Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

05.11.2025
Südkorea öffnet Markt für deutsches Schweinefleisch
Schwein

(BMLEH) Zum 23. Oktober 2025 hat Südkorea die Einfuhrsperre für deutsches Schweinefleisch und -erzeugnisse aufgehoben. Die Sperre war nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) im Januar 2025 verhängt worden. Der Entscheidung ging ein intensiver Austausch zwischen dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und dem koreanischen Landwirtschaftsministerium (MAFRA) voraus. Das Ministerium bewertet die Wiederöffnung des südkoreanischen Marktes als wichtigen Erfolg für die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft, insbesondere für tierhaltende Betriebe. Mit der Aufhebung steht ein bedeutender Exportmarkt außerhalb der EU wieder offen. Das BMLEH arbeitet weiterhin daran, auch mit anderen Handelspartnern wie den USA und Japan verbleibende Einschränkungen abzubauen und die Agrarexportstrategie weiterzuentwickeln. Deutschland wurde am 14. April 2025 von der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) wieder als „MKS-frei ohne Impfung“ anerkannt. Seitdem haben mehrere Länder ihre Importbeschränkungen gelockert. Südkorea zählt zu den wichtigsten Drittlandmärkten für deutsches Schweinefleisch – im Jahr 2024 wurden rund 51.000 t dorthin exportiert.

05.11.2025
Resistent gegen Schweinepest mittels Genschere
Schwein

Ein internationales Forschungsteam der Universität zu Lübeck und des Roslin Institute der University of Edinburgh hat eine Studie veröffentlicht, in der Schweine durch gezielte Genom-Editierung gegen das Virus der Klassischen Schweinepest (CSFV) resistent gemacht wurden. Die Forschenden identifizierten das Protein DNAJC14 als entscheidend für die Virusvermehrung. Durch eine gezielte Veränderung einer einzelnen Aminosäure mittels CRISPR/Cas9 konnten sie Schweine erzeugen, bei denen sich das Virus nicht mehr vermehren kann. Die Tiere blieben nach Infektionsversuchen gesund und zeigten keine Krankheitssymptome.
Zusätzliche Laborstudien ergaben, dass die genetisch veränderten Schweinezellen auch gegen andere Pestiviren wie das Virus der Bovinen Virusdiarrhoe (BVDV) resistent sind. Die Tiere zeigten keine Auffälligkeiten im Verhalten oder Gesundheitszustand. Die Ergebnisse belegen erstmals die zentrale Rolle von DNAJC14 für die Vermehrung klassischer Pestiviren im Tier und eröffnen neue Möglichkeiten für die Zucht resistenter Nutztiere.

31.10.2025
Eiermarkt weiter angespannt
Geflügel

(AMI/MEG) Der Aufwärtstrend bei den Preisen für Eier auf dem Spotmarkt hielt auch im Oktober weiter an. Das Angebot war unverändert knapp bis sehr knapp. Die zunehmenden Fälle von Aviärer Influenza mit den damit verbundenen Keulungen verstärkten die Eierknappheit noch. Anhaltend beschrieben Marktteilnehmer die Nachfrage nach Eiern als sehr lebhaft. Dem Vernehmen nach könnte die Nachfrage zum Jahresende hin noch weiter anziehen, zumal jetzt demnächst auch die Weihnachtsbäckerei beginnt. Das Jahresende ist die absatzstärkste Jahreszeit ist. Die Marktteilnehmer berichteten jetzt schon von einem leergefegten Markt.

Fortgesetzt führte die angespannte Marktlage auf der ganzen Linie zu höheren Eierpreisen am deutschen Spotmarkt. Die mittleren Größenklassen waren jedoch verstärkt betroffen. Auch die Preise für Verarbeitungsware wurde angehoben. Es kann noch nicht abgeschätzt werden, wie sich die Situation entwickeln wird, wenn die jahreszeitlich bedingte zunehmende Nachfrage auf ein durch das Seuchengeschehen weiter verknapptes Angebot trifft.

31.10.2025
Geflügelmarkt abwartend
Geflügel

(AMI/MEG) Im Verlaufe des Oktobers beunruhigten die zunehmenden Ausbrüche der Aviären Influenza die gesamte Geflügelbranche. Der Absatz auf Ladenstufe hat sich saisonüblich tendenziell belebt. Wassergeflügel rückte der Jahreszeit entsprechend zunehmend in den Vordergrund. Typische Grillprodukte tendierten Anfang Oktober etwas schwächer. Die Großhandelspreise für lose gehandelte Teile gaben teils leicht nach. Dennoch wurde das Vorjahrespreisniveau anhaltend deutlich übertroffen. Die Schlachtereiabgabepreise haben sich in der zweiten Oktoberhälfte nicht nennenswert verändert. Erste Meldungen zu Großhandelspreisen für November blieben ebenfalls auf unverändertem Niveau. Die laufende Produktion war im Oktober immer noch überschaubar und fand ihre Abnehmer.

Nachdem im September die Talsohle bei Althennenpreisen erreicht war, zogen die Preise im Oktober leicht an. Die Nachfrage nach Suppenhennen nahm weiter leicht zu. Die Situation bei den Schlachtkapazitäten ist unverändert schwierig, viele Althennen werden zum Schlachten in das benachbarte Ausland gebracht.

31.10.2025
Aviäre Influenza – derzeit knapp 100 aktive Ausbrüche
Geflügel

Seit Anfang September melden mehrere Bundesländer eine deutliche Zunahme von Infektionen mit dem hochpathogenen aviären Influenzavirus (HPAI) des Subtyps H5N1 bei Wildvögeln und gehaltenem Geflügel. Laut dem TierSeuchenInformationsSystem (TSIS) des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) sind 101 aktive Ausbruchsgeschehen registriert – davon 63 bei verschiedenen Wildvogelarten und 38 in Geflügelhaltungen. Im Jahresverlauf wurden bislang 463 Nachweise bei wild lebenden Vögeln und 67 bei gehaltenen Tieren dokumentiert (Stand 30.10.2025). Die bundesweit betroffenen Geflügelhaltungen, sowohl kommerzielle als auch Kleinsthaltungen, umfassen sowohl Mastbetriebe (Enten, Gänse, Puten) als auch Legehennenhaltungen und Zuchtbetriebe mit Elterntieren und Bruteiern.

Das Virus zirkuliert in der Wildvogelpopulation, insbesondere bei ziehenden Wasservögeln. Auffällig betroffen sind derzeit die hochempfänglichen Kraniche, die an Rast- und Futterplätzen auf Wildenten- und Gänse treffen, die inzwischen eine Teilimmunität haben. Der noch andauernde Herbstzug führt zu erhöhter Mobilität und Durchmischung der Vogelbestände und begünstigt die Virusverbreitung. Wetterbedingte Verzögerungen – etwa durch ein Sturmtief mit Südwind – haben den Zugverlauf in den letzten Tagen gestört, insbesondere bei großen Rastvogelarten. Zur Eindämmung des Infektionsgeschehens wird die zügige Beräumung von Wildvogelkadavern vorangetrieben, um Folgeinfektionen bei Aasfressern zu vermeiden. Diese Maßnahme ist insbesondere in Rastgebieten von Bedeutung, in denen sich große Vogelansammlungen bilden.

Abb. Fallzahlen der Aviären Influenza in wild lebendem Geflügel (blau) und in gehaltenem Geflügel (rot) im Zeitraum 2006 – 2025. Quelle TSIS, abgerufen am 30.10.2025

Im Vergleich zu den Vorjahren (vgl. Abb.) stellt die aktuelle Lage bislang keine Rekordsaison dar, auch wenn über das saisonal übliche Maß hinausgehende Anstiege der Ausbrüche bei Haus- und Wildgeflügel beobachtet werden können. Die Zunahme von Wildvogel-Fällen und die Clusterbildung in Geflügelhaltungen deuten auf ein anhaltend hohes Risiko für den Winter 2025/26 hin. Biosicherheitsmaßnahmen in den Betrieben zeigen Wirkung, sind jedoch nicht ausreichend, um Einträge aus der Umwelt vollständig zu verhindern. Die Situation erfordert weiterhin erhöhte Wachsamkeit sowie eine konsequente Umsetzung von Schutzmaßnahmen und eine enge Abstimmung zwischen Behörden und Tierhaltern.

TISI: https://tsis.fli.de/cadenza/repositories/j-SlqCKELaTDy8RoFRCW/workbooks/Aviaere-Influenza-ugs.-Vogelgrippe,KZDvzqKWkpK-ZFdJr5jq/worksheets/Uebersicht,3Z_PXs-JPrC-rYS7PhzuD?workbookHash=lvNdbk84RxLclq18e3Hh96EgimwAQknVrjowsubPU6NtBSCE

31.10.2025
HPAI ist Herausforderung für Geflügelhalter
Geflügel

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, sieht in den derzeit steigenden Fallzahlen bei der Vogelgrippe eine große Herausforderung für die geflügelhaltenden Betriebe: „Wir beobachten die aktuelle Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher besteht kein Anlass zur Sorge – die Versorgungssicherheit ist weiterhin gewährleistet. Wir sind in engem Austausch mit der Wissenschaft, den Behörden und den zuständigen Ministerien. Wichtig ist jetzt, dass alle geflügelhaltenden Betriebe wachsam sind und die Biosicherheitsmaßnahmen einhalten. Diese sind auch Voraussetzung für eine mögliche Entschädigung durch die Tierseuchenkasse.“

Zur vollständigen Pressemitteilung:

https://www.bauernverband.de/presse-medien/pressemitteilungen/pressemitteilung/bauernverband-sieht-in-vogelgrippe-grosse-herausforderung-fuer-die-gefluegelhaltenden-betriebe

29.10.2025
DBV-Veredlungstag 2025
Schwein

Unter dem Motto „Schweinehalter zwischen Anspruch und Realität – Welche Weiterentwicklungen sind notwendig?“ kamen am 22. Oktober 2025 rund 280 Teilnehmende in Coesfeld, Nordrhein-Westfalen, zusammen, um über die Zukunft der Schweinehaltung zu diskutieren.

In Fachvorträgen und Podiumsrunden beleuchteten Vertreter aus Politik, Handel und Beratung zentrale Herausforderungen: Neben Genehmigungsfragen standen die Tierhaltungskennzeichnung, die TA-Luft, die Afrikanische Schweinepest und Vermarktungsstrategien im Fokus. Auch die neue QS-Klimaplattform wurde vorgestellt. Mit Nachdruck haben Schweinehalter vor den Folgen der Streichung des Bundesprogramms „Umbau der Tierhaltung“ (BUT) gewarnt. Ohne langfristige staatliche Unterstützung sei der Umbau zu höheren Tierwohlstandards wirtschaftlich nicht zu leisten – insbesondere in der Sauenhaltung drohe vielen Betrieben das Aus. Zusätzliche Herausforderungen wie die ASP verschärfen die Lage.

DBV-Veredlungspräsident Hubertus Beringmeier kritisierte die Begründung der Politik, das Programm wegen geringer Abrufzahlen zu streichen. Die Ursache liege vielmehr in langwierigen Genehmigungsverfahren. Er forderte, künftig bereits einen Bauantrag als Fördervoraussetzung anzuerkennen. Die als Ersatz diskutierte GAK-Förderung sei keine Alternative, da den Ländern die Mittel fehlten und eine bundeseinheitliche Lösung notwendig sei. Das BMLEH zeigte sich zurückhaltend. Zwar wolle man eine Förderlücke vermeiden, doch angesichts der angespannten Haushaltslage sei dies schwierig. Beringmeier warnte, dass ohne Unterstützung der notwendige Umbau der Deckzentren und Abferkelbereiche nicht zu stemmen sei. Er forderte verlängerte Fristen, um den Betrieben mehr Zeit zur Finanzierung zu geben. Weitere Forderungen betrafen die Vermeidung nationaler Alleingänge im Tierschutzrecht, die Überarbeitung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes sowie die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der EU. Ein Lichtblick sei das klare Bekenntnis des Handels zur Herkunftskennzeichnung „5xD“. Doch ohne ausreichende Ferkelproduktion in Deutschland sei auch diese Strategie gefährdet. Ziel müsse es sein, die Produktion im Land zu halten – dafür brauche es verlässliche politische Rahmenbedingungen.

Hier finden Sie die DBV-Pressemeldung zum DBV-Veredlungstag sowie das Forderungspapier zur Schweinehaltung:

https://www.bauernverband.de/presse-medien/pressemitteilungen/pressemitteilung/die-heimische-schweinehaltung-staerken