Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

23.07.2021
Rohöl zieht Raps mit nach unten
Pflanzen

Raps verlor in Paris unter dem Druck rückläufiger Rohölnotierungen und landete am 22.07.2021 auf 529,00 EUR/t für den Kontrakttermin August. Alles hofft nun auf flotten Drusch und gute Ergebnisse. In Frankreich weisen allererste Ergebnisse auf durchschnittliche Erträge hin. In Kanada spitzt sich die Lage weiter zu. Im Westen Kanadas herrscht weiterhin sehr trockenes Wetter mit sehr hohen Temperaturen, was das Produktionspotenzial von Canola stark beeinträchtigt, insbesondere in Alberta und Saskatchewan. (Quelle: AMI)

23.07.2021
Kartoffeln: Angebotslage wieder normalisiert
Pflanzen

Seit dem vergangenen Wochenende hat sich die Angebotslage am Markt für Speisefrühkartoffeln nach und nach wieder normalisiert. Nun kann überall gerodet werden, was reifegefördert und festschalig ist. Angebotsdruck erzeugt das kaum, weil die allgemeine Ernteverspätung weiterhin übergebietlichen Versand erforderlich macht und dort wo bisher noch viel gerodet werden konnte, Ware zunächst nachreifen muss. Die Preise gehen ab dem Wochenende dennoch um weitere 4,00 EUR/dt zurück. Nachdem bisher vor allem in Niedersachsen früher Verarbeitungsrohstoff fertig war und geerntet werden konnte, geht es kommende Woche auch im Westen Deutschlands mit nennenswerten Mengen los. Verarbeiter warten zum Teil schon händeringend darauf, da Lagervorräte geräumt sind. Auch in Belgien beginnt die Ernte nun verspätet. Die Erträge und Stärkegehalte sind allgemein noch recht niedrig. (Quelle: AMI)

23.07.2021
Getreideernte und Marktentwicklung
Pflanzen

Die letzten Tage haben die Getreideernte endlich ein Stück nach vorne gebracht. Aber die Erntefortschritte sind sehr heterogen. Während in manchen Regionen die Gerstenernte auf der Zielgeraden ist, stehen in anderen noch 90 % auf dem Halm. Genauso heterogen sind die Ernteergebnisse, wobei in diesem Jahr besonders viele Partien mit unzureichendem Hektolitergewicht gedroschen wurden. Bei Gewichten zwischen 56-65 kg/hl wird sich noch ein Absatzweg für die schwachen Partien finden müssen, auf jeden Fall mit Preisabschlag. Aber es gibt auch Partien, die gerade jetzt Aufgelder erzielen. Denn der Erfassungshandel ist durchaus an schneller Ware interessiert und gewährt 5-8 EUR/t mehr. Mischfutterhersteller sind regional interessiert an neuer Gerste und bewilligen ihrerseits ebenfalls mehr, so ergab sich ein Preisaufschlag gegenüber Vorwoche von 10 EUR/t für prompte Partien. Septemberlieferungen werden 4 EUR/t höher bewertet und damit 7 EUR/t über Vorwochenlinie.  In der 29. KW lagen die Erzeugerpreise für Futtergerste bei 187,50 EUR/t in den Veredelungsregionen und im Norden. Das sind 7 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Aufgrund der unsicheren Wettervorhersagen greifen jetzt Mischfutterhersteller doch noch die eine oder andere alterntige Partie Futterweizen ab. Und die hat sich im Zuge fester Terminkurse gegenüber Vorwoche moderat befestigt. So wurden durchweg 5 EUR/t mehr genannt. Die Niveaus erreichten zwischenzeitlich die Marke von 250 EUR/t, haben sich allerdings mit der jüngsten Schwächetendenz der Notierungen bereits wieder reduziert. Lieferungen ab September blieben in den vergangenen Tagen auf hohem Niveau preisstabil, liegen mit 216/217 EUR/t über Vorwochenlinie. Der Erfassungshandels nannte 187,50 EUR/t für Brotweizen und 192 EUR/t für Qualitätsweizen. Hier baut sich jetzt langsam eine Prämie auf, vor allem, weil die Befürchtungen zunehmen, dass auch die Weizenernte qualitativ schwächeln wird. Alterntiger Brotroggen wird kaum noch umgesetzt. Und auch für Roggen der kommenden Ernte wächst die Ungewissheit im Hinblick auf die zu erwartende Qualität. Erzeugern wird mit gut 153 EUR/t in etwa 5,70 EUR/t mehr geboten als bisher, was allerdings kein Geschäft nach sich ziehen konnte. Braugerste konnte auf Erzeugerebene vom allgemeinen Preisauftrieb für Getreide nicht profitieren. Die Erzeugerpreise haben sich nur marginal auf 168,40 EUR/t frei Erfasserlager nach oben bewegt. (Quelle: AMI)

21.07.2021
Trotz Preisrückgang angespannter Schweinehandel
Schwein

(AMI) – Nach der deutlichen Preisrücknahme bei Schlachtschweinen sind zumindest Hauspreise kein Thema mehr. Dennoch bleibt die Situation im Schweinehandel angespannt. Es fehlen deutlich belebende Impulse aus dem Fleischhandel. Zwar liegen auf der Angebotsseite die Stückzahlen unter Vorjahresniveau, doch diese sind für die Nachfrage eher zu reichlich. Im Fleischhandel fallen sowohl die gehandelten Mengen als auch die erzielbaren Preise recht niedrig aus. Entsprechend bleibt der unterschwellige Preisdruck auch bei niedrigem Niveau.

21.07.2021
Flutkatastrophe: DBV startet Spendenakti-on
Schwein

Zur Unterstützung der von der Flutkatastrophe in NRW, Rheinland-Pfalz sowie weiteren Bundesländern betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe hat der DBV in Zusammenarbeit mit der Schorlemer Stiftung eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Um schnelle und unbürokratische Hilfe zu leisten, wurde daher ein Spendenkonto eingerichtet:

Schorlemer Stiftung des DBV e.V., Volksbank Köln-Bonn

IBAN: DE57 3806 0186 1700 3490 43,

BIC: GENODED1BRS

Stichwort: Hochwasserhilfe Juli 2021

Den kompletten Spendenaufruf finden Sie unter www.bauernverband.de.

21.07.2021
DBV fordert konsequente ASP-Bekämpfung
Schwein

Vergangenen Donnerstag (15.7.) hat das FLI erstmals zwei ASP-Fälle bei Hausschweinen in Brandenburg bestätigt. Betroffen hiervon sind ein Bio-Betrieb mit ca. 200 Tieren (Sauen, Aufzucht und Mast) in der Gemeinde Neiße-Malxetal im Landkreis Spree-Neiße sowie ein Kleinstbetrieb mit zwei Schweinen in Kienitz im Landkreis Märkisch-Oderland innerhalb des Schutzzaunes. Zwischenzeitlich hat das FLI einen dritten ASP-Fall, ebenfalls in einer Kleinsthaltung mit vier Schweinen im Landkreis Märkisch-Oderland nachgewiesen. Derzeit finden epidemiologische Untersuchungen nach der Eintragsursache statt.

Da die drei ASP-Fälle in bereits bestehenden Restriktionszonen liegen, besteht aufgrund der geltenden EU-Regionalisierungsregelungen weiterhin die Möglichkeit des innergemeinschaftlichen Handels mit Schweinen und Schweinefleisch. Auch für den Drittlandsexport werden nach derzeitigem Kenntnisstand keine negativen Auswirkungen erwartet. Die wenigen Drittländer, die aktuell den Schweinefleischimport aus Deutschland zulassen, haben die EU-ASP-Regionalisierung entweder generell oder mit Zusatzzertifikaten akzeptiert. Aus Sicht des DBV besteht für Panikreaktionen an den Märkten kein Anlass, da die Fälle in bestehenden Restriktionszonen liegen und die Regionalisierung im Handel weiter gilt.

DBV-Veredlungspräsident Hubertus Beringmeier findet deutliche Worte. „Angesichts der sich stetig weiter ausbreitenden Tierseuche müssen die bisherigen Krisenstrukturen und die dort getroffenen Entscheidungen deutlich verbessert werden. Die Entwicklung zeigt, dass wir wirkungsvollere Maß-nahmen in den betroffenen Bundesländern benötigen, um die Seuche zu stoppen und zurückzudrängen“. Wichtigste Elemente seien eine koordinierte und konsequente Entnahme von Wildschweinen entlang der polnischen Grenze und der unverzügliche Aufbau eines zweiten Schutzzaunes. Angesichts des enormen, dauerhaft zu erwartenden Seuchendrucks von polnischer Seite sollte allen Verantwortlichen in den betroffenen Bundesländern klar sein, dass die getroffenen Bekämpfungsmaßnahmen über Jahre hinweg mit entsprechendem personellen und finanziellen Umfang sowie Ausdauer installiert werden müssen. Mit dem Präsidenten des Landesbauernverbandes Brandenburg, Henrik Wendorff, ist sich Beringmeier einig, dass auf die vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen einschließlich Aufstallungsgeboten strikt zu achten ist und hier alle Betriebe zur ständigen Überprüfung angehalten sind. Ferner sollten nach Ansicht beider Präsidenten private Kleinsthaltungen in den betroffenen Regionen nach Möglichkeit herausgekauft werden.

21.07.2021
Wildtierseuchen-Vorsorgegesellschaft un-terzeichnet Vertrag
Schwein

(ML) Niedersachsen treibt seine Prävention für den Fall eines Ausbruches der ASP weiter voran. Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast und die Firma AN Vorsorge GmbH, Großenkneten unterzeichneten am 16.7.2021 die Rahmenvereinbarung zur Bekämpfung der ASP beim Wildschwein. Die Firma AN Vorsorge ist die künftig zuständige Wildtierseuchen-Vorsorgegesellschaft. Aufgaben der AN-Vorsorge GmbH sind: die Einrichtung von Vorhaltemaßnahmen, die Durchführung von angeordneten Bekämpfungsmaßnahmen im Auftrag der zuständigen Veterinärbehörde sowie die Weiterentwicklung von Bekämpfungsmaßnahmen für den Fall des Ausbruches der ASP bei Wildschweinen. Die von der AN Vorsorge GmbH zu erbringenden Leistungen sind in vier Stufen eingeteilt. So werden bereits vor dem Ausbruchsfall (Stufe 0) entsprechende Vorhaltemaßnahmen in Form von Material und Personal sichergestellt. Dies dient dazu, im Seuchenfall schnell mit dem notwendigen Material und der erforderlichen Fachkompetenz aktiv werden zu können. Hierfür zahlt das Land in den nächsten Jahren eine Jahrespauschale in Höhe von 435.000 Euro. Die drei weiteren Stufen im Falle eines Ausbruches der ASP beim Wildschwein in Niedersachsen sind die Stufe 1 (Aktivierungsphase), Stufe 2 (Verlegungsphase) und Stufe 3 (Einsatzphase). Diese Stufen werden bei Bedarf direkt von der jeweils betroffenen und zuständigen kommunalen Veterinärbehörde beauftragt. Damit ist diese als Auftraggeber berechtigt, bestimmte Leistungen auf eigene Rechnung bei der AN Vorsorge GmbH zur Unterstützung bei der Bekämpfung abzurufen. Die geschlossene Vereinbarung leistet somit einen wertvollen Beitrag um im Falle eines Ausbruches der ASP beim Wildschwein in Niedersachsen schnell reagieren und den Ausbruch zügig eindämmen zu können.

Das Landvolk fordert seit Langem eine Wildtierseuchenvorsorge-Gesellschaft für Niedersachsen und begrüßt den Vertragsabschluss ausdrücklich: https://landvolk.net/lpdartikel/asp-appell-an-solidaritaet-unter-handelspartnern/

20.07.2021
Einsatztagebuch muss plausibel sein
Bioenergie

Das OLG Brandenburg hat mit Urteil vom 18.06.2021 klargestellt, dass bei der Nachweisführung eingesetzter Stoffe für den NawaRo-Bonus an die Plausibilitätsprüfung nach dem EEG 2009 hohe Anforderung zu stellen sind. Die Angaben müssen eine Überprüfung ermöglichen, ob die eingesetzten nachwachsenden Rohstoffe ausreichen, um die entsprechende Strommenge zu erzeugen. Der Nachweis gilt als geführt, wenn es als plausibel erscheint, dass angesichts der erzeugten Strommenge weitere Stoffe nicht zum Einsatz gekommen sind. Mit der Beschränkung auf eine Plausibilitätsprüfung soll einerseits eine Überbeanspruchung des Anlagenbetreibers vermieden werden. Um Missbrauchsfälle zu vermeiden, müssen die eingesetzten Stoffe andererseits vollständig dokumentiert und nachgewiesen werden. An die Plausibilität der Eintragungen in dem Einsatzstofftagebuch sind somit hohe Anforderungen zu stellen. Einträge sind so zeitnah und umfassend vorzunehmen, dass der Nachweisfunktion Genüge getan wird. Das Gutachten eines Umweltgutachters, mit dem belegt werden soll, dass mit den eingesetzten „NawaRos“ auch die eingespeiste Strommenge erzeugt werden konnte, kann Mängel des Einsatzstofftagebuches nicht heilen.