Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.
Aktuelles aus dem Kreisverband
20.11.2024 Hate gegen Landwirtschaft
Lars Ruschmeyer im funk-Format "Die andere Frage"
Unser Vorstandsmitglied Lars Ruschmeyer hat bei dem funk-Format „Die andere Frage“ zum Thema Hate gegen Landwirtschaft mitgemacht.
Er sagt, dass Bauern viel mehr zum Klimaschutz beitragen, als man denkt. Außerdem hält die Landwirtschaft in Deutschland die vorgeschriebenen Klimaziele ein, anders als z.B. der Verkehrssektor.
Den Beitrag gibt es auf YouTube über folgenden LINK
Antrag auf Überprüfung der (Nicht-) Zuordnung zur GLÖZ 2-Kulisse
Für unsere Mitglieder besteht die Möglichkeit, an einer digitalen Informationsveranstaltung zum Thema „Antrag auf Überprüfung der (Nicht-) Zuordnung zur GLÖZ 2-Kulisse“ mit dem Referenten Dr. Nico Herrmann, zuständiger Referatsleiter im Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), teilzunehmen.
WANN: Donnerstag, den 21.11.2024 um 19.30 Uhr
ANMELDUNG: bis zum 20.11.2024 um 12 Uhr bei Finnja Müller-Stöver (Tel.: 04231-9263-345 // Mail: mueller-stoever@landvolk-row-ver.de
15.11.2024 Vorverkauf gestartet: Oper & Operette auf dem Bauernhof 2025
Das perfekte Weihnachtsgeschenk!
Die Erfolgsgeschichte von Oper & Operette auf dem Bauernhof geht in die nächste Runde! Vom 04. bis 06. Juli 2025 lädt der Kreisverband Rotenburg-Verden des Niedersächsischen Landvolkes zum 23. Mal zu einem einzigartigen kulturellen Erlebnis ein. Die klassischen Konzerte finden wieder auf dem malerischen Hof der Familie Holsten in Waffensen (Landkreis Rotenburg-Wümme) statt – und ab heute können Sie sich die begehrten Tickets im Vorverkauf sichern!
Diese Veranstaltung ist ein Highlight für alle Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber, die das Besondere suchen: Klassische Musik in einem idyllischen, ländlichen Ambiente, das den Charme und die Herzlichkeit der Region widerspiegelt. Was vor Jahren als innovative Idee begann, hat sich inzwischen zu einer festen Größe im Kulturkalender entwickelt, und jedes Jahr begeistern die Konzerte ein treues Publikum – und immer wieder auch neue Besucherinnen und Besucher.
Der musikalische Leiter Adrian Rusnak verspricht erneut ein Konzert, welches das Publikum begeistern wird. Rusnak, der in Bremen Musik studiert hat, konnte als Dirigent und Pianist bereits große Erfolge an verschiedenen norddeutschen Bühnen feiern. Durch den Abend wird erneut die Moderatorin Martina von Ahsen führen.
Das Ensemble in diesem Jahr setzt sich aus folgenden talentierten Künstlerinnen und Künstlern zusammen:
• Am Klavier spielt unser künstlerischer Leiter Adrian Rusnak.
• An der Violine wird Adrian Rusnaks Vater, Wasilij Rusnak, zu hören sein – ein virtuoser Musiker, der das Publikum seit der ersten Stunde begeistert und in den Medien bereits als „Teufelsgeiger“ gefeiert wurde.
• Die Flötistin Arevik Khachatryan begleitet die Darbietungen auf der Querflöte und ist seit 2015 ein fester Bestandteil unserer Konzerte.
• Sopranistin Victoria Kunze, die bereits im vergangenen Jahr mit einem atemberaubenden Auftritt glänzte, ist erneut dabei. Sie ist außerdem eine anerkannte Sängerin am Bremerhavener Stadttheater.
Verschenken Sie unvergessliche Momente!
Noch auf der Suche nach dem perfekten Weihnachtsgeschenk? Wie wäre es mit einem Ticket für dieses außergewöhnliche Konzert? Ein Erlebnis, das garantiert in Erinnerung bleibt und das Beschenkten nicht nur ein kulturelles Highlight beschert, sondern auch ein Stück ländliche Idylle und Herzlichkeit.
Ticketvorverkauf – Jetzt zugreifen!
Ab sofort sind die Tickets für Oper & Operette auf dem Bauernhof erhältlich. Bis zum 02. Mai können Sie die Eintrittskarten zum Vorverkaufspreis von 36 EUR pro Ticket erwerben, danach steigt der Preis auf 39 EUR.
Ermöglicht wird die Konzertreihe auch durch die Unterstützung der Bremischen Volksbank Weser-Wümme eG, auf deren Website es die Tickets HIER zu erwerben gibt.
12.11.2024 FINKA-Informationsveranstaltung
Gesunder Boden – Grundlage für Pflanzenschutzmittelreduktion
Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt des Bodens, hierzu laden wir Sie herzlich zu einem spannenden Vortrag mit Jan Hendrik Schulz (Deutsche Saatveredelung AG) ein:
Bei Kaffee und Kuchen im Eichenhof-Café beleuchtet Herr Schulz die Themen Bodenfruchtbarkeit und Zwischenfrüchte vorerst in der Theorie. Die anschließende Feldbegehung mit Begutachtung eines Bodenprofils bietet Raum das Thema in der Praxis gemeinsam zu vertiefen. Darüber hinaus berichten das FINKA-Betriebspaar Michael Harms und Daniel Hencken über ihre bisherigen Projekterfahrungen. Leen Vellenga (Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH) stellt zudem die neusten Projektauswertungen vor.
14:00 Uhr - Förderung von Insekten durch den Verzicht auf Herbizide und Insektizide – Zwischenergebnisse aus dem FINKA-Projekt (Leen Vellenga)
14:15 Uhr - Erfahrungsbericht des FINKA-Betriebspaares, die letzten vier Jahre (Michel Harms & Daniel Hencken)
14:30 Uhr - Vortrag Bodenfruchtbarkeit & Zwischenfrüchte bei Kaffee & Kuchen (Jan Hendrik Schulz, Deutsche Saatveredelung AG)
15:30 Uhr - Feldbegehung mit Begutachtung des Bodenprofils Zeit für einen interaktiven Austausch
Wir freuen uns über eine rege Teilnahme!
Projekthintergrund:
Im Rahmen des Projekts FINKA (Förderung von Insekten im Ackerbau) verzichten 30 konventionell arbeitende Landwirtinnen und Landwirte mittlerweile im vierten Jahr auf ihren Versuchsflächen auf Pflanzenschutzmittel (PSM), die gegen Insekten und Unkräuter eingesetzt werden. Dabei erhalten sie Unterstützung von ökologisch wirtschaftenden Kolleginnen und Kollegen aus ihrer Region. Zusätzlich wird wissenschaftlich untersucht, wie sich die veränderte Bewirtschaftungsweise auf die Ackerbegleitpflanzen und damit auf die Insektenvielfalt auswirkt. Hierfür führen das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels und die Georg-August-Universität Göttingen verschiedene Studien durch.
Das Projekt FINKA wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Das Projekt läuft bis Ende 2025.
Verbundpartner im Projekt sind die Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen e.V., das Landvolk Niedersachsen e.V. sowie Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels und die Georg-August-Universität Göttingen.
12.11.2024 Jahreshauptversammlung des ldw. Vereins Sottrum / Rotenburg
Landwirtschaftliche Imagearbeit im Fokus
Die Jahreshauptversammlung des Landwirtschaftlichen Vereins Sottrum / Rotenburg war mit rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sich im Ahauser Hof versammelten, auch in diesem Jahr wieder gut besucht.
Ein besonderes Highlight stellte die Vorstellung der Landvolk-Imageinitiative „Eure Landwirte – Echt Grün e.V.“ durch Kampagnenmanager Christopher Schöne dar. Im Rahmen der Initiative bündeln 16 Kreislandvolkverbände mit über 40.000 Mitgliedern ihre Kapazitäten, um das Verständnis für die moderne, regionale Landwirtschaft in der Gesellschaft zu stärken. Als Sprachrohr des zweitgrößten Wirtschaftsfaktors Niedersachsens führt „Eure Landwirte – Echt Grün“ seit 2015 hierfür vielfältige Maßnahmen durch: von Botschaften auf Großflächenplakaten in Städten und auf Bussen über Kino- und Radiospots bis hin zu Messeauftritten und hochfrequentierten Aktivitäten im Bereich Social Media – alles dabei. Sogar eine eigene Roadshow durch das gesamte Verbandsgebiet wurde 2023 ins Leben gerufen. „Bei all unseren Aktionen ist uns eines besonders wichtig: Wir wollen authentisch und echt sein! Unsere Mission ist es, die Landwirtschaft so zu zeigen, wie sie wirklich ist – mit echten Geschichten und echten Gesichtern, die hinter diesen Geschichten stecken“, betont Schöne. Erst kürzlich war zu diesem Zweck ein Kamerateam bei Familie Küsel in Ahausen, welches dort ein Hofportrait mit Jörg Küsel und seinem Schwiegersohn sowie Hofnachfolger Johannes Wegener drehte. Das Video ist in voller Länge auf dem YouTube-Kanal von „Eure Landwirte – Echt Grün e.V.“ für jedermann anzusehen.
Darüber hinaus berichteten Christian Intemann (Vorsitzender des Kreislandvolkverbandes Rotenburg-Verden) und Carsten Hoops (Geschäftsführer Kreislandvolkverbandes Rotenburg-Verden) sowie Dr. Gert Kracke (Landwirtschaftskammer Außenstelle Verden) über aktuelle landwirtschaftliche Themen. Christian Lohmann, der zweite Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Vereins Sottrum / Rotenburg, informierte die Anwesenden über die diesjährigen Aktivitäten des Vereins, wie z. B. das Kinderfreizeitprogramm auf den Höfen von Hermann-Christian Solte und Frank Cordes. Zudem dankte er den Kassenprüfern Christian Harms und Christoph Schulz, der sein Amt an Henning Köster übertrug, für ihre Dienste.
30.10.2024 Informationstagung zu Agri-PV
Gemeinsame Veranstaltung mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Am 25.11.2024 wird das Landvolk Niedersachsen gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen eine Informationsveranstaltung zur Agri-PV durchführen. Die Veranstaltung beginnt um 9.30 Uhr und findet in Verden (Niedersachsenhof) statt.
Das Thema Agri-PV gerät immer mehr in den Fokus von politischen Entscheidungsträgerinnen und Trägern, Investorinnen und Investoren, Landwirtinnen und Landwirten sowie Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümern. Die Doppelnutzung landwirtschaftlicher Flächen vermindert den Flächenverlust für die Landwirtschaft erheblich. Zudem sichert sie den Erhalt der landwirtschaftlichen Nutzung und verhindert einen drohenden Wertverlust der Flächen. Auch ökonomisch entwickeln sich interessante Perspektiven.
Die Umsetzung von Agri-PV ist zwar anspruchsvoll, aber machbar. Wir haben uns vorgenommen hier „Licht ins Dunkel“ zu bringen und einen Weg durchs Dickicht der rechtlichen und fachlichen Vorgaben aufzuzeigen. Hierzu gehören unter anderem Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen, die DIN SPEC, die Fördervoraussetzungen von Agri-PV nach dem EEG, die baurechtlichen Vorgaben, die Nutzungsverträge zwischen Betreiberinnen und Betreibern sowie Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer/ Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter, haftungsrechtliche Fragen, auf Agri-PV ausgerichtete Bewirtschaftungstechnik etc..
Teilnahmeinformationen:
Teilnahmeentgelt: 149,00 Euro brutto inkl. Tagungsunterlagen und Verpflegung
Sie erhalten nach der Veranstaltung eine Rechnung per E-Mail.
Stornierungen bis zum 18. November sind kostenfrei. Bei Stornierungen ab dem 19. November 2024 wird der volle Teilnahmebetrag fällig.
Alternativ können Sie – ohne dass Stornierungskosten anfallen – eine Ersatzperson benennen (dies bitte direkt an maria.marquardt@landvolk.org).
Für Stornierungen nehmen Sie bitte HIER vor.
Ort: Haag´s Hotel Niedersachsenhof, Lindhooper Str. 97, 27283 Verden (Aller)
Datum: Montag, 25.11.2024
Uhrzeit: Beginn 9.30 Uhr
Veranstalter: Landvolk Niedersachsen, LWK Niedersachsen
28.10.2024 Kreisleistungspflügen in Bötersen
Johanna Bösch pflügt sich auf den ersten Platz
Am 26. Oktober fand das diesjährige Kreisleistungspflügen im Landkreis Rotenburg (Wümme) statt, organisiert von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und ausgerichtet auf den Flächen des Betriebes von Hermann-Christian Solte in Bötersen. Die Auszubildenden sowie Werkerinnen und Werker der Landwirtschaft hatten im Rahmen des Wettbewerbes die Gelegenheit, ihr pflügerisches Können unter Beweis zu stellen. Die 29 Teilnehmerinnen und Teilnehmer traten in den Kategorien Dreh- und Beetpflug an.
Während mit dem jährlichen Kreisleistungspflügen zum einen der Tradition Rechnung getragen wird, gewinnen auch aktuelle Themen, wie die Reduktion von Pflanzenschutzmitteln, zunehmend an Bedeutung und sorgen dafür, dass der Pflug auch weiterhin eine aktuelle Rolle im Ackerbau spielt.
„Diese Wettbewerbe dienen zudem der Förderung der beruflichen Bildung. Sie stärken das Bewusstsein junger Menschen für ihren anerkannten Beruf und motivieren sie, sich kontinuierlich weiter- und fortzubilden. Durch die öffentliche Darstellung der Leistungen wird die Qualifizierung des Berufsstandes sowie die Qualitätsentwicklung in der Berufsbildung wirkungsvoll unterstützt“, lobte der Rotenburger Kreislandwirt Christian Intemann.
Den ersten Platz und damit den Wanderpokal im Drehpflügen erkämpfte sich Johanna Bösch aus Sauensiek (Ausbildungsbetrieb Tobias Lühmann), gefolgt von Tjark Eickhoff aus Nindorf (Ausbildungsbetrieb Hof Fitschen GbR) als Pflüger mit Unterstützung von Teampartnerin Marlene Meyer aus Neuenkirchen. Colin Hellmund aus Soltau (Ausbildungsbetrieb Bartelshoff GbR) verdiente sich den dritten Platz. Den Wanderpokal im Beetpflügen sicherte sich Nico Schumann aus Bötersen (Ausbildungsbetrieb Hermann-Christian Solte). Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer können stolz sein, sich der Herausforderung gestellt zu haben.
24.10.2024 Händler und Landvolk ziehen Erntebilanz 2024
Weizenqualität sinkt weiter
Zum traditionellen Erntegespräch lud der Landvolk Bezirksverband Stade am vergangenen Dienstag Vertreter des Handels ins Landvolkhaus Zeven ein, um gemeinsam über die Erntebilanz 2024 zu sprechen.
Die nassen Felder sorgten dafür, dass weniger Wintergetreide angebaut wurde. Das spürten auch die Futterhersteller. Insgesamt wurde ihnen fast ein Drittel weniger Weizen und Roggen geliefert. Triticale gingen sogar um die Hälfte zurück, nur bei der Gerste verlief die Ernte normal.
Insbesondere im Roggen befand sich in diesem Jahr bedingt durch die Witterungsverhältnisse viel Mutterkorn. Dabei handelt es sich um eine Pilzart, die dunkel aus der Ähre hinausragt und eine hohe Giftigkeit aufweist. Annehmen oder ablehnen? Darin waren sich die Vertreter des Futterhandels nicht einig. Einige nahmen es an, andere verweigerten Roggenlieferungen mit Mutterkorn. Diese Ware ging allerdings komplett in die Bioenergie. Denn Mutterkorn darf nicht ins Viehfutter beigemischt werden. Hier sei insbesondere die Züchtung gefragt, resistentere Sorten zu entwickeln.
Sorge bereitet dem Handel der weiterhin sinkende Proteingehalt im Weizen. „Die Qualität des Weizens lässt sich anhand des Proteingehalts messen und dieser ist nochmals im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Je besser aber die Qualität des Weizens, desto weniger Soja müssen wir dem Futter beimischen. Mittlerweile weist der Weizen aber denselben Proteingehalt wie die Triticale auf“, zeigt sich Derk Pauls vom Hansa Landhandel besorgt. Sollte die Qualität weitersinken, würde sich ein Weizenanbau für die Landwirtinnen und Landwirte in der Region nicht mehr rechnen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Landvolk-Kreisverbände Bremervörde-Zeven und Rotenburg-Verden versicherten, das man sich im ständigen Dialog mit der Politik befände.
„Wir laufen leider immer den Ereignissen hinterher“, bedauerte die Geschäftsführerin des Landvolk Kreisverbandes Bremervörde-Zeven, Dr. Diane Wischner-Pingel. Zurzeit liefen noch die Klagen gegen die erste Düngeverordnung. „Aber immer wenn das Gericht durchblicken lässt, dass was mit der Verordnung nicht in Ordnung ist, wird mal eben eine neue Düngeverordnung verabschiedet. Das bedeutet für uns, wir müssen wieder eine neue Klage mit neuen Gutachten einreichen“, führte der Vorsitzendes des Landvolk Kreisverbandes Rotenburg-Verden, Christian Intemann, aus.
Im Gegensatz zur Getreideernte sei die Kartoffel- und Rübenernte in diesem Jahr sehr gut. Hier hätte sich auch der Flächenanteil erhöht, allerdings schwankten die Marktpreise dieses Jahr erheblich.
Viel Freude würde den Landwirtinnen und Landwirten sicherlich auch der Körnermais bereiten. Ein guter Preis und eine gute Ernte würden bei vielen das Erntejahr 2024 versöhnlich abschließen.
17.10.2024 Pflanzenschutzmittel-Einsatz 2023 erneut reduziert
Hennies fordert eine breite Wirkstoffpalette und innovative Züchtung
2023 ist der Verkauf von Pflanzenschutzmitteln (PSM) in Deutschland auf den niedrigsten Wert seit 30 Jahren gesunken. Das geht aus dem aktuellen Bericht des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hervor. Von den 25.300 Tonnen (t) sind etwa 21.500 t chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und 3.800 t Pflanzenschutzmittel mit Zulassung im Ökolandbau. „Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft ging in den vergangenen 15 Jahren in Deutschland im mehrjährigen Schnitt deutlich zurück“, erläutert Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies. „Der leichte Zuwachs von Pflanzenschutzmitteln mit Zulassung im Ökolandbau erklärt sich durch den parallelen steigenden Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche. Darüber hinaus werden Wirkstoffe mit einer Bio-Zulassung auch in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt.“
Von den 2023 verkauften Pflanzenschutzmitteln waren 52 Prozent Herbizide und 37 Prozent Fungizide. „Während der Absatz bei allen Wirkstoffgruppen rückläufig war, scheint der Trend bei den Fungiziden geringfügig zunehmend gewesen zu sein“, hat Hennies festgestellt. Der Einsatz dieser Mittel variiert stark je nach Witterung.
Herbizide werden zur Bekämpfung von Unkräutern und Ungräsern eingesetzt. Moderne Techniken zur mechanischen Unkrautbekämpfung stehen den Landwirtinnen und Landwirte inzwischen als Ersatz für viele Kulturen zur Verfügung. Sie sind aber nicht ganz so verlässlich, vor allem bei feuchtem Wetter, und müssen oft mehrfach eingesetzt werden, was zu hohen Treibstoffkosten und zusätzlicher Arbeit führt. Fungizide sind dagegen Mittel zur Abwehr von Pilzkrankheiten. Diese sind in den hiesigen Breitengraden vor allem bei Kartoffel- und Getreidekulturen ein großes Problem, da sie nicht nur den Pflanzen schaden, sondern viele Pilze auch Gifte bilden, die für den Menschen beim Verzehr gesundheitsschädlich sein können.
„Da sich die meisten Pilze bei Feuchtigkeit besser ausbreiten können, ist der Pilzdruck in nassen Jahren generell höher als in eher trockenen. Durch das immer häufiger auftretende Extremwetter steigt somit die Notwendigkeit für den Fungizid-Einsatz“, ordnet Hennies das Phänomen ein. „Um auch den Einsatz dieser Mittel in Zukunft zu senken, braucht es eine breite, effektive Wirkstoffpalette und innovative Züchtung.“ Im Obstbau sei die Pilzbekämpfung unverzichtbar, weil der Verbraucherinnen und Verbraucher schorfige Früchte nicht akzeptiere.
Mithilfe einer breiteren Wirkstoffpalette könnten die PSM gezielter und nachhaltiger eingesetzt werden. „Darüber hinaus braucht es dringend die Zulassung neuer Züchtungsmethoden für pilzresistente Sorten“, fordert der Landvolkpräsident. Mithilfe dieser Methoden wie dem so genannten CRISPR/Cas könnten schneller neue resistente Sorten auf den Markt gebracht und der Fungizid-Einsatz in diesen Kulturen deutlich gesenkt werden, ist sich Hennies sicher. Hierzu bedarf es Änderungen im EU-Recht, die aktuell ins Stocken geraten sind.
15.10.2024 GLÖZ 2
Gutachten für Widersprüche oft fachlich unzureichend – Infoveranstaltung
Das LBEG hat uns informiert, dass viele eingereichte Gutachten für einen Widerspruch zur Einstufung in die GLÖZ 2 Kulisse (kohlenstoffreiche Böden nach GAPKondV) nicht den fachlichen Anforderungen entsprechen und daher als nicht ausreichend begründet abgelehnt werden mussten.
Momentan gibt es Büros, die Gutachten für Widersprüche zur Einstufung in die GLÖZ 2- Kulisse anbieten, die nicht den fachlichen Anforderungen entsprechen. Teilweise lag dies daran, dass durch Landwirtinnen und Landwirte Aufträge vergeben wurden, in denen lediglich überprüft werden sollte, ob es sich um Moorböden handelt. Es gibt keine einheitliche Definition für den Begriff „Moorboden“. Daher haben die Sachverständigen in diesen Fällen ihren Auftrag korrekt erfüllt, wenn sie mit einer anderen Definition gearbeitet haben. Für einen erfolgsversprechenden Widerspruch ist es notwendig, dass überprüft wird, ob ein kohlenstoffreicher Boden nach GAPKondV vorliegt.
Seit dem 01.01.2024 unterliegen landwirtschaftlich genutzte Flächen in Feuchtgebieten und Mooren mit mindestens 7,5 Prozent organischem Bodenkohlenstoffgehalt oder mindestens 15 % organischer Bodensubstanz in einer horizontalen oder schräg gestellten Bodenschicht von 10 cm Mächtigkeit innerhalb der oberen 40 cm des Profils nach § 11 Abs. 2 GAP-Konditionalitäten-Verordnung (GAPKondV) den Bewirtschaftungsbeschränkungen nach § 10 Abs. 1 GAP-Konditionalitäten-Gesetz (GAPKondG).
Wir weisen daher alle Mitglieder darauf hin, dass beauftragte Gutachten zwingend überprüfen müssen, ob es sich um Boden handelt, der die Definition nach GAPKondV erfüllt oder nicht erfüllt. Außerdem müssen zwingend alle Hinweise der LWK eingehalten werden, welche HIER zu finden sind.
Diese Anforderungen müssen zwingend auch in der schriftlichen Beauftragung an Sachverständige stehen, damit Landwirtinnen und Landwirte ihr Geld zurückfordern können, wenn das Gutachten als unzureichend vom LBEG abgelehnt wird.
Außerdem wird es laut LWK für die nächste Widerspruchsfrist möglicherweise nochmal leicht geänderte Anforderungen für den Widerspruch geben. Insofern ist es für Betriebe, die keinen zwingenden Grund haben, schnellstmöglich aus der Kulisse zu kommen, sinnvoll, mit der Beauftragung von Sachverständigen erstmal noch ein paar Wochen abzuwarten.
Digitale Informationsveranstaltung:
Für unsere Mitglieder besteht die Möglichkeit, an einer digitalen Informationsveranstaltung zum Thema „Antrag auf Überprüfung der (Nicht-) Zuordnung zur GLÖZ 2-Kulisse“ mit dem Referenten Dr. Nico Herrmann, zuständiger Referatsleiter im Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), teilzunehmen.
WANN: Donnerstag, den 21.11.2024 um 19.30 Uhr
ANMELDUNG: bis zum 20.11.2024 um 12 Uhr bei Finnja Müller-Stöver (Tel.: 04231-9263-345 // Mail: mueller-stoever@landvolk-row-ver.de
Die bislang letzte Trilog-Sitzung am 10. Dezember 2025 zur Änderung der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) führte zu keiner Einigung. Die Vertreter des Europäischen Parlaments und des Rats konnten sich nicht auf einen Kompromiss einigen. Insbesondere beim Artikel 148 und der damit verbundenen Pflicht zu schriftlichen Lieferverträgen im Milchsektor sollen die Positionen nicht konsensfähig gewesen sein. Das Parlament besteht weiterhin auf seiner Position für die Vertragspflicht. Auch bei dem vom Parlament vorgeschlagenen Verbot zur Bezeichnung von vegetarischen Fleischersatzprodukten (z. B. Veggie-Burger) konnten sich die Mitgliedstaaten nicht auf ein Verbot einigen. Die Beratungen zur GMO-Reform sollen im kommenden Jahr – dann unter zypriotischer EU-Ratspräsidentschaft – fortgesetzt werden.
Während die Vorstände der Handelsriesen in Dialogformaten Fairness und Preistransparenz betonten, werde in der Praxis das Gegenteil sichtbar, kritisiert Kohlenberg. „Auf der einen Seite versucht der LEH mit der Landwirtschaft in und über Agrardialogen ins Gespräch zu kommen. Da fordern sie Nachhaltigkeit, da bieten sie Fairness und Preistransparenz an.“ Doch sobald es um Margen und Listungen gehe, seien all diese Versprechen vergessen. „Das treibt die Zornesröte in die Gesichter der Landwirte – das bringt das Fass zum Überlaufen.“
Die Worte des Landvolk-Vizepräsidenten erinnern bewusst an die Situation von vor zwei Jahren. Damals hatten überbordende Auflagen und wirtschaftlicher Druck die landwirtschaftlichen Betriebe zu massiven Protesten auf die Straßen gebracht – es war die größte Bauernbewegung seit Jahrzehnten. Kohlenberg sieht klare Parallelen und warnt den Handel: „Reizen Sie es nicht aus! Wertschätzen Sie das tolle Produkt Milch, und wertschätzen Sie die Arbeit der landwirtschaftlichen Betriebe und Familien.“
Für die Bauern sei diese Wertschätzung nicht nur ein betriebswirtschaftliches Thema, sondern auch ein emotionales. Gerade die Milchbetriebe, die ohnehin mit hohen Kosten und zunehmender Regulierung zu kämpfen haben, fühlen sich durch die aktuellen Preisrunden im Handel erneut an den Rand gedrängt. Und für Kohlenberg folgt aus dieser Entwicklung eine klare Konsequenz: „Dialog beruht auf Gegenseitigkeit. Wenn unsere Bauern feststellen müssen, dass es nur inhaltsleere Phrasen sind, die dort getätigt werden, dann wäre es nur folgerichtig, den Agrardialog auszusetzen und nicht mehr mit dem Handel zu sprechen.“
Dass die Lage ernst ist, bestätigt der aktuelle Situationsbericht der Branche. Die Gewinne der landwirtschaftlichen Betriebe stagnieren. Im Wirtschaftsjahr 2024/25 erzielten sie im Durchschnitt 78.500 Euro – zu wenig, um Arbeitszeit, Kapital und Boden angemessen zu entlohnen. Der Bericht spricht von einer „Seitwärtsbewegung“, die längst nicht mit der allgemeinen Preissteigerung Schritt hält. Zudem verschärfen ein massiver Einbruch der Erzeugerpreise bei pflanzlichen und tierischen Produkten sowie steigende Lohnkosten den Druck weiter.
In vielen Betrieben wächst deshalb die Sorge, dass die Preispolitik der Händler nicht nur die aktuellen Einkommen gefährdet, sondern die Zukunftsfähigkeit ganzer Regionen. Kohlenberg bringt die Gefühlslage auf den Punkt: „Die Bauern wollen faire Preise – und endlich ernst gemeinte Wertschätzung für ihre Arbeit.“
(DBV) Im Kontext zu dem veröffentlichten Situationsbericht schätzt DBV-Präsident Rukwied die wirtschaftliche und agrarpolitische Lage weiterhin als äußerst herausfordernd ein. „Im laufenden Wirtschaftsjahr verstärkt der massive Einbruch der Erzeugerpreise bei zentralen pflanzlichen und tierischen Produkten sowie der Anstieg der Lohnkosten den Druck auf die landwirtschaftlichen Betriebe zusätzlich.“ Rukwied mahnt hier weitere strukturpolitische Reformen an, in denen der Fokus auf Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, Bürokratieabbau und Honorierung von Nachhaltigkeitsleistungen liegen müsse. Zum Situationsbericht geht es hier.
(DBV) DBV-Vizepräsident Schmal hat den Kampf um die Deutungshoheit der Preisführerschaft innerhalb des LEHs zu Lasten der Bauern scharf kritisiert. Im Verlauf der vergangenen Wochen ist der Verbraucherpreis im Einstiegssegment für ein Päckchen Butter kontinuierlich auf unter 1 Euro im LEH abgesenkt worden. Durch derartige Dumpingpreise werden hochwertige, heimische Lebensmittel verramscht und entwertet, so Schmal in BILD. Bereits Ende November hatten DBV und DRV in einer gemeinsamen Pressemitteilung auf den wirtschaftlichen Druck durch die aktuellen Preisentwicklungen und die Notwendigkeit besserer politischer Rahmenbedingungen für eine wettbewerbsfähige Milcherzeugung hingewiesen.
(AMI, ZMB) In der 48. KW erfassten die deutschen Molkereien 0,5 % mehr Milch als in der Vorwoche und 7,1 % mehr als im Vorjahr – der saisonale Anstieg setzt wieder ein. Abgepackte Butter im Weihnachtsgeschäft stark nachgefragt – Mengen steigen, Hersteller an Liefergrenzen. Preise im Handel und Molkereiabgabepreise zuletzt erneut gesenkt. Bei Blockbutter starke Nachfrage für Q1 im Jahr 2026, Käufer sichern sich längerfristig. Auch für Q2 besteht Interesse, Verkäufer bleiben vorsichtig. Preise zuletzt gefallen, nun stabilisiert. Die Nachfrage nach Schnittkäse ist im Weihnachtsgeschäft stark. LEH, Food-Service und Export rufen große Mengen ab. Bestände sind niedrig, Preise bleiben stabil.
Der Markt für MMP ist saisonbedingt ruhig. Export bleibt wettbewerbsfähig, Preise stabil bis leicht schwächer. Die Nachfrage nach VMP bleibt ruhig. Käufer aus der Schokoladenindustrie agieren zurückhaltend. Die Preise liegen weiter auf niedrigem Niveau und tendieren schwächer. Der Markt für MP bleibt fest. Lebensmittelware ist knapp und gut nachgefragt, Preise stabil bis leicht fester. Futtermittelware teurer, Molkekonzentrat behauptet sich besser.
(AMI) Das USDA unterstrich in seiner neuesten Schätzung nochmals die komfortable Versorgung mit Weizen in dieser Saison. Indes verschärft sich der Wettbewerb am Exportmarkt weiter.
In Paris verfehlt der Fronttermin für Weizen mit zuletzt 188,75 EUR/t das Vorwochenniveau um knapp 2 EUR/t. Tagesschwankungen zwischen –2,75 EUR/t und +2,00 EUR/t waren dabei üblich. Spätere Kontrakte der Ernte 2025 gaben auf Wochensicht bis zu 1,75 EUR/t nach, während der Termin der Ernte 2026 um 2 EUR/t auf 195,75 EUR/t fiel.
Die jüngste USDA-Prognose zur globalen Weizenversorgung unterstreicht die komfortable Marktlage. Für das Saisonende wird ein deutlicher Überschuss erwartet. Ausschlaggebend sind unter anderem gestiegene Erträge in wichtigen Erzeugerregionen sowie die Aussicht auf Rekordernten in Argentinien und Australien. Auch Statistics Canada hob seine Schätzung für die nationale Weizenproduktion überraschend auf ein Rekordniveau von 40,0 Mio. t an, Marktteilnehmer rechneten mit einer Erntemenge von 38,5 Mio. t. Das stärkte die Erwartung einer reichlichen Versorgung in den wichtigsten Exportländern weiter.
Bei ohnehin geringer Aktivität am Exportmarkt dürfte der Wettbewerb damit nochmals zulegen und das Aufwärtspotenzial der Weizenkurse bis ins erste Quartal 2026 begrenzen. Zusätzlich sorgt die Entscheidung Argentiniens, die Exportsteuern für Getreide und Sojabohnen zu senken, für weiteren Kursdruck – auch wenn der Effekt voraussichtlich moderat bleibt. Argentinischer Weizen zählt aktuell ohnehin zu den günstigsten Angeboten; dies könnte den Wettbewerb auf zentralen EU-Absatzmärkten wie Marokko und Algerien weiter intensivieren. Da die Qualität des argentinischen Angebots voraussichtlich nicht alle Anforderungen erfüllt, dürfte vor allem der Absatz von Futterweizen an Bedeutung gewinnen.
Das Interesse an französischem Weizen zog in den vergangenen Handelstagen etwas an. Marktteilnehmer berichten, dass kurzfristige Lieferungen für Dezember schwer zu bekommen sind, während die Verladungen in den Häfen auf Hochtouren laufen. Positive Impulse erhält die EU zudem durch jüngste Ausschreibungen aus Tunesien und Jordanien.
Insgesamt liegen die EU-Ausfuhren von Weichweizen seit Beginn des Wirtschaftsjahres bei rund 10,16 Mio. t und damit fast auf Vorjahresniveau (10,46 Mio. t). Im gleichen Zeitraum der Saison 2023/24 waren es allerdings 14,41 Mio. t. Wichtigster Abnehmer bleibt Marokko: Das Land importierte bisher 1,93 (Vorjahr: 1,00) Mio. t und erreicht damit einen Marktanteil von 19 % nach 9,5 % im Vorjahr. Es folgt Saudi-Arabien mit 675.113 (448.947) t beziehungsweise 7,5 % (4,3 %).
Frankreich konnte sich seine Position als größter Weizenexporteur der EU zurückerobern, nachdem das Land den Spitzenplatz im Saisonverlauf zeitweise an Rumänien verloren hatte. Zwischen dem 01.07. und 07.12.2025 exportierte Frankreich rund 3,38 (1,19) Mio. t Weichweizen, Rumänien liegt mit 3,28 (2,81) Mio. t aber knapp dahinter. Damit entfallen auf beide Länder zusammen fast zwei Drittel der EU-Gesamtexporte.
(AMI) Die Preise für Brotgetreide liegen nahezu auf Vorwochenniveau, was immerhin vereinzelt Verkäufer dazu veranlasste, mehr Ware anzubieten. Im Vordergrund steht vor dem Weihnachtsfest aber überwiegend die Abwicklung bestehender Kontrakte.
Am heimischen Brotgetreidemarkt kehrt allmählich vorweihnachtliche Ruhe ein. Sowohl Käufer als auch Verkäufer sind nur sporadisch am Markt zu finden und der Handel beschränkt sich nahezu vollständig auf die Abwicklung bestehender Kontrakte. Zu Neugeschäft kommt es nur dann, wenn kurzfristiger, dringender Bedarf besteht. An dieser Situation dürfte sich bis zum Jahreswechsel auch nichts mehr ändern. Hier und da nutzen Anbieter das aktuell stabile Preisniveau, um Restmengen zu vermarkten und weitere Lagerkosten zu vermeiden. Mit dem Näherrücken des Weihnachtsfestes steigen allerdings die Zuschläge der Transportkosten. Frachtraum wird knapp und die Fuhren sind vollständig ausgelastet. An den deutschen Häfen sind die Verladetätigkeiten von Brotgetreide hingegen überschaubar, deutlich mehr wird Futtergetreide verschifft.
Auf den Feldern stehen die Kulturen überwiegend zufriedenstellend. Allmählich etwas Sorge bereiten die milden Temperaturen, die die Wachstumsbereitschaft der Bestände treiben könnten. Spätere Fröste könnten die bisher günstigen Aussichten trüben.
Die international rückläufigen Kurse begrenzen auch am deutschen Markt den Spielraum für die Erzeugerpreise. Insgesamt bewegten sich die Brotgetreidepreise im Wochenverlauf ohnehin in sehr enger Spanne. So wurden in der 50. KW im Bundesmittel rund 168,98 (154-177) EUR/t frei Erfasserlager für Brotweizen verlangt – nur 0,50 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Qualitätsweizen liegt im Schnitt bei 173,18 (157-179) EUR/t und damit 0,35 EUR/t über Vorwoche. Die Forderungen für Braugerste liegen aktuell bei 165,47 (151-171) EUR/t, nicht nennenswerte 0,29 EUR/t über Vorwochenlinie. Brotroggen verzeichnet mit einem Anstieg um 0,90 auf 143,79 (136-156) EUR/t noch das größte Wochenplus.
Auf Großhandelsebene zeigen die Preise auch nur kaum Bewegung. Franko Niederrhein werden für Brotweizen weiterhin 200 EUR/t zur Lieferung ab Januar 26 verlangt. Brotroggen verharrt mit 180 EUR/t ebenso auf Vorwochenlinie. Franko Hamburg werden weiterhin 204 EUR/t für Qualitätsweizen und 196 EUR/t für Brotweizen verlangt. Einzig franko Westfalen legten die Forderungen für Brotweizen um immerhin 1 EUR/t auf 198 EUR/t zu.
(AMI) Das USDA hebt die Prognose zur globalen Rapsproduktion weiter an. Kanada meldet Rekordniveau, Australien profitiert von besseren Erträgen im Westen, Russland wird ebenfalls höher gesetzt – die Bilanz bleibt komfortabel.
Die Rapserzeugung befindet sich in der laufenden Saison weiter auf Rekordkurs und dürfte den Verbrauch mehr als decken. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) erhöht in der Dezember-Schätzung die globale Produktion erneut und stellt nun gut 95 Mio. t in Aussicht.
Treiber sind vor allem Kanada mit 22 Mio. t, Australien mit rund 7 Mio. t und Russland mit rund 6 Mio. t – allesamt höher als zuvor veranschlagt. Grundlage bei Kanada sind höhere Erträge auf Basis offizieller Daten von Statistics Canada, die das USDA übernimmt. In Australien stützt ein höheres Ertragspotenzial die Aufwärtskorrektur: Günstige Vegetationsbedingungen im Westen mit zeitgerechten Niederschlägen und soliden Bestandsdichten gleichen die schwächeren Ernteaussichten in New South Wales und Victoria mehr als aus. Entsprechend setzt das USDA auch die Exporte aus Australien um 0,4 Mio. t höher an. Für die EU bleibt die Schätzung in der Nähe von 20 Mio. t; größere Anpassungen nimmt das USDA hier – abgesehen von einer leichten Aufwärtskorrektur bei den Importen – nicht vor.
Angesichts der hohen Erzeugung bleibt die Bilanz 2025/26 komfortabel. Der Verbrauch steigt zwar ebenfalls weiter, der Anstieg bleibt aber hinter dem zusätzlichen Angebot zurück. Die Produktion übersteigt das globale Angebot in der kommenden Saison um fast 3 Mio. t. Die Endbestände beim Raps werden vor diesem Hintergrund deutlich höher als im Vorjahr erwartet und unterstreichen die gute Versorgungslage.
Der Internationale Getreiderat – IGC – veranschlagt die Welt-Rapsernte zuletzt auf 92,8 Mio. t und die Endbestände auf 8,1 Mio. t. Damit zeichnet der IGC eine knappere Versorgung als das USDA, das mit höherer Produktion – insbesondere wegen der jüngsten Korrekturen – ein entspannteres Bild der Marktversorgung signalisiert. Beim Handel liegen IGC und USDA nahe beieinander.
An den Fundamentaldaten wird sich 2025/26 damit nichts mehr ändern. Das USDA veröffentlicht am 12.01.2026 seinen nächsten Bericht. Der IGC legt im Dezember traditionell eine Pause ein. Die nächste Schätzung des IGC erfolgt am 15.01.2026.
(AMI) Am Rapsmarkt bleibt es überwiegend ruhig, Ölmühlen konnten ihren Bedarf bereits weitestgehend decken. Ohnehin rücken die Weihnachtsfeiertage immer näher.
Die Pariser Rapsnotierungen rutschen ab. Allein zum Wochenstart verzeichnete der Kurs einen Tagesverlust von 5 EUR/t. So schloss der Fronttermin Februar am 09.12.2025 bei 471,75 EUR/t und damit rund 10,75 EUR/t unter dem Niveau der Vorwoche. Druck kommt dabei von dem üppigen Rapsangebot der laufenden Saison.
Im Sog der rückläufigen Terminmarktnotierungen geht es auch auf Großhandelsebene abwärts. So sind für Partien zur Lieferung ab Dezember franko Niederrhein zuletzt 487 EUR/t im Gespräch und damit 11 EUR/t weniger als noch in der Woche zuvor. Gleiches gilt für Partien franko Hamburg, welche sich auf Wochensicht ebenfalls um 11 auf 476 EUR/t vergünstigen. Dabei bleiben die Prämien unverändert. Umsatz steht hier jedoch auch weiterhin nicht dahinter. So bleibt es am Rapsmarkt anhaltend ruhig. Vereinzelt werden vorne noch kleinere Lücken gestopft, von einem belebten Handel kann allerdings nicht gesprochen werden. So kehrt Mitte Dezember bereits vorweihnachtliche Ruhe ein.
Raps bleibt entsprechend der internationalen Vorgaben sehr volatil, nach einem kurzzeitigen Hoch pendelt sich der Preis frei Erfasserlager leicht unter dem Vorwochenniveau ein. So sind im Bundesdurchschnitt zuletzt rund 455,50 EUR/t für Partien der Ernte möglich, ein Minus von 1 EUR/t im Vergleich zur Vorwoche. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 432-473 EUR/t. Der Zustand der Feldkulturen ist weiterhin sehr gut. Leichte Sorgen bereiten jedoch die frühlingshaften Temperaturen, die die Bestände in Wachstumsbereitschaft versetzen. Sollten im Anschluss Kahlfröste auftreten, könnte sich die Lage deutlich eintrüben.
(AMI) Ein weiterhin eher üppiges Speisekartoffelangebot trifft auf eigentlich recht gute Nachfrage. Für flächendeckende Aufschläge für die Lagerkosten reichen die Marktverhältnisse aber noch nicht.
Die Nachfrage nach Speisekartoffeln bleibt gut mit Kartoffeln aus dem Lager bedient. Sorge vor Qualitätsabbau – auch unter den milden Witterungsbedingungen – und noch nimmer nicht ganz geräumte Provisorien erzeugen gebietsweise etwas Angebotsdruck. Nur in einigen Zufuhrregionen ist der Druck nicht oder kaum zu spüren. Weiterhin kann der mancherorts vorgeschlagene und wohl auch umgesetzte Lagerkostenaufschlag nicht flächendeckend durchgesetzt werden. Das ist vor dem Hintergrund weiterer Sonderaktionen im LEH mit größeren Gebinden und eher noch niedrigeren Forderungen als bisher auch schwer.
Auch wenn die Nachfrage teils etwas überfordert ist, ist sie vor allem in Aktionen meistens besser als im Vorjahr. Das dürfte wie schon im Oktober auch weiterhin für die Gesamtmenge, die Woche für Woche im LEH über die Theke geht, zutreffen, wie befragte Packer meinen. Selbstverständlich schließt das ein gewisses Auf und Ab in den verschiedenen Wochen bei bestimmten Kunden ein. In der Tendenz werden mit den aktuellen Aktionen und dem Weihnachtsfest noch bis zum Jahresende ordentliche Absatzmengen erwartet. Mit den Erlösen ist die Branche dagegen nicht immer zufrieden. Mit den höheren Spannen für Kleingebinde in Markenaufmachung lassen sich kleine Spannen für größere Gebinde nicht immer kompensieren.
Was den Export angeht läuft es in Richtung Osten und Süden zwar mengenmäßig noch weitgehend normal – wenn auch aktuell nicht die Hauptverkaufszeit in dieser Richtung ist – im Wettbewerb mit Anbietern aus Frankreich ist das Geschäft aber auch kein „Zuckerschlecken“.
Das desaströse „Geschäft“ mit vertragsfreiem Pommes-Rohstoff bleibt, wie es ist. Ob die Tatsache, dass längst nicht jeder Verarbeiter über den Jahreswechsel verlängerte Betriebsferien angekündigt hat, ein Lichtblick ist, bleibt abzuwarten.