Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

09.01.2025
Digitale Infoveranstaltung zum Mercosur-Handelsabkommen

mit einem Vortrag von Bernd Lange (MEP)

Die EU-Kommission hat sich mit den Mercosur-Staaten auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. Das Mercosur-Handelsabkommen zwischen Europa und den Staaten Lateinamerikas (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay) soll Zollschranken fallen lassen. Das heißt, dass Agrarprodukte aus diesen Ländern kostengünstiger in die EU importiert werden können. Insbesondere bei Umwelt-, Klima- und Tierschutzvorgaben klaffen die Unterschiede zwischen der EU und den Mercosur-Staaten weit auseinander. Der Bauernverband hat sich während der jahrelangen Verhandlungen deswegen kontinuierlich dafür eingesetzt, dass es Importen nicht nur gleiche Standards bei der Produkt- sondern auch bei der Prozessqualität einhalten müssen. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, zeigte sich entsprechend enttäuscht, dass das Mercosur-Abkommen ohne wesentliche Veränderungen des Agrarteils zum Abschluss gebracht wurde. Nun konnten die Landvolk-Kreisverbände des Bezirkes Stade Bernd Lange, Mitglied des Europäischen Parlaments & Vorsitzender des Ausschusses für Internationalen Handel (INTA), als Referenten für eine digitale Informationsveranstaltung gewinnen, zu welcher wir Euch hiermit herzlich einladen:

Digitale Infoveranstaltung zum Mercosur-Handelsabkommen
am Montag, den 10.02.2025, um 19.00 Uhr

Wir bitten um Anmeldung per Mail unter sievers@landvolk-row-ver.de bis Freitag, den 07.02.2025 um 12 Uhr. Die Veranstaltung wird über „Zoom“ durchgeführt. Die Zugangsdaten übersenden wir nach erfolgreicher Anmeldung.

06.01.2025
Podiumsdiskussion Wahlkreis 35 / Rotenburg 1 - Heidekreis

Die Zukunft der Landwirtschaft und des ländlichen Raums

Wir freuen uns, unsere Mitglieder herzlich zu einer gemeinsamen Podiumsdiskussion einzuladen, die wir anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahlen 2025 veranstalten. Die Veranstaltung wird gemeinsam organisiert vom Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e.V., dem Landvolk-Kreisverband Lüneburger Heide e.V., den Landfrauen (Kreisverbände Rotenburg, Soltau und Fallingbostel), der Landjugend (Kreisgemeinschaften Rotenburg (Wümme) und Heidekreis) sowie den Junglandwirten im Heidekreis.

Podiumsdiskussion Wahlkreis 35

Wann: Mittwoch, 15. Januar 2025, um 13:30 Uhr
Wo: Schöers Hof, Kirchstraße 9, 29643 Neuenkirchen

Im Mittelpunkt der Diskussion steht das Thema „Die Zukunft der Landwirtschaft und des ländlichen Raums“

Wir möchten Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre Fragen und Anliegen direkt einzubringen:

• Vorab-Fragen: Können HIER gestellt werden.

• Vor Ort: Während der Veranstaltung werden Handzettel verteilt, auf denen Sie ebenfalls Ihre Fragen notieren können.

Folgende Kandidaten haben bisher zugesagt:

• Lars Klingbeil (SPD)
• Vivian Tauschwitz (CDU)
• Canina Ruzicka (Bündnis 90/Die Grünen)
• Gurdan Kerti (FDP)
• Omid Najafi (AFD)

Bitte lassen Sie uns wissen, ob Sie teilnehmen werden. Ihre Anmeldung richten Sie bitte bis zum 12. Januar 2025 an Silke Aswald (aswald@landvolk-row-ver.de)

HINWEIS: Für den Wahlkreis 34 (Osterholz – Verden) wird es eine gesonderte Podiumsdiskussion geben am 5. Februar 2025 um 19:30 Uhr im Grasberger Hof (Speckmannstr. 58, 28879 Grasberg). Infos dazu folgen zeitnah auf unseren Kanälen.

06.01.2025
Getreidefonds Z-Saatgut e. V. bietet kostenlose Webinare

Saatgutaufbereitung, neue Sorten und Erfolgsstrategien aus dem Ackerbau

Da die Wintermonate in der Landwirtschaft bekanntlich eine gute Zeit für Weiterbildungen sind möchten wir Euch auf die folgenden kostenlosen Webinare des Getreidefonds Z-Saatgut e. V. aufmerksam machen:

Effiziente Saatgutaufbereitung mit Keimfähigkeitsschnelltest
15.01.2025
11:00–12:00 Uhr

Neue Sorten, neue Chancen: Was Landwirte über die aktuellen Getreidesorten wissen müssen
29.01.2025
11:00–12:00 Uhr

Saatgut, Fruchtfolge und mehr: Erfolgsstrategien aus dem Ackerbau vom Stiftungsgut Juliusspital
05.02.2025
11:00–12:00 Uhr

Zu den Anmeldungen geht es HIER.

19.12.2024
Burnout und Depression

Online-Veranstaltung ohne Anmeldung

Am 7.1.25 bieten die Landvolk-Kreisverbände vom Bezirk Stade eine Online-Veranstaltung zum Thema „Burnout und Depression in der Landwirtschaft - Erfahrungsbericht und Hilfsangebote“ an. Als Referenten konnten wir Christoph Rothhaupt (Landwirt aus Bayern) und Wiebke Meyer (LWK-Beraterin) gewinnen. Die Veranstaltung ist kostenlos und es ist keine Anmeldung nötig. Veranstaltungsbeginn ist 19:30 Uhr.

ZOOM-LINK {Meeting-ID: 833 8110 7691 // Kenncode: 695365}

19.12.2024
Digitale Infoveranstaltung zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit

8. Januar 2025 um 13:00 Uhr

Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz lädt am Mittwoch, den 08. Januar 2025 um 13 Uhr zu einer zweistündigen Online-Informationsveranstaltung zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit (BT) ein. Die Veranstaltung richtet sich an Tierhalterinnen und Tierhalter BT-empfänglicher Tiere, wie Wiederkäuer, an praktizierende Tierärztinnen und Tierärzte und an die kommunalen Veterinärbehörden in Niedersachsen.

Programm:

TOP 1: Begrüßung, Moderation (Frau Ministerin Staudte, Frau Dr. Welzel, Nds. ML)
TOP 2: Aktuelles zur Blauzungenkrankheit (Herr Dr. Hoffmann, Friedrich-Loeffler-Institut)
TOP 3: Zulassungsverfahren, unerwünschte Ereignisse nach Anwendung der gestatteten Impstoffe (Frau Dr. Lemke, Frau Dr. Wolf, Paul-Ehrlich-Institut)
TOP 4: Bericht aus der Praxis (Herr Dr. Link, praktischer Tierarzt und Vorstandsmitglied der Tierärztekammer Nds.)
TOP 5: Was zahlt die Tierseuchenkasse? (Frau Dr. Gerdes, Nds. Tierseuchenkasse)
TOP 6: Neue Empfehlungen der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (Herr Dr. Bastian, StIKo Vet am Friedrich-Loeffler-Institut)

Für die Zoom-Videoveranstaltung ist eine Dauer von zwei Stunden vorgesehen. Der Beitritt erfolgt über folgende Einwahldaten:

https://us02web.zoom.us/j/8910644604

Meeting-ID: 891 064 4604

Schnelleinwahl mobil
+496950500952„8910644604# Deutschland
+496950502596„8910644604# Deutschland

16.12.2024
Neuer Beitragsmaßstab der SVLFG

Ab dem 01.01.2025

Ab dem 01.01.2025 wird es einen neuen Beitragsmaßstab in der landwirtschaftlichen Krankenversicherung geben.

Aufgrund der Grundsteuerreform entfallen die Grundlagen für den bisher von der SVLFG satzungsgemäß zur Beitragsermittlung herangezogenen „korrigierten Flächenwert“. Eine Beitragsklassenreform in der LKK ab dem 01.01.2025 ist daher alternativlos. Auch besteht ein erhöhter Beitragsbedarf, der zu decken ist.

Der neue Beitragsmaßstab, dem das Standardeinkommen zugrunde liegt, die Berechnung der Einkünfte und die daraus resultierende Einstufung in die Beitragsklassen bedeuten eine Abkehr vom Regionalgedanken zugunsten des Solidargedankens. Die Belastung der Betriebe richtet sich nach dem Einkommen oder „wer hohe Erträge hat, zahlt auch hohe Beiträge“.

Nach Ansicht der SVLFG sind die Ertragswerte der einzelnen Kataster im Standarteinkommen besser abzubilden und die Tierbestände werden im Gegensatz zu vorher bei der Ermittlung des Standardeinkommens mitberücksichtigt.

Was ist das Standardeinkommen?

Das Standardeinkommen basiert auf Daten des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL e.V.) und des Thünen-Instituts. Die beiden Organisationen haben für jedes land- und forstwirtschaftliche Produktionsverfahren, welches bei der SVLFG hinterlegt ist, eigene betriebswirtschaftliche Werte für jeden deutschen Landkreis ermittelt. Diese standardisierten Einkommensbeiträge für beispielsweise Grünland, Ackerbau, Milchviehhaltung, Schweinehaltung oder Forst, ergeben vervielfältigt mit der betriebsindividuell bewirtschafteten Fläche und der Zahl der gehaltenen Tiere den Einkommenswert, der für die Einstufung in die 20 Beitragsklassen der LKK genutzt wird.

Nähere Informationen zum neuen Beitragsmaßstab bei der LKK werden auf der Webseite der SVLFG HIER veröffentlicht. Dort wird in den nächsten Tagen auch ein Beitragsrechner eingestellt werden, mit denen die Versicherten sich den künftigen Krankenkassenbeitrag anhand ihrer bewirtschafteten Fläche und der Zahl der gehaltenen Nutztiere berechnen lassen können.

Sollten sich Flächen- oder Tierbestände geändert haben, wird dringend angeraten, die Änderungen unverzüglich, bis spätestens 31.12.2024 der SVLFG zu melden.

Auswirkungen auf die Beitragsklassen

An dem 01.01.2025 befinden sich 35,35 der landwirtschaftlichen Betriebe Niedersachsens in der Beitragsklasse 20 und zahlen einen monatlichen Beitrag zur LKK von EUR 828,00. Bisher befanden sich 5 % der niedersächsischen landwirtschaftlichen Betriebe in Beitragsklasse 20 und zahlten einen monatlichen Beitrag zur LKK in Höhe von EUR 727,18. Der Rest der Betriebe verteilt sich auf die Beitragsklassen 2 – 19.

Die Kritik des Landesbauernverbandes Niedersachsen an den neuen Beitragsklassen

Zu kritisieren ist an der neuen Methode der Ermittlung des Einkommens, dass bei einem Standardeinkommen keine individuellen Kostenstrukturen berücksichtigt werden können.

Kartoffeln und Zuckerrüben werden mit hohen Ertragswerten berücksichtigt. Es wird jedoch nur der pauschale Ertragswert abgebildet. Hierbei bleibt jedoch unberücksichtigt, dass die einzelnen Verwendungszwecke (Speise- oder Industriekartoffeln) für unterschiedlich hohe Erträge sorgen. Um tatsächlich realistische Einkommen der niedersächsischen Betriebe zu ermitteln, wäre es sachdienlich, die Landwirtschaftskammer zur Ermittlung der tatsächlichen Werte hinzuzuziehen. Als Zeitraum ist ein Fünfjahreszeitraum gegenüber dem von der SVLFG verwendeten Dreijahreszeitraum sachdienlicher.

Weiterhin werden die Tierhalterinnen und Tierhalter mittelgroßer Betriebe überproportional benachteiligt.

Abschließend ist festzustellen, dass die LKK gegenüber der AKK und der PKV immer noch die kostengünstigere und leistungsstärkere Alternative ist. Die Beitragsbemessungsgrenze wird im Jahr 2025 auf EUR 66.150 jährlich und monatlich EUR 5.512,64 steigen. Der Zusatzbeitrag in der AKK steigt auf EUR 2,5 %. Ab Beitragsklasse 13 wäre der Höchstbetrag in der gesetzlichen Krankenversicherung von 17,1 Prozent des monatlichen Bruttoeinkommens (EUR 942,64) zu zahlen sein zzgl. Beitrag zur Pflegeversicherung. Die monatlichen Beiträge zur LKK liegen selbst mit dem Höchstbetrag von EUR 828,00 noch darunter.

11.12.2024
Neue Gesichter und brisante Themen für die Landwirtschaft

Winterveranstaltung in Groß-Hutbergen

Am Montagabend fand im Landhotel Zur Linde in Groß-Hutbergen die letzte der drei jährlichen Winterveranstaltungen des Landvolk-Kreisverbands Rotenburg-Verden e.V. statt. Ein wichtiger Programmpunkt war die Wahl der Ortsvertrauenslandwirte für die Bereiche Dörverden, Verden und Links der Weser. Künftig darf man sich über zwei neue Gesichter freuen: Johanna Worthmann aus Thedinghausen und Hendrik Timm aus Eissel.

André Ehlebracht, Buchtellenleiter des Landvolk-Kreisverbands, informierte den gut gefüllten Saal über steuerliche Themen wie z.B. Windrad- und Freiflächen-PV. Darauf folgte der Bericht aus der Geschäftsstelle des Kreisverbandsgeschäftsführers Carsten Hoops und des Kreisverbandsvorsitzenden Christian Intemann. „Trotz der anhaltenden Frustration über den bisher wenig erfolgreichen Bürokratieabbau dürfen wir nicht vergessen, was durch die Demonstrationen zu Beginn des Jahres erreicht wurde. Neben der Einführung grüner Kennzeichen und Erleichterungen bei den GLÖZ-Auflagen ist es uns durch die friedlichen Proteste gelungen, wieder in die Mitte der Gesellschaft zu rücken“, erinnerte Hoops an die Bauernproteste. „Diese Sache darf nicht unterschätzt werden“, meint auch Intemann. „Nicht nur die Medienpräsenz unserer Branche hat sich seither nachhaltig verändert, auch unsere Wahrnehmung in der Politik ist eine spürbar andere“, führte er aus. Dr. Gert Kracke, Landwirtschaftskammer Außenstelle Verden, informierte über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP).

Vielfältige Herausforderungen sind allerdings weiterhin gegeben, sei es im Ackerbau durch Düngerechtsvorgaben und die Einschränkung von Pflanzenschutzmitteln oder in der Tierhaltung beim Schutz vor Tierseuchen wie Blauzunge und Afrikanischer Schweinepest (ASP). Dr. Inis Graue, Fachdienstleiterin beim Veterinärdienst und Verbraucherschutz in Verden, gab den Anwesenden Einblicke in die Bekämpfung der Tierseuchen. In Bezug auf die Blauzungenkrankheit, von der insbesondere die Rinder- und Schafherden in diesem Jahr regelrecht überrollt worden seien, empfiehlt sie dringend die Impfung: „Ende Februar muss die Grundimmunisierung erfolgt sein“, setzt sie einen deutlichen Appell. Um die Übertragung der ASP in unsere niedersächsischen Hausschweinebestände zu verhindern, sei weiterhin die strikte Einhaltung der Biosicherheitskonzepte ausschlaggebend. Grundsätzlich müsse man sich laut Dr. Graue in den nächsten Jahren darauf einstellen, dass mehr Tierkrankheiten über Insekten übertragen werden, so wie es auch bei der Blauzunge über die Stechmücken der Fall sei.

Über Insekten sprach auch Imker Heinrich Kersten, aber im positiven Sinne: Im Rahmen der Bienenfreunde Verden, einer Interessen- und Aktionsvereinigung von Imkern, Landwirten und der Jägerschaft im Landesverband Hannoverscher Imker e.V., warb er für ein gemeinsames Miteinander zur Förderung der Biodiversität.

11.12.2024
Wechsel in der DBV-Geschäftsführung zum 1. September 2025

Stefanie Sabet als Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes berufen

Der Deutsche Bauernverband beruft Stefanie Sabet zum 1. September 2025 zur neuen Generalsekretärin. Sie tritt damit die Nachfolge von Bernhard Krüsken an, der zu diesem Zeitpunkt nach zwölf erfolgreichen Jahren ausscheidet. Dazu der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied: „Wir freuen uns sehr, dass es gelungen ist, Stefanie Sabet für unseren Verband zu gewinnen. Damit stellen wir die Weichen für einen weiterhin starken Bauernverband. Stefanie Sabet ist eine profunde Kennerin der Branche und verfügt über ein großes politisches Netzwerk.“

Stefanie Sabet ist Diplomvolkswirtin. Seit 2017 gehört sie der Geschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie an und ist dort verantwortlich für Europapolitik und Nachhaltigkeit. Zudem leitet sie seit 2018 die Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss.

06.12.2024
Pauschalsteuersatz 8,4 %

gültig ab dem 6.12.2024

Ab heute (06.12.2024) gilt der verminderte Pauschalsteuersatz gem. § 24 Abs. 1 UStG von 8,4 %.

Das Jahressteuergesetz 2024 wurde am gestrigen Tage (05.12.2024) im Bundesgesetzblatt I 2024 Nr. 387 verkündet. Gem. Art. 56 Abs. 1 des JStG 2024 tritt Art. 24, in dem die Absenkung enthalten ist, am Tag nach der Verkündung in Kraft.

Der Steuersatz von 8,4 % gilt also gem. § 27 Abs. 1 UStG für alle Lieferungen und sonst. Leistungen im Anwendungsbereich des § 24 UStG, die ab dem 06.12.2024 ausgeführt worden sind.

Ab dem 01.01.2025 gilt dann der Pauschalsteuersatz von nur noch 7,8%.

05.12.2024
FINKA-Informationsveranstaltung

Gesunder Boden als Schlüssel zur Pflanzenschutzmittelreduktion

In dem Projekt „FINKA“ (Förderung von Insekten im Ackerbau) verzichten 30 konventionell arbeitende Landwirtinnen und Landwirte auf einer Versuchsfläche auf den Einsatz von Pflanzenschutzmittel, die gegen Insekten und Unkräuter eingesetzt werden. Dabei werden sie von ökologisch arbeitenden Kollegeninnen und Kollegen aus ihrer Region beraten und unterstützt. Erst kürzlich fand im Eichenhof-Café in Hellwege eine FINKA-Informationsveranstaltung zum Thema „Gesunder Boden – Grundlage für Pflanzenschutzmittelreduktion“ statt. Zahlreiche interessierte Teilnehmende kamen, um sich über die neuesten Erkenntnisse zum FINKA-Projekt und zu dem Thema Bodenfruchtbarkeit zu informieren:

Einblicke in das FINKA-Projekt und bisherige Projektergebnisse

Nach der Begrüßung durch Projektmitarbeiter Leen Vellenga vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, berichteten die Landwirte Michael Harms und Daniel Hencken über ihre Erfahrungen der letzten vier Jahre im Rahmen des FINKA-Projekts. Sie teilten wertvolle Einblicke in die praktischen Herausforderungen und Erfolge. Harms, der mit seiner Familie den konventionellen Part des Betriebspaares bildet, zieht ein positives Resümee: „Es war eine spannende Erfahrung und wir haben in den letzten Jahren extrem viel über Striegel und Hacke gelernt, aber auch darüber, wie entscheidend das richtige Zeitgefühl beim Einsatz der mechanischen Beikraut-Regulierung ist.“ Abgesehen vom zweiten Projektjahr, welches Harms als „Lehrjahr“ betitelt, waren die Erträge trotz des Verzichtes auf Herbizide und Insektizide zufriedenstellend und teilweise sogar nahezu identisch zur konventionell bewirtschafteten Vergleichsfläche. Es sei allerdings zu beachten, dass die Maßnahmen im Projektrahmen nicht wirklich mit einer Umstellung des ganzen Betriebes gleichzusetzen seien, bemerkte Harms: „Da wir im Projekt nur diese eine Versuchsfläche mechanisch zu bewirtschaften haben, ist der Mehraufwand durch die angepasste Bewirtschaftungsweise natürlich ein ganz anderer als bei einer kompletten Umstellung. Auch bei der Flächenauswahl hatten wir den Vorteil, einen möglichst günstigen Standort wählen zu können.“

Auch die anschließende Vorstellung der Projektergebnisse von Vellenga machte deutlich, dass die Standortauswahl, aber auch weitere Faktoren wie Witterung und Anbaukulturen für heterogene Ergebnisse bei der Projektauswertung sorgen – sowohl in Bezug auf die Erträge als auch bei der bisherigen Evaluierung der Projektauswirkung auf Flora und Fauna. Während die Auswertungen zu den Insekten des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels aktuell zwar erste Trends, aber zum jetzigen Zeitpunkt noch keine belastbaren Ergebnisse zeigen, ergibt die Analyse der Georg-August-Universität Göttingen zu den Beikräutern bereits belastbare Resultate: „Die angepasste Bewirtschaftungsweise zeigt positive Effekte auf die Ackerbegleitflora. So werden auf den Herbizid- und Insektizid-freien Flächen in der Regel mehr potenziell blühende Individuen gezählt. Hier sind es beispielsweise im Winterweizen im Durchschnitt 32 Individuen pro m² gegenüber 0,2 auf der konventionell bewirtschafteten Vergleichsfläche und 65 potenziell blühende Individuen pro m² auf der ökologisch bewirtschafteten Vergleichsfläche. Im Projekt zeigt sich, dass die Toleranzgrenze gegenüber Beikräutern im Ackerbau spürbar verschoben werden kann. Dies gilt jedoch nicht für problematische Beikräuter oder Ungräser wie Ackerfuchsschwanz, Weißer Gänsefuß oder Windhalm. Stattdessen richtet sich der Fokus auf bodennahe Beikräuter, die mit ihren Blüten ein ökologisches Potenzial bieten, ohne die Kulturpflanze wesentlich zu beeinträchtigen. Beispiele dafür sind Arten wie Ehrenpreis, Acker-Stiefmütterchen, Acker-Hellerkraut und Acker-Vergissmeinnicht“, verdeutlicht Vellenga.

Boden als komplexes Ökosystem – Ein Vortrag von Jan Hendrik Schulz

Als besonderes Highlight der Veranstaltung nahm Jan Hendrik Schulz von der Deutschen Saatveredelung AG die Teilnehmenden mit auf eine spannende Reise in die beeindruckende Welt des Bodens. Die Komplexität des Bodens und des darin lebenden Ökosystems ist ein faszinierendes, aber oft noch unerforschtes Thema. Klar ist jedoch, dass alle Bodenfunktionen durch Mikroben beeinflusst werden. Schulz verdeutlichte dabei, dass selbst das beste Mikrobiom, aber nicht effektiv arbeiten kann, wenn der Boden verdichtet ist oder das Porengefüge gestört wird. Ein gesunder Boden benötigt also mehr als nur die richtige Mikrobiologie – die Fruchtfolge und gute Zwischenfrüchte sind ebenfalls von zentraler Bedeutung. „Nicht zu unterschätzen ist auch die Wichtigkeit von Untersaaten, die insbesondere in Hinblick auf die klimatischen Veränderungen nochmals zusätzlich an Relevanz gewinnen, denn sie schützen den Boden vor zu viel Sonneneinstrahlung, bremsen den warmen Wind und speichern gleichzeitig Wasser, wodurch mehr Wasser im Boden bleibt“, erläutert Schulz.

Eine weitere zentrale Rolle spielen die Wurzeln im Boden. Schulz erklärte, eine hohe Wurzelmasse im Boden sei entscheidend, denn der Boden benötige ausreichend „Futter“, um seine biologische Funktion aufrechtzuerhalten. Durch die Auswahl diverser Zwischenfruchtmischungen lasse sich nicht nur die mikrobielle Diversität des Bodens erhöhen, sondern auch die Bodenstruktur verbessern.

Abgerundet wurde der theoretische Part von Schulz durch eine praxisorientierte Feldbegehung, bei der ein Bodenprofil gemeinsam mit den Teilnehmenden begutachtet wurde. Hier gab es reichlich Gelegenheit für einen interaktiven Austausch mit den Anwesenden.

Projekt-Hintergrund

Das Projekt FINKA wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Das Projekt läuft bis Ende 2025.

Verbundpartner im Projekt sind die Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen e.V., das Landvolk Niedersachsen e.V. sowie Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels und die Georg-August-Universität Göttingen.

Aktuelles aus dem Landesverband

04.03.2026
Hohe Preise und knappe Versorgung prägen den Bio-Rindermarkt
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Der Bio-Rindermarkt zeigt sich einigermaßen stabil – mit Preisen, die für alle Tierarten und Handelsklassen durchweg über dem Vorjahresniveau liegen. Während die Preise für Bio-Jungbullen leicht nachgeben, ziehen die Preise für Bio-Kühe und Bio-Färsen wieder an. Bei den Jungbullen nähern sich bio- und konventionelle Preise wieder an, während sie bei den weiblichen Kategorien bei stabilen Abständen um 35-40 Ct/kg SG liegen.

04.03.2026
Mehr Bio-Milchprodukte hergestellt
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Die Produktion von Bio-Milchprodukten in Deutschland fällt 2025 deutlich höher aus als im Vorjahr, so die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Bio-Trinkmilch erweist sich dabei als stärkster Wachstumstreiber und spiegelt die wachsende Nachfrage nach Bio-Milch wider. Auch die gestiegene Bio-Käseherstellung bedient die wachsende Nachfrage.

04.03.2026
Kaum Marktimpulse – dafür anziehende Preise beim Bio-Futtergetreide
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Das Angebot an Bio-Futtergetreide, insbesondere Weizen, verringert sich und wird von Preissteigerungen begleitet. Zwischen Futterpartien und schwachen Speisequalitäten tut sich nicht mehr viel im Preis, sodass auch ursprünglich geplante Partien aus dem Futter in die Speise gelangen – was die knappe Verfügbarkeit am Futtermarkt nur verstärkt und die Preise in beiden Teilmärkten anziehen lässt.

04.03.2026
Viel Hafer im Angebot
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Bio-Hafer ist mehr als genug vorhanden. Vor und in der Ernte haben sich die Hafermühlen umfangreich gedeckt – und haben jetzt nur noch wenig Nachkaufbedarf. Dabei werden weiterhin große Mengen gebraucht. Denn die Nachfrage nach allen Haferprodukten, seien es Frühstückscerealien oder Haferdrinks reißt nicht ab. Immer größer wird der Unterschied in Nachfrage und Preis zwischen Verbandsware und EU-Bio-Ware einerseits, aber auch zwischen den einzelnen Verbänden andererseits.

04.03.2026
DBV auf der BioFach im Februar 2026
Öko-Landbau

(DBV) Beim Auftaktgespräch mit Bundesminister Rainer machte der DBV deutlich, dass es für mehr Öko-Umstellung der Verbesserung des komplizierten EU-Öko-Tierrechts nicht nur für das Geflügel bedürfe, sondern es auch besserer Preise im Öko-Ackerbau brauche. Die Erzeugerpreise litten unter starker Importkonkurrenz. Wichtig sei daher die Hervorhebung der heimischen Herkunft der Öko-Lebensmittel im LEH.
Beim DBV-BioFach-Rundgang gab es Spitzen-Gespräche mit dem BÖLW, Bioland und Natur­land sowie dem Verband der Öko-Pflanzen­züchter. Themen waren insbes. die Eingrenzung der Patentwirkung der NGT1-Züchtungen und die Behebung der Nährstoffdefizite in den Öko-Nährstoffkreisläufen aufgrund zu geringer Tierhaltungsdichte. Zum Abschluss des Rundgangs wurde der BioFach-Stand des Bayerischen Bauernverbandes besucht.

04.03.2026
DBV fordert verlässliche Förderung des Ökolandbaus in der GAP ab 2028
Öko-Landbau

(DBV) Anlässlich der BioFach 2026 in Nürnberg warnte der DBV mit einer PM vor den Folgen der EU-Kommissionsvorschläge zur kommenden Aus­gestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Würden diese umgesetzt, so ergäben sich auch für die künftige Förderung des Ökoland­baus erhebliche Risiken. Der drohende Wegfall der 2. Säule und damit große Ungewissheit für die bewährten Länderprogramme, massive Budgetkürzungen sowie unklare Förderstruk­turen zwischen EU, Bund und Ländern gefähr­den die Planungssicherheit der Betriebe.

Der Ökolandbau braucht als langfristiges Sys­temverfahren mehrjährige Planungssicherheit, keine kurzzyklischen Ausschreibungen bei der Förderung. Ohne stabile Budgets und faire Wett­bewerbsbedingungen wird der Ökolandbau nicht wachsen können. Es braucht daher ein eigenständiges, zweckgebundenes EU-Agrar­budget einschließlich eines verlässlichen Fun­daments für die Öko-Prämie – die Unterstüt­zung für Umstellung und Beibehaltung darf nicht allein von nationalen Haus­halten abhängen.

Der DBV setzt sich für eine Agrarpo­litik ein, die allen Betriebsformen attraktive Angebote macht. Das gilt für den Ökolandbau ebenso wie für konventionelle Betriebe, die freiwillige Umweltleistungen er­bringen wollen. Der DBV setzt sich für ein inflationsbereinigtes GAP-Budget, ein zweckgebundenes Budget für die ländliche Entwick­lung sowie den Abbau von Bürokra­tie und Konditionalitäten ein. Eine obligatorische Degression und Kappung lehnt der DBV entschieden ab. DBV-Position zur GAP ab 2028 unter: https://www.bauernverband.de/fileadmin/user_upload/dbv/positionen/2025/a_DBV_Praesidium_10-Punkte-Katalog_zu_MFR_und_GAP_ab_2028_10.12.2025.pdf

04.03.2026
Fristablauf 31. März: Nachteilsausgleich für Abstandsauflagen an Gewässern im Jahr 2024 beantragen
Geflügel, Milch und Rind, Öko-Landbau, Pflanzen, Schwein

Wer für 2024 noch kein Antrag auf Ausgleich seiner Nachteile durch die Mindestabstände an Gewässern bei der Anwendung von Düngern und Pflanzenschutzmittel in Niedersachsen gestellt hat, sollte das noch bis zum 31. März nachholen. Der Antrag kann sowohl in Papierform als auch digital mit der Anwendung „DigGRAS“ gestellt werden. Details sind auf der Internetseite der LWK Niedersachsen unter dem Webcode 01040376 zu finden.
Tipp: Gleichzeitig auch den Ausgleich für 2025 beantragen! Es besteht keine Auflage mehr, dass auf dem Mindestabstand eine Kultur angebaut werden muss. Auch für Grünland gibt es den Ausgleich! Kein Ausgleich darf für Flächen beantragt werden, wenn schon eine freiwillige Maßnahme vereinbart ist bzw. war, die für das jeweilige Jahr ebenfalls ein Dünge- und Pflanzenschutzverbot enthält. Bei Unsicherheit sprechen Sie mit einem Berater.

27.02.2026
Keine Entspannung auf dem Eiermarkt
Geflügel

(AMI/MEG) Im Februar veränderte sich die Situation auf dem Spotmarkt für Eier kaum. Nachdem kurz nach dem Jahreswechsel 2025/2026 die Nachfrage der Verbraucher etwas ruhiger war, war sie seit Ende Januar wieder so lebhaft wie Ende des Jahres. In den Regalen des Lebensmitteleinzelhandels gab es inzwischen vereinzelt Lücken, sodass die Käufer flexibel sein mussten. Das seit dem Jahreswechsel zu beobachtende stetige leichte Steigen der Preise auf dem Spotmarkt setzte sich auch im Februar fort. Besonders in den drei oberen Größenklassen bei Bodenhaltungseiern war das zu beobachten. Die Preise sind bereits jetzt höher als 2025 direkt vor Ostern. Wie schon seit Anfang dieses Jahres gab es auch im Februar weiterhin wenig Eier auf dem freien Markt. Als Grund dafür wird, neben den EU-weit nicht enden wollenden AI-Ausbrüchen, auch die Altersstruktur der Herden genannt. Es konnten nicht immer alle Bestellungen vollumfänglich erfüllt werden. Manche Packstellen hielten aber auch Ware zurück, um für eventuelle Seuchenfälle eine Sicherheit zu haben.