Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

27.08.2025
ASP-Lage und Maßnahmen in NRW und Hessen
Schwein

Im Kreis Olpe (NRW) wurde der rund 40 km lange und ca. 1,2 m hohe ASP-Schutzzaun um die Kernzone fertiggestellt. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten ändern sich die Regelungen für die Jagd: Innerhalb der Zone ist die Bejagung von Wildschweinen nun wieder erlaubt, mit dem Ziel, die Population deutlich zu reduzieren. Bisher wurden dort 107 Fälle bestätigt, alle im nahen Umfeld des Erstfundes.

In Hessen wurden mehrere weiße Zonen eingerichtet, u.a. entlang der A66 und am Rhein, die nun als wirksame Barriere zum Schutz des Odenwaldes dienen. Mit Blick auf die anstehende Maisernte wurden die Regelungen erleichtert: Drohnenbefliegungen beschränken sich auf Randbereichen, eine Genehmigung der Ernte entfällt. Bewegungsjagden sind in Sperrzone II unter Auflagen wieder zulässig. Jagdpächter können die mobilen Einsatzteams kostenfrei in Sperrzone II anfordern.

27.08.2025
Dänische Landwirte bauen Schweinebestand aus
Schwein

(AMI) Der dänische Schweinebestand ist zum 1.7.2025 auf 11,9 Mio. Tiere gestiegen – das sind 5,6 % mehr als im Vorjahr. Treiber der Entwicklung sind vor allem die Jungschweine unter 50 kg sowie die Mastschweine. Der Bestand an Zuchtsauen blieb dagegen stabil. Dennoch wurden mehr Ferkel erfasst – ein Hinweis auf die gestiegene Effizienz in der Sauenhaltung. Diese zeigt sich besonders im Produktionsjahr 2024: Die Produktivität in den Sauenbetrieben stieg gegenüber 2023 auf durchschnittlich 35,6 Ferkel pro Jungsau (+0,8). Die Zahl abgesetzter Ferkel pro Wurf erhöhte sich auf 15,9 (+0,3), während die Ferkelverlustrate um 0,7 % auf 21,7 % sank. Die Sauensterblichkeit nahm leicht um 0,2 % auf 14,4 % zu. Auch in den Aufzucht- und Mastbeständen zeigt sich eine positive Entwicklung: Die Tageszunahmen der Aufzuchtferkel (7–30 kg) stiegen auf 473 g (+6 g), die Verlustrate sank auf 3,9 %. Mastschweine (30–115 kg) erreichten im Schnitt 1.076 g Tageszunahme, 22 g mehr als im Vorjahr. Da mehr Ferkel im Land verblieben sind, dürfte der dänische Bestand bei stabilen Sauen und hoher Effizienz weiter leicht steigen.

22.08.2025
Deutsche Qualitätsweizenpreise auf 4,5-Jahrestief
Pflanzen

(AMI) Während der Erfassungshandel mit Sichtung, Aufbereitung und Sortierung beschäftigt ist, erschweren die erneut schwächeren Erzeugerpreise die Vermarktung.

Die Ernte 2025 ist in den meisten Regionen Deutschlands abgeschlossen. Trotz überwiegend guter Erträge und teils erfreulicher Qualitäten stehen die Erzeuger vor wirtschaftlichen und agronomischen Herausforderungen: Die Erzeugerpreise für Qualitätsgetreide befinden sich auf niedrigem Niveau. In vielen Regionen stagnieren die Preise oder wurden sogar zurückgenommen. Aufgrund der wenigen Neugeschäfte und des überwiegenden Verkäufermarktes geben die Erzeugerpreise in der34. KW sprunghaft nach, nachdem sich bereits im Juli die Niveaus deutlich abgesenkt hatten. Prompter Eliteweizen rutscht erstmals seit 4,5 Jahren unter die Marke von 200 EUR/t frei Lager auf 194 (189-210) EUR/t, gleiches gilt für Qualitätsweizen, der mit 183 (167-200) EUR/t bewertet wird. Brotweizen scheint sich an der Linie von 171 (153-184) EUR/t vorerst stabilisiert zu haben. Das ist immerhin etwas mehr als in der Tiefpreisphase im März 24. Ebenfalls von sehr guter Qualität ist in diesem Jahr die Roggenernte, sodass kein Engpass in der Brotroggenversorgung zu sehen ist. Da der deutsche Markt zunehmend schrumpft, und außer Deutschland nur noch Russland einen nennenswerten Roggenmarkt hat, dürfte der Auslandsabsatz limitiert sein. Diese Aussicht drückt aktuell die Brotroggenpreise unter die Marke von 150 EUR/t auf 148 (125-185) EUR/t, 6,5 % unter Vorjahreslinie. Ebenfalls von Schwäche geprägt ist der Braugerstenmarkt. Zwar fällt die diesjährige Ernte qualitätsbedingt eher mäßig aus, dennoch trifft ein reichliches Angebot auf ein äußerst zurückhaltendes Kaufinteresse. Mit 182 (160-199) EUR/t wird Sommerbraugerste frei Erfasser so niedrig bewertet wie im Januar 2021, ein Viertel unter Vorjahr.

Die Nachfrage der Mühlen und der Industrie ist aktuell sehr gering, da diese aus der Ernte heraus gut versorgt sind. Infolgedessen lagern viele Landwirte ihre Ernte ein und warten auf bessere Vermarktungsbedingungen. Allerdings sehen sich zahlreiche Erzeuger aufgrund der niedrigen Erlöse gezwungen, Teilverkäufe vorzunehmen, um den kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu decken. Abgestoßen werden aktuell außerdem qualitätsschwache Partien. Die Frühjahrstrockenheit sowie Niederschläge während der Erntezeit haben regional zu Qualitätsverlusten geführt. Besonders betroffen sind spätere Erntepartien, bei denen Parameter wie Fallzahl und Hektolitergewicht nicht immer den Anforderungen entsprechen. Diese Partien überwiegen derzeit in der Vermarktung.

Paris konnte die Gewinne vor dem Wochenende nicht halten und rutscht am 20.08.25 mit 194 EUR/t für den Fronttermin September-25 einen halben Euro unter Vorwochenlinie. Den Kursanstieg hatte der Kassamarkt nicht mitvollzogen, sondern nur die Ermäßigung, so dass am 20.08.25 für Brotweizen franko Niederrhein mit 195 EUR/t einen Euro unter Vorwochenniveau angegeben wurde. Dieser Preis gilt ab jetzt auch für Partien zur Lieferung ab September 25, die bis dato noch ein Aufgeld von 10 EUR/t erzielt hatten. Brotroggen zur Lieferung ab September wird franko Niederrhein mit 186 EUR/t bewertet und damit 2 EUR/t schwächer. Franko Hamburg entwickeln sich die Weizenpreise uneinheitlich; Qualitätsweizen tendiert mit 220 EUR/t stabil, Brotweizen verliert 2 auf 201 EUR/t. Für Braugerste verzeichnet Kaufinteresse auf Lieferterminen ab Oktober 25. Der Geldkurs liegt bei 229 EUR/t und damit 4 EUR/t unter dem Briefkurs von 233 EUR/t. Dieser hat damit zur Vorwoche 7 EUR/t verloren. Braugerste ab Januar franko Oberrhein gibt sogar um 8 auf 237 EUR/t nach.

22.08.2025
International kaum Bewegung in den Weizenkursen
Pflanzen

(AMI) In Paris und Chicago bleiben nennenswerte Kursbewegungen aus. Der globale Angebotsdruck und die steigenden Erwartungen an die russische Weizenernte belasten den Markt.

In den vergangenen Handelstagen zeigten die Weizenkurse an der Pariser Börse nur wenig Bewegung. Am 21.08.2025 schloss der Fronttermin September 25 bei 197,25 EUR/t und übertraf das Vorwochenniveau lediglich um 0,25 EUR/t. Die Folgetermine der Ernte 25 verzeichnen hingegen Wochenverluste von bis zu 3,25 EUR/t. Der Kontrakt der Ernte 26 gab um 2,25 auf 210,75 EUR/t nach.

Nachdem die Aussichten vor ein paar Monaten noch deutlich getrübt waren, steigen die Erwartungen an eine üppige russische Weizenernte weiter. So hat das russische Beratungsunternehmen SovEcon seine Prognose für die diesjährige Weizenernte des Landes kürzlich erneut angehoben. Demnach dürften russische Landwirte in dieser Saison rund 85,4 Mio. t Weizen ernten; zuvor rechnete SovEcon mit einem Volumen von 85,2 Mio. t. Damit dürfte die Ernte zwar bei weitem nicht an das Rekordvolumen von 92 Mio. t aus dem Jahr 2022 herankommen, gegenüber dem Vorjahr wäre das aber ein Anstieg um 4,2 Mio. t. Die Aussichten in Sibirien und im Ural haben sich in den vergangenen Tagen deutlich verbessert. Hier werden voraussichtlich Rekorderträge erreicht, was SovEcon zu der Korrektur nach oben veranlasste.

Mit den steigenden Erwartungen an die russische Ernte wächst auch das mögliche Exportpotenzial des Landes. Am Markt ist der Angebotsdruck durch die laufenden, teils schon abgeschlossenen Getreideernten auf der Nordhalbkugel ohnehin groß, was das Exportgeschäft der EU lähmt. Nach dem schleppenden Start der russischen Exporte in dieser Saison gewinnen diese unterdessen an Fahrt und erhöhen den Druck nochmals. Die Käufe Ägyptens von insgesamt voraussichtlich rund 400.000 t französischem Weizen konnten den Pariser Weizenkursen nur kurzzeitig Unterstützung bieten. Insgesamt exportierte die Europäische Union im laufenden Wirtschaftsjahr bis zum 17.08.2025 lediglich rund 1,78 Mio. t Weichweizen, verglichen mit 3,76 Mio. t zum Vorjahreszeitpunkt. Die Aussichten auf eine Belebung der EU-Weizenausfuhren sind bislang trüb.

Unterdessen nähert sich die Weizenernte in vielen Regionen der Gemeinschaft dem Ende. In Polen ist der Drusch zu etwa 80 % abgeschlossen. Die Qualität ist insgesamt zufriedenstellend, vor allem die Proteinwerte. Vereinzelt überzeugen allerdings die Fallzahlen nicht. Aufgrund der anhaltenden Regenfälle wird der Anteil von Futterweizen auf knapp ein Drittel geschätzt, was sonst etwa 10–15 % beträgt. Die trockenen Bedingungen der vergangenen Handelstage haben unter anderem auch in Deutschland, Dänemark und Schweden sehr gute Erntefortschritte ermöglicht.

Unterdessen rückte das Kriegsgeschehen in der Ukraine erneut in den Fokus. Der US-Präsident bemüht sich um eine Einigung zwischen Russland und der Ukraine. Auch wenn der Weg dorthin noch weit sein dürfte, wird es positiv aufgefasst, dass es erstmals seit Kriegsbeginn im Februar 2022 ernsthafte Gespräche gibt. Russland und die Ukraine sind weltweit bedeutende Getreideexporteure. Mit einem Ende des Kriegs könnten sich die Handelsströme wieder deutlich verschieben.

22.08.2025
Raps hat Preisrückgang beendet
Pflanzen

(AMI) Der Handel am heimischen Rapsmarkt verläuft in ruhigen Bahnen. Während die Preise im Großhandel im Zuge fester Terminnotierungen zulegen, kommt bei den Erzeugerpreisen kaum etwas davon an. Indes geht die Ernte hierzulande zu Ende. Hinsichtlich der Erträge zeigt sich ein sehr heterogenes Bild.

Im Schlepptau der US-Soja-Rallye konnten auch die Pariser Rapskurse auf Wochensicht zulegen. So schloss der Euronext-Fronttermin November 2025 am 21.08.2025 auf 476,75 EUR/t über der Vorwochenlinie. Begrenzt wurden die Kursgewinne allerdings durch die rückläufigen kanadischen Canolanotierungen. Diese hatten im Zuge der Erhebung chinesischer Importzölle auf kanadische Canolaimporte deutlich an Boden verloren und rutschten zuletzt um 21 auf rund 404 EUR/t ab.

Im Zuge fester Terminmarktnotierungen in Paris legten auch die Preise auf Großhandelsebene zu. So sind franko Hamburg für prompte Partien am 20.08.2025 rund 460 EUR/t möglich und damit 8 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Gleiches gilt für Partien franko Niederrhein, welche auf Wochensicht ein Plus von 6 auf 468 EUR/t verzeichnen. Dabei bleiben die Umsätze bei nur geringer Dynamik am Markt überschaubar. Mühlen sind auf den vorderen Positionen gut gedeckt und die Abwicklung bereits bestehender Kontrakte steht im Fokus. Auf späteren Lieferpositionen sind Käufer und Verkäufer weiterhin zurückhaltend und warten mit Blick auf die bald endende Rapsernte in Europa die weitere Entwicklung ab.

Rapserträge streuen weit

Endgültige Ergebnisse zu den Erträgen liegen noch nicht vor, da der Handel derzeit mit der Sichtung und Bonitierung der angelieferten Partien beschäftigt ist. Erste Rückmeldungen zeigen jedoch ein deutlich heterogenes Bild als üblich. Aus den nördlichen Bundesländern wird von einer sehr großen Streuung sowohl bei den Erträgen als auch bei den Ölgehalten berichtet. So reichen die gemeldeten Erträge aus Mecklenburg-Vorpommern von 8 bis 55 dt/ha, was eine enorme Spannweite verdeutlicht. Deutlich homogener fällt dagegen das Bild in Thüringen aus, wo die Erträge überwiegend zwischen 30 und 45 dt/ha liegen und auch die Ölgehalte eine wesentlich einheitlichere Tendenz aufweisen. Auffällig ist zudem, dass vielerorts eine große Anzahl kleiner Körner festgestellt wurde, die durch Siebe oder Gebläse verloren gegangen sind. Dieses Phänomen deutet auf eine zu schnelle Abreife der Bestände hin, die möglicherweise durch die Witterungsbedingungen beschleunigt wurde. Zusätzlich wurde teilweise hohe Feuchtigkeitswerte bis zu 13 % gemeldet.

Parallel zum Ende der Rapsernte wurde in einigen Teilen des Landes mit der Rapsaussaat bei trockenen Bedingungen begonnen. Erzeuger hoffen auf Regen, der in den nächsten Tagen in vielen Regionen noch nicht in Sicht ist. Über die vermutete Größe der Anbauflächen kann noch keine richtungsweisende Aussage getroffen werden. Marktteilnehmer vermuten, dass es ungefähr die gleiche Anbaufläche wie 2024 werden könnte. Allerdings könnte die Anbaufläche auch schrumpfen. Denn in einige Handelshäuser verkauften weniger Rapssaatgut als in anderen Jahren. Das deutet darauf hin, dass sich manche Erzeuger aufgrund steigender Produktionskosten bei gleichzeitig unsicherer Ertrags- und Preisentwicklung grundsätzlich Gedanken über Einschränkung des Rapsanbaues machen.

Auch die derzeitige Preisentwicklung unterstützt den Anbau nicht: Der Erzeugerpreis für Raps liegt im Bundesdurchschnitt mit 441 EUR/t frei Erfasserlager nur knapp über dem Vorwochenniveau. Obwohl dieses Preisniveau aus Sicht der Erzeuger alles andere als zufriedenstellend ist, wurde – zumindest in den Küstenregionen – so viel Raps aus der Ernte direkt verkauft wie selten zuvor.

22.08.2025
Weitere Preisabschläge bei Speisekartoffeln
Pflanzen

(AMI) Das Ungleichgewicht am Kartoffelmarkt sorgte für eine Preiskorrektur um 2,00 EUR/dt. Das Ende der Fahnenstangen könnte aber noch nicht erreicht sein. Viele Wissen nicht wohin mit ihren Knollen.

Überall gibt es Speisekartoffeln satt. Oftmals müssen Landwirte mit ihrer Ernte warten, denn sie finden keinen Käufer. Insbesondere, wenn sie ihren Verkauf nicht schon längerfristig abgesprochen hatten. Statt Speisekartoffeln zu vermarkten, müssen sich Landwirte immer häufiger darüber Gedanken machen, wie und wo sie ihre Ernte am Ende unterbringen. Mancher Beobachter geht schon davon aus, dass nicht überall für alle Kartoffeln genügend Platz in Futtertrögen oder Biogasanlagen besteht. Fernere Transporte lohnen wegen der möglichen Entgelte ohnehin nicht.

Auf der Nachfrageseite dämpft sicherlich das Wetter den Absatz im LEH noch etwas. Zu Ende gegangenen Schulferien werden so nicht überall als Endpunkt einer ruhigen Absatzlage wahrgenommen. Selbst Sonderaktionen im LEH schaffen viel zu wenig Kartoffeln weg. Dabei starten Vollsortimenter auch schon Sonderangeboten von Packmaßen von 10 kg zu recht günstigen Preisen. Einerseits ist aber das Kaufinteresse daran noch eher gering – es fehlt an geeigneten Lagermöglichkeiten im Haushalt und/oder ausreichend vielen Essern – andererseits kannibalisieren die Sonderaktionen den Absatz von Kleingebinden und Premiumofferten.

Die Erzeugerpreise sind vor diesem Hintergrund nur selten zu halten. Im Westen und Norden gingen über das Wochenende weitere 2,00 EUR/t in bekannten Notierungen verloren und so wurde die Marktrealität der Vorwoche nachvollzogen. Auch diese Woche ist nicht von einem Stillstand auszugehen, wenngleich der Spielraum geringer wird. Am Ende muss sich die Vermarktung noch irgendwie für die Erzeuger rechnen. Wo das im Ausland schon nicht mehr funktioniert, starten längst Aktionen gegen Lebensmittelverschwendung. Landwirte geben an promienten Plätzen Sackware gegen „Schutzgebühr“ ab – Hauptsache man wird die Knollen irgendwie los – auch Tafeln werden beliefert.

Wenn es Böden und Temperaturen zulassen, wird sicherlich bald die Einlagerung an Fahrt aufnehmen. Das beschäftigt/beruhigt die Erzeuger vielleicht erst einmal. Wer aber keinen Lagerplatz für all seine Kartoffeln eingeplant hatte, bleibt am Markt und das werden dieses Jahr wohl viele sein.

22.08.2025
Erzeugerpreise: Geflügel und Eier im Aufwärtstrend
Geflügel

(AgE) Die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse sind in Deutschland im Juni 2025 deutlich gestiegen. Im Schnitt lagen sie 12,7 % über Vorjahresniveau – ein Plus, von dem insbesondere die Geflügel- und Eierhalter profitieren konnten. Geflügel verteuerte sich um 9,8 %, Eier um 8,0 %, womit beide Sparten ihre Erlössituation festigen und von der positiven Marktentwicklung profitieren. Auch bei Rindern (+43,5 %) und Milch (+17,0 %) kam es zu kräftigen Preisanstiegen. Eine Ausnahme bildet die Schweinehaltung: Schlachtschweine verbilligten sich um 5,1 % und entwickelten sich damit gegenläufig zum allgemeinen Aufwärtstrend. Die pflanzliche Erzeugung zeigte hingegen ein ganz anderes Bild: Im Jahresvergleich sanken die Preise um 20 %, vor allem durch den massiven Rückgang bei Speisekartoffeln (–64,2 %). Damit bestätigt sich die Zweiteilung des Marktes: Während pflanzliche Produkte stark an Wert verloren, erzielen viele Tierhalter deutliche Aufschläge. Für Geflügel- und Eierhalter setzt sich damit ein stabiler Aufwärtstrend fort, der ihre wirtschaftliche Situation stärkt.