Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

18.11.2025
Jahreshauptversammlung in Bothel

Landwirtschaftlicher Verein an der Wiedau bietet spannende Einblicke

Mitte November fand im Meyer’s Gasthof in Bothel die Jahreshauptversammlung des Landwirtschaftlichen Vereins an der Wiedau statt. Die Veranstaltung zog erneut zahlreiche Mitglieder an, die sich über die vergangenen Aktivitäten des Vereins informierten und spannenden Vorträgen lauschten. Der Vorsitzende des Vereins, Mark Münkel, eröffnete die Versammlung mit einer herzlichen Begrüßung und leitete damit in einen ereignisreichen Abend über.

Aktivitäten des Vereins und Kassenbericht

Geschäftsführerin Malin Lünsmann nahm im Anschluss den Kassenbericht vor. Sie gab einen umfassenden Rückblick auf die Höhepunkte des Vereinsjahres. Besonders hervorgehoben wurde die gut besuchte Feldrundfahrt sowie die drei Ausfahrten des Vereins, die ein fester Bestandteil des Vereinsprogramms sind. Darüber hinaus wurden auch die Kinderferienprogramme in Bothel und Hemslingen erneut als voller Erfolg positiv erwähnt.

Wahlen und Ehrungen

Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Tagesordnung waren die Wahlen. Malin Lünsmann, die Geschäftsführerin des Vereins, stellte sich der Wiederwahl und wurde einstimmig für eine weitere Amtszeit gewählt. Nach zwei Jahren als Kassenführer gab Carsten Lütjens sein Amt ab. Zu seinem Nachfolger wurde Maximilian Indorf gewählt.

Ein besonderer Moment der Versammlung war die Ehrung von Beatriz Krug und Ines Köstler. Beatriz Krug wurde für den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung zur Landwirtin geehrt, während Ines Köstler für das Bestehen der einjährigen Fachschule im Bereich Landwirtschaft ausgezeichnet wurde. Diese Ehrungen spiegeln die hohe Bedeutung der Ausbildung im landwirtschaftlichen Sektor und die Unterstützung des Vereins für die berufliche Weiterentwicklung seiner Mitglieder wider.

Vorträge und Einblicke in die aktuellen Herausforderungen der Landwirtschaft

Jörn Ehlers, der Vorsitzende des Landvolkkreisverbandes Rotenburg-Verden, beleuchtete in seinem Vortrag die aktuellen Themen, die die Landwirtschaft sowohl auf regionaler als auch auf nationaler Ebene bewegen. Er begann seine Ausführungen mit einem Lob für den Landwirtschaftlichen Verein an der Wiedau, dessen Struktur und hohe Beteiligung an der Jahreshauptversammlung er sehr schätzte.

„Im Landkreis Rotenburg haben wir eine doppelt so hohe Wertschöpfung in der Landwirtschaft wie durchschnittlich im Rest Niedersachsens“, betonte Ehlers und unterstrich damit die zentrale Rolle der Landwirtschaft in der Region. Dabei spiele auch die Tierhaltung eine entscheidende Rolle: „Jeder zweite Euro wird in der Tierhaltung verdient“, erklärte der Landvolkvizepräsident und machte deutlich, dass das Landvolk sich für ein klares Bekenntnis zur Tierhaltung stark mache. Ein Thema, das Ehlers dabei besonders beschäftigte, war die Beendigung des Bundesprogramms zum Umbau der Tierhaltung (BUT). Die Entscheidung künftige Förderungen auf Länderebene durchführen zu wollen, stieß bei ihm auf scharfe Kritik. „Das führt zu einem Flickenteppich, bei dem sich regionale Unterschiede noch stärker manifestieren“, warnte Ehlers und äußerte Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Umsetzung. Auf der anderen Seite gab es auch positive Entwicklungen zu vermelden, etwa die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, alle Landesdüngeverordnungen für unwirksam zu erklären. „Die Roten Gebiete müssen nun komplett überarbeitet werden, auch aus Niedersachsen haben wir Klagen eingereicht“, erläuterte Ehlers.

Weitere Themen, die Ehlers ansprach, waren das Agrarstrukturgesetz, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) sowie die Auswirkungen von Geflügelgrippe und Wolf auf die Landwirtschaft.

Neuer Input und Ausblick: Inken Rörup von der Landwirtschaftskammer

Im Anschluss an Ehlers’ Vortrag stellte Inken Rörup, die neue Außenstellenbeauftragte der Landwirtschaftskammer Verden, die wichtigsten Neuerungen in der Außenstelle Verden vor. Sie berichtete über personelle Veränderungen und stellte die neuen Berater der Außenstelle vor. Zudem gab sie einen Überblick über wichtige Termine und erläuterte die Anpassungen beim Kammerbeitrag.

Ein zentrales Thema ihres Vortrags war die neue GAP-Regelung. Auch wenn noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen wurden, zeichnete Rörup ein klares Bild: „Es wird definitiv weniger Geld für die Landwirte geben“, so ihre Prognose. Dabei plädierte sie für eine schrittweise Anpassung der Agrarpolitik und betonte, dass die Kammer sich eine „Evolution statt Revolution“ wünsche. Für die Zukunft riet Rörup den Landwirtinnen und Landwirten, ihre Betriebe so aufzustellen, dass sie langfristig auch ohne Fördermittel bestehen könnten.

11.11.2025
Landwirtschaft und Europa

Jan-Christoph Oetjen beim landwirtschaftlichen Verein Sottrum/Rotenburg

Rund 40 Mitglieder nahmen an der diesjährigen Jahreshauptversammlung vom landwirtschaftlichen verein Sottrum/Rotenburg im Gasthaus Röhrs in Sottrum teil. Nach den einleitenden Worten des 2. Vorsitzenden Christian Lohmann, der das Motto „Jeder steht für sich, aber alle stehen füreinander ein“ hervorhob, wurde betont, wie wichtig es sei, Freunde und Unterstützer in der Politik – insbesondere auf europäischer Ebene – zu gewinnen. Passend dazu war Jan-Christoph Oetjen (Mitglied im Europäischen Parlament, FDP) als Gastredner eingeladen.

Einblicke aus Brüssel: Europapolitik und Landwirtschaft

Der Europaabgeordnete Jan-Christoph Oetjen (FDP) berichtete aus seiner Arbeit im Europäischen Parlament. Von den 96 deutschen Abgeordneten sind lediglich vier Mitglieder des Agrarausschusses – Oetjen ist der einzige mit landwirtschaftlichem Hintergrund. Er betonte, wie wichtig es sei, fachliche Expertise nach Brüssel zu bringen und dass sich Landwirtinnen und Landwirte stärker politisch engagieren sollten. Er erläuterte außerdem die Abläufe der europäischen Gesetzgebung zwischen Parlament, Rat und Kommission. Viele Regelungen würden aus kleineren landwirtschaftlichen Strukturen anderer EU-Länder abgeleitet und seien daher nicht immer auf die deutsche Landwirtschaft übertragbar. Zum Thema Mercosur erklärte Oetjen, dass nur etwa zwei Prozent des in der EU konsumierten Rindfleischs aus Südamerika stammen. Vorrangiges Ziel der aktuellen Handelspolitik sei es, stabile und sichere Lieferketten – insbesondere für Saaten – zu gewährleisten.

Abschließend forderte der Abgeordnete Wettbewerbsgleichheit innerhalb Europas: Kein EU-Land könne es sich leisten, nationale Alleingänge zu unternehmen. Während Länder wie Frankreich und Polen ihre Landwirtschaft massiv fördern, dürfe Deutschland den Anschluss nicht verlieren.

Fazit

Die Jahreshauptversammlung zeigte deutlich, wie eng Landwirtschaft, Politik und Gesellschaft miteinander verflochten sind. Neben aktuellen Herausforderungen stand vor allem der Appell im Mittelpunkt, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und aktiv an Lösungen mitzuwirken – regional wie auch auf europäischer Ebene.

07.11.2025
Einladung zum gemeinsamen Abschlussgrillen

Fünf Jahre FINKA

Liebe Projekt-Interessierte, nach fünf spannenden Jahren neigt sich das FINKA-Projekt dem Ende zu und das möchten wir gemeinsam mit Ihnen feiern! Deshalb laden wir Sie herzlich zu einem Abschlussgrillen ein, bei dem wir zusammen mit dem Verdener Betriebspaar Blohme und Michaelis sowie dem Osterholzer Betriebspaar Schöne und Meyerdierks ein letztes Mal in den Austausch rund um das FINKA-Projekt treten möchten.

Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches Programm: Antiona Schmücker von der Technischen Hochschule Lübeck (Bereich Umweltmanagement) hält einen spannenden Vortrag zum Thema „Interaktion zwischen Segetalflora und Schwebfliegen/Tagfaltern“. Anschließend zieht FINKA-Coach Adrian Schmickler vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH ein Resümee der Projektergebnisse, bevor auch die beteiligten FINKA-Betriebe ihre Erfahrungen teilen. Den Abschluss bildet ein offener Austausch bei leckerer Bratwurst vom Hof Blohme.

Wann: Dienstag, den 18.11.2025 um 14 Uhr
Wo: Hagenerstr. 3, 27299 Langwedel (OT Hagen-Grinden)
Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung bis zum 14.11.2025 unter: sievers@landvolk-row-ver.de

Wir freuen uns auf einen inspirierenden Nachmittag mit Ihnen!

Projekthintergrund: Im FINKA-Projekt (Förderung von Insekten im Ackerbau) verzichten 30 konventionell arbeitende Landwirtinnen und Landwirte auf ihren Versuchsflächen auf Pflanzenschutzmittel, die gegen Insekten und Unkräuter eingesetzt werden. Dabei erhalten sie Unterstützung von ökologisch wirtschaftenden Kolleginnen und Kollegen aus ihrer Region. Zusätzlich wird vom Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels und der Georg-August-Universität Göttingen untersucht, wie sich die veränderte Bewirtschaftungsweise auf die Ackerbegleitpflanzen und damit auf die Insektenvielfalt auswirkt. Das Projekt FINKA wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Das Projekt läuft bis Ende 2025.

Verbundpartner im Projekt sind die Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen e.V., das Landvolk Niedersachsen e.V. sowie Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels und die Georg-August-Universität Göttingen.

07.11.2025
Niedersachsen stärkt Herdenschutz

Neue Förderregeln

Der Wolf bleibt – deshalb müssen Weidetiere vor ihm geschützt werden. Mit diesem Konsens kamen Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer, Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte, Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers und Jörg Zidorn von der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe aus dem Dialogforum „Weidetierhaltung und Wolf“. Konkret soll der Herdenschutz in drei Punkten aufgestockt und erweitert werden.

Erstens sollen zukünftig auch Förderanträge für Herdenschutzzäune rund um gewerbliche Pferdeweiden oder Reitplätze, Obstplantagen, Freiflächen-Photovoltaikanlagen und Weihnachtsbaumkulturen gestellt werden dürfen. Zweitens reicht künftig ein Riss an einem Großtier – wie Pferd oder Rind – aus, um die Förderkulisse für wolfsabweisende Zäune von 80 Prozent der Investitionssumme auf die Gemeinden rund um den Riss auszuweiten. Bislang waren es zwei Risse. „Das ist ein großer Schritt nach vorne“, beschrieb Staudte die massive Ausweitung der Förderkulissen. Drittens können nun auch Schafhalter mit bis zu 50 Tieren eine Förderung des Zaunbaus nach der Richtlinie Wolf beantragen. Bisher lag die Grenze bei zehn Tieren.

„Ich bin froh über die Einigkeit darüber, eine Regelung zu ändern, die Lücken hatte“, sagte Ehlers als Sprecher des Aktionsbündnisses Aktives Wolfsmanagement. Das Geld sei in diesem Jahr nur zu zwei Dritteln abgerufen worden, weil der bürokratische Aufwand für die Antragstellung zu groß gewesen sei. „Nur mit Herdenschutz ist der Schutz des Wolfes möglich“, stimmte Zidorn ihm zu. In Niedersachsen werde dies vorbildlich umgesetzt. Wölfe, die gelernt hätten, diesen zu umgehen und dadurch zu „Problemwölfen“ geworden wären, müssten entnommen werden. Dies zu erleichtern, dafür appellieren die Mitglieder des Dialogforums Wolf an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer, der derzeit mit der Novelle des Bundesjagdgesetzes beschäftigt ist.

„Wir müssen den Fokus weg von den Problemwölfen legen und in ein Management einsteigen“, forderte Ehlers. Er sieht eher eine Unter- als eine Obergrenze als Richtschnur für die Bejagung. „Wir müssen den Wolf dort bejagen, wo der Aufwand des Herdenschutzes in keinem Verhältnis zum Nutzen des Wolfes für den Naturschutz steht – zum Beispiel an Deichen“, machte er deutlich. Dort kann er sich auch wolfsfreie Zonen vorstellen. „Niedersachsen ist das einzige Bundesland, das überhaupt Wölfe entnimmt“, gab Meyer zu Bedenken. Die Genehmigung von Schnellabschüssen sei rechtssicher.

„Wir wollen nicht ganz Niedersachsen einzäunen, da dadurch auch der Wildwechsel erheblich eingeschränkt wird“, betonte Staudte. „Das will der Finanzminister auch nicht“, schmunzelte Ehlers. Immerhin würde es wohl um die 2,2 Mrd. Euro kosten, alle Weiden in Niedersachsen wolfsabweisend einzuzäunen. Für ihn ist die Kombination aus Herdenschutz und Bejagung der Idealfall. „Sonst können wir uns das Geld für den Herdenschutz sparen“, machte er deutlich. Ehlers erhofft sich durch eine Bejagung auch mehr Abstand der Wölfe zu den Menschen: „Der Wolf ist schlau. Er weiß, dass vom Menschen derzeit keine Gefahr ausgeht“.

05.11.2025
Mitgliederversammlung 2025

Mit Vortrag von Marco Mohrmann

Wir laden alle Mitglieder herzlich zur diesjährigen Mitgliederversammlung ein. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 13. November 2025, ab 13:30 Uhr in Röhrs Gasthof in Sottrum statt.

Neben den Berichten aus der Verbandsarbeit und Ehrungen verdienter Mitglieder wird als besonderer Gast Dr. Marco Mohrmann (CDU), agrarpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, ein Gastreferat halten zum Thema: „Notwendige Weichenstellungen für eine zukunftsfähige Agrarpolitik“

Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Austausch und persönlichen Gespräch.

Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen, an der Versammlung teilzunehmen und die Gelegenheit zu nutzen, sich über aktuelle Entwicklungen in der Landwirtschaft und die Arbeit des Verbandes zu informieren.

Veranstaltungsort:

Röhrs Gasthof, 27367 Sottrum

Beginn: 13:30 Uhr

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

04.11.2025
Aufstallungspflicht für Geflügelbestände

In den Landkreisen Rotenburg und Verden seit 31.10.2025

Die Veterinärbehörden der Landkreise Rotenburg und Verden ordneten eine kreisweite Aufstallungspflicht für Geflügelbestände mit mehr als 50 Tieren an. Die Aufstallungspflicht gilt seit 31.10.2025.

Ausführliche Informationen Landkreis Verden: HIER

Ausführliche Informationen Landkreis Rotenburg: HIER

04.11.2025
Heizen mit Zukunft

Veranstaltungshinweis

Veranstaltungshinweis: Heizen mit Zukunft - Erneuerbar. Regional. Nachhaltig.

Wann: Am 07.11.2025 um 10 Uhr
Wo: Holtumer Dorfstr. 1, 27308 Kirchlinteln

Geboten werde Vorträge zu:
- Heizen mit Holz
- Erneuerbare Energien in Wärmenetzen
- Wärmeversorgung in Bestandsgebäuden und Neubauten
- Heizen in landwirtschaftlichen Betrieben
- Nah- und Fernwärmenetz

Außerdem wird geboten:
- Besichtigung einer Hackgutanlage
- Verpflegung vor Ort (Selbstzahler)
- Spannende Gespräche

29.10.2025
Mit Herz und Expertise

Inken Rörup startet als Außenstellenbeauftragte der LWK Niedersachsen in Verden

Seit Oktober hat die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) eine neue Außenstellenbeauftragte für die Außenstelle Verden: Inken Rörup. Mit ihrem fundierten Wissen und ihrer Leidenschaft für die Landwirtschaft ist sie bestens gerüstet, um in dieser Schlüsselposition einen entscheidenden Beitrag zu leisten. Doch was genau bringt Inken Rörup mit und was sind ihre Ziele in der neuen Rolle? Ein Blick hinter die Kulissen einer engagierten Fachfrau, die ihre Wurzeln tief in der Agrarwirtschaft verankert hat.

Ein Werdegang mit klarer Richtung

Inken Rörup ist eine Frau, die schon früh wusste, in welchem Bereich sie arbeiten möchte. Nach einer klassischen landwirtschaftlichen Lehre entschied sie sich für den weiteren Weg der akademischen Ausbildung: Zuerst das Fachabitur, dann ein Studium der Agrarwirtschaft in Rendsburg an der FH Kiel und schließlich ein Master in Agrarökonomie an der Hochschule Neubrandenburg.

„Bereits im Studium hatte ich erste Berührungspunkte mit der Landwirtschaftskammer“, erzählt sie. „Im letzten Semester habe ich ein freiwilliges Praktikum bei der LWK gemacht und meine Masterarbeit in Zusammenarbeit mit der Kammer angefertigt.“ Die enge Verbindung zur LWK führte sie weiter und so absolvierte sie nach dem Studium ihr Referendariat für den landwirtschaftlichen Dienst in Oldenburg und Nienburg, wo sie zwei Jahre intensiv auf die Beratungstätigkeit vorbereitet wurde.

Seit Oktober 2025 ist sie nun als Außenstellenbeauftragte in Verden tätig und übernimmt die Verantwortung von ihrem Vorgänger Dr. Gert Kracke.

Warum die LWK Niedersachsen?

„Ich finde es einfach genial, dass die LWK so ein großes Netzwerk hat“, erklärt Rörup begeistert. „Hier gibt es niedersachsenweit sehr viele Experten in verschiedenen Fachgebieten. Es ist immer jemand da, der einem weiterhelfen kann.“ Diese Vielfalt und die Möglichkeit, immer wieder neue Perspektiven zu gewinnen, motivieren sie in ihrer Arbeit. „Ich berate unglaublich gerne, und mein Ziel ist es, mit den Landwirten zusammen den Betrieb voranzubringen“, betont sie. Für Rörup ist der persönliche Austausch mit den Landwirtinnen und Landwirten ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit: „Ich finde es spannend, auf jedem Betrieb individuelle Lösungen zu erarbeiten.“

Besonders in Verden freut sie sich auf die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen, aber auch jungen, dynamischen Team. „Die Mischung aus erfahrenen und neuen Beraterinnen und Beratern hier ist ideal, da kann jeder von jedem lernen“, so Rörup. Ihre Vision ist es, den Standort Verden weiter zu stärken und die Beratung für die Landwirtinnen und Landwirte weiter auszubauen.

Neue Aufgaben und spannende Herausforderungen

Die Arbeit als Außenstellenbeauftragte umfasst eine Vielzahl an Aufgaben, doch eine bleibt dabei stets im Mittelpunkt: die GAP-Beratung. Diese wird, wie gewohnt, auf hohem Niveau weitergeführt. „Darüber hinaus wollen wir unser Portfolio erweitern, vor allem im Bereich der ökonomischen Unternehmensberatung“, berichtet Rörup. In Zukunft möchte sie stärker in den Bereichen Jahresabschlussanalysen, Betriebszweigauswertungen und Investitionsplanung aktiv sein. Auch die Durchführung von Seminaren, um Landwirtinnen und Landwirten praxisnahe Unterstützung zu bieten, soll weiter ausgebaut werden.

In ihrer täglichen Arbeit mit den Betrieben ist Rörup sich darüber bewusst, dass es keine einfache Lösung für alle gibt. „Jeder Betrieb ist einzigartig. Es gibt keine pauschale Lösung. Das macht die Arbeit so spannend. Wir müssen für jeden Betrieb eine individuelle Antwort finden“, erklärt sie. Dabei spielt der persönliche Aspekt eine zentrale Rolle. „Wir schauen nicht nur auf die Zahlen, sondern auch auf die Menschen dahinter“, betont sie. „Es geht darum, dass die Unternehmerfamilie mit der Lösung glücklich ist und der Betrieb langfristig erfolgreich bleibt.“

Starke Zusammenarbeit und kurze Wege

Ein weiterer Vorteil für Inken Rörup in Verden ist die enge Zusammenarbeit mit anderen landwirtschaftlichen Institutionen. „Wir sind hier hervorragend vernetzt. Im Grünen Zentrum arbeiten wir Tür an Tür mit dem Landvolk und die Landberatung Verden, die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG), die MASTERRIND, der Landkreis und weiteren wichtige Akteure sind ebenfalls in direkter Nachbarschaft. Die kurzen Wege und der ständige Austausch machen unsere Arbeit vor Ort sehr effektiv“, so Rörup.

Blick in die Zukunft

Für die kommenden Jahre hat Inken Rörup klare Ziele: „Ich möchte die Außenstelle Verden noch bekannter machen“, erklärt sie. Zudem will sie das Angebot weiter ausbauen, um flexibel auf die Bedürfnisse der Landwirtinnen und Landwirte zu reagieren. „Wir müssen schauen, wo Bedarf besteht und diesen Bedarf zeitnah decken“, sagt sie mit Blick auf die Zukunft.

Trotz der großen Fußstapfen, die ihr Vorgänger Dr. Gert Kracke hinterlassen hat, ist Inken Rörup voller Vorfreude, ihre neue Rolle anzutreten. Mit offenen Armen und einem klaren Blick auf die kommenden Aufgaben heißt sie die Herausforderungen willkommen und freut sich darauf, gemeinsam mit ihrem Team und den Landwirtinnen und Landwirten in Verden neue Akzente zu setzen.

23.10.2025
Veranstaltung von Bioland

Umstellertag für interessierte Landwirtinnen und Landwirte

Sie führen bereits Geflügel oder haben Rinder oder denken über einen Einstieg in die Bio- Geflügelhaltung/Rinderhaltung nach? Dann lädt Bioland Sie herzlich zu der marktorientierten Infoveranstaltung zur Umstellung ein:

Wann: Mi, 05. November 2025 09:00-17:30 Uhr
Wo: Tagungshaus Freudenburg, Amtsfreiheit 1 A, 27211 Bassum

Was Sie erwartet:
• Vorstellung des Bioland-Verbandes: Werte, Leistungen und Netzwerk
• Förderung und Unterstützung beim Umstellungsprozess
• Marktüberblick: Absatzwege, Vermarktung und wirtschaftliche Perspektiven
• Erzeugergemeinschaften im Bioland
• Anforderungen und Chancen der Bio-Geflügelhaltung/Rinderhaltung nach Bioland-Richtlinien
• Betriebsbesichtigung (Gut Rosenkrantz Bio-Futter GmbH & Co. KG, Eschenhausen 29, 27211 Bassum)

Anmeldung:
Zur Planung bitte bis zum 29.10.2025 (10 Uhr) über diesen Link im Bioland-Veranstaltungskalender anmelden.

Haben Sie Fragen zur Anmeldung? Dann wenden Sie sich gerne per Telefon unter 04262 9590-70 oder per Mail unter veranstaltung-nds@bioland.de.

22.10.2025
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer vor Ort

Einladung an alle Mitglieder des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden e. V.

Sehr geehrte Mitglieder,

wir möchten Euch herzlich zu einer besonderen Gelegenheit einladen: Im Rahmen eines Wahlkreisbesuchs mit dem Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt aus dem Wahlkreis Verden wird der neue Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer nach Oyten kommen. Im Zuge dessen haben alle Mitglieder des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden e. V. die Möglichkeit, an einer Diskussionsrunde mit dem Landwirtschaftsminister teilzunehmen.

Diskussionsrunde mit Alois Rainer Wann: Donnerstag, 23. Oktober 2025 // 17:00 bis 19:00 Uhr Wo: Restaurant Davide (ehemals Alter Krug) // Hauptstraße 96, 28876 Oyten

Minister Rainer wird die geplanten Schwerpunkte der Bundesregierung im Bereich Landwirtschaft, Ernährung und Heimat vorstellen. Im Anschluss gibt es die Gelegenheit zur Diskussion und zum direkten Austausch – eine wertvolle Chance, unsere Anliegen und Fragen auf Bundesebene einzubringen.

Gerade in Zeiten, in denen die Landwirtschaft im Mittelpunkt vieler politischer Debatten steht, ist es wichtig, dass wir unsere Themen und Positionen sichtbar machen.

Wir würden uns daher freuen, wenn möglichst viele von Euch an dieser Veranstaltung teilnehmen und so ein starkes Signal für die Landwirtschaft aus dem Landkreis Verden setzen.

Mit freundlichen Grüßen Euer Landvolk-Team

Aktuelles aus dem Landesverband

27.03.2026
Eierpreise auf Rekordniveau
Geflügel

(AMI/MEG) Auch im März waren die Eier auf dem freien Markt weiterhin sehr knapp. Die lebhafte Nachfrage und die durch die Seuchensituation beeinträchtigte Produktion trieben die Preise weiter nach oben. Seit dem Jahreswechsel stiegen die Eierpreise auf dem Spotmarkt stetig. In KW 12 dieses Jahres kosteten 100 M-Eier aus Bodenhaltung auf dem freien Markt 20,65 Euro. Im Jahr 2025 war der höchste Preis kurz vor Ostern (KW 15) 18,75 Euro. Die Lage auf dem Eiermarkt ist weiterhin angespannt. Der Spotmarkt ist fast leer. Die Ausbrüche von Aviärer Influenza und zuletzt auch von Newcastle Disease beeinträchtigten die Produktion. Bis jetzt sind wenige junge Herden eingestallt. Diese können die Lücken noch nicht auffüllen. Es konnten auch im März nicht immer alle Bestellungen vollumfänglich erfüllt werden. Wie es so kurz vor Ostern zu erwarten ist, ließ die Nachfrage der Verbraucher nach Konsumeiern nicht nach. Auch wenn immer öfter von Lücken in den Regalen des Einzelhandels berichtet wurde, standen Eier zum Backen und Färben auf dem Einkaufszettel. Die Verarbeiter suchten noch Ware zum Färben und Kochen, ab Kalenderwoche 13 ließen die Anfragen nach.

(DBV) Vor dem Hintergrund der aktuellen Seuchenausfälle bleibt der Eiermarkt unter Druck. Was das, gerade jetzt vor Ostern, für die Eier-Versorgung bedeutet und weshalb Verbraucher trotzdem keine Abstriche beim Osterfest machen müssen, wird im neuen Beitrag in
DBV exklusiv
ausführlich beleuchtet.

27.03.2026
Geflügelmarkt abwartend
Geflügel

(AMI/MEG) Im Verlauf des Monats März hat sich die Verbrauchernachfrage nach Geflügelfleisch leicht belebt. Die Grillsaison startete. Auch im März kam es zu weiteren Ausbrüchen der Aviären Influenza und zu Fällen von Newcastle Disease.

Die Schlachtereiabgabepreise für Hähnchenfilet haben sich im März stabilisiert. Teils wurden sie auch bereits angehoben. Das Interesse an Filet und an Schenkelfleisch war lebhaft. Die Hähnchenflügel gaben preislich etwas nach. Verhandlungen zwischen Schlachtereien und Mästerorganisationen führten in der zweiten Märzhälfte zu leicht höheren Auszahlungspreisen für Masthähnchen.

Angesichts der immer noch eingeschränkten deutschen Schlachtmengen kommt es bei Puten nicht zu einem Angebotsdruck am Markt. Die Nachfrage nach Putenfilet zeigte sich auf Ladenstufe Anfang des Monats noch recht verhalten. Die Schlachtereiabgabepreise blieben im März auf breiter Front stabil.

Die Althennenpreise gaben im Monatsschnitt nach, lagen aber immer noch über Vorjahrespreisniveau. Bleibt abzuwarten, wie sich der geplante Start eines bayerischen Unternehmens für Althennenschlachtungen mittelfristig auf den Markt auswirken wird.

27.03.2026
StiKo Vet empfiehlt Impfstatus jetzt zu prüfen
Geflügel

Angesichts der aktuellen Newcastle‑Ausbrüche ruft die StiKo Vet alle Halter von Hühnern und Puten dazu auf, den Impfstatus ihrer Tiere zu überprüfen und fällige Wiederholungsimpfungen umgehend vorzunehmen. Besonders Jungtiere und unvollständig immunisierte Bestände gelten als besonders gefährdet, und verzögerte Krankheitsverläufe in teilimmunen Herden können eine unerkannt fortschreitende Virusverbreitung begünstigen. Auch Kleinsthaltungen sind verpflichtet, konsequent zu impfen und Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. In der Stellungnahme der StiKo Vet werden die verfügbaren Impfprogramme beschrieben, einschließlich der weiterhin zulässigen Abgabe von Trinkwasser-Lebendimpfstoffen an Hobbyhalter.

27.03.2026
HPAI: Aktuelle Fälle in Deutschland und USA
Geflügel

Seit Anfang März wurden in mehreren Bundesländern neue H5N1‑Fälle gemeldet. In Niedersachsen sind 80 Tiere in Gemischthaltung im Landkreis Leer, 30 Tiere im Landkreis Lüneburg und 20 Legehennen im Landkreis Friesland betroffen. In Sachsen wurde im Landkreis Mittelsachsen ein Bestand mit 2.500 Tieren in Gemischthaltung positiv getestet. Mecklenburg‑Vorpommern meldet Fälle im Zoo Stralsund, drei Schwarzhalsschwäne im Zoo Schwerin, 7.000 Puten in Wesenberg sowie neu 27 Hühner im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Schleswig‑Holstein meldet einen Nachweis im Landkreis Rendsburg‑Eckernförde und Legehennen im Landkreis Schleswig‑Flensburg. In Brandenburg sind im Landkreis Elbe‑Elster 4.800 Puten betroffen. In Bayern wurde im Landkreis Dachau ein Bestand mit unter 50 Legehennen positiv getestet. Thüringen meldet positive Legehennenbestände in Erfurt. In Sachsen‑Anhalt wurde im Landkreis Börde das Virus in einer Gemischthaltung mit Enten und Legehennen nachgewiesen. Nordrhein‑Westfalen schließlich meldet im Landkreis Warendorf einen Kleinstbestand mit unter 50 Tieren in Gemischthaltung.

Auch in den USA bleibt die Situation angespannt: Dort hat die HPAI-Welle seit 2022 bereits mehr als 200 Mio. Tiere in kommerziellen Betrieben gefordert. Zuletzt traf es zwei große Betriebe in Wisconsin, die zusammen rund 3 Mio. Legehennen verloren. Neben Legehennen sind auch Masthühner, Enten und Puten betroffen. Ein Ende der Ausbreitungswelle ist derzeit nicht absehbar.

27.03.2026
Neue Klimaschutzimpulse für die Geflügelhaltung
Geflügel

(AgE) Mit dem Klimaschutzprogramm 2026, das am Mittwoch beschlossen wurde, plant die Bundesregierung, den klimagerechten Umbau der Landwirtschaft deutlich stärker zu fördern. Besonders die Tierhaltung rückt in den Fokus, da nach 2030 ohne zusätzliche Maßnahmen keine weiteren Emissionssenkungen zu erwarten sind. Für Geflügelhalter bedeutet das: Investitionen in Emissionsminderungen, etwa bei Stallklima, Fütterung, Energietechnik oder der Behandlung von Wirtschaftsdüngern, sollen künftig stärker unterstützt werden. Vorgesehen ist unter anderem, mehr Wirtschaftsdünger zu vergären, Biogasanlagen umzurüsten und alternative Antriebe in der Landwirtschaft zu fördern. Gleichzeitig gewinnt die einzelbetriebliche Klimabilanzierung an Bedeutung, da sie verstärkt von Marktpartnern eingefordert wird.

Passend dazu hat das Netzwerk Fokus Tierwohl neue Handbücher veröffentlicht, die praxisnahe Maßnahmen zur Emissionsminderungen sowohl in der Jung- und Legehennenhaltung als auch in der Mastgeflügelhaltung bündeln. Sie bieten konkrete Ansatzpunkte, mit denen Geflügelhalter ihre Betriebe gezielt klimafreundlicher ausrichten können.

27.03.2026
Weizenkurse drehen zum Wochenbeginn ins Minus
Pflanzen

(AMI) Nach zwei Wochen Aufwärtsbewegung gaben die Weizenkurse in Paris wieder nach. Geopolitische Risiken treffen auf eine weiterhin komfortable Versorgungslage. Im Laufe der Handelswoche erholten sich die Kurse jedoch wieder.

Nach zwei Wochen fester Tendenz haben die Weizenkurse an der Pariser Terminbörse zum Ende der letzten Woche nachgegeben (-5 EUR/t binnen 3 Handelstagen). In den letzten Tagen ging es dann aber wieder aufwärts. So schloss der Fronttermin Mai am 26.03.2026 bei 205,25 EUR/t und lag damit 2 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Der September-2026-Termin schloss zuletzt bei 213,25 EUR/t und verzeichnete das gleiche Wochenplus.

Die Volatilität zeigt, dass die Unsicherheit am Markt hoch bleibt. Insbesondere neue Meldungen zur Lage im Nahen Osten sorgen weiterhin für deutliche Kursschwankungen an den internationalen Weizenmärkten. Zunächst hatte die Hoffnung auf ein baldiges Ende der militärischen Auseinandersetzungen für Entlastung gesorgt, nachdem die US-Regierung dem Iran ein Angebot zur Beendigung des Konflikts unterbreitet hatte. Diese Erwartungen wurden jedoch gedämpft, als der Iran erklärte, keinen Waffenstillstand akzeptieren zu wollen. In der Folge erhielten die Weizenkurse zuletzt wieder etwas Unterstützung, zumal die Entwicklung an den internationalen Düngemittelmärkten zusätzliche Unsicherheit bringt und Risiken für die globale Versorgung bestehen.

Auf der Nachfrageseite zeigt sich der Markt derzeit verhalten. Viele Importeure agieren abwartend und verschieben Käufe angesichts der geopolitischen Unsicherheiten. Zudem bleibt die weltweite Versorgungslage komfortabel, und auch für die kommende Saison werden Überträge erwartet. Der EU-Agrarbeobachtungsdienst MARS geht in seiner ersten Schätzung für das Wirtschaftsjahr 2026/27 davon aus, dass die EU-Weichweizenerträge gegenüber dem hohen Vorjahresniveau um rund 5 % zurückgehen werden. Dennoch lägen die Erträge damit weiterhin etwa 2 % über dem langjährigen Mittel.

27.03.2026
Angebot am Brotgetreidemarkt bleibt reichlich
Pflanzen

(AMI) – Schwächere Terminmarktvorgaben, hohe Lagerbestände und fehlende Exportimpulse belasten den heimischen Brotgetreidemarkt weiter.

Der deutsche Markt für Brotgetreide präsentiert sich derzeit insgesamt schwach und ist von Zurückhaltung geprägt. Maßgeblich beeinflusst wird die Preisentwicklung durch die schwächeren Weizenkurse an der Pariser Börse sowie durch die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten. In der Folge wurden die Erzeugerpreise für Brotgetreide in nahezu allen Regionen zurückgenommen. Qualitative Aufgelder lassen sich dabei nur noch eingeschränkt durchsetzen, und die Preisspanne zwischen Brot- und Qualitätsweizen hat sich weiter verringert.

So werden aktuell für Eliteweizen der Ernte 25 im Bundesmittel rund 177,60 (170-190) EUR/t frei Erfasserlager verlangt, das sind 6,13 EUR/t weniger als in der Vorwoche und 58,14 EUR/t weniger als vor einem Jahr. Qualitätsweizen büßt gegenüber der Vorwoche 3,36 EUR/t auf 176,00 (168-185) EUR/t ein und liegt knapp 39 EUR/t unter Vorjahreslinie. Brotweizen und Brotroggen verfehlen mit 171,60 (163-177) EUR/t bzw. 149,10 (142-160) EUR/t das Vorwochenniveau hingegen um jeweils rund 2,60 EUR/t. Auf Jahressicht verliert Brotweizen 30,30 EUR/t und Brotroggen 20,20 EUR/t an Wert.
Für Niedersächsischen B-Weizen wurde ab Hof mit durchschnittlich 177 (173-186) EUR/t etwa 1 Euro weniger gezahlt, während sich der A-Weizen im Schnitt auf Vorwochenniveau hielt.

Auch Vorkontrakte für die neue Ernte stehen bundesweit unter Druck und werden angesichts des aktuell niedrigen Preisniveaus nur vereinzelt abgeschlossen. Hier verzeichnet Qualitätsweizen mit einem Rückgang von 5,52 auf 186,95 EUR/t frei Erfasserlager das größte Wochenminus, gefolgt von Brotroggen mit einem Minus von 5,27 EUR/t auf 148,69 EUR/t. Brotweizen verbilligt sich im Mittel um 4,12 auf 178,61 EUR/t und Eliteweizen verfehlt mit 197,63 EUR/t frei Erfasserlager das Vorwochenniveau um 1,61 EUR/t.

Auf der Angebotsseite bleibt der Markt gut versorgt. Sowohl bei den Landwirten als auch im Handel befinden sich regional noch Mengen der alten Ernte in den Lagern. Der Vermarktungsdruck hält an, im Zuge der laufenden Feldarbeiten und mit Blick auf die kommende Ernte werden Lager geräumt, zudem wird aus Liquiditätsgründen verkauft. Einzelne Händler schwenken bereits verstärkt auf die neue Ernte um.

27.03.2026
Futtergetreidemarkt gerät unter Druck
Pflanzen

(AMI) Geopolitische Unsicherheiten belasten die Preise für Futtergetreide, während sich Körnermais dank lebhafter Nachfrage behauptet.

Mit dem Konflikt im Nahen Osten bleibt die Unsicherheit an den Märkten weiterhin hoch. Während die Börsennotierungen in dieser Woche nachgeben, geraten auch die Kassapreise für Futtergetreide unter Druck. Aus einzelnen Bundesländern werden allerdings teils noch stabile Futtergetreidepreise gemeldet. Insgesamt bleiben die Handelsaktivitäten verhalten. Seitens der Mischfutterhersteller wird zunächst lediglich der kurzfristige Bedarf gedeckt, da weiterhin auf eine Entspannung im Nahen Osten gehofft wird.

Während sich die negative Tendenz an den Börsen bei den übrigen Getreidearten in den Erzeugerpreisen frei Erfasserlager widerspiegelt, gilt dies für Körnermais nicht. Die Preise für Futterweizen verlieren fast 2 EUR/t und liegen bei 167 EUR/t. Gegenüber dem Vormonat ergibt sich damit jedoch noch ein Plus von 3,21 EUR/t. Futtergerste bleibt nahezu preisidentisch mit Futterweizen. Mit einem Minus von 1,41 EUR/t liegt der Durchschnittspreis der Bundesländer bei 166,62 EUR/t und damit rund 5 EUR/t über dem Vormonatsniveau. Als einzige Kultur können sich die Preise für Körnermais im Vergleich zur Vorwoche stabil halten; auf Erzeugerstufe steigt der Preis sogar leicht um 0,10 EUR/t auf 191,42 EUR/t. Für die übrigen Futtergetreidearten wie Triticale, Futterroggen und Futterhafer zeigen sich vergleichbare Preistendenzen wie bei der Futtergerste.

Auch die Großhandelspreise für Futtergerste und Futterweizen geben weiter nach. Futtergerste franko Niederlande verliert im Fronttermin 4 EUR/t und notiert bei 201 EUR/t. In Südoldenburg und Westfalen fallen die Preise jeweils um 2 EUR/t auf 202 EUR/t. Wie bereits in der Vorwoche zeigen sich die Preisabschläge bei Futterweizen erneut deutlicher. Franko Niederlande sinkt die Notierung um 5 EUR/t auf 199 EUR/t, franko Oberrhein um 6 EUR/t auf 191 EUR/t. Auch in Südoldenburg gehen die Preise um 6 EUR/t zurück und liegen bei 199 EUR/t. Franko Westfalen gibt die Notierung um 5 EUR/t auf glatte 200 EUR/t nach.

Die Entwicklung der Großhandelspreise für Körnermais entkoppelt sich hingegen von den Börsentendenzen. Gegen den allgemeinen Trend steigen die Notierungen franko Niederlande um 5 EUR/t auf 228 EUR/t. Am Niederrhein erhöht sich der Preis um 2 EUR/t auf 220 EUR/t, franko Oberrhein ebenfalls um 2 EUR/t auf 219 EUR/t. In Südoldenburg und Westfalen steigen die Preise im Gleichschritt um 5 EUR/t auf jeweils 230 EUR/t. Insgesamt zeigt sich, dass am Futtergetreidemarkt – mit Ausnahme der weiterhin lebhaften Nachfrage nach Körnermais – überwiegend nur kurzfristiger Bedarf besteht.

27.03.2026
Preisabschläge für Raps beleben Nachfrage
Pflanzen

(AMI) Raps rutscht auf allen Handelsebenen im Preis ab. Am heimischen Markt signalisierten Ölmühlen vermehrt Interesse, auf Großhandelsebene limitierte die anhaltende Volatilität die Abschlussbereitschaft.

Die Pariser Rapsnotierungen bleiben volatil und reagieren auch weiterhin sensibel auf die Entwicklungen am Rohölmarkt. Zum Wochenstart verzeichneten die Notierungen ein Minus von über 10 %, was auch EU-Raps mit nach unten zog. Nach einem regen Auf und Ab schloss der Pariser Fronttermin am 26.03.2026 aber schließlich bei 502,25 EUR/t und damit auf dem Niveau der Vorwoche. Befestigen können sich dagegen Partien der kommenden Saison. So gewann der August-26-Kontrakt auf Wochensicht 4 auf 495 EUR/t.

Im Einklang mit dem Kursrückgang seit letzter Woche geht es auch auf Großhandelsebene abwärts. So sind franko Hamburg bei unverändertem Aufgeld rund 507 EUR/t für Partien zur Lieferung ab Mai möglich, ein Minus von 3 EUR/t im Vergleich zur Vorwoche. Etwas weniger deutlich fällt dagegen die Abwärtskorrektur für Partien franko Niederrhein aus. Bei leicht angehobenem Aufgeld (+1 EUR/t) sind hier mit 517 EUR/t rund 2 EUR/t weniger im Gespräch. Für Partien der Ernte 2026 sind bis zu 498 EUR/t möglich. Nennenswerte Umsätze kommen dabei auch weiterhin nicht zustande, denn die Volatilität der Pariser Notierungen limitiert auch weiterhin den Handel. Damit bleibt der Anteil bereits vertraglich gebundener Partien der kommenden Ernte unverändert gering.

Auch auf Erzeugerebene kann das Vorwochenniveau nicht gehalten werden. Im Bundesmittel sind für Partien der Ernte 2025 rund 475,30 EUR/t im Gespräch, ein Minus von 4,40 EUR/t im Vergleich zur Vorwoche. Die jüngsten Preisabschläge haben die Nachfrage der hiesigen Ölmühlen gebietsweise belebt. Restbestände der Ernte 2025 sind in den inländischen Lägern jedoch kaum noch zu finden. In Niedersachsen verlor der Erzeugerpreis ab Hof durchschnittlich 6 EUR/t und lag somit im Mittel bei 483 (472-486) EUR/t. Vorkontrakte wurden mit durchschnittlich 465 (459-470) EUR/t angeboten und damit im Schnitt 5 EUR/t unter der Vorwoche.

Die Rapsbestände haben sich bislang gut entwickelt. Aktuell steht vor allem die Kontrolle auf Schädlingsbefall im Fokus. Mit Beginn der Blüte ist insbesondere mit einem zunehmenden Flug von Rapsglanzkäfern zu rechnen. In dieser Woche richtet sich die Aufmerksamkeit vor allem auf die höheren Lagen, wo der angekündigte Wetterumschwung Auswirkungen auf die Entwicklung der Kulturen haben könnte.