
09.07.2021
Terminmärkte aktuell Pflanzen

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern
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Der Markt für Bio-Milch zeigte sich im Mai insgesamt in stabiler Verfassung, auch wenn die private Nachfrage nicht mehr ganz so florierte wie in den Monaten zuvor. Ursache hierfür waren Basiseffekte aufgrund des hohen Vorjahresniveaus der Nachfrage. Die Erzeugerpreise für ökologisch erzeugte Milch waren im Mai hingegen mit plus 0,2 Ct auf Wachstumskurs.
Mehr Menge, weniger Qualität – das ist nach den Regenfällen für die neue Getreideernte zu erwarten. Dabei sind die Winterungen besser weggekommen als die Sommerungen, die oft nur langsam und verspätet in den Boden gekommen sind. Das macht die Preisverhandlungen schwierig. Für Futtergetreide gibt es bislang kaum Kontrakte, weil Futtermühlen mit reichlicher Versorgung rechnen, während die Vermarktungsgesellschaften eher von zu wenig Futtergetreide ausgehen (weniger Umstellungsware), dafür aber mehr Speisegetreide erwarten. Bei den Vorkontrakten liegt die Nachfrage bei Speiseware mit hohen Klebergehalten. Der Roggenmarkt hat sich nun endgültig erholt. Für die kommende Ernte starten die Preise auf einem für die Landwirte wieder akzeptablen Niveau.
Die Dauer der Saison für deutsche Bio-Kartoffeln kann sich durchaus sehen lassen. Preislich hat sich gegen Ende der Vermarktungszeit für alterntige Ware nichts mehr geändert. Die Kampagne schließt somit auf einem Niveau von durchschnittlich 40 EUR/dt für lose Ware bei Abgabe an die Packbetriebe ab. Spanische und israelische Importe dominieren inzwischen das Angebot in den Handelsketten. Wie bereits im vergangenen Jahr wollen einige Handelsketten einen nahtlosen Umstieg von alterntigen deutschen Bio-Speisekartoffeln auf die ersten festschaligen Bio-Frühkartoffeln aus der Pfalz vollziehen. Diese haben bereits Ende Juni Einzug in den LEH gehalten.
Zahlreiche Termine finden Sie unter
https://www.bio-offensive.de/#section4 und
https://www.oekolandbau.de/service/termine/

In 8 Lerneinheiten wird der neue Rechtstext der EU-Öko-VO 2018/848 (gültig ab 01. Januar 2022) Schritt für Schritt erklärt. Die Online-Lernplattform, die das BLQ zusammen mit der Öko-Kontrollstelle GfRS zur Verfügung stellt, finden Sie unter https://www.org-lex.eu
Das Monitoring der CVUA Stuttgart läuft seit etwa zwei Jahrzehnten. 2020 wiesen von 343 untersuchten Öko-Produkten nur 9 PSM-Rückstände über 0,01 mg/kg auf. Zwei Drittel aller Öko-Obst- und Gemüseproben waren rückstandsfrei. In einem Drittel fanden sich Spuren, oft von Mitteln, die im Ökolandbau zulässig sind. Konventionelles Obst war etwa hundertmal stärker „belastet“. Bei Gemüse lag die „Belastung“ siebzigmal höher. Bericht unter
https://t1p.de/l15q
Trotz sehr kontroverser Diskussionen einigte sich die ZKL auf gemeinsame Empfehlungen. Der Bericht besteht aus 12 Leitlinien für die weitere Entwicklung, den Empfehlungen zu einzelnen Themenbereichen und einer Abschätzung der Kosten eines Transformationsprozesses. In den Empfehlungen sind wichtige Forderungen der Landwirtschaft berücksichtigt. Dazu zählen bei den Leitlinien u. a. die Forderungen, eine vielfältige Agrarstruktur zu erhalten sowie Leakage-Effekte und Produktionsverlagerungen zu vermeiden, Lebensmittelpreise deutlich zu erhöhen und regionalen Kooperationen Vorrang zu geben. Kritische Punkte aus Sicht der Landwirtschaft sind die Bereiche GAP, Flächennutzung und Biodiversität sowie Tierhaltung. Bericht unter https://t1p.de/s0ve