Anlässlich der Vereidigung des Bundeskabinetts gratulierte DBV-Präsident Rukwied dem neuen Landwirtschaftsminister Cem Özdemir. Rukwied wünschte Özdemir viel Kraft für die anstehenden wichtigen und weitreichenden Entscheidungen im Sinne der Bauernfamilien, insbesondere vor dem Hintergrund der gewaltigen Herausforderungen im Transformationsprozess der Landwirtschaft. Als Staatsekretärin im Landwirtschaftsministerium werden Silvia Bender sowie die beiden parlamentarischen Staatssekretärinnen MdB Dr. Manuela Rottmann und MdB Dr. Ophelia Nick ihre Arbeit aufnehmen. Zudem wurden einige Zuständigkeiten neu auf die Ressorts, z. B. in den Bereichen Klimaschutz, Digitales, Bauen, Verbraucherschutz, Bürokratieabbau, verteilt. Das BMEL gibt Zuständigkeiten im Bereich Verbraucherinformationsgesetz und Produktsicherheit ab.
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Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
10.12.2021
Milchmarkt Milch und Rind
(AMI, ZMB) Die Milchanlieferung scheint sich stabilisiert zu haben. Im Vgl. zur Vorwoche wurden in der 47. KW 0,2 % mehr Milch erfasst. Allerdings liegt das Anlieferungsniveau mit -3,1 % weiterhin deutlich unter der Vorjahreswoche. Die Nachfrage nach abgepackter Butter verläuft aufgrund des Weihnachtsgeschäftes weiter rege. Für Blockbutter nehmen die Anfragen für Jahresbeginn 2022 zu, wobei die Akzeptanz höherer Preise von Käuferseite zunimmt. Aufgrund der angespannten Lage am Schnittkäsemarkt müssen z. T. Lieferkürzungen vorgenommen werden. Es wird von einem begrenzten Käseangebot ausgegangen. Die Preistendenz für die nächsten Monate ist anhaltend sehr fest. Ähnlich stellt sich die Situation an den Pulvermärkten dar mit festen bis steigenden Preisen. Die MMP-Mengen für das 1. Quartal 2022 sind bereits überwiegend kontrahiert. Das Interesse an Verträgen, die über das 1. Halbjahr 2022 hinausgehen, wächst.

Beim GlobalDairyTrade-Tender (GDT) am 07.12.2021 lagen die Preise mit 1,4 % (im Durchschnitt über alle Produkte und Zeiträume) über dem Niveau des letzten Handelstermins. Das Handelsvolumen stieg um 2,3 % auf 31.092 Tonnen.
10.12.2021
Geflügelpestmaßnahmen in Bayern Geflügel
(dpa) Mit strengen Regeln reagiert das Umweltministerium auf die Ausbreitung der Geflügelpest in Bayern. Ab sofort gilt ein Verbot von Geflügelausstellungen und -märkten, ein Fütterungsverbot von Wildvögeln sowie eine Untersuchungspflicht bei Händlern, die Tiere im Rahmen des mobilen Handels abgeben. Aktuell sind in Bayern insgesamt drei Fälle bei Wildvögeln in den Landkreisen Cham und Nürnberger Land nachgewiesen. Um eine weitere Ausbreitung der Geflügelpest in der Wildvogelpopulation rasch zu erkennen, wird in Bayern das bewährte Wildvogelmonitoring konsequent weitergeführt.
Zudem hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) kürzlich einen einzelnen Vogelgrippeausbruch in einem kleinen Hausgeflügelbestand mit rund 50 Hühnern im Landkreis Erding bestätigt.
10.12.2021
NRW: Geflügelpest weitet sich dynamisch aus Geflügel
Seit dem 1. Fall im Kreis Paderborn am 18. 11. sind fünf weitere Ausbrüche in Betrieben in den Kreisen Paderborn und Soest sowie eine tote Wildgans in Bielefeld festgestellt worden. Das Geschehen sei „dynamisch“ und breite sich weiter aus, warnt das NRW-Umwelt- und Landwirtschaftsministerium. In den Betrieben wurden 83.000 Puten, Hühner, Gänse und Enten getötet. In den betroffenen Gebieten gilt eine Aufstallungspflicht. Geflügelhalter sollen ihre Tiere nur an Stellen füttern, zu denen Wildvögel keinen Zugang haben. Dasselbe gelte für Tränken.
10.12.2021
Zweiter Fall von Geflügelpest in Thüringen Geflügel
Nach einem ersten Fall im Altenburger Land in der vergangenen Woche sei die Infektion nun auch in einem Hausgeflügelbestand im Landkreis Hildburghausen nachgewiesen worden. Betroffen sei ein gewerblicher Geflügelhalter mit rund 2.270 Gänsen. Da die Gänse im Kreis Hildburghausen im Freiland gehalten wurden, ist das Geflügelpestvirus H5N1 den Informationen zufolge wahrscheinlich über Wildvögel eingeschleppt worden.
10.12.2021
Niedersachsen: weitere AI-Fälle Geflügel
Seit Oktober breitet sich die Geflügelpest bundesweit aus, bislang sind mehr als 280 Fälle bei Wild- und Hausgeflügel nachgewiesen worden.
In einer Putenhaltung in Ganderkesee, LK Oldenburg, ist ein Betrieb mit 8.300 Putenhähnen, die ca. 15 Wochen alt sind, und mit 7.200 Aufzuchtputen im Alter von zwei Wochen betroffen. Auch im LK Cuxhaven wurde das AI-Virus in einer Gänsehaltung mit 800 Tieren in der Gemeinde Beverstedt nachgewiesen.
In vielen Landkreisen entlang der Küste und der Geflügeldichten Regionen wurde die kreisweite Aufstallung von in Freiland gehaltenem Geflügel verfügt. In diesen Landkreisen ist das Halten von Geflügel im Freiland nur mit einer Ausnahmegenehmigung und unter Einhaltung amtlicher Auflagen möglich. Bitte beachten Sie die Karte der aktuellen Aufstallungsgebote in Niedersachsen und Bremen:
Nähere Informationen sowie die Allgemeinverfügungen sind auch auf den Webseiten der betroffenen Landkreise zu finden.
10.12.2021
Bauernverband soll Vizepräsidentin bekommen Geflügel
Der DBV-Verbandsrat hat eine Satzungsänderung auf den Weg gebracht, mit der Unternehmerinnen in der Verbandsarbeit gestärkt und in die Entscheidungsgremien des Verbandes eingebunden werden sollen. Die Grundlage dafür soll ein neuer Fachausschuss für landwirtschaftliche Unternehmerinnen legen, deren Vorsitzende mit Sitz und Stimme in den Vorstand des DBV berufen werden soll. Die dazu erforderliche Satzungsänderung wird der nächsten Mitgliederversammlung im Rahmen des Deutschen Bauerntags 2022 in Lübeck zur Abstimmung vorgelegt.
09.12.2021
Düngemittelpreise verdreifachen sich Pflanzen
Angesichts ungewöhnlich hoher Preise am Getreide- und Ölsaatenmarkt infolge knapper weltweiter Endbestände ist die Nachfrage nach Düngemitteln am internationalen Markt ungebremst hoch. Zentraler Punkt für die Preisexplosion am Düngemittelmarkt ist der gewaltige Anstieg der Energiekosten. Extrem hohe Gaspreise in Westeuropa, teils auch in Osteuropa, führten zur Drosselung der Stickstoffproduktion in dieser Region. Hoher Bedarf am Weltmarkt, Exportlimitierungen und eingeschränkte Produktion verknappen das Düngemittelangebot. Logistische Probleme, Frachtraum per Schiff, Zug und LKW ist extrem gering und teuer und verschärfen die Lage. Der Preis für Kalkammonsalpeter ist Anfang Dezember im Bundesschnitt auf 587 EUR/t frei Hof geklettert. Auch wenn die Forderungen im Vergleich zum November 21, als der Rekordwert von 594 EUR/t erreicht wurde, etwas nachgaben, haben sie sich im Vergleich zum Dezember 20 mehr als verdreifacht. Für granulierten Harnstoff mit Ureaseinhibitor werden aktuell Preise von über 859 EUR/t im Streckengeschäft genannt. Das sind 4 EUR/t mehr als im Vormonat und 552 EUR/t mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. AHL wird Anfang Dezember mit 589 EUR/t frei Hof bewertet und legt damit um 428 EUR/t gegenüber Dezember 20 zu. Auch die Forderungen für Diammonphosphat haben um 393 auf 755 EUR/t gegenüber Vorjahresmonat zugelegt. Die exorbitant hohen Düngemittelpreise lähmen das Düngemittelgeschäft. Landwirte, welche für das zeitige Frühjahr noch nicht im Sommer vorgesorgt hatten, kaufen derzeit nur das Nötigste. Zumindest für die erste Stickstoffgabe wurde vielerorts vorgesorgt, verstärkt wird die Ware bei Verfügbarkeit sofort auf dem landwirtschaftlichen Hof platziert. Der Handel erzielt dieses Jahr, wenn er denn zeitig reichlich Ware eingelagert hatte, endlich wieder einen Lagernutzen. Auf dem aktuell hohen Preisniveau wird jedoch nur gekauft, was sofort weiterverkauft werden kann. (Quelle: AMI)


