normale Temperaturen und verbreitet Regenfälle – ideale Bedingungen für die laufende Feldbestandsentwicklung in der kritischen Bestäubungsphase. Die jüngste USDA-Bewertung vom 08.07.25 bestätigte diese Einschätzung: 74 % der Maisfeldbestände wurden als überdurchschnittlich eingestuft – der höchste Wert für zu diesem Termin seit 7 Jahren. Das setzte die Kurse unter Druck. Erst zur Wochenmitte kam es zu einer leichten Gegenbewegung, getragen von technischen Käufen aufgrund von Positionsglattstellungen.
Auch die internationale Konkurrenz bleibt ein belastender Faktor. Die anhaltend guten Erntebedingungen in Brasilien stützen die Erwartungen einer üppigen Safriñha-Ernte. Gleichzeitig zeichnet sich in Argentinien für die Saison 2025 eine Ausweitung der Maisanbauflächen ab, da Farmer dort wohl Mais gegenüber Soja bevorzugen werden.
Zur Wochenmitte konnten sich die Kurse in Chicago stabilisieren – gestützt von Gewinnmitnahmen nach den Tiefständen. Marktteilnehmer erwarten mit Spannung die neuen USDA-Monatsschätzungen am 01.07.2025. Analysten rechnen mit einer Reduzierung der Endbestandsprognose für US-Mais. Das würde die Kurse stützen.
In Paris reagierten die Kurse verhalten auf die Vorgaben aus Chicago. Hier bewegten sich die Notierungen kaum, setzten ihre Schwächetendenz erst fort und konnten dann zulegen. Vor allem die unsicheren Vegetationsbedingungen in Frankreich bestimmen die Marktlage. Prognosen gehen zwar von tendenziell günstigeren Bedingungen aus, doch die entscheidende Phase der Maisentwicklung steht vielerorts noch bevor. Der Fronttermin August-25 schloss am 10.07.2025 auf 204,25 EUR/t und damit 1,50 EUR/t über Vorwochenlinie.
11.07.2025
Vor der Rapsernte dominiert die Zurückhaltung Pflanzen
Auch wenn sich die Notierungen an der Pariser Börse zwischenzeitlich befestigten, kann das Plus am Kassamarkt nicht nachvollzogen werden. Dabei bleiben die Umsätze anhaltend gering.
(AMI) Entgegen dem Druck der laufenden Ernte in Teilen der EU konnten sich die Pariser Rapsnotierungen zuletzt berappeln. So schloss der Fronttermin August am 08.07.2025 rund 3,50 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. In den folgenden Handelstagen wurde das Plus jedoch postwendend wieder abgebaut, sodass am 10.07. ein Minus von -0,50 zu verzeichnen war. Kurstreibende Impulse kamen dabei insbesondere von Übersee. Getrieben von schwindenden Lagerbeständen und ungünstigen Vegetationsbedingungen konnten sich auch die Notierungen an der Börse in Winnipeg befestigen. Hinzu kommt die Wiederaufnahme der Handelsgespräche zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten. Gedämpft wurde das Plus jedoch durch die laufenden Rapsernten in der EU. Dabei stimmen die Rückmeldungen von den Feldern überwiegend positiv.
Der kurzzeitige Kursanstieg in Paris reicht jedoch bei weitem nicht aus, um den Handel mit Raps zu beleben. Vor diesem Hintergrund bleiben die Prämien auf Großhandelsebene unverändert. So sind fob Hamburg am 09.07.2025 rund 454 EUR/t zur Lieferung ab Juli möglich und damit 3 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Gleiches gilt für Partien franko Niederrhein, welche sich auf Wochensicht ebenfalls um 3 auf 469 EUR/t verteuern.
Auch am heimischen Kassamarkt bleibt es ruhig. Bereits in der Vorwoche kam die Abgabebereitschaft der Erzeuger mit den Preisrücknahmen zum Erliegen. Daran hat sich auch in der 28. KW nichts geändert. Aktuell sind im Bundesdurchschnitt für Raps der Ernte 2025 rund 442,80 EUR/t möglich und damit 1,90 EUR/t weniger als noch in der Woche zuvor. Die Spanne reicht dabei von 409 bis 475 EUR/t. Auch seitens der Verarbeiter ist kaum Aktivität zu verzeichnen, die allgemeine Stimmung ist von Zurückhaltung geprägt.

11.07.2025
Abkühlung hilft dem Frühkartoffelmarkt nicht Pflanzen
Trotz Regen bleiben alle Regionen in Deutschland weitgehend rodefähig, sodass sich am nachfrageübersteigenden Angebot nichts ändert. Die eingestielten Preise lassen sich weitgehend realisieren, auch wenn einzelne den Markt mit Sonderofferten stören.
(AMI) Der Frühkartoffelmarkt startete ruhig in die Woche. Der Wetterwechsel letzter Woche brachte vielen Regionen etwas Regen. Die meisten Felder, ob im Südwesten, im Rheinland oder in Niedersachsen, sind aber bei weitem nicht so nass geworden, als dass es längere Rodepausen gäbe oder aber sie haben etwas mehr Wasser sehr gut aufnehmen können – die Bodenstrukturen sind schließlich meist sehr gut. Da so gut wie überall die Rodefähigkeit erhalten geblieben ist, gibt es auch weiterhin ein großes Angebot mit den üblichen Hinweisen darauf, wer es am Markt wieder mal günstiger kann. Abgesehen von Ausreißern, die es in so einer angespannten Marktlage immer gibt, werden Speisefrühkartoffeln aber stabil auf dem Preisniveau gehandelt, welches mit den jüngsten Notierungen umrissen wurde.
Nachfrageseitig hilf die kühlere Witterung etwas. Gleichzeitig gingen aber weitere Bundesländer in die Schulferien. Relevanter ist wahrscheinlich, dass Frühkartoffeln aus Importen verschwinden, die bei mancher Herkunft auch wegen der Qualität kein Verkaufsargument auf ihrer Seite mehr haben.
Für den weiteren Verlauf wird beunruhigt auf die Anbauflächenentwicklung geschaut: Niedersachsen, Rheinland, Belgien, Niederlande, Schweden, Polen usw. verzeichnen alle ein Plus im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Sicher bezieht sich ein großer Teil davon auf Verarbeitungskartoffeln, es sind aber wohl auch mehr Speisekartoffeln dabei. Überall gab es gute Pflanzbedingungen und eine sehr gute Jugendentwicklung, bisher aber zu wenig Regen.
11.07.2025
Regionaler Marktkommentar Pflanzen
Die niedersächsische Gerstenernte ist weitestgehend abgeschlossen. Im Ergebnis spiegelt sich in diesem Jahr jeder Bodenpunkt und jeder Millimeter Niederschlag wider. Im Durchschnitt sind Erträge und Qualität aber überdurchschnittlich. Da bei den aktuellen Erzeugerpreisen aber auch sehr gute Ergebnisse für eine kostendeckende Bewirtschaftung nötig sind, beginnt die Ernte auf schwächeren Standorten teils auch unbefriedigend. Insgesamt sind die Preise am Getreidemarkt weiter unter Druck. Aufgrund des weiter starken Euros ist die heimische Ware am Weltmarkt kaum wettbewerbsfähig. Darüber hinaus sind die Aussichten auf der Nordhalbkugel vor allem beim Weizen insgesamt gut, was zu einer vergleichsweise starken Ernte führen kann. Die schwachen Preise münden folgerichtig auch in der niedrigen Abgabebereitschaft. Somit wird derzeit viel Getreide eingelagert. Beim Raps sind die Vorgaben von den Weltmärkten volatil, mit einer weiter negativen Tendenz. Auch hier drücken die guten Wetteraussichten in den großen Anbauregionen der Welt auf die Preise. Während die Matif-Notierungen zwischenzeitlich auf den niedrigsten Stand seit März rutschten, rangieren die Einkaufspreise des Handels und der Genossenschaften in dieser Woche zwischen 435 und 465 EUR/t. Insgesamt stellt sich damit kurz vor der Ernte eine gewisse Zurückhaltung ein.
11.07.2025
Rindermarkt: Sinkende Preise für Schweine, Rekordwerte für Rinder Milch und Rind
(AMI) Die Erzeugerpreise für Schlacht- und Nutzvieh entwickelten sich im ersten Halbjahr 2025 sehr unterschiedlich. Im Vergleich mit den Vorjahreswerten konnten sich die Abgeber von Rindern über deutlich erhöhte Preise freuen.
Die größten Steigerungen wurden bei männlichen schwarzbunten Nutzkälbern mit mehr als doppelt so hohen Preis als noch 2024 festgestellt. Die begrenzte Angebotssituation führte zu diesem hohen Preisniveau. Sehr große Anstiege waren bei den Schlachtrindern über alle Gattungen in einer Spanne von 22,6 bis 41,0 % bei den Schlachtkühen der Handelsklasse O3 zu beobachten. Anders verhielt es sich bei den Verkäufen von Schweinen. Sowohl für Ferkel als auch für Schlachtschweine und Sauen wurde deutlich weniger erlöst. Für Schweinehalter gestaltet es sich zunehmend schwieriger Vollkosten deckend zu wirtschaften.
Hähnchen- und Putenmäster konnten sich mit einem Plus von 6,2 bzw. 9,6 % über gestiegene Preise freuen. Neben den in einigen Bereichen knappen Versorgungslagen fiel das Preisniveau zusätzlich durch gestiegene Futter- und Energiekosten höher aus.
11.07.2025
Save-the-Date Milch und Rind
- 17.07.25, 13:00-14:30 Uhr: IDF (International Dairy Federation) lädt ein zum Webinar. Vorgestellt werden Erkenntnisse zur Entwicklung des globalen Milchkonsums aus dem neuen IDF Global Marketing Trends Report.
- Netzwerk Fokus Tierwohl und Partner bieten zwei Webinare an:
17.07.25, 19:00 Uhr: Management von festliegenden Rindern
21.07.25, 19:30 Uhr: Klauenerkrankung Mortellaro.
11.07.2025
DBV aktualisiert „Kuhknigge für Touristen“ Milch und Rind
(DBV) Anlässlich der Sommerferiensaison hat der DBV, insbesondere mit Blick auf Tierseuchenprävention und dem Schutz von Wanderern, seinen „Kuhknigge für Touristen“ aktualisiert. Dieser bietet wichtige Verhaltensempfehlungen in Form von Flyern und Video.
